Ziellos {Pokémon FF}

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1 Kapitel - 1.110 Wörter - Erstellt von: Theresie - Aktualisiert am: 2016-09-21 - Entwickelt am: - 169 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Ein Mädchen, ohne Ziel im Leben, beginnt eine Reise durch Sinnoh und erlebt Abenteuer, von denen sie nicht einmal zu träumen wagte...
(Auch auf FF.de zu finden, dort aber momentan noch inaktiv.)

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    »Wenn man nicht weiß, wohin man will, so kommt man am weitesten.«

    ~ William Shakespear ~

    *
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    *

    Prolog


    »Liebe Schülerinnen, liebe Schüler.« Die rauchige Stimme des Herrn Direktors Banders, der ganz vorne auf der Bühne steht, hallt durch die gesamte Aula. »Heute ist ein ganz besonderer Tag für jeden einzelnen von euch, denn von nun an wird ein komplett neuer Lebensabschnitt beginnen. Ein Lebensabschnitt mit Höhen sowie Tiefen, und nur ihr allein entscheidet wie er aussehen wird - niemand sonst. Es liegt allein in euren Händen wie ihr eure Ziele verfolgt und eure Zukunft aufbaut. Fünf Jahre haben meine Kolleginnen und Kollegen für euch gesorgt und euch mit Wissen gesegnet. Wissen, welches ihr mit großer Wahrscheinlichkeit brauchen werdet, um das zu erreichen, was ihr euch vorgenommen habt...«

    *Vorgenommen…?* Unsicher blicke ich auf meinen Schoß. *Aber…was denn bloß?*

    »Herrgott, der Alte soll mal schneller reden, ich will endlich mein Ergebnis wissen!«, meckert mein stets ungeduldiger Sandkastenfreund neben mir, obwohl die Rede vor nicht einmal drei Minuten begonnen hat. Gerade als ich ihm das sagen möchte, packt er unerwartet mein Handgelenk, womit ich nicht gerechnet habe und dementsprechend heftig zusammenzucke.

    »W-Was ist los?«, frage ich ihn völlig zurecht und total erschrocken.

    »Psst!«, ermahnt er mich im Flüsterton und zieht mich näher an sich ran, um mir etwas ins Ohr zu wispern. Etwas, das bloß niemand sonst hören soll, nämlich: »Wir hau'n ab.«

    *W-Wie?* Irritiert starre ich ihn nun an. »D-Das geht doch nicht«, widerspreche ich sofort und er erwidert:

    »Klar geht das! Tu' einfach so, als müsstest du super dringend auf's Klo und warte draußen auf mich.«

    »Aber…«

    »Nix aber, beweg' dich!«

    Etwas überrumpelt erhebe ich mich, blicke noch einmal kurz zu ihm und stolpere dann in Richtung Doppeltür, vor welcher ein Lehrer Wache schiebt. »Äh…i-ich muss mal…« *… an Ihnen vorbei, bitte...*
    Zu meiner Verwunderung darf ich wirklich weitergehen. Kaum stehe ich dann auf dem Gang, geht die Tür bereits erneut auf und Barry kommt heraus, sich den Magen haltend.

    *Er war schon immer ein guter Schauspieler gewesen, wenn es ums Schwänzen ging…*

    »Los!« Er beginnt zu rennen und ich folge ihm unwissend, was er eigentlich vorhat.

    »Wo willst du hin?«

    »Na wohin wohl? Zur *Liste* natürlich.«

    »Aber das ist doch noch verboten.«

    »Na und? Heute ist eh unser letzter Tag, danach kommen wir nie wieder her.«

    *St-stimmt...*

    Die *Liste* ist der Schlüssel zu unserer Zukunft. Auf ihr steht die Rangliste der Besten und natürlich auch der Schlechtesten unseres Jahrgangs. Wer an einer Elite-Uni studieren will, muss unter den Top 10 sein. Normale Universitäten sind auch für die Plätze elf bis einundfünfzig zugänglich. Für den Rest jedoch ist der Zug, was hohe Berufe angeht, augenblicklich abgefahren...

    »Okay, mal sehen...« Die orangefarbenen Augen meines besten Freundes scannen die Liste systematisch ab, während ich mich irgendwie nicht traue nach meinem Namen zu suchen.

    *Ich...habe mir eh nichts vorgenommen...*

    »Ah! Da bin ich. Platz 99 und du bist...«

    *Platz 99? Stört ihn das gar nicht?*

    »...Platz 100!«

    »W-Was!« Mit einem Mal habe ich das Gefühl, dass die Fliesen unter meinen Füßen einfach so wegbrechen und folge fassungslos seinem Zeigefinger, der doch tatsächlich auf den letzten Rang tippt. »A-Aber...« *…war ich denn wirklich so schlecht in den Klausuren? Ich habe doch mein Bestes gegeben. War das etwa nicht gut genug? Aber das bedeutet ja…* »I-Ich bin ein L-Loser...«, wimmere ich mit bebender Unterlippe und da brechen auch schon alle Dämme in mir. Heftig schluchzend verberge ich mit meinen Händen die Tränen, welche nun aus meinen dunkelblauen Augen strömen.

    »H-Hey...ähm...so schlecht ist das doch gar nicht...«, versucht meine bester Freund mich zu trösten, was ihm allerdings misslingt, weil die Schlechteste zu sein sehr wohl sehr schlecht ist. Und da bemerkt er selbst, was für einen Unsinn er da von sich gegeben hat. »Oh, äh...« Für einige Augenblicke herrscht Schweigen, als das Läuten der Schulklingel ertönt und er meine Hand greift. Tränenblind sehe ich ihn an. »Komm, wir gehen, bevor die anderen auftauchen.« Ich lasse mich ziehen und zusammen verlassen wir das Schulgebäude.
    Während wir über den leeren Hof gehen, versucht mich mein bester Freund erneut zu beruhigen: »Hör mal, ich bin der Zweitschlechteste, also eigentlich genauso mies wie du...äh...« Er denkt kurz nach, bevor er weiterspricht. »...Aber das juckt mich absolut nicht! Ich hab nämlich kein Bock noch mehr zu lernen. Was soll ich überhaupt studieren? Ich will Trainer werden und umherreisen, und dafür braucht man ganz sicher keinen guten Abschluss!«

    »Aber…« *...ich sollte doch studieren. Das wurde über meinen Kopf hinweg entschieden, weil ich selbst nicht sehr gut im Entscheidungen fällen bin. Ich weiß ja noch nicht einmal was mein Ziel im Leben ist. Was will ich erreichen? Was kann ich meinen Enkeln später erzählen, wenn sie mich mal fragen? Was nur? Dass ich es zu nichts gebracht habe, weil ich völlig ziellos war? Kein Wunder also, dass ich die Schlechteste bin. Ich bin selbst Schuld. Alle wissen etwas mit ihrem Leben anzufangen, bloß ich nicht...* Neue Tränen finden ihre Wege über meine Wangen. »Was soll ich denn jetzt machen?«, schniefe ich. »Oma wird furchtbar wütend werden...«

    »Dann komm einfach zu mir. Heute Nachmittag hole ich mir ein Starter-Pokémon und dann kehre ich Zweiblattdorf den Rücken zu. Du kannst mich ja begleiten«, bietet mir mein bester Freund an und ich nicke schwer schluckend.

    *Aber erst mal schauen, wie Oma reagiert. Oje...*

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