Elements - Was unsere Welt zusammenhält

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
3 Kapitel - 1.992 Wörter - Erstellt von: Blu3D1r3x - Aktualisiert am: 2016-11-04 - Entwickelt am: - 205 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Obwohl das eine Geschichte über Magie sein soll, kommt die Magie erst im 4. Kapitel vor.
Ich bin offen für Verbesserungsvorschläge und Anregungen!

    1
    Ich rannte. Flog beinahe über die Wiese, so schnell war ich. Trotzdem spürte ich seinen Atem in meinem Nacken. Heiß und feucht bließ er in meine ohnehin nassen Haare. Ich spürte, wie meine Haare bei jedem Schritt weg von mit und in seine Richtung flogen. Er brauchte nur seine beängstigende, haarige Pranke auszustrecken und mich an der Schulter zu packen, ich hätte keine Chance. Aber er liebte Spiele. Das war meine einzige Chance. Deshalb rannte ich weiter, obwohl es keine Chance gab. Nur Hoffnung. Obwohl meine Lunge kratzte und brannte. Nach Luft schrie. Ich rannte wegen dieser Hoffnung, trotz allem zu überleben. Obwohl er deutlich stärker war, blieb ich weder stehen noch drehte ich mich um. Das wäre mein Ende.Außerdem hatte ich Angst, den Spaß und die Mordlust in seinen einst so freundlichen, bernsteinfarbenen Augen zu sehen.Angst das irre Lächeln, dass sich immer wieder in meinen Kopf stahl und mich verhöhnte, noch einmal zu sehen. Eine Träne stahl sich in mein Auge, aber ich wischte sie weg und rannte weiter, erhöhte mein Tempo noch einmal. Wenn ich anfing zu weinen, wäre ich verloren, ich müsste stehenbleiben und dann zusammenbrechen und er, er würde. Nein! Ich durfte nicht daran denken. Denn dann würde ich den letzten Funken Hoffnung, an den ich mich klammerte, auch noch verlieren und stehen bleiben. Aber das wäre mein sicherer Tod, ich könnte mich nicht mal mehr verabschieden, alle würden sich fragen, was passiert war. Sie würden es niemals erfahren. Ich schluckte, hielt die Tränen zurück und konzentrierte mich auf mein Ziel, Was auch immer das war. Ich wusste, dass ich nur das Ende der Wiese und somit den Wald erreichen musste.Dann würde ich schon zurückfinden. Hoffentlich. Das erst unerreichbar scheinende Ende der Wiese, kam jetzt mit jedem Schritt näher. Ich holte das Letzte aus mir raus, auch wenn ich nicht wusste, woher ich die Kraft nahm. Meine Muskeln schmerzten mit jedem Meter mehr, ich bildete mir ein zu spüren, wie sie sich versteiften. Ich hatte Angst, dass ich zu früh nicht mehr laufen konnte, mein Herz oder meine Lungen versagten, ich einen Muskelkrampf bekam. Wenigstens wäre Organversagen gnädiger als alles, was er mit mir vorhatte. Der Wald war inzwischen zum Greifen nah. Noch 5 Meter, 4, 3, 2, und schließlich nach einer unendlich lang erscheinenden Sekunde noch 1 Meter. Ich wollte schon jubeln, dass ich es doch noch geschafft hatte, dass ich dem Biest entkommen war, als er mich hart am Fußgelenk packte und zu Boden riss. Ich brachte keinen Ton heraus, weil der Aufprall jegliche Luft aus meiner Lunge presste. Also lag ich nun da, frustriert und mit ausgestreckten, die Fingerspitzen nur Zentimeter vom Wald entfernt und erkannte entsetzt, dass ich von Anfang an Recht gehabt hatte. Es war nur ein Spiel gewesen.

    2
    Mein Wecker klingelt. Ich gähnte herzhaft und stand zögernd auf. Meine Beine waren wie immer noch wackelig von den höchstens sechs Stunden, die ich geschlafen hatte. Ich gähnte noch einmal und schaltete den Wecker aus. Ich schlief ja nicht noch einmal ein. Überrascht schaute ich auf den Sperrbildschirm. Luna hatte mir gestern um 00:10 Uhr noch geschrieben? Da war ich ich doch nach dem zweistündigen Overwatch-Abend erst 5 Minuten im Bett gewesen. Wieso hatte ich das nicht mehr mitbekommen? Na auch egal, die Nachricht war da und ich konnte sie ja jetzt auch noch lesen. Seufzend entsperrte ich das Display und öffnete WhatsApp. Flink ging ich alle Nachrichten durch, die ich heute Nacht bekommen hatte. Auf ein paar antwortete ich. Für die anderen hatte ich im Bus noch genug Zeit. Zuletzt tippte ich auf den Chatverlauf mit Luna. Neugierig las ich, was sie mir geschrieben hatte:

    Wir haben einen Neuen. Sieht echt gut aus. Heißt Paul (wie der aus der Rubinrot)
    und ist schon 19! Hoffentlich interessiert er sich trotzdem für uns und ist nicht
    zu „cool“. Bis nachher!

    Ich antwortete mit einem genervten Smiley und steckte das Handy dann in meine Tasche. Danach ging ich zu meinem Schrank und suchte mir meine Lieblingssachen raus: ein weißer Pullover und ein schwarzes T-Shirt, dazu eine schwarze Strumpfhose und einen schwarzen Rock. Als ich angezogen war, ging ich ins Bad und flocht meine ellenbogenlangen, dunkelbraunen Haare zu einem kunstvollem Zopf. Im Spiegel überprüfte ich, ob er richtig saß. Dabei blieb mein Blick wie immer an meinen tiefblauen Augen hängen. Sie waren zwar nicht komplett blau, sonder innen blau wie der tiefste Ozean und außen türkis.Zudem waren sie von silbernen Sprenkeln durchzogen. Durch diese hatten sie eine hypnotische Wirkung. Jedem fielen sie zuerst an mir auf.Obwohl ich sie nie durch Schminke betonte, da ich dagegen allergisch war, schienen sie von innen heraus zu leuchten. Dieser Effekt verstärkte sich je nach meinen Gefühlen und man bekam das Gefühl, dass sie sogar leicht ihre Farbe wechselten. Ich riss mich los und ging die Treppe runter in die Küche. Dort schnitt ich mir etwas Brot ab und schmierte Eiersalat drauf. Dann steckte ich es zu meinem restlichen Schulzeug in die Tasche. Nachdem ich mir noch ein Flasche Apfelsaft geholt hatte, machte ich mich auf den Weg zum Bus.

    Dort hielt ich wie immer zwei Sitzreihen frei, da ich an der allerersten Haltestelle einstieg und Luna so gut wie immer jemanden mitbrachte. Meist irgendwelche Typen, die in ihrem Alter und somit ein Jahr älter als ich waren. Allerdings ignorierte ich sie immer und lernte, spielte Clash of Clans oder ein anderes Strategiespiel oder unterhielt mich mit Luna. Sie interessierteren sich meistens nur für Luna, aber wenn es einer wagte mich anzusprechen, zeigte ich ihm schon, was ich von ihm hielt. Der einzige Junge für den ich mich interessierte, war Nicholas. Er war nur ein halbes Jahr älter als ich, hatte hellbraune Locken und hellgrüne Augen mit braunen Tupfen.
    Als Luna endlich den Busgang hochkam, stellte ich erleichtert fest, dass ich mich heute nicht mit den üblichen „Bakterien“ rumschlagen musste und zog meine Tasche von der Sitzreihe hinter mir. Sofort begannen vier jüngere Kinder sich darum zu streiten, wer die Sitze bekam. Doch das war mir herzlich egal, denn in diesem Moment ließ sich mein Luna Lovegood aufs Haar gleichende beste Freundin neben mir nieder.

    3
    Ich versuchte mich frei zu strampeln, trat und schlug um mich. Das Ergebnis war kein anderes als das, das es gewesen wäre, wenn ich nichts getan hätte. Trotz seiner immensen Kraft trat ich weiter auf ihn ein, versuchte mit meinen Händen irgendwo Halt zu finden. Ich würde niemals aufgeben, niemals! Doch ich rutschte immer wieder ab. Gegen meinen Willen schossen mir die Tränen in die Augen, ich wollte nicht weinen, nicht vor ihm. Sofort dachte ich wieder an meine Freunde, Luna, und Nicholas. Ich würde sie nie wieder sehen, jetzt flossen die Tränen in Strömen, ich war kurz davor einfach zu resignieren. Die Tränen hinterließen lange Schlieren auf meinem vom Sturz verdreckten Gesicht.
    Ich versuchte wieder nach ihm zu treten, doch er griff einfach nach meinem zweiten Bein und hielt es eisern fest. Frustriert heulte ich auf und fing an zu würgen, mein ganzer Rachen war voll mit Schleim. Als letzten Versuch führte ich meine ungeschützte Handfläche in einem schnellen Hieb gegen den Boden. Ich zuckte und war für eine Sekunde wie erstarrt, ich konnte es einfach nicht fassen, das Leben gab mir eine letzte Chance. Meine Hand war auf etwas hartes und scharfes getroffen, meine Handfläche war von einem langen Riss dominiert durch den jetzt das Blut in einem wahren Schwall lief. Heiß und rot bedeckte es den Gegenstand, an den ich mich jetzt mit letzter Kraft klammerte. Schnell schloss ich meine zweite Hand auch noch um das kalte etwas, das da aus dem Boden lugte. Fast sekündlich begriff er, dass etwas nicht stimmte und wandte sein Gesicht zu meinem von inzwischen versiegten Tränen gerötetem Gesicht. Während ich gerade noch resignieren wollte, war ich jetzt schon wieder erfüllt von Hoffnung. Ein wirrer unpassender Gedanke zuckte durch mein Bewusstsein: Das waren dann wohl Stimmungsschwankungen. Grinsend schüttelte ich den Kopf. Es war einfach lächerlich.

    Er verstand es nicht. Gerade noch, vor 5 Sekunden, war dieses Mädchen verzweifelt gewesen. Aber jetzt, jetzt grinste es ihn keck an. Was war passiert, dass ein todgeweihtes chancenloses Mädchen seinen Bezwinger anlachte? Er hatte ein ungutes Gefühl bei der Sache. Doch, wer war sie schon, dass sie dachte es mit ihm aufnehmen zu können. Gottmädchen hin oder her. Er war stärker und würde sich nicht von jemandem, der noch nicht mal erwachsen und dazu noch ein Mädchen war, schlagen lassen!

    Jetzt war ich am Zug, dieses Mal würde ich nicht klein bei geben. Also zog ich mit all jener Kraft, die mir das Adrenalin, das ich durch meinen Körper schießen spürte, verlieh. Meine Muskeln begannen sich zu dehnen, doch ich ignorierte den Schmerz und biss die Zähne zusammen, Ich würde das schaffen!

    Nun war es an ihm den Kopf zu schütteln. Wie konnte sie nur glauben, dass sie eine Chance hatte? Es war sein Spiel, und sie hatte gefälligst nach den Regeln zu spielen. Trotzdem, es war lustig, wie sie sich gegen ihn wehrte. Lange zeit hatte sich schon keines seiner Opfer mehr gewehrt. Das würde lustig werden. Seine Lefzen bebten, als sich sein Gebiss zu einer für ein Tier ungewöhnlichen Geste verrenkte. Er lachte, die Alten hatten nicht gelogen. Das Gottmädchen war anders.

    Er lachte, er lachte einfach. Entgeistert beschreibt den Ausdruck, der sich auf mein Gesicht schlich, glaube ich am besten. Wieso lachte er? Würde er lachen, wenn ich eine Chance hätte? Ich sackte zusammen, meine Muskeln hörten auf sich zu verkrampfen. Ich gab doch auf. Weil er mich auslachte. Wie konnte er überhaupt lachen? Er war ein... Bärwolf? Wolfsbär? Ich wusste es nicht, aber wie konnte er lachen? Diese Frage war es, die mich verzweifeln lies. Wie konnte ich etwas gegen ihn tun, wenn er - ein Tier- lachte wie ein Mensch. Was konnte ich dann tun?

    So leicht gab sie auf? Er lachte weiter, warf seinen Kopf in den Nacken. Es war ein Kinderspiel gewesen! Vielleicht sollten sich die Mag eine neue Retterin suchen.

    Ein neues Gefühl ballte sich in meinem Bauch zusammen: Wut. Wut über mich, das ich einfach so aufgab, alles hinschmiss, weil einmal etwas nicht klappte. Ich war wütend über meine Gedanken, darüber, dass er nur einmal zu lachen brauchte und ich schon aufgab. Ich löste meinen griff um das etwas, an das ich mich die ganze Zeit geklammert hatte. Energisch biss ich mir in die Wange, ein Fehler. Sofort schmeckte ich Blut. Jetzt war ich geladen vor Wut. Ich konnte aber auch nichts! Und diese Wut, die sich in meinem Bauch sammelte war heiß, heißer als Feuer, und sie begann sich in mir auszubreiten.

Kommentare Seite 1 von 1
Klicke hier um ein Kommentar zu schreiben - Wenn du Mitglied bei testedich bist logge dich bitte hier ein
Sie haben die Möglichkeit den Text zu gestalten.
((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.

Neuer Kommentar da? / Seite neu laden

Blue ( von: Blu3D1r3x )
Abgeschickt vor 100 Tagen
(Hii^^, danke)
Sandi ( von: Sanddornblüte )
Abgeschickt vor 100 Tagen
(hiii ich hab mir mal deine selbst gemachten RPG's angeguckt ^^)
Blu3D1r3x ( von: Blu3D1r3x )
Abgeschickt vor 101 Tagen
Das zweite Kapitel kommt morgen, mein PC spinnt grade