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Heimliche Schatten

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1 Kapitel - 426 Wörter - Erstellt von: Opeila - Aktualisiert am: 2016-10-29 - Entwickelt am: - 322 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

"Ladie's first..."

"Gib auf, Kleine. Du hast keine Chance."

"Lauf..., das kannst du schaffen..."

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    Ich spüre den Blick des ganzen Platzes auf mir. Es ist, als ob alles still steht. Dann spüre ich einen Stoß in meinem Rücken und meine Beine erinnern sich, wie sie sich bewegen. Die Bühne wird größer und der affektierte Mann sucht noch immer die Menge ab. "Helen Spencer!" Ich schaue nicht zu meinen Eltern. Nicht zu Michel, der sicherlich in der Menge steht und mich ansieht. Nur nicht hin fallen, nicht stolpern. Die Stufen langsam hinausgehen und dann irgendwo hinstarren, bloß nicht schwach wirken. "Und jetzt... Zu den Jungen!" Mir ist nie aufgefallen, wie hoch die Kapitolsleute reden. Der Fischgeruch ist plötzlich auch stärker. Und es ist windiger. Ob mir die Eigenschaften von Distrikt 4 mehr auffallen, weil ich bald weg bin? "Tristan Spencer! Aber... Wir haben ja ein Geschwisterpärchen dieses Jahr!" Mein Atem stockt und ich sehe Tristan überrascht an. Er starrt fassungslos zurück. Dann geht er zügig zur Bühne und bleibt auf der anderen Seite des Mannes stehen. "Unsere Tribute von Distrikt 4! Tristan und Helen Spencer!" Jemand packt meinen Ellbogen und zieht mich ins Justizgebäude. Dann ist es unerträglich still. Ruhelos gehe ich im Raum auf und ab. Ich schaue mir den Raum nicht an, nur die Tür brennt sich in mein Gedächtnis ein. Mir ist schwindelig, der Raum scheint sich zu bewegen. Die Tür öffnet sich und Michel kommt herein. Ich wanke auf ihn zu und er nimmt mich in die Arme. "Ich bin..." "Sag nichts." Ich verstumme. Es ist sowieso gelogen. Ich bin nicht okay. "Das schafft du." Seine Stimme ist überzeugend. "Ich bin jünger als die anderen. Und kleiner. Was kann ich denn schon?" Sofort kehrt die Verzweiflung zurück. "Helen... Das ist deine Stärke. Du bist unauffällig." Er hält mich noch immer fest. Dann geht die Tür wieder auf und er wird hinaus gezogen. "Lass sie nicht allein!" Er kann nur noch nicken. Ich rede von Lima, meinem Baby. Also, natürlich nicht meinem, aber unserer kleinen Schwester, durch deren Geburt meine Eltern gestorben sind. Mein Vater hat sich aufgehängt, als Mutters Herz aufhörte zu schlagen.

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