Er kommt - Lauf...

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2 Kapitel - 1.244 Wörter - Erstellt von: Aima Nightmare - Aktualisiert am: 2016-10-10 - Entwickelt am: - 306 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Du bist allein... Allein, eingesperrt in deinem eigenen Haus. Und doch bist du nicht allein... Denn ich bin da...
-Lauf!

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    Ich erinnere mich noch genau an gestern Abend. Wir waren bei Lucy und haben einen Horrorabend organisiert. Lucy hatte zwei Filme zur Auswahl;"Blu
    Ich erinnere mich noch genau an gestern Abend. Wir waren bei Lucy und haben einen Horrorabend organisiert. Lucy hatte zwei Filme zur Auswahl;"Blut im Herzen", oder 'Debby and Freddy'... ^Debby and Freddy' war wohl der bekannteste Horrorfilm auf Erden zu unserer Zeit. Der Abend an sich war grauenhaft gruselig... Ich griff in die Tüte Chips die ich gestern gekauft hatte und riss die Augen weit auf, als Lucy die DVD des Filmes einlegte. Mein Herz pochte bei der Vorstellung an den Horrorfilm. Zwei Zwillinge, die in der Nacht Leute mit einer Sense ermordeten, Hände die aus Gräbern ragten und Schreie. Die Chips zersplitterten mit einem hohlen Knacken unter meinen Zähnen, die sich zusammenpressten und die Chips zermalmten. Ein scharfer Geschmack legte sich in meinem Mund frei und ich fuchtelte wild mit der Hand herum um den metallischen Geschmack loszuwerden. Es schmeckte kalt und gleichzeitig warm... Nach Metall und Wasser. Nach Salz und Pfeffer, nach allen Geschmäcken gleichzeitig. Es schmeckte so, wie das was man schmeckte, wenn man einen Zahn verlor. Eine zähe Flüssigkeit, die sich in meinem Mund ausbreitete und ein unverwechselbares Rote ergießt. Blut... Ich steckte einen Finger in meinen Mund und tatsächlich-Blut...,, Blut!“, kreischte ich einfach nur schockiert. Schweißtropfen perlten an meinen Wangen hinab. Mein Herz schlug wie ein Gong und meine Ohren schmerzten. Mein Hals wurde trocken und es schnürte mir die Kehle zu. Ich hustete, spuckte und kreischte. mein Hals war schon rau geschrien, als ich eine Hand auf meiner Schulter spürte. Ich wirbelte immer noch frustriert herum, als ich Lucy erblickte, die mir ein Glas Cola hin hielt.,, Kleiner Streich“, kicherte Lucy und zog eine kleine Flasche aus der Tasche.,, Kunstblut“... Ich riss ihr das Glas aus der Hand und spülte diesen ekelhaften Rest "Blut" hinunter. Dann ließ ich mich auf die Couch sinken und richtete den Blick auf den Fernseher.,, Jetzt mach schon!“, wisperte ich immer noch schockiert und nervös mit hämmerndem Herzen. Ich fühlte jetzt schon Gänsehaut unter meiner Winterjacke. Lucy führte die Fernbedienung unter dem Kabel hindurch, das den Fernseher mit der Steckdose verband. Dann warf sie sich neben mich auf die Couch, knipste das Licht aus, dass eine Finsternis entstand, griff meine Hand und drückte auf die Fernbedienung...

    Ich hörte Lachen der 8-jährigen Zwillinge mit den hohlen, schwarzen Augen und der genährten Narbe über der Wange. Die verfilzen Haare quollen unter der Kapuze hervor und ich hörte das Sausen der Sensenklinge. Immer wieder erbebten meine Stimmlippen durch Schreie. Ich krallte mich an den Ärmeln des Sofas fest und hielt alle Muskeln angespannt. Ich biss mir auf die Lippen, bis ich Blut schmeckte. Alles wirkte wie ein Albtraum. Ich dachte mir immerzu, dass einer der Zwillinge aus dem Bild springen würden und mich mit der Sense köpfen würden. Und immer dieses Grinsen mit den blutverschmierten Zähnen, beidem sich ihre Wange bis zu den Augen hinaufzog und ihre leeren Augen verengten. Meine Augen waren bis zur Grenze aufgerissen, ich konnte weder weinen, noch mich bewegen. Dieser Film war ein Albtraum. Und plötzlich bemerkte ich, dass ich Lucy's Seite nicht mehr an meiner spürte...

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    Damals bin ich einfach weggerannt. Und ich behielt immer den Gedanken an Freddy und Debby. Mein Vater köchelte in unsere Küche und ich konnte den Ge
    Damals bin ich einfach weggerannt. Und ich behielt immer den Gedanken an Freddy und Debby. Mein Vater köchelte in unsere Küche und ich konnte den Geruch von Pfannkuchen wahrnehmen. Es war bereits zehn Uhr vorbei, als ich mich vom Sofa erhob und den Fernseher ausschaltete um die Werbungen zu verpassen. Ich gähnte ausgiebig und streckte meine Kiefer. Mein Bruder spielte gerade mit seinen Autos und brummte dabei vor sich hin.,, Bist du nicht langsam zu alt für Autos? Du bist doch schon acht!“, witzelte ich und strich mit den Fingern über den Lack des roten Autos, das auf dem Sessel lag, als würde es ruhig schlafen.,, Nö!“, schrie Frederick und packte blitzschnell das rote Auto. Ich pfiff durch die Zähne und leckte mir über die Lippen.,, Daddy, ich geh dann mal ho-“ Ich wurde vom Dröhnen der Klingel des Telefons überrascht und gleichzeitig unterbrochen.,, Ich geh schon!“, rief mein Vater von der Küche aus und hörte das Klicken, wenn man den Hörer vom Telefon nahm.,, Ja?“,, Gebt mir Blut, gebt mir Blut...“,, Entschuldigung?“,, Gebt mir Blut, gebt mir Blut...“,, Wer sind Sie denn überhaupt?",, Ich bin alleine, zurückgelassen und will Blut...“,, A-Aber wir können Ihnen kein Blut geben?“,, Ist nicht schlimm, dann lasst mich rein!“,, Es tut mir leid, aber es ist halb elf, meine Kinder schlafen und weiß nicht einmal wer Sie sind!“,, Dann gebt mir Leben!“,, Welches Leben denn!“,, Euer Leben...“ Damit hörte ich einen dumpfen Knall und das Zersplittern des Telefons. Ich hörte mein eigenes Herz hämmern. Unser Leben? Meine Hände zuckten und meine Beine trugen mich eilend in die Küche.,, W-Wer war das?“, stotterte ich und blickte mich in der Küche um. Mein Vater saß am Boden und hob die Teile des Telefons auf.,, Niemand“ Mein Vater blickte auf und mir blieb das Herz stehen. Sein Gesicht war blass und seine Augen hatten einen dunkeln Schimmer. Diese Kälte in seiner Ausstrahlung.,, G-Ganz sicher?“, schrei ich mit klopfendem Herzen und mein Gesicht verzog sich vor Angst und Schock. Gleich darauf klingelte es an der Tür. Ich erschrak mich zu Tode, denn ich war auf solche Situationen einfach nicht gefasst. Ich ging zwei Schritte nach hinten, knallte dann die Küchentür vor der fase meines Vaters zu und ging langsam auf die Tür zu. Mein Herz hämmerte unbeschreiblich und ein eiskalter Schauer durchzuckte mich. Noch ein Klingeln. Moment mal? Wie albern war ich eigentlich. All diese Horror-Filme die ich gesehen habe haben mich wohl zur einen Angsthasen gemacht! Ich atmete einmal tief durch und dachte dabei an meinen Geburtstag in einem linken Blumenfeld. Ich wusste, dass das kitschig klang, doch ich brauchte jetzt überpositive Ablenkung von meiner blühenden Fantasie. Also seufzte ich einmal laut und berührte den kalten Türgriff mit meinen Fingern. Da ertönte plötzlich eine Stimme:,, Mach auf!“


    Das Blut rauschte in meinen Ohren und ich riss meine Hand von dem Türgriff. Ich wagte nicht zu schreien. Tat einfach so, als ob niemand da wäre. Aber innerlich raste mein Herz in Angst vor der Person, die hier vor der Tür ruhte. Als diese Leute ihren Satz wieder wiederholten, nahm ich all meinen Mut zusammen und rief:,, Wer da?“ Meine Stimme klang heiser und stotternd vor Angst. Keine Antwort ertönte. Am Anfang war ich erleichtert, doch dann hörte ich die Stimme meines Vaters aus der Küche.,, Mach auf, Aima!“, schimpfte er mit scharfem Ton und ich hörte Geschirr klirren.

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Er kommt - Lauf...
Er kommt - Lauf...
Du bist allein... Allein, eingesperrt in deinem eigenen Haus. Und doch bist du nicht allein... Denn ich bin da... -Lauf!
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2016-10-07
40J0
Horror, Krimi

Kommentare Seite 1 von 1
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Lou ( 25.31 )
Abgeschickt vor 31 Tagen
Schreibst du weiter?Die Geschichte ist echt super.Mir gefällt dein schreibstil!
Amy ( von: Amelie22 )
Abgeschickt vor 34 Tagen
Krass, voll gut geschrieben😮❤