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Die Hofdame der Königin 2

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3 Kapitel - 755 Wörter - Erstellt von: Miracle_g - Aktualisiert am: 2016-12-13 - Entwickelt am: - 198 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Seitdem Lady Dorothy im Februar 1564 in den Richmond Palace gezogen ist, hat sich einiges verändert.
Langsam hat sie ihre Zweifel abgelegt und sich auf die Wünsche der Königin verständigt....

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    20.Dezember 1566

    Liebe Mary,
    ich hätte nie zu träumen gewagt, Dir je diese wunderbare Nachricht zukommen lassen zu können: Charles und ich erwarten ein Kind!
    Ich weiß, dass dies etwas plötzlich kommt, aber ich selbst erfuhr es erst vor einer Woche.
    Ich wünsche mir ein kleines Söhnchen, um das Erbe Vaters abzusichern.Charles meint zwar, er würde auch ein kleines Töchterchen von Herzen lieben, was mich zumindest optimistisch stimmt.
    Wie geht es meinen kleinen Geschwisterchen?
    Ich lasse euch in ein paar Tagen etwas Geld zukommen.

    Ich vermisse euch.
    Dorothy

    Mit Tränen im Auge legte Dorothy die Feder weg.Vielleicht, dachte sie, sind es nur die Hormone.Sie bemerkte gerade einen Schwall von Galle, als ein Zimmermädchen auch schon mit einer Schüssel herbeieilte.
    Dorothy lächelte und fragte dann:
    "Wie lange noch?"
    "Mylady, der Medicus spricht von zwei Monaten.Allerdings..."
    "Sprecht", forderte Dorothy die Frau auf.
    "Ein Fötus ist nicht gutartig.Er...also...er droht sich zu ersticken."
    "EIN Fötus? Er sprach von einer gesunden Leibesfrucht."
    Das Mädchen schwieg und sagte dann:
    "Es wäre möglich, wenn der Medicus morgen schon einen Kaiserschnitt ansetzen müsste."
    Dann verließ sie den Raum.

    Dorothy dachte lange darüber nach, wieviele Frauen schon an solchen Eingriffen gestorben sind, dann schlief sie ein.

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    Als Dorothy erwachte, war sie umgeben von dem Medicus, einem Priester und drei Hebammen.Eine von ihnen war die Frau von gestern.
    "Mylady", setzte der Medicus an,"ich befürchte, den Eingriff starten zu müssen."
    Mit einem Handwisch bedeutete sie ihm, zu beginnen.
    "Nehmt dies", forderte er sie auf und drückte ihr einen Rosenkranz und einen Löffel mit einer stinkenden Flüssigkeit in die Hand.
    Während ihr die Flüssigkeit beinahe den Magen verätzte, betete Dorothy die heilige Maria um Gnade an.Wahrscheinlich liegt es daran, dass meine Kinder als Bastarde geboren werden, dachte sie.
    Also, wenn überhaupt."Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus."
    Als der erste Schnitt gesetzt wurde, zuckte sie nicht einmal mit der Wimper.
    Sie spürte, dass mindestens zwei Hände in ihr hantierten, während an der Grenze zur Bewusstlosigkeit stand.
    Die Schreie ihres Babys waren das letzte was sie hörte, bevor sie in einer anderen Welt erwachte.

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    Sie wurde von einem gleißend hellen Licht empfangen und von ihren Eltern begrüßt."Dorothy, wir sind so stolz auf dich", weinte ihre Mutter.
    "Du hast die Wahl mein Schatz", entgegnete ihr Vater.
    "Entweder du gehst zurück in deine Welt und begrüßt deinen Gatten und deine Neugeborenen oder du bleibst bei uns.Weißt du, wir werden nicht enttäuscht sein, egal wie deine Wahl ausfallen wird."
    "Früher oder später werde ich euch besuchen kommen und ihr werdet Charles kennenlernen", versicherte Dorothy und wischte sich eine Träne von ihrer Wange.
    Dann schritt sie einige Schritte zurück, winkte ihren geliebten Eltern ein letztes Mal und erwachte im Kindbett.
    Schweißüberströmt bekam sie ihr zweites Söhnchen auf die Brust gelegt.Sie konnte sich nicht entsinnen, jemals etwas so wunderbares gesehen oder gespürt zu haben.
    Sie war jetzt Mutter, Hofdame und Schutzperson zugleich.

    "Wie werden sie heißen?", fragte eine Hebamme, als Charles die beiden Kinder gesegnet und geküsst hatte.
    "Charles August und Peregrin Edward."
    Glücklich und zufrieden freute sie sich auf ihren Besuch.

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