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Mizuki Furuhashi - Yami No Hikari

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1 Kapitel - 3.687 Wörter - Erstellt von: Tsuki - Aktualisiert am: 2016-11-03 - Entwickelt am: - 435 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Durch einen erneuten Autounfall gelangt Mizuki plötzlich in die Welt der Shinobis. Sie rettet, aus ihren Augen aus, den Mysteriösen Mann und schließt daraufhin ein Abkommen mit ihm: Er wird sie in ihre Welt zurück bringen, wenn sie ihm bei seinen Plan hilft. Aber wissen tut sie nicht, dass sie ihm nur dabei hilft, die Welt in Dunkelheit zu stürzen. Wird sie den richtigen Weg gehen? Und was verheimlicht ihr diese Welt noch?
Achtung: Das Alter verschiedener Personen ist nicht wie im Original.
Naruto Fanfiction!

1
Die Welt spielte sich in Zeitlupe ab. Die Menschen, die sich erschrocken zur Straße umdrehten, die Vögel, die sich langsam in die Lüfte erhoben, die Lichter des Autos, welches immer näher kam und mittendrin: Ich.
In meinen Händen: der kleine, silberne Fuchs.
Das Auto kam immer näher auf mich zu, ich versuchte, mich mit den Rücken hinzudrehen, aber erst zu spät bemerkte ich, dass ich blindlings auf die Straße rannte um den Fuchs zu retten.
Komisch irgendwo her kannte ich diese Szene doch.
Ach ja genau…
Vor 11 Jahren ist das Selbe schon einmal passiert. Damals war ich, wie heute, mit meinen Freunden unterwegs, als ich diesen kleinen, silbernen Fuchs auf der Straße entdeckte. Ohne nachzudenken war ich damals auf ihn zu gerannt, um ihn zu retten, wurde aber von einen Auto erfasst.
Danach war alles anders.
Danach traf ich IHN, jede Nacht in meinen Träumen. Wir wurden sowas wie Freunde und er erzählte mir viel von seiner Welt und von dem Mädchen, in welches er verliebt war, aber Sie war in einen anderen Jungen verliebt und ausgerechnet der war mit in seinem Team.
Wir unterhielten uns jede Nacht, bis zu jenem Tag, an dem ich ein Bild sah, welches sich in mein Gedächtnis gebrannt hatte.
Danach tauchte er nie wieder auf. Und langsam fing ich an, seine Welt zu vergessen. Ich fing an, Ihn zu vergessen.
Das mir das grade jetzt wieder einfiel, wo das Auto nicht mal mehr ein Meter von mir entfernt war.
Ich vergaß mich vorzustellen. Mein Name ist Mizuki Furuhashi, ich bin inzwischen 20 Jahre alt und absolviere zurzeit mein Abitur. Leben tu ich zusammen mit meiner Ziehmutter Yumi in einer kleinen Wohnung in Tokyo. Sie fand mich damals in einer Nebengasse und zog mich groß. Ich bin ihr überaus dankbar dafür und wir verstehen uns auch wie Mutter und Kind. Hmm was kann ich noch so über mich erzählen: Ich bin eine sehr fürsorgliche Person, liebe Tiere und gehe sehr oft mit meinen Freunden raus. Aber genug von mir.
Jetzt erzähle ich euch meine Geschichte.

Es war ein heißer Sommer- Nachmittag. Die Schulferien hatten begonnen und ich war mit meinen Freunden zum Eis essen verabredet. Vorher musste ich mich aber noch fertig umziehen.
Ich schaute in den Spiegel, das Mädchen darin schaute mich wiederum mit ihren warmen, braunen Augen an, die überhaupt gar nicht zu ihren kühlen, weißen, schulterlangen Haaren passten. Aber dennoch liebte ich meine weißen Haare. Ich trug eine weiße Bluse mit Schleifchen und einen Faltenrock, indem ich den unteren Saum der Bluse steckte.
Jetzt konnte ich losgehen. Ich verabschiedete mich mit einen Kuss bei Yumi und lief zur Tür.
„Bleib nicht so lange weg, und Pass auf die Autos auf!" rief sie mir noch hinterher. Dieser Satz war seit damals schon fast ein Ritual.
„Ja mach ich, mir wird schon nichts passieren. Bis heute Abend!" verabschiedete ich mich und ging hinaus.
Meine Freunde warteten bereits geduldig, sie waren es gewohnt, das ich manchmal ein bisschen herum Träume und immer etwas später kam.
„Hay Mizuki! Da bist du ja! Komm lass uns rein gehen" rief Natsuki freudig aus.
Wir folgten ihr ins Café und bestellten uns jeder einen Eisbecher.
Ich schaute aus dem Fenster, Träumte dabei und bekam das Gespräch um mich herum nur halb mit. Draußen glitzerte immer mal wieder etwas Silber auf und meine Neugierde platzte bald.
„Und du Mizuki?" Ich wurde aus meiner Beobachtung gerissen und schaute Mika fraglich an.
„Was ist mit mir?"
Die zwei schauten sich einen Augenblick an und fingen dann herzlich zu lachen an.
„Wir haben grade darüber geredet, was wir wohl nach unserem Abitur machen." Klärte mich Natsuki auf.
„Oh…ähm Naja so richtig habe ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht" peinlich berührt schaute ich auf den Tisch.
„Aber ich denke, ich werde in die Richtung Tiere gehen“ sagte ich noch schnell hinterher.
„Ach ja, unsere Herzensgute Mizuki. Schade, dass wir dich mit den Tieren teilen müssen" lachten beide und nun fing auch ich an zu kichern.
Da war es wieder! Dieses silberne Glitzern! Für einen kurzen Moment war es, als würden mich goldene Augen anschauen. Ich blinzelte einmal und rieb mir die Augen.
Doch da war nichts. Hab ich jetzt schon Hirngespinste? Ich beschloss, mich damit nicht weiter zu beschäftigen und unterhielt mich noch eine Weile mit den Mädels.

Ich sah auf die Uhr. Verdammt schon so spät!
„Nun gut Mädels, ich muss dann mal, sonst komme ich noch zu spät" ich stand auf.
„Warte, wir kommen mit dir" riefen beide im Chor und lachten dann wieder.
„Das ist schön!"
So verließen wir das Café und liefen die Straßen entlang, Richtung Heimweg.
An einer Ampel blieben wir stehen und verabschiedeten uns. Die Beiden mussten geradeaus weiter und ich über die Straße.
„Hm? Was ist denn das? Oh sieh mal da! Da ist ein Fuchs auf der Straße!" rief Mika erschrocken.
„Oh nein! Der wird bestimmt Überfahren! Die Ampel ist ja grade erst für die Autos grün geworden!" gab Natsuki entsetzt von sich.
Ich schaute zum besagten Punkt und da saß er: ein silberner Fuchs. Er blickte zu uns und seine goldenen Augen funkelten mich an.
Dann war es geschehen. Ich war blindlings auf die Straße gerannt, ohne auf die Autos zu achten. Die Schreie meiner Freunde hörte ich gar nicht mehr und die Welt begann, sich in Zeitlupe abzuspielen, ich rannte.

Jetzt bereute ich diese Tat und wünschte, wo anders zu sein. Ich wünschte, nicht auf die Straße gelaufen zu sein, oder dass das Auto verschwand. Nur noch wenige Zentimeter trennten mich vom Blech der anrasenden Karre.
Ich kniff die Augen zusammen, das Auto müsste mich jetzt eigentlich erfasst haben, mich davon schleudern und mir sämtliche Knochen brechen, aber der Schmerz blieb aus. Statt dem langen und lauten Hupen vom Auto hörte ich auf einmal das Zwitschern von Vögeln. Ein leises Rauschen, als wenn der Wind durch die Bäume tanzte. Moment, Bäume?
Bin ich etwa tot? Ist sterben wirklich so leicht?

Langsam öffnete ich meine Augen und sah um mich herum. Nichts als Bäume. In einen Wald befand ich mich, der in einen Dunkelblau den heranbrechenden Abend getaucht war. Verwundert schaute ich mich um, wo waren die ganzen Menschen, wo war die Straße und vor allem, wo war das Auto. Nein…wo war Ich?
„Bestimmt wunderst du dich, wo du bist.“ Eine männliche Stimme erklang. Ich drehte mich erschrocken im Kreis, doch sah niemanden.
„Ich bin hier unten, falls du mich suchst" ertönte sie wieder. Ich blickte zu meinen Füßen, da saß der silberne Fuchs und schaute mich aus seinen goldenen Augen an.
„Sag mal, hast du grade geredet?" fragte ich belustigt über diese dumme Frage, ob grade ein TIER mit mir geredet hatte.
„Ja das habe ich." Wow wow wow! Ich trat einen Schritt rückwärts und stolperte auf den Waldboden. Das war unmöglich! Tiere können nicht reden! Das muss ein schlechter Traum sein!
„D-Du kannst reden?" verblüfft schaute ich ihn an. Der Fuchs fing an, seine schwarzen Pfötchen zu lecken. Mein Mund stand offen.
„Natürlich kann ich reden. Darüber brauchst du nicht gleich verblüfft sein. Hier können viele Tiere reden."
„Hier?" wiederholte ich fragend und runzelte die Stirn. Abermals schaute ich mich um.
„Du bist in der Shinobi Welt. Fernab von Tokyo. Eine andere Welt Ebene sozusagen."
„Eine andere Welt Ebene?" Wie sollte denn sowas möglich sein? War das etwa wieder ein Traum? Oder war ich vielleicht doch… tot?
Ich hörte Geräusche. Wie, als wenn Metall aufeinander prallte und aneinander entlang schürfte. Schnell richtete ich mich auf und lief den Geräuschen nach, dicht gefolgt von dem Fuchs.
Am Waldrand sah ich zwei, sich gegenüber stehende, Personen.
Die eine war mit dem Rücken zu mir gekehrt und ich konnte seine blonden, stacheligen Haare sehen. Er trug einen weißen Mantel, auf dem das Wort "Hokage" stand.
Komisches Wort. Davon hatte ich noch nie gehört.
Die andere Person trug einen schwarzen Umhang, deren Kapuze ihm tief ins Gesicht fiel, welches wiederum von einer orangen Maske mit schwarzen Streifen bedeckt wurde. Was waren denn das für komische Leute und vor allem, was machten die denn hier, mitten im Wald? Ob hier in der Nähe ein Fest ist?
Die blonde Person zog etwas aus seiner Tasche. Es sah einen Messer ähnlich, sowas hatte ich schon mal im Museum gesehen, Kunai wurde es genannt.
Und jetzt rannte er auf die andere Gestalt zu! Er will ihn doch nicht etwa… Töten!
„Wir gehen hier lieber weg" meinte der Fuchs und drehte sich um.
„Oh mein Gott! Er will ihn töten!" rief ich und rannte unbedacht darauf, dass ich total wehrlos und nur ein schwaches Mädchen war, los.
„Warte! Du kannst da nicht einfach so zwischen gehen! Das ist viel zu gefährlich!" schrie er mir nur hinterher.
Ich rannte und rannte, so schnell ich nur konnte. Ich konnte doch nicht zulassen, dass jemand einfach so getötet wird, vor allem, weil der andere nur so blöde da stand und sich nicht von der Stelle bewegte!
Im letzten Moment sprang ich und hielt den Blondschopf am Bein fest. Puh, er konnte den anderen nicht erreichen. Der junge Mann mit dem weißen Mantel schaute auf seinen Fuß herunter und begann, ihn zu schütteln, als wäre da Papier kleben geblieben.
„Ich lasse nicht zu, dass du Konoha zerstörst. Und da wird mich auch nicht so ein Fesslungs-Jutsu aufhalten" sagte er an die andere Person gewandt. Ein Jutsu? Sieht er denn nicht, dass ich ihn festhalte? Vielleicht ist er ja blind!
„Nun laufen Sie schon! Machen Sie, das Sie hier wegkommen, er hat ein Messer!" brüllte ich die maskierten Person an. Diese blieb einen Augenblick angewurzelt stehen, aber verschwand darauf in großen, hohen Sprüngen in den Wald.
Der blonde Mann, dessen Fuß ich mittlerweile losgelassen hatte, schaute sich verwirrt um.
„Was war das für eine Stimme? Naja egal ich muss mich um den Kyuubi kümmern!" murmelte er und lief einfach an mir vorbei! Als wäre nichts gewesen! Als hätte er mich nicht mal gesehen! Was war denn das grade bitte!
Ich hielt Ausschau nach dem Fuchs, doch er war wie vom Erdboden verschluckt.
Das ist eine komische Welt. Ein komischer Traum. Ich beschloss, der anderen Person zu folgen, um zu sehen, ob es ihr gut ging und lief in den Wald hinein.
Und es wurde immer dunkler.

Ich rannte ungefähr 15 Minuten durch den Wald und kam immer wieder an der Stelle vorbei, an der sich der Weg gabelte, egal, in welche der beiden Richtungen ich ging.
Verdammt ich hatte mich wohl verlaufen!
Ich beschloss, eine kurze Pause zu machen, da meine Ausdauer schon etwas in Mitleidenschaft gezogen war und ich hechelte, wie ein Hund. Ausdauerlauf war noch nie meine Stärke gewesen. Es wurde langsam echt frisch für eine Sommernacht und ich begann zu frieren.
„Hey Fuchs…bist du hier irgendwo? Ich könnte Hilfe gebrauchen!" rief ich verloren in die Dunkelheit hinein. Doch nichts, weder eine Antwort, noch ein anderes Geräusch durchdrang die Nacht.
Ich seufzte einmal tief. Langsam begann die Verzweiflung in mir hoch zu kriechen. Meine Ziehmutter Yumi macht sich bestimmt Sorgen, wie komme ich denn jetzt nur wieder nach Hause! Und warum bin ausgerechnet ICH HIER gelandet!
Ich schloss meine Augen für einen Moment und war in Gedanken versunken.
Plötzlich spürte ich, wie sich etwas um meinen Hals schloss und begann, mir auf unangenehmer Weise die Luft ab zuschnürt. Der Druck auf meine Kehle wurde immer doller und das Atmen fiel mir immer schwerer. Ich öffnete ruckartig meine Augen und starrte auf eine orangene Maske mit schwarzen Streifen, unter der, auf der rechten Seite aus dem Guckloch, etwas Rotes aufleuchtete.
Das war die Person von vorhin! Warum Tat sie mir das nur an! Ich habe ihn doch gerettet gehabt. Meine Hände wanderten zu deren, die sich immer fester um mein Hals schlangen. Ich versuchte seinen Griff zu lockern, doch er war zu kräftig.
„Wer bist du und was wagst du, dich einfach in meinen Kampf einzumischen!" erklang eine tiefe und bedrohliche Stimme seinerseits. Ich wollte ihm antworten, aber meinen Lippen entfuhr nur ein Krächzen. Meine Arme begannen zu kribbeln und wurden immer schwerer und vor meinen Augen sprangen langsam schwarze Punkte hin und her.
„Du hast alles Beobachtet, dafür musst du jetzt sterben. Wer weiß, welcher Geheimorganisation oder Spionageeinheit du angehörst."
Musste ich jetzt wirklich eines qualvollen Todes sterben? Will hier eigentlich jeder jeden umbringen? Lieber Gott, was habe ich dir getan, dass du versuchst, mich gleich zweimal am Tage umzubringen?
Ich schloss langsam die Augen. Dieses unerträgliche Gefühl, wenn du keine Luft mehr bekommst macht sich in meinen Lungen breit. Meine Arme hingen schlaff neben meinen Körper. Ich wünschte, ich wäre stärker, um mich aus seinen festen Griff zu befreien.

Es gab ein leises ploppendes Geräusch, auf einmal konnte ich wieder frei atmen und der Druck war auch ganz plötzlich verschwunden. Ich schaute mich verwundert um und stand plötzlich neben den Typen unter einen anderen Baum im Schatten. Hä wie komme ich denn jetzt hier hin! Ich verstehe die Welt echt nicht mehr.
„Äußerst interessant." Gab der Typ murmelnd von sich und umrundete mich, wie ein Raubtier seine Beute.
„Was ist eigentlich los mit dir? Ich habe dir vorhin das Leben gerettet! Und jetzt willst du mich erwürgen und redest irgendwas Unverständliches von wegen, ich solle einer Geheimorganisation angehören und wie bin ich aus deinen Griff heraus gekommen?" Fragen über Fragen, die sich in meinen Kopf nur so anhäufen, er blieb vor mir stehen und blickte mich eine Weile an.
„Du hast mir garantiert NICHT das Leben gerettet! Das hätte ich auch alleine geschafft. Du hast dich einfach nur in meinen Kampf eingemischt, aber ich danke dir trotzdem, denn du hast mir bei einen wichtigen Schritt sehr geholfen. Und wie es aussah, hast du dich grade selbständig teleportiert, was wohl ein Teil deiner Fähigkeiten wären." Er lachte, als wäre sein Gerede das Normalste der Welt und ich sah ihn nur weiter fragend an. Der hatte sie doch wohl nicht mehr alle.
„Weißt du vielleicht, wie ich wieder nach Tokyo komme?" fragte ich und schaute ihn erwartend an. Nun sah er MICH an, als wäre ICH verrückt, jedenfalls sah es so aus, als er seinen Kopf schief legte und sein Lachen verstummte.
„Tokyo? Nie davon gehört. Wo soll das bitte sein?" Meine Wutader zeichnete sich immer deutlicher an meiner Stirn ab. Wollen mich hier eigentlich alle verarschen?
„Tokyo liegt in Japan. Da wohne ich und wurde vorhin beinahe von einen Auto überfahren, als ich versuchte, den Fuchs zu retten. Aus Angst hatte ich meine Augen geschlossen und als ich sie wieder öffnete, war ich auf einmal hier. Und der Fuchs sagte, ich sei in der Shinobi Welt?"
Er lehnte sich an den nächstliegenden Baum, verschränkte seine Arme und starrte mich immer noch an.
„Du klingst wie eine verrückte. Und eigentlich habe ich keine Zeit, mich mit albernen Geschichten rum zuschlagen," er lachte spöttisch auf, ja klar, ich und verrückt, „Aber deine Fähigkeit und die Aussage, das du angeblich in einer anderen Welt bist, bringt mir eine Erinnerung."
„Hm? Was denn für eine Erinnerung?"
„Das ist nicht so wichtig. Hör zu. Ich werde dir helfen, dich nach Hause zu bringen, wenn du mir hilfst, etwas zu finden."
„Ich werde dir helfen, aber wonach soll ich denn suchen?" ich hoffte so sehr, dass das schnell gefunden wurde. Ich habe ein ungutes Gefühl bei der Sache. Zumal er mich vorhin noch erwürgen wollte und er ziemlich arrogant ist. Solche Leute kann ich gar nicht ab.
Er prüfte mich noch mal von oben bis unten und sah sich noch einmal prüfend die Umgebung an, ob uns auch niemand zuhörte.
„Ich bin auf der Suche nach einer wertvollen Schriftrolle. In dieser steht drin, wo ich die Statue meines Meisters finden kann. Wenn du mir diese bringst, werde ich dich nach Hause bringen. Aber sie ist wichtig, um meinen Plan in Gange zu bringen" den letzten Satz flüsterte er und es klang wie eine unausgesprochene Drohung.
„Ich werde dir helfen. Wenn du nicht noch einmal versuchst, mich umzubringen. Mein Name ist übrigens Mizuki Furuhashi und deiner?" Versuchte ich das Gespräch in eine andere Richtung zu bringen.
Bei meinen Namen zuckte er merklich zusammen und nickte dann ganz langsam.
„Mein Name ist… Madara."


Ich folgte ihm eine Weile, bis wir eine kleine Höhle fanden, in der wir uns platzierten und er Holz sammelte. Ich holte mein Feuerzeug aus der Tasche und zündete das Feuer an. Schnell setzte ich mich nah daran und hielt meine Hände in die Nähe der Flammen. Madara setzte sich weiter entfernt an die kalte Wand der Höhle. Meine Hände wurden angenehm warm und begannen zu schwitzen.
„Wo suchen wir eigentlich nach dieser Schriftrolle? Ich meine, die wird ja nicht irgendwo rumliegen und sagen: Los nehmt mich mit!" Er drehte seinen Kopf zur Seite und blickte so nach draußen. Der Wind tobte leicht zwischen den Kronen der Bäume und wiegte sie hin und her. Wunderschön.
„Die Schriftrolle befindet sich im Archiv in Konoha. Dort werden viele geheime Dokumente gelagert und DU wirst mir die Rolle besorgen." Ich blickte ihn an.
„Wie ich ganz alleine?"
„Ja ich kann nicht ins Dorf hinein. Der Grund hat dich nicht zu interessieren. Genauso wenig, wie meine Pläne, also Frage besser nicht danach." Ja…arrogant hoch drei!
Hmm vielleicht werden mir ja dort welche helfen können. Ich schaute ihn durchdringlich an. Er war ein Kopf größer als ich. Viel von ihm konnte ich nicht sehen, da er so vermummt war. Seine Stimme klang tief und rau und doch klang sie noch…Jung? Er war vielleicht grade erst 17,18. Mich beschäftigten nur diese Maske und dann dieses leuchtende Rot seines Auges.
„Darf ich dich fragen, warum du eigentlich diese Maske trägst?" Er schaute mich gar nicht erst an, sondern blickte weiter stumm hinaus in die Nacht. Der Mond stand hoch und leuchtete hell.
„Tut mir leid. Ich wollte dir nicht zu nahe treten." Ich lächelte ihn warm an, er wird bestimmt schon seine Gründe haben.
„Du solltest jetzt schlafen. Wir werden morgen schon früh aufbrechen."
Ich schaute ihn entgeistert an. Ich soll auf dem harten, kalten Boden schlafen? Grrr Idiot.
Ich legte mich in die Nähe des Feuers, damit ich wenigstens etwas Wärme hatte und mich hoffentlich nicht erkältete. Das Geschehen des Tages war mir einfach zu viel und noch zu unglaubwürdig. Ich hoffte, wenn ich aufwachte, bin ich wieder zu Hause. So schlief ich mit vielen fraglichen Gedanken ein und wurde dabei unbemerkt die ganze Zeit beobachtet.

„Furuhashi," sagte er gedankenverloren und sah in ihr friedliches Gesicht.
„Interessant. Äußerst interessant. Dass es eine Überlebende gibt, hätte ich nie gedacht."
Er deaktivierte sein Sharingan und langsam verblassten ihre Umrisse, bis sie völlig unsichtbar war. Deshalb also konnte Minato sie vorhin nicht sehen. Bei Nacht wurde sie unsichtbar und konnte nur von besonderen Augen gesehen werden.
Ihr Körper vibrierte leicht. Ist ja klar, wenn sie so freizügig angezogen war, dachte er sich Kopfschüttelnd. Er zog seinen Umhang aus, lief zu ihr hinüber und deckte sie damit zu. Wenn man ihr in beleuchteter Umgebung zu nahe kam, erkannte man ihre zierlichen Umrisse. Eine interessante Fähigkeit, die einst auch dieser eine Clan beherrschte…

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