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Das Biest und der Tyrann - Teil 39

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1 Kapitel - 5.897 Wörter - Erstellt von: Ronja - Aktualisiert am: 2016-10-04 - Entwickelt am: - 934 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

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    Grits Sicht
    „Ich bin tot, Margrit. Und das ist alles nur deine Schuld! Warum hast du mich nicht wach gehalten? Du solltest doch aufpassen, dass ich nicht einschlafe. Ich bin erfroren, Margrit. Du allein trägst die Verantwortung.“ „Kid! Nein! Es tut mir Leid! Ich war doch selber so müde und…“ „Es ist zu spät, Margrit! Es ist zu spät!“ „Kid!“ vor Schreck richte ich mich auf. „Kid? Wo bist du? Kid?“, flüstere ich aufgeregt. Es ist ziemlich dunkel im mich herum. Auf mir liegen tausend Decken. Ich liege in einem fremden Bett. Alleine. Was ist hier nur los? Wo bin ich verdammt noch einmal? Wo ist Kid? Warum habe ich das Gefühl, dass mit ihm etwas nicht in Ordnung sein könnte? Ich suche mein Gehirn ab, aber da ist absolut nichts, das mit weiterhelfen könnte. Das einzige, das ich weiß, ist, dass ich unbedingt jetzt zu Kid muss. Mühsam kämpfe ich mich aus all den Decken heraus und stehe vom Bett auf. Blind suche ich die Tür. Auf wackeligen Beinen stürze ich nach draußen. Upps! Da ist ja eine Wand. Uiuiui. Ich kann kaum gehen. Mein Gleichgewichtssinn spielt verrückt. Habe ich gestern gesoffen? Aber dann wäre mir übel. „Kid?“, nuschle ich. Irgendwie habe ich mich nicht richtig unter Kontrolle. Hier ist eine Tür. Vielleicht ist Kid ja dahinter. Ist gar nicht so leicht die Tür zu öffnen. Ha ha! Geschafft. „Kid? Bist du hier?“, frage ich so laut ich kann. Ich gehe ein wenig rein. „Hallo? Kid?“, versuche ich es etwas lauter. Es erheben sich einige Stimmen. „Ist einer von euch Kid?“ „Grit?“, fragt eine Stimme in meiner Nähe. Einige Lichter gehen an. „Oh! Mal schauen! Du bist nicht Kid“, sage ich zu einem Typen. „Was machst du hier?“, werde ich wieder gefragt. Jemand stellt sich direkt vor mich und schaut mich besorgt an. „Ich suche Kid. Er braucht mich.“ Der Jemand legt seine Hand auf meine Stirn. „Geht es dir gut?“, fragt er. Ich nicke. „Natürlich. Und dir?“ „Weckt den Doc!“, ruft eine andere Stimme. „Grit, du warst vor 16 Stunden noch fast komplett ausgekühlt. Ich bezweifle, dass es dir gut geht“, sagt der Typ vor mir. Er kommt mir bekannt vor. Aber was redet er da? Ich schaue ihn ungläubig an. Haben mein Traum und mein Gefühl etwas damit zu tun? „Und Kid?“, frage ich. Meine Stimme ist leise und bricht fast weg. Der Typ schaut mich wehleidig an. Bedeutet das etwa… Nein! Tränen steigen mir in die Augen. „Nein!“, schluchze ich. Meine Beine drohen mir weg zu knicken. Dieser Jemand nimmt mich in den Arm. John! Er heißt John! Das glaub ich nicht. Kid kann unmöglich tot sein. „Grit!“ Eine andere gehetzte Stimme ruft meinen Namen. Mir egal. Ich reagiere nicht. Ich weine. „Komm mit“, sagt John ruhig. Es geht nicht. Ich kann mich keinen Zentimeter bewegen. „Dann trage ich dich halt.“ Ich kann nicht reagieren. Ich kann es einfach nicht fassen. Mein Traum kann doch nicht Wirklichkeit sein. Kid kann nicht sterben. Nicht durch so einen Scheiß. Plötzlich werde ich auf ein Bett gesetzt. „Grit! Hör mir zu!“, sagt jemand. Ich versuche mich etwas zu sammeln. „Hast du irgendwo Schmerzen?“ Ich schüttle den Kopf. Außer meinem Herzen schmerzt mir nichts. „Kannst du alles bewegen? Deine Zehen, deine Finger, Arme und Beine?“ Ich nicke. „Deine Nase, deine Ohren?“ Ich nicke. „Was ist passiert?“, frage ich leise. Der Arzt vor mir guckt mich nachdenklich an. „Das kann dir wohl John besser erzählen“, sagt er. John setzt sich neben mich aufs Bett. „Als wir euch endlich gefunden haben, wart ihr schon nicht mehr bei Bewusstsein“, fängt er seine Erklärung an. „Stopp!“, sage ich. „Wo waren wir denn? Warum musstet ihr uns suchen?“ John blickt besorgt zu dem Arzt. Ich kann sehen, wie sie Blicke austauschen. „Also“, fängt John noch einmal an. „Wir waren gestern in einer Bar. Du hast dich ziemlich heftig mit Kid gestritten und bist abgehauen.“ Stimmt. Ich erinnere mich ein wenig. „Du bist nicht beim Schiff angekommen, also haben wir eine Suchaktion gestartet. Es war draußen arschkalt und ein kleiner Schneesturm hat auch noch gewütet. Stundenlang haben wir dich gesucht. Kid hat dich irgendwie gefunden, aber ist zu dir in eine Eisspalte gefallen. Killer erhielt schließlich einen Anruf von ihm. Dann mussten wir nur noch die Eisspalte finden, was nicht so leicht war. Als wir euch endlich gefunden haben, warst du bereits seit zehn Stunden in dieser Kälte. Wir haben euch aufs Schiff gebracht, aber ehrlich gesagt wart ihr schon fast tot.“ In mir steigt Angst auf. „Du bist lediglich unterkühlt gewesen und hattest Erfrierungen an den Fingern und Zehen, was natürlich schon schlimm genug war. Kid hingegen…“ John seufzt und macht eine Pause. Tränen steigen mir in die Augen. „Was ist mit ihm?“, sage ich, aber es ist nur ein Hauchen. Ich habe Angst. „Er war fast komplett ausgekühlt. Zwei Rippen sind gebrochen und haben seine Organe etwas verletzt. Ich dachte, er wäre tot. Aber der Doc hat ihn ein wenig stabilisieren können. Er liegt im Koma, aber immerhin lebt er. Wir hoffen, dass er auch aufwacht.“ Ungläubig schaue ich ihn an. Also lebt er doch noch. Ich springe auf und laufe zur Tür. Der Arzt ist schneller und hält sie zu. „Wo willst du hin?“, fragt er scharf. „Lass mich durch!“, sage ich und versuche mir den Weg frei zu machen. „Ich will zu Kid. Lass mich durch.“ Der Arzt versperrt mit immer noch den Weg. „Grit!“, sagt er ruhig. „Lass mich durch!“ „Grit!“, sagt jetzt John und ziemlich bestimmt. „Du musst hier bleiben. Ich muss dich noch untersuchen“, sagt der Arzt. „Außerdem“, sagt John. „liegt Kid doch auch hier auf der Krankenstation.“ Verwirrt schaue ich ihn an. Kid ist hier! Sogleich sucht mein Blick den Raum ab. Direkt hinter meinem Bett, steht noch ein Krankenbett auf dem ein Haufen Decken liegt. Ich gehe schnell zu ihm hin. Nur Kids Kopf schaut hervor. Unglaublich erleichtert lege ich meine Hand an seine Wange. Er ist es. Ich spüre seine Haut. Das hier ist definitiv die Wirklichkeit. Ich breche in Tränen aus. Ich habe keine Kraft, sie zurück zu halten. Er lebt! WIR leben! „Grit!“, höre ich John mit sanfter Stimme sagen. „Du brauchst Ruhe! Zwar bist du aus deinem Koma wieder aufgewacht, aber du bist noch lange nicht gesund. Du solltest noch ein wenig schlafen.“ Meine Tränen werden weniger. Es dauert eine Weile, bis ich reden kann. „Bleibst du bei mir, John?“, frage ich leise. Ich habe Angst, fühle mich so verloren und würde glaube ich keine Ruhe finden. „Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist“, bezweifelt John. „Ich weiß nicht, wie Kid das finden würde. Ich will nicht so enden, wie der Kerl in der Bar gestern Abend.“ „Du bist mein bester Freund. Kid weiß das!“ „Grit, ich…“ „Bitte!“ Mir kommen schon wieder Tränen. Ich will diese Nacht nicht alleine sein. John seufzt. „Okay“, sagt er. Er schiebt mein Krankenbett an die Wand, setzt sich rauf und lehnt sich an. Ich krabble aufs Bett und lege mich hin. Johns Beine sind mein Kissen. Zugegeben ein ziemlich hartes Kissen, aber ich bin froh, dass er geblieben ist. Ich ziehe mir die Decke bis ans Kinn und kuschle mich ein. Ich bin ganz schön müde.

    In Schlafsachen und mit meinem Kissen unter dem Arm gehe ich zum Krankenzimmer. Leise schließe ich die Tür hinter mir und lege mich in mein Bett. Ich drehe mich auf die rechte Seite, um Kid besser zu sehen. Mit der linken Hand streichle ich über seine Wange. „Hallo Kid!“, sagt ich leise. „Der Doc meinte, ich kann die Krankenstation verlassen, aber ich fühl mich so einsam in unserer Kajüte, wenn du nicht da bist. Deshalb habe ich mein Krankenbett an deins geschoben. Jetzt liegen wir in einem Bett. So wie sonst auch immer.“ Ich muss lächeln. „Als ich heute Morgen aufgewacht bin, konnte ich mich wieder an alles erinnern. Der Doc meinte, die Amnesie gestern Nacht wäre durch meine lange Bewusstlosigkeit und einem Schock zustande gekommen. Er kann es dir besser erklären. Auf jeden Fall liegen wir nicht mehr im Hafen mit unserem Schiff. Killer hat angeordnet in einer etwas abgelegeneren Bucht vor Anker zu gehen, bis du wieder fit bist. Ich habe mich nicht einmal in die Nähe eines Fensters gewagt. Von Kälte habe ich erst einmal genug.“ Ich lache, aber es ist eher traurig. „Weißt du was?“, frage ich und rutsche zu Kid unter die Decke. Sein Körper fühlt sich kälter als sonst an. Ich lege meinen Arm um seinen Oberkörper. Vorsichtig natürlich. Wegen Kids Rippen. „Ich werde jetzt deine Heizung sein. Ich weiß, ich weiß. Absurd nicht war?“ Natürlich kommt keine Reaktion. Es ist absolut still. „Der Doc meinte unsere Finger und Zehen wären schon schwarz angelaufen gewesen. Sie haben sie mit warmem Wasser wieder aufgewärmt und jetzt kann ich sie wieder normal benutzen. Verrückt, nicht wahr? Deine sind auch wieder ganz normal. Ich hab’s gesehen. Aber du warst ganz schön ausgekühlt, hat der Doc gesagt. Deshalb haben sie dich einfach in die Badewanne gesteckt. Du musstest erst aufwärmen, bevor der Doc dich operieren konnte. Du hattest nämlich…“ Ich breche ab. Meine Stimme bricht einfach weg. Tränen kommen mir. „Deine Rippen sind gebrochen. So wie du es gesagt hattest. Zwei Rippen richtig und mehrere angebrochen. Die-die-die haben ähm deine Organe verletzt. Du hast geblutet. Innerlich. Aber der Doc meint, er hätte es richten können, so dass die gebrochenen Rippen dich nicht mehr verletzen. Er meint, du bist auf nem gutem Weg. Jetzt müsstest du dich nur noch zurück ins Leben kämpfen.“ Ich breche endgültig in Tränen aus. „Oh Kid!“, schluchze ich. „Verlass mich nicht!“ Die Tränen fließen einfach aus mir raus. Ich kann gar nichts dagegen machen. Es tut gut Kids Nähe zu fühlen. Wenn er doch nur wach wäre. Er wirkt so leblos. Oh Scheiße! Er soll nicht sterben. Verdammt noch einmal! Ich brauche ihn hier. Wenn er geht, dann gehe ich auch. Es kann doch nicht sein, dass der gefürchtete Eustass Kid an Unterkühlung stirbt? Ich kann das nicht akzeptieren. „Bleib bei mir, Kid!“, flüstere ich. Müde lasse ich meine Tränendrüsen versiegen.

    „Pass auf! Den Witz hat mir Steve vorhin erzählt: Sagt ein Baum zum anderen: Lass uns gehen, sonst schlagen wir noch Wurzeln.“ Ich kichere. „Oder der hier: Wie nennt man einen Bumerang, der nicht zurückkommt?“ Ich warte einen Augenblick. „Stock!“ Wieder kichere ich. Ich lehne mich zurück auf meine Unterarme. „Die Jungs haben mich heute Nachmittag ganz schön unterhalten, weißt du. Sie haben ihr Bestes getan, um mich abzulenken. Ich sollte es wahrscheinlich nicht bemerken, aber ich bin ja nicht doof. Sie sind echt Gold wert. Du hast echt richtig vernünftige Kerle in deiner Crew. Wirklich! Sie haben das Herz am rechten Fleck. Wie hast du es bloß geschafft so viele Typen zu finden, die loyal, stark, furchtlos und dennoch echte Freunde sind? Selbst wenn du im Koma liegst, stehen sie volle Kanne hinter dir. Andere Piraten würden ihren Käpt‘n einfach hintergehen, ja vielleicht sogar beseitigen. Du kannst dich echt glücklich schätzen.“ Ich lege mich nun hin und kuschle mich in die warme Decke. „Die Crew nutzt die Pause hier, um das Schiff wieder in Ordnung zu bringen. Bill werkelt mit ein paar Leuten überall rum. Markus und Thomas bringen die Küche mal wieder so richtig auf Vordermann. Im alten Männerschlafsaal ist auch allerhand zu tun. Alle sind beschäftigt. Nur ich bin krankgeschrieben. So lange bis du wieder wach bist, hat der Doc gesagt. Also könntest du dich bitte ein bisschen beeilen? Ich habe echt keinen Bock so lange dumm rum zu sitzen.“ Ich seufze. Es ist echt blöde. „Natürlich kümmern sich deine Jungs um mich. Keine Sorge! Es ist immer jemand für mich da. Ich hab doch gerade erzählt was für tolle Typen sie sind. Aber du kennst mich. Ich brauche etwas zu tun. Mehr als nur Spiele zu spielen. Morgen gucke ich mal, ob ich irgendwo vielleicht helfen kann. Ja, auch wenn ich krankgeschrieben bin. Da du ja nichts dagegen sagen kannst, kann ich dir das grade auch ohne weiteres erzählen. Ich verspreche dir, nichts allzu schweres zu machen, einverstanden?“ Es kommt keine Reaktion. „Dann ist ja gut.“ Ich grinse. Wie praktisch. „Weißt du, heute hat den ganzen Tag die Sonne geschienen. John und Kalle haben die ganze Zeit versucht mich raus zu locken. Sie meinten ich müsste gleich wieder raus in den Schnee und die Kälte, damit ich kein Trauma bekomme und die Angst nicht ewig mit mir rumschleppe. Solche Spinner! Ich habe doch keine Angst! Du glaubst nicht, was für Ideen und Ausreden sie hatten.“ Ich kichere. „Naja, du kennst die beiden schon länger. Wahrscheinlich kannst du dir vorstellen, was sie alles versucht haben.“ Ich schweige einen Augenblick. Ich weiß nicht, was ich ihm noch erzählen soll. Ob er mich wohl hört? So wie ich, als ich im Kampf schwer verletzt wurde. Es war zwar nur kurz, bevor ich endgültig aufgewacht bin, aber vielleicht kann Kid mich ja hören und wahrnehmen, ist nur nicht in der Lage sich zu bewegen. Das wäre schrecklich. Gefangen im eigenen Körper. Ich spüre, wie meine Augen feucht werden. Das ist eine grausame Vorstellung. „Kid, ich liebe dich!“, flüstere ich und gebe ihm einen Kuss auf die Wange. „Bitte komm wieder zurück. wir müssen schließlich noch zu Ende streiten.“ Es macht mich wahnsinnig, dass von ihm keine Reaktion kommt. Die Tränen kommen und fließen wieder in Strömen über meine Wangen. Kid! Bitte komm zurück!

    „Du kannst dich wieder beruhigen! Ich habe heute keine einzige Arbeit gemacht. Niemand hat mich etwas machen lassen. Nicht mal Markus, obwohl er mich sonst auch immer in der Küche was machen lässt. Ähm… nimm ihm das nicht übel. Aber alle haben mich schön fern von der Arbeit gehalten. Voll doof!“ Ich verschränke die Arme vor der Brust. Die Decke um die Schulter gelegt, sitze ich im Schneidersitz auf meinem Bett. Ich wurde immer sofort abgeschmettert, wenn ich gefragt habe, ob ich helfen kann. „Naja, ich habe den Vormittag im Navigationsraum verbracht. Echt jetzt! Der Raum ist voll cool. Die Sessel sind richtig gemütlich, man hat einen super Blick durch die Bullaugen und es ist irgendwie muggelig. Mit den ganzen Karten und Regalen und Messgeräten. Es wirkt so Antik. Ich war da halt den ganzen Vormittag, weil der Doc mich auch nicht zu dir reingelassen hat. Er meinte, es täte mir nicht gut, wenn ich den ganzen Tag nur hier bei dir bin und wenn du aufwachen würdest, würde er sofort nach mir rufen. Aber es war ganz nett da vorne. Killer war ne Zeitlang auch noch da und wir haben ein bisschen geredet.“ Ich mache eine kleine Pause. Was ist dann passiert? Hm… dann gab es Mittagessen. Ehrlich gesagt habe ich kaum etwas gegessen. Seitdem ich wach bin, habe ich nicht viel gegessen. Vielleicht sollte ich das Kid nicht erzählen. „Nach dem Mittag hat sich Bobs Gang meiner Wenigkeit angenommen. Wir haben zusammen gechillt und ein wenig gesungen. Meine Stimme klingt zurzeit nicht so gut, deswegen hab ich eher zugehört. Ich habe sie nicht richtig unter Kontrolle“, gebe ich zu. „Das Abendessen hätte dir sicherlich gut gefallen. Es gab mega viel Fleisch! Killer meinte, das müsst es noch einmal geben, wenn du wieder wach bist. Das ganze Fleisch hilft gegen die Kälte, hat Markus gesagt. Mir hat der Tee aber besser geholfen.“ Ich lache. „Auf jeden Fall, was ich dir noch sagen wollte, du wirst künstlich ernährt. Das hat der Doc gemacht, als du nach einem Tag immer noch nicht wach warst. An deiner rechten Hand hast du eine Nadel an der ein Schlauch ist. Ist dem kleinen Beutel da ist die Nahrung drin. Es ist flüssig, also keine Ahnung, was da wirklich drin ist. Dachte nur, ich sag es dir, damit du dich nicht wunderst, was es ist. Ich habe dir auch deinen Waffengurt nebens Kopfkissen gelegt. Ich weiß ja, wie du darüber denkst. Meine Pistolen liegen hier auch. Damit ausnahmsweise ich mal DICH beschützen kann.“ Ich grinse frech. „Na, wie findest du das? Blödes Gefühl oder? Naja, wie auch immer. Wach bitte schnell auf! Ich möchte dich gerne wieder zurück haben.“ Eine Träne läuft mir die Wange runter. Wie sehr wünsche ich mir, dass Kid mich jetzt im Arm hält, mit dem Daumen sanft über meine Schulter streichelt und er mir einen Kuss gibt. Ich breche in Tränen aus. Wie lange ist es schon her, dass ich mich nicht in den Schlaf geweint habe?

    „Kid! Wann wachst du wieder auf? Ich halte das nicht mehr aus. Diese Ungewissheit bringt mich noch um“, schluchze ich und ziehe die Nase hoch. Heute war ein grauenhafter Tag. Seitdem ich wach bin, ist es schon der vierte Tag, an dem Kid immer noch nicht aufgewacht ist. Heulend liege ich halb auf Kids Beinen und vergrabe mein Gesicht in die Decke. Mein Kopf tut schon weh, so lange heule ich schon. „Stirb bitte nicht! Bitte! Der Doc hat gesagt, wenn du nicht bald aufwachst, müsste er sich andere Dinge überlegen. Er hat gesagt…“ Meine Stimme bricht weg. „Er hat gesagt… du willst nicht leben, nur um des Lebens Willen.“ Ein heftiger Schauer schüttelt mich. „Killer meinte auch, dass es bald wohl keine Hoffnung mehr geben würde.“ Laut heulend mache ich meiner Trauer Luft. „Das haben sie mir natürlich nicht gesagt. Ich habe es nur zufällig gehört.“ Wenn sie das wirklich tun, bringen sie mich damit auch um. Das dürfen sie nicht machen. Sie können Kid doch nicht einfach aufgeben? Plötzlich verstummen meine Tränen. Sie hören einfach auf. Meine Tränendrüsen sind erschöpft. In stummer Trauer liege ich regungslos da. Mit der Zeit wird meine Nase sogar wieder frei. An schlafen kann ich nicht einmal denken und das, obwohl ich spüre, wie erschöpft ich von heute und den letzten Tagen bin. Ich muss jeden Moment, den ich noch mit Kid verbringen darf, genießen. Er wird wieder aufwachen. Er muss einfach wieder aufwachen. Ich will doch noch mit ihm… was war das? Ganz still verharre ich. Da! Schon wieder! Das war ganz eindeutig eine Bewegung. Ich richte mich langsam auf und starre ungläubig auf die Stelle, an der Kids Beine sind. Sie haben sich eben bewegt. Das habe ich ganz genau gespürt. Langsam drehe ich meinen Kopf zu Kids Gesicht. Da ist Regung in seinen Gesichtszügen zu sehen. Er zuckt mit den Augen und seine Mundwinkel bewegen sich ebenfalls. Ich glaub es nicht! Er wacht auf! ER WACHT AUF! Ich bin so glücklich. Mein Mann erwacht endlich aus dem Koma. Der große Eustass Kid hat es geschafft! Ich rutsche zu Kid hin, lehne mich über ihn und küsse ihn erleichtert. Seine Lippen reagieren auf meine Berührung. Erneut fließen die Tränen. Diesmal aber vor Freude. Ich spüre Kids Hand an meiner linken Wange. Er ist zurück! Er ist endlich wieder richtig zurück. Ich kann gar nicht genug kriegen von Kids Küssen. Schließlich lasse ich von ihm ab. Er öffnet die Augen und schaut tief in meine. Seine Lippen formen sich zu einem Lächeln. Langsam und noch immer geschwächt, wischt er mir die Tränen aus dem Gesicht. Ich bin so so so SO froh! Ganz leicht und im Prinzip nur symbolisch gemeint, gebe ich ihm eine Ohrfeige. „Hast wohl gedacht, du könntest dich aus dem Streit rauswinden, indem du einfach im Koma bleibst. Da hast du dich aber geirrt! Ich habe dir nicht verzogen! Wir klären das noch! Hast du das verstanden?“, sage ich in strengem Ton. Kid drückt meinen Kopf zu sich ran und gibt mir noch einen Kuss auf die Lippen. Es fühlt sich unbeschreiblich gut an. Definitiv DER schönste Kuss! „Keine Sorge!“, sagt Kid mit leiser Stimme. „Du kannst noch so viel streiten, wie du willst, wenn ich die Kraft habe zu kontern. Aber würdest du jetzt erst einmal den Doc holen?“ Ich nicke und gebe ihm noch einen Kuss. Eigentlich will ich schon aufspringen, aber ich entscheide mich doch anders und gebe Kid noch einen zärtlichen Kuss. Ich kann es immer noch nicht fassen, glaub ich. Freudig renn ich aus dem Raum. „Doc! Doc, wo bist du?“, rufe ich und laufe zum neuen Männerschlafsaal. Er ist einfach dichter. Ich reiße die Tür auf. „Wo ist der Doc? Ist er hier?“, rufe ich. Sogleich sind alle hellwach. „Was ist los?“, fragt Wire sogleich. „Ist irgendwas passiert?“, meldet sich auch Bill unsicher zu Wort. „Grit, was ist los? Ist irgendetwas mit Kid?“, fragt John besorgt und stellt sich direkt vor mich. „Ja!“, rufe ich freudig aus. „John, er ist wach! Kid ist wach!“ Ich falle ihm um den Hals. Es dauert einen Augenblick, bis die Jungs realisieren, was ich da gesagt habe. Sie brechen in Jubeln aus. „Ich hole den Doc!“, ruft Wire. Ich springe vor Freude auf und ab. Die gute Laune der Jungs ist ansteckend. Ich könnte jetzt rennen und rennen und rennen. So glücklich bin ich. Oder tanzen. So richtig abtanzen, das wär’s. „Das müssen wir feiern!“, ruft Franko laut und hält eine Flasche Sake hoch. Sogleich wird allerhand Alkohol ausgepackt und das Saufgelage beginnt. „Auf den Käpt’n!“ „JAAAA!“ Sie trinken auf den Käpt’n ziemlich viel. Mich überkommt der Hunger. Ich könnte jetzt soooo viel essen. All das, was ich die letzten Tage nicht gegessen habe, könnte ich jetzt in mich reinstopfen. „Wo willst du hin?“, fragt John, als er bemerkt, dass ich gehen will. „Zu Kid!“, antworte ich überglücklich. Er nickt breit grinsend und hält seinen Sake hoch. „Auf den Käpt’n und seine Braut!“, ruft er. Ich verdrehe die Augen. „Auf den Käpt’n und seine Braut!“, rufen die anderen und trinken noch mehr. Hauptsache sie können trinken, worauf sie dann trinken ist eigentlich egal. Ich strecke John die Zunge raus.

    Kids Sicht
    Lautes Gejubel bricht irgendwo aus. Vermutlich hat Grit den Männern erzählt, dass ich aufgewacht bin. Ich lächle. So schwach wie jetzt, habe ich mich lange nicht gefühlt. Auf meinen Lippen spüre ich immer noch Grits Küsse. Ich fahre mit der Zunge über die Unterlippe. Was für eine nette Begrüßung. Offensichtlich geht es ihr gut. Was für ein Glück. Dann haben sie uns also rechtzeitig gefunden. Wie lange das wohl schon her ist? Es klang so, als ob ich mehrere Tage im Koma gelegen hätte. Ich höre hastige Schritte auf dem Flur. Die Tür, welche nur angelehnt war, geht auf. „Kid!“, sagt der Doc erleichtert und erfreut. Er kommt an mein Bett. Ich drehe ihm den Kopf zu und versuche ein Grinsen. Er legt gleich seine Hand auf meine Stirn. „Welche Erleichterung! Ich konnte es kaum fassen, als Wire mir eben erzählte du wärest wach! Wie geht es dir?“ „Gut!“, antworte ich. „Irgendwelche Schmerzen?“ Ich lache leise. „Das weiß ich noch nicht. Ich bin noch ein wenig benommen, um ehrlich zu sein!“ Der Doc nickt. „Natürlich.“ Er zieht vorsichtig die Nadel aus meiner rechten Hand. „Die brauchst du wohl nicht mehr!“ Er schiebt das Gestänge zur Seite. „Wenn du dich bereit fühlst, setz dich doch bitte auf. Dann kann ich dich untersuchen.“ Ich führe meine Bewegungen langsam aus. Erst schiebe ich die Decke zurück. Stück für Stück setze ich mich auf. Mein Oberkörper schmerzt. Ich halte die Hand an die schmerzende Stelle. Richtig! Die Rippen! Währenddessen schiebt der Doc das zweite Bett zur Seite und bereitet irgendwelche Dinge vor. Grit konnte mich also nicht alleine lassen, oder warum sonst stand da ein Bett direkt neben meinem? Ich schmunzle. Diese süße kleine Lady! Letztendlich sitze ich auf der Bettkante. Meine Füße kommen am Boden an. Ich bin fast nackt. Trage nur eine Boxershorts. Und einen Verband um meinen Oberkörper. „Kid?“ Die Tür geht wieder auf. Grit steht in der Tür und guckt mich mit großen Augen an. Ich zwinkere ihr zu und ziehe einen Mundwinkel hoch. „Oh nein!“, sagt der Doc sofort und geht zur Tür. „Das reicht jetzt! Ich muss ihn untersuchen.“ „Nein, lass mich durch!“, protestiert sie und versucht sich am Doc vorbei zu quetschen. Er drängt sie erfolgreich aus dem Raum und schließt die Tür zu, sobald sie ins Schloss fällt. „Schön!“, ruft Grit etwas zickig durch die Tür. „Dann gehe ich jetzt halt etwas essen!“ Ich muss grinsen. „Na endlich“, seufzt der Doc. „Sie hat seit Tagen kaum etwas gegessen und ständig nur bei dir rumgehockt. Ich musste sie schon richtig rausschmeißen, damit sie sich hier nicht zu Tode heult.“ „Hey!“, sage ich harsch. „Rede nicht in diesem Ton über Grit!“ Sein Tonfall gefiel mir gar nicht. „Verzeihung Käpt’n!“, entschuldigt der Doc sich sofort. „Die letzten Tage waren nicht ganz einfach. Für alle von uns.“ Ich nicke. „Also“, sagt er und seine Stimme klingt fast schon enthusiastisch. „Dann mal los!“ Der Doc untersucht mich gründlich. „Wie lange ist der Bar Abend her?“, frage ich während der Prozedur. „Das sind jetzt gut fünf Tage her, denke ich“, antwortet der Doc. „Und ich lag die ganze Zeit im Koma?“, frage ich überrascht nach. Er nickt. „Du warst fast tot, als wir dich endlich gefunden haben. Grit ging es bei weitem besser. Wie sehr tut das weh?“ Er drückt auf meinem Brustkorb herum. „Zwei!“ „Und das?“ Ein Stich durchfährt meine Brust. „Sechs!“ Der Doc drückt noch an einer anderen Stelle. „Vier!“ „Okay, trink das!“, sagt der Doc und reicht mir ein Glas mit Flüssigkeit drin. Ich nehme es an. Das Wasser ist leicht grün. „Nein!“, sage ich und halte ihm das Glas hin. Der Doc seufzt. „Doch!“, sagt er bestimmt. „Du weißt, ich hasse das Zeug!“, diskutiere ich. Er wendet sich ab. „Das ist mir scheißegal! Und wenn ich es dir im Schlaf einflöße.“ „War das etwa eine Drohung?“, entgegne ich gereizt. Der Doc sieht mich an und zieht eine Augenbraue hoch. Ich stöhne. Also gut! Ich kippe das Zeug in einem Zug runter. „Ähhh!“, keuche ich. Das ist so widerlich! Es schmeckt einfach abartig! Der Doc macht noch ein paar Tests, dann sagt er: „So! Fertig! Du brauchst jetzt Ruhe! Leg dich einfach schlafen oder so.“ Noch während er das sagt, stehe ich auf. „Danke Doc!“, sage ich und klopfe ihm auf den Rücken. „Ja! Oder ignoriere einfach alles, was ich sage und mach dein eigenes Ding!“, kommentiert er etwas genervt. Ich habe Hunger. Aber zuerst brauche ich Kleidung. Ich greife nach meinem Waffengürtel und gehe zu meiner Kajüte. So richtig sicher bin ich irgendwie nicht auf den Beinen, aber das kommt schon noch. In meiner Kajüte gehe ich erst einmal duschen. Der Doc hat mir die Verbände abgenommen, da sie jetzt eh nichts mehr bringen. Das warme Wasser ist wie ein Segen für meinen erschöpften Körper. Ich mache mich frisch, sodass ich unter die Leute gehen kann. Hinterher ziehe ich mich an. Eine Jogginghose reicht. Ich nehme mir wieder den Waffengürtel in die Hand und gehe nun zum Speisesaal. Da ist allerhand los! Schon bevor ich den Raum betrete, höre ich die lauten Stimmen. Wie spät mag es wohl sein? Ich stoße die Tür auf. Jubelrufe, Beifall und Sprechgesänge werden nun laut. „KIIIID!“ „ER IST WIEDER DA!“ „EIN HOCH AUF UNSERN KÄPT’N!“ Ich grinse und hebe die Arme. Das ist nicht ganz unschmerzhaft. Ich überspiele das Stechen und Ziehen in meiner Brust gekonnt. „MÄNNER!“, rufe ich laut. Die Crew wird leise. Jetzt heißt es Stärke bekennen. „Die Zeit des Wartens ist vorbei. Ich habe meine Stärke zurück. So ein kleines Problem kann mich nicht in die Knie zwingen. Von nun an werden wir wieder lossegeln und unserem Namen alle Ehre machen!“ Ich reiße triumphierend die Hand hoch. Die Männer jubeln. Grinsend gehe ich zum Tresen. Auf dem Weg klopfen mir meine Männer auf den Rücken und heißen mich willkommen. Am Tresen sitzt bereits jemand. Grit schaufelt das Essen in sich hinein. Ich lache auf und setze mich über Eck an die lange Tresen Seite. „Für mich bitte das Gleiche“, rufe ich Markus zu. Er lacht und nickt mir zu. „Na schmeckt’s?“, frage ich Grit amüsiert. „Hm“, antwortet sie zustimmend. Sie sieht glücklich aus. Bin mir nicht sicher, ob wegen mir oder dem Essen. Ich schmunzle. Markus gibt mir einen Teller und stellt eine Platte voll mit Essen vor mich. Ich bediene mich. Es ist laut. Alle haben ihren Sake ausgepackt und feiern nun. „Ey Kid!“, sagt Killer fröhlich, haut mir leicht gegen die linke Schulter und setzt sich neben mich auf einen freien Barhocker. „Wieder fit?“ „So gut wie“, antworte ich mit vollem Mund. „Na dann kannst du das Kommando ja wieder übernehmen“, sagt er und lacht. Ich lache auch kurz auf. „Das stimmt! Ist irgendetwas vorgefallen?“ Killer schüttelt den Kopf und macht ne wegwerfende Handbewegung. „Ach!“, antwortet er beiläufig. „Wir haben das Schiff auf die andere Seite der Insel gesteuert und liegen in einer kleinen Bucht vor Anker. Ansonsten gab es keine großartigen Veränderungen.“ „Keine großartigen Veränderungen?“, fragt Bill empört nach. „Kid, wir haben das ganze Schiff wieder auf Vordermann gebracht. Die Männer haben die ganze Zeit jeden noch so kleinen Winkel repariert.“ Ich nicke. „Gute Arbeit dann! Ich schaue es mir morgen an“, erwidere ich darauf. „Gibt’s Nachrichten von Teddy?“, frage ich, nun wieder Killer zugewand. „Nein! Hat sich nicht gemeldet. Ich vermute, er ist noch auf der zweiten Insel, welche auf seinem Weg liegt. Von hier aus brauchen wir noch gut fünf Tage bis zum Treffpunkt. Teddy wird wohl vor uns dort ankommen.“ „Alles klar!“ Ich beiße in ein Stück Fleisch und reiße einen Bissen ab. Genüsslich kaue ich. Fleisch ist doch das allerbeste! Die Party um uns herum wird wohl noch ne Weile gehen. Ich bin erschöpft. Das lasse ich mir natürlich nicht anmerken. Grit ist bereits gegangen. Ich gehe nun ebenfalls. Wer weiß, wie spät es ist! Da ich keinen Grund sehe, noch länger im Krankenzimmer zu schlafen, gehe ich zu meiner Kajüte. Müde öffne ich die Tür. Grit sitzt in meinem Sessel und liest die Zeitung. „Hey Süße“, begrüße ich sie lächelnd. Sie schaut auf und ein breites Grinsen erscheint. „Hey Schatz!“ Dieses einfache Wort versetzt mich in Hochstimmung und beherrscht für einen Augenblick meinen Puls. Ich gehe ins Bad und putze Zähne. Grit kommt rein, legt von hinten ihre Arme um mich und schmiegt ihren Kopf an meinem Rücken. Ihre Berührung ist einzigartig. Es tut sooo gut! Mit den Fingern streichelt sie sanft meinen Bauch. „Wie geht es dir?“, fragt sie besorgt. Mein Mund ist voll Zahnpasta. Ich spucke aus. „Es geht! Ich bin ziemlich erschöpft! Mein Körper fühlt sich so an, als hätte man auf ihn eingeprügelt“, erkläre ich ihr ganz ehrlich. Vor Grit muss ich nicht unverwundbar tun. Sie würde es eh wieder merken. „Und deine Rippen?“ Grit wandert mit einer Hand zu der Stelle, unter der die gebrochenen Rippen liegen. Von außen ziert ein mächtiger Bluterguss die Stelle und eine leichte Schwellung ist zu sehen. „Sie schmerzen zurzeit nicht so sehr. Der Doc hat mir ein Schmerzmittel gegeben. Ich soll allerdings aufpassen, damit ich die innerlichen Verletzungen nicht wieder aufreiße.“ „Ich weiß“, flüstert sie. Ich putze meine Zähne zu Ende. Nach dem Ausspülen, drehe ich mich zu Grit um. „Und wie geht es meiner Frau?“, frage ich und lächle. Sie lächelt ebenfalls. „Ganz gut! Ich habe keine Verletzungen und habe mich von dem Koma schon erholt. Und nun, da du wieder wach bist…“ Sie unterbricht sich selbst und schaut mich einfach nur an. Sie sieht glücklich aus. Ich streiche ihr über die Wange. Wie schön es ist, sie einfach nur anzuschauen. „Komm! Wir gehen ins Bett“, sage ich sanft. „Ich bin müde!“ Grit nickt. „Ich auch!“, sagt sie. Wir gehen ins Zimmer. „Wo kommen denn all die Decken her? Hatten wir nicht ursprünglich mal eine?“, frage ich etwas irritiert. Grit kichert. „Ich will nicht frieren!“, sagt sie. „Keine Sorge! Ich halte dich warm!“ Grit kichert wieder. „Die letzten Nächte habe eher ich dich warm gehalten und das soll schon was heißen!“ Ich lache. „Das kann ich ja gar nicht glauben“, kommentiere ich. „Tu es lieber!“, sagt Grit und krabbelt unter den Berg aus Decken. Ich lege mich dazu und decke mich ebenfalls zu. Es ist angenehm warm. Überhaupt nicht heiß, so wie ich es eigentlich erwartet hätte. Grit schmiegt sich an mich. Ihren Arm hat sie über meinen Oberkörper gelegt und ihr Kopf ruht auf meinem linken Arm. „Grit, was hast du eigentlich die ganze Zeit gemacht?“, frage ich sie. „Ach Kid, das habe ich dir doch jeden Abend erzählt!“, antwortet sie. „Achja?“, frage ich überrascht nach. „Hm“, bejaht sie. Ich schmunzle. Wie süß! „Ich bin so froh, dass du unser kleines Abenteuer so gut überstanden hast“, sage ich. Ich bin wirklich mehr als froh. Glücklich! Begeistert! Beflügelt! „Ich bin froh, dass du dich entschieden hast noch eine Weile bei mir zu sein“, sagt Grit leise. Sie scheint ziemlich müde zu sein. Ich auch. Die Schmerzmittel machen schläfrig. „Gute Nacht“, sage ich und küsse Grit auf den Kopf. „Ich liebe dich auch!“, nuschelt sie. Ich grinse und schließe die Augen. Zeit zum Schlafen!

Kommentare (114)

autorenew

~ £∆D¥ ~ (14139)
vor 27 Tagen
Finde deine Geschichte wirklich spannend und extrem fesselnd.
Man kann gar nicht genug davon bekommen.
Die Charaktere kann man sich wirklich bildlich vorstellen in ihrer Mimik und Gestik.
Hoffe du schreibst schnell weiter (:
Denn das ist bis jetzt die beste Story die ich je gelesen habe. ❤
Natürlich hoffe ich des weiteren das deine Geschichte noch kein schnelles Ende findet!
Denn ich denke nämlich es gibt noch so einiges zu erzählen (;
Dafür das deine Geschichte so faszinierend und auch so ‚‚man denkt man ist hautnah dabei'' ist würde ich dir gerne mehr als nur 5 Sterne geben!
Mach bloß weiter so! ❤
Luzybel ( von: Luzybel)
vor 30 Tagen
Ich liebe deine Geschichte lese sie von Anfang an und warte immer fleißig auf ein neues Kapitel

Freue mich schon wieder aufs nächste :D
Ronja (17555)
vor 36 Tagen
Herzlichen Dank! Man tut ja was man kann nicht wahr?!
Ayumi (20597)
vor 40 Tagen
Wow was für eine lange und schöne Story *-*
Das gibt erstmal 5 fette Sterne *-* Probs an den Autor ich bin so gefesselt...da muss ich dich fast schon anzeigen wegen Freiheitsberaubung xD
Rosa (03587)
vor 64 Tagen
Wann schreibst du wieder weiter?
Bahar (99888)
vor 347 Tagen
Ich finde es echt klasse das du immer am
Spannendesten Platz aufhörst da bekommt Mann
ja mehr Lust zu lesen
Hikari (52165)
vor 358 Tagen
Nein würde ich nicht Ronja , aber deswegen iSt es so blöd weil es genau wirklich die spannendste stelle ist
Ronja (57034)
vor 358 Tagen
Ich weiß, ich weiß. Würdest du schlecht über mich denken, wenn ich dir sage, das war mit Absicht? Fortsetzung folgt bald...
Hikari (52165)
vor 359 Tagen
OMG! SO ETWAS DARF MAN KEINEM ANTUN😱 an der spannendsten
Stelle einfach aufhören.......Bitte schreib schnell weiter!!!!!!!
P.S.
Respekt, ich könnte Soetwas nicht . Mach weiter so😉
alegssa (22446)
vor 363 Tagen
Ich hab schon so gespannt gewartet. Bitte schreib schnell weiter 😍😍
Bahar (10063)
vor 365 Tagen
Respekt du kannst schreiben wie ne Profi.
P.S
Mich hast du schon als Bewunderer
angle of life (63895)
vor 366 Tagen
Coool der neue Teil ist echt so toll 😊
Ich finde die Story eine von den besten ! Bitte mach schnell weiter!
Ich möchte gern wissen wie es weiter geht. Mach weiter so!
loliee (10932)
vor 435 Tagen
Das ist DIE BESTE ff, die ich bis jetzt gelesen hab, um ehrlich zu sein;)
♥☺♥☺♥☺♥☺♥☺
Monkey D Woosmann (89282)
vor 445 Tagen
cool der neue Teil
SAKURA (64916)
vor 472 Tagen
Wann kommt der 36 Teil die Geschichte is voll cool
Ronja (14911)
vor 488 Tagen
Ich find es super cool, dass du dir so Gedanken machst, wie es wohl weitergeht. Ob Grit Königshaki hat weiß ich nicht so genau. Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen, aber wer weiß. Sie überrascht einen immer wieder ;)
Gol D. Lea (64467)
vor 489 Tagen
Bittttee schreib weiter ich finde diese geschichte so cool ich hätte
sogar eine Idee wie es weiter gehen könnte ; nähmlich das die kid piratrn
in einen kampf mit der marine haben aber da dabei auch der admiral
kuzan oder wie der heisst dabei ist könnnen die kid piraten nicht gewinnen
Den sie sind dan alle auch schon stark mitgenommen und als dan dieser
Admiral dan kid und die anderen töten will setzt dan Grit Königshawki frei
Und besiegt sie dan weil du hast schon so mit dem Hawki angefangen das
Sie und kid es trainieren da wäre das glaube ich eine coole wenden das dan
Grit Königshawki erweckt aber es ist deine FF es wäre jetzt nur von mir
Ein Vorschlag.
Bahar (00301)
vor 515 Tagen
Ist nicht schlimm aber es würde mich freuen wenn
du bald weiter schreiben könntest den das ist
meine aler Liebste Geschichte überhaupt ❤️😍😂😜
Vicky (55748)
vor 541 Tagen
OK danke für die Info
Ronja (58949)
vor 541 Tagen
Hey Vicky. Bisher sind es nur 33 Teile. Schreibe grade den nächsten aber bin in letzter Zeit kaum zu Hause. Deshalb dauert es ein bisschen 😊