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Versprochen-Gebrochen 2

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4 Kapitel - 1.619 Wörter - Erstellt von: NightcoreLover123 - Aktualisiert am: 2016-11-10 - Entwickelt am: - 532 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Bist du sicher, dass du gewinnen kannst?
Denn Süße, ich schwöre dir, eine Person zu töten ist leicht, aber wenn es mehr werden wirst du brechen.

    1


    6 Jahre früher, Kaskada


    Mein Blick huscht zwischen Raymond und Verity hin und her. Er wirkt selbstsicher, grinst, winkt hoch zu mir und Lloyd.
    Wir winken natürlich zurück, obwohl ich mich gerade eher auf Verity konzentriere. Ihr Blick ist starr auf Raymond gerichtet, die Lippen presst sie leicht zusammen.
    „Wer glaubst du gewinnt?“ raune ich Lloyd zu, er deutet leicht auf Raymond. Ich schüttel den Kopf und deute auf Verity.
    „Er ist zu selbstsicher. Sie wird ihn irgendwie überraschen.“, dann lasse ich meinen Blick wieder durch die Trainingshalle schweifen. Mann gegen Mann heute, auf kleinen Plattformen stehen sich immer zwei der 11-12 Jährigen gegenüber, mit nichts bewaffnet als ihren Fäusten. Einige knacken mit den Knöcheln, andere sind still und konzentriert, wieder andere grinsen rum wie Raymond.
    Dann ein Pfiff und es geht los. Sofort kehrt mein Blick zu Ray und Verity zurück. Er schlägt, aber sie blockt ab, dann schlägt sie, er blockt… irgendwann kommt er durch ihre Abwehr durch und verpasst ihr ein blaues Auge, doch im nächsten Moment schlägt sie ihm gegen den Kiefer. Er tritt ihr gegen das Knie und sie droht einzuknicken, aber dann haut sie ihm eben jenes Knie zwischen die Beine. Lloyd neben mir stöhnt auf und zischt leise, aber mein Blick ist nur auf Ray gerichtet. Fast sieht es so aus, als würde er zu Boden gehen, aber im nächsten Moment liegt er auf Verity und schlägt auf sie ein. „Mr.Wails wir schlagen niemanden der am Boden liegt.“
    Die Stimme des Trainers scheint Ray nicht zu erreichen, inzwischen liegt Verity in einer Blutlache. „Mr.Wails!“ Im Nächsten Moment kippt ihm der Trainer einen Eimer Wasser über den Kopf, und zerrt ihn von Verity runter. Eine ihrer Tussen-Tratsch-Freundinnen kniet sich neben sie, und Verity fängt an zu heulen. Angeekelt wende ich den Kopf ab und stapfe zu Ray runter, der von dem Trainer festgehalten werden muss, um nicht auf diese Heulsuse los zu gehen.
    „Ray reg dich ab… Guter Kampf Bro.“ Lloyd kommt neben mir zum stehen, dann führen wir Ray zusammen aus der Reichweite dieser Heulsuse. Kurz bevor wir den Ausgang erreichen dreht er sich noch einmal um und schreit durch die ganze Halle: „Ich bring dich um, du verdammt Schlampe! Das Schwöre ich dir! Ich bring dich um Verity Thomson!“

    2
    Arena, Verity
    Mein Kopf lehnt an Niles Schulter, als ich langsam aufwache. Der Himmel ist klar und Wolkenlos, aber es ist kalt. Eine Eisige Kälte liegt über uns, und ich stehe auf und entscheide mich dafür, dass ein Feuer wahrscheinlich okay wäre, da man den Rauch wahrscheinlich nicht einmal sehen wird. Also stehe ich auf, und sammle etwas Holz. Mit dem bisschen gefundenen Holz versuche ich dann ein Feuer zu machen, und mit etwas Hilfe von Tim, dem inzwischen aufgewachten Vollblut D7ner, schaffen wir es auch irgendwann. „Seid ihr Verrückt! Wieso macht ihr ein Feuer? So finden die uns doch!“ Bobby sieht uns entsetzt an, aber ich und Tim seufzen nur. „Ehe wir erfrieren…“ Er zuckt die Schulter. „Wir sollten Nile wecken.“ Ich nicke, seufze und setzte mich neben Nile. „Hey… Aufwachen.“ Sanft rüttle ich an seiner Schulter, und irgendwann öffnet er verschlafen die Augen. „Was ist los?“ nuschelt er müde, und fährt sie beinah automatisch mit den Händen durch die Haare. „Alles gut Nile… aber du solltest langsam aufstehen.“ Ich lächel ihn an, und frage mich im selben Moment, wie man in dieser Arena so einen festen Schlaf haben kann. „Habt ihr was zu trinken?“ murmelt Nile, und Bobby reicht ihm eine Flasche. „Aber nicht austrinken ja?“ Natürlich trinkt Nile die Flasche aus, und Bobby und Tim gehen dann los, neues Wasser holen. Währenddessen setze ich mich neben Nile, und reiche ihm ein letztes Stück Fleisch. Er nimmt es, und beginnt zu kauen, dabei mustert er mich. „Was ist los?“ Frage ich, und er seufzt. „Gestern Abend… das war dein Bild… wieso hast du… Das Mädchen aus 11 getötet?“ Er fragt es…natürlich fragt er… immerhin sind Bobby und Tim nicht da… Einfach antworten, irgendwas sagen… „Also ich… bin da im Wald gewesen. Und naja… sie war schwer verletzt, weil Kay un… die Karrieros sie zum Sterben liegen gelassen haben. Ich… konnte das aber nicht.“ Mein Blick ist starr auf den Boden gerichtet, als Nile schließlich das Schweigen bricht. „Ich glaube dir nicht. Aber es ist egal. Am Ende bleibt eh nur einer am Leben.“ Mit diesen Worten steht er auf, und lässt mich alleine mit meinen Gedanken.
    Ich kann gewinnen… eigentlich kann ich es. Uneigentlich auch. Aber will ich gewinnen? Wer hat denn verdient zu gewinnen…?
    Ray, Kay, Saphira, Jewel und die vierer nicht… ich nicht…
    Es sollen Menschen gewinnen, die es nicht wollen. Gute Menschen, obwohl es einfach kindisch ist, dass zu denken.
    Menschen, die eine Familie haben, die sie brauchen… Tribute wie Nile, Tim und sogar Bobby hat es eher verdient zu gewinnen als ich.
    Aber wenn ich jemand von ihnen gewinnen lassen würde, müsste ich am Ende sterben. Und ich will das verdammt noch einmal nicht!

    Was für ein Feigling ich doch bin. Schon immer war...


    3

    4,5 Jahre früher, Kaskda
    Lachend gehe ich mit Verity über den Hof zur nächsten Stunde. Mathematik. Urgh!
    „Na meine Süßen?“ Lloyd grinst, und holt uns ein, dann betreten wir den Raum. Ray sitzt mit Jasper und Kamir in der Ecke des Raumes, die drei machen einen auf „cool“, aber Ty schnaubt nur verächtlich, und ich werfe ihnen nicht mehr als einen flüchtigen Blick zu. Dann setzten wir uns zusammen hin. Also um genau zu sein, Ty und Lloyd setzten sich an einen der zweier Tische, ich setzte mich hinter zu Ray.
    Obwohl die drei Jungen Kindische Schwachköpfe sind, bin ich lieber bei ihnen, als Ty mit Lloyd zu sehen.
    „Alles klar Kay?“ Ray beugt sich zu mir rüber, und ich nicke langsam. „Ja… man…“ Ray seufzt theatralisch, und fragt mich leise: „Du stehst auf Loy?“ Ich nicke, und meine Lippe bebt. „Dann mach ihn eifersüchtig!“ Schlägt Raymond-Schlaukopf vor, aber ich stöhne genervt. „Wie denn man! Er hat doch so und so nur Augen für Ty… Und sie… Wie soll er mich denn überhaupt jemals als was anderes als eine Freundin sehen?“ Ich schniefe, und Raymond seufzt.
    „Du könntest vor seiner Nase einen Typen küssen. Wenn es ihn juckt, steht er auf dich, aber wenn es ihm egal ist, musst du ihn vergessen.“ Überrascht mustere ich ihn, und auf seine Frage, was los sei, antworte ich grinsend: „Das war das Intelligenteste, was du jemals von dir gegeben hast!“ Er lacht leicht, macht eine “Ich bin so ein Boss“ –Geste und zieht mich dann in die Nähe von Tys Tisch. „Okay, also wir gehen näher ran, und ich küsse dich dann. Ja?“ Ich nicke, dann gehen wir näher an die beiden ran, und Ray legt vorsichtig seine Lippen auf meine.



    4


    Arena, Lukas


    Mein Atem geht stoßweise, und ziemlich außer Atem lehne ich mich gegen den Baum. Kurz verschnaufen… einfach eine kurze Pause machen…
    Aber noch ehe sich mein rasendes Herz beruhigen konnte, stapfe ich schon wieder los. Immer in Bewegung bleiben… dann findet man mich nicht so schnell…
    Also bleibe ich in Bewegung und stapfe unruhig umher. Als ich einen Strauch mit Himbeeren sehe, stürze ich mich auf sie, und er ist leer, ehe ich es mich versehe. Vom Füllhorn habe ich nicht wirklich was Sinnvolles bekommen können, nur eine dünne Plastikplane die ich jetzt in der einen Hand trage, jedenfalls esse ich seit gestern nur das bisschen, was ich finden kann. Also nicht wirklich viel.
    Mit einem Verbündeten wäre das alles vielleicht einfacher gewesen, aber wer würde sich schon mit Lukas Forland aus dem kleinen Distrikt 5 verbünden? Silver würde es machen, meine Distriktparterin, aber sie wurde gestern schon am Füllhon getötet. Ich habe sie sogar noch schreien gehört… Und diese kleine Karrierotussi aus 4 dabei beobachtet, wie sie Silvers kleinen Körper in 1000 Stücke gehackt hat… Wahrscheinlich hätte ich sie noch irgendwie retten können.

    Aber ich, M16, beichte, dass ich ein totaler Feigling bin und darum meine einzige Verbündete dem tot überlassen habe.

    Toll oder? Was bin ich doch für ein großer Held… zwar habe ich den Anfang überlebt, aber mir eigentlich nur noch mehr Schande gemacht.

    Und langsam neigt sich der zweite Tag in der Arena dem Ende zu, aber natürlich… Renne ich noch immer durch den Wald, einfach nur, dass ich in Bewegung bin.

Kommentare (1)

autorenew

XD (30917)
vor 405 Tagen
Ich finde deine Geschichten echt gut, ich mag auch deinen Schreibstil

Mach BITTE weiter so ! ; D