Eine neue Volkskrankheit

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1 Kapitel - 653 Wörter - Erstellt von: Lady_Siren - Aktualisiert am: 2016-10-12 - Entwickelt am: - 140 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Da ich nur mit Worten in dieser Welt etwas ausrichten kann, lasse ich hier meinen Frust raus.
Denn einst sprach eine weise Person den Satz "Die Feder ist mächtiger als das Schwert."

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    In unserer heutigen Zeit werden Toleranz und Gleichberechtigung groß geschrieben. Aber auch nur, weil es Substantive sind.
    Denn ich bemerke immer mehr, dass unsere Gesellschaft aus Vorurteilen und Ignoranz besteht.
    Aber ich rede hier nicht etwa von Schwulenfeindlichkeit oder Diskriminierung wegen der Hautfarbe.
    Sondern von dem Ausschluss aus der Gesellschaft aufgrund einer Tatsache.
    Das manche Menschen individuell sind.
    Ja, Sie lesen richtig. Individualität.
    Für Menschen ein unbewusstes Schimpfwort.
    „Was ich nicht verstehe, fürchtet mich. Also hasse ich es.“
    So denken viele, obwohl sie nach außen hin auf menschenfreundlich und verständnisvoll machen.
    Aber was genau wird an Individualität so verurteilt?
    Um diese doch simple Frage zu beantworten, die Ihnen jeder Grundschüler beantworten kann, werde ich ein wenig ausholen müssen.
    Es beginnt schon oft im Kindergarten, dass einige Kinder mit einem bestimmten Kind oft nicht spielen wollen. Dieses arme Geschöpf leidet nämlich an Individualität.
    Es ist ein kleiner Junge, der Ballett tanzt.
    Während die anderen Buben mit Bauklötzen spielen oder Ritter sein wollen, muss er im Abseits stehen.
    Er wird sich nach den Blicken und Bemerkungen nicht mehr trauen, Anschluss zu finden.
    Zu verletzend waren ihre Worte. Aber die Erzieher können kaum etwas unternehmen, weil die Eltern teils bewusst teils unbewusst ihren Kindern beigebracht haben, anders sein ist schlecht.
    Ein hervorragendes Beispiel dafür ist der Regenbogenfisch.
    Sie werden jetzt natürlich denken „Es war doch ein großartiges Buch, um Bescheidenheit zu lehren.“
    Selbstverständlich, aber ist es dann notwendig seine Besonderheit aufzugeben? Seine Einzigartigkeit?
    Der Regenbogenfisch muss seine Silberschuppen hergeben, weil andere sich davon gestört gefühlt haben.
    Allein mit diesem Buch suggerieren Sie Ihrem Kind, dass es seine „Silberschuppen“ aufgeben muss.
    Und jetzt frage ich Sie, wollen Sie wirklich Ihrem Kind brutal die schillernden Schuppen, seine Einzigartigkeit entreißen?
    Es wird sich wie ein roter Faden durch das Leben ziehen und ernsthafte Probleme schaffen.
    Kindern bleiben zwei Wege.
    Der bequeme Weg, ohne Individualität, an die Gesellschaft angepasst, der Norm entsprechend.
    Oder der harte Weg, auf dem jeder einen verurteilt, weil man es wagt, anders zu sein.
    Wahrscheinlich denken Sie, dass ich übertreibe und nur schlechte Erfahrungen gesammelt habe.
    Trotzdem muss ich Sie enttäuschen.
    Nach diversen Schulen, Klassen, Lehrern und anderen Begegnungen kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass meine Generation keinerlei Toleranz für Individualität aufweist.
    Sie verurteilen Menschen für ihren Musikgeschmack, ihren Kleidungsstil, ihre Ernährung, ihre Hobbys und wie viel Mitgefühl sie für andere Menschen zeigen.
    Und man muss nicht einmal eine andere Hautfarbe haben, um diskriminiert zu werden.
    Zwar gibt es verständnisvolle Mitmenschen, denen es gleichgültig ist, was für Klamotten einer trägt oder welche Musik er hört.
    Trotzdem geht die Tendenz zur Intoleranz.
    Die Gesellschaft duldet dieses Verhalten auch noch.
    Dafür wird die Individualität als Krankheit bezeichnet. Natürlich nicht offiziell, denn schließlich, wie zu Beginn erwähnt, leben wir in einer Zeit, in der Toleranz und Gleichberechtigung groß geschrieben werden.
    Aber was interessiert es mich?
    Ich muss damit leben, dass ich an Individualität leide.

Kommentare Seite 1 von 1
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Anonymous ( 9.110 )
Abgeschickt vor 22 Tagen
Ich finde es nicht schlimm, wenn Leute in her Individualität ausleben. Das macht sie zu etwas Besonderem. Auch ich leide an Individualität und wurde gemobbt, weil ich meinen eigenen Weg gegangen bin.
Aber mich hat das nie gekümmert, ich wusste, dass diese Leute eigentlich nur neidisch waren. Traurig, aber wahr.
Acci ( 81.14 )
Abgeschickt vor 68 Tagen
Soweit ich mich erinnere hat der Regenbogenfisch seine Schuppen geteilt (!) weil die anderen ihn darum beneidet (!!!) haben
Joy ( 0.164 )
Abgeschickt vor 87 Tagen
Ich leide auch an Individualität und würde lügen wenn ich sagen... schreiben würde, dass du unrecht hast.