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Dein Leben als Fuchs

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13 Kapitel - 11.975 Wörter - Erstellt von: Gallop - Aktualisiert am: 2016-11-14 - Entwickelt am: - 2.512 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Hi. Ich bin Mondstern vom MondClan und ja, es sind noch mehrere Bände von,, Dein Leben als ..." in Planung. Ich schreibe diese Geschichten hier, um darauf aufmerksam zu machen, wie grausam manche Menschen zu Tieren sind. Und ich bedanke mich bereits im Voraus bei allen Lesern!

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    ((big))Das Licht des Lebens((ebig)) Es schneite. Das war das erste, was ich bewusst in meinem Leben registrierte. Ich konnte den Schnee nicht sehen, d
    Das Licht des Lebens

    Es schneite. Das war das erste, was ich bewusst in meinem Leben registrierte. Ich konnte den Schnee nicht sehen, da meine Augen noch nicht geöffnet waren, aber das kalte Nass an Haut und Schnauze ließ mich dennoch wissen, dass er da war. Fiepend trat ich um mich. Ich wollte meinen Pelz trocken und nicht nass! Dann spürte ich ein kräftiges Maul, welches mich wieder ins Nest legte. Endlich! Ich kuschelte mich gerade so richtig schön ins Laub ein, als ich das Winseln eines zweiten Fuchswelpens hörte. Das meines Bruders Ast. Auch er durfte ins kuschelige Warme und so kam es, das wir dicht aneinander gedrängt dalagen und uns gegenseitig wärmten. Es war ein schönes Gefühl. Dann hörte ich plötzlich ein Kläffen. Auch Holz war nun geboren und wurde neben mich geschoben. Ich musste nicht sehen können, dass er mindestens so groß und stark war wie Papa. Nur sein Fell war rauer. Aber ich mochte ihn trotzdem. Zumindest im Moment. Dann hörte ich meine Mutter Blume, eine zierliche, kleine, hellorangene Füchsin zu Vater, einem sehr großen dunkelrotem Fuchs, reden:,, Wie sollen wir ihn nennen, Sturm?" Ich wusste irgendwie, dass sie von mir sprachen und spitzte die Ohren.,, Ich weiß nicht. Wie wäre es mit Wurzel?" Mein Vater. Seine raue und dunkle Stimme hätte ich überall erkannt. Dann leckte Mutter uns alle einmal über den Kopf und bellte:,, Wurzel, Ast und Holz. Das sollen eure Namen sein" Und wenn ich damals bewusst Sachen wahrnehmen hätte können, wäre das mit Garantie der schönste Augenblick meines Lebens gewesen.

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    ((big))Erste Pfotenschritte((ebig)) Die nächsten Tage blieben wir noch im Nest. Ich konnte mich noch gut an die warme Milch und das weiche Moos erinn
    Erste Pfotenschritte

    Die nächsten Tage blieben wir noch im Nest. Ich konnte mich noch gut an die warme Milch und das weiche Moos erinnern. Schon bald aber wurde Holz neben mir immer unruhiger. Er war ein echter Wildfang, wie Mutter sagte. Eben genau wie Vater. Eines Tages spürte ich wie Ast neben mir auch nervöser wurde. Holz hatte inzwischen kriechen gelernt und fand es lustig, mich zu ärgern. Nicht einmal Mama konnte ihn bändigen. Deshalb beschlossen sie und Papa, dass jetzt jeder sein eigenes Nest bekommen sollte. Und so kam es. Aber ich wollte die Augen trotzdem noch nicht öffnen. Für mich war die Welt so perfekt, wie sie im Moment war. Aber Mutter und Vater hatten bereits begonnen sich Sorgen zu machen. Bis spät in die Nacht redeten sie über mich. Ich konnte mich wirklich gut schlafend stellen. Dann aber wachte ich eines morgens auf. Mein Vater hatte mich geweckt.,, Wach auf, Wurzel. Ich will heute einen Spaziergang mit dir machen", flüsterte er mir ins Ohr. Gähnend streckte ich mich und schnupperte. Die Luft roch nach Frühling.

    Nun nahm mich Sturm zärtlich wie eine Füchsin am Nackenfell hoch. Er achtete sehr darauf, mir nicht wehzutun. Ich merkte, wie sich die Geräusche und Gerüche um mich herum änderten und wurde immer neugieriger.,, Wohin gehen wir, Papa?", fragte ich schließlich. Vater schmunzelte.,, Das wirst du schon sehen", war seine einzige Antwort. Dann setzte er mich auf einen Stein. Ich konnte die Kälte fühlen und überall um mich herum zwitscherten die Vögel. Doch dann siegte die Neugier. Blinzelnd schlug ich die Augen auf. Das Licht blendete mich. Aber das war mir egal. Es gab so viel zu sehen! Wir befanden uns auf einer mit Gras und Steinen gesäumten Lichtung, umrandet von dunklen Tannen.,, Das hier ist Grashüpferwiese", meinte mein Vater nach einer Weile.,, Hier haben deine Mutter und ich schon als Welpen gespielt" Ein sehnsüchtiger Ausdruck trat in seine Augen. Neugierig schaute ich ihn an und fragte:,, Grashüpfer? Was ist das?" Sturm lachte und sprang auf einen Flecken vor mit.,, Das sind Grashüpfer!" Aber und abertausende kleine Insekten stoben in die Luft und wild auseinander. Ich quietschte vor Vergnügen.,, Ich will auch! Ich will auch!" Vater schmunzelte und meinte:,, Worauf wartest du dann noch?" Nervös blickte ich auf meine winzigen Pfoten. Was, wenn ich fiel? Diesen Gedanken musste ich wohl laut ausgesprochen haben, denn Vater kam näher zu mir heran und meinte leise:,, Dann stehst du einfach wieder auf" Er hat Recht! Etwas ungeschickt ordnete ich also meine Pfoten und tat meinen ersten Schritt. Und fiel. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich einigermaßen sicher laufen konnte. Das musste Stunden gedauert haben! Aber letztendlich war es so weit: Meine Zeit hatte endlich begonnen!


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    ((big))Schmetterlingsflügel((ebig)) Nun waren drei Monate seit dem Tag auf der Grashüpferwiese vergangen und meine Brüder und ich hatten beschlosse
    Schmetterlingsflügel

    Nun waren drei Monate seit dem Tag auf der Grashüpferwiese vergangen und meine Brüder und ich hatten beschlossen, das erste Mal alleine ohne Blume oder Sturm den Wald zu erkunden. Es war Sonnenaufgang, als wir aufbrachen. Während Ast vor uns herhüpfte und ständig irgendetwas Neues zu bestaunen hatte, trotteten Holz und ich gemächlich nebeneinander her. Er war nun fast doppelt so groß wie ich und seine Aggressivität war auch heftiger geworden. Erst gestern war er auf mich losgegangen, als ich mit ihm meine erste Beute, ein junges Wiesel hatte teilen wollen. Die Beziehung zu uns wurde immer angespannter. Wir machten gerade an einem traumhaften Bach Halt und dösten in der Sonne, als uns ein fremder Geruch in die Nase wehte. Sofort waren wir wieder auf den Beinen. So etwas hatten wir noch nie gerochen. Es lockte uns an und machte uns aus irgendeinem Grund nervös. Und dann sahen wir sie. Keine zwei Meter entfernt von uns saß das junge Fuchsmädchen mit dem Rücken zu uns auf der anderen Seite des Baches. Es hatte uns anscheinend noch nicht bemerkt.,, Ich bin zuerst da!", kläffte Ast über den Lärm des Flusses hinweg und war auch schon ins Wasser gesprungen. Holz folgte ihm. Und ich? Saß da und wartete ab. Ast war zuerst aus dem Wasser. Vor Aufregung bellend stürmte er auf die Füchsin zu, welche nun uns bemerkt hatte und einen Schritt zurück trat. Und zwar aus Angst.,, Wie heißt du? Woher kommst du?" Ast drängte das Mädchen immer mehr gegen einen Baum. Die Augen der Füchsin waren vor Schreck weit aufgerissen. Auch Holz hatte sie nun erreicht. Er bleckte die Zähne. Ich geriet in Panik und hüpfte ebenfalls in den Bach. Das Wasser war eisig kalt, aber die Schauer, die mir über den Rücken liefen noch kälter. Es schien eine Ewigkeit gedauert zu haben, doch endlich konnte ich aus dem Nass kriechen. Die Füchsin lag nun mit eingezogenem Kopf zu Füßen Asts und Holz'. Wieder ergriff mich die Panik. Ich hörte Holz knurren:,, Ich frage dich noch ein letztes Mal: Was willst du?" Das arme Ding antwortete nicht. Zu sehr quälte sie die Angst. Doch dann geschah es: Ohne mit der Wimper zu zucken, fuhr Holz mit dem Kopf vor und biss ihr in die Schulter. Das Mädchen heulte laut auf vor Schmerz.,, Lasst sie in Ruhe!" Hatte ich das jetzt wirklich gesagt? Instinktiv war ich an die Seite der Füchsin geeilt und baute mich vor Holz auf. Ast war nun ein paar Pfotenschritte zurückgewichen und beobachtete das Geschehen gespannt. Ich schluckte.,, Was hast du gerade gesagt, Winzling?" Holz knurren war kaum zu verstehen, so fest hatte ihn nun die Wut gepackt. Wenigstens hatte er nun das Mädchen losgelassen, welches sich nun hinter ein paar Büschen versteckt hatte. Es blickte mich ängstlich an. Auch ich knurrte nun:,, Ich sagte, du sollst sie in Ruhe lassen!" Holz' Augen wurden dunkel vor Zorn, während er mit einer Pranke ausholte und mich zu Boden schleuderte. Mein Herz pochte. Worauf hatte ich mich da nur eingelassen?

    Noch ehe ich aufgestanden war, hatte Holz einen neuen Angriff geplant und biss mir schmerzhaft in die Flanke. Ich schrie vor Schmerz. Ich versuchte mit einer Pfote sein Gesicht zu treffen, verfehlte es aber. Ich war vor Angst wie gelähmt. Ast saß aber trotzdem einfach nur da und beobachtete uns. Warum half er mir denn nicht? Erneut schnellte Holz vor und verbiss sich in meinem Ohr. Hoffentlich würde keine Narbe bleiben! Die Wunden pochten und ich schaffte es gerade noch, mich aus dem Weg zu rollen, ehe Holz wieder nach mir beißen hätte können. Er lachte.,, Schwache Leistung, Zwerg!" Schon wieder flogen seine Krallen durch die Luft und fuhren durch mein Gesicht. Ich spürte wie Blut meine Nase herunterrann. Holz trat einen Schritt zurück. Genugtuung lag in seinem Gesicht. Er grinste.,, Na genug?", höhnte er. Ich stöhnte nur vor Schmerzen. Nun wandte sich Holz an Ast und sprach:,, Ich hoffe, ihr habt jetzt endlich begriffen wer der Boss ist" Ast nickte nur ängstlich. Dann drehte sich Holz um und bedeutete Ast ihm zu folgen:,, Komm mit. Mit Versagern geben wir uns nicht ab" Und schon waren beide im Gedicht verschwunden.

    ,, Danke" Ich hatte gar nicht gemerkt, wie das Fuchsmädchen an mich herangetreten war.,, Tut es sehr weh?" Ich nickte nur. Das Mädchen schluckte. Ich rappelte mich wieder auf:,, P ... p ... passt sch ... schon" Sie war wirklich wunderschön.,, Wie heißt du überhaupt?" Ihre Stimme war die eines Engels!,, W ... wurzel", stotterte ich.,, U ... und du?",, Schmetterling", meinte die Füchsin.,, Das gerade eben. Das war mutig von dir. Sehr sogar" Dankbar blinzelte sie mich an. Ich blinzelte zurück.,, Ich komme aus dem Nachbar-Revier", fuhr sie fort.,, Vielleicht können wir uns wiedertreffen?" Ich nickte. Ihr Aussehen hatte mir wirklich die Sprache verschlagen. Schmetterlingsflügel tanzten in meinem Bauch. Und irgendwie taten die Wunden auf einmal gar nicht mehr so doll weh.

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    ((big))Wenn die Sterne vom Himmel fallen ...((ebig)) Die nächsten Monate traf ich mich weiterhin mit Schmetterling. Es war längst kein Geheimnis meh
    Wenn die Sterne vom Himmel fallen ...

    Die nächsten Monate traf ich mich weiterhin mit Schmetterling. Es war längst kein Geheimnis mehr. Auch verletzte Holz' und Asts Hohn mich immer mehr, wie ein spitzer Dorn. Kein Tag verging ohne, dass ich mir meine Nestzeit zurückwünschte. Zwar hätte ich Schmetterling nie kennen gelernt, aber war es das wirklich wert? Gebissen und verspottet zu werden? Ausgelacht und verachtet? Vor allem Holz hatte seinen Spaß daran, mich jeden Tag auf's Neue zu beleidigen. Aber ein Leben ohne Schmetterling wäre sinnlos gewesen. Also traf ich mich heimlich mit ihr. Vielleicht würden meine Brüder mich ja eines Tages wieder akzeptieren, wenn sie dachten, dass ich aufgehört hatte, mich mit ihr zu treffen. Wer weiß?

    Mit zuckender Nase wartete bis der Atem meiner Familie gleichmäßiger wurde. Als die Luft endlich rein war, setzte ich mich vorsichtig auf. Holz würde mich töten, wenn er jemals von meinen heimlichen Treffen erfahren würde und nicht mal Sturm würde ihn dann aufhalten können. Ich durfte es auf keinen Fall darauf anlegen! Kurz erschrak ich, als Holz' Pfote nach mir schlug. Doch dann erkannte ich, dass er träumte und tappte vorsichtig und so leise wie ich nur konnte nach draußen. Die Nacht kribbelte auf meinem Fell und die Kühle beruhigte meine Gedanken. Heute war es einfach zu perfekt, als das etwas hätte passieren können! Ich setzte mich in Bewegung. Wie in Trance folgten meine Pfoten, dem inzwischen altbekannten Pfad. Mein Herz klopfte vor Aufregung und ich lief schneller. Der Gedanke an ihr, lies meine Ohren und Nase zucken. Heute würde ich sie endlich wiedersehen! Erst vor der kleinen Steinhöhle verlangsamte ich mein Tempo und strich mir mit meiner Pfote mein, vom Wind zerzaustes, Kopffell glatt. Dann trat ich durch die Höhle. Der Bach, andem ich einst, meine Narbe am Ohr erhalten hatte, glänzte im schwachen Licht des Vollmonds und das Wasser plätscherte leise vor sich hin. Und dann sah ich sie: Schmetterling saß auf einem großen Felsen am Rand des Flusses. Ich ging langsam zum Stein und sprang hinter sie. Ich wollte sie nicht erschrecken. Ihre Augen glitzerten wie tausende Diamanten, als sie mir ihren wunderschönen Kopf zuwandte. Ihre Schönheit ließ mich vor Ehrfurcht erstarren.,, Was ist?" Die Stimme des Engels hatte zu mir gesprochen! Verlegen senkte ich den Kopf,, Du bist so hübsch wie die Sterne höchstpersönlich geworden" Ein belustiges Glitzern funkelte in ihren Augen kurz auf.,, Du hast dich auch sehr verändert, Wurzel" So wie sie meinen Namen sagte, wollte ich niemals mehr anders heißen. Und sie hatte Recht: Mein Fell war seidiger und dichter geworden. Auch hatte ich in den vergangenen Monaten einen enormen Wachstumsschub gehabt. Ich hob stolz den Kopf. Schmetterling wandte ihr Gesicht ab. Hatte ich da etwa Tränen glitzern sehen? Tröstend presste ich meinen Kopf an ihre Schulter. Ich winselte mitleidig:,, Schöne, was hast du nur?" Sie sprach leise, fast als wolle sie ihre Worte im Rauschen des Baches untergehen lassen:,, Mutter ist tot"

    ,, Was?" Erschrocken machte ich einen Satz nach hinten. Das durfte doch nicht wahr sein! Dann fing Schmetterling an zu schluchzen:,, Ein Bagger hat sie getötet. Ich wäre tot, wenn sie mich nicht gerettet hätte! Außerdem kommen immer mehr Autos in unser Gebiet! Bald werden wir nichts mehr zum Leben haben!" Ihr Schluchzen wurde heftiger. Möglichst beruhigend leckte ich Schmetterling über den Kopf. Hoffentlich spürte sie mein Zittern nicht.,, Schmetterling, wir sind nun beide recht groß. Wir werden uns eh bald ein eigenes Revier suchen müssen. Und deine Mutter ist nun überall um uns herum. Im Bach, in der Nacht, im Mond und in den Blumen!" Ich pflückte eine Seerose und legte sie zu Schmetterlings Füßen. Sie schwieg.,, Wurzel?",, Ja?" Sie schluckte.,, Wirst du mich jemals verlassen?" Ich hielt inne.,, Erst wenn die Sterne vom Himmel fallen!" Schmetterling lachte. Und mit ihrem Lachen verschwand alle Kälte um mich herum ...


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    ((big))Neuland((ebig)) Ich gähnte. Schmetterling zu sehen, war fantastisch gewesen, aber lange würde ich unsere Treffen nicht mehr mitmachen können
    Neuland

    Ich gähnte. Schmetterling zu sehen, war fantastisch gewesen, aber lange würde ich unsere Treffen nicht mehr mitmachen können. Die Müdigkeit zerrte an mir wie Beton. Eine Pfote war es, die mich nun endlich vollständig weckte. Es war Ast.,, Steh auf, Lusche! Sei kein fauler Sack!", knurrte er. Sofort war ich hell wach.,, Was willst du?" Da musste doch irgendetwas im Busch sein, Ast grinste und kläffte:,, Holz und ich haben uns etwas überlegt. Wir wollen dir noch eine Chance geben. Dafür musst du uns aber erst beweisen, dass du uns würdig bist" Eine zweite Chance? Das war ja super! Endlich würde ich wieder gemeinsam mit meinen Geschwistern jagen und spielen können! Aber irgendetwas, tief in mir, wurde misstrauisch. Was würde der Preis sein?,, Was muss ich tun?" Ich hörte, wie angespannt meine Stimme klang. Aber Ast war so wieso zu sehr damit beschäftigt gewesen zu kichern.,, Wirst du schon sehen", war seine einzige Aussage dazu und schon war er aus dem Bau gesprungen. Ich folgte ihm. Immer und immer tiefer führte er mich in einen dichten Nadelwald. Er roch nach etwas bekanntem. Wenn ich doch nur drauf käme! Doch ehe ich weiter darüber nachgrübeln konnte, hielten wir auch schon an. Vor uns konnte man eine kleine Lichtung sehen, in deren Mitte der einzige Lichtfleck weit und breit. Zuerst konnte ich nur Holz erkennen, so sehr blendete die Sonne. Aber er machte keine Anstalten zu uns zu kommen und grinste stattdessen. Und das alleine genügte mir, eine Gänsehaut zu bekommen. Plötzlich regte ich etwas zu Holz' Pfoten. Es war ein Fuchs. Nein, eine Füchsin. Nein. Es war Schmetterling.

    ,, Lasst sie los!", jaulte ich und wollte mich auf Holz stürzen, als ich grob am Nackenfell herumgerissen wurde. Ich hatte Ast vergessen. Schnell wandte ich mich wieder Schmetterling zu. Ihre Augen waren vor Furcht weit aufgerissen und ihr Fell stand vor Schreck zu Berge. Tränen traten mir in die Augen. Mir war, als läge ich zu Holz' Pfoten und nicht sie. Und was hätte ich nicht alles dafür gegeben! Nun grinste Holz nicht breiter.,, Ich denke, du weißt, was deine Aufgabe ist",, Nein. Sag du es mir" Eine düstere Vorahnung bahnte sich den Weg in mein Gehirn. Holz bleckte die Zähne.,, Töte sie!" Ich erstarrte. Mit einer Entschlossenheit, wie noch nie zuvor, antwortete ich:,, Nein" Holz' in Schmetterlings Pelz fest verankerte Krallen, gruben sich noch mehr in ihr Fleisch und die Füchsin stöhnte qualvoll.,, Dann tu ich es" Riesige Fellknäuel hafteten an seinen Krallen, als er Schmetterling losließ, um Anlauf zu nehmen. In dem Moment passierte etwas mit mir. Mein Nackenfell stellte sich auf. Meine Krallen gruben sich tief in die Erde. Mein Herz pochte.

    ,, Lass sie in Ruhe!" Eine Wut, wie ich sie noch nie in meinem Leben gefühlt hatte, lag in meiner Stimme. Ich hasste Holz. Und das erste Mal stand ich auch dazu. Geschickt wie eine Katze entwandt ich mich Asts Griff und stürzte auf Holz zu, dessen Augen vor Schreck nun weit aufgerissen waren. Geifer tropfte mir vom Maul, als ich Holz am Nackenfell packte und wild hin - und herschleuderte. Mein Bruder, vom Angriff völlig überrumpelt, ruderte planlos mit den Pfoten in der Luft. Auf einmal spürte ich einen stechenden Schmerz im Schwanz. Ast hatte uch völlig vergessen! Wie ein wilder zerrte er an meinem Pelz und ich schrie vor Wut oder Schmerz, ich wusste es nicht, laut auf. Dafür würde er bezahlen! Pfeilschnell wirbelte ich herum und ließ Holz zu Boden plumpsen, welcher sich schnell in einem großen Büschel Löwenzahn versteckte. Geschah ihm Recht! Ast unterdessen hatte sich drohend vor mir aufgebaut und die Zähne gebleckt. Sein Schweif peitschte wütend über den Boden und wirbelte Sand auf. Natürlich, Sand! Und auch schon hatte ich eine Pfote Sand direkt in Asts Augen geschleudert. Ich wusste, das war ein fieser Trick. Aber das, was sie Schmetterling und mir angetan hatten, war noch viel schlimmer gewesen. Aber auf einmal fühlte ich mich beobachtet und drehte mich um. Tatsächlich funkelte ein Augenpaar mich aus dem Gebüsch an. Meine Wut war verflogen.

    ,, W ... wer bist du?" Ich hörte selbst, wie sehr meine Stimme zitterte. Blätter raschelten, als ein großer Fuchs die Lichtung betrat. Es war Sturm. Seine Augen funkelten zornig. Aber nicht ich war ihr Ziel. Es waren Holz und Ast. Schneller, als ich es je sein würde, preschte Sturm vor und verpasste Holz einen heftigen Biss in die Flanke. Ich schnappte überrascht nach Luft. So wütend hatte ich ihn noch nie gesehen.,, Verschwindet!" Wie Donner hallte seine Stimme durch den Wald.,, Alle beide! Von heute an, sollt ihr nicht mehr meine Söhne sein!" Mit vor Angst weit aufgerissenen Augen, krochen sie rückwärts bis das Unterholz sie schließlich vollständig verschluckte.

    ,, Ich bin stolz auf dich" Hatte Sturm das gerade wirklich gesagt? Oder hatte ich es mir nur eingebildet? Der riesige Fuchs kam auf mich zu.,, Du bist bereit",, B ... bereit? W ... wofür?",, Du bist bereit nun, dein eigenes Territorium zu beschützen", antwortete mir mein Vater. In seinen Augen lag purer Stolz.,, Er hat recht" Ohne das ich es bemerkt hatte, war Schmetterling neben mich getreten,, Du hast mich heute gerettet. Sogar schon das zweite Mal" Nun betrat auch Blume die Lichtung. Die kleine Füchsin hatte sich in einem dichten Holunderbusch versteckt.,, Geh, mein Sohn. Du wirst uns stolz machen" Unruhig schaute ich abwechselnd zu Schmetterling, Blume und Sturm. Es war so weit.

    Ein paar Tage später ...

    Ich stand zusammen mit Schmetterling an der Grenze. Hinter uns spürte ich die Anwesenheit unserer Eltern. Auch Schmetterlings Mutter war irgendwie da. Ermutigend leckte meine hübsche Gefährtin mir übers Ohr. Sie hatte Recht. Es war Zeit zu gehen. Vorsichtig hob ich meine Pfote. Es war etwas Neues. Vermutlich war es gefährlich, dreckig und wild. Aber wir waren bereit. Behutsam setzte ich meine Pfote über die Grenze. Es war Zeit Neuland zu betreten ...

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    ((big))Regentropfen((ebig)) Regen durchnässte mein Fell. Mit eng anliegenden Ohren kämpfte ich gegen den Wind an. Der Sturm lag bereits in der Luft.
    Regentropfen

    Regen durchnässte mein Fell. Mit eng anliegenden Ohren kämpfte ich gegen den Wind an. Der Sturm lag bereits in der Luft.,, Wurzel!" Mit flatterndem Pelz stemmte Schmetterling sich gegen die Wucht der Luft und hielt neben mir an. Auch ihr Pelz war durch und durch durchnässt. Sie nieste.,, Wurzel, wir brauchen dringend einen Unterschlupf. Wer weiß wie schlimm es noch wird?" Durchdringend blickten ihre vollmondgroßen Augen mich an. Laut bellte ich gegen das Tosen des Windes an:,, Ich versuche es ja!" Meine Pfote brannten. Ich musste nicht hinsehen, um zu wissen, dass sie blutverschmiert waren. Nun waren wir schon stundenlang auf einem von Menschen gefertigten Waldweg entlanggetrabt, die zarte Haut unserer Ballen war zerfetzt und immer noch hatten wir keinen geeigneten Unterschlupf gefunden. Ich schluckte. Sturm und Blume hatten uns schon von klein an, beigebracht, auf Anzeichen von Stürmen zu achten. Sie waren gefährlich. Sehr sogar. Aber ich durfte jetzt nicht aufgeben! Ich musste es für Schmetterling tun! Knurrend stemmte ich mich gegen den Wind und eilte weiter. Schmetterling folgte mir. Sie tat zwar hoffnungsvoll, aber ihre besorgten Blicke gen Sonnenuntergang waren mir trotzdem nicht entgangen. Auch ich hatte inzwischen Angst. Plötzlich hörte ich Schmetterling rufen:,, Wurzel! Achtung!" Und schon wurde ich von kräftigen Hieb mit der Pfote vom Weg geschleudert. Ein Motorrad brauste vorbei.,, Schmetterling?" Schnell wie der Blitz war ich wieder auf den Beinen und wirbelte verzweifelt herum.,, Hier!" Zuerst hatte ich die Richtung der Stimme nicht zuordnen können, doch dann sah ich sie. Wohlbehalten wie eh und je saß Schmetterling am Wegrand und schmunzelte.,, Es ist alles in Ordnung" Trotzdem flitzte ich schnell zu ihr und rieb mich an sie. Was hätte ich nur getan, wenn ich sie verloren hätte? Nein, ich durfte gar nicht so denken. Also liefen wir weiter. Nun war die Sonne komplett untergegangen. Die Nacht war hereingebrochen. Schaudernd presste Schmetterling sich an mich. Ich konnte es ihr nicht verübeln. Die Finsternis wurde von Tag zu Tag kälter.

    Endlich sahen wir etwas. Es war klein und bot kaum Sichtschutz, aber wir waren nass bis auf die Knochen und unsere Körper geschwächt vor Hunger. Bibbernd schleppten wir uns hinter die Mülltonnen einer kleinen Holzhütte im Wald. Auch das Motorrad von vorhin stand hier, was mich sehr beunruhigte, aber meine Muskeln schrien vor Schmerz und so kuschelten Schmetterling und ich uns eng aneinander. Auch Essensreste fanden wir in den Tonnen und schon bald war meine Gefährtin und einen bibbernden Schlaf gefallen. Ich hätte alles getan, um ihr Wärme zu geben, aber ich besaß selbst keine. Wir waren beide furchtbar unterkühlt. Traurig blickte ich zum Himmel hinauf. War das wirklich der gleiche, in den wir auch bei unseren heimlichen Treffen geguckt hatten? Damals war ich von der Schönheit der Sterne begeistert gewesen, aber jetzt kam ich mir klein und verloren vor. Und ich hatte Angst. Große Angst.

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    ((big))Alte Freunde((ebig)) Am nächsten Morgen standen wir schon früh auf, um weiter zu reisen. Wenigstens hatten sich unsere Pfoten über Nach etwa
    Alte Freunde

    Am nächsten Morgen standen wir schon früh auf, um weiter zu reisen. Wenigstens hatten sich unsere Pfoten über Nach etwas heilen konnten. Wir setzten unsere Reise fort. Wir mussten ungefähr bis Mittag gelaufen sein, als wir in der Ferne sahen, wie der Waldweg endete. Unsere Ballen juchzten vor Freude und wir beschleunigten unser Tempo. Es kam uns vor wie eine Ewigkeit, doch dann spürten unsere zerkratzen Pfoten endlich wieder das weiche Waldlaub und wir rasteten erst mal. Schweigend saßen wir nebeneinander und leckten unsere Wunden. Dann hörte ich meinen Magen knurren. Bis jetzt war mir der Hunger noch gar nicht aufgefallen, aber nun wurde mir schon leicht schwindelig. Wir brauchten unbedingt etwas zu fressen. Doch wir hatten Pech. Weit und breit fanden wir kein einziges Beutetier und uns blieb nichts anderes übrig, als weiterzuziehen. Unsere Mägen knurrten immer noch. Auch unser Schweigen wollte nicht vergehen. Ich konnte bereits spüren wie die Anspannung zwischen uns wuchs. Das gefiel mir nicht. Ein gespaltenes Haus kann keinen Bestand halten. Doch wir waren nicht lange wieder auf Erde gelaufen, als wir das vergnügte Geplapper und quietschen von Menschenkindern vernahmen. Und wo Menschen waren, gab es Futter. Also schlichen wir uns so leise wie wir konnten näher und spähten durch das Gebüsch. Aber sie hätten uns nicht einmal gehört, wenn wir uns keine Mühe gegeben hätten. Zu sehr waren sie mit ihren eigenen Angelegenheiten beschäftigt. Was wir vor uns sahen, war eine Familie mit vier Kindern beim Picknicken. Während die Großen auf einer karrierten Decke saßen und plauderten, stritten zwei Kinder um ein Sandwich. Etwas weiter entfernt konnten wir auch ein Junge und ein Mädchen sehen, welche mit einem Collimischling spielten.,, Worauf wartest du noch?", zischte Schmetterling mir zu. Ich stutzte.,, Worauf denn?",, Na, dass du das Futter holst, natürlich!" Ihre Stimme klang gereizt.

    ,, Aber ich kann doch kein Futter stehlen. Füchse sind keine Diebe!", protestierte ich. Schmetterling lachte höhnisch auf.,, Und du willst mein Gefährte sein? Holz und Ast wären besser gewesen als du!" Ich schluckte gekränkt. So gemein war sie noch nie zu mir gewesen. Dann machte ich zögerlich einen Schritt nach vorne. Nichts passierte. Also nahm ich allen Mut zusammen, nahm das umstrittene Sandwich ins Visier und sprintete los. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Doch gerade, als ich zum Sprung ansetzte, riss das Jüngere von den beiden, dem anderen das Brot aus der Hand und ich stolperte über meine Pfoten, als ich versuchte einen Hacken zu machen. Nun hatten die Großen mich bemerkt. Schreiend sprangen sie auf. Die Mutter nahm schnell die Kinder hinter sich, während der Mann mich immer noch anbrüllte und sogar anfing Sachen nach mir zu werfen. Gerade nach rechtzeitig konnte einem Apfel ausweichen. Plötzlich ertönte ein Knurren hinter mir. Natürlich hatte ich etwas vergessen. Diesmal war es der Hund gewesen. Mit gesträubtem Nackenfell, wirbelte ich herum. Das Sandwich, welches ich hatte stehlen wollen, traf mich am Rücken, aber ich hatte bereits einen neuen Gegner gefunden. Der Colli, der vorhin beim Spielen so glücklich und harmlos gewirkt hatte, war mindestens um zwanzig Zentimeter gewachsen und Geifer tropfte ihm vom Maul. Mich hatte er fest ins Visier genommen. Und just in diesem Moment schoss er los. Ich riss die Augen in heller Panik auf und sprintete kopflos auf das Gebüsch, indem Schmetterling verborgen war, zu. Diejenige konnte erst im letzten Moment ausweichen und hatte Glück. Der Hund war immer noch hinter mir her. Ich aber hatte Pech. Hacken schlagend versuchte ich ihn loszuwerden, doch er hängte an mir wie ein Klette. Dann sah ich die Lösung: Ein breiter, reißender Bach bahnte sich in mein Sichtfeld. Der Mischling musste schon wahnsinnig sein, um über ihn zu springen. Mindestens so wahnsinnig wie ich. Drei Meter. Ein Meter. Blitzschnell stoppte ich und versteckte mich in den großen Büscheln Farn. Auch der Hund stoppte gerade noch rechtzeitig. Unschlüssig stand er nun da. Er schien sich nicht mehr sicher zu sein, wo ich jetzt war. Mit zitterndem Atem wartete ich ab. Aber schließlich besann sich die dumme Tölle eines besseren und eilte fort. Erleichtert atmete ich aus. Das hätte schief gehen können.

    ,, Wurzel?" Eine bekannte Stimme lies mich hochschrecken.,, Schmetterling!" Freudig sprang ich auf und rannte zu ihr. In ihren Augen stand pure Sorge. Winselnd leckte sie mein Gesicht ab.,, Oh Wurzel, es tut mir ja so leid! D ... du hä ... ttest t ... tot sein können! Ich weiß nicht, was mit mir los war. Ich hatte einfach solchen Hunger",, Sch" Beruhigend fuhr ich ihr mit dem Schweif über den Rücken.,, Ist ja nichts passiert" Vorsichtig gingen wir weiter. Schmetterling schluchzte den ganzen Weg vor sich hin. Ich wollte ihr helfen, aber ich wusste beim besten Willen nicht, was ich hätte sagen können. Also sagte ich nichts.

    Abrupt hielt ich an. Ich hatte etwas gerochen. Auch Schmetterlings Nase zuckte. In freudiger Erwartung funkelten ihre Augen mich an. Und schon war sie losgestürmt. Mitten in der Lichtung lag ein totes Eichhörnchen. Aber die Situation kam mir von früher bekannt vor. An dem Tag wären wir fast beide gestorben.,, Schmetterling, nicht!" Doch meine Warnung kam zu spät. Ein gigantischer Fuchs mit rauem Pelz war aus dem Gebüsch gesprungen. Und hinter ihm sein Handlanger. Entsetzt wollte Schmetterling fliehen, wurde aber promt zu Boden gerissen, als Ast auf ihren Schwanz trat. Holz knurrt bedrohlich:,, Das hier ist unser Revier. Aber trotzdem schön, dass ihr gekommen seid. Es ist Zeit alte Rechnungen zu begleichen" Seine Augen glänzten mordlustig. Und ich wusste: Diesmal würde Sturm im Notfall nicht eingreifen können.

    Drohend machte Holz einen Schritt auf mich zu. Frisches Blut klebte an seinen Pfoten. Und das war garantiert nicht das vom Eichhörnchen. Dann hörte ich es. Ein Bellen. Niemals hätte ich gedacht, dass ich über die Anwesenheit eines Hundes froh sein würde. Doch heute, hätte ich mich ihm am liebsten zu seine Pfoten geworfen und ihn in Gold verewigt. Was ich aber dann doch lieber nicht tat. Stattdessen stürzte ich auf den geschockten Ast zu schubste ihn grob bei Seite und zerrte Schmetterling hoch. Und das keine Sekunde zu früh. Im nächsten Moment schoss auch schon der Colli aus dem Gestrüpp und stürzte mit wildem Blick auf Holz zu, welcher schnell den Rückwärtsgang einlegte und sich in eine Hecke floh. Auch Schmetterling und ich rasten los, wie die Wilden. Erst als wir das verrückte Bellen des Hundes nicht mehr hören konnten, hielten wir an, um wieder zu Atem zu kommen. Wir beide waren furchtbar verschwitzt.,, Danke" Schmetterling schaute mich an.,, Du erstaunst mich immer wieder" Liebevoll leckte sie mir über das Gesicht. Vielleicht hatten wir seid Tagen nichts gegessen. Irrten ziellos im Wald umher. Wurden von Holz und Ast gejagt. Und nebenbei von einem wild gewordenem Colli. Aber dieser eine Augenblick lies mich zusammen mit Schmetterling in eine Zukunft sehen, an dem wir beide wieder am Bach saßen und glücklich in die Sterne schauten. Und das war es wert.

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    ((big))Wald, Moos und Sonne((ebig)) Ein vertrauter Geruch umwehte meine Nase. Wir waren nun schon den ganzen Nachmittag unterwegs gewesen und es dämm
    Wald, Moos und Sonne

    Ein vertrauter Geruch umwehte meine Nase. Wir waren nun schon den ganzen Nachmittag unterwegs gewesen und es dämmerte bereits, als ich einen fremdartigen bemerkte. Ein wenig roch es wie Holz und Ast, aber das konnte nicht sein. Wir mussten sie eigentlich schon längst abgeschüttelt haben. Aber wer war es dann? Was hatten wir schon für ein Risiko? In ein paar Tagen wären wir eh nur noch Haut und Knochen, wenn wir nicht bald etwas zwischen die Zähne bekamen. Also folgten wir der Spur. Sie führte uns bis zu einem alten Container. Dort wurde der Geruch stärker. Aber auch andere Düfte erregten nun unsere Aufmerksamkeit. Es roch nach Fressen. Sabbernd stürmten wir los. Doch dann geschah etwas. Plötzlich spürte ich wie ich von einem enormen Gewicht zu Boden gerissen wurde, fiel hin und erstarrte. Am liebsten wäre ich sofort aufgesprungen und hätte dem Scherzkecks eins auf die Ohren gegeben! Wehe, wenn es Schmetterling, deren Fall und aufgeschrecktes Quieken ich auch gehört hatte, schlecht ging! Aber wenn dies ein Scherz war, dann war es schwarzer Humor. Denn über mich beugte sich eine Gestalt. Zuerst wollte ich laut aufschreien, als ich die Größe des Fuchses erkannte und prompt an Holz errinnert wurde, hielt dann aber inne. Es war nicht Holz. Zwar war er von der Größe sehr ähnlich, aber bei seinem Fell konnte keine Spur von Rauheit vorliegen. Es glänzte seidig in der Abendsonne. Schnell rappelte ich mich wieder auf, ehe man mich erneut attakieren konnte und versuchte groß und bedrohlich zu wirken. Der Fremde lies sich davon aber nicht imponieren und knurrte nur:,, Verschwindet, von hier! Das hier ist unser Platz!" Drohend fletschte er die Zähne. Ich versuchte, meine Stimme mindestens genauso brutal klingen zu lassen, doch heraus kam nur ein geflüstertes:,, Wer bist du überhaupt?"

    ,, Mein Name ist Wald", antwortete Wald.,, Und ich bin Sonne", kläffte eine große, schlanke Füchsin, die ich bis jetzt noch nicht bemerkt hatte. Sie musste Schmetterling angerempelt haben, denn diese lag immer noch zusammengekauert zu ihren Pfoten. Dieser Anblick machte mich wütend. Aber ich sagte nichts dazu. Das würde sowieso alles nur schlimmer machen.,, Und du bist?" Nun klang Walds Stimme, nicht mehr allzu böse, aber das drohende Funkeln in den Augen war immer noch nicht verschwunden. Ich schluckte und bellte möglichst hochmütig:,, Wurzel und das ist meine Gefährtin Schmetterling" Ohne auf Walds stechenden Blick zu achten, trabte ich schnell zur Genannten und half ihr wieder auf die Pfoten. Auch Sonne lies mich nicht aus den Augen. Aber in ihrem Blick lag noch etwas anderes. Es war Gefallen. Ich musste mich täuschen! Mit erhobenem Haupt kehrte ich ihr wieder, diesmal mit Schmetterling an meiner Seite, den Rücken zu und meinte möglichst gelassen:,, Wir haben Hunger. Es gibt doch sicher genug für alle" Schnell wie der Blitz schoss Wald vor, stieß mich erneut zu Boden und bleckte die Zähne. Aus dem Blickwinkel sah ich, wie Schmetterling zu mir eilen wollte, um mir zu helfen, aber sofort von Sonne einen kräftigen Biss in die Flanke verpasst bekam. Mein Herz pochte. Mit dem selben Ausdruck in den Augen wie einst Sturm, als er Holz und Ast verbannt hatte, flüsterte er:,, Ich weiß nicht, woher du kommst. Oder was du willst. Aber es ist mir auch egal, hörst du?" Seine Stimme war kaum mehr als ein Windhauch. Auch wenn ein sehr bedrohlicher.

    ,, Bitte, ihr müsst uns helfen!", winselte ich nun.,, Blume würde nicht wollen, dass ihr Schmetterling oder mir etwas tut!" Wald stutzte. Natürlich! Wie dumm von mir! Peinlich berührt, stotterte ich:,, D...das ist meine Mutter",, Deine Mutter?" Völlig unerwartet setzte Wald sich wieder auf und beäugte mich misstrauisch.,, Beweis es!" Ich überlegte angestrengt. Da kam mir plötzlich ein Gedanke.,, Dafür brauch ich aber einen Stein", meinte ich ernst.,, Einen Stein?" Das Misstrauen in Walds Stimme war nicht zu überhören. Doch dann drehte er sich doch um und trabte zu einem großen Felshaufen. Auf diesen Moment hatte ich gewartet. Flink wie ein Wiesel, flitzte ich los und warf mich auf den total überrumpelten Wald. Blume hatte mir den Trick schon als Winzling beigebracht. Wald, nun einigermaßen wieder gefasst, schüttelte mich mühelos ab und rappelte sich auf.,, Ganz Blumes Sohn", war seine einzige Bemerkung, ehe er mir mit einem Schwanzschnippen bedeutete zu folgen und zum Container trottete. Mit Schmetterling an meiner Seite folgte ich ihm. Sonne bildete die Nachhut. Als wir alle dort angekommen waren, kratzte Wald an dem Metall und jaulte:,, Mäusedreck!" Sofort schob sich ein kleiner Kopf aus dem Container, während der Deckel geöffnet wurde.,, Wer ist das, Wald?",, Verwandte", knurrte dieser und sprang ohne ein weiteres Wort in die Tonne. Sonne folgte ihm und zuletzt kamen wir.

    Während wir uns neugierig im Inneren umschauten, stellte sich der Kleine als Moos vor und bot uns eine gemütliche Ecke an. Dankbar für den Unterschlupf nahmen wir Platz. Noch größer wurde unsere Freude aber, als auch noch fünf Mäuse aus einer Ecke geholt wurden. Schweigend fraßen wir. Doch plötzlich sprach Wald:,, Was treibt ihr hier eigentlich, Cousin?" Ich verschluckte mich fast an meiner Maus. Cousin? Wald grinste, als er meine Unwissenheit erkannte und fuhr fort:,, Blume hat also gar nichts von uns erzählt? Auch nichts von unserer Mutter? Knospe?" Ich schüttelte den Kopf.,, Wie schade. Dann wusstest du also nicht, dass deine Mutter eine Schwester hatte?" Wieder Kopfschütteln.,, Dann wird es mal Zeit. Darf ich vorstellen? Wald von Biss und Knospe und das ist meine Schwester. Sonne von Biss und Lilie" Verwirrt schaute ich ihn an. Warum hatte er sich wieder vorgestellt? Verärgert schüttelte Wald den Kopf.,, Ihr ehrenlose Füchse wisst aber auch gar nichts! Vorgestellt ist man erst richtig, wenn man auch auf seinen Stammbaum stolz ist. Und das ist Moos von Farn und See. Der ungeeignetste Gefährte für Sonne überhaupt" Bedrohlich funkelnd knurrte Moos Wald an, besann sich dann aber etwas Besseren. Ich räusperte mich.,, Ich bin Wurzel von Sturm und Blume und das ist meine edle Gefährtin Schmetterling von Hase und Licht" Ich fand diesen Brauch zwar mehr als nur seltsam, aber einen Kampf wollte ich auch nicht provozieren. Plötzlich ertönte draußen ein erbostes Jaulen. Sofort stellten sich mir sämtliche Nackenhaare zu Berge! Auch Schmetterling wurde unruhig. Doch Wald knurrte kurz ein:,, Ich schau mal" und war auch schon aus dem Container verschwunden. Draußen konnte man gedämpfte Stimmen vernehmen, doch was sie sagen, war zu leise, um es verstehen zu können. Ein ungutes Gefühl breitete sich in mir aus. Erst nach einer ganzen Weile kam Wald wieder herein. Nun war ich der Misstrauische. Das plötzliche Grinsen von meinem Cousin gefiel mir nicht.,, Was ist?" Die Anspannung in meiner Stimme war deutlich zu hören.,, Gar nichts" Walds Grinsen wurde breiter.,, Ich wusste ja gar nicht, dass ihr so beliebt seid" Ein unangenehmes Kribbeln suchte meinen Pelz heim.,, Ganze neun Kaninchen", fuhr Wald fort. Er nickte Sonne und Moos zu.,, Kommt mal kurz" Und schon waren die drei wieder verschwunden. Kurz darauf tauchte ein gigantischer, vertrauter Schatten am Deckelrand auf, glitt in den Container hinein und man hörte wie Steine auf das Dach geschoben wurden. Wir waren gefangen. Zwei mordlustige Augen funkelten mich an. Und ich hatte gehofft sie niemals wieder sehen zu müssen.

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    ((big))Schatten der Nacht((ebig)) Mein Herz hämmerte qualvoll gegen meine Brust. Diese Verräter! Und wie hatte ich mir nur einbilden können, Sonne
    Schatten der Nacht

    Mein Herz hämmerte qualvoll gegen meine Brust. Diese Verräter! Und wie hatte ich mir nur einbilden können, Sonne könnte mich mögen! Aber leicht würde ich es ihm garantiert nicht machen! Geduckt ging ich in Angriffsstellung und fletschte die Zähne. Soll er doch versuchen uns zu töten! Doch Holz kam nicht näher. Sein Blick war durch und durch undurchdringlich.,, Schade", war das einzigste Wort, das er sagte. Solche Einleitungen gefielen mir nicht. Holz fuhr fort:,, Wärst du doch nicht so ein Narr gewesen. Aber du warst schon immer ein Dummkopf, Wurzel. Und Sturm und Blume haben sich auch noch von dir blenden lassen" Siedend heiß traf mich die Erinnerung. Die blutigen Pfoten. Das war garantiert kein Eichhörnchenblut ... Nein, es war das meiner Eltern. Es geschah wie in Zeitlupe. Ich spürte wie meine Beine nachließen. Die Welt fiel. Schmetterling schrie. Eine einzelne Träne rannte über meine Wange. Was hatte er nur getan? Erinnerungen überkamen mich nun haufenweise. Die warmen Winternächte im Bau. Das Kampftraining mit Mama. Die Grashüpferwiese mit Papa. Das Licht des Lebens, das sie mir geschenkt hatten. Und dann von ihrem eigenen Sohn ermordet. Jemand schrie. Aber ich reagierte nicht. Es war wie in Trance. Dann wurde alles schwarz ...

    Als ich meine Augen wieder öffnete, war alles um mich herum gleißend hell. Es war als wäre ich Licht. Wo war der Container? Und noch wichtiger: Wo war Schmetterling. Panisch riss ich den Kopf herum, konnte meine Gefährtin aber nicht sehen. Ich war allein. Als ich meinen Blick wieder senkte, sah dass ich mich auf einer Wolke befand. Es war Tag und die Sonne strahlte. Es war unglaublich. Von hier oben konnte ich alles sehen!,, Es ist fantastisch, nicht wahr?" Eine fremde Stimme ertönte neben mir. Langsam wandt ich den Kopf und sah in das Gesicht einer fast weißen Füchsin.,, Hallo", meinte diese liebevoll. Von ihr ging eine angenehme Wärme aus.,, H ... hallo", stotterte ich. War ich verrückt geworden? Lebte ich überhaupt noch? Lebte Schmetterling noch? Wo war ich? Mein Kopf schien vor Fragen förmlich zu explodieren.,, Folg mir", flüsterte die Füchsin mir ins Ohr und sprang auf die nächste Wolke. Auch ich nahm all meinen Mut zusammen und setzte zum Sprung, doch das war nicht mal nötig. Ich schwebte. Zögerlich folgte ich also dem strahlenden Exemplar von Fuchs. Bis sie anhielt. Auf das Schlimmste gefasst, setzte ich mich zu ihr und folgte ihrem Blick. Vor uns lag ein gigantischer Teich. Auch andere Lichtfüchse waren dort. Schmetterling konnte ich aber nicht sehen. Die Füchsin führte mich zum Ufer und fragte:,, Errinnerst du dich an Lichts Tod?" Prompt schoss mir Schmetterlings Erzählung durch den Kopf. Und genau in diesem Moment entstanden auch Bilder auf dem See. Die Füchsin flüsterte:,, Tauche deine Pfote ein" und ich gehorchte. Plötzlich wurde es stockdunkel. Es war Nacht und wir befanden uns in einem Wald. Vor uns lag eine schlafende Füchsin. Es war Schmetterling. Gespannt wartete ich ab. Doch auf einmal blitzten Scheinwerfer auf. Mir stockte der Atem. Ein Bagger kam direkt auf sie zu. Ich wollte zu Schmetterling eilen und sie wecken, aber die Fremde hielt mich zurück. Ich schluckte. Bitte nicht ... Der Bagger war keine drei Meter mehr entfernt. Und genau just in diesem Moment sprang eine Füchsin, fast so hell wie das Licht, aus einem Busch, hetzte über die Lichtung, packte Schmetterling und schleuderte sie zur Seite. Erschrocken riss das Fuchsmädchen die Augen auf und erblickte ihre Mutter. Ein Schrei erklang, schlimmer als alles was ich je gehört hatte. Der Bagger hatte den Schweif von der älteren Füchsin überrollt und kam unaufhaltsam ihrem Körper näher. Erneut schrie die Ärmste vor Qual. Schmetterling wollte zu ihr rennen, doch ihr Vater jagte auf sie zu und riss sie vom Fahrzeug weg. Schmetterlings Mutter war tot. Nun war nichts mehr von ihr zu sehen. Doch dann verschwamm plötzlich das Bild. Wir waren wieder am Teich.,, B...bin ich tot?" Meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.,, Licht?" Licht schüttelte den Kopf.,, Nein, deshalb bist du nicht hier. Folge mir" Und schon war Licht wieder in Bewegung. Immer noch schauderne folgte ich ihr. So einen Tod hatte kein Fuchs verdient. Dann hielt sie wieder an und schob einen Wolkenbausch zur Seite.,, Sieh, Wurzel"

    Das Blut gefror mir in den Adern. Obwohl wir im Himmel waren, konnte ich plötzlich bis zur Erde sehen. Aber ich wünschte ich hätte es nicht gekonnt. Dort unten lagen sie. Blutüberströmt. Tot. Ich stand unter Schock. Wieder sah Licht zu mir:,, Sieht das normal aus, Wurzel?" Ich schüttelte den Kopf. Licht fuhr fort:,, Sie hätten nicht so sterben sollen. Holz hätte überhaupt nicht existieren sollen. Es war ein schrecklicher Fehler. Aber die Welt macht nunmal Fehler" Sie seufzte.,, Er bringt das Gleichgewicht in Gefahr. Du musst verstehen: Immer wenn ein Fuchs des Guten geboren wird, kommt auch ein Fuchs des Bösen zur Welt. Am Ende stirbt immer einer. Deine Feindin wäre Schmetterling gewesen. Aber Holz kam dazwischen. Er hat die Lebensenergie im Inneren der Erde für seine Zwecke benutzt. Holz hat vor über hundert Jahren schon einmal gelebt. Sein richtiger Name lautet Feuer. Mehr kann ich dir jetzt nicht sagen, junger Held. Aber irgendwann wirst du es verstehen" Ich verstand nichts. Aber Licht redete schnell weiter:,, Die Schatten der Nacht werden kommen. Deine Nachkommen werden kämpfen. Schmetterling muss sterben, um zu leben. Und du wirst das Böse sehen" Alles um mich herum wurde schwarz ...

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    ((big))Zuhause?((ebig)) Als ich meine Augen wieder öffnete, war Licht verschwunden. Nichts deutete mehr auf den Himmel hin. Stattdessen vernahm ich n
    Zuhause?

    Als ich meine Augen wieder öffnete, war Licht verschwunden. Nichts deutete mehr auf den Himmel hin. Stattdessen vernahm ich nun ein qualvolles Röcheln, welches mir das Blut in den Adern gefrieren lies, und wirbelte kampfbereit herum. Und dann sah ich sie: Blutüberströmt lag sie vor mir, Holz fest in ihrem Hals verbissen.,, Nein!" Laut wie Donner hallte mein Schrei durch die Nacht und schon hatte ich mich auf Holz' Rücken geklammert und riss ihn eine Wunde ins Ohr, wie er es einst bei mir getan hatte. Vor Wut schnaubend lies er Schmetterlings Hals los, welche sofort hecktisch nach Luft schnappte und purzelte mit mir zu Boden. Aber, wenn Licht recht hatte, dann hatte ich gegen den ehemaligen Feuer keine Chance. Wir mussten weg hier. Und zwar schnell. Aber wie sollten wir fliehen? Noch während ich mir den Kopf nach einer Fluchtmöglichkeit zerbrach, hatte Holz alias Feuer schon den nächsten Angriff geplant und kam geduckt, mit vor Geifer sabbernden Zähnen auf mich zugeschichen. Sein Schwanz peitschte vor Wut heftig hin - und her. Und dann sah ich es. Als Holz nach aufrecht gestanden hatte, war ein kleines Loch im Hinteren des Containers durch seine massige Gestalt verdreckt worden. Das war unsere einzige Chance! Ich bellte:,, Schmetterling, lauf!" und deutete kurz mit meiner buschigen Schwanzspitze auf unsere einzige Möglichkeit auf Überleben. Sie verstand und bewegte sich langsam an der Wand entlang, um Holz nicht auf sie aufmerksam zu machen. Doch dieser war nur auf mich fiksiert. Seine Augen verspotteten mich:,, Na, wer ist jetzt der Sieger? Papilein ist wohl nicht mehr da",, Nein!", jaulte ich laut auf und machte kurzerhand einen Sprung nach vorne, seine linke Vorderpfote fest mit dem Maul gepackt. Ich durfte jetzt keine Rücksicht nehmen und so fest ich konnte, biss ich zu. Holz, vor Schmerz ganz gelähmt, jaulte genauso laut wie ich, nur tausendmal qualvoller auf und schnappte mit seinem blutdurstigem Maul panisch durch die Gegend.

    Schmetterling, welche nun das Loch erreicht hatte, gab mir, mit vor Angst zitterndem Fell, mit einem kurzem Kopfnicken ein Zeichen. Ich verstand. Lange würde ich Holz nicht mehr aufhalten können. Doch dieser Moment der Unachtsamkeit musste von mir bezahlt werden. Holz war nun einigermaßen wieder heruntergekommen. Zu meinem Pech. Fast unfuchsisch bellend schlug er wie wild mit den Vorderpfoten auf mein Gesicht ein. Ich winselte, als Blut von meiner Nase wegspritzte und den Boden bedeckte. Doch dann wurde Holz plötzlich zu meinem Blut nach unten gerissen. Schmetterling! Die Füchsin knurrte erbost und schnappte immer wieder mit ihren spitzen Zähnen nach Holz' Bauch. Ich durfte jetzt keine Zeit mehr verlieren! Wie der Blitz schoss ich los, Pfotengetrappel verriet mir Schmetterlings Anwesenheit hinter mir, und ich rannte um mein Leben. Erst kurz vor dem Loch, machte ich eine Vollbremsung und lies Schmetterling hinter meinem Rücken durch's Loch hetzen. Auch Holz hatte die Verfolgung aufgenommen und in seinen Augen flackerte purer Wahnsinn. Gerade als das Aufreißen Holz' Mauls sämtliche Leser erschreckte, konnte ich gerade noch einen Satz nach hinten machen und floh in die kalte Nachtluft.

    Zitternd eilten wir durch's Unterholz. Blind vor Angst traten wir in Dornen, rannten in Bäume und stoßen uns die Köpfe an tief hängenden Zweigen. Doch die Angst trieb uns auch weiter. Auf einmal aber sprang eine Schattengestalt hinter einem mächtigem Baumstamm hervor und die Augen des Wahnsinns leuchteten ein zweites Mal an diesem Abend auf. Doch dann hörten wir erneutes Blättergeraschel und drei andere Füchse betraten ebenfalls die Lichtung. Ich denke, ihr könnt euch denken, wer es war. Drohend fletschte Wald die Zähne und knurrte in Richtung Holz:,, Lass!" Holz' Augen verengten sich zu zornigen Schlitzen und eine Stimme, kalt wie Eis, flüsterte in die Nacht:,, Wir hatten eine Abmachung, Wald",, Nein, die Abmachung war, dass wir sie für dich im Container einsperren. Nicht, dass du sie außerhalb tötest. In unserem Revier gehört dieses Privileg nur uns", antwortete die mindestens ebenso wütende Stimme Walds. Knurrend und fauchen spuckte Holz Wald die Worte entgegen:,, Ach ja? Werden wir ja sehen!" Und tatsächlich, ehe man sich versah, hatte das Gemetzel auch schon begonnen. Schreie zerrissen die Luft und nur das Kratzen von Krallen auf Haut unterbrachen ansonsten die Stille. Und Schmetterling und ich? Wir rannten.

    Wir mussten schon eine ganze Weile gelaufen sein. Unsere Knochen schmerzten vom Kämpfen und Laufen und unser Atem ging keuchend. Erst, als wir schon eine ganze Weile, durch einen neuen, von einer Wiese und einem Bach abgetrennten, Wald gegangen waren, vielen uns die Sterne auf. Hier wirkten sie so viel näher. So viel freundlicher. Auch der Bach plätscherte friedlich vor sich hin. Genau wie damals. Freude strahlend rannten wir los. Es war wie unser altes Zuhause und doch so anders! Erneut hielten wir erst wieder, als wir das gesamte Territorium abgelaufen waren. Überall wimmelte es vor Beute und die Luft war klar und unverschmutzt.,, Schmetterling?", flüsterte ich.,, Ich glaube, wir haben unser Zuhause gefunden"

    Müde rollten wir uns zusammen. Es war eine lange Nacht gewesen. Zum Glück war der verlassenen Bau unter einer kleinen Eiche nicht allzu schwer zu finden gewesen. Alle meine Muskeln seufzten vor Erleichterung, als ich mich auf das weiche Laub - und Moosgemisch legte. Und ich begann Schmetterling zu erzählen. Von Licht. Von den Himmelsfüchsen. Und auch von Feuer. Danach sprachen wir nicht mehr viel. Schmetterling dachte über Licht nach. Ich über meinen Bruder. Hätte sie wirklich jemals meine Erzfeindin sein können? Diese wunderschöne, liebevolle, mit vor Hoffnung strahlenden Augen? Doch dann hörte ich plötzlich das bekannte Knirschen von Laub. Die Sonne war inzwischen aufgegangen und blendete mich, als eine große, dunkle Gestalt auf den Eingang zutrat. Ich blinzelte. Auch Schmetterling hatte nun den Gast bemerkt und versuchte gegen die Helligkeit anzukommen. Erst als das Wesen fast komplett im Bau stand konnten wir es erkennen. Dachs.

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    ((big))Angst((ebig)) Erschrocken bellten Schmetterling und ich fast gleich auf. Auch der Dachs schien verwundert und trat vorsichtig einen Schritt zur
    Angst

    Erschrocken bellten Schmetterling und ich fast gleich auf. Auch der Dachs schien verwundert und trat vorsichtig einen Schritt zurück. Seine Nase zuckte verräterisch, während er uns unsicher beäugte. Einen Moment wirkte es, als würde die Zeit nun für immer stillstehen. Doch dann brach das Chaos aus. In der Nähe krähte ein Rabe, fast als wäre es die Startkampfglocke. Ich kläffte und rammte das riesige Ungetüm mit den Hinterpfoten. Benommen taumelte es zurück.,, Wurzel!" Wie aus weiter Ferne vernahm ich Schmetterlings panische Stimme.,, Wir müssen weg! Hier sitzen wir in der Falle!" Sie hatte recht! Wir mussten unbedingt hinaus und zwar sofort. Bedrohlich knurrend machte ich einen Schritt zurück. Schmetterling wirkte ebenfalls furchtbar angestrengt. Und dann schoss ich vor. Ohne dem Dachs auch nur den Hauch einer Chance zu lassen, schlug ich immer und immer wieder mit den Vorderpfoten auf seine gigantische Schnauze ein, woraufhin dieser schmerzerfüllt grunzte und wild mit dem Kopf herumschlagend, den Bau langsam, aber sicher, im Rückwärtsgang verlies. Triumphirend bellend warf ich Schmetterling einen Blick zu. Die Fuchsdame wirkte beeindruckt und das erste Mal in meinem Leben genoss ich es, Blut zu vergießen. Moment, was? Augenblicklich hielt ich inne. Ich wollte nicht kämpfen, um jemandem zu beeindrucken! Ich wollte kämpfen, um uns zu beschützen! Aber irgendetwas in mir, sagte, dass das nicht die ganze Wahrheit sei. Der Dachs starrte mich noch immer angsterfüllt an und prompt packte mich das schlechte Gewissen, wie einst Holz mich, nur schmerzte es dieses Mal tausendfach mehr.,, Wurzel?" Schmetterling stand nun direkt hinter mir.,, Was ist los? Alles in Ordnung mit dir?" Die Sorge in ihrer Frage entging mir nicht.,,Äh, ja, ja, alles gut", nuschelte ich. Nichts war gut. Schon wieder eine Lüge.

    Nun trat der Dachs einen entschlossenen Schritt auf uns zu. Der Überraschungsmoment war verflogen. Knurrend bleckte er die Zähne. Es war als stände ich neben mir. Die Angst lähmte meinen Körper und vergriftete meine Gedanken und unfähig auch nur zu zittern, stand ich da, eng an die Wand des einst angenehmen Baus gepresst. Der Dachs kam weiter auf mich zu. Geifer tropfte ihm von den spitzen, scharfen Zähnen und sein Mundgeruch lies mich würgen. Auch Schmetterling war starr vor Angst. Am anderen Ende des Baus saß sie, zitterte wie Espenlaub, unfähig den Blick von mir und den Dachs zu wenden. Schließlich stoppte das Wesen der Nacht. Kaum dreißig Zentimeter von mir entfernt, funkelte es mich aus eiskalten, hasserfüllten Augen an. Es hob die Pranke. Klebte an ihr Blut oder bildete ich mir das ein? Ich duckte mich. Allmählich fing mein Körper wieder an zu leben, doch nun war es zu spät. Alles war zu spät. Tränen traten mir in die Augen. Mama, Papa, ich komme ... Doch dann, mitten in der Luft, hielt das Monstrum inne. Der kaltblütige Ausdruck in den kleinen Augen war verschwunden. Und an seiner Pranke war kein Blut. War das in seinen Augen etwa ... Furcht? Nun deutlich verunsichert lies der Dachs die riesige Pfote langsam und bedacht sinken. Schmetterling keuchte. Doch der Dachs ignorierte sie. Ich war das Einzige, auf das sein Blick gerichtet war. Und dann geschah das Überraschenste, was in dieser Situation passieren konnte. Das Ungeheuer, oder auch nicht. Es weinte.

    Immer mehr Tränen flossen an den breiten Wangen entlang. Das heftige Schluchzen erschütterte das ganze Tier. Zögerlich machte Schmetterling einen Schritt nach vorne. Nichts geschah. Hastig eilte sie zu mir. Ich war dankbar für ihren Beistand.,, Geht" Hatte ich mir das eingebildet. Die kleinen Augen immer noch auf mich gerichtet, flüsterte er erneut:,, Geht. Geht weit weg von Groß" Wir wurden unruhig. Doch dann trat Schmetterling neben mir nach vorne. Ich wollte sie aufhalten, aber mein Körper wollte einfach nicht gehorchen. Sie hauchte:,, Hab keine Angst",, Groß hat keine Angst. Nicht vor euch. Das geht die Füchse nichts an", schniefte das Tier. Ich stotterte:,, W ... w .... wer i ... ist groß?" Hektisch mit den Krallen in der Erde wühlend, antwortete es:,, Jemand ist nicht groß. Ich bin Groß" Ich wollte gerade weiter nachfragen, was er denn meinte, als Schmetterling mir zuflüsterte:,, Ich glaube, das ist sein Name" Zum Dachs gewandt bellte sie:,, Mein Gefährte Wurzel und ich wollen dir nichts tun. Es tut uns leid, dass wir in dein Revier eingedrungen sind. Wir wollen nur in Frieden weiterziehen. Wir werden dir nicht weh tun!" Die letzten Worte betonte sie besonders. Aufgebracht schüttelte Groß den Kopf und grunzte:,, Warum hören andere Tiere nie zu? Groß hat keine Furcht vor euch. Groß ist schwach. Und schwache Dächse überleben nicht lange. Wenn Groß euch gehen lässt, ist er schwach. Aber Groß tut es" Mir brummte der Schädel. Schmetterling, welche aber aufmerksam gelauscht hatte, erwiderte:,, Wir hätten kein Problem das Revier, wenn du es willst, zu teilen. Dann können wir dir beim Überleben helfen" Erschrocken kläffte ich:,, Was! Das können wir nicht tun! Er ist ein Dachs!",, Ja, genau, er ist ein Dachs! Dächse teilen nicht!", stimmte Groß mir zu.,, Aber wir hätten beide Vorteile daran", lies sich meine Gefährtin nicht beirren.,, Du teilst dein Territorium mit uns und wir verteidigen es dafür" Nun stutzen Groß und ich beide. Unsicher blickten wir einander an.

    ,, Na gut", meinte schließlich der Dachs.,, Aber, wenn es Ärger gibt, geht ihr" und schon war er wieder aus dem Bau verschwunden, als wäre er nie dagewesen. Schmetterling hatte mich verunsichert. Diese jedoch schien gut gelaunt und grinste.,, War das nicht genial? Sag, dass das genial war!" Ich stammelte:,,Äh, ja klar! T ... toll gemacht!" Schmetterlings Grinsen wurde breiter und sie sagte:,, Gut, dann lass uns ein wenig jagen. Ich habe Hunger" und schon war sie aus dem Bau. Schnell folgte ich ihr. Doch schon bald mussten wir uns trennen. Während ich mein Glück am Flussufer versuchen sollte, eilte sie immer weiter in die Bäume. Gemächlich trottete ich am Ufer entlang. Es war nun Mittag und die Sonne brannte auf meinen Pelz. Schließlich beschloss ich eine kurze Rast zu machen und hielt an. Ängstlich blickte ich zum düsteren Nadelwald hinter der Grenze. Zu einem Ort des Grauens. Und des Blutes. Meine Augen weiteten sich ängstlich, als ich mich an Holz', nein an Feuers mörderisches Grinsen erinnerte.,, Angst ist schlecht" Ohne, dass ich es bemerkt hatte, war Groß aus dem Schilf aufgetaucht. Sein massiger Körper hob sich vom Schilf ab, als er müde auf mich zuwankte.,, Du sollst nicht Angst haben. Angst schwächt dich. Hast du immer Angst, wirst du wie ich", murmelte der Dachs.,, Aber", stammelte ich.,, Angst hält uns doch am Leben, oder?" Groß grunzte.,, Angst kann beides. Sie ist wie ein Fuchs. Kann freundlich sein wie Schmetterling. Aber auch sehr, sehr böse" Wir schwiegen. Hatte Groß recht? Aber wie sollte man erkennen, wann sie was war?,, Wenn du panisch bist, ist Angst schlecht. Angst ist nur gut, wenn du denken kannst. Vorhin im Bau, die Angst war schlecht" Ich nickte nachdenklich. Schließlich stupste Groß mich freundschaftlich an und sagte:,, Schmetterling hat gesagt, du sollst Futter holen. Warum stehst du dann noch herum? Knoten in den Kopf denken ist nicht gut!" Und schon war Groß wieder verschwunden. Auch ich setzte mich wieder in Bewegung. Der Gedanke über unser Gespräch aber blieb.

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    ((big))Und der erste Stern fiel...((ebig)) Erschöpft trottete ich schließlich zum Bau zurück. Nur wenig Erfolg krönte meine Jagt. Mit anderen Wort
    Und der erste Stern fiel...

    Erschöpft trottete ich schließlich zum Bau zurück. Nur wenig Erfolg krönte meine Jagt. Mit anderen Worten: Ein Frosch war das einzige, was ich hatte fangen können. Zu sehr hatten mich Groß' Worte beschäftigt. Vielleicht war der Dachs ja doch hilfreicher als erwartet.,, Da bist du ja!" Mit schlechtem Gewissen drehte ich mich zu Schmetterling um. Zu ihren Pfoten lagen zwei Wiesel und ein Hase. Nicht schlecht. Strahlend leckte sie mir über das Gesicht und kläffte:,, Du warst ja ewig weg! Wo hast du nur gesteckt?" Mit nervös peitschendem Schwanz erzählte ich ihr von Groß' Rede. Die Sache mit dem wenigen Jagderfolg lies ich erst einmal weg. Nun wurde auch Schmetterlings Gesicht nachdenklich.,, Wer hätte gedacht, dass hinter so einem verrückten Kauz ein wahrer Prophet stecken könnte", murmelte sie schließlich. Doch keine zwei Sekunden später lächelte die auch schon wieder und nickte mit dem Kopf in Richtung eines Busches.,, Ich muss mit dir reden. Allein. Es ist wichtig" Ihre Stimme überschlug sich fast vor Aufregung. War etwas passiert. Mit aufgewühlt zuckenden Ohren folgte ich ihr hinter den Sichtschutz. Und wie auch so typisch von ihr redete sie nicht lange um den heißen Brei herum. Sie flüsterte:,, Ich bin schwanger!"

    Tausende Gedanken wirbelten mir auf einmal durch den Kopf. Seit wann? Wieviele würden es sein? Was würden sie werden? Eine erwartungsvolle Stille breitete sich aus. Und wurde auch sofort von mir unterbrochen:,, Das ist ja wundervoll! Wann glaubst du werden sie kommen? Sollen wir Groß von ihnen erzählen?" Durch meine Begeisterung angesteckt bellte nun auch Schmetterling:,, Früher oder später wird er es eh erfahren. Oh, Wurzel, ich bin ja so aufgeregt!" Freudig winselnd presste sie sich an meine Brust. Zärtlich leckte ich ihr über's Ohr.

    ,, Was ist denn hier los?" Groß schien eine fantastische Begabung zu haben, sich an andere anzuschleichen. Sofort rückten Schmetterling und ich wieder auseinander. Ich spürte wie sich eine unangenehme Hitze in mir ausbreitete. Dabei war es doch schon so gut wie Winter. Mein dritter. Das mir das bis jetzt noch nicht aufgefallen war! Stammelnd begann Schmetterling zu reden:,, Wir ... äh ... haben nur gerade über d ... den kommenden Winter geredet" Groß schien die Lüge dahinter jedoch nicht zu erkennen und brummte gut gelaunt:,, Stimmt. Bald ist Weihnachten",, Weihnachten?", fragten Schmetterling und ich wie aus einem Mund. Verwundert riss Groß die Augen auf.,, Was? Ihr wisst nicht, was Weihnachten ist? Ich erkläre es euch. Aber vorher kommt mit in den Bau. Es wird kalt draußen" Schwerfällig stapfte unser neuer Freund in den Bau. Eilig folgten wir ihm. Tatsächlich war es drinnen viel angenehmer. Behaglich seufzte ich und lies mich ins weiche Moos nieder. Moos. Ich erinnerte mich noch gut an die letzte Begegnung mit Moos, Wald und Sonne. Doch ich verdrängte den Gedanken auch schnell wieder. Wir würden sie sowieso nie wieder sehen.,, Also", meinte Groß.,, Menschen haben Weihnachten erfunden. Sie feiern irgendeinen Typen, der vor tausend Jahren gelebt hat. Was wir natürlich nicht tun werden. Wir feiern es, weil es heißt, dass wir ein weiteres Jahr überlebt haben. Es bedeutet Hoffnung. Zu Weihnachten schaffen wir besonders viel und leckere Beute heran. Und gebt euch dabei bitte Mühe. Immerhin kriegen wir Gäste",, Gäste?", hackte Schmetterling mit nach oben gezogener Augenbraue nach. Verdutzt antwortete Groß:,, Was? Das habe ich euch noch nicht erzählt? Dann sage ich es euch eben jetzt. Es sind drei nette Füchse vom Nachbarrevier. Ihre Namen sind Wald, Moos und Sonne"

    Eine Sekunde verstrich. Zwei. Keiner sagte etwas. Groß rollte sich in seinem bequem gepolsterten Nest zusammen. Schmetterling und ich waren zu entsetzt, um zu antworten. Die nächsten Wochen wurden sowie vom Schneefall als auch von heftigen Diskussionen mit Groß verunschönert. Doch es blieb dabei. Unsere aggressiven Verräter-Freunde würden kommen. Und so blieb uns nichts anderes übrig als Groß' Befehlen zu gehorchen. Jagen bis zur Abenddämmerung und Moossammeln in den Abendstunden. Aber in Wirklichkeit waren wir geistig mit etwas anderem beschäftigt: Wir wappneten uns für unser zweites Zusammentreffen. Schmetterling war früher vom Jagen zurückgekommen. Das merkte ich an ihren Fußspuren die Richtung Bau verliefen. Ich folgte ihrem Geruch. War das etwa Aufregung? Schließlich erreichte ich unseren Unterschlupf. Groß saß davor und er sah glücklicher aus als jemals zuvor.,, Hallo, Wurzel", begrüßte er mich.,, Schön, dass du schon so früh wieder da bist" Seine letzten Worte wurden von einem Fiepen unterbrochen. Ich raste in den Bau. Schmetterling lag darin. Zu ihren Pfoten drei Fellbündel. Sie lächelte seelig.,, Stern, Kralle, Habicht? Darf ich euch euren Vater vorstellen? Das ist Wurzel"

    Ganz still lagen wir alle am Baueingang. Groß, Schmetterling, meine Töchter Stern und Kralle, mein wundervoller Sohn namens Habicht und ich. Die Stille störte uns nicht. Im Gegenteil. Wir wünschten uns, es würde für immer so bleiben. Und tief in meinem Herzen wusste ich auch, dass an diesem Gedanken nicht alles falsch sein konnte. Doch plötzlich änderte sich etwas. Schmetterling sah anders aus. Ihre Pfoten waren von Blut bedeckt. Ihr Grinsen gefiel mir nicht. Dann schreckte ich aus meinem Traum auf. Alles war ruhig. Friedlich schlummernd lagen Groß, Schmetterling und meine Kinder im Bau. Es war still. Doch diesmal gefiel mir diese Stille nicht.

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    ((big))Neue Hürden((ebig)) Ich rannte. Bäume und Steine folgen nur so an mir vorbei. Der Wind pfiff mir in den Ohren, so schnell trugen mich meine P
    Neue Hürden

    Ich rannte. Bäume und Steine folgen nur so an mir vorbei. Der Wind pfiff mir in den Ohren, so schnell trugen mich meine Pfoten über die Erde. Sie kamen näher. Ich wusste, dass ich nicht mehr lange durchhalten konnte. Mein Atem ging bereits keuchend. Und dann hielt ich an. Plötzlich war es still. Man hätte einen Schmetterling flattern hören können, so lautlos schien alles zu. Aber sie waren noch da. Ich spürte, wie sich die Blicke der wilden Füchse in meinen Pelz brannten. Alles in mir schien wegrennen zu wollen. Mich in Sicherheit zu bringen. Schutz zu suchen. Aber was hätten meine Eltern gesagt, wenn sie gesehen hätten, wie ich vor meinen Problemen davonlief? Was hätte Licht gesagt? Auf einmal hörte ich das bekannte Kratzen von Krallen auf Holz hinter mir. Ich drehte mich ruckartig um. Tausende Füchse hatten sich hinter mir aufgebaut. Sie alle waren so verschieden und gleich auf einmal. Und dann wachte ich auf. Ich keuchte. Das erste Sonnenlicht drang bereits in den Bau und ich hörte die Kinder draußen spielen. Gähnend streckte ich mich und tappte aus der Dunkelheit. Es hatte wieder geschneit.,, Hey!" Ich spitzte die Ohren und konnte Kralle auf einem Baumstumpf trohnen sehen. Hinter ihr Habicht, welches spielerisch versuchte, Kralle herunterzuwerfen. Auch Stern kam nun hinter einem Busch hervorgerannt und bellte:,, Morgen, Papa!" Fröhlich mit dem Schwanz wedelnd grüßt ich mit einem knappen Kläffen zurück. Es waren nun schon drei Wochen vergangen und Weihnachten stand bereits vor der Tür. Ich bellte:,, Ich schau mal, ob ich eure Mutter und Groß finden kann. Macht ja keinen Unsinn!",, Natürlich nicht!", kläffte Kralle mir hinterher, während sie versuchte, Habicht von ihr wegzustoßen. Ich schmunzelte. Sie wurden so schnell groß. Dann ging ich los. Schmetterling hatte mir gestern Abend erzählt, wie wolle mit Groß noch einmal jagen gehen. Aber ich ging nicht in die Richtung, in der sich die meisten Beutetiere befanden. Ich lief zum Bach. Vorsichtig und darauf bedacht, nicht auszurutschen, setzte ich mich ans Ufer. Ich musste nachdenken. Es war nun schon Wochen her seit dieser Traum angefangen hatte mich zu quälen. Immer wieder das Gleiche. Die Verfolgungsjagd. Das Anhalten. Und das Auftauchen der anderen Füchse. Ich seufzte. Was bedeutete das nur? Plötzlich schreckte ich hoch. Da im Schilf gegenüber. Da hatte etwas geraschelt. Eine längliche Nase trat hervor. Mich überkam eine Gänsehaut. War es Holz? Oder Ast?,, Hallo, du!" Erleichtert atmete ich auf.

    Es war nur Schmetterling. Lächelnd trat meine Gefährtin aus dem Schilf heraus. Kleine Eiskristalle glitzerten auf ihrem Fell und ihre Augen hatten wieder diesen wundervollen Glanz.,, Du siehst wunderschön aus", hauchte ich und meinte es auch so. Keinerlei Ähnlichkeit mit den Füchsen aus dem Traum. Verlegen kichernd kam sie näher.,, Ach was!" Liebevoll blinzelte sie mich an.,, Groß bringt gerade die Beute zum Bau. Er meint, es reicht für heute Abend" Ich nickte schweigend. Schmetterling schien meine Gedanken gelesen zu haben und flüsterte:,, Es wird schon alles gut werden, Wurzel. Füchse können sich ändern. Außerdem waren sie es auch, die uns unsere Fluchtmöglichkeit verschafft haben",, Stimmt. Gleich nachdem sie uns verraten hatten!" Die Bitterkeit in meiner Stimme war nicht zu überhören. Diesmal waren es nicht Schmetterling oder ich selbst, welche mir Sorgen bereiteten. Aber was war mit den Kleine? Wir konnten fliehen. Aber sie? Plötzlich fauchte Schmetterling:,, Wie kann man nur immer das Schlechte in anderen sehen?" Verwirrt riss ich den Kopf hoch.,, Du weiß genau, was ich meine!", fuhr die Füchsin fort.,, Hätte ich dich jemals zum Gefährten genommen, wenn ich immer nur das Blöde in dir gesehen hätte? Deine Feigheit? Deine Ignoranz?" Ihre Stimme triefte nur so vor Wut und es schmerzte mehr, als das ein Feind mich jemals hätte verletzen können. Ich spürte, wie mir Tränen über die Wangen rannen. Vorsichtig setzte ich an:,, Schmetterling ..." Doch sie lies mich nicht ausreden. Stattdessen durchbohrten gehässige Blicke mich, welche ich noch nie gesehen hatte und schon war sie hinter der nächsten Düne aus Schnee verschwunden. Ich folgte ihr nicht. Meine Gedanken rasten. Die Blicke. Warum waren sie mir so bekannt vorgekommen? Der Traum. Meine Nackenhaare stellten sich auf. Die Augen. Aus den Büschen. Nicht mal Holz hatte mich jemals so angeschaut. Aber die Augen aus der Dunkelheit hatten es.

    ,, Wurzel? Wurzel, wo bist du?" Groß' Stimmen erklang ein paar Meter entfernt von mir. Ich bellte und rannte auf den Dachs zu.,, Ich muss dir was zeigen!" Die Angst aus seiner Stimme war nicht zu überhören. Und wir flitzten los. Für sein Alter war er immer noch recht flink. Aber darüber konnte ich mir momentan keine Gedanken machen. Was hatte Groß entdeckt? Und dann hielten wir. Vor uns im Schnee ein Abdruck. Es zeigte einen Pfotenabdruck in einer Wolke. Instinktiv wusste ich, dass das nicht natürlich war. Ich wurde an die Himmelsfüchse erinnert. Auch sie hatten auf Wolken gelebt. Und dann veränderte sich das Bild. Die Wolke wurde zur Flamme. Die Pfote zum Knochen. Und ein Schmetterling landete darauf.,, Schmetterling!" Mein Heulen klang durch den gesamten Wald.

    Ein dünner Fuchs spitze die Ohren und lächelte.,, Hörst du das?" Im Schatten regte sich kurz eine gigantische Gestalt. Ein Grinsen breitete sich auf den Gesichtern von beiden aus. Der Große flüsterte:,, Es ist so weit. Das Startsignal ist gefallen, Ast. Die Ära des Feuers kann kommen" Und ein dämonisches Gelächter erfüllte die Luft ...

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1476287992
Dein Leben als Fuchs
Dein Leben als Fuchs
Hi. Ich bin Mondstern vom MondClan und ja, es sind noch mehrere Bände von,, Dein Leben als ..." in Planung. Ich schreibe diese Geschichten hier, um darauf aufmerksam zu machen, wie grausam manche Menschen zu Tieren sind. Und ich bedanke mich bereit...
http://www.testedich.de/quiz44/quiz/1476287992/Dein-Leben-als-Fuchs
http://www.testedich.de/quiz44/picture/pic_1476287992_1.jpg
2016-10-12
40G0
Tiergeschichten

Kommentare (39)

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Donner (16181)
vor 309 Tagen
Nagut,ich gebe zu dass ich etwas respektlos war
gegenüber anderen Menschen,die Tiere lieben.
Entschuldigung!
Donner (16181)
vor 309 Tagen
@Grauer Flug Hallo! Ich habe einfach nur meine Meinung
hier in die Kommentare geschrieben,genau wie ihr
auch.Es ist einfach nur so,dass Tiere für Menschen
ja meißt nur irgendwelche "Dinge" sind,deshalb
habe ich mich so geärgert.Außerdem!!
"Nutztiere" (Der Name ist schon so...)
sind genau wie andere Tiere auch Lebewesen und
haben das Recht zu Leben! Oder meinst du,
es wären extra Tiere,die für Fleisch sorgen und
auch keine Gefühle haben?!
Ich habe schon soo oft Leute in den Kommentaren
gesehen die genau soetwas wie du geschrieben
haben.Ich habe da eine ganz andere Meinung!
Das gefährlichste,bedrohlichste Tier ist der Mensch!
Tut mir leid dass ich dabei so reagiere aber ich
kann es einfach nicht mehr ansehen!
Einen schönen Tag noch...!
Sonnenuntergang ( von: Sonnenuntergang)
vor 317 Tagen
Danke, dir auch :) Lalala zu kurz...
Grauer Flug (79704)
vor 318 Tagen
Ich stimme dir zu Sonnenuntergang. Ich werde mich zu meinem Text nicht mehr äußern, da ich zu meiner Meinung stehe und finde, dass man bei diesem Thema ausholen muss und dieses nicht in ein paar kurzen Sätzen schreiben kann. Wenn es außerdem so respektlosen klingen sollte, tut es mir leid, das wollte ich wirklich nicht, aber die Hutschnur ist geplatzt. Ich danke dir ebenfalls für deine Empfehlung :D

Dir noch einen schönen Tag :)
Sonnenuntergang ( von: Sonnenuntergang)
vor 318 Tagen
Ich hab da noch was vergessen: Grauer Flug, wenn du die Idee mit Füchsen originell findest, würde ich dir Fox Craft empfehlen von Inbali Iserles empfehlen, wenn du es noch nicht gelesen hast. I. Iserles ist jetzt übrigens auch Zugehörige des Erin-Hunter-Teams.
Sonnenuntergang ( von: Sonnenuntergang)
vor 318 Tagen
Also ich seh's so:
Solange nicht grundlos tausend Tiere getötet werden, sondern nur das was ein Menschen braucht, ist es ja okay. Was machen Raubtiere da anders? Ich mein, Pumas z. B., töten ja auch Tiere zum leben. Solange Menschen dich nur regelmäßig das nehmen, was sie brauchen, ist es völlig in Ordnung! Genauso bei Pflanzen.

Und Grauer Flug, die Art wie du über Donner redest, ist mindestens genauso respektlos. Du schreibst einen irrelang sinnlosen Text, den man ihn ein zwei Sätzen zusammen fassen könnte. Ich will ja nicht unhöflich sein, aber das ist nicht nötig.

Statt zu meckern sollten wir uns WIRKLICH auf die Natur da draußen konzentrieren! Bestens sieht es da nicht gerade aus, oder? Na? Aber meckert ruhig rum.
Grauer Flug (79704)
vor 318 Tagen
Donner, sag mal gehts noch? Deine Art hier, wie du über Leute redest, die Fleisch essen, finde ich mehr als nur respektlos. Statt Leute einfach so leben zu lassen und zu akzeptieren wie sie leben, nein du musst sie ja als Mörder beschimpfen. Ich muss leider deine Fantasiewelt zerstören und sagen, dass Kühe, Schweine, Hühner usw. alles Nutztiere sind. Dein "Ersatz" ist ebenfalls nicht gesund. Für Vegetarier und Veganer wird ebenfalls viel angebaut und dafür braucht man auch Anbauflächen und Treibhäuser, die nebenbei auch nicht unbedingt umweltschonend sind. So wird z.B für Soja auch sehr viel Holz aus dem Regenwald abgeholzt und das nur für die Anbauflächen. Also fördern die Vegetarier und Veganer auch solche umweltunfreundliche Geschichten. Das muss ich jetzt leider sagen und ich hoffe, dass ich deine kleinen Gefühle nicht verletze, aber ich denke nicht jedes Mal, wenn ich Fleisch esse:" Das arme Tier, das ich da gerade esse, musste so viel leiden, nur damit ich es essen kann." Und das sage ich, obwohl ich auch Tiere liebe. Ihr, Vegetariere und Veganer, könnt nicht damit argumentieren, dass die Leute, die Fleisch essen, keine Tiere lieben oder ihr die einzigen seid, die Tiere lieben, dass ist einfach nicht richtig. Und bitte, du hast nicht wirklich gefragt, ob man dann nicht lieber Menschen töten könnte? Tut mir leid, aber mein Respekt vor dir sinkt immer mehr. Weißt du, du sagst, dass Menschen, die Fleisch essen und Tiere töten kein Herz haben. Hast du aber mal gesehen, was du geschrieben hast? Leute, die andere nicht so akzeptieren und respektieren wie sie sind und was sie machen....solche Leute haben kein Herz! Ich repektiere Vegetarierer und Veganer, aber wenn sie anfangen mich als Mörder oder Fleischfresser bezeichnen hört der Respekt vor ihnen auf, denn dann haben sie den Respekt nicht verdient, wenn sie mich nicht auch respektiere. Ich bezeichne sie auch nicht als Pflanzenfresser oder (Pflanzen-) Mörder. Aber ich muss auch sagen, dass keiner dieser Essverhalten gesund ist, wenn man nicht ausgewogen isst. Daher sollte das jeder für sich entscheiden dürfen, ohne das er blöd von der Seite angemacht wird. Hoffe du verstehst, was ich hiermit sagen wollte.
Schönen Tag noch.

So noch zu deiner Geschichte Gallop :D
Ich finde, dass du die Geschichte sehr schön gestaltest und
ich bin wirklich jedes Mal gespannt, wie es weiter geht. Die Geschichte ist bis jetzt wirklich sehr spannend und ich finde die Idee auch sehr originell, dass du Füchse gewählt hast :D
Wenn du nicht wissen solltest, was du als Beruf machen solltest, würde ich dir wirklich raten irgendwas mit Autorin oder
sowas in der Art anzustreben :D Du hast wirklich das Zeug dazu.
Also bleib so wie du bist und noch einen schönen Tag/Abend, werde versuchen immer auf dem Laufenden zu bleiben :D
Donner (50295)
vor 321 Tagen
Ich Stimme euch beiden zu!

Meine Meinung:

Es gibt haufenweise Jäger und Metzger,die Tiere
töten,nur weil entweder es zu viele gibt,oder
wir Menschen sie essen.
(Ich nenne sie immer Mörder) Doch:
1.Es gibt doch auch so viele Menschen,warum
werden die nicht getötet?
2.Wir brauchen kein Fleisch,es gibt andere
Dinge als Ersatz.
3.Wie kann man bloß ein unschuldiges Wesen
umbringen,es davor auch noch quälen,jeder
der das einfach so macht,hat kein Herz!
Das sind gefühllose,ehrgeizige Menschen die
wahrscheinlich noch denken:
,,Es ist bloß ein Ding".
😢
Einfach nur traurig...auch das alles mit Pflanzen
finde ich so,so traurig!

Nutella besteht teilweise auch aus Palmenöl,
und dieses Öl stammt ja von Regenwäldern.
Dort werden aber nicht nur die Pflanzen
verbrannt,sondern auch die Tiere die dort leben,
z.b Affen,Gorilla...
Deshalb esse ich nichts wodrin dieses Öl ist!
Vegetarier ist bei mir aber auch so eine Sache,
trotzdem möchte ich ab Weinachten oder
Silvester einer werden,vielleicht aus Tierliebe
auch ein Veganer.
Die Wale werden auch schon bald aussterben,
besonders größere wie z.b Pott- odet Blauwale.
Zudem baut der Mensch überall in freie,schöne
Natur wo auch viele Tiere leben,Häuse und Städte,
einfachmal.So gerne wäre ich eine freie Katze,
würde kämpfen,jagen und wirklich leben,wie
ich es in Träumen auch jede Nacht mache.
(Wirklich!)
So,das war meine Meinung zu diesen
"Menschen",ich könnte sie nur noch "Mörder"
nennen.
Sonnenuntergang ( von: Sonnenuntergang)
vor 324 Tagen
@Heulende Wölfin: Ich stimme die 100℅ zu! Ich wäre viel lieber ein Vogel, der jeden Windhauch in den Federn spürt, durch Stürme fliegt Wälder...
Und vor allem: "Das Wohl des Menschen geht immer vor". Wow. Was haben wir je bedeutendes für die Natur getan. Hey, wir haben den Mount Everest bestiegen! Was juckt das den Bär, der abgeknallt wurde?
Und die Sache mit Kurti! Völlig übertrieben! Ich hab immer noch den Zeitungsartikel in meinem Zimmer hängen, es ist einfach schei*ße!
Der Mensch tut der Natur nichts Gutes!
Bäume machen saubere Luft und bieten Heimat für viele Tiere. Sie leven. Würmer lockern die Erde auf und helfen Pflanzen beim Wachsen. Sie leben. Der Mensch baut Städte und zerstört die Natur! Er ist tot.

So das war meine Meinung 🙅
Heulende Wölfin (23525)
vor 324 Tagen
Deine Story ist:
OBERHAMMERSUPERPERFEKTGEIL
UNBESCHREIBBARMEGAGUT und
RICHTIG KRASS GUT GESCHRIEBEN
DU SCHREIBST ECHT GENIAL UND
MITREIßEND

So das war meine Meinung zur Ff^^

Und:

Ich finde es total mies dass Menschen
Tiere einfach so töten!
Ich meine: Warum bitte siedeln
wir Wölfe an, nur um sie
anschließend wieder
ab zu schießen?
Die Menschheit ist einfach nur
ein Haufen aus Verrätern, Lügnern und
Gewissenslosen Menschen!
Hier ist jedes Tier Vogelfrei,
weil; Wenn ein Mensch ermordet
wird gibt es ein Riesen Drama aber
wenn ein Hund erhängt, oder eine
Katze aufgeschlitzt wird... NICHTS...
Das ist so jämmerlich!
Manchmal wünschte ich, ich wäre
ein Tier, einfach frei zu sein, keine
Sorgen oder zu viele sinnlose
Gedanken...
Frei und Wild...
Wie ein Vogel im Wind oder
ein Reh im Wald, ein Wal im Meer
oder Fuchs in der Wüste...

Das wär's von mir.

(An meinem Vegetarierdasein arbeite
ich noch^^)

LG
Heulende Wölfin
Donner (84531)
vor 334 Tagen
Und Gallop,könntest du nochmal kurz bei dem neuen
DonnerClan von Rosenblatt on kommen?
Es wäre schön,weil ich und sie haben dir noch etwas
geschrieben,also nicht böse gemeint aber es wäre
toll :)
(Tut mir leid das ich in den Kommis noch nichts vom
deiner FF geschrieben habe,ich finde sie schön und
es war wirklich eine gute Idee,außerdem ist es mal
etwas anderes^^)
Sonnenuntergang ( von: Sonnenuntergang)
vor 342 Tagen
Oh ich liebe diese Fanfiktion, toll das es so schnell weiter geht und - WAHNSINN! Du schreibst so... Oh man, ICH LIEBE DIESE FF 💕💕💕
Sonnenuntergang ( von: Sonnenuntergang)
vor 343 Tagen
Ja! Ich wäre viel lieber ein freier Vogel! Und wer ist eigentlich so blöd und fängt Wale, bringt doch kaum was. Aber bevor hier wieder negative Kommis auftauchen, hör ich lieber auf.
Donner (22449)
vor 343 Tagen
(Ja ...leider.Aber wir können es nicht so einfach ändern.
Wahrscheinlich werden auch schon bald die Wale
aussterben,nur wegen dem Menschen!
Ach...wie ich die Menschheit einfach hasse!
Wahrscheinlich werdet ihr es mir nicht glauben,aber ich
wäre lieber ein Tier,als zu diesen M.i.s.t.f.i.c.h.e.r.n
zu gehören! Es wären sooooo viele Tierarten noch am
Leben,würde es die Menschen nicht geben!
Sonnenuntergang ( von: Sonnenuntergang)
vor 343 Tagen
Ja sorry,
1. Ich habe schon mehrere FFs geschrieben
2. Ich bin deiner Meinung Gallop, es sollte deutlich mehr auf Tiere geachtet werden! Stattdessen pflanzen wir auf jeden Streifen Natur Straßen und Städte und wenn es mal wild aussieht, ist es eine Weile, Spazierweg oder Naturschutzgebiet! Und was wollen die Menschen? Mehr, mehr, bis zum Weltraum wo wir gar nicht hin gehören! Genauso wenig wie in die Antarktis! Das musste jetzt raus!
Acc (03406)
vor 343 Tagen
Dass jeder einen anderen Schreibstil gut findet und das in Ordnung ist (genauso wie wir alle andere Klamotten anhaben oder unterschiedliche Musik gut finden ^^)
Donner (22449)
vor 343 Tagen
Acc wie meinst du das? :D
Acc (03406)
vor 343 Tagen
Oh man Blut/Donner XD Es ist meine Meinung. Die hast du akzeptieren, genauso wie ich deine akzeptiere okay? Peace Leute
Donner (22449)
vor 343 Tagen
Ich finde auch,dass ihr euch beruhigen sollten und das
dir es gut gelungen ist,Gallop.
Gallop ( von: Gallop)
vor 343 Tagen
Jetzt beruhigen sich mal wieder alle! Ich habe die Geschichte nicht geschrieben, damit ihr euch streitet, sondern um euch eine Freude zu machen und auf die arme Tierwelt aufmerksam zu machen!