Drachenlicht und Flügelschatten - Herr der Ringe 17

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4 Kapitel - 1.174 Wörter - Erstellt von: Lonukira - Aktualisiert am: 2016-09-12 - Entwickelt am: - 245 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Der grausame Krieg um Mittelerde nähert sich seinem Höhepunkt. Mit der Hilfe des Geisterheeres keimt neue Hoffnung unter den freien Völkern auf.

    1
    Die Boote legten an. Aus den Reihen der wartenden Feinde trat ein besonders hässlicher Ork und fing an zu brüllen. Noch war Gondor nicht gefallen, es war noch nicht zu spät. Thuringwethil hob vom hintersten Schiff, auf dem wir uns versteckt hielten, ab und schwebte über den Orks. Sie stieß einen lauten Schrei aus, woraufhin viele Feinde das Weite suchten. Die, welche geblieben waren, bezahlten ihre Dummheit mit ihrem Leben.
    "Es sind genug für uns da! Möge der beste Zwerg gewinnen!", rief Gimli, der seine "Niederlage" bei Helms Klamm ausmerzen wollte uns nun mit Aragorn und Legolas auf das Schlachtfeld zu stürmte. Thil kam zu mir.
    "Wenn du mich brauchst, werde ich da sein, meldis."
    Dann flog sie auf eine Gruppe Orks zu und vernichtete sie mit einem gewaltigen Feuerstoß. Unsere Ankunft gab den Reitern von Rohan neuen Mut und das Geisterheer metzelte die Feinde nur so nieder. Es schien sich alles zum Guten zu wenden - bis ein schriller Schrei den Kampfeslärm durchdrang. Nazgul!
    "Thuringwethil!", brüllte ich. Meine Drachin war sofort zur Stelle und ich sprang auf ihren Rücken, dann flohen wir auf den ersten Ringgeist zu. Thils Klauen packten sein Reittier und drückten ihm den Hals zu. Ein Knacken ertönte, als das Genick brach. Thil ließ von ihm ab und das Biest stürzte samt Reiter auf einen Olifanten. Als alle Nazgul beseitigt waren, landeten wir. Ich stieg ab und sah mich um. Viel zu tun gab es nicht mehr.

    2
    Nach der Schlacht entließ Aragorn das Geisterheer. Es gab viele Verletzte. Unter ihnen Éowyn und, zu meinem Entsetzen, Merry, die sich mit dem Hexenkönig auseinandergesetzt hatten. Mit meinen Heilkenntnissen half ich so gut es ging. Auch Aragorn tat alles, was on seiner Macht stand. Schließlich berieten wir uns im Thronsaal. Gimli saß pfeiferauchend auf einem Stuhl, wir anderen standen. Aragorn schlug vor, Saurons Armee herauszufordern und ihn abzulenken, sodass Frodo und Sam sicher zum Schicksalsberg gelangen könnten. Ein sehr waghalsiges Vorhaben. Die Überlebenschancen waren äußerst gering...aber wenn wir nichts unternahmen, würde Sauron Minas Tirith erneut angreifen, wieder und wieder. So oft, bis wir verloren. Und das würden wir, denn Saurons Streitmacht war groß und sie wuchs immer weiter. Auf Hilfe konnten wir nicht hoffen. Wenn wir angriffen, ermöglichten wir es Frodo, sicher zum Schicksalsberg zu kommen. Damit würden wir Mittelerde befreien, selbst wenn wir dabei starben. Was wir auch tun würden, wenn Frodo scheiterte.
    Thuringwethil knurrte zustimmend. Ich wusste, sie würde mir folgen, egal wohin. Zu Aragorn sagte ich: "Ich folge dir, und Thuringwethil ebenfalls. Selbst wenn wir die einzigen sind."
    Die anderen schlossen sich nach und nach an.
    Also sammelten wir ein letztes Mal unsere Heere.

    3
    Am Abend vor dem Ritt zum Schwarzen Tor konnte ich nicht schlafen. Auf leisen Sohlen schlich ich in Richtung der Gärten. Auf dem Weg dorthin kam ich an den Häusern der Heilung vorbei. Noch immer waren sie voll mit verwundeten Soldaten. Ich war froh, dass es Merry mittlerweile besser ging. Leider so gut, dass er uns morgen zum Schwarzen Tor begleiten würde. Morgen würden so viele sterben...
    Ich lies mich auf eine Bank fallen. Wenn Thil, Legolas, Gimli, Gandalf, Aragorn oder einer der Hobbits starben, würde ich mich kaum über mein eigenes Überleben freuen, falls ich nicht im Kampf fiel. Schon bei dem Gedanken daran, dass Merry dabei sein würde, zog sich mein Magen zusammen. Aber was konnte ich schon tun? Ich konnte ihn nicht fesseln und einsperren. Außerdem würde ich selbst bei der Schlacht nicht fehlen wollen. Nicht, wenn alle meine Freunde in den Tod ritten. Hinter mir hörte ich Schritte. Ich wandte den Kopf und sah in Merrys Gesicht.
    "Was machst du um diese Zeit hier?", fragte er verwundert und setzte sich neben mich.
    "Ich kann nicht schlafen und will ein letztes Mal noch die Ruhe genießen."
    "Ich auch. Die Gärten hier sind wunderschön, nicht? Fast wie im Auenland." Er lächelte leicht.
    "Erzähl mir vom Auenland. Ich habe es lange nicht gesehen."
    "Warum warst du nicht dort in letzter Zeit? " "Meistens bin ich in den letzten sechzig Jahren in den Bergen gewesen. Manchmal haben Thuringwethil und ich Flüge nach Bruchtal, Lórien, Isengart oder Düsterwald gemacht. Drachen sind nicht über gern gesehen. Du hast doch noch nicht viel von ihnen gehört, oder? Viele wissen nicht einmal, dass es Drachenelben gibt oder zumindest gab. Daher können wir uns nicht oft sehen lassen; wenn wir reisen, dann nachts und sehr hoch in der Luft. Außer einigen Elben und Menschen wusste niemand von Thil und mir. Mit einem Drachen kommt man zwar schnell von Ort zu Ort, aber es ist schwer, sich eine Gegend genau anzusehen."
    "Ich verstehe. Aber du könntest uns mal im Auenland besuchen. Für Thil ist in unseren Hobbithöhlen zwar kein Platz, aber sie schläft ja eh lieber unter freiem Himmel."
    Merrys Augen leuchteten. Ich grinste. "Nun gut. Wenn wir den morgigen Tag überstehen, werden Thuringwethil und ich bald ins Auenland kommen."
    Die Sonne schimmerte am Horizont. Bald würde es beginnen. Merry bemerkte es ebenfalls und sah mich an. Dann beugte er sich zu mir, bis unsere Nasen sich beinahe berührten. Mein Herz begann, schneller und schneller zu klopfen...
    "Elariel! Wo bist du?"
    Hastig stand ich auf. "Tut mir leid, ich muss zu Thil."
    Mit schnellen Schritten verließ ich den Garten. Hatte Merry mich eben fast geküsst? Mein Kopf war voller Fragen. Warum ausgerechnet jetzt? Hätte Thil nicht etwas später rufen können? Seufzend rieb ich mir über die Arme und eilte zu meiner Drachin.

    4
    Mae govannen, mellyn nín.
    Dies ist sehr wahrscheinlich der vorletzte Teil dieser FF. Ich bin ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Die Geschichte um Elariel und ihre Abenteuer in Mittelerde hat anfangs so viel Anklang gefunden. Und jetzt? Kaum mehr ein Kommentar. Ich danke Blutmond, Lydia und den wenigen anderen, die das hier noch lesen. Ich hoffe, es gefällt euch.
    Bis bald, eure Lonukira

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