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Zwischen Welten

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2 Kapitel - 1.678 Wörter - Erstellt von: Sterni - Aktualisiert am: 2016-10-29 - Entwickelt am: - 429 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Was ist wenn man sein Leben lang gleich gelebt hat? Man wacht jeden Morgen auf geht seinen alltäglichen Beschäftigungen nach, kommt Abends nach Hause und am nächsten Tag beginnt dies von vorne.
Doch was ist wenn man die Augen öffnet und Alles ist anders? Was ist wenn man All die alltäglichen Dinge vergessen hat und woanders landet, sich in dieser Welt verirrt, verliert, verliebt und verletzt?

    1
    Prolog:

    Langsam öffnete sie die Augen und blinzelte. Sie sah in den dunkelblauen Nachthimmel, der von leuchtenden Sternen gesäumt war. Weich fühlte sie das Gras unter sich. Mit der linken Hand fuhr sie darüber und spürte eine Blume. Sie drehte den Kopf und erkannte viele kleine, schneeweiße Blumen, die im Licht der Sterne silbern schimmerten. Sie drehte nun neugierig den Kopf hin und her. Sie lag auf einer dunklen Lichtung, die spärlich durch das Licht der Sterne beleuchtet war. Sie lugte in den Wald der die Lichtung wie ein Schutzwall düster und geheimnisvoll umrandete. Die Bäume des Waldes waren nach ihrem Erkennen Laub- und Nadelbäume, aber all ihre Stämme und Äste waren dunkelbraun und ihr Dach aus Blättern oder Nadeln waren in sattes dunkelgrün getaucht. Der Wald jagte ihr genauso viel Angst ein, wie er sie magisch anziehte und ihr Neugier bereitete. Sie setzte sich langsam auf und sah nun das sie ein langes, weit ausfallendes weißes Kleid ohne Ärmel und einem tiefen Ausschnitt trug. Das Kleid schien ähnlich einem Stern zu glitzern sodass es sie fast blendete. Ihre langen rabenschwarzen Haare fielen bis zur Mitte ihres Rückens in leichten Wellen. Ihre bleiche Haut leuchtete und eine zarte Kette mit einem Stern als Anhänger zierte ihren Hals. Immer mehr Fragen über kamen sie. Wo bin ich? Was mach hier? Doch eine Frage quälte sie schrecklich. Wer bin ich? Angestrengt dachte sie nach, aber ihr viel keine Antwort ein. Sie wusste weder ihren Namen, noch ihr Alter oder sonst etwas. Vielleicht ist dies ein Traum? Natürlich! Das muss es sein! Es ist ein Traum! Wenn ich aufwache, weiß ich wieder Alles! Sie kniff sich in den Arm. Nichts. Sie tat es erneut. Wieder nichts. Sie wiederholte es mehrmals, bis die Stelle anfing blau zu werden, vergebens gab sie auf. Es geht nicht.... Warum nicht! Sie stand auf und spürte das Gras unter ihren Füßen. Ein Prinzessinnen-Kleid aber keine Schuhe! Sie drehte sich um die eigene Achse, nur um festzustellen, ob es irgendwo einen Weg gab. Wobei ihr hier ein Trampelpfad um einiges wahrscheinlicher vorkam. Von beidem war nichts zu sehen. Sie drehte den Stern an ihrer Kette mit den linken Daumen und Zeigefinger. Diese Handlung wirkte so..... gewohnt, vertraut. Sie drehte den Stern unruhig weiter. Plötzlich ertönte aus der Richtung hinter ihr ein Heulen, ein Werwolfsartiges Heulen, wie ein Werwolf der den Mond anbetete. Sie drehte sich um. Lies die Augen wachsam über die Bäume gleiten, konnte allerdings nichts erkennen. Was weiß ich alles über Werwölfe? Werwölfe. Werwölfe. Werwölfe. Vollmond! Natürlich! Sie klatschte sich mit der flachen linken Hand am die Stirn, wieder eine Handlung die ihr äußerst vertraut erschien. Sie suchte mit den Augen den Himmel ab, aber Vollmond konnte sie keinen sehen, geschweige denn einen Mond überhaupt. Kein Vollmond? Nicht mal ein Mond... Dann ist die Werwolf-Sache ja geklärt. Erleichterung machte sich in ihr breit. Doch als ein weiteres Heulen ertönte, verschwand diese Erleichterung wieder und Angst nahm ihren Platz ein. Sie schluckte, wie angewurzelt stand sie da, unfähig sich zu bewegen. Ein Ast knackte im Wald rechts von ihr. Sie starrte in die Richtung und sogleich in feuerrote Augen die sie gefährlich anfunkelten. Sie drehte sich weg und rannte in den Wald, Steine, Nüsse, Nadeln und andere Dinge bohrten sich unangenehm in ihre Füße. Aber sie hatte keine Zeit sich darum zu kümmern. Die roten Augen, dessen was sie verfolgte, brannten sich in ihren Rücken, lautlos und schnell verfolgte es sie. Sie drehte sich nicht um, aus Angst sie würde Erstarren wenn sie es sieht. Ein spitzer Ast streifte ihren Arm und es fühlte sich wie die Schnittwunde eines kleinen Taschenmessers an. Sie spürte den Schmerz eine Sekunde später und fasste sich rennend an den leicht blutenden Arm. Das schimmernde Kleide wurde zu einer umständlichen Maßnahme, da sie es leicht hoch heben musste um nicht darauf zu treten und hin zu fallen. Immer mehr verließ sie die Kraft, eins war ihr sehr klar, sie war definitiv keine Spitzensportlerin! Sie wurde mit der Zeit weiter langsamer und von dem das sie verfolgt hatte, war nichts, zu hören.... oder zu spüren. Hier stimmt doch was nicht! Nur noch im Laufschritt bewegt sie sich vorwärts und irgendwann blieb sie außer Atem stehen. Die Hände auf die Knie gestützt und nach Luft ringend sah sie sich um. Die Bäume standen dicht beieinander. Wie Riesen die auf einen Zwerg wie sie herab sahen kam es ihr vor. Sie sah zu einem Strauch mit rot-violetten Beeren. Sie kannte die Beeren zwar nicht aber sie ein kleines Lächeln zog sich doch auf ihre Lippen. Sie betrachtet weiter den Strauch, als sie in ihm wieder diese stechend blutroten Augen sah. Erschrocken schrie sie auf, laut genug um ein paar Vögel aus den Bäumen zu schrecken. Dann drehte sie sich wieder um und lief. Die erneute Angst verlieh ihr neue Kraft. Beflügelt rannte sie weiter. Dass das Kleid schon einen schwarzen Saum bekam und teilweise auch eingerissen war, ignoriert sie gekonnt. Nah hinter sich hörte sie ein Schnauben wie das eines Pferdes, doch das es so nah war, ließ ihre Todesangst ins unerträgliche steigen. Einen kurzen Moment schielte sie über ihre Schulter, da geschah es! Sie stolperte über eine herausragende Wurzel und rollte einen Hang hinunter. Noch einmal setzte sie sich auf, wollte wieder aufstehen, weiter weg laufen. Doch dann ließ sie sich zurück auf den Boden fallen, sie konnte nicht mehr. Ihr Puls raste. Ihr Knochen waren schwer wie blei. Ihr Körper war wie am Boden fest geklebt. Sie atmete schwer und stoßweise. Langsam schloss sie die Augen. Sie sog die Luft ein, und atmete hörbar aus. Wenn man in einem Traum stirbt, wacht man dann Schweiß gebadet auf? Wenn man in einem Traum verletzt wird und blutet, wie ich an meinem Arm und man aufwacht, ist die Wunde dann verschwunden? Sie wartete darauf das nun dieser Traum zum Albtraum wird und schmerzhaft endet. Doch nichts kam. Eine lange Zeit wartete sie mit geschlossenen Augen. Doch es kam nichts. Sie wollte erneut die Augen aufmachen, aber sie konnte nicht mehr. Somit blieb sie liegen. Die Zeit verging, Minuten, Stunden vielleicht auch Tage lag sie dort, jegliches Zeitgefühl hatte sie verloren.

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    Kapitel 1
    Keiran

    Er saß mit seiner jüngeren Schwester, Amelia, auf einem Gold besticktem Sofa, in einem hellen Raum. Durch die vielen viktorianisch gestalteten Fenster drang das hellrote Licht der untergehenden Sonne. Sein, um nur ein Jahr jüngerer Bruder, Elladen, saß auf einem weißen Ohrensessel der ebenfalls Gold bestickt war. Drei weiße Töpfe waren im Raum in Ecken verteilt und dunkelgrüne große Büsche waren ihr Inhalt. Die Wände waren in einem hellen Cremé und der Boden bestand aus hellen, holzenen Dielen. Vor dem Bett war ein Teppich aus weißem Bären Fell. Keiran mochte diese Art von Boden Bedeckung gar nicht und doch akzeptierte er sie um seines Vaters Willen. Er sah wieder zu seinem jüngeren Bruder, Elladen hat kurze honigblonde Haare, er war groß und muskulös, seine Augen waren von einem dunkelbraun. Er selbst hatte braune kurze Haare und seine Augen waren ein Sturm aus blau und grau. Er war noch größer als Elladen und genauso muskulös. Wenn nicht Elladen eine so helle Haut hätte und er eine mehr gebräunte, sahen sie sich sehr ähnlich. Keirans Blick wanderte zu Amelia. Sie war die jüngste der drei Geschwister. Amelia unterschied sich von den Brüdern durch ihre weißblonden, kurzen Haare, die ihr stuffig auf die Schulter fallen, ihre Haut war elfenbeinfarben, sie war schlank und klein. Nach außen hin wirkte sie wie eine kleine Elfe. Zuletzt wanderte Keirans Sicht zu letzten Person im Raum. Da lag sie auf dem Bett. Ihre schwarzen, leicht welligen Haare waren ordentlich auf dem Kissen ausgebreitet. Ihre leicht blasse Haut leuchtet ebenfalls und gab einen Kontrast. Lange musterte er sie. Elladen hat sie mit ein paar seiner Freunde im angrenzenden Wald gefunden. Dort hatte sie gelegen, bereits unterkühlt und bewusstlos, wobei sie letzteres noch ist. Er schüttelte kurz den Kopf. Was macht jemand wie sie hier? Keirans Gehirn war mit hunderten von Fragen um das Mädchen gefüllt. Während Elladen nur gelangweilt Löcher in die Luft starrte und Amelia aus dem Fenster schaute und dort Vögel beobachtete.
    Eine Zeit lang beobachtete er seine Geschwister, dann wieder die junge Frau im Bett vor ihnen. Die Zeit verging kaum und auch nur stockend. Sie sollten warten bis sie aufwacht und dann Bescheid geben. Eine Aufgabe die einer alleine hätte locker bewältigen können, aber nein, man musste sie ja alle schicken.
    ..........

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