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Graufeder&Knospenkralle-wenn Liebe über Clans geht 4

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3 Kapitel - 897 Wörter - Erstellt von: Kupferschweif - Aktualisiert am: 2017-01-24 - Entwickelt am: - 199 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Hier ist der letzte Teil meiner Story, ich hoffe sie gefällt euch ; )

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    11. Kapitel

    Nein! „Nein, bitte nicht! Graufeder starrte entsetzt auf die fauchenden Katzen. „Das wirst du büßen!“ Wellenschweif stürzte sich auf die graue Kätzin. Mit krallen gingen sie aufeinander los, ohne auf etwas anderes zu achten. „Nein!“ Unsere Liebe darf die Clans nicht zerstören. Sie werden sich gegenseitig zerfetzen! Zitternd ging sie auf die beiden kämpfenden Katzen zu. „Das reicht!“ Plötzlich kam ein entschlossenes Gefühl in ihr hoch. Ich werde mich nicht länger verstecken, wie ein verängstigtes junges. Ich werde kämpfen, für die Liebe zu Knospenkralle und für meine Jungen! „Ich bin Schuld daran! Ich liebe Knospenkralle und wir sind zusammen weggelaufen! Ja, ich stehe dazu, ob ihr es akzeptiert, oder nicht!“ Mit dem Mut, der plötzlich in ihr aufkam,
    sprach sie die Worte voller Stolz und Entschlossenheit. Alle Angst, alles, wovor sie sich gefürchtet hatte – alles löse sich in einen einzelnen Lufthauch auf, der aufs Meer hinaus, fort, weit weg wehte. Ohne der Gefahr bewusst, in der sie sich befand, trat sie einen Schritt zurück, als Nebelkralle sie verwirrt anfauchte. „Was?“ Fassungslos blickte sie auf die graue Kätzin. Nebelkralle wollte gerade etwas erwidern, als ein lautes Knirschen ertönte. Stein fiel auf Stein und der lockere Boden unter Graufeders Pfoten brach ab. Sie versuchte verzweifelt Halt zu finden, strampelte mit den Beinen und fand einen Spalt an den sie sich klammerte. „Graufeder! Nein!“ Knospenkralles verzweifelte Stimme bohrte sich in ihr Herz wie eine scharfe Kralle. Ab dem Moment wusste sie es. Sie wusste es und es machte ihr nichts aus. Sie war glücklich – und Knospenkralle liebte sie. Es gab keinen Ausweg, so oder so nicht. Der Stein, an den sie sich klammerte knackte. Zitterte. Brach. Noch bevor eine Katze reagieren konnte, fiel sie. Sie fiel hinunter, den langen Weg, bis an den Strand. Sie schlug auf und landete im weichen Sand. Der Sand war warm, noch von der Frühlingssonne gewärmt. Er tröstete sie und bereitete sie auf das vor, was jetzt kam. Das Meeresrauschen ist wunderschön, wie das warme schnurren einer Katze. Sie warf einen letzten Blick auf die weite, wogende, endlose blaue Flut vor sich. Und dann wurde alles schwarz.

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    12. Kapitel

    Die Zeit war stehengeblieben. Alles rauschte an Knospenkralle vorbei.
    Das konnte nicht sein. Es war keine Wirklichkeit. Sie hatte sich abgefangen, hing jetzt an einer Kralle und zog sich hinauf. So musste es sein! Er wollte es nicht wissen, er wollte es nicht sehen. Vorsichtig trat er an den Rand der Klippe. Unten lag sie. Ihr grau-weißes Fell schimmerte in der untergehenden Sonne. Nein. Nein! NEIN! Alles schrie in seinem Kopf, es war ein Irrtum, sie war nur verletzt...er würde sie in Sicherheit bringen, sie pflegen...Er versuchte krampfhaft die Wahrheit zu verdrängen. Ihr Körper lag dort, klein und hilflos. Ohne nachzudenken kletterte er die steile Felswand hinunter. Sprung für Sprung kam er ihr näher, landete im Sand. Vorsichtig trat er näher. Ihre Brust hob und senkte sich in unregelmäßigen, zitternden Bewegungen. Sie lebte. Ein letztes mal grub er seine Nase in ihr weiches, silbriges Fell, und genoss ihren süßen, vertrauten Duft. Mit allerletzter Kraft drehte sie ihren Kopf zu ihm um und lächelte. Eine einzelne Träne stand in ihrem Augenwinkel. Der letzte Sonnenstrahl an diesem Tag fiel auf die beiden Katzen, die im Sand lagen. Er hatte das Gefühl, es war der letzte Sonnenstrahl dieser Welt, als sie ihre blauen, wunderschönen Augen schloss, um sie nie mehr aufzumachen.

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    Epilog
    „Möwe! Lass das!“ Knospenkralle schnurrte als seine Tochter nach seinem Schwanz schnappte. Sie könnten Schüler sein. Alt genug sind sie...Graufeders Tod lag jetzt fünf Monde in der Vergangenheit. Auch wenn Knospenkralle sich oft mit Möwe, Feder und Zweig beschäftigte, brannte das Loch, das Graufeder ausgefüllt hatte, schmerzhaft in seinem Herzen. In seinem Augenwinkel erblickte er die große Birke, unter deren Wurzeln die hübsche graue Kätzin beerdigt war. Nebelkralle und Wellenschweif hatten ihm dabei geholfen. Sie hatten die ganze Nacht auf die drei Jungen geachtet, während er, mit Schmerzen erfüllt, bei ihrem Leichnam gehockt und im Dunkeln Totenwache gehalten hatte. Jetzt nahm alles wieder seinen Lauf. Er hatte sich entschlossen, nicht in seinen Clan zurückzukehren. Niemals hätte er wieder mit seinen Clangefährten jagen können, ohne dass die Erinnerung an Graufeder ihn geplagt hätte. Seine jungen wuchsen unter seiner Obhut auf. Sie entwickelten sich gut, bald würden sie zu guten Jägern heranwachsen. Alles war gut. Von der schmerzhaften Vergangenheit blieb nur ein Krallenschnitt in Knospenkralle Innerem, der nie verheilen würde.

Kommentare (2)

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Eisblatt ( von: Eisblatt)
vor 264 Tagen
Neiiiiin! Warum musste graufeder sterben? Mach sie wieder lebendig! Bitteee!!!
Eisblatt ( von: Eisblatt)
vor 264 Tagen
Waaas, noch keine Kommentare?! Oder spinnt mein Handy mal wieder? Die Fortsetzung ist echt super! Ich kam gar nicht schnell genug den 3. Teil lesen! LG