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Graufeder&Knospenkralle-wenn Liebe über Clans geht 3

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4 Kapitel - 1.928 Wörter - Erstellt von: Kupferschweif - Aktualisiert am: 2017-01-16 - Entwickelt am: - 224 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Hier ist der dritte Teil meiner FF, ich hoffe, sie hat euch bis hierhin gefallen.

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    7. Kapitel

    Graufeder schlich in das Lager. Zum Glück hatte sie einen Geheimpfad aus dem Lager entdeckt, durch den sie unbemerkt verschwinden konnte. Sie schob sich vorsichtig durch die Schilfrohre und legte eine kleine Forelle auf den Frischbeutehaufen. Ein weiteres Treffen mit Knospenkralle und es hatte niemand bemerkt. Sie hatte immer wieder ein heißen Schuldgefühl, wenn sie das Lager verließ, um sich mit ihm zu treffen. Aber… sie wollte ihn nicht einfach verlassen. Die Zeit mit ihm gab ihr Kraft, um die Sticheleien an den Grenzen zu ertragen. Sie liebte ihn, doch es schmerzte – ihre Liebe durfte nicht sein. Sie wusste, irgendwann würde sie sich von ihm trennen müssen. Sie sagte es sich jedes mal, doch sie brachte es nicht über sich, mit den treffen aufzuhören. Sie liebte es, wenn sie sich auf eine geheime Lichtung zurückzogen und sie ihm ihr Herz ausschütten konnte. Es durfte nur niemand bemerken. Sie steuerte auf Seewinds Bau zu. In ihrer Pfote steckte ein Dorn. Das war der Nachteil von dem geheimen Weg zwischen den Schilfrohren – man fing sich reichlich Dornen und Kletten ein. „Algenpfote! Bist du hier? Ich habe einen Dorn in der Pfote!“ Der schildpattfarbene Schüler trat aus dem Heilerbau und eilte zu ihr. „Was? Bist du verletzt?“ Graufeder hob die Pfote mit dem Dorn hoch. „Ein Dorn! Das tut weh!“ Algenpfote warf ihr einen ungläubigen Blick zu. „Ich dachte schon, ein Fuchs hat dir die Pfote abgebissen! Im Kampf seid ihr Krieger tapfer und mutig, aber wenn ihr einen klitzekleinen Dorn in der Pfote habt, heult ihr auf, wie ein Junges!“ Er packte den Dorn mit den Zähnen und zog in heraus. Ein Schwall Blut sprudelte aus der Öffnung. Graufeder leckte es schnell ab. „Danke, Algenpfote.“ Sie drehte sich um wollte sich gerade in den Kriegerbau legen, da hörte sie hinter sich Seewinds Stimme. Der dunkelbraune Kater trat aus seinem Bau. „Warum hast du mir das noch nicht erzählt?“ Graufeder erstarrte. Hatte er sie beobachtet, während sie sich in das Lager geschlichen hatte? „Guck nicht so schockiert!“ Jetzt lächelte auch Algenpfote. „ Du erwartest Junge! Das sieht man doch!“ Graufeder machte ein verblüfftes Gesicht. Das hatte sie nicht gedacht. „Du solltest zu mir kommen, wenn irgendetwas ungewöhnlich ist. Und keine Kämpfe mehr! Schon dich, du musst aber noch nicht in die Kinderstube einziehen.“ Sie versuchte einen erleichterten Eindruck zu machen. Nein! Ich darf keine Jungen bekommen! Was soll ich antworten, wenn sie fragen, wer der Vater ist? Bedrückt ging sie in den Kriegerbau – sie würde auch hier bald ausziehen. Sie wusste es, irgendwann würde es herauskommen. In welchem Clan sollten die Jungen aufwachsen? Was sagte Knospenkralle dazu? Mit unzähligen Fragen im Kopf, auf die sie keine Antwort wusste, schlief sie unruhig ein.

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    8. Kapitel

    Am nächsten Tag hatte sie das Gefühl, im Mittelpunkt des Clans zu stehen. Jeder fragte sie nach den Jungen und noch unzählige weitere Fragen, die sie unmöglich beantworten konnte. Sie wollte aber einfach nur ihre Ruhe. Ich muss zu Knospenkralle! Er muss es erfahren. Ich kann diese Unwissenheit nicht mehr aushalten! Heute wollten sie sich eigentlich nicht treffen – aber Knospenkralle hatte ihr einen Pfad gezeigt, der ähnlich wie ihr Schilfpfad von der Lichtung hinter den Büschen, bis in das Blattclan-Lager führte. Sie versuchte gar nicht daran zu denken, was ihre Clangefährten machen würden, würden sie von den Wegen wissen… Sie tappte hinaus, wieder mit der Ausrede, jagen gehen zu wollen. Sie schlich den Schilfpfad entlang und landete auf der Lichtung. Auf der Lichtung, auf der sie alle Sorgen vergessen hatte, auf der nur Knospenkralle stand und sie erwartete. Eine magische Lichtung war es, wie vom Sternenclan behütet. Da! Der Eichenpfad, durch den Knospenkralle herkam. Sollte sie es riskieren? Ja – sie musste ihm davon erzählen. Sie schlich weiter und wäre fast einer Blattclan-Patrouille begegnet. Rechtzeitig wich sie aus und duckte sich unter einen Busch. Dann sah sie auf das Lager. Es unterschied sich kaum von ihrem, nur dass auf dem Frischbeutehaufen hauptsächlich Mäuse und Vögel lagen, die Meeresclan-Katzen bevorzugten Fisch. Plötzlich sah sie Knospenkralles hellbraunes Fell. Er war im Lager und wenn sie es vorsichtig machte, würde er sie sehen. Sie versuchte, ihm ein Zeichen zu geben. Ja! Er sah sie! Vorsichtig, ohne das seine Clangefährten ihn sahen, schlich er zu ihr hinter den Busch. Sein Gesicht war voller Sorge. „Was machst du hier?“, zischte er. „Weißt du eigentlich, wie gefährlich es hier für dich ist?“ Beruhigend legte sie ihm die Schwanzspitze auf die Nase. „ Alles gut, niemand hat mich gesehen. Du musst sofort mit mir auf die Lichtung kommen! Es ist dringend!“ Flehend sah sie ihn an und er ging schweigend voraus. Als sie sich auf die Lichtung setzten machte er immer noch ein besorgtes Gesicht. „Ich...ich hatte keine andere Wahl. Ich musste zu dir kommen.“ Sie holte tief Luft. „Ich...Knospenkralle, ich bekomme Junge!“ Knospenkralle starrte sie ungläubig an.
    „Was? Aber...aber...“ Er brach ab. „ Ich weiß. Deshalb bin ich zu dir gekommen. Das ist das letzte mal, dass ich aus dem Lager darf, die Jungen kommen schon in einem halben Mond!“ Knospenkralle tröstete sie, und teilte ihr Unglück. Sie durften nicht zusammen sein. Und doch… „Ich weiß nicht, was ich meinen Clangefährten erzählen soll…“ Plötzlich wurde sein Blick ernst. „Ich weiß vielleicht, was wir machen könnten...“



    3
    9. Kapitel

    Knospenkralle kletterte eine Felswand hinauf und stützte die hellgrau-weiße Kätzin an seiner Seite. Besonders jetzt im Mondlicht sah er, wie sehr sie seiner früheren Gefährtin Aschenblüte ähnelte. „Komm, nur noch ein Stück, dann sind wir oben.“ Er zog sich hinauf auf die riesige Klippe, deren fremde Gerüche jetzt auf ihn einströmten. Der süße Duft seiner Gefährtin war das einzige vertraute hier. Er packte sie am Nackenfell und zog die geschwächte Kätzin ebenfalls hoch auf die Klippe. Keuchend legte sie sich auf die nackten Felsen. „Wir haben es geschafft!“ Aufseufzend legte er sich neben sie und genoss ihre Nähe. Sie hatten ihre Clans vor drei Sonnenaufgängen verlassen und er hatte sich auf die Suche nach einem Unterschlupf gemacht. Jetzt waren sie auf sich allein gestellt. Sie waren zusammen, und nichts konnte sie trennen. Stolz beobachtete er ihren gewölbten Bauch – die Jungen würden in wenigen Tagen kommen. Er fand sofort den Felsspalt in den sie krochen und der sie vor dem heranziehenden Regen schützte. „Alles wird gut“, versprach er ihr, bevor er in den tosenden Sturm hinaustrat, um Beute für sie zu fangen.
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    Graufeder lag in einem Nest aus Farn und Moos, das Knospenkralle unterhalb der Klippen in einer Höhle gefunden hatte. Wieder durchzuckte ein stechender Schmerz ihren Körper. Knospenkralle kauerte neben ihr und fing das glitschige bündel auf, das in das weiche Moos viel. Er legte es vorsichtig neben das erste Junge. Sie stöhnte erneut auf, und ein drittes Junges fiel in den Farn. Schnurrend setzte sie sich auf. Drei gesunde Junge! Knospenkralle bedachte sie mit einem warmen Blick, als die Jungen sich an Graufeders warmes Fell kuschelten und die Milch der Kätzin tranken. Graufeder leckte sie trocken und sah sie sich näher an. Es waren zwei Kätzinnen und ein Kater. Eine der Kätzinnen war silbergraugestreift und hatte ein schwarzes Ohr, die andere Kätzin dunkelbraun-getigert, der Kater war hellbraun-weiß gestreift, genau wie Knospenkralle. „ Wie nennen wir sie?“ Knospenkralle hielt ihr ein wasserdurchtränktes Stück Moos hin, an dem sie sofort gierig leckte. „ Ich finde, Möwenjunges würde gut zu ihr passen.“ Graufeder deutete auf die silbergraue Kätzin. „ Ja, das passt gut. Die hier nennen wir...Wie wär‘s mit Federjunges? Nach dir, sie hat die gleichen Ohren wie du.“ Graufeder schnurrte. „Ja, das ist gut.“ Schmerzlich wurde ihr plötzlich bewusst, dass es immer noch Clan-Namen waren. Sie vermisste ihr gewohntes Clan-Leben, aber die Zeit mit Knospenkralle würde sie dafür nicht hergeben. „Der hellbraune Kater fehlt noch...Ich habe was! Als...als Zeichen für die neue Hoffnung und unsere Liebe...vielleicht Zweigjunges. Die frischen Zweige geben im Frühling neue Hoffnung...“Als Antwort kuschelte sie sich an sein weiches Fell. Sie würden hier glücklich leben und ihre Jungen aufziehen. Und was diese fremden, kalten Felsen morgen brachten, würden sie dann sehen. Dicht an Knospenkralle gekuschelt, mit ihren Jungen an ihrem Bauch, schlief Graufeder schließlich, vom tosenden Sturm begleitet, ein.

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    10. Kapitel

    Als Knospenkralle aufwachte, waren die Klippen in das rötliches Licht der Morgenröte getaucht.Gähnend streckte er sich und beobachtete die schlafende Graufeder. Dicht an ihren Bauch gepresst, lagen ihr Jungen. Meine Kleinen! Stolz betrachtete er Möwenjunges, Federjunges und Zweigjunges. Er trat hinaus in die aufgehende Sonne und verpasste seinem Fell eine Wäsche. Ich werde jagen gehen, ich muss mir noch ansehen, welche Beute es hier in der Gegend gibt. Er folgte zunächst einem Pfad, der aussah, als würden Beutetiere ihn regelmäßig nutzen. Auf dem Rückweg zum Felsspalt, ein fettes Kaninchen hinter sich herschleifend, bemerkte er plötzlich einen vertrauten Geruch. Knospenkralle wirbelte herum, als er bekannte Stimmen hörte. „Nebelkralle! Was...was tust du hier?“ Sie kam mit besorgtem Blick auf ihn zu. „Das gleiche könnte ich dich fragen! Ahornstern hat mich und Efeuschweif losgeschickt um dich zu suchen und zu befreien!“ „Was...ich… Wieso befreien?“ Die graue Kätzin kam näher, dicht gefolgt von Efeuschweif. „Wir dachten, der Meeresclan hat dich entführt! Hast du sie abgewehrt? Warum bist du nicht zurückgekommen?“ „Ich äh...also dass...ich kann es euch nicht sagen! Es..es geht nicht!“ Verzweifelt schaute er sich um. „Du..du bist weggelaufen?“ Ungläubig blickte sie ihn an. „Ich...äh...ja.“ Beschämt senkte Knospenkralle den Kopf. „Ich..ich hatte keine andere Wahl...“ „ Knospenkralle!“ Eine verzweifelte Stimme löste Knospenkralle aus seiner Schreckstarre. Was ist dort passiert? Greift jemand die Jungen an? Ohne daran zu denken, was er dort vorfinden könnte, rannte der Kater, wie von einer Fuchsmeute gehetzt. Bei den Klippen angekommen stutzte er. Drei, ihm ziemlich bekannte, Katzen standen auf der sandigen Lichtung. Graufeder saß verängstigt und besorgt vor der kleinen Höhle. Aus dem Felsspalt war ein aufgeregtes Maunzen zu hören. Nebelkralle und Efeuschweif traten hinter ihm ebenfalls auf die Lichtung. Sofort sträubte sich Nebelkralles Fell. „Wellenschweif! Du! Ich wusste, dass ihr Verräter etwas damit zu tun habt! Vier Fischfresser! Was haben sie dir getan?“ Blind vor Wut stolzierte Nebelkralle auf die Gruppe zu. „Was, wir? Ihr habt Graufeder entführt!“ Wütend legte Wellenschweif die Ohren an.

Kommentare (2)

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Eisblatt ( von: Eisblatt)
vor 264 Tagen
Neiiiiin! Warum musste graufeder sterben? Mach sie wieder lebendig! Bitteee!!!
Eisblatt ( von: Eisblatt)
vor 264 Tagen
Waaas, noch keine Kommentare?! Oder spinnt mein Handy mal wieder? Die Fortsetzung ist echt super! Ich kam gar nicht schnell genug den 3. Teil lesen! LG