Theory of Colour

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1 Kapitel - 1.051 Wörter - Erstellt von: Ahri - Aktualisiert am: 2016-09-27 - Entwickelt am: - 348 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Ayano Yuasa ist eine 27-jährige Kunoichi, die nicht viel Erfolg in ihrem Ninjadasein vorzuweisen hat. Ihre innere und äußere Welt ist in grau getaucht.
Auf ihrem Weg durch ihr Leben nach dem vierten Ninjaweltkrieg wird viel passieren und sie begegnet Menschen, die ihr Gutes und Böses wollen, doch wird sie diese Personen auseinander halten können?
Wird sie es je schaffen, ihre Welt in Farben zu tauchen oder wird sie weiterhin nie die Farben der Welt kennenlernen?

1
Prolog

Umgeben von einem prachtvollen Meer aus bunten Blumen, die das Grün der Wiese zu verschlingen droht, stehe ich fernab von jeglicher Zivilisation auf einem grauen Felsen, der sich wie ein hässlicher Fleck in dieses idyllische Bild geschlichen hat, nur um es zu ruinieren. Und doch wage ich mich nicht, noch einen weiteren Gedanken an diesen Störenfried zu verschwenden, zu sehr bin ich von dem Anblick, der sich mir eröffnet fasziniert. Meine Augen schweifen über die sämtlichen Farben der Knospen vor mir bis hin zu den Bergen und Bäumen, die sich am Horizont erhoben haben und die Schönheit des blauen Himmels hemmen, der von weißen Schleierwolken geziert ist.
Ich lege den Kopf in den Nacken, sehe zu der weißen Farbe auf, die mir mit dem Grau des Felsen so vertraut war, während eine sanfte Brise mein Haut kitzelt und eine angenehm warme Spur hinterlässt, die in mir das Gefühl von Geborgenheit auslöst, welches man nur von Berührungen vertrauter Personen vermittelt bekommt. So abstrus meine Empfindung auch ist, es fühlt sich gut an.
Langsam setze ich einen Fuß nach vorne, spüre, wie die weichen Blätter meine nackten Beine schmiegen und mich wohlig aufseufzen lassen. Dieses Gefühl berauscht mich, ich will mehr davon! Von der Lust und dem Rausch getrieben, verlasse ich endgültig die graue Insel und ohne Rücksicht auf Verluste, fange ich an durch die Blumen zu laufen.
Bald schon vermischen sich die Farben und die Konturen meiner Umwelt schwinden, bis ich schließlich über meine eigenen Füße stolpere und wortwörtlich auf dem Boden der Tatsachen zurückkehre. Dennoch bin ich unversehrt, wie ich nach einer kurzen Überprüfung meiner Beine und Arme feststelle.
Jetzt sitze ich hier in mitten der Landschaft, die ich mit einem sehnsüchtigen Glanz in meinen Augen betrachte. Nur das wiederkehrende Rauschen der Brise dringt an meine Ohren, ansonsten herrscht absolute Stille um mich herum, die mit jeder Sekunde meinen Rausch nach der zärtlichen Berührung der Blumen austreibt und meinen rasenden Herzschlag beruhigt. Meine Finger beginnen sanft über die blauen und roten Blütenblätter zu streichen, wobei gelber Blütenstaub sich an meinen Kuppen sammelt. Ich puste den Staub weg und fühle mich für einen Moment wie ein kleines Kind, das soeben mit einem breiten Grinsen die Welt erkundet, doch genauso schnell ist dieser Augenblick vorbei und lässt mich mein kindisches Verhalten realisieren.
Ein leises bitteres Lachen verlässt meine Lippen und ich schüttle verständnislos den Kopf, während ich mich aufrapple und über meinen orangefarbenen Kimono streiche.
Als ich meinen Blick hebe, erkenne ich in der Ferne eine Person, die mit dem Rücken zu mir gewendet ist. Skepsis weicht der Sicherheit, die ich die ganze Zeit über bis zu diesem Augenblick gespürt habe.
Was macht die Person hier? Ich bin hier doch weit entfernt von jeglichen Ninjadörfern. Vorsichtig setze ich mich in Bewegung, halte mein Hauptaugenmerk auf den Unbekannten gerichtet. Je näher ich ihm komme, desto klarer werden seine Konturen und ich kann einen Mann mit weißen kurzen Haaren erkennen, die ihm stachelig vom Kopf abstehen. Meine Augen beginnen sich immer mehr vor Freude zu weiten, während ich ihn von hinten mustere. Diese schwarze Hose und das ebenso schwarze Oberteil über dem sich eine weiße Chunin-Weste befindet. kommen mir sehr vertraut vor. Dazu noch die dunkle Hautfarbe… er muss es sein!
Mein Tempo beschleunigt sich, mein Herz beginnt zu rasen und ich vergesse alles um mich herum. Meine Aufmerksamkeit gilt nur ihm allein. Eine wohlige Wärme breitet sich in meinem Inneren aus und noch bevor ich seinen Namen aussprechen kann, dreht er sich um, wobei ich vor Entsetzen meine Augen gänzlich aufreiße. Das, was ich vor mir sehe, bringt mich vollkommen aus dem Konzept und bringt mich im nächsten Moment zum Stürzen.
‚Bitte lass es nicht wahr sein‘, geht es mir durch den Kopf und ich hoffe wirklich, mich verguckt zu haben. Ein panisches Zittern ergreift langsam aber sicher meinen Körper, mein nun rasselnder Atem ist gut hörbar und ich bereue es, im nächsten Moment meinen Blick zu heben.
„Nein“, hauche ich mit Tränen in den Augenwinkeln, als ich sein Gesicht gesehen habe, welches in einem dunkelgrauen Ton vor mir prangt anstatt in dunkelbraun. Ein erneutes Nein kommt über meine Lippen. Vergeblich schließe ich die Augen, schüttle ich meinen Kopf und sehe wieder zu ihm. Es ist unverändert. Die graue Farbe ist noch immer da. Panik macht sich in mir breit und mustere mein Gegenüber von Kopf bis Fuß, bevor ich hektisch meinen Kopf herumreiße, um meine Umgebung in den Augenschein zu nehmen. Mein Atem stockt, ich bin wie paralysiert. Nur das Weiß der Wolken ist geblieben, alles andere erblüht in den verschiedensten Grautönen vor mir. Wo sind die Farben hin, die ich so sehr begehre? Die Farben, die die Welt in etwas Schönes und Aufregendes verwandeln? Wieso passiert das? Wieso ausgerechnet mir?
Stumm bahnen sich die Tränen über meine Wangen und noch bevor ich einen Schrei der Verzweiflung meine Kehle verlässt, brechen Himmel und Boden gleichzeitig über mir, beziehungsweise unter mir ein, reißen mich in die Tiefe der Dunkelheit.

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