Tintenpfote's Tagebuch

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3 Kapitel - 1.809 Wörter - Erstellt von: Lachsfell - Aktualisiert am: 2016-10-23 - Entwickelt am: - 337 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Bei den beiden anderen Teilen hatte ich die falsche E-Mail-Adresse eingegeben und deshalb hier die richtige FF!

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    Liebes Tagebuch, Mondfell hat mir dieses Buch nur gegeben, damit ich alles über meinen letzten Mond notieren kann. Zuerst fand ich das doof, doch dan
    Liebes Tagebuch,

    Mondfell hat mir dieses Buch nur gegeben, damit ich alles über meinen letzten Mond notieren kann. Zuerst fand ich das doof, doch dann gefiel es mir recht gut.
    ,, Mondfell!“ Ich stürmte mit meiner Schwester Schneepfote in die Kinderstube zu meiner säugenden Mutter.,, Mutter! Taubenstern hat gesagt wir sollen auf die Jagd gehen! Und um dich mal wieder zu lüften, sollst du auch mit!“, fing Schneepfote an.,, Und eure Brüder!“, stammelte Mondfell sofort und schob ihre fünf Jungen näher an sich heran.,, Wir passen auf!“, meldete sich Goldfleck von nebenan, die gerade eine Geburt hinter sich hatte. Mondfell nickte kurz, dann stemmte sie sich schwerfällig hoch und steckte sich. Dabei schimmerten ihre silbernen Augen wie der Mond. Ihr dunkelgrauer Pelz sträubte sich, als sie wieder hinaus ins Lager trat.,, Schneepfote! Trainingseinheit, hast du das schon vergessen?“ Froschfuß kam auf Schneepfote zu, die seufzte und kurz darauf die Augen rollte.,, Na dann, gehen wir ein andere mal jagen“, schlug Mondfell vor und gähnte laut.,, Nein!“, protestierte ich.,, Du warst Monde nicht mehr jagen!“ Mondfell blickte mich müde an und mir kribbelte der Pelz vor Verlegenheit. Sie murmelte eine widerwillige Zustimmung und trabte hinter mir aus dem Lager. Die feuchte Winterluft erfüllte den Tannengeruch und ein eisiger wind strich an unseren Pelzen vorbei. Ich hörte wie Mondfell schnupperte und einer Spur folgte. Dann lieb sie wenige Fuchslängen vor mir stehen, bewegungslos, jeden Moment Zeit zum Angriff. Dan sah ich es auch: Ein Kaninchen, so fett wie niemand es je zuvor gesehen hat.,, Jetzt!“, wisperte ich, als das Tier weiterlief.,, Jetzt!“, kreischte ich nun und Mondfell sprang auf, nahm die Verfolgung auf, doch es war vergebens, denn das Beutetier war fünf Schwanzlängen vor ihr.,, Bleib stehen!“, schrie ich und lief hinter Mondfell her. Doch diese stürmte mit hängender Zunge hinaus.,, Das macht Spaß!“, jaulte sie munter und schnurrte keuchend. Doch es klang eher wie ein Rasseln. Doch dann hatte das Kaninchen sich versteckt und war außer blickweite. Mondfell schnüffelte erneut fluchend und ihr Blick schweifte auf das andere Ufer des Flusses, wo ein noch fetter Kaninchen gerade die Flucht ergriff.,, Das schnapp ich mir!“,, Nein, Mondfell! Die Trittsteine sind da drüben an den Felsen!“,, Aber dann ist es mir entwischt! Da springe ich locker drüber!“,, Nein!“ Doch es war zu spät. Ich rannte auf sie zu, doch sie nahm Schwung und flog über das Wasser. Mir blieb das Herz stehen, als ich die peitschenden Wellen erblickte.,, Mondfell! Nein!“ Ich rannte ans Ufer und blickte hilflos zu, wie Mondfell abrutschte und in die Strömung geriet.,, Hilfe!“, schrie und kreischte ich mit tränenden Augen und es hörte sich wie ein Krächzen an. Ich musste bemerken, dass sie direkt auf einen Felsen in der Mitte des Flusses zu steuerte. Mondfell strampelte hilflos und verletzlich im eiskalten Wasser. Ihre silbernen Augen funkelten gruselig und ich glaubte einen Hauch Grusel zu sehen.,, Mondfell!“, schrie ich und lief hinter ihr her. Doch meine Pfoten versanken im Moor und ich stolperte. Als ich den Kopf wieder hob, sah ich, dass sie am Stein passiert war. Über erleichtert seufzend lief ich zu ihr und versuchte die Zähne in ihr Nackenfell zu graben. Das gelang mir auch und ich zog sie an Land.,, Mach das nie wieder!“, schrie ich und blickte auf sie hinab. Sie lag einfach nur dort.,, Mondfell?“, fragte ich zitternd. Dann sah ich, wie ein Rinnsal Blut von ihrem Kopf lief.,, Ach Mondfell, schlaf jetzt doch nicht! Alles wird gut. steh auf und wir gehen nach Hause!“ Ich wusste dass sie tot war. Bloß konnte ich es immer noch nicht fassen. Tränen füllten meine Augen. Ich konnte das alles nicht fassen. Für einen Moment dachte ich an Schneepfote und ich, wie wir bei Mondfell am Bauch saugten, sie uns Geschichten vom Großen Krieg erzählte... Aber liebes Tagebuch, ich weiß, dass wenn das Kaninchen nicht gewesen wäre, dann hätte ich Rabenschatten nie kennengelernt

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    ,, Was ist passiert!“ Ich blickte auf und schämte mich für meine rot geweinten Augen. Am anderen Ufer stand ein großer, junger Kater, ein frisch
    ,, Was ist passiert!“ Ich blickte auf und schämte mich für meine rot geweinten Augen. Am anderen Ufer stand ein großer, junger Kater, ein frisch ernannter Krieger und wohl hinter ihm sein ehemaliger Mentor, ein älterer braun getupfter Kater mit zerrissenem Ohr und kurzem Schwanz. Der junge Krieger hatte ein dunkelbraun gestreiftes Fell und seine bernsteinfarbenen Augen ruhten genervt auf mir. Ich zerfloss unter ihren Blicken.,, Mondfell, meine Mutter, ist in den Fluss gefallen. Sie war lange in der Kinderstube und hatte wohl aus Hunger die Absicht ein Kaninchen aus eurem Territorium zu stehlen. E-Es tut mir leid, aber sie ist gestorben und...“ Die Worte blieben mir im Hals stecken. Ich versuchte, ihren restlichen Körper an Land zu schleppen und zog heftig daran, doch ihr verdrecktes silbernes Fell war zu sehr im Sand vergraben und meine Glieder waren zu steif vor Schock.,, Rabenschatten, hilf der Kätzin, ich werde Kräuterfuß aufsuchen. Vielleicht ist sie noch zu retten!“ Ich nickte knapp. Kräuterfuß musste dann der Heiler des KrähenClans sein, der jenseits des Flusses lebte. Der schön getigerte Krieger nahm Anlauf und sprang mit hohem Bogen zu mir auf unser Territorium. Ich ließ von Mondfells Nackenfell ab und watete in den Fluss hinein um Mondfell auszugraben von dem ansammelnden Dreck, den die Strömung mit sich trug. Meine Pfoten versanken im Schlamm und ich vergrub die Nase in ihren Fell.,, Versuche vielleicht, sie auszugraben“, schlug Rabenschatten plötzlich vor.,, Was glaubst du mache ich hier gerade?“, fauchte ich scharf zurück und hob eine schlammverdreckte Pfote aus dem Wasser.,, Als ich noch Schüler war, habe ich einem älteren Schüler nicht widersprochen. Gräbst du sie jetzt aus oder nicht?“, entgegnete Rabenschatten und blickte mir scharf in die Augen.,, Mach du es doch besser, du benimmst dich wie ein Junges! Verwöhnt und respektlos. Jetzt hilf mir, oder ich fahre dir gewaltig mit den Krallen über die Schnauze, damit du deine Klappe hältst!“, fauchte ich knurrend und bleckte die Zähne. Innerlich kochte ich vor Wut. Ich wusste, dass ich ziemlich schnell ausraste aber ich hasste es wenn jemand mir Befehle erteilte.,, Das würde ich gerne sehen. Du bist bloß eine hilflose kleine Schülerin. Und du weißt, dass unsere Clans Krieg führen. Du hast Glück, dass Fleckenbach nett ist, aber wenn es nach mir ging, wärst du schon längst Kriegskrähenfraß!“,, Sag das noch mal!“, kreischte ich, versuchte die Pfoten aus dem Schlamm zu ziehen und mich auf ihn zu stürzen, doch meine Pfote blieben stecken. Rabenschatten schnurrte erfreut und schlug mich mit den Pfoten vergnügt auf die Schnauze. Dann holte er aus und traf mich heftig an der Seite, dass meine Pfoten abrupt aus der Erde gerissen wurden und ich unbeholfen nach hinten in den Fluss taumelte. Ehe ich wieder aufatmen konnte, schlugen die Wellen über meinem Kopf zusammen und ich atmete Salzwasser ein. Das Salz brannte in meinen Augen. Paniert ruderte ich unbeholfen mit den Pfoten, kämpfte mich immer wieder an die Oberfläche, wo ich nach Hilfe schrie. Kälte lähmte meine Glieder und mein Herz raste, Am meinen Seiten, knetete die Strömung mein Fleisch und ich Rammte immer wieder gegen aufragende Felsen. Meine Lungen flehten nach Luft, doch bekamen nur noch salziges Wasser. Dieses Gefühl ist für mich unbeschreiblich, aber ihr könnt euch vorstellen wie geschockt ich war.

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    29 März Als ich heute morgen aufwachte, befand ich mich an einem sandigen Ufer und fühlte die Wellen, die gegen meine Flanken schwappten. Für mich
    29 März

    Als ich heute morgen aufwachte, befand ich mich an einem sandigen Ufer und fühlte die Wellen, die gegen meine Flanken schwappten. Für mich war das ein ziemlich schrecklicher Moment, denn ich fühlte Knoblauch auf meiner Stirn, das in meine Wunde sickerte und fürchterlich brannte. Ich nahm den Geruch von frischen Kräutern wahr. Apfelpelz unsere Zweite Heilerin war das erste was ich wahrnahm. Dann wagte ich die Augen weiter zu öffnen. Meine Glieder schmerzten, aber ich rappelte mich trotzdem auf. Ich hatte keinen Plan von der ganzen Situation hier um mich herum, aber es nervte unter dem Blick vom Clan zu stehen.,, Bist du verletzt, Tintenpfote?“ der Anführer kam auf mich zugeschossen und verhörte mich sofort.,, N-Nein ich glaub nicht, aber wenn ich diesen Kater noch ein mal vor die Pfoten kriege, dann kratze ich ihm die Augen aus! Wie konnte er es wagen. Mondpelz' Leiche und mich einfach dort allein zu lassen.,, Mondpelz' Leiche? Dieser verdammte KrähenClan! Wie kann er es wagen eine unserer Königinnen zu töten!“ Ich wollte schon widersprechen, aber es würde doch bestimmt nichts schaden, wenn Rabenschatten sterben würde und für Mondpelz bezahlen würde.,, Mondpelz' Leiche?“ Schneepfote kam auf mich zu gerannt und ihre silbernen Augen flackerten dunkel vor Schock. Ich nickte knapp mit zusammengekniffenen Augen. Du kannst dir denken, wie schwer das für sie gewesen sein muss und wie schwer für mich.,, A-Aber sie hat doch gar nichts getan? Wieso wurde sie dann von Rabenschatten getötet? Der KrähenClan weiß doch, dass Mondfell fünf Junge hat... U-Und er würde doch nie...“, flüsterte Schneepfote ganz heiser und dauerte sich am Boden zusammen. Auf einmal teilte sich die Menge und ein kleines, silbern gestreiftes Junges drängte sich in die Mitte zu mir. Die Augen blickten neugierig zu ihr auf. Es war eines von Mondfells Jungen.,, Mondfell? Wo ist sie?“, quiekte es und leckte sich über die Schnauze. Die großen blauen Augen starrten sie neugierig an.,, Sie ist weg, Blaujunges“, krächzte ich weil mir die Worte so schwer fielen. Es brach mir das Herz, wie sich Blaujunges' Augen verdunkelten und sie dann erfreut fragte:,, Wo ist sie? Ich will zu ihr!“ Ich biss die Zähne zusammen.,, Sie ist jetzt weg...“,, Wann kommt sie zurück?“, erwiderte Blaujunges wieder mit diesem Blick.,, Niemals, Blaujunges“, wisperte ich und unterdrückte Tränen.,, Aber können wir sie besuchen gehen?“, quiekte Blaujunges nun und ich blickte auf. Der Clan blickte Blaujunges ebenfalls von Trauer erfüllt an. Die Augen waren zu Schlitzen verengt und bei manchen sah ich das Glitzern von Tränen.,, Nein, Blaujunges... Sie ist weg... Für immer...“

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1474211185
Tintenpfote's Tagebuch
Tintenpfote's Tagebuch
Bei den beiden anderen Teilen hatte ich die falsche E-Mail-Adresse eingegeben und deshalb hier die richtige FF!
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2016-09-18
406A
Warrior Cats

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Rosenblatt ( 07265 )
Abgeschickt vor 148 Tagen
Das ist so süß und traurig...
anyone ( 64742 )
Abgeschickt vor 155 Tagen
Ist nicht ganz so Tagebuch-like sondern eher FF aber trotzdem gut
Sonnenuntergang ( von: Sonnenuntergang )
Abgeschickt vor 166 Tagen
Soooooo traaaauuuurig, so unglaublich traurig kann selbst Erin Hunter nicht schreiben 😢
Blauherz ( von: Blauherz )
Abgeschickt vor 166 Tagen
Schön geschrieben, spannend war es auch...:)
Und das Bild ist sooo süß und passt genau zur Geschichte *-*