Anfang-des-Endes

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1 Kapitel - 1.896 Wörter - Erstellt von: Jaison - Aktualisiert am: 2016-09-21 - Entwickelt am: - 207 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

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    Als ich geistlich abwesend im Bus saß riss mich eine Mechanische Stimme aus den Gedanken. >> Friedrich-Schiller Straße <<, meinte die Stimme. Erst nach kurzer Zeit bemerkte ich, dass die Stimme dem Bus gehörte und mich darauf hinweisen soll welche Haltestelle wir als nächstes erreichen. Ein kurzer Blick auf mein Handy verriet mir, dass ich hier aussteigen muss. Ich stehe auf und stecke mein Handy wieder ein. Mein Blick wandert durch den Bus, auf der Suche eines Stoppknopfes. Als ich einen gefunden hatte drängelte ich mich vor und murmle unverständliche Entschuldigungen, welche nur den Zweck haben nicht als Böser dazustehen.
    Ich stehe vor der Bustür welche sich geschmeidig öffnet. Ich setzte ein Fuß auf den Bürgersteig vor der Bushaltestelle und sehe sie schon da sitzen mit einem ausdrucklosem Gesicht saß sie da. Ich verließ nun komplett den Bus, die Türen schlossen sich und endlich bemerkte ich ein Regung im ihren Gesicht. Es war ein Lächeln und sie breitete ihre Arme zu einer Umarmung aus. Ich ging auf sie zu und mein Körper presste sich an ihrem und ich drückte meine Lippen sanft auf ihre. Sie reagierte wie immer und erwiderte den Kuss. Ich vernahm ihre sanfte Stimme in meinem Ohr, die Stimme die ich schon so oft gehört habe und mir dennoch jedes Mal den Atem raubt. >> Schön dich wieder zusehen Jaisilein <<. Ich rollte die Augen belustigt und meine Stimme durchdrang den Verkehr welcher im Hintergrund sein Unwesen führt. >> Du sollst mich doch nicht so nennen Pummelbär <<. Ich muss lachen da ich ihren verhassten Kosenamen aufsagte und bemerke wie sie es einfach ignorierte. >> Das tut doch jetzt nicht zu Sache. Komm lass uns herumlaufen <<, sagte sie mit einem Lächeln auf den Lippen und nahm meine Hand. Ihre Hand war angenehm warm, trotz des kalten Winters der grade jedem das Leben vermiest. Ein kalter Schauder weht uns entgegen als wir los liefen. >> Warum sollte ich denn so schnell kommen? <<, fragte ich. In meinen Gedanken sah ich noch mal unseren Chat-Verlauf. Sie seufzt und meint >> Och wir haben uns einfach lange nicht mehr gesehen <<. Worauf ich stark reklamierte >> Wir waren gestern erst im Kino <<. Sie warf mir einen Blick, der sagte, dass ich nichts mehr zu diesem Thema sagen sollte.

    Wir machten einen Rundgang durch einen Teil der Stadt redeten über einige Sachen und redet über dieses und jenes. Ab und zu küssten sie wir uns, doch ich merkte dass bei ihr nicht mehr dieses Gefühl von Sehnsucht und Liebe mehr da war. Der Kuss war nicht mehr so emotional und einfach stumpf. Meine Laune ließ sich davon aber noch nicht runterkriegen und als wir das an der Bushaltestelle ankamen und wir fast perfekt auf den Bus für den Rückweg nach mir zu Hause trafen. Verabschiedeten wir uns mit einer Umarmung, welche ich etwas enttäuschend fand. Ich stieg in den Bus und drehe mich noch mal zu ihr um. Plötzlich sagte sie etwas was mir das Herz zerriss, es war als ziehe sie mir den Boden unter den Füßen weg. Ihre Stimme voll mit Trauer gepackt, schnitt durch die Luft und drang in meine Ohren und mein Herz gefror. >> Es tut mir leid, es ist aus. Ich mache Schluss << Ich atme schwer und zittere am Körper. Wut, Hass, Liebe und Trauer rissen meinen Körper auf emotionale Weise. Sie rannte los, weg von mir und dem Bus und in ihren Wangen spiegelten sich die Lichter der Stadt, denn sie weinte. Sie weinte und rannte weg, weiter weg. Ich war geschockt und kann mich nicht bewegen. Die Bustüren schließen sich vor meiner Nase und ich fühlte eine starke Hand auf meiner Schulter. Der Besitzer der Hand sprach mit tiefer Stimme >> Junge, so was ist schlimm, aber es muss ertragen werden. Komm du kannst kostenlos fahren, ich trauer mit dir Junge << Ich drehte mich um und sah den Busfahrer in die Augen, wandte mich von ihm ab und schaut in den leeren Bus. >> Danke << brachte ich qualvoll heraus. Ich ging den Bus nach hinten durch, während der Bus langsam los fuhr. Mit Tränen überquellenden Wangen setzte ich mich auf einen Platz weit hinten im Bus, holte meine Kopfhörer raus und verflüchtigte mich in die Welt der Musik. Ich hatte nie viel für Musik übrig, aber das abrupte Ende einer Jahre langen Beziehung veränderte mich schlagartig. Ich fühlte mich komplett anderes, ich fühlte wie eine innere Leere in mir Hochstieg wie Kotze und dabei kam auch noch dasselbe unangenehme Gefühl heraus, nur halt keine Kotze.
    Die Musik ließ mich die Zeit vergessen und ich bekam nur zufällig mit, dass ich grade an meinem Haus vorbei fuhr. Ich drückte lustlos den Kopf und der Bus hielt an der Bushaltestelle an. Ich stieg aus dem Bus und trotte Richtung zuhause, während mich meine Nachbarn komisch anguckten, wahrscheinlich sind meine Augen durch den Tränenausbruch im Bus noch gerötet und meine Wangen feucht. Sie schauten mich bemitleidenswert an, doch ich schenkte ihnen keine Beachtung. Weiter laufe ich auf mein Haus zu, als ich ankam holte ich den Schlüssel aus meiner linken Hosentasche, öffnete die Haustür. Ich rief ob jemand da war, was aber nicht der Schein war, da niemand antwortete. Ich warf den Schlüssel in die Schale, stieg die Treppe hoch, betrat mein Zimmer. Ich drückte beim vorbeilaufen meine kleine Stereoanlage an und die CD im inneren begann sich zu drehen und es kamen ein paar ältere Lieder von Elvis, Falco und den Phudys. Ich stelle die Lautstärke auf 7 und öffnete mein Schrank, welcher zu 2/3mit Büchern gefüllt waren. Von Harry Potter und der Herr der Ringe bis zu Warrior Cats und Percy Jackson. Lesen gehörte zu meiner Tagesbeschäftigung seit ich 13 bin, denn in Büchern konnte man sich verlieren, wenn das echte Leben völlig zerstört war und da Katie, mein einziger Stern am Himmel war, welcher nun erloschen ist, verliere ich wieder in meinen Bücher. Ich zog ein Buch heraus welches ich noch nicht gelesen hatte, was reines Glück war, denn ich habe schon fast alles gelesen. Ich las den Titel des Buches, der Marsianer, und schmiss mich und das Buch in mein Bett, wo ich anfing zu lesen. Als ich das Buch aufschlug und die ersten Zeilen las, war es mir sofort sympathisch. Stundenlang vertiefte ich mich in mein Buch und bemerkte nur neben bei die Ankunft meines Vaters. Meine Mutter und mein Vater waren geschieden seit sich 13 war, was auch der Grund für den Anfang der Lesesucht war. Es war ein Freitag, doch Freitage sollten eigentlich die besten Tage in dem Monat sein, doch dieser Tag war grauenvoll. Mein Fenster stand auf Kipp und der eiskalte Schauer der durch mein Zimmer fegte brachte mich zum frieren. Ich stand auf und machte das Fenster zu, während ich außerhalb zwei Gestalten wahrnahm. Sie nahmen sich in den Arm und küssten sich. Ein plötzlicher Anflug von Trauer durchzuckte meinen Körper. Es ist alles vorbei, alles wird irgendwann enden. Bis der Tod uns scheidet schwören sich viele und mindest die Hälfte davon bekommen Kinder, zu viel Stress, es gibt Streitigkeiten, das Kind weint und die Eltern entschließen sich dazu sich scheiden zu lassen. Alles wird enden denke ich mir und breche in Tränen zusammen. Zwischen meinen Schluchzern vernahm ich, dass jemand die Treppe emporsteigt, doch ich wollte alleine sein. Alleine für mich, denn keine Person liebt mich, ich rannte zur Tür nahm den im Schloss steckenden Schlüssel in die Hand und dreht in schnell einmal herum bis es klickte. Die Klinge sank und jemand versuchte von außen die Tür zu öffnen. Ein Stöhnen durchdrang das dicke Holz der Tür, darauf folgte ein Klopfen. >> Mach auf! <<, sein Vater klang streng aber kein bisschen Mitleid voll. Noch mal drang seine tiefe Stimme durch die Tür zwischen uns >> Sei bitte leiser, ich schaue unten Fernseher. Ich war wütend instinktiv, schmiss ich mich in mein Bett und heulte mein Kissen zu. Mein Vater seufzt genervt und geht wieder zurück ins Wohnzimmer, einen tollen Vater hatte ich da, ich habe ihn schon immer gehasst. Doch ich konnte nicht zu meiner Mutter ziehen, denn hier hatte ich alles aufgebaut was ich noch hatte, meinen kleinen Freundeskreis und natürlich meine Schule, ich könnte mir nicht vorstellen die Schule zu wechseln.

    Stunden nach Mitternacht lag ich noch wach in meinem Bett und las das Buch. Als ich endlich einschlief musste es ja kommen. Ein Alptraum ließ mich schweißgebadet aus dem Schlaf hochschrecken und wie es nur sein konnte, war ich nicht mehr in der Lage den Schlaf zu finden. Ein Blick auf meinen Wecker verriet mir, dass es erst 7:00 Morgens war und das ich nur 4 Stunden geschlafen habe. Als erstes suchte meine Hand den Lichtschalter an der Wand, fand ihn und das Licht blendete mich. Nach einiger Zeit gewöhnte ich mich an das Licht und rappelte mich langsam auf und setzte mich in mein Bett, rieb mir die Augen und schaute mich in meinem Zimmer. Mein hölzerner Schreibtisch, in der linken hinteren Ecke, mein Bett und ich waren in der rechten Ecke hinten platziert und in der gegenüberliegenden Ecke stand ein großer Schrank. Ich mühte mich schwer aus meinem Bett hoch, zog mich zum Kleiderschrank und wechselte meine Klamotten. Ich griff wahllos in den Schrank und ergriff dabei eine kurze Sporthose und ein Sportshirt. Ich zog mich so schnell wie möglich um und stolperte aus meinen Zimmer, direkt vor meiner Zimmer war die Treppe. Mein Fuß tat höllisch weh, doch im Fall bemerkte ich das ich völlig andere Probleme hatte. Die Treppe kam rasend näher und jeglicher Versuch meinen Fall zu stoppen misslangen. Eine laute Tonfolge von dumpfen Schlägen hörte man im Haus, als ich schließlich am Boden lag stöhnte ich und verzog mein Gesicht schmerzverzerrt. Ich konnte mich kein Stück rühren, da die Schmerzen bei jeder Bewegung meinen Körper emporstiegen. Schwer lag mein Körper auf den Boden, es fühlte sich an wie Minuten, Stunden, Tage die ich dort verbrachte ohne mich zu regen. Erst nach einiger Zeit schaffte ich es einem Arm zu heben und mich schwer am Eiskalten Geländer hochzuziehen. Nur kurze Zeit blieb ich stehe und sofort fiel ich wieder auf die Knie. Mein Gesicht formt sich zu einer traurigen Maske, denn mir stiegen die Ereignisse wieder in den Kopf, alle Ereignisse.

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Kräuterstern ( 72442 )
Abgeschickt vor 251 Tagen
Sieht man auch an der Geschichte, die ist voll toll! ^^ (entschuldige den Reim von voll und toll XD)
Jaison ( von: Jaison the Taifun )
Abgeschickt vor 251 Tagen
Ja ich mache weiter aber es ist voll Anstrengend :/
Kräuterstern ( 72442 )
Abgeschickt vor 251 Tagen
Voll rührend, biiitteee mach weiter! :3
Klettenpfote ( 38697 )
Abgeschickt vor 251 Tagen
Meeeeeeeeeeeegaaaaaaaa cooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo oooooooooooooooooooooool! Kannst du weiter machen? Biiiiiiiiiteeeeeeeeeeee!