Springe zu den Kommentaren

Schmerz, Leid, Hoffnung und gute Freunde

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
27 Kapitel - 13.830 Wörter - Erstellt von: Sonja - Aktualisiert am: 2016-10-28 - Entwickelt am: - 1.184 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Hallo, Ich bin Sonja. Bin 13 Jahre alt, daher kann es sein, dass sich mehrere Rechtschreibfehler in meinem Text befinden. Bitte nicht zu strenge Kritik.

    1
    Ich ging gerade über ein großes Feld, dass überall von Bäumen umringt lag. Ich ging schneller, als es plötzlich zu donnern begann. Jetzt kamen auch schon die ersten Regentropfen, na toll! Nun lief ich schon. Hoffentlich war ich bald zu Hause, dachte ich mir. Und da geschah es. Ein Blitz zuckte vom Himmel herab, ich schrie auf vor Schmerz, als ich getroffen wurde. Es brannte in mir, und noch lauter schrie ich auf, als ich langsam zu Boden sank. Ich zuckte leicht als der Schmerz immer stärker wurde und ich nur noch auf einen schnellen Tod hoffte.Da packte mich etwas an den Schultern. Zwei eiskalte Hände hoben mich nach oben. Komme ich jetzt in den Himmel? Fragte ich mich. war das ein Engel, oder doch etwas anderes. Doch da bohrte sich etwas in mein Genick. Wieder schrie ich auf, das schmerzte nur noch mehr, als der Blitz vor kurzem. Bitte, bitte lass mich tot sein, bettelt ich. So etwas hatte ich noch nie erlebt, doch wer wird den noch vom Blitz getroffen? All diese Gedanken flogen durch meinen Kopf, und ich merkte, dass ich irgendwohin verschleppt wurde.

    2
    Warum brannte es immer noch. Starb man wirklich so langsam? fragte ich mich. Ich fühlte mich so, als wäre ich gerade von unzählbar vielen Blitzen durchbohrt worden. Ich wollte endlich sterben. Und dann endlich, als ich dachte, es nicht mehr aushalten zu können, hörte es schlagartig auf. Meine Augen flogen auf, doch ich zuckte sofort wieder zusammen, als mich acht goldene Augenpaare ansahen. Ein muskulöser Mann mit kurzen, schwarzen Haaren sprach als Erster.,, Gut geschlafen?" fragte er mich schmunzelt. Ich sagte nichts, sah sie nur an. Da sprach ein blonder Mann mit blasser Haut.,, Hallo! Ich heiße Carlisle, und das ist meine Familie." Er zeigt mit einer weiten Handgeste auf die anderen in diesem Raum. Ich sah sie alle genau an. Alle hatten sie blasse Haut und goldene Augen, und ebenso waren alle wunderschön. Doch eine blonde Frau stach mit ihrer Schönheit am Meisten hervor. Carlisle sprach weiter.,, Ich habe dich auf einem Feld entdeckt, ich konnte dich nicht einfach sterben lassen, also habe ich dich verwandelt." Jetzt verstand ich gar nichts mehr.,, In was hast du mich verwandelt, Carlisle?" fragte ich zögernd. Es dauerte ein wenig, bis er mir endlich antwortete.,, Du bist in einen unsterblichen Vampir verwandelt worden." sagte er mir ruhig. Das ging mir eine Weile durch den Kopf. Bisher hatte ich nicht gedacht dass es Vampire gab, doch wenn ich so darüber nachdachte, war es nur logisch. Wie sonst hätte ich den Blitz überlebt.,, Soll das jetzt gut oder schlecht sein?" Ein anderer blonder Mann schmunzelte leicht uns sprach dann.,, Das kommt darauf an, wie du es siehst." Ok, dann war ich nun ein Vampir. Ich würde schon früh genug herausfinden, ob das gut oder schlecht war.,, Doch wie heißt ihr eigentlich?" fragte ich zögernd. Der rothaarige sprach zuerst.,, Ich heiße Edward, und das hier ist meine Frau Bella" sagte er und zeigt dabei auf die schöne Frau neben sich.,, Und das sind Alice, Jasper, Roselie, Emmett und Esme." fuhr er fort und zeigte dabei abwechselnd auf die übrigen im Raum.,, Deinen Namen wissen wir aber immer noch nicht." sagte Jasper.,, Ich bin Sonja." antwortete ich. Wieder blieb es still, doch dann brach Carlisle die Stille.,, Hast du gar keinen Durst?" fragte er mich verwundert. Ich schüttelt nur leicht den Kopf.,, Sollte ich etwa?" Carlisle nickte nur, anscheinend dachte er über irgendetwas nach. Endlich sagte die kleine Alice etwas.,, Sollten wir nicht trotzdem etwas jagen gehen?" Edward nickte und wollte mir aufhelfen, doch da flog er schon ein paar Meter zurück. Sofort war Bella an seiner Seite.,, D...Das wollte ich nicht. Ehrlich. Tut mir leid." sagte ich hilflos, doch Edward war schon wieder auf den Beinen. Zu meiner Verwunderung lachte er nur.,, Eine schöne Gabe die du da hast." Ich legte den Kopf schief, als ich nicht verstand. Was war eine Gabe, dachte ich verwirrt.,, Eine Gabe ist etwas besonderes, das es nur einmal auf der Welt gibt." Wieder sah ich ihn verwirrt an.,, Wie ich das gemacht habe?" fragte er schmunzelnd.,, Ich kann Gedanken lesen, Bella ist eine Art Schutzschild, Alice kann in die Zukunft sehen und Jasper die Gefühle kontrollieren. Und der Blitz hat anscheinend bei deiner Gabe einen großen Beitrag beigelegt." Jetzt zog mich Alice am Arm und jammerte ungeduldig.,, Können wir jetzt endlich jagen gehen, ich habe solchen Durst."

    3
    Wieder einmal war ich auf der Jagd. Emmett schlich sich schon an einen Bären an, und da hatte er ihn auch schon fest im Griff. Ich konnte nicht hinsehen. Ich hasste es Tiere zu töten, doch was hatte ich für eine andere Wahl? Ich schnappte mir noch schnell einen jungen Rehbock und war auch schon wieder auf dem Weg nach Hause. Ich wollte keine Tiere mehr töten, also ging ich zu Carlisle. Er war gerade in seinem Büro, als ich klopfte.,, Herein." erklang seine freundliche Stimme von drinnen. Ich öffnete die Tür, Carlisle stand schon vor mir, als ich sie öffnete.,, Carlisle, ich muss mit dir über etwas sprechen. Ich kann einfach keine Tiere mehr töten. Ich liebe sie über alles. Doch das heißt dann auch, dass ich euch verlassen muss. Sonst hättet ihr Streit mit den Wölfen und das könnte ich nicht zulassen." Er nahm mich in die Arme.,, Es ist deine Entscheidung, Sony. Wenn du nicht willst, werden wir dich auch nicht dazu zwingen. Doch lass es uns den anderen sagen." Zusammen gingen wir die Treppe hinunter. Im Wohnzimmer standen schon alle (außer Bella, Edward und Renesme), anscheinend hatten sie gelauscht. Roselie und Alice kamen als Erstes zu mir.,, Ich werde dich so vermissen." flüsterte mir Rose ins Ohr. Alice bekam kein Wort heraus. Nun kamen auch noch Emmett und Jasper, sie nahmen mich ebenfalls in die Arme.,, Pass auf dich auf." rieten sie mir.,, Ich werde euch nicht vergessen, und vielleicht sehen wir uns mal wieder." schluchzte ich leise. Lange blieben wir so, umarmten uns zu fünft. Dann ging ich zu Esme, der ich sofort um den Hals fiel.,, Ich werde dich vermissen." schluchzte sie in mein Ohr. Ich brachte nichts heraus. Esme war wie eine Mutter für mich gewesen, egal was gerade los war. Sie war mir ans Herz gewachsen. Es fiel mir schwer, sie loszulassen. Nun ging ich zu Carlisle und fiel ihm ebenfalls um den Hals.,, Auf Wiedersehen, kleine Sony. Pass auf dich auf." Ich nickte nur.,, Danke, für alles Carlisle. Dass ich euch kennen lernen durfte, danke."

    4
    Ein paar Jahre sind vergangen, seitdem ich meine geliebte Familie verlassen habe. Ich habe ihnen schon eine Postkarte geschickt, um ihnen zu zeigen, dass ich jeden Tag an sie denke.

    Ich sprang gerade über die Dächer Wiens, immer auf der Suche nach einer dunklen Gasse. Da entdeckte ich einen Bettler, der sicher schon auf seinen Tod wartete. Ich sprang lautlos vom Dach. Er schlief tief und fest, also würde er hoffentlich nichts spüren. Kurz darauf trank ich schon sein Blut. Als ich fertig war, versenkte ich ihn sogleich in der Donau, niemand würde ihn jemals finden. Und da sprang ich schon wieder von Dach zu Dach. Ich prüfte die Luft und roch zwei andere Vampire, doch sie rochen anders, zwar nicht wie ein Halbvampir, doch trotzdem etwas anders. Ich rannte schnell dorthin, wo ich sie wahrgenommen hatte. Und da standen sie, ganz alleine, doch sie zitterte heftig. Ich sprang zu ihnen hinunter und sie zuckten heftig zusammen.,, Was ist den mit euch passiert?" fragte ich. Lange blieb es still, bis mir endlich der blonde von ihnen antwortete.,, Ich habe sie gerochen, sie sind hier." sagte er ängstlich und sah dabei nervös nach links und rechts. Ich verstand nicht ganz.,, Wer ist hier?" Nun sprach der andere Mann.,, Die Volturi!" schrie er und hielt sich sofort die Hand vor den Mund, so als hätte er etwas verbotenes gesagt. Ich verstand immer noch nicht ganz. Waren das andere Vampire? Warum hatten sie nur solche Angst vor ihnen?,, Wer sind die Volturi?" fragte ich verwirrt. Der blonde Mann sah noch schnell nach beiden Seiten, dann kam er direkt auf mich zu und flüsterte in mein Ohr.,, Das ist so etwas ähnliches wie die Königsfamilie in unserer Welt. Sie verfügen über unvorstellbare Macht. Zurzeit sammeln sie neue Anhänger, denn sie wollen sich an einem Vampir- Zirkel in Amerika rächen. Ich habe es selbst gehört, als sie einen Bekannten von uns über diesen Zirkel ausfragten." Ein Schauder durchzog meinen Körper. Meinte er damit die Cullens? Bitte lass es ein anderer Zirkel sein, dachte ich mir.,, Weißt du welcher Zirkel es genau war?" fragte ich ängstlich. Er schüttelte leicht den Kopf.,, Nicht genau, doch ich weiß, dass sie nach einer anderen Lebensart leben wie wir. Sie ernähren sich ausschließlich von Tieren." Nein! Das darf nicht sein! Ich muss schnell zurück und Carlisle warnen. Wenn das wirklich war ist, darf ich das nicht zulassen. Was konnte meine alte Familie nur getan haben, damit sich diese Volturi an ihnen rächen wollten?,, Ich muss jetzt leider gehen, doch dankte, dass ihr mir bescheid gesagt habt." sagte ich zu den Vampirmännern. Ich wollte gerade gehen, da zog mich der andere noch schnell zu sich zurück.,, Warte, bevor du gehst. Ich habe dich schon ein paar mal gesehen. Deine Gabe ist bemerkenswert, genau das, was die Volturi brauchen. Pass auf dich auf, und gehe in nächster Zeit niemals in die Nähe anderer Vampir." Er sah mich flehend an.,, Wenn du mir deinen Namen verätzt." antwortete ich ihm. Der Mann seufzte tief.,, So werden sie wissen, wer dir alles über sie erzählt hat. Doch das wird Aro sowieso mal zu Augen bekommen. Ich heiße Christopher und das ist Victor." Ich lächelte leicht.,, Auf Wiedersehen Christopher, auf Wiedersehen Victor." Ich winkte ihnen ein letztes Mal zu, dann war ich schon wieder auf den Dächern Wiens.

    5
    Auf dem schnellsten Weg wollte ich zurück nach Amerika. Ich schmuggelte mich in den erstbesten Flieger, und schon am nächsten Tag war ich wieder in Forks. Alles war wie immer, das schlechte Wetter und der wenige Verkehr. Schnell rannte ich über das Feld, auf dem ich fast umgekommen wäre wenn Carlisle mich nicht gefunden hätte. Es war sogar ein bisschen wie damals, als es passierte. Es regnete, kleine Blitz zuckten am Himmel und ich hatte es eilig. Ich rannte schneller, sprang über den Fluss und stand schon kurz darauf vor der Haustür meiner alten Familie. Ich klopfte leicht an der Tür. Esme machte mir auf, als sie mich sah umarmte sie mich fest.,, Du bist wieder da!" Ich konnte nicht anders als die Umarmung zu erwidern.,, Hallo, Esme. Es ist schön wieder hier zu sein. Ich habe jeden Tag an euch gedacht." Lange blieben wir in dieser Position, bis Carlisle auftauchte. Auch er begrüßte mich freundlich und umarmte mich.,, Wie kommt es, dass du uns besuchst?" fragte er schließlich. Ich erzählte ihnen sofort alles, was ich von Christopher erfahren hatte.,, Und jetzt bin ich so schnell wie möglich hierher gekommen, um euch zu warnen. Vielleicht ist es auch gar nicht war. Ich wollte nur auf Nummer sicher gehen." Carlisle nickte nachdenklich.,, Lass uns doch erst einmal rein gehen, sonst werden wir noch nass." lachte er. Drinnen angekommen kamen auch schon Rose, Alice, Jasper und Emmett die Treppe hinunter gestürmt und flogen direkt auf mich zu. Sie hätten mich sogar umgeworfen wenn Carlisle mich nicht aufgefangen hätte.,, Schön dich wieder bei uns zu haben." wurde ich sofort von Alice begrüßt. Lange blieben wir so, umarmten uns einfach nur, bis Jasper fragte:,, Warum bist du eigentlich gekommen. In deinem Brief stand, das alles gut sei." Auch ihnen erzählte ich das, was mir Christopher erzählt hatte. Alice konnte es am Wenigsten glauben.,, Das hätte ich doch gesehen, wenn sie uns angreifen wollten." Nun wurde sie ganz still. Keiner unterbrach sie dabei, obwohl keiner wusste, was sie gerade tat. Doch dann fasste sie sich wieder.,, Ich kann sie nicht sehen!" rief sie außer sich.,, Sie könnten jederzeit angreifen! Doch warum ist das so? Ich kann die anderen Dinge doch auch noch zählen!" Nun verstanden auch wir.,, Du kannst die Volturi nicht mehr sehen? Was sollen wir nur tun?" kam es von Edward. Auch die anderen verloren gerade die Nerven. Endlich sagte Carlisle etwas.,, Beruhigt euch doch erst einmal. Wir werden es sicher wieder friedlich lösen." Keiner konnte ihnen Glauben schenken. Ich verstand nicht, wieder?,, Hattet ihr schon einmal eine Auseinandersetzung mit den Volturi? Warum habt ihr mir das nicht gesagt?" fragte ich im ruhigen Ton. Jasper nickte.,, Sie dachten damals, Renesme wäre ein Unsterbliches Kind. Doch das stellte sich als Irrtum heraus, also zogen sie wieder ab, was natürlich nicht gut für deren Ruf war." endete er. Jetzt verstand ich, doch hassten sie es wirklich so sehr einmal unterlegen zu sein? Hochnäsige Vampire. Doch Christopher hatte sie doch auch die *Königsfamilie* genannt. Das passte wirklich.,, Und was machen wir jetzt?" fragte Emmett nach einer Weile.,, Ich glaube wir müssen abwarten."

    6
    Als wir Bella und Edward ebenfalls bescheid wegen der Volturi gaben, entschlossen sie sofort wieder ins Familienhaus zu ziehen, nur für alle Fälle. Und so warteten wir jeden Tag. Jeden Tag gingen wir zu dritt die Gegen auskundschaften und suchten nach Anzeichen, dass sie uns angriffen. Carlisle wollte nicht noch einmal das Leben seiner Freunde riskieren, also kamen nur die Denalis, die schon ein fester Bestandteil der Familie waren. Tanya, Kate, Carmen, Eleazer und Garrett halfen uns immer. Und je mehr Tage vergingen, desto nervöser wurden wir. Alice konnte das Vorhaben der Meister immer noch nicht sehen, was uns nur noch nervöser machte. Da Jake´s Loyalität auch den Cullens gehörte, halfen auch die Rudel dabei. Und mit über 20 Wölfen wurde das Patrouillieren noch einfacher.

    Ich war gerade dabei die Gegend auszukundschaften, als mir ein fremder Geruch in die Nase kam. Es roch nach Vampiren, und es waren viele. es war so weit! Schnell rannte ich zurück zu unserem Haus, um die anderen zu warnen.,, Die Volturi kommen, sie sind schon bald hier! Beeilt euch!" schrie ich durchs Haus. Sofort waren alle da. Auch die Wölfe und die Denalis standen vor mir. Carlisle trat vor.,, Wir haben sie uns letzte Mal friedlich ziehen lassen, also last uns hoffen, dass wir auch dieses Mal überleben." Mit diesen Worten verwandelten sich die Wölfe und wir rannten los, auf die Wiese, auf der das letzte Zusammentreffen mit den Volturi stattfand. Wir kamen nur ein paar Sekunden vor ihnen dort an. Und da kamen sie, in Umhängen, die von außen nach innen immer dunkler wurden. Vorne weg gingen ihre drei Anführer, sie schienen zu schweben, anstatt zu gehen. Aro, Caius und Markus hatte Carlisle sie genannt. Und wie auf ein unsichtbares Zeichen hin blieben sie stehen. Lange blieb es still, bis Carlisle einen Schritt nach vor machte. Jeder zuckte leicht, doch am meisten waren es die Wachen der Volturi, die sich rührten. Sie zischten Carlisle an, damit er stehen blieb. Das tat er dann auch. Da sprach der schwarzhaarige der Anführer, anscheinend Aro.,, Heute ist leider keine Zeit für Freundlichkeit, Carlisle. Es hat nämlich unserem Ruf geschadet, euch einfach so ziehen zu lassen. Wir können uns den Hohn und Spott nicht leisten, den wir seit unserem letzten Zusammentreffen geerntet haben." sagte er kühl. Mir lief es kalt den Rücken runter. Kein wunder dass Christopher und Victor solche Angst vor diesen Vampiren hatten, sie waren wirklich respekteinflößend. Jasper hat mir einiges über ihre Gaben erzählt, auch über die am meisten gefürchteten Hexenzwillinge, Jane und Alec. Denen wollte ich nicht zu nahe kommen. Ich sah mir die Wachen ganz genau an, mund da sah ich zwei mir bekannte Gesichter. Das waren doch Christopher und Victor! Was machten sie den hier? Ich wollte nicht darüber nachdenken.
    Carlisle riss mich jedoch aus meinen Gedanken.,, Gibt es wirklich keine friedliche Lösung?" Sofort zischte der blonde, anscheinend Caius.,, Das hat uns überhaupt wieder hierher zurückgebracht, die friedliche Lösung." Und da sah ich etwas, nicht gerade gut, aber ich hörte schnelle, leise schritte. Keiner außer mir bemerkte etwas und dann kam ganz kurz, keiner hatte es gesehen, ein Ohr zum Vorschein. Da schlich sich jemand an uns an! Ich wartete noch ein bisschen, dann hielt ich zielte ich schon auf den unsichtbaren Angreifer, doch keine Blitze kamen. Verdutzt sah ich meine Hand an, doch da wurde Carlisle auch schon zu Boden geworfen.,, Gefällt dir die Gabe unseres neuen Mitstreiters, Sonja?" fragte mich Aro honigsüß, doch die Worte waren wie Peitschenhiebe für mich. Jedes einzelne schmerzte. Christopher und Victor hatten Recht, sie suchten wirklich neue Wachen, doch sie sagten mir nicht, dass sie ebenfalls welche hatten. Doch dann, ohne Vorwarnung, ohne irgendein Zeichen hin, brach der Kampf aus. Da die Volturi um einige in der Überzahl waren, nahmen sie sich meist zu zweit einen von uns vor. Da keiner direkt auf mich losging, schlug ich mich zu den drei Meistern vor. Ich wollte gerade zum Sprung ansetzen, da packte mich jemand im Genick und warf mich zu Boden. Ich wehrte mich heftig, doch er war viel zu stark für mich. Nun starrte er mir ins Gesicht. Dunkle, kurze Haare, rote Haare, und er war um die 2 Meter. Das war sicher Felix, einer der wenigen Vampire in der Garde der Volturi, die keine übermäßigen Kräfte besaßen.,, Mein Meister will dich sehen."

    7
    Na toll, dann will mir also Aro persönlich den Kopf abreisen. Ich hätte mir das anders vorgestellt. Er führte mich zu ihnen, und dann kurz vor ihnen trat er mir in die Kniekehlen. Also viel ich auf die Knie, doch ich konnte nicht aufstehen, da er auf meinen Schienbeinen stand. Auch meinen Nacken lies er nicht los, also musste ich zu Boden sehen.,, Und das ist dann also Sonja, das jüngste Mitglied der Cullens." Sagte Aro mit zuckersüßer Stimme. Ich knurrte nur leise, wurde jedoch von Felix zum Schweigen gebracht.,, Sie ist ja eine kleine Kämpferin wie es aussieht." sagte er, als ich immer noch versuchte aus Felix´eisernem Griff zu entkommen. Schlussendlich ließ ich es bleiben, er war einfach zu stark. Nun lies Felix mich endlich nach oben sehen. Ich kniete direkt vor den drei Volturimeistern, und konnte mich nicht einmal wehren. Also blieb ich einfach still und ruhig. Bis Aro mit seiner zuckersüßen Stimme fortfuhr.,, Darf ich deine Hand haben, kleine Sonja?" Ich überlegte kurz.,, Ich glaube es ist keine gute Idee, wenn du deine Finger noch brachst." sagte ich gelassen. Darüber musste Aro nur lachen.,, Dann eben anders." Er legte seine Hände auf meinen Kopf, und ich sah alles, alles das seit meinem Vampirdasein passiert ist. Als der Blitz in mich einschlug, dann als ich von Carlisle verwandelt wurde, mein erstes Zusammentreffen mit meiner Familie, jeder Moment mit ihnen, jede Jagd und dabei das schlechte Gefühl wenn ich Tiere tötete. Und dann, als ich mich entschloss sie zu verlassen, die Reise zurück in mein Heimatland, in die Hauptstadt, jeder Mensch den ich getötet habe, um meinen Durst zu stillen, und das erste Treffen mit Christopher und Victor. Wie sie mir von den Volturi erzählt hatten, und dann, als ich mich dazu entschloss, meine Familie zu warnen. Als Alice Gabe nicht mehr funktionierte und die Denalis kamen, und wir zusammen in Panik geraten, da wir nicht wussten, wann sie kommen würden. Und heute, als ich sie als erste gerochen habe, als wir zusammen mit Jake´s Rudel hierher kamen, bis jetzt, wo meine Gabe nicht mehr funktionierte und ich von Felix zu Boden gedrückt wurde. Es dauerte noch ein bisschen, dann löste Aro sich wieder von mir. Er schien fasziniert von meinen Erinnerungen. Seinem Gesichtsausdruck zufolge, schien über etwas nachzudenken, nur zu gerne hätte ich jetzt Edward´s Gabe.,, Ich muss mich kurz mit meinen Brüdern beraten." meinte er schließlich und drehte sich weg von mir. Also kniete ich am Boden, und lauschte dem Kampf. Ich hörte wie Köpfe abgerissen wurden, und wie Knochen zerschellten. Ich hörte wie die Wölfe jaulten, als sie langsam erdrückt wurden. Und was tat ich hier? Ich kniete vor den Volturimeistern und wartete auf mein Urteil. Das brachte mich zum Kochen! Ich wurde wütend, dabei bemerkte ich, dass die Elektrizität zurückkehrte. Und schon flog Felix in hohem Bogen von mir weg. Als ich aufstand und das Schlachtfeld betrachtete, konnte ich meinen Augen nicht trauen. Meine Familie war besiegt, die toten Körper der Wölfe lagen am Boden. Nein! Das darf nicht wahr sein! Carlisle, Esme, Rose, Jasper, Bella, Renesme, die Denalis und die Wölfe, alle waren sie tot. Ich war am Boden zerstört, ich war allein. Als ich mich umsah, merkte ich, dass es immer noch gleich viele Wachen wie vorher waren, sie hatten keinen verloren. Doch ich hatte ALLES verloren. Nun wandten sich die Wachen mir zu, als sie merkten, dass ich noch lebte. Auch Felix regte sich wieder, anscheinend hatte er sich von meinem Blitz erholt. Zögernd machte ich ein paar Schritte zurück. Nun kamen auch die Wachen näher. Ein blondes Mädchen, anscheinend Jane, lächelte mich zuckersüß an. Und ohne darauf gefasst gewesen zu sein, traf mich ein Blitz, doch er tat mir nichts. Im Gegenteil, er stärkte mich sogar. Ich sah dorthin, woher der Blitz gekommen war. Es war Victor, hatte er die gleiche Gabe wie ich? Das ist unmöglich, jede Gabe gibt es nur einmal. Doch meine Gedankenzüge wurden von einem stechenden Schmerz unterbrochen. Wie ein Stein sackte ich zu Boden. Dieser Schmerz war mir unbekannt, er schmerzte mehr als der Blitz, der mir meine Gabe verliehen hatte, doch er war schwächer als die Schmerzen die ich hatte, als ich verwandelt wurde. Ich hätte fast geschrien, doch ich wollte den Volturi nicht den Gefallen tun. Und dann endlich, als ich dachte ihn nicht länger aushalten zu können, hörte er schlagartig auf. Ich musste mich erst wieder sammeln, ehe ich aufstehen konnte.

    8
    Endlich konnte ich wieder aufstehen, doch ich zuckte sofort zusammen, als Felix wieder vor mir stand. Nach diesen höllischen Schmerzen konnte ich unmöglich kämpfen, ich war geliefert.,, Meine Meister wollen dich sehen. Außer du willst nicht." sagte er mit einem Lächeln im Gesicht, das erraten ließ, dass auch er schon wusste, wer einen Kampf zwischen uns gewinnen würde. Ich wollte nicht wirklich gern zu den Mördern meiner Familie, doch ich hatte keine andere Wahl, also ging ich stillschweigend hinter Felix her. Und da standen sie. Regungslos wie Statuen, doch sie hatten eine gewisse Art, die mir einflößte. Aro hatte ein Lächeln aufgesetzt, ein Lächeln, welche nur die Unbesiegbaren aufsetzen konnten. Mann konnte es ihm nicht verübeln, immerhin war er der oberste Anführer des mächtigsten und größten Vampirzirkels der Welt. Doch Aro riss mich wieder aus meinen Gedanken.,, Es schadet unserem Zirkel, würden wir dich laufen lasse. Daher bieten wir dir einen Platz unter unseren Wachen an, nimmst du dieses großzügige Angebot aber nicht an, wirst du so enden wie deine Familie. Was für eine Vergeudung, bei dieser wirksamen Begabung." meinte er mit Bedauern in den Augen, ob sie echt war wusste ich nicht. Ich wollte nicht wirklich gern zu ihnen, immerhin haben sie meine Familie und meine Freunde umgebracht, doch so jämmerlich wollte ich auch nicht sterben. Ich sah das Verlangen in Aro´s Augen, er wollte mich also wirklich dabei haben. Doch ist das nicht Verrat an der eigenen Familie?

    9
    Ich ging langsam durch die Gänge der alten Burg. Meister Aro hatte mich rufen lassen, aus welchem Grund ich immer. Seit ich mich den Volturi anschließen musste, fühlte ich mich wie im Mittelalter. Wachen, Bedienstete und Anführer, die man wie Könige behandeln musste, und natürlich auch deren Frauen. Ich klopfte an die golden verzierte Tür.,, Herein." erklang die Stimme meines Meisters. Ich öffnete die Tür.,, Setz dich doch, Sonja." lud mich Meister Aro ein. Ich tat wie mir geheißen.,, Du willst sicher wisse, warum ich dich habe rufen lassen. Es ist ein sehr simpler Grund" sagte er und man sah ihm an, dass er sich ein Lächeln verkniff.,, Ich habe beschlossen" fuhr er fort.,, Dich zu einer der höheren Wachen zu ernennen." Ich sah ihn verdutzt an.,, Warum denn ich bin doch erst seit ein paar Jahren bei den Volturi, wie kam es dazu?" kam es ungewollt aus mir heraus. Meister Aro lachte nur.,, Wie es dazu kam?" fragte er mich lachend.,, Du hast seit du hier bist bewiesen, wie treu du den Volturi bist, und mit deiner Gabe bist noch dazu ein sehr mächtiger Vampir." sagte er jetzt wieder ernst. Er stand anschließend auf und ging zu einem schön verzierten Schrank. Meister Aro nahm einen schwarzen Stoff heraus, wie es aussah mein neuer Umhang. Ich war noch überraschter als noch vor kurzem, als ich merkte, dass der Umhang sogar noch dunkler als die von Jane und Alec waren.,, Ich glaube ihr habt einen falschen Umhang gewählt, Meister. Der ist ja noch dunkler als der von Jane und Alec." Doch Meister Aro tat nichts, nickte nur.,, Genau das war meine Absicht. Zwar haben auch sie eine bemerkenswerte Gabe, doch sie können ihre Gegner nicht einfach so töten, sie du es kannst." Neidisch sah er mich an.,, Mit einem einzigen Blitz einen anderen Vampir in Flammen aufgehen zu lassen, sie zu lähmen oder ihnen einfach nur Schmerzen zuzufügen ist doch noch um einiges wirkungsvoller.",, Doch ich will doch gar nicht über Jane und Alec stehen. Jane wird mich töten!" Darüber musste Meister Aro nur lachen.,, So weit wird es sicher nicht kommen. Doch jetzt geh, ich muss auch noch mit Felix reden. Bist du so freundlich und schickst ihn zu mir?" forderte er mich auf, ein Lächeln überzog sein Gesicht.,, Natürlich, Meister." sagte ich knapp und senkte leicht den Kopf, als ich den Raum verließ. Mit dem Umhang am Arm ging ich zurück zu meinem Zimmer. Da kam mir auch schon Jane entgegen. Als sie den Umhang sah, flippte sie total aus.,, Wie kannst du es wagen, meinen Platz einzunehmen!" schrie sie außer sich. Und schon lag ich mich windend am Boden. Lange blieb es so, dochdann hörte es schlagartig auf. Keuchend stand ich auf. Felix lag am Boden, Jane hatte den Blick fest auf ihn gerichtet. Der Ärmste, schnell schoss ich einen kleinen Blitz auf sie, schlagartig sackte sie zusammen. Wenn sie aufwacht wird sie mich killen, oder Alec, noch schlimmer wenn es beide tun. Langsam kam auch Felix auf die Beine.,, Danke." keuchte er.,, Schnell, lass uns verschwinden bevor sie aufwacht. Oder noch schlimmer, bevor Alec uns findet." sagte ich zu ihm und zusammen rannten wir zu unseren Zimmern.,, Bis später." verabschiedete er sich von mir und schloss die Tür hinter sich. Auch ich ging nun in mein Zimmer und schloss die Tür.

    10
    Ich lag bewegungslos auf dem Bett in meinem Zimmer und wartete darauf, dass Jane endlich zur Tür hereinkam und mich quälte. Doch es geschah nichts. Sie war wieder auf den Beinen, das habe ich gehört, doch sie ging weg. Wollte sie mich bei Meister Aro verpetzen? Nein, sicher nicht. Er würde in ihren Erinnerungen sehen, dass sie angefangen hatte. Nein! Natürlich ging sie zu Meister Caius! Ich war so was von geliefert! Doch was konnte ich dafür? Ich wollte dieses hohe Amt ja gar nicht. Und jetzt hatte ich Ärger mit den Zwillingen. Und da endlich kam jemand im schnellen Tempo auf meine Zimmertür zu. Es klopfte und eine hohe Mädchenstimme fragte:,, Darf ich eintreten?" Es war Jane, doch seltsamerweise klang sie schüchtern, nicht so wie sonst.,,Äh, Natürlich. Komm doch rein." lud ich sie verwirrt ein. Ich sprang vom Bett auf und plötzlich stand sie vor mir. Erschrocken stolperte ich zurück.,, Hab ich dich erschreckt?" fragte sie mich schmunzeln. Ich nickte entgeistert.,, Ich wollte dir nur sagen, dass es mir leid tut, was da vor kurzem passiert ist." sagte sie zögernd. Ging es ihr wirklich gut? Langsam machte ich mir Sorgen um sie, warum war sie plötzlich so nett zu mir?,, Eigentlich habe ich ja angefangen, doch ich will doch gar nicht so weit oben stehen musst du wissen. Doch wenn sich Meister Aro sich einmal etwas in den Kopf gesetzt hat, bekommt er es auch." Jane seufzte tief.,, Ja, das ist dann mal so." meinte sie schließlich.,, Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich sogar etwas neudisch auf dich bin. Nicht nur auf deine Gabe, sondern auch, dass du dich so schnell mit jedem angefreundet hat. Vor mir hat jeder einfach nur Angst, ohne meine Gabe würden sie mich doch nicht einmal respektieren." sagte sie niedergeschlagen und sah auf den Boden. Nun war ich geschockt.,, Du bist neidisch, auf MICH?" fragte ich belustigt.,, Ich bin neidisch auf dich." musste ich zugeben. Jetzt sah sie mich entgeistert an. Nun lachten wir beide. Wir redeten noch eine Weile über unsere Vergangenheit, als uns einviel, wieviel wir eigentlich gemeinsam hatten. Wir lachten viel und machten uns manchmal sogar über die anderen Wachen lustig.,, Irgendwie mag ich dich." sagte Jane irgendwann. Wir saßen zusammen auf meinem Bett und sahen uns tief in die Augen.,, Ich dich irgendwie auch." musste ich zugeben.,, Wie kommt es eigentlich dazu, dass dich so viele für ein kleines Monster halten?" fragte ich. Als sie antwortete musste sie schmunzeln.,, Keiner legt sich freiwillig mit Jane Volturi an. Du hast ja selbst gemerkt, wie es schmerzt." Ich nickte nur zustimmend.,, Und das werde ich sicher nie vergessen." wieder lachten wir. Jane wollte gerade etwas erwidern, als es an der Tür klopfte.,, Herein." sagten Jane und ich wie aus einem Munde. Zu meiner Verwunderung war es Felix.,, Was gibt es?" fragte ich. Als Felix Jane sah, blieb er kurz still, bis er auf meine Frage einging.,, Meister Aro will euch sprechen. Er sagte, ich soll euch beide zu ihm bringen." Jane nickte.,, Vielen Dank." meinte sie nur. Felix warf mir noch schnell einen fragenden Blick zu, dann verschwand er durch die Tür.,, Wir sollten Meister Aro nicht zu lange warten lassen." sagte Jane mit einem Lächeln im Gesicht, das zwar ungewohnt an ihrem Gesicht war, mit dem sie jedoch wie ein Engel aussah.,, Lust auf ein Wettrennen?" fragte ich, sie Nichte nur. Schon rasten wie Kopf an Kopf durch die Gänge zu Meister Aro´s *Arbeitszimmer* wie ich es nannte. Kurz vor der Tür aber rutschte ich leicht aus und wäre fast in die Tür gerannt, hätte mich Jane nicht aufgefangen.,, Danke" flüsterte ich ihr zu. Sie klopfte an der Tür.,, Tretet ein." forderte und Meister Aro mit leicht verärgerter Stimme auf. Ich sah Jane fragend an, sie schüttelt nur den Kopf.

    11
    ,, Setz euch." sagte Meister Aro immer noch kalt, als wir eintraten. Sofort setzten wir uns, das war keine Bitte, das war ein Befehl.,, Felix hat mir erzählt, was für kurzem passierte. Eine Erklärung bitte für euer unvorbildliches Verhalten." fuhr er uns an.,, Willst du es erklären, oder ich?" fragte ich Jane, sie nickte. An Meister Aro gewandt sprach sie:,, Es ist meine Schuld Meister. Sonja trägt keine Schuld." erklärte sie niedergeschlagen. Er schüttelte nur den Kopf.,, Ausgerechnet von dir dieses Fehlverhalten zu erfahren, Jane Liebes." Ich konnte nicht zulassen dass Jane die Schuld alleine hatte.,, Nein, ich war es Meister. Ich habe Jane mit dem Blitz getroffen." kam es aus mir heraus.,, Zeig es mir." forderte mich Meister Aro auf. Ich hielt ihm sofort die Hand hin. Es dauerte ein paar Sekunden bis er sie wieder losließ.,, Also ist in den letzten vergangen Minuten mehr passiert, als ich mir gedacht hätte." meinte er, jetzt etwas schmunzelnd. Lange blieb es still.,, Dann ist ja alles wieder im Lot. Geht wieder auf eure Zimmer." befahl uns Meister Aro, er schien über etwas nachzudenken. Jane und ich senkten leicht den Kopf, dann gingen wir wieder in unsere Zimmer.

    12
    Ungeduldig standen ich und die anderen Wachen im runden Saal. Heidi sollte schon längst wieder hier sein, wusste sie denn nicht, dass wir Riesen Durst hatten? Und dann, endlich, kam sie mit einer riesigen Gruppe Touristen durch die Tür. Meister Aro stand auf und begrüßte die Menschen, die nichtsahnend zu ihm aufsahen. Wie jedes Mal hatten viele Fragen zu unserer Burg, die sie jedoch nie erklärt bekommen würden. Und dann war der Durst nicht mehr auszuhalten, jeder meiner *Familie* nahm sich einen Menschen vor. Ich dankt sogleich ein paar Menschen aus, dann suchte ich mir ein junges Mädchen aus, es musste um die 27 sein. Also war es gleich alt wie ich es jetzt gewesen wäre, hätte mich der Blitz nicht getroffen. Es sah mich ängstlich an.,, Ich dachte, du bist tot." flüsterte sie ängstlich. Ich sah sie verwirrt an.,, Wie meinst du das?" fragte ich sie.,, Du kennst mich nicht einmal mehr. Wie ist das passiert, Heidrun. Wir haben uns ewige Freundschaft geschworen, und jetzt willst du mich umbringen." Ich verstand sie nicht.,, Aber ich heiße nicht Heidrun, ich bin Sonja." Sie schüttelte den Kopf.,, Du bist Heidrun- Sonja. Nicht einmal mehr deinen Namen weißt du. Wie ist das alles passiert" fragte sie zitternd. Ich stöberte in meinen verschwommen Erinnerungen als Mensch und sah ein Mädchen, dass diesem sehr ähnlich sah.,, Laura?" fragte ich zögernd. Sie nickte.,, Also weißt du doch noch, wer ich bin." meinte sie erleichtert.,, Laura, hatten wir nicht gesagt, wir seien Zwillinge?" fragte ich. Sie nickte leicht. Jetzt wurde ich traurig.,, Du bist jetzt schon 27 und ich immer noch 13. Ich hätte nicht gedacht, dass das passieren würde." Nun erklang eine Stimme hinter mir.,, Sonja, seit wann hast du Mitleid mit unserem Essen?" fragte mich Felix. Schockiert drehte ich mich um.,, Tu ihr nichts." fauchte ich ihn an. Er sah etwas geschockt aus, als ich ihn so heftig anfuhr.,, Ist schon gut, sie gehört dir." meinte er nun etwas zurückhaltend. Nein! Keiner wird sie töten, und das werde ich versuchen zu verhindern. Schnell hob ich Laura auf, ich wollte sie nicht umbringen. Meine Menschenerrinerungen wurden immer schärfer, und ich wusste nun, wie wichtig mir dieses Mädchen gewesen ist. Wie ein Schwester, die ich nie hatte. Wir kamen beim Lift an und fuhren schnell nach oben. Gottseidank war es schon dunkel, so konnte ich schneller rennen.,, Was machst du nun mit mir?" fragte mich Laura ängstlich. Das wusste ich selbst noch nicht, doch sie war ein Mensch und wusste nun mein Geheimnis. Verwandten konnte ich sie auch nicht, dafür war ich zu schwach, doch Demetri würde mich finden, und dann würde Meister, nein nun nur noch Aro mich töten lassen. Richtig, mit dieser Rettung meiner einst besten Freundin stellte ich mein Leben in höchste Gefahr.,, Ich werde dich mit meinem Leben beschützen." sagte ich mehr zu mir, als zu ihr. Schnell rannten ich mit Laura am Arm durch die Straßen der Stadt. Ich wollte weg von hier, die Volturi bedeuteten mir nichts mehr, und dagegen kann nicht einmal Chelsea etwas tun.

    13
    Wir waren erst ein paar Wochen unterwegs, bisher habe ich nicht wahrgenommen, dass Demetri mich verfolgte. Vielleicht wollte mich Aro auch gar nicht mehr, und das war auch gut so. Ich ernährte mich zwar immer noch von Menschen, doch Laura störte das wenig. Auch für sie musste ich immer Essen besorgen. Ich konnte sie nicht zurück zu ihrer Familie lassen, die Volturi würden sie sofort töten. Gottseidank bin ich noch keinem anderen Vampir begegnet, er würde Laura sicher versuchen anzugreifen.

    Wir waren gerade irgendwo in der Nähe Moskaus. Es war Tag, deswegen waren ich und Laura in einem Hotelzimmer. Wir spielten sogar ein paar Brettspiele, um die Langeweile zu bekämpfen, doch lange ging das nicht gut.,, Ich gehe ein bisschen jagen." sagte ich schließlich zu ihr, sie nickte nur.,, Leg dich lieber ein bisschen hin, wir werden heute Nacht weiterziehen. Und da war ich schon durchs Fenster. Mit einer Kapuze am Kopf schlenderte ich jede dunkle Gasse, die ich auffinden konnte. Ich nahm mir ein paar Bettler vor, keiner würde sie vermissen. Vielleicht nahm ich mir auch einmal ein paar berühmtere Menschen vor, nur um zu sehen, wie alle Polizisten nach ihnen suchen würden und jeden ausfragen. Ich musste bei dem Gedanken schmunzeln, Menschen waren nichts gegen einen Vampir, waren nur zu unseren Gunsten da.
    Ich machte mich gerade wieder bereit, einen Bettler neben einer Mülltonne anzuspringen, da vernahm ich einen Schrei. Ein Schauder lief mir den Rücken runter, als ich Lauras Stimme erkannte. Schnell rannte ich zurück zum Hotel, mir war es egal ob mich Menschen sahen. Ich sprang hinauf zum Fenster und sprang ins Zimmer, doch ich war zu spät. Ein fremder Vampir stand vor mir, er war gerade fertig mit seiner Mahlzeit. Nein! Nicht noch jemand den ich liebte. Wütend sprang ich den fremden an, gegen meine Gabe hatte er keine Chance. Es war auch noch viel schwächer als ich und konnte nicht wirklich kämpfen, daher hatte ich ihn schnell getötet. Nun kniete ich neben Lauras kaltem Körper, das war alles meine Schuld, dachte ich mir schuldbewusst. Warum bin ich nur so zum Leiden bestimmt? fragte ich mich jämmerlich. Zuerst meine Familie, und jetzt sie. Als Vampir kannte ich sie zwar erst ein paar Wochen, doch als Mensch schon mein ganzes Leben! Ich schluchzte leise. Ich nahm ihren schlaffen Körper und wickelte sie in eine schöne Decke, dann zündete ich das Zimmer zusammen mit dem fremden Vampir an. Er hatte es verdient zu sterben. Dachte ich mir um die Schuldgefühle auszublenden. Dann sprang ich aus dem Fenster.

    14
    10 Jahre sind vergangen, seit ich Lauras Leiche vor das Haus ihrer Eltern gelegt habe, ich sah sogar, wie ihre Eltern in Tränen ausbrachen, als sie die Leiche ihrer jüngsten Tochter vor der Tür liegen sahen. Ich war sogar heimlich bei ihrem Begräbnis gewesen. Schmerzhaft musste ich feststellen, dass ich sie nicht vor allem hab retten können. Doch meine Vergangenheit hatte mich vorsichtiger gemacht, nicht nur darauf, die Volturi zu meiden, sondern auch andere Vampire.

    Seit ein paar Jahren war in in Graz unterwegs, in der Nähe meiner alten Heimat als Mensch. Ich wollte eigentlich schon längst weiterziehen, doch etwas hielt mich davon ab. Jedes mal wenn ich über die Dächer der Stadt sprang, glaubte ich verfolgt zu werden. Doch ich roch nichts außer einem Geruch, der mich leicht zum Würgen brachte. Doch dann landete plötzlich etwas hinter mir. Blitzartig drehte ich mich um und stand vor einem großen, muskulösen Vampirmann mit blonden Haaren. Wie auch jeder anderer Vampir war er wunderschön, vielleicht sogar noch schöner. Ich hob schon eine Hand, um in abzuwehren, doch er hielt meine Hände fest.,, Warte, bevor du mich mit deinen Blitzen außer Gefecht setzt muss ich dir etwas sagen. Ich beobachte dich schon seit ein paar Monaten, seit du in die Stadt gekommen bist habe ich angefangen dich regelmäßig zu beobachten." Also hatte ich mit meinem Verdacht doch recht, jemand hatte mich die ganze Zeit überwacht, doch dass er sich mir zeigen würde, hätte ich nicht gedacht.,, Mein Name ist übrigens Fred." fügte er leicht schüchtern hinzu.,, Doch warum hast du mich immer beobachtet, Fred?" fragte ich verwirrt. Verlegen starrte er auf den Boden.,, Zu erst war es nur Neugier, doch dann"

    15
    Ein paar Tage sind vergangen, seit ich Fred das erste Mal sah. Er hat mir alles gestanden, auch warum er mich beobachtet hatte. Er sagte, er habe sich in mich verliebt. Zu erst konnte ich ihm nicht ganz glauben, doch dann hat er mir seine ganze Vergangenheit anvertraut, dann habe er mich gefragt ob er mit mir zusammen durch die Welt reisen könne. Am Anfang war ich noch etwas skeptisch, doch warum sonst hatte er mir seine ganze Vergangenheit und sein bisheriges Leben anvertraut? Mit der Zeit wird auch meine Liebe zu ihm stärker. Er lässt mich vergessen, welches kleine Monster der Volturi ich einst war. Durch seine wundervolle Gabe kann er mich sogar vor Demetri schützen, auch dass mag ich sehr an ihm. Doch er erinnert mich an jemanden, jemanden denn ich zu Menschenzeiten sehr gern hatte, mir fiel jedoch nicht ein, wie dieser Jemand hieß.

    Wieder einmal sprangen Fred und ich Hand in Hand über die Dächer Salzburgs. Wir hatten beschlossen, jede Stadt meines alten Heimatlandes zu besuchen. Da roch ich einen, mir sehr bekannten Geruch. Sie waren zu neunt, doch da war noch einer, ein fremder Geruch.,, Fred, die Volturi sind hier." flüsterte ich ihm leise zu, da sie ganz in der Nähe waren. Er nickte.,, Doch da ist noch jemand, und er hat Angst. Ich will nicht, dass Aro noch mehr unschuldige Vampire zur Strecke bringt, nicht so wie er es mit meiner Familie getan hatte." Wieder nickte er, doch man sah die Besorgnis in seinen Augen.,, Ich komme mit, nur für alle Fälle." meinte er besorgt. Zusammen sprangen wir dorthin, wo wir sie gerochen hatten. Und da standen sie, alle waren sie mir bekannt, bis auf die junge, verängstigte Vampirfrau, die gequält von Janes Gabe am Boden lag. Das konnte ich nicht mitansehen. Ich schoss einen Blitz auf Aro, der sogleich vor Schmerz aufschrie und zu Boden sackte. Sofort waren alle Wachen an seiner Seite, um zu sehen was in so leiden hat lassen. Und als er benommen da lag sprangen Fred und ich zu Boden, nahmen die arme Frau und flüchteten so schnell wie möglich. Aro musste sich keinen Reim daraus machen, um zu erkennen, dass ich das war. Fred hatte das arme Opfer der Volturi um die Schulter gelegt und wir rannten so schnell wir konnten. Bevor wir in Bregenz ankamen hatten wir keine Pause gemacht. Wir wollten den Volturi jetzt erst recht nicht mehr zu nahe treten. Sicherheitshalber hatte Fred dafür gesorgt, dass sie nicht mehr an uns dachten. Als wir nun endlich auf dem Dach eines Hochhauses kaltmachten, legten wir das Mädchen auf den Boden, sie war immer noch benommen von den Qualen Janes Gabe.,, Danke, dass du mir geholfen hast, sie zu retten." sagte ich als wir Hand in Hand warteten und küsste Fred auf die Wange. Ich musste mich recken, da er viel größer war als ich. Obwohl ich für mein Menschenalter sehr groß war, war er immer noch eineinhalb Köpfe größer als ich. Er lächelte leicht und hob mich hoch und schlang seine Arme dabei fest um mich.,, Für dich tue ich alles, mein kleines Heidilein." Jetzt schmunzelte auch ich. Ich mochte den Namen, den er mir gegeben hatte, obwohl ich mich daran gewöhnen musste, wieder Heidrun und nicht Sonja zu heißen. Doch da regte sie die junge Frau am Boden endlich und stand benommen auf.,, Was ist passiert, wo bin ich, wer seit ihr den und wo sind die Volturi hin?" fragte sie verwirrt.

    16
    ,, Ich bin Heidrun, und das ist mein Freund Fred. Wir haben dich gefunden, als du von Jane gefoltert wurdest, daher haben wir uns entschlossen dir zu helfen." antwortete ich auf ihre Fragen.,, Danke, ihr habt mir das Leben gerettet. Wie kann ich das je wieder gut machen?" fragte sie beschämt. Fred schüttelte nur den Kopf.,, War doch keine Ursache. Doch wie heißt du eigentlich?" wollte er wissen.,, Wie unhöflich von mir. Ich bin Ylvi.",, Schön dich kennen zu lernen, Ylvi. Doch was wollten die Volturi eigentlich von dir?" fragte ich neugierig. Sie schüttelte leicht den Kopf.,, Sie suchten nach einer gewissen Sonja. Ihre Gabe sei sehr gefährlich, daher wollten sie sie unbedingt finden und unter Kontrolle bringen. Sie sagten sie sei sehr angriffslustig und tötet jeden, dem sie begegnet." Mir blieb der Atem weg. Also suchten sie mich doch noch, und sie wollten mich entweder wieder versklaven oder töten. Und wenn ich in Gefahr war, dann war es der arme Fred ebenfalls. Ich sah in besorgt an, auch er sah verängstigt aus.,, Ylvi, wir müssen dir etwas erzählen, doch du musst versprechen, es niemanden zu erzählen." Sie nickte heftig.,, Das bin ich euch schuldig nachdem ihr mir das Leben gerettet habt. Wie erzählten ihr alles, mein ganzes bisheriges Leben, auch dass ich diese Sonja war. Sie sah so aus, als wolle sie jederzeit flüchten, doch ich erklärte ihr ebenfalls, dass ich nicht gefährlich war. Sie entspannte sich wieder. Nun erzählte auch Fred woher er kam, auch dass er früher in einer Neugeborenen Armee war um meine alte Familie zu töten, er jedoch kurz vor dem Kampf geflüchtet ist.,, Das ist ja schrecklich!" meinte Ylvi nur.,, Ihr hattet ja eine schreckliche Vergangenheit. Ich will diesen Mördern aus Italien nie mehr gegenübertreten. Doch nun möchte ich euch auch meine Geschichte erzählen." Wie nickten nur, da es uns auch interessierte. Sie fuhr fort.,, Ich bin so wie du, Heidrun, in Österreich geboren. Doch meine Eltern starben früh und meine restliche Familie wollte mich nicht. Dann bin ich in ein Heim geschickt worden, in dem es jedoch schrecklich zuging. Nach zwei sieben Jahren, ich war gerade 17 geworden, bin ich geflüchtet. Die Polizei hat mich gesucht, nur knapp konnte ich ihnen entkommen. Doch dann hat mich ein Vampir gefunden. Er biss mich und als er dachte ich sei tot, hat er mich einfach liegen lassen. Doch ich lebte noch und wurde verwandelt. Ich war allein als ich neugeboren war, das war nicht immer leicht. Mit der Zeit entwickelte ich ebenfalls wie ihr beide eine Gabe. Ich konnte an einem verschwinden und an einem anderen wieder auftauchen. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass ich immer verschwinden musste um nicht zurück in Heim musste. Ich lebte genau 13 Jahre als Vampir, als ich von den Volturi überfallen worden bin und über dich ausgefragt wurde." Nun schwieg sie und auch wir wurden leise. Dieses arme Mädchen war ebenfalls wie ich noch nicht ganz erwachsen gewesen als es starb, doch heute wäre es fast umgekommen.,, Entschuldige uns kurz Ylvi, aber ich muss kurz mit Fred reden." Der sah mich fragend an.,, Ich erzähle es dir gleich." Meinte ich nur zu ihm. Verwirrt folgte er mir, biss wir aus Ylvis Hörweite waren.,, Was hältst du von ihr. Ich finde sie nett und sie ist genauso auf der Flucht wie wir, nachdem wir sie gerettet haben. Sollen wir sie fragen, ob sie sich uns anschließen will?" fragte ich. Lange Zeit blieb es still, da Fred überlegte.,, Einen mehr bei uns zu haben wäre wirklich nicht schlecht, doch können wir ihr vertrauen?" fragte er. Ich nickte.,, Wir haben ihr das Leben gerettet und wir können sie auch nicht mehr ziehen lassen, Aro würde sie sofort töten lassen. Und du weißt genau so gut wie ich, was sie alles durchmachen musste." Nun nickte auch er.,, Ja, wir müssen sie schützen. Sie hat es verdient." Meinte auch er nun.,, Danke, Fred." bedankte ich mich bei ihm und gab ihm einen flüchtigen Kuss auf die Wange. So schnell wir konnten rannten wir zurück zu Ylvi. Sie wartete schon verzweifelt nach uns.,, Wir haben gerade über dich geredet, und wir fragen dich, ob du dich uns anschließen willst. Die Volturi würden dich sofort töten, würden sie dich allein finden. Du könntest auch nicht flüchten, da Victor deine Gabe manipulieren kann. Also überleg es dir bitte gut, welche Weg du ab jetzt einschlägst." Meinte Fred mit seiner tiefen, ruhigen Stimme. Kurz blieb es still, doch dann machte sie endlich den Mund auf.,, Das kann ich nicht von euch verlangen. Ich bin euch sowieso schon etwas schuldig und damit werde ich euch auch noch belasten" Ich räusperte mich leicht um sie zu unterbrechen.,, Natürlich macht es uns nichts aus, dich ab sofort bei und zu haben." meinte ich freundlich. Fred nickte.,, Es würde uns freuen, dich bei uns zu haben. Zu dritt sind wir stärker als allein." Sie lächelte und rannte auf uns zu. Sie schlang ihre Arme um uns und hielt uns umschlungen.,, Dann will ich annehmen und bei euch bleiben."

    17
    Drei Monate sind vergangen, seit Ylvi sichuan angeschlossen hat. Obwohl sie sehr schüchtern ist, bringt sie uns immer zum Lachen. Ich mag sie sehr und bereue es überhaupt nicht, sie eingeladen zu haben. Auch Fred versteht sich gut mit ihr, obwohl er viel mehr mit mir macht, als mit ihr. Was auch klar war, schließlich waren wir ein Pärchen. Wie sind vor kurzem nach Irland gereist, da wir weiter weg von den Volturi sein wollten. Es wäre zu riskant, wenn Vicot Freds Gabe blockiert und sie uns dadurch finden würden, schließlich suchen sie schon zwei Vampire.

    Wie zogen gerade übers Land, nachdem wir eine ausgiebige Jagd gemacht hatten. Da stieg mir ein unbekannter Vampirgeruch in die Nase.,, Habt ihr das auch gerochen?" fragte ich Fred und Ylvi. Beide nickten.,, Ich glaube sie kommen auf uns zu." meinte Ylvi. Fred nickte.,, Ja und sie werden bald hier sein. Wir sollten Leiber verschwinden." Er wollte schon in die andere Richtung weiter, da nahm ich ihn an der Hand und zog ihn zurück.,, Warte, Carlisle hat mir mal von Vampiren erzählt die in Irland leben. Sie seihen hier die einzigen unserer Art, sie seien dazu noch sehr nett und freundlich." Nun gab er nach und seufzte tief.,, Na schön, aber nur kurz." meint er streng. Da rannte ich schon voraus in die Richtung, aus der der Geruch kam. Ich war verwundert als Ylvi neben mir auftauchte, normal war ja ich die schnellste der Gruppe.,, Wie schaffst du das immer?" fragte sie mich flüsternd. Ich war verwirrt.,, Wie schaffe ich was?" fragte ich zurück. Sie schmunzelte.,, Wie schaffst du es Fred immer um denn Finger zu wickeln. Er gibt immer nach und doch liebt er dich über alles." Jetzt schmunzelte ich.,, Ja, er liebt mich und ich leibe ihn. Ich glaube er will mich einfach glücklich machen, weil er als Menschen schon erwachsen war und ich erst 13." Ylvi nickte. Wir konzentrierten uns wieder auf den Geruch der fremden Vampire, wir kamen immer näher. Wir sahen sie auch schon. Eine große Frau, ein Mann und ein junges Mädchen, dass um die 16 aussah. Kurz vor ihnen machten wir halt, dann löste sich Freds Schutzschild in Luft auf. Alle drei Vampire machten einen großen Satz zurück, als wir plötzlich aus dem Nichts auftauchten. Die große Frau zischte.,, Wer seit ihr, oder besser gesagt, was macht ihr hier?" Ich sah Fred kurz an, um ihm zu sagte, dass ich lieber das Reden übernahm.,, Ich bin Heidrun, das hier ist mein Freund Fred und das ist Ylvi. Carlisle hat mir schon von euch erzählt. Ihr seit angeblich der einzige Zirkel hier in Irland." Die Frau nickte.,, Ja, das sind wir. Doch was wollt ihr hier?2 fragte sie wieder. Ich erzählte ihr alles, sogar was mit meiner alten Familie passiert ist.,, Das ist ja schrecklich!" rief Maggie aus. Liam schüttelte frustriert den Kopf.,, Das ist ein Ungerechter Schachzug der Volturi, und das nur aus Rache." Siobhan schien sprachlos. Carlisle hatte mir erzählt, dass sie eine starke Freundschaft verband. Sie flüsterte leise seinen Namen vor sich hin und auch den Von Esme, Edward, Alice, Rose und den anderen. Schmerzhafte Erinnerungen überfluteten mich. Ich vermisste sie immer noch, doch Siobhan riss mich aus meinen Gedanken.,, Wollt ihr nicht zu Besuch bleiben? Wir würden uns über Gesellschaft freuen."

    18
    Wie waren schon 2 Monate hier in Irland. Siobhan, Liam und Maggie sind mir in dieser Zeit ans Herz gewachsen. Wie jagten immer zusammen und haben sogar über unsere Verhagangenheit gesprochen. Ich fühlte mich bei ihnen wieder wie bei einer großen Familie, so wie es einst die Cullens für mich gewesen waren.

    Wie waren auf dem Weg zur nächsten Großstadt, um dort unseren Durst zu stillen. Wir nahmen uns ein paar Obdachlose vor, Menschen die man nicht so schnell vermissen würde. Ich schlug gerade meine Zähne in den Hals einer jungen Frau, die fast verhungert am Boden lag. Sie schmeckte sogar noch besser als sie roch, obwohl sie mit Dreck überdeckt war. Nachher nahm ich mir noch zwei Obdachlose vor, dann versenkten die anderen und ich die Leichen im nächsten Fluss. Die würde so schnell keiner finden. Sofort machte wir uns auf den Rückweg, doch da stieg mir ein Geruch in die Nase, den ich immer versucht hatte zu meiden. Ich zog Fred zu mir zurück und er sah mich fragend an.,, Sie sind hier." flüsterte ich ängstlich.,, Wie müssen die anderen beschützen, bring du sie zurück, ich habe bereits einen Plan." Allein zog ich los in die Richtung aus dem ich sie wahrgenommen hatte. Fred lies mich zwar nur ungern alleine gehen, doch was hatte er denn für eine andere Wahl? Die anderen waren dadurch ungeschützt und ich konnte mir schon selbst helfen, immerhin kannte ich sie besser als alle anderen. Direkt rannte ich auf sie zu, doch noch bevor ich sie richtig sah, machte ich einen großen Bogen um sie. Zufrieden stellte ich fest, dass sie mir bereits folgten. Gott sei Dank war ich schneller als sie, wodurch die Distanz zwischen und weiter war als nötig. An der Küste angekommen sprang ich ins dunkle Wasser und schwamm zurück ins Herz Europas. Dorthin, wo ich mich besser auskannte als irgendjemand anderes. Ich rannte gerade über die österreichische Staatsgrenze und rannte direkt auf den Ort zu, indem ich den Großteil meines Menschenlebens verbracht hatte, dorthin, wo ich jeden Baum kannte, jede Wiese und jeden Felsen, der dort stand. Ich rannte in den Wald, den ich schon als Kind besser kannte als die eigene Hosentasche. Hier hatte ich mich immer vor meinen Eltern versteckt, wenn ich alleine sein wollte. Alles war wie früher. Die vielen Nadelbäume, die alte Hütte und der alte Zaun. Und dann endlich, kamen sie auf mich zu. Majestätisch schwebten sie auf mich zu. Vorneweg waren Aro, Caius und Markus. Ihnen folgten Jane, Alec, Felix, Demetri, Victor und Christopher. Aro lächelte leicht und sagte mit honigsüßer Stimme, die jedoch so scharf wie ein Messer war, zu mir.,, Schön dich wiederzusehen, Sonja." begrüßte er mich.,, Wir haben dich überall gesucht, und jetzt endlich haben wir dich gefunden. Freust du dich nicht, uns wiederzusehen?" fragte er freudig.,, Ja, es ist wirklich schön, euch wiederzusehen." antwortete ich kalt.,, Doch inzwischen habe ich meinen eigenen kleinen Zirkel gegründet, daher werde ich nicht freiwillig zu euch zurückkehren, außer ihr wollt mich töten." Nun sah Aro ernsthaft bestürzt aus.,, Das wäre mir im Traum nie eingefallen, liebste Sonja." Ich lächelte gehässig.,, Das liegt daran, dass du nicht mehr schlafen kannst." meinte ich frech. Nun ergriff Caius das Wort.,, Seit deinem Verschwinden hat sich eine große Lücke Inn der Garde aufgetan." meinte er eiskalt. Als es kurz still blieb, nutzte ich die Gelegenheit, meinen Plan wiederauszuführen.,, Natürlich würde ich gerne noch etwas länger bleiben und plaudern, doch ich glaube meine Leute vermissen mich schon. Auf Wiedersehen." verabschiedete ich mich.,, Und übrigens heiße ich Heidrun. Heidrun- Sonja." jetzt rannte ich so schnell ich konnte zu dem alten Pfad, den ich einst entdeckte als ich noch um die 4 Jahre alt war. Wie erwartet rannten mir die Wachen hinterher, doch ich war schneller und kannte mich noch dazu besser aus, als sie alle zusammen. Ich sprang direkt in einen Dornbusch. Die Ranken zerrten an meinen Haaren, doch ich rannte weiter. Und da war ich auch schon. Ich stand mitten in einem holen Baum, früher hatte ich ihn immer den Zauberbaum genannt. Er ist einmal von einem Blitz ausgehöhlt worden, durch einen kleinen Erdrutsch konnte man ihn schließlich auch betreten. Wie besprochen wartete Ylvi schon im Schatten auf mich.,, Ein schönes Versteck dass du hier hast." begrüßte sie mich. Ich nahm ihren Arm und wir verschwanden.

    19
    Ich öffnete wieder meine Augen und war wieder in Irland. Sofort nahm mich Fred in den Arm.,, Gott sei Dank geht es dir gut. Ich habe mir schon solche Sorgen um dich gemacht, ich dachte sie hätten dich." Ich lächelte.,, Du glaubst doch nicht etwa, dass sie mich erwischen können." meinte ich schmunzelnd. Nun lies er wieder von mir ab. Jetzt ergriff Ylvi wieder das Wort.,, Ich weiß nicht, wie es euch geht, an´der ich bekomme langsam Heimweh." Auch Fred nickte.,, Ja, auch ich denke, dass es wieder Zeit ist weiterzureisen, wir haben eure Gastfreundschaft lange genug ausgenutzt." sagte er an Siobhan gewandt. Sie schüttelte nur den Kopf.,, Es war uns eine Freude, euch kennenzulernen. Besucht uns bald mal wieder." ich verabschiedete mich noch von ihnen, dann nahm ich wieder Ylvis Hand und wir verschwanden.

    Als wir wieder auftauchten befanden wir uns auf dem Dach eines Hochhauses.,, Wo sind wir hier, Ylvi?" fragte Fred. Auch ich wusste nicht recht wo wir waren. Doch dann sah ich den Prater und wusste sofort wo wir waren.,, Wir sind in Ylvis Heimatstadt, in Wien. Ich mochte die vielen Autos und den Lärm nie. Ich bin am Land aufgewachsen." meinte ich. Und schon sprangen wir wieder über die Dächer der Stadt und genossen die schöne Nacht.

    20
    Monate sind vergangen, seit wir die irischen Vampire verlassen hatten. Ich vermisste sie, vor allem Maggie war sehr nett zu mir gewesen. Zurzeit waren wir in Russland, es war wirklich toll hier. Wir haben ein paar mal den Geruch der Volturi entdeckt und sind dann weitergezogen. Doch dieses Mal konnte ich nur den Geruch von Demetri, Felix, Victor und Chelsea entdecken. Also ist es Aro zu dumm geworden, mich immer zu suchen. Doch es deutete alles darauf hin, dass sie mich wiederhaben wollten. Demetri sollte mich sicher versuchen aufzuspüren, Felix sollte mich festhalten damit Chelsea mich wieder an die Volturi binden konnte, und Victor sollte dafür sorgen, dass ich meine Blitze nicht einsetzen konnte. Eigentlich gar nicht dumm von Aro, doch er hat sicher nicht mit Fred gerechnet. Anscheinend wurde Demetri immer übel, wenn er versuchte mich zu finden. Bei dem Gedanken musste ich schmunzeln. Wie Demetri würgend am Boden lag war einfach zu lustig, dabei war er immer so ehrgeizig und gab nie auf.

    Wieder einmal kamen wir von der Jagd zurück, als wir sie wieder rochen, sie suchten mich wieder. Ich hörte Felix´Stimme.,, Bringen wir in zu Meister Aro. Sicher weiß er mehr über sie, als er zugibt." Nicht schon wieder. Warum mussten so viele unschuldige Vampire zu meinem Schutz gefoltert werden.,, Fred, wir müssen ihm helfen. Und wenn wir damals Ylvi retten konnten, dann werden wir auch diesen unschuldigen Vampir retten können." Er nickte und natürlich war auch Ylvi einverstanden. Auch ihr ging es einmal wie diesem Vampir. Seite an Seite rannten wir dorthin, wo wir den Geruch ausgemacht hatten und blieben zuerst im Hintergrund. Felix war gerade dabei, einen jungen Vampir, er musste um die 20 sein, gegen eine Wand zu schmeißen. Verzweifelt wehrte sich der Junge, doch Felix war zu stark.,, Aber wenn ich es doch sage" flehte er.,, Ich weiß nichts von dieser Heidrun die Blitze beschwören kann." Der ärmste wurde aber jedoch wieder von Felix zum Schweigen gebracht, als er ihn auf den Boden drückte.,, Entweder, du hörst auf die wie ein kleines, hilfloses Kind zu benehmen, oder ich bringe dich dazu." knurrte er. Das war genug. Fred, Ylvi und ich ließen uns vom Dach fallen.,, Das reicht, lass ihn in Ruhe, Felix." sagte ich ruhig zu ihm. Blitzartig drehte er sich zu mir um.,, Da bist du ja. Ich habe dich schon vermisst, es fehlt dein Humor in Wache. Zurzeit ist es sehr langweilig. Immer das Gleiche. Heidrun suchen, und suchen und suchen." Ich lächelte ihn gespielt an.,, Warum will mich Aro immer noch. Ich habe ihn verraten und werde mich nicht mehr freiwillig eine Volturi nennen. Er hat Carlisle und Eleazar auch gehen lassen und einen Zirkel gründen lassen. Warum habe ich nicht das Recht dazu?" fragte ich ihn. Felix schüttelte den Kopf.,, Das kann ich dir nicht sagen, trotzdem muss ich dich zu ihm bringen." Er steckte schon eine Hand nach mir aus, doch Fred kam dazwischen.,, Lass sie!" fauchte er ihn an. Ich nahm Fred am Arm.,, Ist schon gut, Fred. Ich kann mich nicht ewig verstecken. Und du kannst mich nicht vor allem beschützen." Ängstlich blickte er mir in die Augen, ich nickte nur.,, Aber nur, wenn ich auch mitkommen darf." Ich sah Felix fragend an. Der knurrte leise.,, Wenn es sein muss." Nun sagte auch Ylvi etwas.,, Ich komme natürlich auch mit." Demetri seufzte.,, Da wird sich Aro aber freuen." meinte er sarkastisch. Aus meinem Augenwinkel sah ich, wie sich der fremde Vampir aus dem Staub machen wollte, auch Demetri sah dies und stürzte sich sofort auf ihn.,, Und du kommst natürlich auch mit." knurrte er ihn an. Also machten Fred, Ylvi, ich, die Volturi und der unbekannte Vampir uns auf den Weg nach Italien. Da wir in Vampirtempo rannten, dauerte es nicht lange, bis wir Volterra erreicht hatten.

    21
    Wir gingen langsam durch die alten Gänge der alten Burg. Ich hatte gehofft hier niemals mehr gehen zu müssen. Doch dann hatte mich das Schicksal eingeholt. Wir folgten Chelsea und Demetri, neben mir gingen Fred und Ylvi. Sie schienen sehr nervös als es uns schon in den nächsten Gang führte. Ich hörte den unbekannten Vampir hinter uns wimmern. Felix schupste ihn vor sich her, sicher wollte er nicht hier sein, sicher wusste auch er, was uns hier erwartete. Ich glaubte nicht, Lebens wieder zurückzukehren, doch trotzdem ging ich still schweigend zur golden verzierten Tür. Doch anstatt durch sie hindurchzugehen, bogen wir nach links, zu einer etwas kleineren Türe, die zum Thronsaal führte. Schließlich brachte uns die große, golden verzierte Tür nur in die Gemächer der drei Volturimeister. Wir gingen durch die Tür, anscheinend erwarteten sie uns schon. Aro, Caius und Markus saßen wie immer auf ihren Thronen und ließen sich wie Könige behandeln. Neben ihnen standen Jane, Alec, Afton und Santiago. Ich betrat den Raum und Aro stand schon auf und begrüßte uns.,, Willkommen zu Hause, Chelsea. Du hast sie tatsächlich wieder gefunden." Er lächelte und nahm sofort die Hand der kleinen Dame. Gefesselt von ihren Erinnerungen blickte er tief in ihre Augen, doch es dauerte nicht lange, da lies er sie auch schon wieder los.,, Und du hast sogar noch mehr mitgebracht." sagte er mit einem flüchtigen Blick auf Fred, Ylvi und den Fremden. Nun wandte er sich erstmals mir zu.,, Schön dich wiederzusehen, Heidrun." meinte er höchst interessiert.,, Und wie ich sehe, hast du deinen eigenen Zirkel gegründet, gratuliere." fuhr er fort.,, Ja, es ist wirklich wundervoll wieder hier zu sein, Aro." antwortete ich sarkastisch. Darüber musste er nur lachen.,, Du bist anscheinend erwachseneren geworden, in den Jahren, in denen du uns verlassen hast. Noch dazu etwas ernster." Ich lachte leise auf.,, Die Zeit in der ich als freier Vampir herumlaufen konnte, hat mir gezeigt, wo ich eigentlich hingehöre." Nun ergriff Caius das Wort.,, Wir haben dich schon vermisst." meinte er wie immer mit eiskalter Stimme. Aro sprach weiter, so als hätte Caius nie etwas gesagt.,, Darf ich." fragte er höflich und hielt mir seine Hand hin. Wiederwillig gab ich ihm meine Hand. Ich wollte meinen Blick von ihm abwenden, doch ich konnte nicht, also sah ich ihn einfach nur an. Lange blieben wir so, keiner rührte sich. Langsam wurde die stille unerträglich, man spürte die Spannung, die langsam Gestalt annahm. Doch da hörte ich etwas hinter mir, der fremde Vampir versuchte zu flüchten. Schlagartig lies Aro meine Hand los und fuhr zu dem verängstigten Vampirjungen herum.,, Du wagst es, mich zu unterbrechen?" fauchte er ihn an. Blitzartig hatte Felix in im Nacken genommen und drückte ihn zu Boden, damit Aro ihm den Kopf abschlagen konnte. Ich nickte Fred zu und schon lagen alle bis auf mich, Ylvi und der fremde Junge würgend am Boden.,, Wir sind lange genug tiergeblieben." meinte ich finster.,, Lasst uns verschwinden." So schnell wir konnten, flüchteten wir und zerrten den Fremdling hinter uns her. Wir machten nicht halt, bevor wir uns sicher waren, dass die Volturi weit genug entfernt von uns waren.

    22
    Keuchend blieben wir stehen, der fremde Junge brach sogar zusammen. Seltsam für einen Vampir, einmal nicht mehr weiter zu können. Nun wandten wir uns dem fremden Vampir zu.,, wer bist du?" fragte ihn Ylvi. Es dauerte ein bisschen, bis er uns antwortete.,, Ich heiße Marco." sagte er schließlich immer noch verängstigt.,, Ich danke euch, ihr habt mir schon zweimal das Leben gerettet. Wie kann ich das wiedergut machen?" fragte er. Fred schüttelte nur den Kopf.,, Keine Ursache. Auch Ylvi ist es einmal so gegangen." Sie nickte.,, ja, auch mich hätten die Volturi fast umgebracht, doch Fred und Heidi haben mich schließlich gerettet." Kurz blieb es still, doch dann brach Marco das Schweigen.,, Darf ich mich euch ebenfalls anschließen? Vielleicht kann euch meine Gabe ebenfalls helfen, vor den Volturi zu flüchten." Kurz sah ich ihn an.,, Was ist deine Gabe, Marco?" wollte ich interessiert wissen. Er lächelte leicht.,, Ich weiß, was jemand als nächstes tun will, so habe ich auch gesehen, was du gleich zu mir sagen willst. Leider funktioniert das nur, wenn jemand bewusste weiß, was er tun will. Deshalb habe ich auch nicht direkt gesehen, was dieser Felix der Volturi tun will. Er entscheidet spontan." Ich sah Fred fragend an, er nickte als Antwort. Dann sah ich Ylvi eindringlich an, sie nickte heftig. Auch ich war einverstanden.,, Willkommen in unserem kleinen Zirkel, Marco.

    23
    Ein paar Monate sind vergangen, seit sich auch Marco unserer Gruppe angeschlossen hatte. Ich verstand mich gut mich ihm, auch die anderen. Vor allem Ylvi mochte ihn gern, dass sah man an dem Blick, mit dem sie ihn ansah. Auch er sah sie auf eine andere Weise an. Ich musste Liese kichern, als ich an die junge Liebe dachte. Als Menschen waren sie zwar älter gewesen als ich, doch hier war in hinter Fred die älteste. Ich genoss mein neues Leben, obwohl ich immer noch auf die Volturi acht geben musste.

    Wir zogen gerade übers Land. Zurzeit waren wir in Australien, schließlich wollten wir den Volturi nie mehr begegnen, nach der unserer letzen Begegnung mit ihnen wäre das sozusagen Selbstmord. Hier in Australien gab es hoffentlich keine Vampire, ich jedenfalls hatte ich bis jetzt keinen gerochen. Gerade liefen wir über das offene Land, hier war weit und breit kein Mensch in Sicht. Doch dann, plötzlich war der Boden unter meinen Füßen weg und ich brach in ein tiefes Loch ein. Ich fiel tief ins schwarze und kam hart am Boden auf. Als ich benommen die Augen öffnete, sahen mich fünf rote Augenpaare aus schmalen Schlitzen an. Hier waren also doch Vampire, doch sie rochen anders und waren alle fast über zwei Meter groß. Es waren fünf Männer und zu meiner Verwunderung sahen sie noch älter aus als Aro, Caius und Markus zusammen.,, Wer bist du und was machst du hier?" fauchst mich einer der Männer an. Ich konnte nicht antworten, so verängstigt war ich. Der Mann der gesprochen hatte wurde jedoch von einem anderen auf die Seite geschupst.,, Lass mich mit ihr reden, Akuro." meinte er mit sanfter Stimme zu dem anderen, anscheinend Akuro.,, Wer bist du Liebes?" fragte er mich freundlich.,, Bist du einer unserer Nachkommen?" fuhr er fort. Ich wusste nicht recht.,, Ich bin ein einfacher Vampir." brachte ich zitternd hervor. Nun wandte der freundlich Mann sich wieder Akuro zu.,, Siehst du, es ist ganz einfach. Sie ist ein Nachkomme von uns und damit kein Feind von uns." Akuro knurrte leise. Ich beachtete ihn nicht, mir ging durch den Kopf, was er vorhin gesagt hatte. Ich sei eine seiner NACHKOMMEN.,, Darf ich fragen, was ihr genau seit, wenn ich euer Nachkomme bin?" fragte ich verwirrt. Einer der anderen Männer sprach nun.,, Wir sind die aller ersten Vampire, die es auf diesem Planeten je gegeben hat. Wir haben euch erschaffen als unsere Nachkommen um den Menschen Einheit zu gebieten. Sonst hätten sie noch mehr Dummheiten angestellt." erklärte er mir. Jetzt sprach auch der vierte der Männer etwas.,, Doch wie kommt es zu deinem Besuch?" fragte er neugierig. Schnell erzählte ich ihnen von meiner Flucht vor den Volturi. Als ich geendet hatte, ließen sie sich das von mir Erzählte durch den Kopf gehen.,, Und du sagst, diese Volturi, wie du sie genannt hast, sehen sich als die Hüter der Vampirregeln sehen, verhalten sich wie Könige und versuchen so viel Macht zu erlangen, bis sie niemand mehr aufhalten kann?" Ich nickte.,, So etwas ähnliches." Nun sagte auch der fünfte etwas.,, Ich denke, wir sollten ihnen einen Besuch abstatten."

    24
    Ich sprang wieder aus dem Loch, die fünf Urvampire folgten dicht hinter mir. Sie hatten mir erzählt, dass sie schneller uns stärker waren als wir, und die Gaben eines normalen Vampire würden ihnen nichts ausmachen. Kaum war ich wieder an der Oberfläche, nahm mich Fred verängstigt in die Arme.,, Mir geht es gut, wirklich." beruhigte ich ihn. Nun lies er mich los und sah die fünf riesigen Männer hinter mir misstrauisch an.,, Und das sind?",, Erkläre ich dir später.“ Meinte ich nur. Nun wandte ich mich wieder den Urvampiren zu.,, Die Volturi leben in Volterra, in Italien. Wenn ihr wirklich dorthin wollt, können wir euch leider nicht begleiten.“ Sagte ich zu ihnen. Der freundliche Vampir schüttelte nur den Kopf.,, Nein, ich denke, ihr solltet mitkommen.“

    und so kam es dann auch. Wir reisten nach Italien, anscheinend hatten die fünf Vampire einen Plan, bis jetzt wusste ich aber nicht, was sie vorhatten. Langsam wurde ich misstrauisch und wäre fast geflüchtet. Doch sie waren uns nicht nur zahlenmäßig überlegen, sie waren stärker und schneller als wir, noch dazu immun gegen unsere Gaben. Also hatte ich keine andere Wahl, als wieder zu den Volturi zu gehen.
    Schon bald kamen wir dort an, wie erwartet fanden die Wachen uns schon kurz vor der Stadt. Jane, Alec, Felix, Demetri, Chelsea, Afton und Santiago waren hier.,, Schön euch wiederzusehen." begrüßte mich Alec wie immer freundlich, doch ebenfalls diszipliniert.,, Wie ich sehe hast du noch mehr mitgebracht. Was verschafft uns die Ehre?" Auch ich lächelte gespielt.,, Es ist auch schön, euch alle wiederzusehen. Ich möchte euch nur die fünf Urvampire vorstellen, dann gehe ich wieder." Nun ergriff Jane das Wort.,, Dann bringen wir euch einmal zu Meister Aro." meinte sie ausdruckslos, doch in ihren Augen konnte ich sehen, dass wir immer noch Freundinnen waren. Wenn ich so darüber nachdachte, fiel mir ebenfalls auf, dass ich sie sehr vermisst hatte. Schon liefen wir los, im Schatten der Burg liefen wir direkt zu dem Kanaldeckel, der uns zu den unterirdischen Gängen führte. Die fünf Urvampire waren zuerst etwas skeptisch, doch dann entschieden sie sich doch, nach unten zu springen. Die Gänge hatten wir schnell hinter uns gelassen, und ehe ich mich versah, standen wir schon im runden Thronsaal.,, Corin, lass die Meister wissen, dass wir Besuch haben." befahl Jane ihr. Schnell verschwand sie aus dem Raum durch die Tür, die zu den Gemächern der drei Volturimeister und deren Gattinnen führte. Es dauerte nicht lang, da kamen sie auch schon. Wie jedes Mal gingen Caius und Markus direkt zu deren Throne, Aro jedoch kam direkt auf uns zu.,, Ich hätte nicht gedacht, dich wieder zu sehen, Heidrun. Und du hast noch jemanden mitgebracht." sagte er entzückt mit einem Blick auf die fünf Urvampire. Der größte und auch freundlichste der fünf Vampire sprach nun zu Aro.,, Wir haben schon von dir gehört, Aro, und dann beschlossen dich aufzusuchen. Wir sind übrigens der Blaire-Clan und damit die allerorten Vampire auf Erden." Aro schien fasziniert von den fünf Riesen.,, Darf ich deine Hand haben?" fragte er höflich. Ich schüttelte den Kopf.,, Unsere Gaben funktionieren nicht bei ihnen, Aro. Noch dazu sind sie stärker und schneller als wir." Das machte Aro etwas vorsichtiger, er machte auch ein paar Schritte zurück.,, Faszinierend." brachte er schließlich hervor. Jetzt wurde er jedoch ernster.,, Und was verschafft mir die Ehre, euch zu treffen?" fragte er immer noch freundlich, doch ein kleiner Hauch von Angst mischte sich mit seiner honigsüßen Stimme. Ich hätte nie gedacht, dass Aro, einer der mächtigsten Vampire der Welt einen Hauch von Angst zeigen konnte. Doch wahrscheinlich war ihm nicht geheuer, dass die Gaben von Jane und Alec nichts nützen würden. Was auch hieß, dass diese Vampire wenn sie wollten, die Volturi ein für alle mal stürzen könnten. Schnell verdrängte ich den Gedanken. Ich hatte hier schließlich immer noch Freunde, und an Janes schuldigem Blick als sie mitnehmen mussten konnte ich ebenfalls daraus schließen, dass sie immer noch meine Freundin war. Hoffentlich nutzte Aro diese Freundschaft zu Janes Gunsten nicht aus. Eine Stimme riss mich wieder aus meinen Gedanken.,, Ich glaube, wir sollten wieder gehen. Hoffen wir das unsere Nachkommen sich auch wirklich an eure Regeln halten werden, Aro. Auf Wiedersehen." Ich hatte anscheinend das ganze Gespräch zwischen ihnen überhört. Auch ich wollte gehen, wurde jedoch wieder zurückgezerrt.,, Wo willst du den hin?" fragte mich Felix.

    25
    Auch Fred, Ylvi und Marco hatten sie zurückgezerrt. Ich versuchte ihn mit einen Blitz loszuwerden, doch wie erwartet hatte Victor meine Gabe blockiert. Ich sah Fred an, er nickte. Nicht einmal seine Gabe funktionierte. Hat toll, ich hatte schon von Anfang an gewusst, dass es nicht gut ausgehen würde, wenn wir die Urvampire begleiten würden. Doch jetzt konnten wir die Lage auch nicht ändern. Sicher konnten Ylvi und Marco ihre Gabe auch nicht mehr einsetzen. Nur noch ein Wunder konnte uns jetzt noch vor Aros Willen retten. Und als hätten ihn meine Gedanken herbeigerufen stand er auch schon vor mir. Mein einstiger Meister, den ich wegen meiner alten besten Freundin verlassen habe, die dann jedoch gestorben ist. Dann habe ich Fred kennengelernt und habe endlich wieder einen Funken Hoffnung verspürt. Dann, als wir Ylvi vor ihnen retteten und auch Marco aufgenommen hatten. Warum konnte Aro mich nicht einfach in ruhe mein zweites Leben leben lassen?,, Was willst du von mir Aro?" fauchte ich ihn an. Mit meinem forschen Ton hatte er sicher nicht gerechnet, denn er sah sehr verwundert aus und zuckte kaum merklich zusammen. Doch dann faste er sich wieder.,, Ich möchte dich nur wieder gerne ein Mitglied der Volturigarde nennen können, ist es wirklich so schrecklich bei uns?" fragte er mich traurig. Ich sah schuldbewusste auf den Boden. Ich wusste nicht genau, warum ich abgehauen bin, doch nun bin ich glücklich. Wenn ich darüber nachdachte hätte ich Laura einfach verwandeln können. Doch dann hob ich den Blick wieder.,, I... Ich weiß immer noch nicht genau, warum ich die Volturi verlassen habe. Doch jetzt bin ich glücklicher als ich es hier ja hätte werden können. Ich habe meinen Lebensgefährten gefunden und meinen eigenen Zirkel gegründet. Zurzeit will ich nichts weiter als nicht jeden Tag in Angst zu leben, erwischt zu werden und hierher zu müssen, oder sogar zu sterben." meinte ich schuldbewusst.,, Nicht so, dass ich das Leben hier nicht mochte, doch ich will frei sein und tun und lassen was ich will. Ich will nicht die Regeln behüten und die bestrafen, die sie brechen. I.. Ich" nun konnte ich nicht mehr weiterreden. Ich hatte Schuldgefühle und wusste nicht genau warum. Nun kam Aro noch näher und hielt mir die Hand hin. Sofort nahm ich sie an, ich wollte ihm zeigen, wie ich mich hin und her gerissen fühlte zwischen meinen früheren Pflichten und meinem jetzigen, wundervollen Leben. Er sah mir tief in die Augen, ich konnte meinen Blick wie auch jedes andere Mal nicht von seinem abwenden. Und je länger er meine Erinnerungen ansah, desto weicher wurde seine Miene. Dann lies er sie ruckartig wieder los. Traurig sah er mich an.,, Du scheinst wirklich glücklich zu sein, dort wo du gerade bist. Dann muss ich dich leider ziehen lassen, obwohl es mir im Herzen schmerzt, dich nicht mehr unter den Wachen zu sehen." Ich nickte.,, Dann Auf Wiedersehen, Aro." Ich sah Fred tief in die Augen. Dann nahmen wir alle Ylvis Hand und verschwanden.

    26
    Endlich war alles vorbei. Die Volturi lies ich für immer hinter mir. Ich war nun glücklich mit Fred, Ylvi und Marco. Ylvi und Marco haben sich wie vermutet in einender verliebt und sind nun ebenfalls glücklich, einen Seelenverwandten gefunden zu haben. Ich bin endlich glücklich, obwohl ich eine sehr schmerzhafte Vergangenheit hatte. Zusammen mit meinem Zirkel Riese ich nun über die ganze Welt, wo genau kann ich natürlich nicht sagen. Doch was ich sagen konnte war, dass ich über glücklich war. Also genieße ich nun endlich die Ewigkeit.

    27
    Ich hoffe sie hat euch gefallen. Meine ersten beiden FFs haben mir nicht gefallen, doch mit der bin ich sehr zufrieden. Da ich erst 13 bin, entschuldige ich natürlich für jeden RF. Vielleicht schreibe ich auch eine Geschichte wie es weitergeht, doch es ist noch nichts fix.

    Da leider keiner wusste wie ich in der Geschichte aussehe, hier ein kleiner Steckbrief:

    Name: Heidrun_ Sonja
    Nachname: Unbekannt
    Augenfarbe: dunkles blau (Mensch)
    rot (Vampir)
    schwarz (wenn durstig)
    gold (bei den Cullens)
    Haarfarbe: brünett mit blonden Strähnen (schwöre ich habe nicht gefärbt)
    Größe: 1, 68m
    Gabe: Blitze, Elektrizität
    Lebensgefährte: Fred
    Zirkel: österreichischer Zirkel
    Freunde: Ylvi, Marco
    Urheber der Verwandlung: Carlisle Cullen

    Eure Heidrun- Sonja

Kommentare (0)

autorenew
speaker_notes_off Du musst Mitglied bei testedich sein, um hier ein Kommentar schreiben zu können. Anmelden