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Versprochen-Gebrochen 4

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6 Kapitel - 1.321 Wörter - Erstellt von: NightcoreLover123 - Aktualisiert am: 2016-12-05 - Entwickelt am: - 492 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Ein Gefühl von Schmetterlingen, überall, dann Schmerz, und dann ist alles zuende-

    1
    Luca, Arena
    Am nächsten Morgen wache ich, mit dem Kopf auf Jikans Schulter, in der frühen Dämmerung auf. Es singen keine Vögel, der Himmel ist grau, bewölkt und schwer… ein perfektes Wetter. Schnell hebe ich den Kopf und rutsche etwas von Jikan weg. Oder versuche es zumindest. „Jikan! Maya! Aufwachen!“ sage ich, möglichst so, dass es die Penner unten nicht mitbekommen, aber die beiden Schlafmützen wach werden. Tatsächlich schlagen die beiden schließlich, unter leisem murren, die Augen auf. „Man… Könntest du deinen Kopf nicht noch länger auf meiner Schulter lassen?“ murmelt Jikan, aber Maya unterbricht ihn scharf: „Hallo? Alles klar? Die da unten belagern uns! Da denkst du mal bitte erst mal dran, wie wir das hier überleben können!“ Leise seufze ich und blicke hinab in die Tiefe unter unserem Ast. Dort liegen die Karrieros, 5 Jugendliche, aufs töten trainiert, und fest entschlossen zu gewinnen. Aus der Entfernung kann ich die Gesichter nicht wirklich erkennen, aber ich glaube trotzdem, ihre Gesichter schon mehrmals als Mörder am Himmel gesehen zu haben… „Luca? Meinst du… wir könnten einen Sprung überleben?“ Mayas Stimme ist voller Angst, kurz flackert sie auch in meinem Blick, aber im nächsten Moment schüttle ich mit starrem Blick den Kopf. „Also werden wir sterben?“ Jikans Hände klammern sich unbewusst an sein kleines Messer, und langsam nicke ich. „Ja, höchst wahrscheinlich werden wir das. Wir können nur wählen wie…“ „Also ich will nicht, dass das Gesicht von einem von denen am Himmel neben meinem leuchtet!“ fällt mir Maya ins Wort, und ich nicke leicht. Jikan stimmt auch zu: „Ich will, dass dein Gesicht neben meinem leuchtet!“ Sagt er zu mir, und ich kann mir gut vorstellen, dass die Kapitolaner gerade von ihren Sitzen fallen vor Lachen.
    Leider findet Maya es genau so lustig, und hält sich an mir fest, um nicht zu fallen. Langsam ziehe ich eine “Schnute“ und murre: „Man Leute darüber macht man keine Witze!“ Doch ehe ich fortfahren kann, schreit Jikan: „Das war kein Witz! Du sollst mich töten, und unseren Ewigen Bund besiegeln!“
    Jetzt fällt Maya wirklich fast vor Lachen, und ich würde gerne im Boden versinken. Aber plötzlich wird Maya wieder ernst, und wir sehen uns gegenseitig in die Augen. „Wir schaffen es nicht. So oder so.“

    2
    Raymond, Arena


    …und als ob mein Traum (Meine 56 Jährige Deutschlehrerin strippt vor der Klasse) nicht noch verrückter werden kann, schreit plötzlich eine alberne Stimme: „Das war kein Witz! Du sollst mich töten, um unseren Bund für die Ewigkeit zu besiegeln!“ Und in dem Moment, in dem ich mit der Leiche meiner Lehrerin vor dem Traualtar stehen sehe, wache ich Schweißgebadet auf.
    Beinah Panisch sehe ich mich um, aber alle anderen, sogar Jewel, schlafen friedlich, und halten sich hoffentlich gerade in ihrer normalen Traumwelt auf. Also löse ich meinen Blick von ihren Gesichtern, und sehe mich um. Bewölkt, grau, trüb. Ein Perfekter Tag zum sterben.

    „Jewel?“ Beinah sanft wecke ich ihn, und er steht, noch ehe ich es tue. Irgendwas scheint er sehr interessant zu finden, und als ich seinem Blick folge, sehe ich die drei Opfer auf ihrer Tanne hocken. „Diese Feiglinge.“ Jewel schnaubt, und ich nicke zustimmend. „Aber wie bekommen wir die da runter? Ich habe keinen Bock hier noch länger zu warten!“ Jewel nickt, und beginnt im nächsten Moment damit, die anderen (unter mehr oder weniger lautem murren) zu wecken. Und dann stehen wir alle, und sehen zu dem Baum hinauf. Alle denken wir nach, überlegen, und tuscheln leise miteinander. Irgendwann meint Octavian laut: „Feuer. Wir zünden den Baum an!“ Ich drehe mich um zu ihm, und betrachte ihn. „Ray? Das ist doch eigentlich eine gute Idee oder?“ Kay stößt mich leicht mit ihrem Ellenbogen an, und ich nicke langsam. „Eigentlich schon…“ Ich betrachte ihre mausbraunen Augen, ihr spitzes Kinn und ihre glatten braunen Haare. Ein Gesicht wie jedes andere, wenn man es auf der Straße sehen würde, würde man es wahrscheinlich bald vergessen. Kaskada ist eindeutig hübsch, aber eben normal. Irgendwie, von Aussehen her… „Raymond? Aufwachen? Wir machen jetzt das Feuer.“ Feuer. Feuer! Nein… Aber zu spät, die anderen beginnen damit, dass Feuer anzuzünden. Langsam lasse ich mich auf einen Baumstamm zurück sinken, und vergrabe den Kopf in den Händen. Feuer… Er hat auch ein Feuer gemacht… Ich stehe schon wieder in seinem Schatten…
    Meine Finger graben sich in meine Hand flächen, dann greife ich nach Jewels Axt, stehe auf, gehe an den andern vorbei, und schlage mit der Axt gegen den Stamm des Baumes.

    3

    Kapitol, Liveübertragung, Caesar Flickerman


    „Und wenn das nicht der kleine Bruder vom lieben Constantin Developé ist! Da gibt er sich aber wirklich Mühe, dass sein Mittel auch ja nicht dem des großen Constantins ähnelt, meint ihr nicht?“ Das Publikum im Kapitol jubelt, dass in den Distrikten schweigt, und die Eltern von Maya, Jikan und Luca weinen.

    „Welch ein Moment für die Distrikte der Tribute, die auf dem Baum jetzt dem Tod entgegenblicken! Sehe ich da Tränen in der Ersten Reihe? Sie wissen ja, wertes Publikum, jeder darf kommen und diese Hungerspiele, spannender denn je, auf großer Leinwand verfolgen! Und hier, sie weinen tatsächlich, nicht wahr?“
    Caesar beugt sich nach vorne, zu einer älteren Frau in der ersten Reihe, die von heftigen Schluchzern durchschüttelt wird. Schniefend nickt sie, und zu ihrem großen Missfallen ist sie jetzt ein Teil des zu übertragenden Kamerabildes. „Nun, da fiebern sie aber besonders mit, nicht wahr? Wer ist denn ihr Favorit?“ Die Dame erbebt, in einer erneuten Heulattacke, und bringt dann ein geflüstertes: „Luca… Odair…“ hinaus.
    „Luca Odair? Ja, dieses Mädchen hat eindeutig Chancen! Mit 7 Punkten im Einzeltraining gibt es eindeutig schlechtere Kandidaten! Und dann ist auch noch Jikan in sie verliebt! Wenn das nicht ein spannender Tribut ist, dem sie da ihr Herz geschenkt haben. Wie ist denn ihr Name, falls wir sie für spätere Interviews auf die Bühne bitten wollen?“
    Die Frau hebt den Blick, und für einen Moment gefriert einem beinah das Blut in den Adern, denn das Blau ihrer Augen ist fast das Selbe, wie das der Tributin.
    „Mein Name, werte Damen und Herren, ist Mirabella Odair.“

    4
    Jikan, Arena

    Und ich spüre, wie bei jedem Schlag des Karrieros ein Beben durch den Baum geht. Dann ein Ruck, und für einen Moment Stille. Lucas unfassbar schöne Lippen öffnen sich, wollen etwas sagen, doch der Baum beginnt zu fallen. Der Boden kommt immer näher, jetzt oder nie.

    5
    Luca, Arena
    Er nimmt meine Hand, zieht mich an sich, legt seine Lippen auf meine… ein Gefühl von Schmetterlingen, überall, dann Schmerz, und dann ist alles zu Ende.






    6
    So... An dieser Stelle muss ich mich einmal bei Clary (Jewel), P.K. (Jikan) und Opeila (Luca) dafür bedanken, dass ich ihre "Charakter" aus verschiedenen RPGs, hierfür verwenden durfte.
    Sie waren mir eine große Hilfe ^^

Kommentare (1)

autorenew

XD (30917)
vor 350 Tagen
Ich finde deine Geschichten echt gut, ich mag auch deinen Schreibstil

Mach BITTE weiter so ! ; D