Mit der Kraft der Erde

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4 Kapitel - 8.723 Wörter - Erstellt von: Lucy18 - Aktualisiert am: 2016-09-15 - Entwickelt am: - 257 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Maja ist bei Bilbo aufgewachsen. Noch nie hat sie ihre wahren Eltern gesehen. Bilbo erzählte ihr, dass sie von Unbekannten bei ihm abgegeben worden sei. Zusammen mit ihrem treuen Begleiter Bjarkar und Bilbo geht sie mit den Zwergen auf eine Reise. Was sie aber noch nicht weiß ist, dass sich auf dieser Reise ihre Identität endlich preisgibt.

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    Kapitel 4 riesige Trolle und ein brauner Zauberer

    Vor uns lagen mehrere umgerissene Bäume, deren Äste beim Aufprall ebenfalls abgebrochen waren. Erschrocken sahen sich die Zwerge an. Thorins Blick wurde finster.,, Fili! Kili!'', rief er. Keine Antwort kam zurück.,, Bilbo?'', versuchte ich es dieses mal. Auch dann kam keine Antwort zurück. Im Wald hörte man keine Tiere. Weder Vögel, noch Wildschweine. Was war hier geschehen?
    Ich drehte meinen Kopf Richtung Wald inneres. Und was ich sah, fand ich etwas merkwürdig.,, Weiß jemand von euch, ob hier noch andere lagern?'', fragte ich die Zwerge etwas kleinlaut.,, Wie kommst du dar-....'', brach Bofur während seines Satzes ab und sah auch ein Licht. Plötzlich hörten wir Schreie.,, Das ist Bilbo!'', bemerkte ich. Ohne darüber nachzudenken, rannte ich zu dem Licht. Ich stoppte vor einem riesigen Wesen, was versuchte Bilbo zu fangen. Ein Troll. Als dieses Ding mich anstarrte, wurde mir etwas mulmig. Kili sah mich vor dem Troll stehen und brüllte mir zu, dass ich verschwinden solle. Ich ignorierte ihn. Ich habe nicht umsonst kämpfen gelernt. Warum also sollte ich nicht helfen?
    Dann kamen die restlichen Zwerge mit lautem Gebrüll aus dem Gebüsch gerannt. Jeder versuchte auf seine Art die drei Trolle umzulegen. Trotz ihrer Schwerter fielen sie nicht. Ich versuchte mit meinem Bogen die Trolle abzuschießen. Auch dies wirkte nicht. Auf einmal hörten alle auf zu kämpfen. Ich drehte mich verwundert um. Einer der Trolle hatte Bilbo gefangen und ihn über den Kochtopf, der über dem Lagerfeuer hing, gehalten. Thorin deutete an, dass wir unsere Waffen fallen lassen sollen. Jeder von uns folgte dem Befehl des Königs.
    Die Trolle steckten uns alle in Säcke und schmissen uns auf die Seite. Danach berieten sie sich, wen sie als erstes grillen sollen. Bilbo kam auf die glorreiche Idee den Trollen ein paar Rezepte für extra geschmackvolle Zwerge zu geben. Ich verdrehte nur genervt die Augen bis ich endlich verstand, dass er nur Zeit schinden wollte, in der Hoffnung, dass bald die Sonne aufgehe. Dann sah ich jedoch Gandalf an einem Felsen vorbeihuschen. Ich grinste. Nicht nur ich hatte dies bemerkt, sondern auch Fili, der neben mir lag und mich anlächelte. Dann passierte alles ganz schnell. Gandalf zeigte sich den Trollen, schlug mit seinem Stab auf den Felsbrocken, damit die Sonnenstrahlen herauskamen. Die Trolle wurden zu Stein. Endlich.
    Die Sonne stieg immer höher und die Zwerge halfen sich gegenseitig wieder in ihre Hosen zu kommen. Ich muss gestehen, dass das etwas seltsam war. Nach langem hin und her untersuchten wir eine nahegelegene Höhle. Gandalf und Thorin fanden zwei Schwerter, die sie für sich beanspruchten. Ich stand neben Dwalin, der vor sich hinbrummte.,, Was ist denn los?'', fragte ich ihn.,, Ach nichts.'' Wieder verdrehte ich die Augen. Ich ging aus der Höhle und unterhielt mich mit den anderen Zwergen. Da konnte ich mir auch nur anhören was für einen großen Hunger Bombur hatte. Ich seufzte.
    Thorin, Dwalin und der Rest kamen aus der Höhle. Plötzlich hörten wir ein Geräusch in den Gebüschen. Jeder hielt sich kampfbereit. Ich zog meinen Bogen und hielt ihn Richtung Gebüsch. Aus dem Gebüsch kam ein Mann mit einem Hasenschlitten. Er hatte braune Klamotten an und einen braunen Hut. Gandalf kannte ihn. Er heißt Radagast und ist ein Zauberer. Die beiden unterhielten sich sehr innig. Nach einiger Zeit konnten wir dennoch endlich aufbrechen. Wir wurden jedoch aufgehalten von Wargen, die uns hinaus auf eine große Fläche trieben. Dort waren weitere Warge, die von Orks geritten wurden. Wir rannten wie die Verrückten. Auf einmal hörte ich ein Wiehern. Ein riesiges Pferd galoppierte in der Nähe von den Wargen. Es war Bjarkar! Bei den Valar, ihm geht es gut. Er kam auf mich zugerannt. Ich schwang mich auf ihn. Aus meinem Köcher zog ich einen Pfeil. Danach griff ich nach meinem Bogen und versuchte so viele Orks wie möglich abzuschießen. Gandalf verschwand mit den Zwergen in einem Unterschlupf, während ich weiterhin einige Orks tötete. Bilbo war schockiert, dass ich dazu in der Lage war, da er mich so nicht kannte. Aus weiter Ferne erkannte ich eine Pferdeschar, die auf mich zu kam. Als sie mir fast gegenüber waren, ritten sie an mir vorbei und schossen ebenfalls die Orks ab. Dann wurde es still. Ich drehte mich um und sah dem vermeidlichen Anführer ins Gesicht. Er winkte mich zu sich rüber. Erst zögerte ich, dennoch wendete ich meinen Hengst und ritt auf sie zu. Zuerst sprach er irgendetwas auf einer anderen Sprache. Als er dann aber merke, dass ich ihn nicht verstand, lächelte er.,, Verzeiht, ich dachte Ihr seid eine Elbin.'',, Nein, tut mir leid. Wer seid Ihr?'', fragte ich ihn freundlich.,, Mein Name ist Elrond und ich bin der Herr von Bruchtal.'',, Bruchtal... Dort wollte Gandalf mit uns hin. Würdet Ihr uns hinführen?'',, Ihr seid eine Freundin Gandalfs. Sehr angenehm. Ich führe euch gerne nach Bruchtal. Wo sind denn Eure Freunde?'', fragte der Herr von Bruchtal mich nun.,, Ehm, ja. Gute Frage. Ich weiß es selbst nicht. Ich muss sie während des Kampfes aus den Augen verloren haben.'', antwortete ich etwas verdutzt.,, Dann lasst uns schon einmal nach Bruchtal reiten. Vielleicht sind sie dort schon angekommen.'' Wir wendeten unsere Pferde und ritten nach Bruchtal. Aus weiter Ferne erkannte ich die Zwergenschar. Ich musste lächeln. Es ging ihnen gut. Herr Elrond wollte sich einen kleinen Scherz erlauben, lächelte mich kurz an und ritt dann mit seinem kleinen Heer im vollen Galopp auf die Zwerge zu. Ich lachte auf. Die Gesichter der Zwerge waren unbezahlbar. Thorin war nicht sonderlich erfreut über den Herrn Elrond und verhielt sich ihm gegenüber nicht besonders freundlich. Dennoch lud er uns alle zum Essen ein.
    Bevor ich zum Essen ging, fragte ich Herrn Elronds Tochter Arwen, ob ich mich irgendwo frisch machen könne. Sie zeigte mir das Bad und da wusch ich mich erst einmal. Später zog ich mir ein Kleid von Arwen an, da sie mir eines bereit gelegt hatte. Es war weinrot und es lag eng am Körper an. Um die Hüfte trug ich einen goldverzierten Gürtel. Ich ging hinaus und setzte mich zu den Zwergen. Thorin saß bei Herrn Elrond und Gandalf. Sie unterhielten sich innig über die neu gefundenen Schwerter. Neben mir saß Kili. Er flirtete mit einer Elbin. Dwalin, der ihm gegenüber saß, schaute ihn mit ernster Miene an. Ich fiel vor lachen fast nach hinten um. Kili interessierte dies nicht und meinte nur, dass Elbinnen nichts für ihn seien. Rechts von mir saß Fili.,, Das Kleid steht dir sehr gut..'', sagte er etwas verlegen.,, Vielen Dank. Ich fühle mich auch sehr wohl darin.''
    Als die Zwerge das Essen sahen, meckerten sie lautstark los.,, Jungs, Salat kann auch schmecken und außerdem ist es gesund.'' Dwalin schaute mich an.,, Und dabei wurdest du mir gerade so sympathisch.'' Ich schmunzelte über diese Bemerkung. Bombur konterte ebenfalls.,, Fleisch ist auch gesund!'',, Ja, aber nicht so sehr wie Salat mit Gemüse.'', sagte ich daraufhin.,, Schon mal gehört, dass jemand von Fleisch krank geworden ist?'', fragte Bofur provokant.,, N-Nein..'', antwortete ich stockend.,, Na also.'', kam es nur triumphierend von ihm zurück. Ich seufzte.,, Manchmal seid ihr wirklich anstrengend.''
    Die Elben an den Musikinstrumenten spielten sehr harmonische Musikstücke, die den Zwergen ganz und gar nicht gefielen. Kurzer Hand fing Bofur an zu singen. Er stellte sich auf den Tisch und legte los. Auch Thorin kam zu uns und bewegte sich leicht zu Bofurs...,, Gesang''.
    Es wurde Abend. Ich konnte aber nicht schlafen. Meine Gedanken hielten mich wach. Ich setzte mich draußen auf eine Bank und genoss die angenehme Stille. Bjarkar stand in den Ställen der Elben und wurde sehr verwöhnt. Bilbo sah mich alleine auf der Bank sitzen und kam auf mich zu.,, Darf ich mich zu der holden Maid setzen?'', sagte er schelmisch. Ich lachte.,, Natürlich, darfst du.'' Dann war eine kurze Stille zwischen uns. Dann sah er mich an.,, Maja... wie gefällt es dir hier?'',, Sehr gut. Ich mag die Elben. Sie sind sehr freundlich. Wieso fragst du?'',, Ich überlege, ob ich hier bleiben sollte. Herr Elrond bat mir an, dass ich hierbleiben könne, wenn ich wolle.'' Ich sah ihn traurig an.,, Bilbo... wir wollen doch den Zwergen helfen. Du willst dein Versprechen jetzt doch nicht brechen?'',, Natürlich nicht.. du hast ja Recht. Dennoch... Thorin mag mich nicht besonders und ich habe eher das Gefühl, dass ich ihnen eine Last sei.'', entgegnete er mir etwas angeschlagen.,, Bilbo, das stimmt doch gar nicht. Das ist Thorins Wesen. Das darfst du aber nicht auf dich beziehen.'',, Dich mag er ja auch'',, Ich kann ja auch kämpfen'', lachte ich. Nach einer Weile schweigen, seufzte ich.,, Ich gehe mal noch etwas spazieren.'',, Ist gut. Schlaf später gut.'', sagte er mir lächelnd. Ich stand auf und ging an einen Balkon. Plötzlich hörte ich Schritte hinter mir. Ich drehte mich schnell um und sah einen blonden Zwergen hinter mir stehen, der mich anlächelte.
    ,, Guten Abend, Maja.'', sagte er zu mir.,, Guten Abend, kannst du auch nicht schlafen?'', lächelte ich ihn an.,, Nein... nicht wirklich. Ich mache mir etwas Sorgen um dich.'',, Wieso das denn?'', fragte ich ihn verwundert.,, Du wirkst so unruhig.'',, Ach.. es ist wegen nichts.'', versuchte ich ihn abzuschütteln. Er kam auf mich zu und nahm meine Hände. Erst schaute er auf unsere Hände und dann sah er mir in die Augen. Diese blauen Augen... mein Herz sticht. Ich wende mich von Fili ab.,, Kannst du mich nicht leiden? Mache ich etwas falsch?'', fragte er mich traurig.
    Langsam steigen Tränen in meine Augen.,, Maja, bitte. Sag mir was los ist. Bitte...'', sagte er flehend.,, Ich kann nicht...'' Ich möchte weg hier. Es schmerzt zu sehr. Ich versuche wegzurennen. Fili hält mich jedoch zurück und zieht mich in seine Arme. Meine Augen wurden groß. Dennoch ließ ich die Umarmung zu. Wir standen gefühlte Stunden so. Dann lockerte er seinen Griff.,, Bitte sprich mit mir.'' Ich atmete tief ein und wieder aus.,, Es ist drei Jahre her... zu dieser Zeit lernte ich einen Krieger aus Gondor kennen, den ich das erste mal in einer Schenke traf. Es war zwar sehr selten, dass Menschen ins Auenland kamen, dennoch war er da. Wir merkten direkt, dass wir zueinander gehörten. Er hieß Freyr. Groß, gut gebaut mit blauen Augen. Er hatte einen blonden Iro, was sehr ungewöhnlich war. Ich liebte ihn und wir wollten uns verloben. Dann wurde er aber wieder nach Gondor gerufen, weil er mit seinem Heer in den Krieg gegen Rohan ziehen sollte. Er war ein Kriegsheer in all seiner Pracht...(Ich schluchzte etwas) Wochen später bekam ich eine Nachricht zugeschickt. Freyr fiel in der Schlacht. Monatelang konnte Bilbo mich nicht beruhigen. Ich wusste nicht mehr weiter... '' Fili sah mich traurig an.,, Das tut mir so leid. Kann ich etwas für dich tun?'',, Nein, verzeih mir nur bitte, dass ich dir so aus dem Weg gehe. Ich könnte es nicht noch einmal ertragen, dass ich einen geliebten Menschen verliere...'', entgegnete ich ihm niedergeschlagen.,, Natürlich... ich möchte dich nicht bedrängen, sondern dir nur klarmachen, dass ich dich mag und...'' Ich nahm ihn in die Arme.,, Ich weiß. Du machst es einem auch sehr deutlich.'', antwortete ich lachend. Jetzt lächelte er mich auch an.,, Ich werde Freyr nie vergessen. Vor allem, weil du mich zu sehr an ihn erinnerst. Aber ich muss in die Zukunft schauen... Ich werde es schon schaffen.'',, Ich helfe dir dabei...''
    Das Licht der Sonne verzog sich hinter die Berge und Sterne überzogen den Himmel.

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    Kapitel 5 Ängste

    Anmerkung: Es tut mir schrecklich leid, dass es jetzt so lange gedauert hat mit dem nächsten Kapitel. Ich war eine Zeit lang nicht in der Lage weiterzuschreiben und befinde mich momentan noch im Urlaub. Dennoch wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen und hoffe ihr findet weiterhin gefallen an meiner Geschichte. Bedenkt bitte auch, dass ich immer mal wieder die ein oder andere Änderung der Geschichte vornehmen werde.:)

    ,, Ich werde jetzt besser schlafen gehen. Wir wollen morgen früh los.'', erklärte ich Fili. Er sah mich an und nickte zustimmend.,, Ja, das ist wohl besser.'' Obwohl Arwen mir ein Zimmer angeboten hatte, wollte ich lieber bei den Zwergen schlafen. Diese machten auf einem anderen Balkon ein kleines Lagerfeuer, wo sie Würstchen grillten. Fili und ich kamen zusammen zu den Zwergen. Jeder von ihnen grinste uns an.,, Naaa, wo wart ihr denn?'', scherzte Bofur.,, Wir haben nur geredet.'', sagte ich ernst. Bofur merkte, dass er lieber still sein sollte und lies es dabei auch bleiben. Ich lehnte mich gegen einen Pfosten. Fili setzte sich neben mich und gab mir wieder seine Decke.,, Wird dir dann nicht zu kalt, Fili?'' Ich zögerte. Er verdrehte lächelnd die Augen.,, Nein, keine Sorge.'',, Na gut.'' Ich nahm seine Decke an, kuschelte mich in sie hinein und schaute zu den Sternen hoch. Obwohl ich meine Eltern nicht kannte und auch nicht wusste, ob sie noch lebten, vermisste ich sie entsetzlich. Ich wollte endlich wissen, was mein Schicksal ist. Mein Kopf schmerzte und meine Augen taten mir weh. Meine Lider wurden sehr schwer und das Letzte, was ich sah, war das Fackeln des Feuers.
    Mitten in der Nacht wachte ich auf. Etwas störte meinen Schlaf. Ich sah kurz nach rechts und sah wie sehr Fili mit den Zähnen klapperte.,, Von wegen dir wird nicht kalt'', sagte ich leise und musste etwas schmunzeln. Langsam rutsche ich etwas näher zu ihm, legte ein Teil der Decke um ihn und schlief augenblicklich wieder ein. Am Morgen weckte Dwalin Fili und mich.,, Hey ihr beiden. Aufwachen. Wir wollen aufbrechen.'', sagte er etwas launisch. Meine Augen öffneten sich und sah ihn zwei blaue Augen, die von den Sonnenstrahlen glänzten. Diese Augen... Ich musste wieder an Freyr denken. Zwar mochte ich Fili sehr, nichtsdestotrotz hing ich noch sehr mit meinen Gedanken bei Freyr. Die Nachricht, dass er tot sei, war damals ein schwerer Schlag für mich gewesen.

    Von Arwen bekam ich Klamotten mit denen ich auch vernünftig laufen und rennen konnte. Ein Kleid wäre eher unpassend gewesen. Also gab sie mir eine grüne Tunika, die über meine Hüfte reichte, eine braune engere Hose, dunkelbraune Stiefel mit kleinen Riemen an den Seiten, einen hellbraunen Gürtel, den ich mir direkt um die Hüfte band. Daran hing ich meine beiden Messer und einen kleinen Lederbeutel, der für das Aufbewahren meines Geldes diente. Zu guter Letzt kam ein dunkelgrüner Umhang, den ich um meine Schultern warf. Eine goldene Fibel hielt den Umhang zusammen und verzierte ihn dabei sehr schön. Arwen kam nachdem ich angezogen war, noch einmal in das Zimmer rein. Sie lächelte.,, Die Klamotten stehen dir wirklich sehr gut.'', sagte sie zu mir. Ich lächelte ebenfalls.,, Vielen Dank, sie sind auch sehr bequem.'' Ein kurzes Schweigen überkam unser kurzes Gespräch. Ich schaute zum Boden. Arwen wusste, was mit mir los war.,, Du machst dir sorgen um Bjarkar oder?'', fragte sie mich sanft.,, Ja, ich kann ihn hier nicht lassen. Allerdings meinte Thorin, dass ich ihn nicht mitnehmen kann. Ich war noch nie von ihm getrennt, Arwen.'' Sie nickte.,, Ich weiß das doch. Maja, wir werden uns gut um ihn kümmern und ihr werdet euch schon irgendwie wiedersehen. Da bin ich ganz sicher.'',, Ich hoffe sehr, dass du recht hast. Ich könnte es mir nie verzeihen, wenn ihm etwas passiert.'', sagte ich leise.
    Fili klopfte an der Türe und lächelte.,, Maja, wir wollen jetzt los. Thorin wird langsam ungeduldig.'' Er sah, dass ich gezwungen lächelte.,, Was ist denn los?'', fragte er mich besorgt.,, Ich möchte Bjarkar nicht hier lassen.'' Er kam auf mich zu und hob mit seiner Hand mein Kinn hoch, damit er mir in die Augen schauen konnte.,, Ihm wird es gut gehen.'' Ich seufzte.,, Lass uns jetzt gehen.''
    Ich hatte keine Lust darauf mir dauerhaft anhören zu müssen, dass es Bjarkar hier gut gehen werde. Sie wussten nicht wie es ist, wenn man seinen Gefährten zurücklassen muss. Arwen nahm mich schnell in den Arm und wünschte mir viel Glück. Ich mochte sie. Sie war anders als andere Frauen, die man sonst trifft. Ich wünschte mir sehr sie wiederzusehen.
    Die Zwerge standen draußen schon bereit zum Aufbruch. Viel Proviant hatte ich mir nicht mitgenommen, da ich auch noch meinen Bogen mitsamt Köcher auf dem Rücken mitschleppen musste. Thorin sah Fili und mich zusammen aus dem Hause Elronds gehen. Er wurde etwas misstrauisch. Es gefiel ihm nicht seinen Neffen dauerhaft in der Nähe von einem Menschen zu sehen. Er hatte schon früh gemerkt, dass ich Fili gefiel. Daher schickte er mich vorne zu Balin und Fili nach hinten zu Kili. Ohne Widerworte gehorchte ich dem Befehl des Königs. Ich wollte mir keinen Ärger einhandeln. Bevor wir aufbrachen, rannte ich noch zu den Ställen und suchte nach Bjarkar. Ein lautes Wiehern machte mich auf ihn aufmerksam. Mein Hengst tänzelte auf der Stelle und zeigte mir so, wie sehr er sich über mich freute. Ich öffnete seine Box und streichelte ihm sanft über seine Blesse.,, Nun ist es soweit, mein Großer. Wir müssen uns fürs erste trennen. Aber mach dir bitte keine Sorgen. Ich werde so schnell wie möglich wieder bei dir sein. Das verspreche ich dir.'' Ein trauriges Wiehern kam als Antwort von Bjarkar zurück. Er stupste mich mit seiner Nase im Gesicht.,, Für mich ist es auch nicht so einfach.'', versuchte ich ihn zu trösten. Ich hielt meinen Kopf gegen seinen und atmete tief durch. Danach sah ich noch einmal in seine großen Augen. Sein linkes Auge war blau und sein rechtes braun. Ich empfand es als etwas besonderes, da nicht viele Pferde solche Augen haben. Trotz der Trauer versuchte ich zu lächeln. Ich klopfte ihm auf die Schulter.,, Bis bald, Junge.'' Als ich aus den Ställen herauskam, versuchte ich mich stark zu beherrschen und ging wieder zu den anderen. Dwalin klopfte mir auf die Schulter und wollte mich mit einem Lächeln aufmuntern. Der eigentlich ach so starke und emotionslose Zwerg konnte auch anders und das bedeutet mir sehr viel. So unterhielt ich mich viel mit Balin, der mir von seinen Abenteuern und Erlebnisse im Krieg erzählte. Gespannt hörte ich ihm zu. Er hatte viel erlebt und ich war auch etwas neidisch auf ihn. Denn im Auenland erlebt man nicht solche Abenteuer. Ich glaube das aufregendste, was ich erlebt habe, war als Bjarkar einmal verschwand und ich ihn am Abend friedlich grasend in dem Beet der Tucks wiederfand. Bilbo hatte sich damals darüber sehr amüsiert, denn mit dieser Familie kam er nicht sonderlich gut klar.
    Es waren nun schon einige Stunden vergangen und viele der Zwerge waren langsam erschöpft vom Laufen. Auch wenn ich sehr in das Gespräch mit Balin vertieft war, spürte ich Filis Blicke auf mir. Ich dachte an das Gespräch in Bruchtal, als ich ihm erklärte, dass ich noch sehr an Freyr denken muss und ihn nicht so loslassen kann. Wahrscheinlich werde ich das auch nie können. Es tat mir sehr weh Fili so zurückweisen zu müssen. Zum einen wegen Thorin und zum anderen weil er mich zu sehr an Freyr erinnerte. Langsam wusste ich mit meinen Gefühlen nicht mehr wohin.
    Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, da Dwalin alle darauf aufmerksam machte, dass wir jetzt zu den Felsklippen kommen würden. Es dauerte dort nicht lange bis es heftig anfing zu regnen. Alle wurden mürrisch und wollten endlich einen Unterschlupf finden, wo sie sich ausruhen konnten. Bilbo blieb in meiner Nähe. Er hatte etwas Angst um mich, obwohl man sich mehr Sorgen um ihn machen müsste. Auf einmal bewegte sich die Felsen. Bofur brüllte, dass dies Steinriesen seien. Unser Felsen bewegte sich auch und die Gemeinschaft wurde getrennt. Die Hälfte des Berges, wo Fili und Kili waren, wurde gegen eine Felswand gedonnert. Mein Herz blieb stehen. Entsetzen war in den Augen der restlichen Gemeinschaft zu sehen. Thorin brüllte panisch nach seinen Neffen. Als der Felsriese sich von der Felswand löste, atmeten alle erleichtert auf. Besonders Thorin. Alle hatten dieses Szenario überlebt.,, Zum Glück haben alle überlebt. Wer weiß wie das ausgegangen wäre.'' Mit diesen Sätzen wandte ich mich zu Bilbo. Doch er stand nicht mehr hinter mir. Hastig drehte ich mich um und suchte nach ihm. Auch Bofur merkte, dass Bilbo nicht mehr aufzufinden war. Thorin merkte, dass er an der Klippe. Er selbst hing sich an die Klippe, damit er Bilbo hochziehen konnte. Dwalin half daraufhin Thorin.
    Endlich fanden wir eine Höhle, in der wir rasten konnten. Gloin wollte ein Feuer machen, Thorin allerdings war dagegen. Ich hätte mich über ein schönes und warmes Feuer sehr gefreut.
    Somit legte ich meine Decke und mein Fell auf den Boden, das ich aus Bruchtal mitgenommen hatte und legte mich darauf. Bilbo machte seinen Schlafplatz neben mir bereit, um schlafen zu können. Fili versuchte ebenfalls sich unbemerkt neben mich zu legen. Er suchte immer mehr meine Nähe. War er so blind, dass er nicht merkte, dass sein Onkel unsere Nähe nicht akzeptierte?
    Ich warf ihm ein kurzes Lächeln zu und wünschte ihm eine gute Nacht. Danach legte mich schlafen. Meine Beine schmerzten vom Laufen und an den Füßen bildeten sich schon Blasen.
    So sehr ich es auch versuchte, ich konnte nicht einschlafen. Mir ging es seit längerem etwas seltsam. Ich wusste nicht, was das ist. Es bereitete mir Sorgen. Vor allem bekam ich immer stärkere Kopfschmerzen.
    Bilbo konnte auch nicht schlafen. Er wälzte sich hin und her. Mit ihm stimmte auch etwas nicht. Er benahm sich so komisch. Ich wusste, dass ihm seine... nein, unsere Heimat fehlte. Ich konnte das sehr gut verstehen. Mir fehlten die saftigen Wiesen und mit Bjarkar auf den riesigen Weiden zu reiten. Nach einiger Zeit überkam mich dann doch der Schlaf. Was ich allerdings nicht mitbekam war, dass Bilbo aufgestanden war und eigentlich verschwinden wollte. Bofur hielt ihn auf und erklärte ihm, dass er die Gemeinschaft jetzt nicht im Stich lassen könne und was viel wichtiger war, dass er mich, seine Tochter, nicht alleine lassen konnte. Bilbo dachte lange über seine Worte nach. Ihm wurde bewusst, dass er das wirklich nicht tun konnte, auch wenn er der Überzeugung war, dass es mir bei den Zwergen besser gehen würde.
    Ich wurde durch Thorins Aufforderung wach, dass wir aufwachen sollten. Eine schmale Linie bildete sich im Boden. Zwei Klappen öffneten sich und dann fielen wir... Ich betete, dass wir das überleben würden...

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    Kapitel 6 Papa

    Der Aufprall war hart und das Schlimmste war, dass Bombur als letztes auf uns alle fiel. Ein lautes Stöhnen kam uns allen. Kaum hatten die Zwerge, Bilbo und ich uns von dem Aufprall halbwegs erholt, kamen kleine ekelhafte Kreaturen auf uns zugelaufen. Ori sagte leise und aufgebracht zu mir, dass dies,, Orks'' seien. Jeden von uns packten sie grob an und schleppten uns mit sich. Diese Orks waren sehr dünn und hatten dennoch eine enorme Kraft. An ihren Körpern waren in der Art Beulen und sie hatten eine schlammige Hautfarbe. Einen aufrechten Gang besaßen sie auch nicht. Diese Kreaturen waren mir nicht ganz geheuer.
    Fili sah mich mit einem besorgten und gleichzeitig wütenden Blick an. Er kannte diese Biester und er wusste wie gefährlich sie sein konnten, auch wenn sie nicht besonders helle waren. Ich hörte jemanden.. singen.. zumindest versuchte es diese Person. Als wir vor der Person standen, fanden wir heraus, dass diese Kreatur, die zu singen versuchte, der Orkkönig war. Ich muss gestehen, dass dieser weitaus abartiger aussah als die restlichen kleinen Orks. Dieser war riesengroß und hatte ein Doppelkinn, was hin und her wackelte, wenn er sich bewegte. Ori stand etwas zitternd neben mir. Der Orkkönig brüllte uns an. Er wollte wissen, was wir hier wollten. Als wir nicht antworten oder zumindest die für ihn falschen Antworten von uns gaben, wollte er uns foltern lassen. Er zeigte auf Ori. Mit ihm wollte er Anfangen. Ori zitterte immer stärker und sah mich mit verängstigten Augen an.,, Ich habe auch angst.'', sagte ich zu ihm und nahm seine Hand. Ein schwaches Lächeln schenkte Ori mir als Dank für meine Zuwendung. Zuvor wollte der Orkkönig uns allerdings unsere Waffen wegnehmen.
    Thorin erzürnte langsam. Ich spürte wie stark er in seinem Stolz gekränkt war. Wütend drängte Thorin sich nach vorne und stellte sich dem Monstrum. Von ihm erntete er nicht mehr als Spott. Fili versuchte sich neben mich zu stellen.,, Keine Sorge, wir kommen hier schon raus.'' Ich schaute ihn an.,, Ich mache mir gerade mehr Sorgen um Thorin. Er wirkt ziemlich sauer. Ich hoffe, dass er nicht auf dumme Gedanken kommt.'' Ich legte meine Stirn in Falten. Dann zeigte das riesige Biest auf mich.,, Ein Weib habt ihr auch noch mit dabei. Wollt ihr vom Unglück verfolgt werden?'', verhöhnt er uns. Naja, vor allem mich. Ich hielt mich zurück. Dennoch spürte ich eine enorme Wut in mir aufsteigen. Was war denn an Frauen so schlecht? Haben die alle schlechte Erfahrungen gemacht? Wenn ja, kann ich doch nichts dafür.,, Was machst du in einer Truppe von Zwergen. Du siehst nicht aus wie ein Zwerg!'', wandte er sich an mich.,, Wow, was für eine Erkenntnis. Ich bin auch keine Zwergin.'', antwortete ich dem Monstrum, verdrehte die Augen und verschränkte die Arme vor meiner Brust. Als dumm bezeichnet zu werden, gefiel dem Orkkönig überhaupt nicht. Er lies mich von seinen Dienern nach vorne bringen.,, Deine freche Zunge lasse ich abschneiden!'' Ich starrte ihn nur böse an. Der Orkkönig befahl den Orks, uns foltern zu lassen, als und eine riesige und starke Druckwelle uns auf den Boden schleuderte. Ich wurde von einem weißen Schein geblendet. Nur ganz schwach sah ich eine Gestalt auf uns zu kommen. Gandalf! Erleichterung breitete sich in meinem Herzen aus. Wir mussten fliehen und das ganz schnell. Gandalf forderte uns auf unsere Waffen zu nehmen, die wir zuvor abgenommen bekommen hatten. Ich schnappte mir meinen Bogen und meine beiden Messer und lief so schnell ich konnte los. Mit meinen Messern versuchte ich ein paar Orks zu erledigen. Immer mehr geriet ich in den Hintergrund. Fili drehte sich mehrmals zu mir um, um sich zu versichern, dass es mir gut ging. Mit all meiner Kraft rammte ich einem Ork eines meiner Messer in die Brust. Er schrie auf. Seine Augen erstarrten und wurden mit einem Male blass. Das Leben hatte ihn verlassen. Als ich daraufhin weiterlaufen wollte, blieb ich mit meinem Messer in dem zuvor erstochenen Ork hängen. Anscheinend hatte ich eine Rippe getroffen. Verdammte Axt, warum muss das ausgerechnet jetzt passieren? Hinter mir kamen dutzende Orks angelaufen. Meine Augen weiteten sich. Auf einmal wurde ich von einer Hand gepackt und mitgezerrt. Ich sah zu dieser Person.,, Danke, Fili. Das war nun wirklich knapp'', bedankte ich mich lächelnd.,, Du solltest besser darauf achten, wohin du dein Messer hineinrammst.'', sagte er lachend, während wir versuchten die restlichen Zwerge einzuholen. Nach kurzen Kämpfen gelang es uns Thorin und Co zu erreichen. Die meiste Arbeit hatten sie zuvor erledigt. Daher mussten Fili und ich nicht mehr all zu viele Orks erledigen. Auf einer kleinen Brücke blieb Gandalf plötzlich stehen. Vor ihm tauchte der Orkkönig erneut auf und versperrte uns allen den Weg. Der Zauberer machte kurzen Prozess und schnitt dem Monstrum die Kehle durch und den Bauch auf. Balin wurde neben mir etwas unruhig.,, Hörst du das auch?'', fragte er in die Runde. Ein Knacksen. Kaum hatte der weißhaarige Zwerg die Frage gestellt, krachte die Brücke zusammen und wir stürzten hinunter. Angst breitete sich in mir aus. Ich wusste nicht mehr wo oben und unten war. Mir wurde ganz komisch von der Geschwindigkeit. Es dauerte dennoch nicht lange als wir auf den Boden stürzten. Jeder der Zwerge mitsamt mir war unter einem Haufen Bretter eingeklemmt, die wir beim Fall von anderen Brücken mitgenommen hatten. Zu guter Letzt fiel auch noch der riesige, stinkende Ork auf uns drauf. Das war zu viel.,, Das soll wohl ein Scherz sein.'', kam es nur kleinlaut von Dwalin heraus. Kili rief nach Gandalf. Er wollte ihn darauf aufmerksam machen, dass die Orks uns noch verfolgten.
    Jeder nahm seine Beine in die Hände und rannten los. Es war egal wie, wir mussten hier raus.
    Als wir dann endlich aus diesen schrecklichen Höhlen kamen, sahen wir die Abenddämmerung. Ein roter Schimmer verzauberte den Himmel. Am Fuße des Berges angekommen, zählte Gandalf uns alle durch. Da viel nicht nur ihm auf, dass jemand fehlte und das war Bilbo.,, Wo ist Bilbo? Wo ist unser Hobbit?'', fragte Gandalf in die Runde und völlig aufgebracht. Ich geriet in Panik und sah mich hektisch um.,, Wo ist er?'', fragte auch ich jetzt traurig, in der Sorge, dass ihm etwas passiert ist. Auf einmal fing Thorin an schlecht über ihn zu sprechen, dass er uns verlassen hätte. Nach Hause abgehauen wäre. Jetzt war Schluss. Ich lies vieles zu, aber nicht, dass jemand schlecht über meinen Ziehvater sprach. Wütend stampfte ich zu Thorin.,, Wovon redest du da? Wie kannst du es auch nur ansatzweise wagen so über Bilbo zu sprechen. Was fällt dir ein?'' Unsere Gesichter waren nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt. Fili, Kili, Bofur und Gandalf schmunzelten über meinen kleinen Ausraster.,, Ist schon in Ordnung, meine Kleine.'', sagte Bilbo und nahm mich am Arm.,, Bilbo!'', rief ich lauthals und fiel ihm mit Tränen in den Augen um den Hals.,, Ich bin so froh, dass es dir gut geht. Wo warst du denn nur?'',, Unwichtig, jetzt bin ich da.'', antwortete Bilbo mir schief lächelnd. Thorin war es trotz allem nicht egal, wo Bilbo war und hakte weiter nach. Bilbo jedoch antwortete ihm nicht genau darauf. Er erklärte Thorin, dass er ihnen dabei helfen möchte ihre Heimat wieder zurück zu erobern. Darin sah Bilbo seine Aufgabe. Er selbst hatte ein zu Hause. Die Zwerge nicht. Ihnen wurde sie weggenommen. Thorin senkte seinen Kopf und zeigte etwas Reue ihn vorher so beschimpft zu haben. Zufrieden lächelnd stand ich neben Gandalf, der auch mich zufrieden anlächelte. Doch dieser Moment der Freude und Ruhe hielt nicht lange an. Ein Geheule war in der Nähe zu hören. Gandalf drängte uns auf die Tannen, die in der Nähe der Klippe standen. Es waren so etwas ähnliches wie mutierte Wölfe, die uns verfolgten. Ich war mit Ori und Dori auf einem Baum. Mit von Gandalf angezündeten brennenden Tannenzapfen versuchte jeder die Wölfe zu verscheuchen. Thorin erkannte Azog den Schänder wieder. Dieser faselte irgendetwas auf einer Sprache, die ich nicht verstand. Als er den Finger auf uns zeigte, rannten einige Wölfe mitsamt Orks auf uns zu. Zu allem Überfluss krachte eine Tanne, nachdem ein Warg sich so stark gegen die Tanne gelehnt hatte, dass sie krachte. Sie hing über dem Abgrund. Wieder breitete sich in mir das Gefühl der Angst aus. Überall war Feuer. Nichts als lodernde Flammen, die Gras und Bäume verbrannten. Dann sah ich Thorin, der versuchte sich aufzurichten. Er hing wie wir anderen auch an der brüchigen Tanne. Als er feste stand, zückte er sein Schwert und ging mit langsamen, aber dennoch selbstsicheren Schritten auf Azog los. Thorin lief durch das Feuer und rannte mit wildem Gebrüll auf Azog zu. Der bleiche Ork war sichtlich amüsiert. Sein Äußeres erschreckte einen sofort. Sein Körper war von Narben übersät und seine blasse Haut lies ihn nicht sonderlich lebendig wirken. Nach längerer Zeit des Kampfes lag Thorin am Boden. Die Kraft des weißen Warges, der Azog gehörte, hatte ihn so hart umgestoßen, dass er nicht mehr aufstehen konnte. Mit einem kräftigen Biss in Thorin Körper sah jeder von uns für ihn das Ende. Auf einmal... ein Schrei. Es hatte sich noch jemand aufgerappelt, um Thorin zu helfen. Es war Bilbo. Nein.. bitte, nur er nicht. Mit hastigem Gefuchtel versuchte der Hobbit Thorin zu verteidigen. Wie durch ein Wunder gelang es ihm auch. Der bleiche Ork wollte ihn dafür büßen lassen, dass er ihm den Kopf des Zwergenkönigs verweigerte. Der weiße Warg ging auf Bilbo zu und warf ihn mit seinem riesigen Kopf zurück. Meine Hände fingen an zu zittern. Ein Kribbeln, dass ich nicht einordnen konnte. Doch das war nebensächlich. Jetzt ging es um Bilbo. Warge drohten ihn zu zerfleischen. Die Angst stand ihm förmlich ins Gesicht geschrieben. Ich schrie so laut ich nur konnte.,, PAPA!'' Bilbo erstarrte bei diesem Wort. Das hatte er noch nie von mir gehört. Er konnte sich nicht mehr bewegen. Orks kamen auf ihn mit Schwertern zu. Ich hievte mich am Baum hoch. Die Zwerge starrten mich an, da meine Augen anfingen zu leuchten. Ein stark leuchtendes grün. Ich rannte zu Bilbo. Bei jedem Schritt den ich machte, leuchte mein Fußabdruck kurz auf. Ebenfalls grün. Unerwartet blieb ich stehen und verharrte so eine kurze Weile. Ich schaute hinunter und war völlig perplex von dem Aufleuchten. Was war hier los? Die Orks schien die Situation auch zu verwirren. Der bleiche Ork schaute mich ungläubig an und brüllte etwas in seiner Sprache. Diesen Moment nutzen die Zwerge, damit sie zur Hilfe eilen konnten. Die Orks die Bilbo angreifen wollten, kamen wieder zur Besinnung und wollten mit ihrem Angriff fortfahren.,, Nein!'', brüllte ich und streckte meine Hand nach vorne. Die Erde bebte. Die Warge gerieten in Angst und die Orks wussten nicht mehr wohin. Eine starke und riesige Wurzel kam aus der Erde, umschlang den Angreifer und brach ihm das Genick. Ich war so schockiert über das, was geschah, dass ich das Bewusstsein verlor. Mir wurde schwarz vor Augen. Meine Beine wurden weich und schon verlor ich das Bewusstsein.

    Als ich mit Mühe und Kraft meine Augen öffnete, sah ich Gestalten um mich stehen und hörte sie miteinander reden. Es waren die Zwerge. Gandalf hielt seine Hand über meine Stirn und faselte etwas vor sich hin. Bilbo und Fili kniete neben mir. Der Hobbit hatte Tränen in den Augen.
    ,, Was ist passiert?'', fragte ich noch leicht benommen.,, Du bist ohnmächtig geworden und du hast mich gerettet.'', sagte Bilbo leise und streichelte mir über den Kopf.,, Ich habe was?'' Langsam versuchte ich mich aufzurichten. Jeder war erleichtert, dass es mir gut ging.,, Meine Güte, Mädchen. Du hast einen Ork mit einer gewaltigen Wurzel das Genick gebrochen. Das hat lauter gekracht, als eine Bank, wenn Bombur sich auf sie setzt. Das war unglaublich!'', erklärte mir Dwalin voller Stolz. Gerade konnte ich mich wieder hinstellen, schon wurde ich von Dwalins Schlag auf die Schulter wieder zu Boden geworfen.,, D-Danke...'', hustete ich und hielt mir meinen Schädel. Bilbo wollte mich vorher noch auffangen, aber er war zu spät.,, Ich bin so stolz auf dich. Vor allem hast du das erste mal zu mir,, Papa'' gesagt. Ich wusste in dem Moment nicht mehr mit meinen Gefühlen wohin.'', sagte er lächelnd, als er mir wieder hoch half. Ich lächelte zurück. Dann kam Fili auf mich zu. Er wusch mir den Dreck aus dem Gesicht und grinste.,, Fili hat dich aufgefangen als du das Bewusstsein verloren hast. Er ist dir seitdem nicht von der Seite gewischen.'', sagte Gandalf pfeifend nebenbei. Ich sah den blonden Zwerg an.,, Ich danke dir.'' Als Dank gab ich ihm einen Kuss auf die Wange. Der Zwerg errötete im höchsten Maße. Zuletzt kam Thorin auf mich zu.,, Du bist eine wahre Bereicherung für unsere Unternehmung. Verzeih mir, wie ich über deinen Vater gesprochen habe. Das war unehrenhaft.'', sagte er entschuldigend.,, Es ist schon in Ordnung, Thorin.'' Leicht winkte ich ab. Er nahm mich in die Arme. Okay, damit habe ich jetzt nicht gerechnet. Aber es fühlte sich gut an, akzeptiert zu werden.,, Euch erschreckt das alles nicht mit dieser Kraft? Ich weiß gar nicht recht, was ich da eigentlich gemacht habe... (ich hielt inne) Wo zur Hölle sind wir hier eigentlich?'' Dwalin lachte.,, Wir sind auf einem Felsen. Die Adler haben uns hierher gebracht.'' Er kam auf mich zu und drehte mich um. In der Ferne war ein einsamer Berg zu sehen.,, Und das ist unsere Heimat.'', sagte er zu mir stolz.,, Wow, das ist ja noch ganz schön weit...'' Fili legte seinen Arm um mich.,, Ach was. So weit ist es nun auch nicht mehr.'' Berührungsängste hatte dieser Zwerg alle Male nicht. Dennoch mochte ich es irgendwie, dass er mir gegenüber nicht zu schüchtern war.

    So ging also unsere Reise weiter. Viel hatten wir schon erlebt und mussten so einiges durchstehen. Diese Reise veränderte mich. Im Inneren spürte ich es. Doch ich war bereit für diesen Kampf. Ich wollte den Zwergen helfen ihre Heimat zurück zu erobern. Für die Zwerge. Aber vor allem für Fili...

    4
    Kapitel 7 Neue Hoffnung

    Anmerkung: Noch eine kleine Anmerkung nebenbei. Manchen ist es wahrscheinlich aufgefallen, dass ich manche Szenen eher etwas zusammenfasse. Das liegt daran, dass mir bei diesen Szenen nicht sonderlich viel einfällt. Also kürze ich diese etwas ab. Nehmt mir das bitte nicht übel. Aber genug davon. Kommen wir nun zum nächsten Kapitel. Viel Spaß:)

    Der Tag neigte sich immer mehr dem Ende zu. Das Abendrot wurde von Zeit zur Zeit dunkler und dunkler. Die Zwerge, mein Vater, Gandalf und ich waren sehr erschöpft. Wir konnten nicht mehr. Unsere Klamotten waren durchnässt vom Schweiß und der Dreck klebte an uns.,, Gegen eine schöne, warme Badewanne hätte ich ehrlich gesagt nichts.'', stöhnte ich vor mich hin und ließ dabei meine Schultern hängen.,, Können wir bald mal eine Pause machen. Meine Schuhe drücken an meinen Füßen.'', meckerte jetzt auch noch Kili.,, Jetzt seid endlich still!'', kam es entnervt von Thorin.,, Thorin, da oben auf dem Berg scheint irgendetwas zu sein. Siehst du es auch?'', Balin zeigte in die Richtung, wo er das Wesen gesehen hatte. Thorin ging ein paar Schritte näher, drehte sich dann um und ging auf Bilbo zu.,, Meister Beutlin, du wirst da hochgehen und nachschauen, was das ist.'' Bilbo sah etwas nervös aus. Er selbst wusste nicht, was das sein sollte. Der Hobbit nickte daraufhin leicht.,, Ich komme mit.'', gab ich von mir zu hören. Währenddessen warteten die Zwerge und Gandalf am Fuße des Berges. Als ich an Fili vorbeiging, schaute er mir grinsend hinterher. Ich drehte meinen Kopf zu ihm und gab ihm nur ein süßes Lächeln zurück. Dwalin stand neben Fili und sah sich dieses Schauspiel mit an. Als er merkte wie der blonde Zwerg mir hinterher gaffte, gab er ihm einen Schlag hinter den Kopf.,, Sie ist kein Stück Fleisch, das man so angaffen muss. Also hör auf zu sabbern und mach den Mund zu.'' Fili rieb sich mit schmerzverzerrtem Gesicht seinen Hinterkopf. Auch Kili schüttelte nur lachend den Kopf.

    Bilbo und ich waren in der Zwischenzeit auf einen Berg in der Nähe der Bestie geklettert. Wir hatten uns so versteckt, dass dieses Wesen uns nicht sehen konnte. Hoffentlich zumindest. Bilbo reckte sich etwas nach oben, um sehen zu können, was da vor sich ging.,, Und was siehst du?'', fragte ich meinen Vater. Es kam keine Antwort zurück. Ich schaute den Halbling etwas verdutzt und auch besorgt an.,, Papa...? Was siehst du denn?'', versuchte ich es erneut und schüttelte Bilbo heftig durch. Endlich antwortete er mir. Er zeigte in Richtung der anderen Seite des Berges.,, Dieser bleiche Ork verfolgt uns immer noch. Ich dachte er sei tot.'' Bilbos Stimme bebte vor Angst.,, Lass uns lieber schnell zu den anderen gehen!'' Ich wartete nicht mehr auf seine Antwort und zog ihn hinter mir her. Als wir unten schnaufend ankamen, warteten die Zwerge und Gandalf schon nervös auf uns.,, Und? Was habt ihr gesehen?'', fragte Balin.,, Nun ja, es sieht aus wie ein Bär. Aber er ist auch irgendwie viel zu groß für einen Bären.'', versuchte ich den Zwergen zu erklären. Diese fingen daraufhin an wild zu diskutieren, was dieses Wesen jetzt sein könnte.,, Es ist aber noch etwas viel schlimmeres hinter uns her.. Es ist-'' Ich musste abbrechen, da mir niemand zu hörte. Ich versuchte es ein zweites Mal.,, Es-..'' es klappte nicht. Gandalf schnaufte genervt. Ich konnte es überhaupt nicht leiden, wenn man mir nicht zuhörte. Mein Gesicht färbte sich rot und ich spürte wie mein Blut innerlich anfing zu kochen.,, Ruhe jetzt!'', brüllte ich. Stille. Gandalf lachte.,, Bei den Valar, hört mir endlich zu! Dieser Bär ist unser geringstes Problem. Azog verfolgt uns mit seinen Orks.'' Wieder wurden die Zwerge unruhig. Besonders bei Thorin spürte ich die Anspannung. Gandalf unterbrach uns alle.,, Ihr solltet trotz allem den Bären nicht unterschätzen.'',, Warum'', fragte Ori neugierig und beängstigt zugleich.,, Es gibt ein Haus hier in der Nähe'' Gandalf brachte Sätze heraus, die manchmal kaum einen Sinn ergaben. Zumindest für mich nicht.,, Wessen Haus'', fragte Thorin leicht genervt und beugte sich zu Gandalf hinüber. Das Gebrüll des Bären war zu hören.,, Fragt nicht, lauft!'', schimpfte Gandalf. Jeder nahm seine Beine in die Hand und lief um sein Leben. Aus dem Wald heraus kam dieser Bär angelaufen. Ich versuchte beim Laufen einen Blick auf die Bestie zu erhaschen. Ich sah sein dunkelbraunes Fell, dass völlig zerzaust war und seinen riesigen Kopf. So einen Bären habe ich noch nie gesehen. Er fletschte seine Zähne und Speichel lief ihm aus dem Mund. Hinter mir waren noch einige Zwerge, die vor Angst, erfasst zu werden, liefen wie die Wilden. Bombur, der korpulenteste von uns, sprintete an mir vorbei als würde er das tagtäglich machen. Verwunderte Blicke verfolgte den rennenden Bombur, dem Schweiß nur so in Flussmengen an der Stirn herunterlief. Endlich sahen wir das Haus von dem Gandalf gesprochen. Ich muss gestehen, dass Fili und Kili sich etwas dämlich angestellt haben das Schloss zu öffnen. Thorin erlöste sie von diesem Rätsel und öffnete das Schloss, damit wir uns in dem Haus verstecken konnten. Wir stürmten alle hinein. Der Bär war uns jedoch dicht auf den Fersen. Als wir versuchten die Türe zu schließen, kam er uns mit seinem gewaltigen Kopf dazwischen. Jeder von uns strengte sich an. Wir verwendeten all unsere Kräfte, die uns noch übrig geblieben sind. Nach einigen Minuten hatten wir es endlich geschafft. Die Tür ging zu und Thorin konnte diese verschließen. Die Gemeinschaft stöhnte auf. Nori, Dori und Bombur ließen sich zu Boden fallen und sackten in sich zusammen. Ich wusch mir den Schweiß von meiner Stirn. Meine Haare waren verknotet, meine Kleidung dreckig und nass, mein Körper geschwächt. Ich wandte mich an Gandalf, der sich genüsslich seine Pfeife anzündete.,, Was sollen wir jetzt tun, Gandalf?'' Er zog seine Augenbrauen hoch.,, Was meinst du damit, Kind? Wir ruhen uns jetzt erst einmal aus. Was denkst du denn?'' Ich nickte den Kommentar einfach nur ab. Die Zwerge legten sich schlafen. Sie legten sich in einen Raum, in dem Stroh lag. Es hielt uns die Nacht über warm. Ich konnte nicht schlafen. Egal, wie sehr ich es versuchte, es klappte nicht. Also lief ich im Haus umher. Riesige Möbel standen vor mir. Stühle, auf die ich niemals alleine hochkommen würde. Ich wusste nicht, was ich fühlte. Auf einer Seite fühlte ich mich hier etwas seltsam und irgendwie einsam. Auf der anderen Seite fühlte ich mich hier sehr wohl. Dieses Haus war so natürlich. So naturverbunden. Mein Kopf schmerzte. Schon wieder dieses Gefühl. Mir wurde schwindelig und ich musste mich an einer Tischkante abstützen. Auf diesem Tisch stand eine vertrocknete Nelke. Ich schaute sie etwas traurig an. Es war als würde etwas in mir sterben. Mir war fast so als würde meine Hoffnung und mein Glaube an alles verschwinden. Was war nur los mit mir? Wieso machte es mich so traurig, dass eine Blume vertrocknet war. Vermutlich weil sich niemand um sie gekümmert hat. Genauso wie um mich. Meine Eltern haben sich nicht um mich gekümmert. Genau die Menschen, die bei ihrem Kind sein sollten. Ich streckte meine Hand nach der Pflanze und streichelte ihre vertrockneten Blätter. Meine Augen begannen zu leuchten. Ebenso mein Körper. Es zeigten sich meine Tätowierungen, die sich schon bei Azog gezeigt haben. Ich atmete tief ein, schloss meine Augen und atmete aus.
    Als ich meine Augen wieder öffnete, sah ich, dass die Nelke ihre Blätter hob und diese sich rot färbten. Meine Tätowierungen und Augen hörten auf zu leuchten. Plötzlich veränderte sich meine Stimmung. Tränen stiegen mir in die Augen und ich musste lächeln.
    Ich hörte Schritte hinter mir und eine Hand auf meiner Schulter. Nachdem ich meinen Kopf nach rechts gedreht hatte, sah ich, dass es Dwalin war, der mich anschaute.,, Lass uns mal reden.'' Ich nickte und kam mit ihm. Er schaute zur Türe raus, ob sich irgendwo der Bär befinden könnte. Niemand zu sehen. Neben dem Häuschen lag gestapeltes Holz. Das machten wir uns zu nutzen. Dwalin entfachte ein kleines Feuer und wir setzten uns nebeneinander.,, Also, was ist los?'', fragte ich ihn neugierig. Dwalin seufzte.,, Ich wollte wissen, ob es dir gut geht und was momentan mit dir passiert. Du hast nie erzählt, dass du spezielle Kräfte hast.'' Auch ich musste seufzten.,, Ich bin momentan etwas durcheinander. Erst fühle ich mich total schrecklich und einsam. Dann plötzlich wieder total gut. Was ist nur los mit mir?'' Ich klang fast weinerlich und schlug mir meine Hände vor den Kopf. Er lachte etwas.,, Du bist seltsam.'',, Danke, Dwalin, das brauche ich.'', kicherte ich vor mich hin. Dann fuhr ich mit meiner Geschichte fort.,, Du musst wissen, dass meine Eltern mich verlassen haben und daher wusste ich so schon nicht wo ich wirklich hingehöre. Zwar weiß ich, dass Bilbo sich immer um mich kümmern wird, aber was ist das für ein Leben, in dem du nicht weißt, wer deine Eltern sind oder was noch schlimmer ist, wer du bist.'' Der Zwerg sah mich an.,, Maja, du gehörst zu uns.'',, Ich bin enttäuscht von ihnen.'',, Von deinen Eltern?'', fragte Dwalin.,, Ja. Wieso haben sie mich verlassen. Wollten sie mich nicht? War ich ihnen zu schlecht?'', wieder stiegen mir Tränen in die Augen.,, Maja, ich werde dir jetzt mal etwas sagen, dass außer Thorin niemand weiß.'' Ich wusch mir meine Tränen aus dem Gesicht und schniefte.,, Okay.'',, Früher war ich in eine Zwergin verliebt. Sie war die wunderschönste Frau, die ich jemals gesehen habe. Finja war eine Wucht von Frau. Jeden Tag kaufte ich ihr ihre Lieblingsblumen und besuchte sie bei der Arbeit. Sie arbeitete als Näherin. Finja hatte ein unglaubliches Talent. Sie machte mir große Hoffnungen. Hoffnungen auf eine gemeinsame Zukunft... auf ein gemeinsames Leben.'' Er brach ab und schluckte.,, Was passierte dann?'',, An jenem Tag wollte ich ihr meine Liebe gestehen und einen Heiratsantrag machen. Doch... Ich kam in das Haus rein, wo sie arbeitete und sah, dass sie mit einem anderen Mann sprach. Erst machte ich mir keine Gedanken...doch dann küsste sie ihn. Als sie mich sah, kam sie auf mich zu und tat so als würde sie mich nicht kennen. Als sei ich ein ganz normaler Kunde.'' Während seiner Geschichte fixierte ich ihn dauerhaft.,, Dwalin, das tut mir so unendlich leid. Ich weiß nicht, was...'' Er unterbrach mich.,, Maja, was ich dir damit sagen will. In deinem Leben wird es immer Enttäuschungen geben. Manche sind einfach zu überstehen und bei anderen denkst du, dass sie nie überstehen wirst. Dabei musst nur an dich selbst glauben. An das, was du kannst. Das, was du bist. Kein anderer sollte die Macht haben dich so stark zu verletzen. Ich habe damals den Fehler gemacht und es zugelassen. Verzage also nicht daran, dass du deine Eltern nicht kennst. Du kennst die Gründe nicht. Denke an das jetzt und hier.'' Ich lächelte.,, Danke Dwalin. Das tat wirklich gut. Du bist ein guter Freund. Aber sag mal, warst du deswegen am Anfang so zu mir?'' Dwalin grinste.,, Ja, manchmal steigt meine Verletzlichkeit und dann versuche ich sie so zu blockieren. Ich weiß, dass das nicht die feine Art ist und es tut mir wirklich leid. Du bist ein richtig nettes Mädchen.'' Ich konnte mich nicht zurückhalten und fiel ihm um den Hals.,, Danke, einfach nur danke!'',, Willst du hier schlafen oder drinnen?'',, Ich bleibe lieber noch etwas hier draußen sitzen.'', antwortete ich Dwalin. Er schaute hinter mich.,, Du bekommst sowieso Gesellschaft. Ich gehe dann mal rein. Bis morgen früh.'', grinste er und schlug mir auf die Schulter.,, Aua... ja.. Schlaf gut.'',, Maja, wieso bist du denn draußen. Der Bär könnte draußen sein und dich verletzen!'' Er sah mich besorgt an.,, Fili, bitte. Du musst dir um mich keine Gedanken machen. Das Haus ist außerdem von einem Zaun umrahmt.'' Er sah mich mit seinem ist- das- dein- Ernst- Blick an.,, Das hat ja auch schon jeden Bären davon abgehalten in einen Garten einzudringen.'' Wir lachten. Ich legte mich auf den Rücken und atmete tief die kühle und frische Luft ein. Auch Fili ließ sich neben mir nieder.,, Ich habe dich eben gesehen. Du hast die Blume wieder mit Leben erweckt.'',, Fili, jetzt mal ehrlich. Du tust so als sei ich eine Magierin oder eine Hexe.'' Ich schmunzelte und schaute ihn an. Der blonde Zwerg sah mir ebenfalls in die Augen.,, Woher willst du denn wissen, dass du keine bist. Alle Fakten sprechen dafür.'' Mein Blick fiel zu den Sternen, die strahlten als seien sie neugeboren.,, Vielleicht hast du ja recht''... Das Rauschen der Blätter und das Knistern des Feuers wog mich in den Schlaf.

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