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Liebe ist die stärkste Magie -2-

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1 Kapitel - 1.767 Wörter - Erstellt von: Legolanta2000 - Aktualisiert am: 2016-11-18 - Entwickelt am: - 554 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

In ihrer ersten Nacht wird Earwen von einem Traum, oder vielmehr einer Erinnerung heimgesucht. Und hier erfahrt ihr, was damals passiert ist.

1
Der Traum:

„Earwen, pass auf!“ Rechtzeitig konnte ich mich noch ducken und somit dem Schwertschlag ausweichen, der mich sonst sicherlich enthauptet hätte. Daraufhin revanchierte ich mich natürlich und ließ den Ork hinter mir in Flammen aufgehen. Schon seit längerer Zeit waren wir auf diesem Schlachtfeld und es schien mir, als ob die Anzahl der Orks nicht schwand, sondern sich nur verdoppelte. Als Mutter und Ich gehört hatten, dass die Zwerge ihr Königreich Moria wieder zurückerobern wollten, waren wir sofort zur Stelle gewesen. Man sollte zwar meinen, dass Elben und Zwerge sich gegenseitig hassten, doch uns beide konnten sie gut leiden, was daran lag, dass wir ihnen schon oft geholfen hatten.
Mutter hatte ich bei dem ganzen Getümmel aus den Augen verloren, doch ich konnte es nicht riskieren nach ihr zu suchen. Nur ein Moment der Unachtsamkeit konnte einem das Leben kosten. Ich schwang also weiterhin mein Schwert und machte auch Gebrauch von meiner Magie. Bis jetzt war ich dadurch noch ganz gut davongekommen, doch irgendwann machte jeder mal schlapp.
Meine Dornenranken schlängelten sich gerade um den Körper eines Orks, der sich verzweifelt versuchte zu wehren, als ich in den hinteren Reihen Geschrei hörte. Ich sah in diese Richtung und blieb erschrocken stehen. Dort drüben war gerade kein geringerer als Azog der Schänder aufgetaucht. Ich hatte schon einige Begegnungen mit ihm überstanden, und auch, wenn ich mir eigentlich schon gedacht hatte, dass er hier auftauchen würde, konnte ich es in diesem Moment nicht glauben. Doch ein Schmerz in der Schulter ließ mich wieder herumfahren. Dadurch, dass ich abgelenkt war, konnte sich der Ork aus meinen Ranken winden und hatte mir einen tiefen Schnitt verpasst. „Na warte“, knurrte ich und wich zur Seite aus, als er mich erstechen wollte. Ich drehte mich noch einmal und kam an seiner Rückseite an. Dort streckte ich meine Hand aus und als diese seinen Rücken berührte, sendete ich gleißende Hitze in seinen Körper, die ihn von innen heraus verbrennen ließ. In Todesqualen schrie er auf und ich wandte mich dem Nächsten zu.

Durch Azog schwand unsere Zahl beachtlich. Die Zwerge würden nicht mehr lange durchhalten. „Ich hätte nicht gedacht dich hier zu treffen, Zauberin.“ Die Stimme des Schänders ließ mich erschrocken herumfahren. Azog stand mir direkt gegenüber und um uns herum lagen nur die Leichen der Gefallenen. Während der Lärm der Schlacht weiter entfernt zu hören war, war es hier komischerweise ziemlich still. Wie angewurzelt blieb ich also vor ihm stehen und meine Kehle war wie zugeschnürt. „Freust du dich denn gar nicht mich wiederzusehen?“, fragte er mit einem süffisanten Grinsen im Gesicht. „Wie könnte ich mich freuen jemanden zu sehen, der mich schon sehr oft fast umgebracht hat?“, brachte ich doch noch hervor und sah weiterhin einfach nur zu ihm. „Du sagst es selbst. Ich habe dich immer nur fast umgebracht. Du konntest mir nämlich jedes Mal entkommen aber diesen Fehler werde ich heute nicht machen.“ Augenblicklich machte das Grinsen einem wütenden Schrei Platz und mit erhobenem Streitkolben, dessen Ende zu einer spitzen Art Klinge auslief, lief Azog auf mich zu. Ich hatte einen entschlossenen Ausdruck auf dem Gesicht, denn auch dieses Mal würde er mich nicht kriegen, so viel stand fest. Das Schwert hielt ich hoch erhoben vor mich und wartete, bis er fast bei mir angekommen war, bevor ich mit meiner Hand darüber fuhr und das Schwert augenblicklich Flammen schlug. Kurz hielt er noch erschrocken inne, doch nicht lange, da ging er zum Angriff über. Seine Schläge waren ziemlich heftig und oft konnte er mich zurückdrängen, doch ich schaffte es auch ihm einige Wunden zuzufügen. Und durch das Feuer würden selbst die kleinsten Kratzer noch einiges anrichten können.
Doch ich spürte, dass ich nicht mehr lange durchhalten würde. Meine Kräfte waren so gut wie aufgebraucht und meine Energie neigte sich zum Ende. Wenn ich ihn hier und jetzt umbringen wollte, so musste ich mich beeilen. Azog schlug ein weiteres Mal zu und unsere Waffen trafen aufeinander. Er versuchte mich niederzuringen, doch ich sah ihm einfach tief in die Augen und versuchte in seinen Geist vorzudringen. Ich wollte, dass er Schmerzen litt. Schmerzen, die weitaus schlimmer waren, als die, die er mir damals zugefügt hatte. Doch plötzlich hielt ich erschrocken inne. Das konnte nicht sein. Ich kam nicht in seinen Geist, so als ob er dort eine Barriere errichtet hätte. Die Gunst meiner Unachtsamkeit ausnutzend, führte der Ork einen weiteren Angriff aus und als mich der Streitkolben traf, wurde ich hart zurück geschleudert. Vor Schmerzen schrie ich auf und sah kurz schwarz vor Augen. Das ergab doch einfach keinen Sinn. Er konnte keine Magie betreiben, also wie hatte er meine Attacke abwehren können? Als ich irgendwann wieder normal sah und mich auf meine Unterarme abstützen konnte, konnte ich schon seine Füße direkt vor mir sehen. Sein kaltes Lachen erklang und ich wusste, dass ich verloren hatte. „Endlich kann ich meinen Fehler beheben. Du hast gut gekämpft, Zauberin, doch nun ist es vorbei.“ Ich sah hinauf in sein siegessicheres Grinsen und auf die erhobene Mordwaffe und eine einzelne Träne lief meine Wange hinunter, als ich meine Augen schloss und auf den Schmerz wartete, doch dieser blieb aus. Ich hörte nur noch schnelle Fußschritte und dann ein ersticktes Keuchen, woraufhin ich entsetzt meine Augen aufriss. Mutter hatte sich zwischen Azog und mich geworfen und wurde statt mir von dem spitzen Ende erstochen. „Du wirst meiner Kleinen kein Haar mehr krümmen, du Monster“, sagte sie und ihre Stimme triefte nur so vor Hass und Abscheu, bevor sie die Hände ausstreckte und Azog von einem starken Windstoß so hart weggeschleudert wurde, dass die Steinwand, in die er krachte, Risse bekam. Augenblicklich senkte Mutter ihre Hände und konnte sich nicht länger auf den Beinen halten. Bevor sie aber auf dem Boden aufkommen konnte, hatte ich sie aufgefangen und hielt sie in meinen Armen. Sofort sah ich, dass sie es nicht schaffen würde und die Tränen begannen meine Sicht zu verschwimmen. „Wieso hast du das nur getan?“ „Ich konnte doch nicht zulassen, dass dieses Monster dich tötet.“ Dabei legte sie ihre Hand auf meine Wange und sah mich mit ihren sanften Augen traurig an. „Hilf ihnen. Die Orks dürfen nicht gewinnen. Und wenn das alles hier vorbei ist suche Gandalf den grauen Zauberer auf, versprichst du mir das?“ Ihre Stimme wurde immer leiser und schwächer und ich konnte nicht anders als einfach nur zu nicken. Da schlich sich ein kleines Lächeln auf ihr Gesicht. „Du warst schon immer so tapfer und mutig. Meine kleine, wilde Kriegerin.“ Ihr Blick glitt hinauf in den Himmel und leblos fiel ihre Hand hinunter, der Glanz wich aus ihren Augen und ihr Herz hörte auf zu schlagen. Meine Mutter, die Person, die ich in dieser Welt am meisten liebte, war tot. Noch immer war meine Kehle wie zugeschnürt und hemmungslos fing ich an zu schluchzen. Wieso hatte es nur so kommen müssen? Meine Schultern bebten, doch nach kurzer Zeit nicht mehr durch das Weinen. Als ich meinen Blick hob, blitzten meine Augen gefährlich auf und zeigten nur noch puren Hass. Hass auf diese eine Person.
Als ich zu der Steinwand sah, in die Mutter Azog befördert hatte, sah ich, dass dieser Dreckskerl sich gerade mehr schlecht als recht aufrichtete. Ein Arm war völlig abgewinkelt und verdreht. Doch er würde noch mehr leiden. Ich bündelte all meinen Zorn und all meine verbleibenden Kräfte. Es wurde still auf dem Schlachtfeld und langsam aber stetig wuchs eine Kugel aus allen fünf Elementen in meiner Hand; Feuer, Wasser, Erde, Luft und Geist. Sie pulsierte und strahlte pure Kraft und Macht aus. Ein boshaftes Grinsen schlich sich auf meine Züge, als ich Azogs erbleichtes Gesicht sah, bevor ich mit einem Schrei die Kugel losließ, die blitzschnell auf Azog zuhielt. Ein gleißendes Licht erschien und ich hörte nur noch das qualvolle Schreien des Orks, bevor ich auf die Knie sank und neben Mutter bewusstlos wurde.


Schweißgebadet und mit Herzklopfen fuhr ich hoch. Kurz sah ich mich noch verwirrt um, bevor ich begriff, dass ich mich in Hogwarts befand. Automatisch fuhr meine Hand zu der Kette um meinen Hals. Es handelte sich herbei um einen kleinen Stein, den ich seit 450 Jahren besaß. Er spendete mir Trost und war so etwas wie ein Glücksbringer für mich. Außerdem war er ein Schutzschild. Das klang zwar komisch, doch es stimmte. Als ich nach einiger Zeit aufgewacht war, hatte ich mich nicht länger auf dem Schlachtfeld befunden, sondern in einem kleinen Krankenzimmer. Und wie von Zauberhand hatte die Kette um meinen Hals gelegen. Ich wusste bis heute nicht, wie sie dort hin kam, denn ich hatte die Kette bis dahin noch nie in meinem Leben gesehen. Aber um zu der Sache mit dem Schutzschild zurückzukommen. Immer, wenn ich mich in einer anderen Schlacht befand und jemand mich angreifen wollte, wurde er von mir weggeschleudert, ohne das ich etwas tat. Auch Gandalf hatte mir nicht weiterhelfen können, sodass ich es irgendwann aufgegeben hatte.
Da ich jetzt sowieso nicht mehr schlafen konnte, stand ich auf und machte mich leise fertig, um die anderen nicht zu wecken. Immerhin waren es noch fast drei Stunden, bevor sie aufstehen mussten. Als ich fertig war, schlich ich mich aus dem Gemeinschaftsraum hinaus und machte mich auf in Richtung Büro des Schulleiters. Ich hatte gestern noch von Professor McGonagall erfahren, dass ich mich vor Beginn des Unterrichts zu Professor Dumbledore begeben sollte, damit ich meine Bücher und alles andere dort abholen konnte. Denn ich war ziemlich überstürzt aufgebrochen und hatte keinerlei Ausrüstung. Und so machte ich mich schnell auf den Weg.

Kommentare (4)

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legolanta2000 (39246)
vor 347 Tagen
Hey, es tut mir echt leid, dass das neue Kapitel so lange auf sich warten lässt. Nur wir haben in den letzten zwei WOchen drei Klassenarbeiten geschrieben und dann war auhc so echt viel los. Aber in ein einhalb wochen sind ja ferien, da hab ich wieder mehr Zeit. Aber ich versuche, das neue Kapitel noch vor den Ferien hochzuladen :)
summersmile ( von: summersmile)
vor 362 Tagen
Echt gut geschrieben!! Bitte, schreib bald weiter
TatzE (97884)
vor 365 Tagen
Sehr schön, guter Mix, wirklich!!! Biiiteeee weiter...
Luilu ( von: Luilu)
vor 371 Tagen
Coole Geschichte weiter so:)