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Graufeder&Knospenkralle-wenn Liebe über Clans geht 2

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4 Kapitel - 2.007 Wörter - Erstellt von: Kupferschweif - Aktualisiert am: 2017-01-11 - Entwickelt am: - 322 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Hallo, hier ist der zweite Teil meiner Story, viel Spaß beim Lesen!

    1
    3. Kapitel

    Der Kampf. Wieder ein Kampf, in dem jemand verletzt werden könnte. Knospenkralle verabscheute das. Es hätte einer seiner Clangefährten vor ihm liegen können, still und bewegungslos, genau wie Aschenblüte. Diese Angst, suchte ihn auch in seinen Träumen heim. Dort tappte er immer wieder durch einen finsteren Wald und sah Nebelkralle vor ihm liegen, zu schwach, um etwas zu sagen.
    Auch ging ihm die graue Meeresclan-Kätzin nicht aus dem Kopf. Sie hatte ihn so verzweifelt angeschaut, als wüsste sie genau, wie er sich fühlte. Er musste sie noch einmal sehen. Irgendetwas drängte ihn dazu, er hatte das Gefühl, mit ihrer Hilfe, könnte er seinen Clan retten. Er trat wieder in das vertraute Lager und verscheuchte die graue Katze aus seinen Gedanken. Sein Clan hatte sich von dem kleinen Zwischenfall an der Grenze erholt und seitdem war nichts mehr passiert. Nachtfluss Junge würden bald zu Schülern ernannt werden, eine weitere Bereicherung für den Clan.
    Er sollte sich nicht so viele Sorgen machen, das war die Aufgabe von Ahornstern. „ ...wenn wir dann noch Streifenpfote, Efeukralle und Dachsschweif mitnehmen, sollte der Clan gut vertreten sein. Wir wollen schließlich keine Schwäche zeigen.“ Nebelkralle saß vor dem Frischbeutehaufen und entschied mit Ahornstern, wer zu der großen Versammlung in der Abenddämmerung mitkam. Knospenkralle setzte sich dazu und nahm sich eine Wühlmaus vom Haufen. „ Dachsschweif war gerade bei Holunderschweif und ich glaube, dass sie schon zu schwach ist, um auf die Versammlung mitzukommen.“ Das war eine Lüge, obwohl Dachschweif schon ziemlich dick geworden war, würde es noch lange dauern, bis ihre Jungen zur Welt kamen. Knospenkralle wollte diesmal unbedingt mit zur großen Versammlung, auch wenn er diese sonst mied. So große Katzenmengen, die sich wütend anstarrten, konnte er nicht leiden. Heute aber wollte er unbedingt noch einmal mit der Meeresclankatze sprechen. Er wusste, es war wichtig. „ Ach so? Na dann kannst du noch mitkommen.“ Na wer sagt‘s denn. „ Ich sage Efeukralle Bescheid“. Erleichtert ging Knospenkralle in den Kriegerbau - für heute Abend brauchte er Kraft. Er rollte sich in seinem Nest zusammen und legte sich den Schwanz über die Schnauze. Aber in seinen Kopf schlich sich wieder die graue Katze und diesen Gedanken wurde er nicht mehr los.


    2
    4. Kapitel

    Missmutig stapfte Graufeder hinter Seebrise her. Sie waren auf dem weg zur großen Versammlung, die jeden Mond bei der Abenddämmerung an den Klippen stattfand. Natürlich hatte Muschelstern darauf bestanden, dass sie mitkam. Es hieß, auf der großen Versammlung herrschte Waffenruhe – aber die eisigen blicke, mit denen sie die Blattclan-Katzen musterten, waren schlimm genug, um ihr die Lust an so einer Versammlung gründlich zu verderben.Sie waren auf den Klippen angekommen. Der Blattclan war schon da. Sie lief sofort zu ihrer einzigen Freundin in diesem Clan. Rotstreif hatte sich nicht von dem Misstrauen ihren Clangefährten anstecken lassen und war ihre Freundin geblieben, seit sie sich als Schüler kennengelernt hatten. „Na, wie läuft es bei euch?“ Rotstreif drehte sich erfreut zu ihr um.Ihre Stimme platzte fast vor Aufregung. Die junge Kätzin war erst vor kurzem zur Kriegerin ernannt worden. „Hallo, Graufeder. Nachtfluss wird bald Junge bekommen und da brauchen wir neuen Platz in der Kinderstube. Ich werde Mentorin von Brisenjunges!“ „Das ist schön.“ Schnurrend beglückwünschte sie Rotstreif. Ich wünsche mir auch einen Schüler… Ob Flusswirbels Junge bald zu Schülern ernannt werden? „Möge die Versammlung beginnen!“ Muschelstern sprang gelenkig auf den großen Felsen, der in der Mitte der Klippe. Seine stimme übertönte die unter ihm tuschelnde Katzenmenge. „Im Meeresclan ist zurzeit alles in Ordnung. Außerdem wurde Taupfote zur Kriegerin ernannt. Sie trägt jetzt den Namen Tautropfen.“ Eine kleine, silbergrau gestreifte Kätzin trat vor und leckte sich verlegen das Brustfell. Wütend sah sich Graufeder um – ihr hatten die anderen Katzen applaudiert. Jetzt sprach Ahornstern. Die anmutige, rötliche Kätzin setzte sich auf einen dicken Stein. „Der Blattclan erwartet Dachsschweifs Junge.“ Die schwarz - weiße Kätzin war Graufeder auf der letzten Versammlung aufgefallen denn sie hatte schon damals einen großen Bauch gehabt. „Wir haben außerdem unsere Grenzen gesichert, damit niemand unsere Beute stiehlt.“ Unter ihr zischten Katzen und Felle sträubten sich. Eine so offene Anlage hätte sie Ahornstern nicht zugetraut. Manche Katzen sahen so aus, als würden sie sich am liebsten auf sie stürzen, auch Wellenschweif konnte sich kaum beherrschen. Graufeder sah Muschelstern an, wie er reagieren würde. Doch der weiß-graue Kater blieb ruhig. „Wir hoffen, dass niemand eure Beute stiehlt – aber welche Katze würde das wagen?“ sein Gesichtsausdruck verriet nichts, doch seine stimme triefte vor Spott. „Wir sehen uns dann bei der nächsten Versammlung“ Mit einem Kopfnicken zu Ahornstern sprang er von dem Felsen und bedeutete seinem Clan ihm zu folgen. Graufeder konnte die Eiseskälte in der Luft spüren, wie kleine Blitze zwischen den Katzen herum zischten und Misstrauen verbreiteten. Auch die Blattclan-Katzen machten sich wieder auf den Weg. Sie wollte ihren Clangefährten gerade folgen, als sie den hellbraun-gestreiften Kater sah – Knospenkralle. Sie hatte ihn seit dem Grenzkampf nicht mehr gesehen. Desto mehr wunderte sie sich, als er ihr mit dem Schwanz ein Zeichen gab, zu ihm zu gehen. Was wollte er von ihr? Inzwischen war sie sich sicher – er hatte ihr den Felsspalt als Versteck gezeigt. Vorsichtig, mit einem blick auf ihre Clangefährten ging sie zu ihm. „Was willst du von mir? Weißt du, was ich für einen Ärger bekomme, wenn Wellenschweif merkt, dass ich weg bin?“

    3
    5. Kapitel

    Ihr silbergraues Fell schimmerte ihm Mondlicht und ihre kristallblauen Augen funkelten ihn an. „Was willst du von mir?“ wiederholte sie. Knospenkralle seufzte. „Es...es ist alles so schwierig. Als ich dich gesehen habe...du warst so verzweifelt. Ich… irgendetwas gibt mir das Gefühl, wir beide können unsere Clans retten. Sie werden sich selbst zerstören, wenn sie so weiter machen.“ Sie sah ihn immer noch wütend an. „Und was schlägst du vor? Niemand kann diesen Streit beenden. Das hat keinen Sinn!“ „Ich...ich will dich weiterhin treffen. Bitte. Du… ich muss dich wiedersehen. Gib mir eine Chance.“ „Graufeder! Wo bleibst du?“ Panisch sah sie nach hinten. „Ok, wir müssen beide zu unseren Clans. Bitte triff mich morgen an der Grenze, bei den Sandflächen. Ich werde dort sein!“ er drehte sich um und lief zu seinen Clangefährten, immer noch ihren Blick in seinem Rücken spürend. Jetzt blieb ihm nichts anderes übrig, als zu hoffen, dass sie kam.
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    Nach der großen Versammlung kam Graufeder erschöpft in das Lager. Ahornstern hatte sie offensichtlich provoziert. Sie konnte nur noch hoffen, Muschelstern würde ruhig bleiben, genau wie auf der Versammlung. Aufgeregt hüpfte ihr Heringspfote entgegen. „Ich bin wach geblieben um zu hören, wie es war! Erzähl es mir! Hat es einen Kampf gegeben?“ Sie war einmal Mentorin von Heringspfote gewesen, als sein Mentor Bachpelz an Bauchschmerzen erkrankt war. Sie mochte die vorlaute und witzige Art des braunen Katers, aber jetzt war sie zu müde und verwirrt, ihm die Versammlung zu beschreiben. „ Es war wie immer, eiskalte Blicke und eine frostige Stimmung. Du solltest jetzt auch schlafen, morgen sollst du mit auf Jagdpatrouille.“ Ohne ein weiteres Wort schob sie sich an ihm vorbei und legte sich in den Kriegerbau, die Gedanken immer noch bei Knospenkralle und seiner Bitte, ihn weiterhin zu treffen.
    ~~~~~~~~~~
    Am nächsten Morgen wurde sie von einer lauten Stimme geweckt. „Graufeder, wach auf! Du gehst mit mir und Teichpfote auf Grenzpatrouille!“ Wellenschweifs Stimme tönte durch den Kriegerbau. Gähnend setzte sie sich auf. Wenn sie die Blattclan-Grenze überprüften, könnte sie einen Vorwand finden sich von den anderen zu trennen und nach Knospenkralle Ausschau halten…Moment! Er könnte ihr komplett egal sein, warum sollte sie das riskieren? Und doch, sie wurde den Gedanken nicht los, dass es wichtig war. Na gut, einen Versuch ist es Wert. Sie lief hinter Wellenschweif her, Taupfote lief voran und wurde von einem vorbeihüpfenden Frosch überrascht, so dass er aufsprang und laut quiekte. „Ich wollte auf dem Rückweg jagen, aber mit deinem Lärm hast du jetzt sicherlich die Beute von hier bis zum Streunerschuppen verscheucht! Aber ich würde dir verzeihen, wenn du mir ein Stück Frosch abgibst.“ Schmunzelnd beobachtete Graufeder den jungen Kater, wie er jetzt tatsächlich versuchte, den Frosch zu fangen. „Gib es auf, der schmeckt sowieso nicht. Außerdem wollten wir noch die Sandflächen überprüfen.“ Wellenschweif steuerte in Richtung Blattclan-Territorium. Meine Chance! Sie beobachtete ein Gestrüpp, dass direkt ins Blattclan Territorium führte. Tatsächlich – Knospenkralles hellbraunes Fell war gerade so zu sehen. „ Au! Ich bin auf einen Dorn getreten!“ Humpelnd ging sie zu Wellenschweif. „darf ich schon ins Lager gehen? Ihr seid ja sowieso bald fertig.“ Wellenschweif drehte sich um. „Äh.. ja, ja, geh nur. Wir machen das hier ohne dich weiter.“ Echt, wie kann man nur so verpeilt sein? Und wie hat er es so auf den Posten des zweiten Anführers geschafft? Wenigsten war sie nicht die einzige, die an andere Sachen dachte, obwohl Graufeder den leisen verdacht hatte, dass diese Abwegigkeit an Forellenfluss lag. Die schöne weiß-graue Kätzin war gerade erst zur Kriegerin ernannt worden, aber… Graufeder lächelte. Ein Rascheln im Gebüsch erinnerte sie an den Grund ihrer Notlüge. Knospenkralle stand immer noch versteckt hinter dem Gebüsch – er hatte wirklich den ganzen Morgen auf sie gewartet. Sie machte einen bogen um Wellenschweif und Teichpfote und ging dann wieder in die gleiche Richtung zurück. Was immer er vorhatte – sie wollte es wissen.


    4
    6. Kapitel

    Verstohlen schlich sich Knospenkralle ins Lager, eine Wühlmaus im Maul, die er auf dem Weg gefangen hatte – so konnte er wenigstens behaupten, er sei Jagen gewesen. Graufeder war gekommen und er war ziemlich erleichtert gewesen. Sie hatten sich unter einem Busch versteckt und Pläne ausgeheckt, wie sie die Clans wieder versöhnen könnten, ohne, dass sie wirklich glaubten, diese könnten funktionieren. Sie war viel freundlicher gewesen als am Abend der großen Versammlung und sie hatte mit ihm geschnurrt. Er wollte sich weiter mit ihr Treffen, doch es würde in den nächsten Tagen schwierig werden, sich alleine aus dem Lager zu begeben, besonders da Nebelkralle in letzter Zeit häufig mit ihm auf Patrouille ging. Er seufzt. Diese Sache war wirklich nicht gerade einfach... Er bemerkte plötzlich, dass sein Magen knurrte. Als er sich gerade etwas nehmen wollte, kam Nebelkralle ihm von der anderen Seite des Lagers entgegen. „ Möchtest du mit mir Jagen gehen? Der Frischbeutehaufen muss aufgefüllt werden.“ Sie schnurrte ihn warm an. „Ähhhhm…ok. Ich komme gleich.“ Verwirrt nahm er sich ein Eichhörnchen. Was wollte sie nur immer von ihm? Schweigend liefen sie durch den Wald. Sie machte plötzlich einen gewaltigen Sprung nach oben und landete wieder elegant auf den Pfoten. In ihrem Maul baumelte eine fette Drossel. Schon als sie noch jungen gewesen waren, hatte sie immer mit ihren Sprüngen angegeben. Er schmunzelte. Sie waren gute Freunde und er wollte nicht, dass sich daran etwas änderte. Nur hoffentlich sah Nebelkralle das genau so.

Kommentare (2)

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Eisblatt ( von: Eisblatt)
vor 268 Tagen
Neiiiiin! Warum musste graufeder sterben? Mach sie wieder lebendig! Bitteee!!!
Eisblatt ( von: Eisblatt)
vor 268 Tagen
Waaas, noch keine Kommentare?! Oder spinnt mein Handy mal wieder? Die Fortsetzung ist echt super! Ich kam gar nicht schnell genug den 3. Teil lesen! LG