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Scatterheart

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1 Kapitel - 756 Wörter - Erstellt von: Fye_Lupin - Aktualisiert am: 2016-11-04 - Entwickelt am: - 243 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

,, Es war einmal ein Mädchen, das hieß Scatterheart, denn sein Herz war so flatterhaft wie der Wind. Eines Tages zerplatzen seine Träume wie Seifenblasen..."

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    Es war einmal ein armer Mann, der hatte eine Tochter, die war sehr schön. Aber sie war selbstsüchtig und eitel und ihr Herz war flatterhaft wie der Wind. Deshalb hieß sie bei allen Scatterheart.

    An einem dunklen, stürmischen Abend saßen Scatterheart und ihr Vater am Feuer. Der Regen prasselte und der Wind riss an den Wänden ihrer kleinen Hütte. Plötzlich klopfte es dreimal an das Fenster. Der Mann sah hinaus. Dort stand ein großer weißer Bär.

    >> Guten Abend <<, sagte der Bär durchs Fenster. >>Gleichfalls <<, erwiderte der Mann. >> Gebt mir eure Tochter zur Frau <<, sagte der Bär, >> dann sollt Ihr so reich sein wie Ihr jetzt arm seid. <<
    >>Nun ... <<, begann der Mann. >> Nein <<, sagte Scatterheart.

    Scatterheart's Vater war habgierig. Er befahl seiner Tochter den Antrag des Bären anzunehmen. Sie überlegte sich, dass es recht hübsch sein musste, in einem Schloss zu leben und schöne Kleider zu tragen. Also sagte sie ''Ja'' und kletterte auf den Rücken des Bären. Als sie von dannen ritten, fragte sie der Bär: >> Hast du keine Ahnst? <<Nein, sie hatte keine Angst.

    Scatterheart und der weiße Bär reisten viele Tage und Nächte, bis sie schließlich zu einem Schloss kamen, das hoch oben auf einem weißen Berg lag. In Scatterheart's Zimmer stand ein Bett, das war weiß wie Schnee und hatte seidene Kissen mit goldenen Fransen daran. Der Bär sagte zu dem Mädchen, es dürfe in Schloss und Garten überall hingehen. Nur an einen Ort dürfe es nicht. Im Garten befand sich eine große weiße Mauer ganz aus Eis, in deren Mitte eine kleine Tür eingelassen war. Diese Tür dürfe das Mädchen niemals öffnen.

    Zuerst war Scatterheart glücklich. Sie tat, was ihr gefiel, und kleidete sich in feinste Seide und Juwelen. Doch bald fühlte sie sich einsam und traurig. Sie sah den weißen Bären nur beim Abendessen, den übrigen Tag war sie immer allein. Da begann sie zu überlegen, was wohl hinter der kleinen Tür in der Mauer aus Eis läge. Und eines Tages fasste sie Mut und ging hinaus in den Garten.

    Scatterheart schob den Riegel der kleinen Tür zurück. Auf der anderen Seite war ein Garten ganz aus Eis. Weiße Blätter klirrten im Wind. In der Mitte des Gartens reckte ein uralter Eisbaum seine Zweige gen Himmel. Daran hing eine einzelne blaue Frucht. Scatterheart pflückte sie. Sie war sehr kalt.

    Scatterheart führte die Eisfrucht an ihre Lippen, aber die Frucht wurde weich und begann zu schmelzen. Erschrocken sah Scatterheart, dass auch die Eispflanzen zu schmelzen begannen. Sie tropften und knisterten und die Mauern des weißen Gartens fielen in sich zusammen. Plötzlich stand der weiße Bär vor dem Mädchen. >> Was hast du getan? <<, schrie er.

    >> Was hast du getan? <<, rief der Bär. >>Nun hast du einen Fluch über uns gebracht. Hättest du doch nur ein Jahr gewartet, dann wäre ich frei gewesen! Aber nun sind wir entzweit und ich muss dich verlassen und in ein Schloss gehen, das östlich der Sonne und westlich des Mondes liegt. << Mit diesen Worten verschwand der Bär.

    Als Scatterheart am nächsten Morgen aufwachte, war das Schloss verschwunden und sie lag auf einer kleinen grünen Lichtung inmitten eines tiefen, dunklen Waldes. Neben ihr lag das kleine Bündel, das sie von zu Hause mitgebracht hatte. Scatterheart seufzte und machte sich auf den langen Weg zu ihres Vaters Haus.

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