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Der Erbe des dunklen Herrschers: Der neue Schatten

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1 Kapitel - 8.413 Wörter - Erstellt von: Morgoth25 - Aktualisiert am: 2016-10-10 - Entwickelt am: - 788 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

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    Der Abschied In den frühen Erzählungen der Eldar wurde von der Ainulindale berichtet. Dies war die Schöpfungsgeschichte Ardas, dem Königreich auf
    Der Abschied
    In den frühen Erzählungen der Eldar wurde von der Ainulindale berichtet. Dies war die Schöpfungsgeschichte Ardas, dem Königreich auf Erden. Diese Geschichte kannten beinahe alle Elben, wobei die Ainulindale unter den meisten Menschen des vierten Zeitalters nur als eine weitere Legende bekannt war. Lediglich die Menschen Numenors glaubten wirklich durch ihren früheren, verstärkten Kontakt mit den Elben an die Schöpfungsgeschichte der Welt. Größtenteils glaubten die Noldor und die Vanyar, welche einst von Finwe und Ingwe in den frühen Zeitaltern regiert wurden, an die Ainulindale. Als Finwe jedoch von Morgoth in seinen eigenen Hallen in Formenos in Valinor erschlagen wurde, brachte sein Sohn Feanor einen Groll zwischen die einzelnen Elbenvölker und Vieles, was nicht in Vergessenheit hätte geraten dürfen, ging verloren. So begann das Schicksal in den folgenden Zeitaltern seinen Lauf zu nehmen. Feanor packte der Zorn über den Tod seines Vaters und begann Morgoth, wie er ihn ab diesem Zeitpunkt nannte, zu jagen. Morgoth brachte aber nicht nur Finwe, den ersten hohen König der Noldor um, sondern stahl auch aus dessen Schatzkammer die Silmaril. Dies war der größte Schatz von Arda und Nie mehr wieder sollte etwas so Unglaubliches noch einmal erschaffen werden. Feanor, der die Silmaril als sein Meisterwerk betrachtete, wollte diese allmächtigen Edelsteine nicht im Besitz Morgoth´s sehen und so gab er sogar am Elbenhafen von Aqualonde den Befehl, die Soldaten Olwes zu ermorden, obwohl Olwes Tochter Earwen Feanors Halbbruder Finarfin heiratete und diese somit Feanors Schwägerin war. Aus Feanors Geist gingen das größte Leid und zugleich das mächtigste Geschenk der Noldor hervor. Vorallem verloren die Eldar durch diese und zukünftige Taten der kommenden Zeitalter an der aus dem Westen mitgebrachten Weisheit. Die Avari und der größte Teil der Teleri, zwei Elbenstämme, die das Licht der Bäume im ersten Zeitalter nicht mehr erblickten, hielten die Ainulindale ebenfalls für einen Mythos aus einer längst vergangenen Zeit. Stattdessen erfreuten sich diese in ihren Wäldern, an den Flüssen, oder auch am Meer an den Sternen Vardas und feierten regelmäßig ihre Feste.
    Elrond, Earendil´s Sohn und dessen Kinder glaubten aber noch an die Ainulindale und so stand in den Schriften von Imladris:,, Eru war da, der Eine, der in Arda Iluvatar genannt wird und er erschuf als Erstes die Ainur, die Heiligen, Sprösslinge seiner Gedanken und sie waren bei ihm, bevor irgend etwas andres erschaffen war. Eru sprach zu ihnen Melodien lehrend und sie sangen vor ihm und er war froh. Erst sangen sie allein und verstanden nur die Gedanken Iluvatars, aus denen sie selber entstanden. Später aber sangen sie zusammen und es entstand Harmonie und Einklang. Als dies geschah, sprach Iluvatar erneut zu ihnen:,, Aus dem Thema, das ich euch nun weise, sollt ihr eine große Musik erklingen lassen und weil ich euch mit der unerlöschlichen Flamme angefacht habe, so zeiget eure Kräfte und führet mir dies Thema aus. Nach eurer eigenen Art und Kunst, wie es ihm beliebt. Ich aber will sitzen und lauschen und froh sein, dass durch euch solche Schönheit zum Liede erwacht.`` Da sangen die Ainur und gewaltig waren ihre Stimmen. Der Mächtgste unter den Ainur jedoch, den man Melkor nannte, begann, eigensinnig zu werden und versuchte sich durch seine Stimme gegen Eru zu erheben. Als ihm dies aber nicht gelang, schämte er sich und Iluvatar zeigte den Ainur, was sie in der Leere erschufen und erschaffen werden. Da geschah es zu jener Zeit, dass die Edelsten der Ainur nach Arda kamen, dem Königreich auf Erden und hier sollten sie auch bleiben, denn ihre Zukunft war mit derer, der Kinder Iluvatars verbunden. Diese aber bezeichnete man fortan als die Valar, die Naturgebundenen. Die Mächtigsten unter ihnen aber waren die Aratar und Manwe, welcher in Iluvatars Gedanken Morgoth Bruder war, führte sie an.``
    Was die Eldar aber nicht wussten, war, dass Melkor, wie Morgoth damals noch genannt wurde, versuchte, den Valar ihre größten Bewunderer und Diener zu rauben und diese nannte man die Maiar. Zu den Maiar zählten auch die Istari. Also Gandalf, Saruman, Alatar, Pallando, Radagast und Ithindil. Morgoth versuchte mit Vielen Mitteln, die Maiar auf seine Seite zu ziehen und bei Einigen gelang es dem Herrn der Finsternis sogar. Der bekannteste Diener von Morgoth aber war Sauron, den man in der frühen Zeit Ardas noch unter den Namen Gorthaur kannte. Bevor er Morgoth diente, war er ein Vasall Aules, den man als den Schöpfer der Zwerge, oder wie die bärtigen Bewohner Khazad Dums auch genannt wurden, Naugrim kannte. Morgoth gelang es aber auch noch andere Maiar auf seine Seite zu ziehen und so ließ er regelmäßig im ersten Zeitalter nach den,, drei schwarzen Brüdern`` schicken. Der erste und treueste schwarze Bruder war Sauron. Er führte Morgoth Streitmacht in den ersten Zeitaltern in den Krieg. Nach Morgoth Verbannung nahm er den Platz seines Meisters ein und gründete Mordor. Sein Sitz war die schwarze Festung Barad Dur. Es hieß, als die Dagor Dagorath, die Schlacht der Schlachten am Ende des vierten Zeitalters begann und Morgoth die Fesseln der Gefangenschaft löste, kehrten auch,, die schwarzen Brüder`` wieder zurück zu ihrem Meister und führten seine Legionen in die Schlacht.
    Den zweiten schwarzen Bruder kannte man zur Anbeginn der Zeit unter den Namen,, Tilion``. Morgoth zog ihn als letzten Maiar auf seine Seite. Nachdem Sauron am Ende des dritten Zeitalters fiel, erwachte Tilion, den man im vierten Zeitalter unter den Namen Rhach kannte. Er gründete im Norden Mittelerdes das Land Barad Thangorodrim. Sein Sitz war der Khorondrim, oder wie seine Festung von den Völkern Endors auch genannt wurde, die Zwillingstürme. Rhach war unter den Dienern Morgoth der Gerissenste.
    Der dritte schwarze Bruder fiel bereits im ersten Zeitalter und mit dessen Geist experementierte Morgoth am Häufigsten. Seine Herrkunft und sein richtiger Name waren nicht bekannt. Die Valar selbst spekulierten oftmals über das Verschwinden des Maiars Aldaron. Er war ein Maiar unter Oromes Führung. Der Valar Orome war selbst bestürzt, als er Aldaron nicht finden konnte. Jahrelang suchten die Valar nach ihm, doch sein Verschwinden blieb ein Rätsel. Manwe, Varda und Ulmo glaubten, Morgoth hätte Aldaron mit einer List auf seine Seite gezogen und dessen Geist in Utumno so lange gefoltert, bis dieser die Valar als die wahren Feinde anerkannte und Morgoth als den Retter der Welt. Aldaron kannte man später auch unter den Namen Glaurung. Dem Vater der Drachen. Als Glaurung jedoch versuchte, das Waldgebiet Brethil nordwestlich von Doriath anzugreifen und Turin ihn dabei erschlug, kehrte Aldarons Geist zu seinem Herren zurück und ein noch bösartigeres Wesen ging aus ihm hervor. Ancalagon, der Schwarze. Der größte und wahrscheinlich auch gefürchtetste Drache, der jemals auf Arda wandelte. Nach Ancalagon´s Tod, im Krieg des Zorns sollte er erst am Ende des vierten Zeitalters zum Beginn der Dagor Dagorath zurückkehren und mit seinen Brüdern Rhach und Sauron die Heere der Finsternis anführen.
    Nach zehntausenden von Jahren, nach dem Erwachen der ersten Elben im Osten am See von Cuiviénen ging die Schöpfungsgeschichte Ardas in Mittelerde größtenteils verloren. Im vierten Zeitalter glaubten nur noch die Vanyar, die unter Ingwe´s Führung am Fuße des Taniquetil in Valinor wohnten, sowie das Volk Finarfin´s, dem Vater Galadriels an die Ainulindale. Dies aber galt im vierten Zeitalter als besonders gefährlich, hätte man doch wissen müssen, dass laut Mandos Prophezeiung Morgoth im vierten Zeitalter zurück kehrte und die Dagor Dagorath, die Schlacht der Schlachten begann. König Elessar und dessen Sohn Eldarion waren zum Glück die Erben Isildurs und vergaßen die mitgebrachte Weisheit Numenors und somit auch die Ainulindale nicht.
    Für die Männer war es so gut, wie unmöglich, die giftigen Dämpfe nicht einzuatmen. Die Pferde wieherten und begannen, von Sekunde zu Sekunde unruhiger zu werden. Der Boden wärmte sich auf und die Erde unter den Hufen der Pferde stieß immer wieder schwarze Rauchwolken aus. Wie Geister der Finsternis tauchten die Soldaten auf den Ebenen Uduns auf. Eingehüllt in Umhängen und Kapuzen würde ein Fremder sie wohl kaum erkennen. Es gab nur einen Hinweis, der darauf schließen ließ, woher die Reiter kamen. Hatten sie doch alle am rechten Handgelenk eine kleine Tätowierung, so groß, wie eine Goldmünze aus dem Erebor. Diese Tätowierung stellte ein liedloses, brennendes Auge da. Ein älterer Mann mit einem braunen, mittellangen Bart und ebenfalls braunen Augen führte die Truppe durch die heißen, verkohlten Ebenen, begleitet von seinem engsten Freund und Berater. Die Ritter kamen aus dem Norden und schienen nach etwas, oder Jemanden zu suchen und rätselhaft blieben ihre umherschweifenden Blicke für eine Weile. Die Nacht brach an und Isil, der Mond ging auf, geführt von Rhach und Ithindils Sohn Garath, während Anar, die Sonne, gelenkt durch Garath Bruder Calas unterging. Erwartungsvoll blickte da der Anführer der Truppe aus dem Norden in den Himmel. Eine unheimliche Stille kehrte ein und das Einzige, was man hörte, waren die giftigen Gase, wie sie aus der Erde entwichen. Keine Tiere krabbelten über den Boden und auch sonst schien das Land tot zu sein. Was geschah in diesem Augenblick auf den Ebenen Uduns? Der Wind blies den giftigen Rauch nach Süden über Haradwaith, der großen Wüste und zugleich das Reich der Haradrim. Dann hörten die Kapuzengestalten etwas aus dem Osten und deren Anführer hob seine linke Hand und befahl, mit einem konzentrierten Blick in den Nebel, seine Soldaten sollen umgehend ihre Schwerter ziehen, was sie auch taten.
    Die Lage wurde zunehmend angespannter. Die Männer, die aus dem Norden kamen, zogen ihre Klingen und ließen sie nicht mehr los, ehe sie nicht wussten, was da auf sie zukam. Auch, wenn die Soldaten die Finsternis und dessen Geheimnisse huldigten, so fürchteten sie sich nun doch vor ihr und Celeran erzürnte die Ungewissheit und er schrie in die Leere:,, Zeigt euch! Wir wollen wissen, mit wem wir es zu tun haben, wandeln doch auch wir im Schatten!`` Eine zeitlang hörte man Nichts. Doch Auf einmal traten Umrisse von mehreren Gestalten aus dem Nebel hervor und ein Jeder von ihnen hielt eine Fackel in seiner rechten Hand. Ebenfalls hüllten sich auch diese in schwarzen Umhängen und Roben. Eine handvoll Männer trat aus den giftigen Dämpfen. Die Waffenträger, welche aus dem Nebel kamen, schützten ihre Nasen mit braunen Tüchern, um die giftigen Gase nur bedingt einzuatmen. Einer von ihnen trat jetzt ebenfalls nach vorne und die Waffenträger aus dem Norden, wie auch die unheimlichen Soldaten aus dem Nebel standen sich nun Auge um Auge gegenüber. Da begann nach mehreren Minuten des Schweigens der Kommandeur der,, Schattenkrieger`` zu antworten:,, Im Schatten wandeln nur die Diener der Dunkelheit! Beweist mir, dass auch ihr die Finsternis vergöttert und so führe ich euch zu meiner Herrin! Andernfalls werdet ihr geschlachtet!`` Celeran konnte es kaum fassen, was sein Gegenüber ihm befahl. Auf der Stelle enthüllte Caragan´s Vater seine Kapuze und ein vernarbtes, wie auch müdes Gesicht kam zum Vorschein. Doch beweisen wollte es Celeran nicht etwa mit seinem Auftreten, sondern ging auf den Kommandeur noch einmal ein par Schritte zu, ehe er den rechten Ärmel seines schwarzen Gewands hoch krempelte und dem Kommandeur aus dem Nebel die Tätowierung an seinem linken Arm zeigte und dem bärtigen Mann aus dem Nebel ins Ohr flüsterte:,, Heil Sauron, dem Herrn der Erde!`` Umgehend wich da der Heerführer zurück und blickte zu Celeran´s Männern. Mit einem ungläubigen Blick fragte der Fackelträger daraufhin:,, Wer seit ihr?`` Plötzlich rannte ein anderer Mann aus den Reihen Celeran´s auf den Fragenden zu und legte dem Kommandeur mit einem drohenden Blick sein Schwert an die Kehle:,, Erkennt ihr denn nicht den Bruder eurer Fürstin? Das ist Celeran, rechtmäßiger König Daerions und Herr der dürren Heide und ich bin Arthor, der Erbe des Kräutermeisters von Gondor und wer seid ihr, wenn ich fragen darf?`` Der Anführer der mysteriösen Männer aus dem Norden traute sich kaum, etwas von sich zu geben. Nicht nur, weil er dem Bruder seiner Herrin den Weg verweigerte, sondern auch, weil ihm Arthor seine scharfe, kühle Klinge an den Hals hielt. Vor lauter Angst, zu sterben, wenn er nicht sprechen würde, gab der Fackelträger dennoch vorsichtige Worte von sich und sprach mit gezügelter Zunge:,, Verzeiht mir, mein Herr! Ich wusste nicht, wer ihr seid! Andernfalls hätte ich euch nie aufgehalten! Habt Erbarmen und lasst mich euch den Weg weisen!`` Arthor blickte noch immer mit seiner Klinge angelegt an die Kehle des Mannes nach hinten und sah seinen Meister erwartungsvoll an. Einen Augenblick trat erneut eine große Stille ein, ehe Celeran leicht nickte und Arthor seinem Gegenüber die Kehle durchschnitt. Der Diener seiner Fürstin schnappte hastig nach Luft und versuchte sich noch mit seiner letzten Kraft an den dunklen Gewändern Arthors fest zu halten. Doch Arthor lächelte nur schadenfreudig auf seinen Rivalen hinunter und trat zwei Schritte zurück. Als der Fremde aus dem Nebel keine Hilfe mehr erwarten konnte und sich verzweifelt umsah, griff er sich zugleich mit seinen schmutzigen und breiten Händen an seine blutverschmierte Kehle und ging langsam zu Boden. Die Fackel ließ er bereits beim Aufschlitzen seines Halses fallen und gab nur ein leichtes Hauchen von sich. Der Mann erlitt in diesen Momenten Qualen, die sich kein Lebender vorstellen konnte. Seine Männer verunsicherte die Situation, doch wenn es ihnen auch wiederstrebte, beugten sie sich dem Willen Celeran´s und schlossen sich dem Bruder Saphiras an.
    Dies ist die Geschichte des königlichen Geschwisterpaares aus Daerion. Während sich Castian im See vor den Toren des Landes Daerion ertrank, weil er dachte, sein Volk würde untergehen und weil er einen unschuldigen und dessen Vater zum Tode verurteilte, zog es seinen Bruder Celeran auf die dunkle Seite.
    Alles begann, als eine junge Frau hätte zur Königin gekrönt werden sollen. Ihr Vater dankte dem Dasein als König ab, doch die junge, schöne Frau mit den dunklen Haaren und den Sommersprossen weigerte sich, der Bitte ihrer Eltern nachzukommen. So stand in den großen Schriften des Königreiches der dürren Heide, dass Saphira in jener Nacht, als sie hätte gekrönt werden sollen, aus Daerion floh und nie mehr wieder kehrte. Stattdessen krönte man ihren Bruder Castian zum König der dürren Heide und von Saphira hörte man jahrelang nichts mehr, bis ein alter Wanderer aus Daerion Dol Guldur besuchte und meinte, die Erbin Daerion´s dort gesehen zu haben. Nun stellte sich heraus, dass der alte Mann Recht behielt und Saphira in Dol Guldur ein Vermächtnis und somit ein verfluchtes Nekromanten Buch fand, welches sie über die Jahre hinweg als ihre heilige Schrift ansah. Saphira rebellierte über die Jahre gegen die Monarchie in ganz Mittelerde und fand so auch ihre Anhänger. Viele Männer, die ihr folgten, wollten von keinen Königen regiert werden, sondern sich selbst regieren. Die Dunkelheit begann so, sich in ihren Herzen breit zu machen und Saphira gründete den Zirkel der Sauronisten. Eine Gemeinschaft, welche Sauron für seine Taten huldigte und ihm die ewige Treue schwor. Der Sitz der Sauronisten war so geheim, dass ihn nur dessen Anhänger kannten und diese einen Schwur schworen, den Aufenthaltsort der Sauronisten für immer geheim zu halten.
    Celeran wusste also, wo sich die verborgene Festung befand und brauchte keinen Führer, der ihm den Weg zeigte. Schließlich schloss er sich den Sauronisten bereits vor langer Zeit an. Noch in jungen Jahren suchte der junge Prinz nach seiner verschollenen Schwester. Oftmals verließ er selber auf dem Pferde in Begleitung seiner weißen Garde das Königreich im Norden, vermisste er Saphira doch schmerzlichst. Er versuchte sie zu finden, aber erst nach fünf Jahren, als er ein Gasthaus an der Grenze Gondors aufsuchte und dort einen Bruder der Schlangen auffand, dem er mit einem Messer drohte, verriet ihm dieser von merkwürdigen Sichtungen in Udun. So fand Celeran letztendlich seine Schwester, schloss sich den Sauronisten an, kehrte unter dem Befehl nach Daerion zurück, Castian zu stürzen und sich, wie auch seine Schwester zu den obersten Befehlshabern Daerions zu erklären. Die Bruderschaft der Schlangen war ebenfalls ein geheimer Orden mit bösartigen Zielen. Diese Gruppe des Terrors gründete sich jedoch bereits zu Zeiten von Aragorns Herrschaft, als dieser die Friedensverhandlungen mit den Ländern des Ostens begann und sie letztendlich befriedigte. Dadurch kam es in Nah Harad, Rhun und Khand zu vereinzelten Aufständen. Als die vermeintliche Rebellion aber scheiterte, gründeten die Rebellen die Bruderschaft der Schlangen und forderten, sich erneut gegen die Großmächte des Westens zu erheben.
    Entschlossen marschierten und galloppierten so die Soldaten unter Celeran´s Führung zu den grauen Bergen Mordors. In diesen trostlosen Einöden ritt Celeran an den Maronnen vorbei. Hier stand vor über Fünfhundertachtzig Jahren das schwarze Tor von Mordor. Errichtet von den Männern Gondors, um eine Rückkehr Saurons zu verhindern, nahmen die Orks des dunklen Herrschers das schwarze Tor rasch ein und übernahmen erneut die Herrschaft über das finstere Land. Erst viele Jahrzehnte später, als der erste Hochkönig von Gondor, Aragorn, Arathorn´s Sohn mit seinen Streitkräften am Ende des dritten Zeitalters Sauron heraus forderte und somit dem Ringträger Frodo und seinem treuen Gefährten Samweis den Weg zum Schicksalsberg erleichterte, brach das schwarze Tor in der entscheidenen Schlacht in sich zusammen und Mordor wurde durch Saurons Fall geschliffen. Die Asche und die Flammen Uduns verschwanden über die Jahre und obwohl Mordor noch immer kein schöner Ort war, so siedelten sich hier doch einige Kolonien an, welche aus dem Westen, dem Osten, und dem Norden aus Rhun kamen. Nach der Niederlage des liedlosen, brennenden Auges lösten sich auch die unheimlichen Gewitter über dem einstigen Reich Saurons auf und die Sonnenstrahlen erfüllten das karge Land mit neuem Leben. Zudem spülte der Regen, der aus dem Norden kam, große Teile von dem Mordor weg, wie man es im dritten Zeitalter kannte und obwohl das schwarze Land sich von einer neuen Seite zeigte, so blieb es doch für immer ein düsterer und gefahrvoller Ort für jene Menschen, die den Osten Mittelerdes nicht kannten.
    Als die Sauronisten aber Mordor besiedelten, da brach die Finsternis und das Unglück erneut über das Land herein. Die Sauronisten ahnten jedoch nicht, dass die erneute Dunkelheit, welche über Mordor kam, nicht ihre Schuld war, sondern etwas Anderes seinen Blick auf das schwarze Land richtete und dieses Wesen den Untergang für ganz Arda bedeuten konnte.
    Celeran ritt also im Jahre Fünfhundertachtzig über die Maronnen nach Udun und erblickte so die Ebenen von Gorgoroth. Daraufhin wurden seine Augen groß und er sprach zu seinen Dienern:,, Niemals hätte ich mir erträumt, Saurons Land auch nur aus der Weite zu erspähen und so sitze ich doch hier, auf meinem braunen Ross, mit den Zügeln fest in der Hand und erkenne die Überreste Barad Durs.`` Für einen kurzen Moment genoss der Vater Caragan´s diesen Anblick, ehe er nach Norden auf die Ered Lithui, das Aschengebirge zu ritt. Die Berggipfel waren vom Boden aus kaum zu erkennen, lagen diese doch versteckt im Nebel. Eng und gefährlich waren die Pässe, die durch die Ered Lithui führten. An so manchen Stellen lagen noch die Überreste von verfaulten Orks, die dem Untergang Saurons nicht entkommen konnten und hier, in diesen engen und dunklen Wegen ihr Ende fanden. Entgegengesetzt zum Schattengebirge, welches die westliche Grenze Mordors markierte, lag auf dem Aschengebirge noch immer eine unheimliche Stille und noch immer war die Erde hier unfruchtbar und voll mit Schlacke. Celeran ritt mit seinen Männern tief in das Gebirge hinein und sollte ihnen hier etwas passiert sein, so wären sie dem Untergang geweit gewesen.,, Saurons Zorn liegt noch immer über diesem Land und noch immer spüre ich, wie mich eine Dunkelheit umgibt, die mich zutiefst beunruhigt und doch nehme ich sie in mir auf. Jedoch hat sich etwas verändert.`` Die Männer hinter Caragan, die ebenfalls auf ihren Pferden saßen, bekamen eine kreidebleiche Haut. Ihnen war wohl bewusst, wie gefährlich dieser Ort einst für Menschen war. Entweder machte ihnen die Vergangenheit eine so große Angst, oder die Gegenwart. Celeran beschloss daraufhin, zusammen mit seinem treuen Diener Arthor vom Pferd zu steigen und sich in den Gebirgspässen genauer umzusehen. Celerans Männer teilten sich somit in zwei Gruppen auf und folgten entweder Celeran, oder Arthor, denn der Pfad, der durch das Gebirge führte, teilte sich in zwei Wege auf. Einer unheimlicher, als der Andere. Beide Wege hüllten sich in dichten Nebelschwaden und beide lagen sie doch im Schatten des Gebirges. So war die Sicht versperrt und Arthor, Celeran, wie auch deren Männer folgten der Ungewissheit. Ehe sich die Truppe aber aufteilte, erläuterte Celeran:,, Solltet ihr das Versteck der Sauronisten gefunden haben, so entsendet einen Boten. Dieser wird euch, oder uns von der Entdeckung berichten.`` Da sah Arthor seinen Herren ungläubig an:,, Im grauen Gebirge, hoch im Norden konntet ihr euch noch in eine fürchterliche Bestie verwandeln und es sogar mit Ithindil, der Leuchtenden aufnehmen. Wieso nicht jetzt? Wechselt euer Aussehen und steigt als ein gefürchteter Drache in die Lüfte, um eure Schwester zu finden!`` Daraufhin wurde der vernarbte und graubärtige Bruder Castians erneut zornig und warnte Arthor mit erhobenen Zeigefinger:,, Sei vorsichtig, mein Freund! Gern habe ich dich um mich, doch erwähne nie mehr wieder den Namen dieser Hexe! Sie fügte mir so tiefe Wunden bei unserem Kampf zu, dass ich nicht mehr in der Lage bin, mich zu verwandeln. Dafür werde ich mich an ihr rächen und fürchterliche Qualen soll sie durch meine Hand erleben!`` Arthor nahm diese Warnung zur Kenntnis, konnte sich allerdings einen Kommentar nicht verkneifen und entgegnete frech:,, Ihr wollt euch gegen Jemanden behaupten, der erst vor zehn Tagen den Bruder Saurons schlug? Wie ich hörte, erlitt Rhach eine erbitterte Niederlage gegen Ithindil und die freien Völker Mittelerdes. Der Khorondrim, die Zwillingstürme sollen eingestürzt sein und eine gewaltige Welle des Lichts soll Barad Thangorodrim geflutet haben.`` Ehe Arthor aber seine freche Bemerkung beendete, ging Celeran immer näher auf seinen obersten Diener zu, legte diesem die braunen Haare zurück, die über Arthors Ohr hingen und flüsterte dem Erben des Kräutermeisters bedrohlich zu:,, Ich werde Ithindil nicht nur vernichten! Ich werde ihr Fleisch verbrennen und die überbleibenden Knochen an die Hunde verfüttern!`` Da wusste Arthor wieder, wem er zu gehorchen hatte und hielt von diesem Zeitpunkt an den Mund. Anschließend trennte sich die Truppe in zwei Gruppen auf und folgte deren jeweiligen Pfad. Niemand der Soldaten traute sich auch nur, ein Wort zu sagen, wussten sie doch nicht, was auf sie zukam. Sie schlichen im Nebel umher, mit dem Ziel, Saphira und die Sauronisten zu finden. Stattdessen bließ ihnen ein kalter Wind um die Ohren und Schädel fanden sich auf dem steinigen, mit Dreck überzogenen Boden wieder. Plötzlich, als es Nacht wurde und der Mond aufging, da atmete eine unheimliche Stimme aus dem Gebirge heraus auf die Männer hinunter und der Boden begann, sich zu bewegen.,, Was hat das zu bedeuten?`` murmelte einer, der schwarzen Krieger unter Celerans Führung. Der Bruder Saphiras verharmloste die Geschehnisse und sprach:,, Das war sicher nur der Wind und hier in Mordor kommt er immer wieder zu Erdbeben. Macht euch nicht so in die Hosen! Wir müssen weiter!`` Nur wenige Augenblicke später ertönte die unheimliche Stimme erneut und schon wieder gab es ein leichtes Erdbeben:,, Ich kehre zurück! Huldigt meinen Namen und mein Werk!`` Sofort flüchteten daraufhin einige Männer, mit der Angst, ihnen würde bald etwas furchtbares zustoßen:,, Sauron kehrt wieder zurück! Flieht um euer Leben!`` Celeran dultete dieses Verhalten aber nicht und gab den Schussbefehl. Auf der Stelle zogen die Bogenschützen, welche nicht Verrat begingen, ihre Pfeile, spannten diese in ihren Bögen ein und schossen auf die Verräter. Im nächsten Moment gingen die Flüchtlinge zu Boden und verbluteten.,, So etwas dulde ich nicht in meinen Reihen! Vorwärts!``, gab Celeran noch einmal zu verstehen und suchte weiter nach dem Versteck seiner Schwester. Selbst für den Bruder Castians war es schwierig, nach all den Jahren die Sauronisten wieder zu finden, sah in den Ered Lithui doch alles gleich aus. Lange wanderten Celeran und seine Männer noch umher, bis der Vater Caragans auf ein Symbol aufmerksam wurde, welches man einst in einen Berg zeichnete und das Celeran nur zu gut kannte:,, Die Eingänge der Sauronisten sind streng geheim, doch mit dem richtigen Passwort und einem Adlerauge kann man sie finden. Merkt euch das!`` Das Symbol war klein und bildete ein liedloses Auge ab. Dabei konnte es sich nur um das Auge Saurons handeln und so stellte sich Celeran vor die Wand und sprach mit hitziger Zunge:,, Ein Ring, sie zu knechten, sie ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden! Heil Sauron, dem Herrn der Erde!`` Daraufhin leuchtete das Auge scharlachrot auf und daneben öffnete sich ein breites Tor, gekennzeichnet durch zwei, steinerne Torhälften. Hinter dem Tor brannten dann vier gut sichtbare Sockeln, auf denen jeweils eine Feuerschale lag und in diesen ein giftgrünes Feuer aufloderte. Celeran schickte sofort einen Kundschafter zu Arthor, der ihm den Weg zum Versteck der Sauronisten wies. Vorsichtig durchquerten Celeran und seine Männer das Tor. Erneut wies Caragan´s Vater seine Männer an, dass diese ihre Schwerter ziehen sollten, um gegen mögliche Gefahren gewadmet zu sein. Die Pferde am Eingang wurden unruhig, denn ein kalter Luftzug kam aus den Höhlen unterhalb der Ered Luthui und man hörte Schritte, die sich schnell fort bewegten.,, Seit vorsichtig. Meine Schwester hat viele Soldaten unter ihrem Kommando und keinem von diesem sollte man leichtfertig entgegen treten.``, riet Celeran seinem Gefolge. Die Schritte kamen immer näher auf den von den Flammen erhellten Celeran zu und sein Blick konzentrierte sich auf die drohende Dunkelheit innerhalb des Berges. Plötzlich passierte alles so schnell. Außerhalb des Verstecks der Sauronisten ertönte ein Horn. Sein Klang war tief und klar. Innerhalb der Festung erspähte Celeran erneut Fackeln, die von Kapuzengestalten mit Schwertern getragen wurde. Die tiefen Klänge des Horns hallten aus jeder Ecke des Gebirges wieder. In dieses mit Gold beschlagene Horn, welches von einem Ochsen stammte, blies Niemand geringeres, als Arthor. Er befürchtete, Celeran wäre in Gefahr und als er den Eingang und die aufgeregten Pferde vorfand, stieg dieser, wie auch seine bärtigen Männer von ihren Rössern ab, zogen ihre Klingen und eilten in die Höhle. Die Fackelträger, die unter dem Befehl Saphira´s standen und sich auch in dunklen Roben kleideten, um nicht erkannt zu werden, zogen ebenfalls ihre aus Stahl geschmiedeten Schwerter und schrien:,, Ihr habt hier Nichts zu suchen! Dies ist das Reich unserer Herrin! Nun müsst ihr sterben, denn wir dulden keine Fremden!`` Danach nahm einer, der Soldaten seine Kapuze ab, enthüllte sein junges Gesicht, warf die Fackel weg, die er in der Hand hielt und griff Celeran an. Der Bruder Castian´s hatte jedoch nicht die Absicht, zu sterben und wehrte den Angriff seines Feindes ab und schlug diesem nur wenige Augenblicke später den Kopf ab. Dann sprach Celeran zu den anderen Soldaten, die aus der Finsternis kamen:,, Doch werdet ihr mich dulden, denn Ich bin Celeran, rechmäßiger Erbe Daerions und der Bruder eurer Fürstin. Lasst mich mit ihr sprechen und euch wird kein Leid wiederfahren.`` Sofort nahm jeder Fackelträger seine Kapuze ab, steckte sein Schwert zurück in dessen Scheide und sie führten ohne ein Wort zu sagen, Celeran und Arthor in die unbekannte Dunkelheit. Celeran und Arthor die ihre Truppe anführten berieten sich während der Wanderung und schienen doch sehr erstaunt darüber gewesen zu sein, dass die Sauronisten sie nicht erneut angriffen. Der Gang führte immer tiefer in den Berg hinein. Einmal mussten sie eine schmale Brücke überqueren, die über eine große, finstere Schlucht führte. Es war kaum möglich, die Schlucht in zweier Reihen zu überqueren und so betrat einer, nach dem Anderen die Brücke. Hier und da lagen gespaltene Ork Schädel. Celeran wunderte dies und er fragte wissbegierig bei einem, der Sauronisten nach, während er auf seine Füße achtete und versuchte, nicht auszurutschen. Der Sauronist war schon etwas älter, hatte langes, rotes Haar und trug unter seiner Nase ein kleines Muttermal. Im Licht der Fackeln hackte Celeran, dicht gefolgt von Arthor also nach:,, Wieso liegen hier überall Orkschädel herum? Ich dachte, Saphira gründete diesen Ort selbst?`` Der Sauronist jedoch ignorierte die Frage Celeran´s und antwortete stattdessen:,, Gebt Acht! Man fällt hier tief und landet nicht gerade sanft.`` Arthor rastete daraufhin aus und rief dem rotbärtigen Soldaten zu:,, Droht ihr uns etwa?`` Der Sauronist war sich aber keiner Schuld bewusst und entgegnete mit einem leicht ironischen Unterton:,, Wie kommt ihr denn nur darauf?`` Als Arthor diese Worte zu Ohren kamen, wurde er nur noch wütender und zog sein Schwert. Mit aller Kraft versuchte der Erbe des Kräutermeisters, den Sauronisten zu erschlagen. Dabei hätte er aber an Celeran vorbei müssen, der ihn mit allen Mitteln zurück hielt. Dann passierte es und als Arthor gerade nicht auf seine Füße achtete, rutschte der Mann mittleren Alters aus und fiel von der Brücke. Dabei verlor er sein Schwert, welches in die Tiefe fiel und für immer dort verschollen blieb. Mit aller Kraft hielt sich Arthor noch an einem Felsen fest, der die Brücke stabilisierte.,, Halte durch, ich helfe dir!``, brüllte Celeran panisch. Jetzt ging der Bruder Saphira´s auf die Knie und reichte Arthor seine rechte, verschwitzte Hand. Arthor griff zwei Mal nach der Hand Celeran´s, doch immer wieder glitt sie ihm aus der Hand:,, Es tut mir Leid! Ich wäre so gerne mit dir diesen Weg gegangen!`` Celeran aber wollte seinen besten Freund und Verbündeten nicht verlieren und so reichte er Arthor ein letztes Mal seine Hand. Tränen der Hoffnung und zugleich der Angst kullerten über Celeran´s bärtige Wangen und rief:,, Wehe wenn du los lässt! Lass ja nicht los! Bitte!`` Daraufhin sah Arthor noch einmal in die Schlucht, doch der Lebensmut verließ ihn nicht und er griff noch einmal nach der Hand Celeran´s. Dieses Mal rutschte er nicht ab und Celeran zog seinen engsten Freund und Verbündeten wieder auf die Brücke. Voller Erleichterung klopften sich die Beiden auf die Schulter. Viel Zeit blieb ihnen aber nicht, um sich von diesem Schreck Moment zu erholen, denn der rotbärtige Sauronist drängte auf das Fortsetzen der Wanderung. Arthors Zorn lag noch immer über den rotbärtigen Sauronisten, doch nun war der Erbe des Kräutermeisters unbewaffnet und konnte dem Sauronisten kein Leid mehr zufügen. Auf der anderen Seite der Brücke angekommen trafen die Männer auf vier verschiedene Gänge. Die Sauronisten führten Celeran und Arthor, wie auch deren Anhänger durch den dritten Gang und erneut fanden sie Orkschädel vor und erneut bekam Celeran keine Antwort auf seine Frage, woher diese kamen.,, Überall riecht es hier nach verwestem Fleisch! Was macht ihr hier überhaupt? Das ist ja unerträglich!``, hinterfragte Arthor, doch auch dieses Mal schwiegen die Sauronisten und Arthor flüsterte Celeran ins Ohr:,, Besonders gesprächig scheinen die ja nicht zu sein.`` Celeran schmunzelte für einen Moment und schien sich dasselbe zu denken. Ehe er Arthor aber antwortete, hatte etwas Anderes seine Aufmerksamkeit bekommen und Celeran schien schockiert zu sein, über das, was er da sah. Arthor, Celeran, deren Anhänger und die Sauronisten standen auf einer felsigen Plattform. Von dieser führte eine Steintreppe in eine große Höhle. Diese Höhle wurde von Lagerfeuern, und duzenden von Fackeln an den Wänden erhellt. Der Rauch, der durch die Flammen entstand, verblasste im Hohlraum des Berges. Was Celeran und Arthor jedoch am Meisten schockierte, waren hunderte von Leichen, die an der Höhlendecke durch ein Seil herab hingen. Die Meisten von ihnen waren Menschen Gondors, Nah Harads, Khand´s, oder Rhun´s. Schockiert folgte der Trupp des Nordens den Sauronisten die Treppe hinunter und erneut lagen Orkschädel auf dem Boden. Celeran wollte endlich mit seiner Schwester sprechen und es stellte sich heraus, dass dies nicht mehr allzu lange dauern sollte. Hunderte von Männern schienen dem Befehl Saphira´s zu gehorchen. Celeran, Arthor, wie auch dessen Männer folgten den Sauronisten zum anderen Ende der Höhle. Umso tiefer sie in die Höhle gelangen, umso kälter wurde es. Celeran fror sich bereits die Hände ab, ließ es sich allerdings nicht anmerken. Manche Sauronisten, an denen die Eindringlinge vorbei kamen, schliffen ihre Klingen, andere schmiedeten in den Lagerfeuern neue. Grimmig sahen sie aus. Der ein oder andere war ausgehungert, oder hatte keine Zähne mehr. Wiederum andere hatten braune Zähne, spuckten Blut, oder aßen, wie die Schweine. Dann war es soweit. Die Sauronisten hielten an einer hohen Felswand an, vor der sich ein Thron, bestehend aus Knochen vorfand. Celeran wusste, dass seine Schwester durch das Nekromantenbuch verrückt geworden sein musste, doch dass sie zu einer Barbarin wurde, malte er sich in seinen dunkelsten Träumen nicht aus. Viele der Sauronisten wurden nun auf die Eindringlinge aufmerksam und kreisten sie ein. Der Einzige, der noch bei Arthor und Celeran blieb, war der rotbärtige Sauronist. Manche der Männer, die den Anweisungen Saphira´s unterlagen, brüllten, oder spuckten vor Celeran´s Füßen auf den Boden. Letzten Endes forderte der rotbärtige Mann, seine Brüder sollten ruhig sein und als eine totale Stille auf den Plan trat und nur noch die Hin und herschwingenden Seile der an der Decke hängenden Leichen, oder das Knistern des lodernden Feuers zu hören war, flüsterte der Sauronist mit dem Muttermal:,, Heil Sauron, dem Herrn der Erde!`` Auf einmal leuchteten die zwei Lagerfeuer, die direkt neben dem Knochenthron lagen, giftgrün auf und zwei Flammen erhoben sich in die Lüfte. Danach flogen die zwei Flammen auf den Knochenthron zu und aus ihnen bildete sich ein Wesen. Diese Kreatur schien weiblicher Natur zu sein, trug sie doch ein schwarzes, eng anliegendes Kettenkleid mit schwarzen, stacheligen Schulterpanzern. Ihr Gesicht verdeckte teilweise eine aus Stahl und Silber gefertigte Maske, so, dass man bis auf den Mund und den Unterkiefer nur ihre roten Augen erkannte. Aus ihrem Mund quoll jedes Mal, wenn sie diesen öffnete, schwarzes Blut und dennoch, so abstoßend und gruselig sie einem auch erschien, war sie zugleich elegant und doch auch schön. Ihre schwarzen, langen, leicht lockigen Haare lagen auf der Seite und auf ihrem Kopf trug sie eine schwarze, flache Krone, auf der man auf der Vorderseite das liedlose Auge erkannte. Elegant erhob sich die ältere Frau von ihrem Thron und schlenderte langsam die Treppen zu ihrem Bruder hinunter. Die Sauronisten verbeugten sich allesamt vor ihr und huldigten sie als die Herrin der Finsternis. Celeran aber konnte es kaum fassen, was er da sah und säuselte vor sich hin:,, Was ist nur aus dir geworden? Hat dich Saurons Macht etwa so verzerrt?``,, Freust du dich denn nicht, mich zu sehen, kleiner Bruder? All die Jahre hast du mich vergöttert und nun stehst du hier und kniest nicht einmal vor deiner Fürstin! Durch das Buch des Nekromanten verfüge ich nun über eine Macht, die du dir nicht vorstellen kannst! Statt Blut fließt jetzt Feuer und Asche durch meine Adern!``, entgegnete Saphira mit einer gespaltenen Stimme und Blut spuckend, während sie im Kreis um Arthor und ihren Bruder barfuß umher schlenderte. Dann fuhr sie fort:,, Gefällt dir mein Knochenthron? Meine Diener und ich haben ihn selbst gebaut. Es dauerte seine Zeit, aber es hat sich gelohnt, findest du nicht auch?``, lachte Saphira spöttisch. Celeran schockierte nach wie vor der Anblick seiner Schwester und doch wollte er nun die Fragen beantwortet haben, die ihm die Sauronisten nicht beantworten konnten:,, Dein Knochenthron ist mir egal! Ich möchte wissen, ob du diesen Ort selbst gegründet, oder ihn gefunden hast und außerdem was hat es mit den Leichen an der Decke und den Orkschädeln am Boden auf sich?``,, Ich sehe schon, dich beschäftigt so Einiges seit deiner Ankunft in meinem Versteck. Kein Wunder. Das letzte Mal trafen wir uns noch auf den Ebenen von Gorgoroth. Zu dieser Zeit lebten mein Gefolge und ich noch auf kargem Fels in Khand. Wir waren schwach und ausgehungert. Viele meiner Anhänger verfolgen dasselbe Ziel, wie ich! Die Monarchie abzuschaffen und ganz Mittelerde unter meinen Befehl zu stellen. Ein jeder Mensch, Elb und Zwerg wird mir gehorchen! Doch wir waren zu schwach, um unser Vorhaben in die Tat umzusetzen. Meine Streitkraft war zu klein und sie ist es auch jetzt noch. Mit Eintausenfünfhundert Männern ist es unmöglich, sich gegen die freien Völker zu erheben, doch ich habe nicht aufgegeben. Mein Volk stand also kurz vor dem Hungertod. Mit meiner letzten Kraft und nur halb so stark, wie ich jetzt bin, ritt ich tief in das schwarze Land und suchte nach einer geheimen Festung. Ich dachte mir, Sauron müsste doch für so viele Orks nicht nur Minas Morgul, Cirith Ungol, Barad Dur und die Ebenen von Gorgoroth erbaut und eingenommen haben und so war es auch. Hier, in den Ered Lithui wurde ich fündig. Ein alter Orkstollen, erbaut von den besten Baumeistern Mordors war die Rettung meines Volkes. Ich brachte die Sauronisten hier her und froh waren wir darüber, eine Festung gefunden zu haben, die uns als würdig erscheint. Was ich allerdings nicht wusste, dass in diesem Stollen noch immer Orks hausten, die sich über die Jahrhunderte hier versteckten. Ein jahrelanger Kampf stand mir und meinem Volk bevor. Zuerst versuchte ich, die Orks auf meine Seite zu ziehen und ihnen zu erklären, dass doch auch ich eine Dienerin Sauorns wäre. Die Orks aber huldigten Sauron nach seinem Sturz nicht mehr und verteidigten ihre Heimat mit Schwert und Speer. Nach vier Jahren einer erbitterten Schlacht töteten wir die Orks und aßen deren Fleisch, denn zu hungrig waren wir, als dass wir Ansprüche stellen konnten. Ich gab die Hoffnung aber noch nicht auf und nahm einige von ihnen gefangen, um sie doch noch zu unterjochen und eine Streitmacht zu züchten, die auch Saurons würdig gewesen wäre. Sie leisteten jedoch einen zu großen Wiederstand, als dass ich sie hätte befehligen können und so brachte ich einen, nach dem Anderen um. Mit der Zeit wurde meine Macht immer größer und ich begann, mich zu verändern. Aus Fleisch wurde Feuer, aus der Asche wurde ich wiedergeboren und zur großen Fürstin wurde ich, die einst die Krone verlor!``,, Aber wieso hängen die ganzen Leichen an der Decke?``, unterbrach Celeran seine ältere Schwester. Diese blickte kurz nach oben, während ihr Volk immernoch vor ihr kniete. Als nächstes kam sie auf den rotbärtigen Sauronisten zu und befahl diesen, Jemanden zu holen. Anschließend trat sie mit ihrem blutigen Mund an Celeran heran und flüsterte diesem ins Ohr:,, Hast nicht auch du die Stimme gehört, mein Bruder? Dies war die Verdammnis, die uns alle erwartet!``,, Von was sprichst du da?``, ängstigte sich Celeran.,, Du wirst es sehen! Jaa, du wirst es sehen.``, antwortete Saphira und saß sich wartend wieder auf ihren Knochenthron. Nur wenige Augenblicke später machten die Sauronisten Platz für den rotbärtigen Mann, dem vier Grabunholde und etwas Anderes folgten, dass nicht einmal nach etwas Bösem aussah. Arthor hielt sich Bereit, denn er fürchtete sich vor den Grabunholden. Celeran jedoch wusste, wie er mit diesen verfluchten Geistern umzugehen hatte, befehligte doch auch er im Kampf gegen Ithindil in Daerion Einige von ihnen. Saphira stieg wieder von ihrem Knochenthron herab und wandte sich dem leuchtenden Wesen zu, das die Grabunholde begleiteten:,, Darf ich euch vorstellen. Dies ist Herumor! Einige meiner Männer fanden ihn in den Trümmern von Barad Dur. Zuerst weigerte er sich, mit uns zu kommen, denn er bildete sich ein, Sauron hätte einen Fluch auf ihn gelegt, der ihn noch in der Ruine fest hielt. Das war natürlich vollkommener Schwachsinn, denn mit Saurons Fall verging auch seine Macht. Meine Männer brachten es aber nicht fertig, den Geist hier her zu bringen, also machte ich mich auf den Weg zu den Überresten von Saurons Festung und kämpfte gegen ihn. Als er verlor, nahm ich ihn mit und brachte ihn hier her. Unter entloser Folter erzählte Herumor, wer er war und was er bei sich trug und ihn die Istari besucht hätten und er aufpassen sollte, dass der dunkle Herrscher nicht wieder kehrt. Viele seiner Geschichten interessierten mich nicht, doch was wirklich interessant war, dass Sauron seine Seele, wie es scheint, durch Zwei teilte. Eine davon war später unter dem Namen,, der Hexenkönig von Angmar`` bekannt. Den anderen Teil sperrte Sauron in einem verhexten Verließ von Barad Dur ein.`` Arthor konnte es kaum fassen:,, Aber wie ist das möglich? Der Hexenkönig wurde bereits vor langer Zeit besiegt!`` Saphira umkreiste noch immer Herumor, der still schweigend mit gesenktem Kopf über der Erde schwebte:,, Anscheinend war einer, der neun Ringe, den Herumor im zweiten Zeitalter erhielt für die Spaltung seiner Seele verantwortlich, wie auch die unendlichen Qualen, die Sauron ihm zufügte. Viel wichtiger ist aber, was Herumor bei sich trug.`` Jetzt befahl Saphira dem rotbärtigen Sauronisten, ihr etwas auzuhändigen und so holte der Sauronist etwas aus seinem Umhang hervor und alle, die in der Höhle standen, staunten. Besonders Celeran, Arthor und dessen Männer:,, Wie ist das möglich? Die Palantiri wurden allesamt am Ende des dritten Zeitalters mit in den alten Westen genommen, woher sie stammten.`` Saphira nickte daraufhin verneinend, hob den Palantir Barad Durs nach Oben und sprach:,, Sehet, was auch ich gesehen habe!`` Plötzlich begann sich der dichte Rauch im Palantir zu lichten und ein grausames Bild trat zum Vorschein. Hunderttausende von Orks verbeugten sich vor Sauron, Rhach, Ancalagon und Morgoth und brüllten deren Namen. Dann veränderte sich das Bild und der Palantir zeigte, wie Männer und Frauen, Hobbits, Zwerge und auch Elben in dunklen Verließen saßen, oder in Zuchtgruben, Schmieden, Säge und Bergwerken zur Sklaverei gezwungen wurden. Keine Sonnenstrahlen spiegelten die Gebirgszüge Mittelerdes wieder, denn die Sonne und auch der Mond waren nicht mehr und Gewitterfronten erhellten den Horizont mit grünen und schwarzen Blitzen.
    Als die Bilder im Palantir verblassten, überreichte Saphira den sehenden Stein wieder an den rotbärtigen Sauronisten, stieg wieder auf ihren Thron empor, befahl ihren Anhängern, sich zu erheben und rief in ihrem Wahn:,, MMorgoth wird zurück kehren nach Mittelerde! Mandos prophezeite dies bereits vor langer Zeit. Vielleicht wird es nicht heute sein, oder auch nicht morgen, doch wenn es soweit ist, stehen wir auf der Seite der Finsternis! Wir werden nicht in finsteren Zellen auf unseren Tod warten, oder zur Sklaverei gezwungen werden! Nein! Wir werden Morgoth Legionen anführen und über Mittelerde herrschen! Die Dagor Dagorath, die Schlacht der Schlachten wird kommen und wir werden nicht auf der Seite des Verlierers stehen, sondern siegen! Bereits jetzt beginnt der Umbruch! Im Westen ernannte sich ein Maiar zur Kaiserin von Mittelerde und gründete eine neue Stadt. Ihre Regentschaft wird aber nicht lange dauern, denn schon jetzt rebellieren im Süden die Korsaren und stellen eine Streitmacht auf, gegen die Gondor nichts ausrichten kann!`` Da rannte Celeran auf seine Schwester zu und hinterfragte:,, Was hat das zu bedeuten?`` Und Saphira erzählte:,, Umbar hat sich mit seinen Brüdern ausgesöhnt! Das seit Jahrtausenden zerstrittene im weiten Süden gelegene Königreich Ambar verbündete sich wieder mit den Seeräubern. Arthor flüsterte daraufhin Celeran zu:,, Von diesem Ambar habe ich noch nie etwas gehört.`` Celeran stimmte seinem Freund zu, doch Saphira klärte die Beiden auf, als sie Arthors Aussage mit bekam:,, Vor Tausenden von Jahren, noch vor dem letzten Bündnis stritten sich zwei Brüder um die Herrschaft Umbars. Dieser Streit sollte in einer Seeschlacht vor den Küsten Umbarlondes ausgetragen werden, dem großen Hafen Umbars. Jeder von ihnen stellte eine Mannschaft zusammen und nahm sich ein Schiff. Als die Brüder bereit waren und sie den Kampf auf dem offenen Meer austrugen, gewann der jüngere Bruder Beldramir und ernannte sich zum Fürsten der Korsaren. Sein Bruder Ambarion hingegen entschied sich für das Exil und gründete fern im Süden das Reich Ambar. Ambar unterschied sich nicht groß von Umbar, doch es war größer und die Herrscher Ambars zogen für die nächsten Jahrtausende nicht in den Krieg. Jetzt aber schlossen die beiden Reiche einen Friedensvertrag und werden gemeinsam gegen Gondor, wie auch gegen die Kaiserin und die vereinigte Armee von Mittelerde in die Schlacht ziehen.`` Arthor schien die Lage der Sauronisten in diesem Krieg etwas fragwürdig und so hackte er nach:,, Wo aber werden die Sauronisten stehen, sollte Morgoth bis zum Angriff der Korsaren nicht zurück gekehrt sein und sie Gondor eingenommen haben?`` Saphira begann nun, krankhaft zu lachen:,, HAHAHA! Wir sind bereits dabei, dass wir uns mit der Bruderschaft der Schlangen verbünden. Gemeinsam werden wir Gondor in den Ruin treiben, sowie den König Nah Harads stürzen und unsere eigenen Herrscher einsetzen. Gondor steht so, oder so kurz vor dem Fall! So also frage ich also dich, mein Bruder, folgst du mir in den Krieg?`` Und Celeran antwortete neugierig:,, Du hast mir immer noch nicht beantwortet, weshalb die Leichen an der Decke hängen. Erst dann kann ich dir meine Antwort geben und außerdem hast du mir bei unserem ersten Treffen versprochen, mir und meinen Männern zur Unsterblichkeit zu verhelfen.`` Saphira starrte erneut an die Decke, ehe sie wie eine Wahnsinnige entgegnete:,, Dies ist mein Tribut an Morgoth. Wenn er erst einmal sieht, zu welchen Taten die Sauronisten fähig sind, so wird er uns zu seinen ergebensten Dienern machen und was die Unsterblichkeit angeht, dies war leider eine Lüge, um dich auf meine Seite zu bringen, doch wie ich sehe, hast du versagt. Celeran, ich rate dir, dich auf meine Seite zu schlagen. Du solltest Castian vom Thron stoßen und hast stattdessen deinen verweichten Sohn zum König von Daerion krönen lassen! Mit mir wirst du siegen!`` Celeran sah sich noch einmal genau um, ehe er antwortete und sich die Stirn runzelte:,, Angesichts der Tatsache, dass du in einem Orkstollen lebst und auf eine Prophezeiung wartest, die vielleicht nie eintreten wird und du versuchst, eine Übermacht mit einem Bündnis zu bekämpfen, dass dir ebenfalls keine besonders große Streitmacht bringen wird, muss ich dein Angebot leider ausschlagen. Ich habe dich geliebt, doch das Wesen, das sich hier vor mir als die Fürstin der Sauronisten ausgibt, ist nicht meine Schwester, sondern eine Wahnsinnige, die keinen Verstand besitzt! Lauft und nehmt Herumor mit!`` Saphira konnte es kaum fassen, dass sich ihr Bruder gegen sie entschied und so gab sie den Angriffsbefehl. Nach Celeran´s Anweisung und ehe die Männer des Nordens fliehen konnten, ließ es sich Arthor nicht nehmen, in einem Moment der Unsichtbarkeit nach der Klinge des rotbärtigen Sauronisten zu greifen und ihm diese mit aller Kraft in den Bauch zu rammen. Daraufhin färbte sich der rote Bart des Sauronisten Blutrot und er fiel zu Boden.,, Das war dafür, dass du mich hättest in die Schlucht stürzen lassen!``, schrie Arthor noch einmal im Eifer des Gefechts. Dann stahl er den Palantir und rannte mit seinen Gefährten die steinerne Treppe hoch zum Tunnel, wo ihn auf der anderen Seite die schmale Brücke erwartete. Hunderte folgten jetzt Celeran, Arthor und deren Truppe. Celeran gelang es gerade noch, die Grabunholde auszutricksen, indem er vor deren Augen rasch ein Feuer legte. So nahm er Herumor mit und floh mit diesem aus der Höhle. Als die Truppe des Nordens am Fuße der Brücke ankam und den Tunnel durchquerten, flogen ihnen bereits die ersten Pfeile entgegen.,, Oh Nein! Nicht schon wieder! Ich hasse diese Brücke!``, beschwerte sich Arthor. Viel Zeit blieb ihnen aber nicht, da die Sauronisten sie bald einholten. Vorsichtig überquerten die Männer unter Celeran´s Führung die Brücke, doch Saphira gab den Schussbefehl und so flogen hunderte von brennenden Pfeilen auf Celerans Gefolge nieder. Dabei trafen einige Pfeile ihr Ziel und die Soldaten des Nordens fielen beim überqueren in die tiefe Schlucht. Arthor und Celeran schafften es zum Glück mit Herumor noch aus dem Versteck der Sauronisten heraus und das Einzige, was sie noch mit bekamen, ehe sie auf ihren Pferden davon ritten, war der grausame Schrei Saphira´s. So schnell die drei konnten, verließen sie bei Sonnenaufgang Mordor und ritten in den fernen Osten, obwohl sie nicht wussten, was sie dort erwartete.

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1475886499
Der Erbe des dunklen Herrschers: Der neue Schatten
Der Erbe des dunklen Herrschers: Der neue Schatten
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2016-10-08
402C
Herr der Ringe

Kommentare (56)

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Tinúviël Ithildraug ( von: Tinúviël Ithildraug)
vor 418 Tagen
Na da bin ich ja beruhigt :D
Du hast eine wirklich schöne Stimme und kannst gut singen :) Aber bei deinem Into the west Cover singst du ab und zu zu spät oder zu früh. Ich singe sehr gerne und viel. Daher weiß ich wie schwer das ist. Für ein schönes Ergebnis sind oft viele Aufnahmen nötig. Wenn du die Zeit (und Lust) hast, nimm sie dir ruhig mal. Ich glaube, es würde sich richtig lohnen. Aber vor allem geht es ja um den Spaß.
Aber lass dich nicht weiter von einem Hochsopran bequatschen. Was du auf alle Fälle mit Bravur kannst, ist Geschichten schreiben. Ich freu mich schon auf den nächsten Teil :)
Namarië, mellon nîn
Morgoth25 (60728)
vor 419 Tagen
Hey,
Danke ihr beiden. Ist immer wieder dchön, dass sich die Mühe auch auszahlt.
Das Cover von Into the West und Adele sind von mir :)
Und Tinuviel, ich kann dich beruhigen. Das war das erste Buch. Das zweite und dritte kommen ja noch. Da kommen noch viele Kapitel über das vierte Zeitalter von Mittelerde ;D
Tinúviël Ithildraug (02548)
vor 427 Tagen
Ich war mal auf deinem Youtube Kanal und wollte fragen ob die Liedcover auch von dir sind?
Tinúviël Ithildraug (02548)
vor 429 Tagen
Entschuldige, dass ich mich jetzt erst melde. Ich hatte einfach keine Zeit zum Lesen. Du kennst mein Urteil über deine Geschichte. Sie ist einfach göttlich. Der Gedanke, dass sie sich dem Emde neigt ist aber unerträglich :'(
Namarië, mellon nîn
Lonukira (29163)
vor 445 Tagen
Bei den Valar! Das Kapitel war so schön. Ich liebe einfach deinen Schreibstil und finde, dass man eigentlich gar nicht in Worte fassen kann, wie wundervoll diese Geschichte ist. Einfach nur Danke dafür!
Morgoth25 (44033)
vor 626 Tagen
Danke Tinuviel. Ich freue mich immer wieder über deine Kommentare.
Das steht bei Tolkiens unvollendeten Werken in Wikipedia und Ardapedia.
Ja dann wünsch ich dir viel Spaß beim lesen und ebenfalls Namarie mellon nin
Tinúviël Ithildraug (88774)
vor 629 Tagen
Da freu ich mich schon drauf :D Ich muss zwar zugeben, dass ich von Game of Thrones nur wenig Ahnung habe, aber es wird bestimmt super ;) Von "Der neue Schatten" habe ich noch nie etwas gehört. Ich bin entsetzt über mich selbst. Woher kennst du die Geschichte? (Meine Weihnachtswunschliste wird mal wieder zur Hälfte aus HdR Zusatzbüchern bestehen ;P ) Hatte ich schon gesagt, dass dein neues Kapitel klasse ist und du einer meiner Lieblingsautoren bist?
Namarië, mellon nîn
Morgoth25 (44033)
vor 630 Tagen
Danke Tinuviel. Ich bemühe mich wirklich darum, die Geschichte so authentisch, wie möglich an Tolkiens Herr der Ringe zu halten. Da der erste Teil bald fertig ist, werde ich mich dem Zweiten Teil meiner Trioloie witmen und hier trifft "Der Herr der Ringe" auf Game of thrones. Dabei versuche ich mich an Tolkiens unvollendete Geschichte des vierten Zeitalters "Der neue Schatten" zu halten :)
Tinúviël Ithildraug (88774)
vor 635 Tagen
Aiya!
Schreibfehler stören mich nicht, solange du weiterschreibst ;) Mal wieder ein schöner neuer Teil.
Namarië, mellon nîn
Oliver25 (78661)
vor 661 Tagen
Danke Tinuviel. Ich hab diedes Mal leider ein par zuviele Rechtschreibfehler drin, aber ich werde mich bemühen, dass dies im nächsten Kapitel nicht mehr der Fall ist :)
Tinúviël Ithildraug (88774)
vor 662 Tagen
Endlich geht es weiter! Mal wieder extrem spannend. Vor allem das letzte Kapitel hat mir gefallen. Jetzt bin ich ja mal gespannt, was passiert ist.
Namarië, mellon nîn.
P.S.: Ich bin die selbe Tinuviel wie vorher. Nur mein Name hat sich etwas erweitert ;)
Morgoth25 (16619)
vor 756 Tagen
Danke Tinuviel. Mich freut es immer wieder, dass du so fleißig mit liest und nicht das Interesse daran verlierst.
Auch bei den anderen Lesern möchte ich mich bedanken, dass die ff ja doch gut anzukommen scheint :D
Tinuviel (08857)
vor 757 Tagen
Huch, das war aber nicht so gewollt. Egal;) Noch einen schönen Abend.
Tinuviel (08857)
vor 757 Tagen
WOW!!! Du hast mich mal wieder vollständig gefesselt. Dein Schreibstil ist immer wieder atemberaubend und kaum ein anderer schafft es so gut Wissen von Tolkien in seinen Geschichten zu verarbeiten, ohne die Geschichte in die Vergangenheit zu legen. Jede deiner Schlachten fesselt mich und du überrascht mich immer wieder. Außerdem sterben bei dir auch mal beliebte Person, das macht das ganze authentischer. Eigentlich wollte ich nur sagen ich freue mich über das neue Kapitel ;) Namarië!
Morgoth25 (16619)
vor 757 Tagen
Am Anfang des 5 Kapitels müsste es heißen:" Verdammt, lange halte ich das nicht mehr aus. Ithindil ist immer noch ohnmächtig."
Morgoth25 (25521)
vor 775 Tagen
Deswegen bräuchte ich unbedingt eure Hilfe.

Was glaubt ihr? Wie könnte der Verlauf der weitere Verlauf der Schlacht aussehen?

Zudem müsst ihr wissen, wie Fornost beschrieben wurde:

Eine viereckige Festung, unterteilt in sechs Teile. Zudem ist alles komplett eben. Ich weiß einfach nicht, wie das ganze weiter gehen soll. Nur das Ende der Schlacht bereitet mir Sorgen. Für die nächsten Kapitel weiß ich schon wieder, wie es weiter geht.

Vll. könnt ihr mir helfen. Wäre echt toll :D
Morgoth25 (25521)
vor 775 Tagen
Danke Silmarwen. Du weißt gar nicht, wie viel mir eure Rückmeldungen über meine Geschichte bedeuten. Ich glaube aber, dass sich mein Schreibstil momentan etwas verschlechtert. Ich habe die gesamte Geschichte im Kopf und weiß auch schon, wie ,, der Erbe des dunklen Herrschers`` enden wird ( Das Ende meiner Geschichte kommt aber noch nicht so schnell. Sollen ja um die dreihundert Buchseiten werden). Die Schlacht von Fornost finde ich persönlich aber sehr schwer zu beschreiben, da diese Gegend von Tolkien etwas langweilig beschrieben wurde.
Silmarwen (59752)
vor 775 Tagen
WOW! Einfach nur WOW! Ich liebe es wie du schreibst! Es gibt autoren die weitaus schlechter schreiben als du und du machst das noch nicht mal hauptberuflich! Ich bin echt nach jedem kapitel das ich von dieser geschichte lese sprachlos.
Lg Silmarwen
Morgoth25 (94250)
vor 790 Tagen
Danke Tinuviel.

Ja, dass hoffe ich auch. Allerdings gab es einen Fehler beim letzten Satz meiner Charakterzusammenfassung. Den Satz nahm testedich. de nicht mehr an.

Deswegen hier noch einmal eine kurze Erklärung zum Bruder Saurons:

Rhach ist das wohl gefürchtetste Wesen, welches man in Mittelerde seit der Verbannung von Morgoth sah. Selbst Sauron hatte während des ersten Zeitalters großen Respekt vor seinem Bruder.
Tinuviel (77238)
vor 790 Tagen
Mal wieder ein sehr spannendes Kapitel. Und danke für die Charakterezusammenfassung, ich glaube das hilft einigen weiter, bei der Geschichte durchzublicken.