Schwarz-Weiß ~4

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1 Kapitel - 1.251 Wörter - Erstellt von: Kussmond - Aktualisiert am: 2016-09-15 - Entwickelt am: - 150 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

    1
    Hallöchen 
    Ich melde mich mit diesem Kapitel zurück (ja, ich lebe noch und habe diese Story noch nicht auf Eis gelegt)! Leider habe ich nicht mehr so viel Zeit zum Schreiben, weswegen die Kapitel auch länger dauern werden und unregelmäßiger kommen werden. Trotzdem würde ich mich über Lob und Kritik freuen♥
    LG
    Kussmond




    4. Kapitel
    “Höre auf, dir zu viele Gedanken zu machen.”, riet Tilion Elbereth, da er schon seit einiger Zeit die abwesende, aber dennoch angespannte, Haltung seiner Herrin gemustert hatte. Es dauerte einige Sekunden, bis das Gesagte zu ihr durchdrang und sie sich an den Elben wandte: „Äh… was sagtest du?“ Ein schelmisches Grinse schlich sich auf die Züge des Leibwächters, als er seine Worte wiederholte. „Das tue ich doch gar nicht.“, erwiderte die Göttin leise, wobei sie versuchte entrüstet zu klingen, was ihr allerdings nicht gelang, vor allem da beide wussten, dass Tilion ins Schwarze getroffen hatte.
    „Zweifle nicht. Wir werden es auch ohne Bogenschützen schaffen.“, beruhigte er sie, wobei er sich leicht nach vorn lehnte, um seinem Pferd das hinaufgaloppieren auf den Hügel zu erleichtern. Diesmal gab die Valier keine Antwort, sondern nickte nur.
    Sie wusste, dass sie diese Schlacht gewinnen konnten, egal wie schlecht ihre Chancen standen und auch ohne vorher die Bogenschützen einen Großteil der Anhänger Saurons erschießen zu lassen, wie sie es vorgehabt hatte. Allerdings hatte Eomer darauf bestanden, den Überraschungsmoment zu nutzen und die Orks einfach zu überrennen. Die hohen Verluste, die so etwas forderte, schienen ihm bewusst, aber dennoch gleichgültig zu sein.
    „Krieg fordert nun mal Opfer und wenn ihr Angst vor Sauron oder dem Tod habt, könnt ihr wieder nach Hause kriechen!“, hatte der junge Rohirrim geschrien. Verständnislos schüttelte die junge Frau den Kopf über so viel Kaltherzigkeit und Dummheit, Sowohl über Eomers wie auch über ihre eigene, weil Finorn, der ja nur ihre Gedanken aussprach, es nicht geschafft hatte, den jungen Mann umzustimmen und jetzt tatsächlich hinter ihm und seinen Kriegern die Hügelkuppe nach Helms Kamm hinauf ritt.
    Gandalf hatte sich bei dem morgigem Gespräch sehr neutral gehalten und ritt jetzt irgendwo weiter vorn, was der jungen Göttin sehr missfiel.
    Aber genug nachgedacht, jetzt musst du kämpfen!, rief sie sich selbst zur Ordnung und zog ein leichtes Kurzschwert mit schmaler Klinge aus der Scheide.

    Es tat ihr beinahe schon körperlich weh, als sie das verzweifelte Wiehern der ersten Pferde und die Todesschreie ihrer Reiter hörte. Traurig sah sie zu, wie die ersten Reihen von Orks und Urukais abgeschlachtet wurden.
    Sie hatte gewusst, dass es so kommen würde wie jeder andere, der auch nur ein wenig von Kriegsführung verstand, auch. Es gab keinen Soldaten in den vordersten Reihen, für den das nicht die erste Schlacht gewesen war. Die meisten davon hatten wahrscheinlich noch nie einen Menschen oder eine Bestie Saurons eigenhändig getötet, weshalb ihre Chancen, zu überleben, im Gegensatz zu denen der erfahreneren Kriegern wesentlich schlechter standen. Eigentlich waren sie nur dazu da, eben jenen erfahreneren Kriegern den Weg „frei zu räumen“.
    Elbereth wurde ganz übel, wenn sie an die entsetzlich jungen Gesichter dachte, die sie im Lager gesehen hatte und die jetzt an der vordersten Front ritten. Die möchten nur ein paar Jahre älter sein als ihre Schlachtrösser, mit denen sie gemeinsam brutal zugrunde gehen würden.
    Sofort meldete sich wieder ihr schlechtes Gewissen, das sie erinnerte, dass ihre eigenen Krieger und sie zwischen den letzten Reihen der Rohirrim ritten. Ursprünglich wollte sie ihre Soldaten nämlich gleichmäßig unter den Rohirrim aufteilen, hatte dann aber einsehen müssen, dass die Überlebenschancen besser stünden, wenn die üblichen Teams auch hier zusammenblieben und sie den heimischen Kriegern den Vortritt ließen. Nicht nur, weil sie das Gelände und die Burg besser kannten, sondern auch aufgrund ihrer Pferde, von denen fast alle ausgebildete Schlachtrösser waren, die sich einfach in die Reihen der Orks und in den sicheren Tod trieben reiten ließen.
    Ihre Pferde hingegen waren auf Zierlichkeit, Schnelligkeit und Wendigkeit gezüchtet, da die Schwarzen Engel ihre Kämpfe gewöhnlich in Wäldern und Gebirgen ausfochten und nicht auf flacher Grasebene.

    Ohne dass es die Göttin bemerkt hatte. War sie in die Reichweite der Bogenschützen gelangt und wurde fast von einem Pfeil durchbohrt. Hastig übersah sie das Schlachtfeld und trieb Gilgalad ein letztes Mal die Sporen, bevor sie mit einem lauten Schrei dem ersten Ork den Kopf von den Schultern trennte.
    Ab diesem Moment kämpfte sie wie in Trance; die Gedanken voll auf den Kampf, ihre Gegner, fliegende Gegenstände und Gilgalad gerichtet. Duplieren, Nachreisen, Unterhau, Krumphau schalte es im Kpf Elbereths wieder, während ihre Klinge zwischen den Orks wütete. Die anderen Krieger hatte sie bereits aus den Augen verloren, nur Urukais, Orks und andere abscheuliche Kreaturen scharten sich um sie. Schon bald musste sie die Zügel am Sattelknauf festbinden, um sich zu beiden Seiten verteidigen zu können.
    Viel zu schnell merkte die Göttin, dass auch sie nicht ewig Kraft hatte und bekam das Gefühl, dass für jeden Ork, den sie tötete, drei neue hinzukamen. Inzwischen verteidigte sie sich auch mehr als das sie angriff. Ihre Eltern mussten ihre Hände im Spiel haben, dachte sie, sonst wäre die Burg schon längst nicht mehr in Menschenhand. Verbissen kämpfte sie sich in Richtung jenen Gebäudes vor und umso näher sie kam, umso dichter drängten sich Orks und Leichen.
    Angewidert schnitt sie einem Gegner nach dem anderen die Kehle durch, wobei ein ekehaft schmatzendes Geräusch entstand, sobald sie die heraus zog, um sie im Fleisch eines nächsten zu versenken.
    So kam sie langsam in die Nähe der Burg- und dem Drang sich zu übergeben. Die Schlacht ist nicht mal vorbei und schon jetzt stinkt es bestialisch! Aber vielleicht erlebe ich auch gar nicht mehr. wie es danach riechen wird, überlegte de Göttin bitter, bevor ein Ork mit einer Fackel an ihr vorbei ließ und dabei fast ihren Umhang angezündet hätte, wenn Gilgalad nicht rechtzeitig zur Seite gesprungen wären.
    Am liebsten hätte sie dieser Missgeburt den Kopf abgerissen, doch leider befand sie sich da schon außerhalb ihrer Reichweite. Mit Genugtuung beobachtete sie, wie der Fackelträger von einem Pfeil getroffen wurde.
    Allerdings verschwand ihr Lächeln genauso schnell wie es gekommen war, als sie mit Entsetzten feststellte, dass der Ork keineswegs tot zusammenbrach, sondern sich mit einem Hechtsprung in eine Öffnung unterhalb der Mauer stürzte- die explodierte und so allen umstehenden Personen den Boden unter den Füßen wegriss.
    Das Letzte, was Elbereth merkte, war, dass sie aus dem Sattel geschleudert wurde, durch die Luft wirbelte und schließlich mit einem fliegenden Mauerstück zusammenstieß.
    Dann wurde alles schwarz.



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