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Der Schatten kehrt zurück nach Mittelerde 5

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1 Kapitel - 1.474 Wörter - Erstellt von: Legolanta2000 - Aktualisiert am: 2017-01-08 - Entwickelt am: - 544 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Eine weitere Rast, doch dieses Mal passiert auch etwas ;)

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Eine Unterhaltung und eine "Unterhaltung"

Die Tage vergingen und ich verstand mich eigentlich mit allen sehr gut, naja, fast allen. Boromir, wie ich nun wusste, und Gimli redeten kein Wort mit mir und ich konnte ihre Feindseligkeit beinahe körperlich spüren. Ich wusste wirklich nicht, wie ich ihnen beweisen konnte, dass ich nicht so war, wie sie glaubten, aber sie ließen einfach nicht mit sich reden und es gab einige Momente an denen ich beinahe die Nerven verloren hätte.
Jedenfalls war es ansonsten wirklich angenehm und es gefiel mir hier sehr. Die Natur sah einfach schön aus, ganz anders als die dunklen Wälder bei uns. Aber ich wusste natürlich, dass, wenn wir nicht schleunigst etwas taten, dass es vielleicht sogar genauso aussah.

Der Morgen machte mittlerweile dem Mittag Platz, als wir eine Rast einlegten. Hunger hatte ich jedoch keinen, weshalb ich mich etwas abseits hinsetzte, und mich noch etwas umsah. Die Landschaft vor mir erstreckte sich meilenweit und die schneebedeckten Berge des Caradhras fesselten meinen Blick schnell. Es sah wirklich schön aus, obwohl er anscheinend gar nicht so toll war. Aber ich hoffte dennoch, dass wir den Weg über den Caradhras einschlagen würden, da ich wirklich gerne einmal in meinem Leben Schnee sehen und anfassen würde. Diese weiße, unschuldige Pracht, die der Winter so mit sich brachte.

Ich war so in Gedanken versunken, dass ich gar nicht bemerkte, wie ich Besuch bekam. Erst, als sich dieser neben mich saß, kehrte ich wieder ins Hier und Jetzt zurück. „Es sieht wirklich schön aus, nicht wahr?“ Legolas blickte mich mit einem Lächeln an, welches ich erwiderte und träumerisch meinen Blick wieder nach vorne wandte. „Ja, es ist wirklich schön. Aber eigentlich ist alles hier schön, denn hier herrscht wenigstens nicht nur Schatten und Dunkelheit“, sagte ich leise und sah weiterhin nach vorne. „Wie ist es in Eurer Heimat so? Immerhin wurde Shado nur namentlich einmal genannt, aber ich würde gerne wissen, wie es bei Euch so aussieht“, meinte er daraufhin und ich merkte seine Blicke förmlich auf mir, weshalb ich meinen Kopf drehte, um ihm in die Augen zu schauen. Aber das erwies sich als Fehler, denn nun konnte ich meinen Blick gar nicht mehr abwenden, zu sehr fesselten mich diese sanften, blauen Augen. Es war fast schon wie das Meer, ich versank in ihnen und wurde immer tiefer gezogen, bis mich Legolas Stimme wieder in die Gegenwart beförderte. „Zephra?“ „Ja, ja, ich kann Euch gerne etwas über meine Heimat erzählen.“ Schnell redete ich also weiter, damit dieses Gespräch nicht noch peinlicher wurde. Aber viel gab es auch nicht zu erzählen, denn, wie bereits gesagt, herrschte dort überwiegend nur eine Farbe; schwarz.
„Ich denke, ich verstehe jetzt, wieso Ihr das alles hier so liebt. Ich wüsste nicht, ob ich es in Shado lange aushalten würde. Das wäre mir alles viel zu düster und erdrückend“, meinte er und sah kurz hinauf in den Himmel, der mittlerweile etwas bewölkt war. Ich wusste nicht genau, wieso ich das nun fragte, aber die Worte kamen einfach aus meinem Mund. „Können wir uns duzen?“ Ich wusste, er war ein Prinz und ich eine Prinzessin, aber dennoch fühlte es sich bei ihm anders an, fast so, als ob wir beide völlig normale Menschen waren, die sich auch einmal duzen konnten. Wie Freunde eben. Unsicher sah ich dennoch zu ihm, doch er lächelte freundlich, als er sagte: „Natürlich können wir das, Zephra.“ Kurz sah ich noch etwas verwundert drein, doch schnell schon, da erwiderte ich sein Lächeln und sagte: „Danke Legolas.“

Wir redeten noch etwas, doch irgendwann bot er mir an, mir etwas zu Essen zu holen und verschwand. Ich saß, immer noch mit einem Lächeln im Gesicht, auf der selben Stelle und musste mich bemühen, nicht wie ein Kleinkind zu kichern. Ich wusste auch nicht so genau, was mit mir los war, immerhin kannte ich Legolas noch gar nicht so lange. Und doch spürte ich etwas, als ob wir uns schon ewig kennen würden. „Zephra.“ Sofort, als ich die Stimme erkannte, verschwand das Lächeln aus meinen Zügen. „Boromir. Was führt Euch zu mir?“ Ich versuchte höflich zu klingen und mir meine Wut nicht anhören zu lassen, aber dies klappte nur schwerlich. Er machte es mir einfach nicht leicht, in seiner Nähe nicht wütend zu werden.
„Ich wollte mit Euch reden, alleine.“ Ich verstand den Wink und stand langsam auf, wobei ich Boromir genauestens unter die Lupe nahm, um zu sehen, ob er auf irgendeine dumme Idee kommen könnte. Denn dies sicherlich für uns beide nicht sehr hilfreich. Ich ging also mit ihm mit und wir verschwanden hinter einer Felswand, so dass uns niemand der anderen sehen konnte, als ich auch schon eine schnelle Bewegung hinter mir wahrnahm und ich nur kurz darauf von Boromir an die Wand gedrückt wurde. Mit seinem Arm an meiner Kehle und seinem Dolch an meiner Brust war es mir fast unmöglich, mich zu wehren. „Jetzt hör mir genau zu. Ich habe dich schon längst durchschaut. Du willst doch nur unser Vertrauen, damit du uns alle beseitigen kannst, ohne, dass wir überhaupt etwas ahnen und du es somit leicht hast. Aber das werde ich nicht zulassen, hörst du? Also halte dich von uns allen so fern wie möglich. Ich schwöre dir, solltest du jemanden aus der Gruppe auch nur ein Haar krümmen, werde ich dir schneller die Kehle aufschlitzen, als du Schattenkrieger sagen kannst. Es wäre also das beste, wenn du.....“ Seine Stimme, anfangs nur ein boshaftes Zischen, wurde immer leiser, als sein Blick Angst zeigte. Und das sollte er auch haben. Niemand, wirklich niemand, drohte mir. „Wenn ich was?“, fragte ich spöttisch und sah ihn mit verengten Augen an.

Einen kurzen Moment war es still, während er seine Augen nicht von den meinen wenden konnte, die nun um einiges dunkler geworden waren. Meine Wut war ins Unermessliche gestiegen und ich wollte nur noch eines; ihn verletzen. Und so bewegte ich leicht meine Hand, bevor auch schon lange, dunkle Seile aus dem Erdboden schossen und ihn umklammerten, sodass er mich losließ. Er wollte schreien, aber das konnte er schon nicht mehr. Ich drückte meine Hand immer fester zu, sodass ich schnell eine Faust gebildet hatte, während sich die Seile immer enger zogen und ihm die Luft nahmen. Ich sah, dass er nicht mehr lange aushalten würde, und somit löste ich die Faust und die Seile zogen sich wieder zurück. Doch noch bevor Boromir auf die Knie gehen konnte, hatte ich ihn schon am Kragen gepackt und gegen die Wand gedrückt. „Jetzt hörst du mir mal genau zu. Du hast gerade einen großen Fehler begangen, in dem du mir gedroht hast. Ich nehme an, du weißt, welche Kräfte wir besitzen. Das ist jetzt also eine Warnung an dich. Solltest du mir noch einmal drohen, oder mich sogar noch einmal angreifen, dann wird es das letzte gewesen sein, was du tust“, zischte ich wütend und ließ ihn abrupt los, sodass er sich an der Wand hinab gleiten ließ, und seinen Hals abtastete. Ich sah ihn noch etwas an, bevor ich die Stimme Legolas hörte, die meinen Namen rief. Mein Geist klärte sich und das Dunkel verschwand aus meinen Augen. Als ich Boromir nun so sah, verflog der Zorn und wechselte mit Fassungslosigkeit. Ich konnte gar nicht glauben, dass ich wirklich so weit gegangen war. Das war ich doch nicht. Verdammt, was war nur mit mir los? Schon vom Anfang dieser Reise an, diese Wut.... Irgendetwas war mit mir geschehen, doch mir fiel einfach keine logische Erklärung ein. Mit einem letzten Blick auf Boromir, machte ich mich auf den Weg zurück. Ich hätte natürlich seine Erinnerung, an das gerade eben, verändern oder sogar löschen können, doch ich wusste, dass er es nicht wagen würde, irgendetwas zu sagen, weshalb ich mich nicht darum kümmerte.
Aber eines stand fest; ich musste ein dringendes Gespräch mit meinen Eltern führen.

Kommentare (1)

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legolanta2000 ( von: legolanta2000)
vor 452 Tagen
Entschuldigt, dass das nächste Kapitel so lange auf sich warten lässt, nur ich war die ganze letzte Woche bei meiner oma und hatte kein internet. und jetzt hat die schule wieder angefangen. also seid bitte nicht böse, wenn es mnchmal etwas länger dauert