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1 Kapitel - 1.097 Wörter - Erstellt von: Arwen - Aktualisiert am: 2017-01-24 - Entwickelt am: - 307 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Hi! Das ist meine erste Geschichte bei testedich. de und ich hoffe, sie gefällt euch. Lasst gerne Bewertungen da, was ich am Schreibstil, etc. ändern könnte. V

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    "Bitte mach schneller, du kommst zu spät!", höre ich meine Mutter rufen. " Meine Fresse, jaaaa!" Genervt schmeiße ich meine Bücher in den Rucksack und stapfe die Treppen hinunter. Und da steht sie auch schon. Meine Mum. Meine Mum mit einer blöden Schmetterlingsbox in der Hand. Die Box aus der 1. Klasse. "Mann Mum, das ist ne Babybox! Du glaubst nicht ernsthaft, dass ich die mitnehme?" "Dann halt nicht", sagt sie und drückt mir ein 2 Euro Stück in die Hand. Ich gebe ihr einen Kuss und gehe.

    Der Schulgong ertönt. Meinen Rucksack geschultert hetze ich durch die Gänge. Er ist so voll, dass einige Bücher herausfallen. Entnervt hebe ich sie auf und blicke dabei immer wieder auf die Uhr, nur um festzustellen, dass Mir langsam die Zeit davonrennt. Suchend blicke ich mich in den leeren Gängen um, um vielleicht noch einen letzten Schüler zu sehen, den ich nach dem Weg fragen kann.
    WAMM. Wieder fallen Bücher auf den Boden. Ich bücke mich, um sie aufzuheben, doch eine Hand kommt mir zuvor.
    Ich blicke auf, um den Besitzer dieser Hand auszumachen und blicke in Tiefbraune Augen. "Oh, shit, tut mir leid! " Sagt der Junge. "M-m-macht nichts", starte ich den Versuch gleichmütig zu klingen. "Du bist neu hier, stimmt das?", werde ich gefragt. "Ja, ich heiße Emily. Kannst du mir vielleicht den Weg zum Klassenzimmer 112 zeigen? Ich glaube, das ist der Biosaal" "Ja klar, komm mit, da muss ich auch hin. Ich bin übrigens Jeremy. " Dankbar lächele ich und Folge ihm. Vor der Tür angekommen fragt er mich:" Bevor wir reingehen: Hast du Lust auf einen Kaffee nach der Schule?"
    Ich willige ein und wir betreten das Klassenzimmer.

    "Kannst du mir dann bei meiner Strafarbeit helfen? Ich krieg das nicht alleine hin", bettele ich Jeremy eine Woche später an. "Ja klar", lächelt er wieder dieses unwiderstehliche Lächeln. Ich war noch nie so glücklich gewesen, jemanden wie ihn kennengelernt zu haben. Inzwischen verstehen wir uns total gut und sind uns viel nähergekommen. "Oh man danke. Was würde ich nur ohne dich tun" "Ich weiß nicht, vielleicht ein Paar Klassenzimmer suchen, Bücher dabei fallen lassen und so tolle Kerle wie mich kennenlernen", neckte er mich. Ich grinste. "Solche Sprüche fallen auch nur dir ein" "Tja, da hast du wohl recht"
    Wir bezahlen schließlich und gehen zu mir nach Hause. Nach 4 Stunden pauken und schreiben sind wir endlich fertig. "Lust auf noch einen Spaziergang im Park?", fragt er mich. "Ja, aber nur wenn wir auf dem Weg bleiben, ich hab Angst vor der Dunkelheit", antworte ich. Auch wenn es übertrieben klingt, es ist wirklich so. Im Dunkeln bekomme ich Panik. Also ziehen wir uns an und gehen in den Park.
    Er ist Menschenleer. Wir schlendern den Weg entlang und lauschen dem Kies unter unseren Füßen. Irgendwann setzen wir uns auf eine Parkbank. "Das war schön. ", sagt Jeremy. Ich lächele und erwidere:" Mit dir an meiner Seite könnte ich sowas auch im Dunkeln machen. " "Oooh wie schnuckelig! Die beiden Turteltäubchen flirten ein bisschen. ", ertönt plötzlich eine Stimme. Ruckartig drehen wir uns um. Erst jetzt stelle ich fest, wie nahe wir uns waren.
    "Na, Jeremy, wie geht es so? Ich hoffe, du hast nicht vergessen, das wir geschworen haben, Rache zu nehmen?", sagt ein riesiger, schrankartiger Junge zu Jeremy. " Micaelo. . . ", zischt er. "Ja, richtig. Freut mich, dass du dich an uns erinnern kannst", höhnt er. Die anderen beiden Jungen neben ihm grinsen fies. "Einer hält das Mädchen fest, der andere kümmert sich zusammen mit mir um Jeremy!", befiehlt Micaelo. "NEIN!", brüllt Jeremy, stellt sich schützend vor mich und wehrt sich mit Händen und Füßen, als er gepackt wird, um mich zu verteidigen. Ich werde ebenfalls gepackt. Micaelos Kumpane zückt ein Messer und hält es an meinen Hals. Ich sehe an meinem Bedrohter vorbei und erhasche einen Blick auf Jeremy, der brutal verprügelt wird. Ich beginne zu weinen. Verzweiflung macht sich breit und ich weiß nicht mehr, wo oben und unten ist. Dann ist es vorbei. Ich werde losgelassen und renne zu Jeremy hinüber. Er ist blutüberströmt und seine Augen sind geschlossen. "Jeremy, WACH AUF!", brülle ich. Ich sehe ein Zucken von seinen Augenlidern und er öffnet seine Augen.

    Monotones Piepen, in regelmäßigen Abständen. Und der Anblick von Jeremy, wie er da so liegt, die Augen geschlossen. Alles um ihn herum geschrubbt und gewienert. Es riecht nach Desinfektionsmittel und überall laufen Ärzte in weißen Kitteln herum
    Erleichtert umarme ich ihn. Er stöhnt auf. "Verdammt, Emily, ich wurde gerade verprügelt! Könntest du bitte etwas weniger stürmisch Umarmungen verteilen?" Ich lächele. "Entschuldige, aber ich habe mir solche Sorgen um dich gemacht. " "Keine Angst, mir geht es gut. Komm her, ich muss dir etwas verraten. Es geht nur uns beide etwas an. Niemand darf es hören, deshalb muss ich es dir ins Ohr flüstern. ", sagt er leise. Skeptisch beuge ich mich zu ihm hinunter, zu seinem Mund hin. Gerade will ich mein Ohr zu ihm drehen, küsst er mich. Ich bin überwältigt. Überwältigt, von dem Gefühl der Zärtlichkeit. Diesen Moment will ich in ein Glas einfangen, damit ich
    ihn immer und immer wieder erleben kann. Aber ich habe eine leise Ahnung, dass das nicht das letzte Mal sein wird, an dem ich Jeremy so spüre, wie ich ihn jetzt spüre. . . . .

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