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It's just another teenage story...

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16 Kapitel - 17.597 Wörter - Erstellt von: Moon - Aktualisiert am: 2017-02-12 - Entwickelt am: - 1.465 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 7 Personen gefällt es

Es ist Klischee. Und wie Klischee es ist: D
Aber manchmal muss man doch einfach mal Spaß haben und rumspinnen dürfen, oder nicht? ;)

PS: Ich übernehme keine Haftung für Rechtschreib- und Grammatikfehler:) Beschwert euch in den Kommentaren, aber ich bin eh zu faul was zu korrigieren: P

Ruby hatte einfach nur ihr Leben in Frieden führen wollen. Doch als man ihr den Auftrag gab, Blake Nachhilfe zu geben, geriet ihr geordnetes Leben aus dem Fugen. Wie konnte ein einziger Junge es schaffen, alles auf den Kopf zu stellen?

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Ungeduldig trommelte sie mit ihren Fingerspitzen auf ihrem Tisch, während sie stumm ihre Lippen zu der Musik bewegte, die durch Kopfhörer in ihr Ohr drangen. Seit einer Woche wartete sie schon darauf, dass sie endlich diese Prüfung wiederbekam – Und sie erwartete nichts anderes als volle Punktzahl. So war es schon immer gewesen und so würde es auch immer bleiben. Ruby Hayes, Musikfreak und Nerd. Wären ihre Kopfhörer nicht gewesen, hätte sie vermutlich wesentlich öfter die Dinge gehört, die die anderen Schüler über sie erzählten. Anfangs waren ihre Lehrer mehr als wütend darüber gewesen, dass sie im Unterricht mit Kopfhörern erschien. Doch mit der Zeit lernten sie, dass sie nur einen Ohrstöpsel drin hatte, den Unterricht aufmerksam verfolgte und trotz aller Ablenkung nur Bestnoten schrieb. Und so durfte sie selbst während der Schulstunden ihre Musik hören. Ein Privileg, das im Grunde genommen nur ihr gewährt war. Denn Privilegien waren an der Rosewood High so rar, wie ein Goldfisch in der Wüste. „Miss Hayes... Volle Punktzahl, etwas anderes habe ich auch nicht von ihnen erwartet. Bleiben sie nach der Stunde doch noch kurz hier, ja?“ Mit einem Lächeln legte Mrs. Thorne den Papierstapel auf dem Tisch der Schülerin ab. Ganz vorn auf der ersten Seite war mit rotem Marker ein simples A geschrieben. Ein A, das einen weiteren Triumph und ein weiteres Lob von ihren Eltern bedeutete. Sie würde irgendwann nach Harvard gehen und Psychologie studieren. So hatte es ihre Mutter gemacht, ihre Großmutter, ihre Urgroßmutter und so weiter. Es war Tradition in der Familie der Hayes, die sie nicht brechen würde. „Mr. Price, ich fürchte sie müssen sich für die nächste Prüfung etwas länger hinsetzen.“ Ihr Blick ging aus dem Fenster, als die restlichen Blätter verteilt wurden, doch bei seinem Namen zuckten ihre Augen automatisch zu ihm. Blake Price. Sie wollte nicht so weit gehen und ihn einen Playboy nennen, denn er brach den Mädchen ja nicht mit Absicht ihre Herzen – Es lag in seiner Natur andere zu brechen. Vom ersten Moment an als er auch nur einen Fuß in ihren Kurs gesetzt hatte, hatte sie die Abneigung ihm gegenüber verspürt. Sie hatte sich nie die Mühe gemacht ihn erneut kennenzulernen und ignorierte ihn so gut es ging, doch das was sie von anderen hörte, war einfach nur furchtbar. Er war ihr erstes Testobjekt gewesen, was ihre Psychologiekarriere anging, doch nach all den Jahren war es ihr nicht gelungen, ihn vollständig zu durchschauen. Glaubte sie, seine Persona erkannt zu haben, tat er etwas, was sie vollkommen überraschte. Dieser Kerl war wie ein Buch mit sieben Siegeln. „Gut, jeder hat seine Prüfungen zurück. Nur noch eine kurze Ankündigung und dann seid ihr auch schon entlassen. Wir werden uns in den nächsten Wochen mit Romeo und Julia beschäftigen, allerdings mit einer kleinen Veränderung, also macht euch schon mal darauf gefasst. Eventuell werden wir auch aus Spaß ein paar Szenen nachstellen, wenn ihr also Figurenwünsche habt, meldet euch. Das war es auch schon, eine schöne Woche noch.“ Stuhlbeine schrammten und schabten über den Linoleumboden, Rucksäcke und Taschen wurden über Schultern geworden und Schüler drängten sich hektisch aus dem Klassenraum um rechtzeitig einen Platz in der Essensschlange zu ergattern. Nur sie nicht. Langsam packte sie ihre Sachen zusammen und in ihren alten, dunkelblauen Rucksack und mit der gleichen Gemächlichkeit stand sie auf und schritt nach vorne zum Lehrertisch. Ihre goldbraunen Augen fixierten Blake, der ebenfalls am Lehrertisch stand, bevor sie ihren Kopf kaum merklich schüttelte, ihre Arme verschränkte und zu Mrs. Thorne sah, die an der Tafel lehnte. „Mr. Price, ihre Noten sind merklich schlechter geworden. In Absprache mit der Direktorin, ihren Eltern und dem Coach bin ich zum Entschluss gekommen, dass sie erst wieder Football spielen dürfen, wenn ihre Noten besser sind. Und damit kommen sie ins Spiel, Miss Hayes.“ Ihre Muskeln spannten sich an, als sie ein stummes Stoßgebet zum Himmel richtete, dass ihre Befürchtung nicht wahr werden würde. Das konnte man ihr nicht antun. Sie war immer ein guter Mensch gewesen, warum sollte sie nun so bestraft werden? „Ihre Noten sind ausgezeichnet, ihre Arbeiten ohne jegliche Mängel, manchmal könnten selbst wir Lehrer sie nicht besser schreiben. Wir denken dass es am Besten ist, wenn sie Mr. Price Nachhilfestunden geben. Natürlich nur so lange, bis er es selbst wieder auf die richtige Bahn schafft. Schließlich wollen sie einmal Jura studieren, nicht Mr. Price?“ Das war es also, was man für gute Arbeiten bekam: Strafe. Sie hatte ihn erfolgreich ignorieren können, ihn und sein Gefolge, seine WORTE die er in Umlauf brachte und nun war sie gezwungen, Zeit mit ihm zu verbringen. „Mrs. Thorne, ich denke nicht, dass ich mit... Ruby zusammenarbeiten kann. Vielleicht sehen sie es nicht, aber wir kommen einfach aus zwei verschiedenen Welten.“ Sie liebte und hasste es zugleich, wenn er den Mund aufmachte um zu sprechen. Sie liebte seine Stimme, ein sanfter, dunkler Bariton der in ihren Ohren fast wie geschmolzenes Karamell klang, doch die Worte die er jedes Mal in ihrer Nähe aussprach, stachen wie Dornen in ihrem Fleisch. „Vielleicht tut es ihnen ganz gut, ein wenig Zeit mit jemandem zu verbringen der nicht zu ihrem üblichen Bekanntenkreis gehört. Machen sie sich einen wöchentlichen Termin aus, an dem sie sich treffen und alles ist gut. Sie beide sind entlassen.“ Instinktiv umklammerte sie die Riemen ihres Rucksacks fester, sodass sich ihre Fingernägel langsam in ihre Handflächen bohrten. Das war es. Sie würde Zeit mit ihm verbringen müssen und es würden definitiv peinliche Sachen geschehen oder ans Tageslicht kommen. Ihr gesellschaftlicher Tod war so gut wie unvermeidbar. „Einen schönen Tag noch Mrs. Thorne.“ Sie zwang ihre Mundwinkel dazu, sich nach oben zu ziehen, bevor sie etwas steif aus dem Klassenraum stakste. Sie hatte gehofft allein sein zu können, den Schock im Musikzimmer am Flügel abarbeiten zu können, doch auch diese Hoffnung wurde zerstört, als sie neben sich ein tiefes Grummeln vernahm. „Lass mich raten, du hast kein Handy?“ „Doch, zufälligerweise HABE ich ein Handy.“ fauchte sie ihm entgegen, bevor sie in ihrer Jackentasche wühlte. Es war keines der neuen Smartphones, aber es war auch kein alter Knochen, so wie ihr Großvater es besaß. Ein Handy mit Touchscreen war ein einigermaßen normales Handy, oder nicht? „Speicher deine Nummer ein und wir schreiben wegen dem Termin.“ Mit spitzen Fingern hielt sie ihm das Telefon entgegen und wäre ihm am liebsten an die Gurgel gesprungen, als sie seinen fassungslosen Blick sah. Für einen Moment sah er aus, als wäre er gezwungen in einen Kuhfladen zu fassen. „Warum sagst du mir nicht deine Nummer an und ich rufe dich an?“ „Price, ich wurde in genügend Schnulzen und Romanzen gezerrt, ich weiß, dass du mich nie anrufen würdest. Jetzt speicher deine Nummer schon ein, mir gefällt das genauso wenig wie dir.“ Nur zögernd nahm er ihr Handy in die Hand und ließ seine Finger über die Tasten fliegen. Es fühlte sich wesentlich schwerer an als sein eigenes und auch die Tasten schienen größer. „Können wir uns nach der Schule direkt treffen?“ Ihre Augen wurden ein wenig größer, als er seine Hände in seine Hosentaschen steckte und ein tiefes Seufzen ausstieß. Wäre da nicht ihre Erfahrung mit ihm gewesen, hätte sie beinahe meinen können er wäre ein vollkommen normaler Mensch und Schüler. Aber nur beinahe. „Sicher, ich hab nichts vor.“ „Hast du jemals was in deiner Freizeit vor, außer Lernen?“ Seine Worte brachten ihr Blut zum Kochen und innerlich sah sie vor sich, wie Dampf aus ihren Ohren zischte. Er dachte wirklich, sie saß jeden Nachmittag und Abend nur in ihrem Zimmer und steckte ihre Nase in Bücher? Sie tat viel für die Schule, und ja es zahlte sich aus, aber sie hatte auch noch andere Hobbies. „Oh tut mir Leid, bist du allergisch gegen Lernen? Würde jedenfalls einiges erklären.“ schnaubte sie und wischte sich eine Strähne ihres schokoladenbraunen Haars aus dem Gesicht. Normalerweise trug sie ihre Haare immer zusammen, aber da ihre Haargummis aus irgendeinem Grund alle gerissen waren, war sie gezwungen gewesen sie offen zu tragen. Auch wenn sie bereits von vielen anderen Leuten – den anderen Freaks, Geeks und Außenseitern – dafür Komplimente bekommen hatte. Das war einfach nicht ihr Ding. „Bei deinen Noten hab ich nichts anderes erwartet. Steht das jetzt oder nicht?“ Sie spürte wie abstoßend er sie fand. Vermutlich dachte er, sie wäre eine Art Alien das eine ansteckende Krankheit hatte und ihn jeden Moment infizieren könnte. Nicht, dass sie etwas dagegen hätte, wenn er eine seltsame, unheilbare Krankheit hätte. „Wir treffen uns 15:30 Uhr am Schultor. Ich geb dir einen Zeitraum von 5 Minuten, wenn du danach immer noch nicht da bist, gehe ich.“ Sie warf ihm einen kurzen Seitenblick zu, beobachtete, wie sich seine graublauen Augen immer weiter verengten, bevor ein Grinsen auf sein Gesicht trat und sie die Nase rümpfte. Sie hasste es, wenn er das tat. Dieses schiefe, nur-ein-Mundwinkel-ist-oben-Grinsen. „Ich werde da sein, Hayes. Definitiv.“

Kommentare (2)

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Robine (32252)
vor 170 Tagen
Die Geschichte ist wirklich toll, voll spannend👍
Trololol ( von: Trololol)
vor 265 Tagen
Super Geschichte, echt spannend. viele Storys, wo Klischees drin sind, wirken flach, deine nicht, wirklich toll