Warrior Cats-Rußpelz~my life as a Warrior~

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1 Kapitel - 16.274 Wörter - Erstellt von: Kristall - Aktualisiert am: 2016-09-12 - Entwickelt am: - 278 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Vor langer Zeit verletzte sich die junge Schülerin Rußpfote und konnte nie ihrem Wunsch nachkommen Kriegerin zu werden. Doch was hätte sich geändert wäre sie Kriegerin geworden? Wäre sie mit Feuerherz zusammen gekommen? Hätte der Clan nach Gelbzahn noch eine Heilerin? Wäre Rußpelz vielleicht vom Bösen geholt worden? Dies stellt sich erst spät heraus doch...Rußpfote wird endlich ihrem Wunsch nachkommen und als Rußpelz Kriegerin.

    1
    Prolog

    Du kannst nie Kriegerin werden" leise und voller Trauer klang die Stimme eines feuerroten Katers. ~Nein, nein das kann nicht sein! Ich werde Kriegerin! Die größte Kriegerin die der Clan je gesehen hat!~ Verzweiflung machte sich in der grauen Schülerin aus. Panisch glitt ihr Blick durch den kleinen Bau. Die Blicke der Katzen waren dem Boden gewidmet. "Ich werde Kriegerin! Ich werde jeden Tag trainieren! Ich zeige euch dass ich es schaffe! Und dann werde ich die beste Kriegerin die der Clan je gesehen hat!". Ihre Stimme war schrill vor Angst und Verzweiflung. Sie hatte ihre Entscheidung getroffen. Ihre blauen Augen waren den Ausgang gewidmet durch den die sanften, letzten Strahlen schienen. Sie stütze ihre Vorderpfoten in den Farn ihres Nestes und drückte sich mit letzter Kraft hoch. Ein Schmerz durchzuckte ihren Körper doch sie würde nicht aufgeben. "Rußpfote du sollst dich schonen!" Brummte nun eine dunkelgraue, verwuschelte Kätzin. "Bringt..doch..eh..nichts.." zischte die verletzte Kätzin zwischen ihre zusammen gepressten Zähnen hervor und richtete sich auf. Der Schmerz war kaum zu ertragen der sich langsam von ihrem Bein in den gesamten Körper verbreitete. Wenige Herzschläge später glitt sie wieder in das Nest, doch sie hatte es geschafft, sie hatte gestanden. Ein Hoffnungsschimmer in dem düsteren Himmel ihrer Zukunft. Sie würde Kriegerin werden.

    Kapitel 1

    Rußpfote stemmte die Pfoten in den Farn der ihr als Nest diente."Rußpfote" brummte die alt bekannte Stimme von Gelbzahn, der missgelaunten Heilerin des Donnerclans in dem Rußpfote ihr Leben lebte "es ist Zeit für deine Übungen die du unbedingt machen willst obwohl sie nichts helfen werden". "Sie helfen jetzt schon, Gelbzahn, ich kann schon deutlich besser laufen und es tut fast nicht mehr weh" antwortete die aufgeweckte Schülerin und ließ ihren Blick zu der dunkelgrauen, zerzausten Kätzin wandern. "Wenn du meinst, wir laufen heute durch den Wald" ohne auf eine Antwort zu warten schlüpfte die ältere Kätzin aus den Bau dicht gefolgt von der seufzenden und kopfschüttelnden, jungen Schülerin. Draußen wurden die abgefangen von einem feuerroten Kater, Feuerherz, dem Mentor der Verletzten. "Wie geht es dir Rußpfote? Wie läuft das Training?" Fragte jener während er der Schülerin freundschaftlich über die Ohren leckte. Ein angenehmes Kriebbeln machte sich in der hellgrauen Schülerin breit und nur knapp konnte sie ein Schnurren unterdrücken. "Es läuft gut! Sehr gut sogar!" Meinte sie anstelle und sprang fröhlich in die Luft, hätte sie das besser gelassen. Dumpf kam sie auf dem plattgetrampelten Boden auf und ihr verletztes Bein gab dem Gewicht nach. "Mäusedung" brummte sie als sie sich mit Staub im Pelz wieder aufrichtete. "Ich sagte dir du sollst vorsichtig sein" erklang genervt und tadelnd die Stimme der Heilerkatze doch Rußpfote ignorierte sie. Ihre blauen Augen starrten in die aufgerissenen und besorgten Augen ihres Mentors. "Ist alles in Ordnung?" ~Er macht sich Sorgen um mich~ dachte sie, drohte in den strahlenden Augen zu versinken und brachte ein "klar, alles ist gut" heraus. "Feuerherz", das war Graustreif, der Mentor von Farnpfote, Rußpfotes Bruder und Freund von Feuerherz. "Was ist?" Fragte eben jener, grünäugige Kater und hatte so die Aufmerksamkeit von seiner Schülerin abgewandt. Trauer machte sich in Rußpfote breit die nun langsam zu dem ungeduldigen Gelbzahn lief die am Eingang ihres Lagers wartete.


    Kapitel 2

    Langsam holte die rauchgraue Kätzin die Heilerin ein. "Du hättest warten können" schnaufte sie außer Atem. "Damit ich mit ansehen muss wie du Feuerherz begaffst?" "W..woher weißt du das?" ~Nein! Wenn sie es weiß...dann weiß es bald der Clan! Das darf nicht passieren!~ Panisch huschten die Gedanken von Rußpfote von einem zum nächsten Szenario. "Hörst du das auch?", Rußpfote schreckte aus ihren Gedanken auf "ähm was?". Verwirrt schaute Rußpfote Gelbzahn an "das Rascheln" meinte diese leise. Erst jetzt viel Rußpfote das leise rascheln auf das näher kam. Plötzlich brach ein monströses, weiß-schwarzes Biest durch das ruhige Unterholz. Der Dachs stürzte sich auf Gelbzahn, Rußpfote stand hilflos daneben. Der Dachs hob die Pfote zu einem tödlichen Schlag. Ohne auf ihre Hinterpfote zu achten sprang Rußpfote auf das breitschultrige zerzauste Ungetüm und verbiss sich in dessen Schulter. Laut und schmerzerfüllt drang das Jaulen des Dachses, das sich mit dem Schreien und Kreischen von Gelbzahn verschmolzen hatte durch den Stillen Wald. ~Bald mussten sie kommen, sie konnten das nicht überhört haben~ betete die Rauchgraue Kätzin zu ihren Kriegerahnen als sie sich wieder auf das Ungetüm stürzte. Schon bald hatte der Dachs sie wieder abgeschüttelt und drückte sie auf den Boden. Keinen Herzschlag später durchzuckte sie ein Schmerz, das letzte was sie sah war ein feuerroter Fellball der laut kreischend aus dem Unterholz des Waldes brach. Alles um sie herum wurde schwarz, der brennende Schmerz ihrer Schulter wurde überlagert von dem dröhnen ihres Kopfes und dem stechenden Schmerz ihres Hinterbeins.

    Kapitel 3

    Eine Welle Schmerz durchströmte jedes Glied von Rußpfote als ein Druck an ihrer Schulter sie aufschrecken ließ. "Ganz ruhig" brummte eine wage, dunkelgraue Gestalt die sich vorsichtig an der verletzten Schulter zu schaffen machte. Langsam wich das verschwommene Grau den Konturen und Bernstein Augen von Gelbzahn. "W-wo sind wir?" verwirrt schaute sich die junge Schülerin um. Ihr Kopf huschte von der einen zur anderen Seite und löste eine Übelkeit aus. Gelbzahn hob den Kopf und ihre Augen hafteten an einem Fleck hinter der rauchgrauen Schülerin. Leise Pfotenschritte liefen schnell auf Rußpfote zu "wie geht es ihr?" murmelte eine tiefe Stimme, die das Herz Rußpfotes entflammen ließ, besorgt "gut " meinte sie, bedacht darauf keine weiteren Emotionen in ihrer Stimme klingen zu lassen. "Du bist wach?" leicht stupste eine Nase Rußpfotes Flanke. Ein schmerzender Stich bohrte sich durch ihre Glieder bis zu ihrem Herzen. Versucht nicht zu wimmern nickte sie als Antwort und fixierte Gelbzahn die stumm das Geschehen beobachtete. "Du wirst dich ausruhen müssen. Es war Mutig und eine wahre Kriegertat von dir mich zu beschützen aber deinem Bein hat dies wahrscheinlich geschadet." ein leichter Unterton war zu vernehmen. Besorgnis klang dort in der trockenen, gewohnt brummenden Stimme mit. Der blaue Blick von Rußpfote glitt über ihr Fell, vereinzelt waren verklebte Fellstellen zu erkennen von denen ein feiner Kräuterduft ausging. Erst jetzt vernahm Rußpfote den schwachen, schallen Geruch von ihrer Mutter, Frostfell und auch Feuerherz Duft schien nur noch schwach in der Luft zu hängen. Schnell bemerkte sie jedoch dass nur ein Haufen ihr fremder, stark duftender Kräuter plötzlich vor ihrer Nase lag. "Iss" miaute Gelbzahn die scheinbar mit den Gedanken schon woanders war. Rußpfote musterte schnell die alte Heilerin und entdeckte auch in ihrem Fell vor Kräuter verklebte Stellen. Allmählich begann sie auf den unwohl riechenden Kräutern zu kauen und musste sich beherrschen sie nicht wieder auszuspucken. Nur mühsam bekam sie den kleinen Kräuterbrei zu schlucken und bemerkte wie ihre brennenden und schmerzenden Muskeln langsam tauber zu werden bis auch ihre Augenlider sich langsam wieder verschlossen und sie in einen Traum abdriftete.

    Kapitel 4.

    -Dunkle Schatten zogen sich durch den friedlichen Wald als Rußpfote die Augen öffnete. Gestalten zogen an ihr vorbei fuhren mit eingezogenen Krallen über ihre empfindlichen Wunden. Sie wollte fliehen, nach Hilfe schreien doch ihre Pfoten schienen sich keine Mäuselänge zu bewegen, ihr Bein pochte vor Schmerz als eine fremde, kleine Gestalt vor ihr auftauchte und hämisch die Krallen über ihr Gesicht rasen ließ. Sie riss ihren Mund für einen Schmerzensschrei auf doch nichts verließ ihren Mund.-

    Rußpfote schreckte aus dem düsteren Traum auf. Ihre Krallen gruben sich in das Farn, wenige Herzschläge später hatte sie sich auf die Pfoten erhoben. Der Schmerz erfüllt jede Faser ihres Körpers, die Luft verließ zischend eben diesen und die Zähne waren fest zusammen gedrückt. Nur langsam schaffte sie es ihre Pfoten zu bewegen, ihren Traum fest in ihren Gedanken verankert schleppte sie sich zum Ausgang des Heilerbaus. Ihr Blick huschte dort angekommen über das Lager. Ihr Herz schien stehen zu bleiben und in tausend Stücke zu zerfallen als sie das feuerrote Fell ihres Mentors dicht neben Sandsturms Fell sah. Das leise Schnurren das aus den Kehlen beider kam ließ sie zurück zucken und in den Heilerbau zurückfallen. Ihr Blick haftete starr an der felsigen Wand, der Schmerz der durch ihre Glieder führte schien dumpf zu sein als sich ihr kleines Herz zusammen zog. ~Er liebt mich nicht...~ die Welt um der rauchgrauen Kätzin schien stehen zu bleiben und der kleine Strahl Hoffnung in ihr schien zu erloschen. Langsam robbte sie wieder in ihr Nest, rollte sich dort zusammen und die Trauer in ihr wich langsam der Entschlossenheit, sie würde Feuerherz beweisen das sie besser war als Sandsturm, geschickter und ruhiger, netter und sanfter. Allmählich kehrte der unerträgliche Schmerz in ihre Glieder zurück. Ihre Gedanken waren wie benebelt, sie konnte keinen klaren Gedanken fassen. ~Ich werde die größte Kriegerin..dann muss er mich lieben..dann muss er mich einfach sehen..~ Gedanken flogen durch ihren Kopf, Ideen, Bilder und Erinnerungen.

    Kapitel 5

    Trauer umfasste das Herz der kleinen, verletzten, rauchgrauen Kätzin als einer Stimme sie aus ihren Gedanken riss "Rußpfote, ich soll dir Beute bringen!" hallte der bekannte Klang von Wieselpfotes Stimme durch den kleinen Heilerbau, das Schallen seiner Pfoten auf dem kargen Boden kamen näher. Rußpfote schloss die Augen ~geh! Ich will alleine sein..denk bitte ich Schlaf~ "Rußpfote?" fragte der schwarz-weiße Kater leiser, die Quelle der Stimme lag nah an Rußpfotes Ohr. Die graue Schülerin verlangsamte ihren Atem, ließ die Muskeln verschlafen, schon bald vernahm sie ein leises Schnaufen, dann das Geräusch einer Maus die zu Boden fiel und schon entfernten sich die Pfotenschritte von Wieselpfote bis sie im Eingang des Baus verklangen. Kurz erfasste die Erleichterung das Herz von Rußpfote doch schon bald meldete sich ihr knurrender Magen. Gerade als sich die verletzte Schülerin der saftig duftenden Maus zuwenden wollte erklangen neue Pfotenschritte und das Licht das durch den Eingang schien wurde von einer Gestalt durchbrochen. Ihr Bruder Farnpfote stand im Eingang des Baus und blickte sie an "du bist also doch wach, Wieselpfote meinte du schläfst " schnurrend kam der Wurfgefährte näher zu Rußpfote "ja..bin gerade aufgewacht" bemüht die Trauer und den Schmerz aus ihrer Stimme zunehmen blickte sie den Kater an. "Willst du auch was?" mit einem Stoß der Voderpfote lud Rußpfote Farnpfote ein sich die Beute zu teilen. Ein hungriger und gieriger Funke lag in den Augen des Schülers als dieser nickte und sich neben Rußpfote niederließ. Für die wenigen, schweigsamen Momente des Mahls wirkte Rußpfotes kleine Welt wieder heile, sie vergaß kurz ihre Wunden, den Traum und Feuerherz und konzentrierte sich auf die Maus und ihren schmatzenden Bruder. "Wie geht deine Ausbildung voran?" fragte die blauäugige Schülerin als sie sich halbwegs sattgegessen hatte "gut, Graustreif trainiert endlich wieder mit mir und Maispfote ist eine gute Kämpferin, musste ich am eigenen Leib erfahren und ich kann schon jede Beute fangen!" stolz schwoll sich die Brust ihres Bruders "Graustreif sagt wenn ich so weiter trainiere werde ich bald Krieger" ein Schnurren entwich Rußpfote das jedoch schon bald von einem Klos gestoppt wurde. Ihr fiel wiedereinmal auf wie weit sie mit dem Training hinterher hinkte. Würde sie jemals Kriegerin werden? Was wenn nicht? Die Fragen hatten sich in ihren Gedanken festgesetzt. Sie bemerkte nicht wie sie langsam in die schwärze des Schlafes glitt.

    Kapitel 6

    Schweißgebadet erwachte Rußpfote, ihr grauer, sonst zerzauster Pelz klebte an ihrer Haut, ihr Atem verließ schnell ihren Körper. Sie sprang auf, ein Zischen entwich ihr und mit zusammen gebissenen Zähnen stolperte sie zu der Lichtquelle die den Ausgang des Baus kennzeichnete. Eine mahnende Stimme erklang dumpf in ihren Ohren "Rußpfote, du sollst dich ausruhen und nicht aus dem Bau!" die gelben, bekannten Augen von Gelbzahn tauchten vor ihr auf und drang sie langsam wieder zu dem zerdrückten Farn ihres Nestes "a-aber..a-aber..." stotterte die Kätzin die in das Nest fiel und zitternd versuchte ihre Gedanken zu ordnen. "Kein aber! Du bist verletzt und das nicht nur an deinem Bein." Rußpfote starrte an der alten Heilerin vorbei. Das Licht schien in ihre Augen, ihre Stimme setzte brüchig erneut an "d..die K-katze sind s-sicher schon b-bald h-hier.." hauchte sie schon fast und ließ ihren Blick unsicher zu Gelbzahn die sie nur anstarrte "wer? Wer kommt?" "D..der kleine schwarze K-kater.." kurz erschütterte ein Schauer ihren Rücken, die Schmerzen und die Trauer war kurz vergessen den die kalte Furcht stand ihr im Gesicht. Das kurze, angespannte Schweigen das zwischen den Kätzinnen einkehrte "..gut" kam es schließlich von Gelbzahn die nach kurzem Überlegen glitt die Heilerin aus dem Bau. Rußpfote spürte die Einsamkeit in ihr Herz schleichen, der Schmerz und die Trauer kehrten in sie zurück und ihr blauer Blick war starr der Wand gewidmet, kein Gedanke, keine Frage die in ihrem Kopf schwirrte konnte sie klar fassen.

    Kapitel 7

    Rußpfote erhob sich, den Schmerz und die Verzweiflung ignorierend, langsam schleppte sie sich zu dem Ausgang, der Hoffnungsschimmer verblasste vor ihrem Inneren Augen. Gedankenverloren stoß sie in ein weißes Wesen hinein und landete auf dem staubigen Boden. Sie erhob den Kopf und erkannte ihre Mutter Frostfell "du kannst laufen?" Freude schimmerte in den Augen der Kriegerin. "Etwas..." der Schimmer Freude verblich und wich Besorgnis "was ist denn los?". Rußpfote starrte an ihrer Mutter vorbei, sie erhaschte einen Blick auf das Lager, der graue Pelz von Gelbzahn erschien neben einem grau-blauem Fell und einem braun getigerten Kater. Sie unterhielt sich anscheinend mit Blaustern, der Anführerin des Clans und Tigerkralle, dem Zweiten Anführer. "Rußpfote?" die Stimme ihrer Mutter zog sie wieder in den steinernen Heilerbau. "Ähm..ja..nichts" murmelte sie, gedankenverloren. Wie so oft konnte sie keinen klaren Gedanken fassen, Fragen ohne Antwort schwirrten ihr im Kopf herum
    ~Werde ich je Kriegerin? Wer ist dieser Kater? Wieso bekommen ich diese Träume?~
    Ein Schauder lief ihr über den Rücken bei dem Gedanken nie Kriegerin zu werden. Die alt bekannte Trauer erfasste ihr Herz, ohne den Verwirrten Blick ihrer Mutter zu beachten wandte sie sich wieder zu ihrem Nest, schleppte sich langsam dorthin und rollte sich zusammen. Ihre Augenlider erschwerten sich und sie glitt in einen traumlosen Schlaf.

    Wenige Herzschläge später, wie Rußpfote es erschien, hörte sie leise Stimmen die in ihren Ohren halten.
    "..bist du dir sicher dass sie die Wahrheit sagt, Gelbzahn?"
    "Ja, sie hätte so etwas nicht spielen können"
    Langsam erhob die rauchgraue Kätzin den Kopf, schlug die blauen Augen auf. Verwundert wandten sich die Köpfe der zwei älteren Katzen zu ihr.

    Kapitel 8

    "Du bist wach" der blaue Blick Blausterns bohrte sich in Rußpfotes Fell "ja.." "deine Träume, Gelbzahn hat mir davon erzählt, wie sah der Kater aus? " ~wieso sollte ich dir das erzählen..? Ich werde nie Kriegerin und kann den Clan nicht davor beschützen!~ Rußpfotes Blick wanderte durch den steinernen Heilerbau, sie stemmte sich hoch und stellte sich auf, sofort spürte sie den stechenden Schmerz ihren Körper durchlaufen, in jeden Fleck fliehen, die Sinne benebeln. "E-er ist klein, hat schwarzes Fell und grüne Augen " leicht zitterte ihre Stimme, der Blick ruhte jedoch bestimmt auf Blaustern die stumm der Beschreibung lauschte. Ein Nicken verriet der rauchgrauen Kätzin das Blaustern verstanden hatte, kurz darauf wandte sich die Anführerin um und schritt in das Licht das von dem Ausgang her in den felsigen Bau schien. "Rußpfote", die raue Stimme von Gelbzahn erklang aus den Schatten, ihre gelben Augen schienen aus der Dunkelheit heraus. "Wann darf ich wieder trainieren..?", Lustlosigkeit schwing leicht in ihrer Stimme mit, ein dumpfer Schmerz ging von ihrer Schulter aus "heute kannst du schon wieder laufen, renne nicht und geh nicht alleine in den Wald", brummend wandte sich Gelbzahn ab, zu den Kräutern die in einigen, kleinen Steinspalten lagerten. Langsam schleppte sich die graue Kätzin aus dem Bau, die Sonne blendete sie als das Lager sich vor ihren Augen ausbreitete. Katzenköpfe drehten sich verwundert zu der Schülerin, leises Getuschel breitete sich auf der Lichtung des Lagers aus, Katzen beobachteten jeden Schritt der blauäugigen Kätzin die langsam humpelnd durch das Lager streifte. "Es heißt die kann nie wieder Kriegerin werden"
    "Angeblich soll die komische Träume haben "
    "Sie isst uns nur die Beute weg und tut nichts..!"
    Das Getuschel verstummte als Rußpfote, mit festem Blick der über die Katzen streifte, begann zu sprechen, "ich werde Kriegerin! Meine Verletzungen sind bald verheilt und das Training kann ich wieder aufnehmen!" ~Ich zeige es euch! Ich zeige es euch allen! Ich werde Kriegerin, Anführerin, die beste die ihr je gesehen habt!~ Wut und Zorn spiegelten sich in ihrem Inneren wieder, Dunkelheit umschloss für einen Herzschlag ihren Körper. Nicht auf die verwunderten und zweifelnden Blicke achtend wirbelte die Schülerin herum und stapfte wieder zum Heilerbau, das Humpeln versucht zu unterlassen ~ich zeige es allen! Allen!.~

    Kapitel 9

    Wut benebelte die Gedanken von Rußpfote, den Schmerz hatte sie vergessen, die Trauer verdrängt. "Gelbzahn, wann darf ich wieder trainieren?", laut hallte die Stimme der Kätzin durch den stillen Bau, der von Narben gezeichnete Kopf der Heilerin erschien aus dem dunklen, "du kannst heute Übungen für dein Bein machen, nicht über anstrengen", brummend fügte sie den letzten Satz hinzu. Leicht nickend stellte sich die rauchgraue Kätzin hin, langsam streckte sie sich, versuchte ihr Bein normal zu verwenden, zuerst langsam, dann immer schneller dehnte und belastete sie ihr vernarbtes Bein. Die Schmerzen durchzogen ihre Glieder, ihre Augen schauten glasig vor Schmerz, Trauer und Wut auf die grauen Wände des Heilerbaus, Einsamkeit hatte sich unter ihr Pelz geschoben, Trauer das Herz umschlossen, Verwirrung die Gedanken benebelt. Die Sonne schien hell auf ihren Pelz, die Geräusche des Lagers erklangen in ihren Ohren, "Gelbzahn, Einauge klagt über Schmerzen", Langschweifs Stimme erklang gedämpft, weit weg, das graue Fell von Gelbzahn schob sich an Rußpfote vorbei. "Graustreif gehen wir jagen?", die Stimme ihres Bruders, unbeschwert und frei, versetzte Rußpfote einen Stich ~wieso habe ich das gemacht? Wieso habe ich nicht zugehört? ~Traurig senkte Rußpfote den Kopf. Stille eroberte ihre Gedanken, stumm betrachtete sie das Nest unter ihren Pfoten, langsam senkte sie den Kopf, ihre grauen Pfoten hoben sich von den grünlich gelben Farnwedeln ab. Ohne ein Wort zu verlieren schloss sie die Augen, stillschweigend saß sie dort, die Zeit vergessend blendete sie die Umgebung aus, erinnerte sich an die Tage in den Kinderstube. In Gedanken versunken starrte sie auf ihre Pfoten, "Rußpfote?". Überrascht riss die angesprochene Schülerin den Kopf zum Eingang, das feuerrote Fell von Feuerherz leuchtete im Sonnenlicht. ~Er..er kommt zu mir?~ Freude breitete sich in Rußpfote aus, das bekannte Kribbeln durchzog den Körper der jungen Schülerin, "ja?" "Weißt du wo Gelbzahn ist? Sandsturm ist in einen Dorn getreten und es hat sich anscheinend entzündet", Besorgnis lag in Feuerherz Augen. Die Enttäuschung verbergend nickte Rußpfote, "Ältestenbau"
    "Danke", der Kopf des Katers verschwand im blassen Licht.

    Kapitel 10

    Die rauchgraue Flanke von Rußpfote hob sich langsam und regelmäßig, ihre Augenlider zuckten, die Schwärze des Schlafes hatte ihren Verstand fest in den Klauen. Ein Knall zerstörte die Ruhe des Waldes, knapp gefolgt von weiteren, lauten Knallen, die Augen der Schülerin sprangen auf, schnell hatte sie sich, wenn auch mühsam, auf die Pfoten erhoben. Zögernd und doch neugierig trat die Schülerin auf die Lichtung, ein helles flackern erhellte den düsteren Himmel, ein rotes Licht zerstreut sich, bedeckten den Himmel. Weitere, zischende Lichter durchzogen den Himmel, laute Blitze erhellten die stille Nacht, Funken bedeckten die schwarze Nacht, bleich schienen die Sterne, das Mondlicht überdeckte den Himmel, weitere Katzen stürmten in das Lager. "Was ist passiert?" "Sind die Jungen in Sicherheit?", panisch schrien die Clankatzen, versucht darauf die Lichter zu übertönen. Stumm setzte sich Rußpelz hin, wie versteinert schaute sie in den Himmel, blaue Funken verblassten, glühend schien der Himmel die Lichter zu verschlucken. Laute Schreie übertönten die Lichter, der Blick von Rußpfote, der wie gebannt dem Himmel gewidmet war, wendete sich langsam dem Wald zu, durch das dichte Gehölz bahnten sich Funken den Weg, fröhlich hallte das Lachen der Zweibeiner durch die Kälte. Verzaubert von Glanz und Licht schienen Rußpfotes Probleme zu verblassen, langsam vergaß sie alles um sich herum, die Kälte, der Hass, die Verletzung, die Träume, alles schien im hellen Licht und Funkeln zu verschwinden. Lange saß die rauchgraue März fasziniert von dem Glanz im Getümmel des panischen Clans, wie in einer anderen Welt.

    Kapitel 11

    Langsam erhob sich die junge Schülerin, niedergeschlagen starrte sie auf ihr verletztes Bein, dunkle Gedanken verklebten ihre Freude. Allmählich schob sie sich aus dem erwärmten Bau hinein in die Kälte des Lagers, die Blicke ihrer Clangefährten schienen sich in ihr Fell zu brennen. Tief zog sie ihre Luft ein, trat hinaus, langsam und versucht geschmeidig setzte sie ihren Weg zu dem Lagerausgang. "Rußpfote du solltest das Lager nicht alleine verlassen, das könnte Gefährlich werden", die Besorgnis in der Stimme schien Rußpfotes Herz heller erleuchten als die Lichter der vergangenen Nacht, "ach dort passiert schon nichts..". Der Kopf wendete sich langsam dem Lagergeschehen zu, das feuerrote Fell ihres Mentors ließ sie die Sorgen vergessen. Zögerlich hielt sie ihren Blick auf Feuerherz, dessen grüne Augen auf ihr ruhten, "was willst du den in dem Wald?" "Trainieren..". Schnell veränderte sich die Stimmung des Katers. Schon stand er neben ihr, Fell an Fell, "dann mal los".

    Kapitel 12

    Im Wald angelangt führten ihre Pfoten weiter durch das Unterholz, der Schnee lag auf den zierlichen Ästen des Waldes, die wenigen Laute der Beute hallten durch die kalte Stille. Zweifel schlichen sich in Rußpelz Gedanken, langsam glitt ihr Blick hinüber zu dem feuerroten Kater. Sie stoppte ihren Gang, blickte hinunter zu dem weißen, reinen Boden, "Feuerherz..?"
    "Ja?"
    "...glaubst..glaubst du ich werde eine Kriegerin..?", den Blick zu der Schülerin wendend nickte der Kater, "Rußpfote, du bist eine der wenigen Katzen die trotz allem nicht aufgegeben haben..wenn es jemand verdient hat Kriegerin zu werden dann du!". Aufmunternd stupste er die Kätzin an, das Fell der rauchgrauen prickelte, Wärme durchfloss ihren erkalteten Körper, für einen Wimpernschlag schien die Zeit zu stoppen. Entschlossenheit verjagte für wenige Momente die Unsicherheit, die Angst vor der Zukunft, "Danke..". Stumm liefen die zwei Katzen weiter, Rußpfote ließ ihre blauen Augen über den in weißen Schnee gehüllten Wald gleiten, die Stille umschloss ihr Herz, ihre Gedanken hingen in der Vergangenheit. Zum wiederholten Male stoppte der Gang der Katzen, vor ihnen breitete sich der Fluss aus, die verschneiten Sonnenfelsen lagen friedlich vor dem Beginn des Waldes, leise erklang das Rauschen des Flusses. Ihre Nase dem Himmel zugewandt entdeckte Rußpfote den frischen Geruch nach Maus, schon bald verkündete sie leise ihre Entdeckung. Wie von selbst sank sie in Jagdposition, glitt langsam auf die Quelle des Geruches zu. Ihr verletztes Bein gab dem Gewicht nach, mit einem dumpfen Geräusch landete sie auf dem kalten, steinigen Boden. Ein leises Quicken verkündete die Flucht der Beute, bald erblickte sie die grünen, besorgten Augen ihres Mentors, "geht es dir gut?", mit einem Nicken bejahte die Schülerin die Frage, stand schon bald wieder auf den Pfoten, ~schwach~, Trauer und Enttäuschung über ihre Leistung breitete sich in Rußpfote aus.

    Kapitel 13

    Den Kopf hoch erhoben schritt Rußpfote in das Lager, eine Maus hing schlaff zwischen ihren Zähnen. Den Blick durch das Lager gleitend ging sie Kopf voraus zu dem Haufen toter Beutetiere, leises Geflüster begleitete ihren Weg. "Rußpfote!", fröhlich funkelten die Augen ihres Bruders, "du hast was gefangen, siehst du, ich wusste das du Kriegerin wirst", stolz leckte er ihr über den Kopf, ein Schnurren drang aus seiner Kehle. Frohsinn durchflutete den Körper der Kätzin, "wenn du so weiter trainierst werden wir zusammen Krieger!", ohne weitere Bedenken hatte die Worten den Mund des goldbraunen Katers verlassen. Langsam senkten sich die Ohren der rauchgrauen Kätzin, "..sicher", die Trauer hatte Einzug in ihrem Herzen gefunden, ihr Kopf senkte sich langsam, "aber ob ich Kriegerin werde weiß nur der Sternenclan.."
    "Du wirst sicherlich Kriegerin! Wo ist dein Kampfgeist geblieben? Früher warst du die beste im Kämpfen, damals in der Kinderstube!"
    "Damals war ich auch noch nicht verletzt", verbittert fauchte die graue Kätzin die Worte heraus, schob sich an dem verwunderten Kater vorbei, "aber Rußpfote so meinte ich das nicht..", die Worte ignorierend schob sich die Kätzin weiter. Die Bernsteinaugen von Tigerkralle ruhten auf ihr, "du zweifelst? Wie schwach", brummte seine tiefe Stimme, "ich bin nicht schwach", sie legte die Maus zu dem Rest des Haufens. Nur kurz hatte sie den Stolz und den Frohsinn gespürt, düster dachte sie an ihre Zukunft. Ihre Gedanken schweiften zu den ewig langen Sonnenaufgängen mit denen sie im Bau der Ältesten lag, umgeben von halbtoten, vor sich hin meckernden Katzen. Erst ein genervtes Schnauben riss sie aus ihren Überlegungen, "geh aus dem Weg unnütze Katze". Überrascht drehte sie sich zu der Quelle, vor ihr ragte ein dunkler Kater, "Dunkelstreif", brummte sie, "geh doch selber weg".

    Kapitel 14

    Das bleiche Mondlicht sickerte in den Bau, ließ die Steine wie Silber erscheinen. Langsam öffneten sich die blauen, strahlenden Augen der grauen Schülerin, deren Blick langsam durch den Bau glitt und an dem zerzausten Fell der Heilerin hängen blieb. ~Sie schläft~ vorsichtig, darauf bedacht kein Geräusch zu erzeugen, erhob sich Rußpfote auf die Pfoten, schlich leise aus dem Bau. Die Leere Lichtung breitete sich vor ihren Augen aus, die Stille hielt das Lager in ihren eisigen Krallen. Ohne ein Geräusch humpelte sie hinaus in den Wald als leises Gemurmel an ihr Ohr drang, "..sie werden dafür büßen. Büßen was sie auch angetan haben..", zögernd blickte Rußpfote um ein Gestrüpp, ihre Augen erblicken das braune Fell und die breiten Schultern Tigerkralles. Der Kater hatten den Kopf zum Boden gewandt, seine Muskeln spannten deutlich unter seinem Fell, "ich werde euch Rächen, meine Liebe...der Sternenclan hat euch zu früh geholt..der Donnerclan euch getötet", plötzlich riss der Kater den Kopf hoch, richtete die Augen zum Himmel, "ich werde euch drei Rächen..". Wie versteinert stand Rußpfote, der Kater schien sie nicht bemerkt zu haben. Besorgnis flammte in ihr auf, doch schon bald wich Gleichgültigkeit dem Gefühl, ~er würde es sich nie wagen meinem Clan so etwas anzutun!~

    Kapitel 15

    Die dunklen Schatten bedeckten den Boden als eine graue Katze in den Bau huschte, "wo warst du?", durchbrach ein brummen die Stille, "bei einer Mondhochpatroullie in den Wald. Ich wollte trainieren..bis.."
    "Bis was?"
    "Bis ich Tigerkralle gesehen habe, er hat..", unterbrochen von der alten Heilerin stoppte die Schülerin. "Feuerherz hat dir zu viele Spinnen in deinen Kopf gesetzt, ist alles schon wirr vor lauter Spinnennetzen!", abschätzig wandte sich die Kätzin ab, "du solltest schlafen, vielleicht wird dein Kopf dann klar!". Eine bissige Bemerkung unterdrückend ließ die graue Kätzin sich in den getrockneten Farn sinken, die blauen Augen bedecken sich mit grauen Lidern und schon bald schlief sie tief, der Traumlose Schlaf umhing ihre Gedanken. Ein Ruf hallte in ihren Ohren als sie allmählich die verschwommenen Felswände wahrnahm. Die gleißende Sonne schien in den Bau hinein, erwärmte ihr graues Fell, ein kalter Wind ließ sie erzittern. "Braunstern wird angreifen, wir müssen uns vorbereiten! Älteste und Junge in die Kinderstube, Königinnen und Schüler davor!", der Ruf von Feuerherz ließ die Schülerin aufhorchen, schnell stand sie auf den Pfoten, humpelte flink hinaus auf die Lichtung. Die Blicke der Katzen hingen an dem, von Büschen getarnten, Eingang in dem einen braunen Kater stand. Narben zierten das Fell des verhassten Anführers, "Braunstern!"
    "Du bist also der einzige Krieger im Lager?", Verachtung lag in der Stimme, weitere Katzen schlichen sich hinter dem Kater in das Lager, ihre blutrünstigen Blicke huschten über die Katzen. Weiter hinkte Rußpfote zu den Reihen der kampfbereiten Katzen, ein Fauchen empfang sie, "geh in den Heilerbau, Humpelpfote!", die Bernsteinaugen blickten ihr Hasserfüllt entgegen, ein Stich durchbohrte das Herz der verletzten Kätzin. "Ich kämpfe für den Clan, das geht dich einen Mäusedreck an was ich mache!"
    "Sieh ein, du bist eine unnütze, humpelnde Katze die nie für etwas anderes außer rumliegen gut sein wird", knurrend, mit angelegten Ohren funkelten die blauen Augen Rußpfotes, langsam schob sie sich zurück in den felsigen Heilerbau, die Worte des Schülers schwebten in ihrem Kopf. ~Unnütze Katze..nur zum rumliegen gut..ich weiß was der Clan von mir denkt..ich werde es ihnen zeigen..ich werde ihnen zeigen das sie mich nicht so behandeln können!~, die Kampfschreie der kämpfenden Katzen hallten durch den Bau, langsam bohrte Rußpfote ihre Krallen in das Nest. Das vernarbte Fell von Gelbzahn erschien ihm Getümmel, Hass, Verzweiflung und Wut umschlossen die Gedanken der Kätzin, das Gesicht zum Kampf gewandt wollte sie ihre Wut hinaus schreien, heraus rennen zu der von Blut und Fell befleckten Lichtung und dem Clan zeigen das eine Kriegerin, mutiger und stärker als die anderen, in ihr steckte und nur darauf wartete das sie heraus brach. Dennoch blieb sie dort alleine in dem kalten Bau stehen, Einsamkeit eroberte ihr Herz, ihr Blick richtete sich hinauf zu der dunklen Decke, ~wieso Sternenclan? Wieso hast du mir das angetan?~, still schweigend, auf eine Antwort wartend lauschte sie hinein in die Schreie der Katzen. Ihre Gedanken schienen wie fest gefroren, kalt und eisig an dem letzten bisschen Hoffnung klammernd und auf ein Zeichen wartend, doch der Sternenclan, ihre geehrten Kriegerahnen schienen ihre Fragen nicht zu beachten.

    Kapitel 16

    Lange saß die rauchgraue Kätzin im Schatten, blickte hinauf zu der felsigen Decke. Plötzlich durchdrang ein brennender Schmerz ihre Muskeln, braunes Fell durchdrang die graue Welt des Baus. Hoffnung eroberte Rußpfotes Gedanken, ~dies ist meine Chance, meine Chance mich zu beweisen!~, wie von selbst gesteuert erhob sie ihre Krallen, schlug besessen auf den alten Kater ein, Rache war ihr Ziel.

    >Langsam folgte, von Tatendrang nach vorne geführt, dem starken Duft Tigerkralles, vorbei an dem ewigen, schwarzen Weg. Allmählich glitt die Spur näher dem Weg, näher heran an die rasenden Monstern, in der Ferne erschien Tigerkralle, seine Bernsteinaugen fest auf einen Punkt am Boden gerichtet. Die graue, lebensfrohe Kätzin sprintete schneller, die Augen dem braunen Kater zu gewandt. Das weiche Gras unter ihren Pfoten wechselte zu schwarzes Gestein, ein Rauschen, lauter als der größte Fluss. Geschockt weiteten sich ihre Augen als kaltes Metall ihre Flanke packte, der dumpfe Schmerz erschütterte ihren Körper, benebelte ihre Sinne. Das Licht ihrer Augen verblasste, verschwommen nahm sie ein rotes Fell wahr bevor sie in die schwarze Bewusstlosigkeit glitt.<

    ~Er und sein Clan sind an allem schuld! ~, Verzweifelt schlug sie weiter auf den braunen Kater ein dessen Krallen in seiner Flanke hingen. Die Schmerzen ignorierend schlug sie weiter in das braune Fell, ein Schrei Durchschnitt die Stille, den Schmerzensschrei Braunsterns, "Rußpfote, das reicht", Gelbzahns Augen erschienen vor Rußpfote, erst jetzt entdeckte sie die zerfetzten Augen ihres Gegners. "Ich kann nichts sehen! Wo ist das Licht!", panisch schrie der ehemalige Anführer die Worte heraus, entsetzt starrte Rußpfote auf ihre Pfoten, die Schuld bedrückte sie. Ihre Pfoten trugen sie weiter, hinein in die Schatten als ein feuerrotes Fell in den Bau kam, "Gelbzahn, was ist passiert?", Entsetzen klang in der Stimme des grünäugigen mit, sein Blick fest auf den wimmernden Kater geheftet, "ich musste es tun", ohne ein Zittern in der Stimme sprach die Heilerin die Unwahrheit aus, ihr Blick Rußpfote gerichtet.

    Kapitel 17

    Verwundert über die Geste Gelbzahns drang kein Wort aus dem Mund der verletzten Kätzin als ihr Mentor vor ihr stand, "Rußpfote? Geht es dir gut? Rußpfote?", stillschweigend betrachtete sie die von Blut befleckte Lichtung. Angespannt flogen ihre Augen hinweg über die verletzten Katzen, dessen gequälte Gesichter hilfesuchend die Wunden betrachteten, Erleichterung erfasste das Herz Rußpfotes als sie das weiße Fell ihrer Mutter erblickte, diese jedoch schien sie nicht zu bemerken. Ein Seufzten entfloh dem Mund der blauäugigen Kätzin, deren Aufmerksamkeit sich dem feuerroten Kater an ihrer Seite widmete, "ich glaube ich gehe etwas trainieren, ich muss Viel aufholen wenn ich mit Farnpfote Kriegerin werden will"
    "Du solltest dein Bein schonen"
    "Das ist geschont genug"
    "Kannst du laufen? Kämpfen? Jagen? Hören?", bei diesen Worten zuckte die rauchgraue Katze zusammen, ihr Herz erschwerte sich, "n..natürlich..p..probieren kann ich es.."
    "Kannst du es oder nicht?"
    "Ja!", Frust erklang aus der kleinen Stimme, Entschlossenheit schwing in ihr mit. Ohne ein weiteres Wort flitzte sie hinaus in das Grün des Waldes, versucht dem Rot und der Verachtung zu entgehen, den Blicken der Katzen, der Enttäuschung mancher, den Vorwürfen anderer. Ihre Pfoten trommelten sanft auf den belaubten Boden, kühler Wind umspielte ihre Schnauze. Mausgeruch erreichte schon bald ihre Nase, ihre Pfoten stoppte, der Wind schien zu verschwinden, doch die Beute blieb. Leise setzte sie ihren Weg fort, darauf bedacht kein Geräusch zu machen verfiel sie in das Jagdkauern. Vorsichtig schob sie dich weiter mach vorne, ihre Muskeln spielten unter dem grauen Fell, ein leichter Schmerz durchzog ihre Hinterpfote als sie einen Sprung auf die Beute zumachte, schon spürte sie das verzweifelte Wesen unter ihrer Pfote, ein schneller Biss in den Nacken des Tieres beendete das Leben des genannten.

    Kapitel 18

    Stolz erhob sie die getötete Maus, trug sie mit hoch erhobenem Kopf in das vom Kampf verwüstete Lager. Wie so oft kam ihr schon bald ihr Bruder entgegen, seine goldenen Augen trüb vor Trauer, "Frostfell sie...sie..."
    "Ihr ging es gut!"
    "Sie..."
    "Wo ist sie?", die kleine Maus fiel zu Boden, mit einem dumpfen Geräusch prallte sie an jenem ab. Der golden gestreifte trat einen Schritt zur Seite, das von Blitz verklebte Fell ihrer Mutter erhob sich aus dem Grün der verbliebenen, unbefleckten Grashalme. Die Trauer überflutete sie, taumelnd suchte sie den Weg zurück in die Vergangenheit, zurück zu der Wärme der Vergangenheit, ihrem heilen Bein, ihrer unbeschwerten Art, ihrer geliebten Mutter. "D-das kann nicht s-sein..d-das darf nicht sein...Mutter..Farnpfote, sag das es ihr gut geht..bitte...bitte sag es... ", verzweifelt zerbrach ihr verletztes Herz, Mut uns Freude verschwand, Trauer und Unsicherheit bleib als ihr Bruder den Kopf schüttelte, ~nicht du...Mutter...bitte..das darf nicht sein..bitte, wach auf..dass Blut..es ist sicher nicht deins, Gelbzahn irrt sich, sie irrt sich..dass muss es sein!~, unsicher fielen ihre Pfoten auf den Boden, ihr Schweif verklebte sich als sie ihn auf den roten Boden fielen ließ, traurig vergrub sie ihre Schnauze in das Fell, kalte Wärme Empfang diese, der Duft ihrer Mutter hing in der Luft, Blicke brannten sich in ihr Fell doch dies war der trauernden Katze egal, wie versteinert wich sie nicht von der Seite ihrer gestorbenen Mutter, "Mutter...ich verlasse dich nicht...", hauchte sie herein in das Fell, ließ sich neben ihr fallen.

    Kapitel 19

    Die Trauer verkrampfte das Herz der jungen Schülerin ohne Mutter, die Stärke war hinfort, Wut hatte den Platz eingenommen, Rache trieb ihren Kopf nach oben als sie in die Sterne blickte, ~Mama, ich werde dich rächen, ich werde es schaffen~. Ein Ruf hallte über die Lagerlichtung, erschöpfte Katzen krochen aus den Bauen, traurige Blicke streiften die Leiche Frostfells, Rußpfotes Mutter. "Alle Katzen die alt genug sind Beute zu machen mögen sich unter dem Hochfelsen versammeln", schon bald nach diesem Befehl war der Platz vor dem Anführerfelsen bedeckt von Katzenfellen, von vielen war der Geruch nach Kräutern und Blut wahrzunehmen, "Katzen des Donnerclans, viele von euch werden sich fragen was mit dem Verräter Braunstern passiert", unterbrochen von wütenden Katzen stoppte die Anführerin ihre Rede, ein Schweifschnippen ließ den Clan bald darauf verstummen, "wir werden ihm Unterschlupf gewähren, er ist erblindet und so keine Gefahr mehr. Viele verletzte hat die Schlacht mit sich gebracht, wenige Tote, dich trotz allem gibt es erfreuliche Nachrichten, die Jungen von Glanzfell sind nun bereit ihren Schülernamen zu erhalten, Ampferjunges, Regenjunges und Schlammjunges, tretet vor". Verwirrung machte sich in Rußpfote aus, ~wer sind diese Jungen?..ich muss viel verpasst haben~, "das sind Glanzfells Junge, du hast ihre Geburt wohl verpasst, angeblich sollen sie schon jetzt geschickter sein als manch Schüler", flüsterte ihr ihr Bruder zu, ein kurzes, dankbares Nicken war seine Antwort. Die blauen Augen der Kätzin beobachteten wie die drei aufgeregten Jungen ihren Platz vor dem Felsen erreichten, ihre Blicken der Anführerin gewidmet. "Ampferjunges, ab dem heutigen Tag, bis du Kriegerin wirst, wirst du Ampferpfote heißen, deine Mentorin wird Sandsturm, sie wird dich vieles lehren", ~Sandsturm! Wieso, wieso immer sie? Sie wird Kriegerin, Feuerherz und dann auch noch Mentorin..~, Eifersucht verdrängte alles in dem Körper Rußpfotes.

    Kapitel 20

    Schnell richtete die junge Katze ihre Aufmerksamkeit der Versammlung, "..wird mein Schüler sein!", Gelbzahn stand neben der Anführerin, ihre gelben Augen waren dem braunen Kater gewidmet. "Die Versammlung ist beendet", langsam löste sich die dichte Masse an Katzen auf, kleine Gruppen standen am Rande, beglückwünschten die neuen Schüler. Schon bald trugen die Pfoten der grauen Kätzin sie hinüber zu ihrem Mentor, ihre Gefühle versucht zu ignorieren, "Feuerherz? Können wir trainieren?"
    "Du kannst mit kommen. Ich soll eine Patrouille entlang der Flussclangrenze anführen, Regenpfote und Sturmwind kommen mit uns", den Kopf neigend stand sie bald inmitten der drei Katzen, zusammen verließen sie das Lager. Ihre Clangefährten schienen in den Schatten zu verschwinden, ein stechender Schmerz stoß Wellen der Verzweiflung in ihr aus,~ ich darf nicht zurück hängen..nicht schwach wirken. .~, ihre ermüdeten Muskeln bis zum äußerten antreibend rannte sie los als ein blaugrauer Pelz in ihr Blickfeld rückte, "Regenpfote? Was machst du so weit hinten?"
    "Nach dir schauen"
    "Wieso das denn?", die Verwunderung stieg, ~seit wann tun die Katzen so etwas?~, "damit du nicht so einsam bist, bist ja bis jetzt immer im Heilerbau gewesen", seine blauen Augen starrten Rußpfote an, brannten sich in ihren grauen Pelz, "ich bin ja auch verletzt wenn du es nicht mit bekommen hast, Mäusehirn und starr mich nicht so an"
    "Aber dein Schnabel ist doch so interessant!", Belustigung lag in seinen Augen, ein Lachen entfuhr der Blauäugigen, "und meine Federn sind zu schön um weg zu sehen oder wie?"
    "Genau, du hast es verstanden, Lachen kannst du ja sogar auch! Das wusste ich ja gar nicht das.."
    "Ihr sollt nicht quatschen sondern auf Grenzen achten!", eine gestreifte Kätzin stand kurz vor den zwei Schülern, knurrend hatte sie ihre Lefzen bedrohlich zurückgezogen. "Wir kontrollieren nur die Grenzen, Leopardenfleck, ruhig Blut", sprach Sturmwind, schon stand er neben den beiden Schülern, erst hetzt realisierten sie wie nahe sie der feindlichen Grenze waren, "sie haben die Grenze fast übertreten!"
    "Fast, wir haben sie nicht übertreten"
    "Dann sorgt dafür das es so bleibt oder ich verjage euch höchst persönlich!", schon verschwand die Flussclan-Kätzin im Fluss, schien durch das durchsichtige Wasser zu gleiten wie Vögel durch die Luft. "Und ihr zwei solltet aufpassen und nicht Quatschen, da hat sie schon recht", gab Feuerherz, wenn auch widerwillig, zu, seine grünen Augen lagen erbost auf den beiden jungen Katzen, "wir wollten gerade anhalten"
    "Deine Lügen kannst du einer Maus erzählen, Rußpfote, Gelbzahn sagte du kannst wieder trainieren, aber ob sie so Recht hat, der Heilerbau hat dich verändert"
    "Wer sagt dass ich mich zum Schlechten geändert habe?"
    "Das weiß ich noch nicht"
    "Ihr zwei solltet eure Streitigkeiten nicht bei einer Patrouille austragen", unterbrach der braun gestreifte Kater, "wir sollten unsere Pflicht schnell erledigen und die Grenze überprüfen und neu markieren"
    "Überprüft hab ich schon, alles ruhig, glaube ich"
    "Gut gemacht, Regenpfote", ihre Pfoten trugen Rußpfote die Grenzen entlang, sie markierte sie neu, hielt die Nase in die Luft als Stimmen ihre Aufmerksamkeit erregten, "Feuerherz, deine Schülerin scheint ihre Fähigkeiten nicht verlernt zu haben"
    "Das hat sie auch nicht, aber irgendetwas stimmt nicht mit ihr, früher war sie deutlich...Lebensfroher, deutlich..netter"
    "Sie war lange alleine in dem Heilerbau, Gelbzahn hat sich dort auch nicht oft rum getrieben"
    "Das stimmt..vielleicht hätte ich sie öfters besuchen müssen"
    "Aber du musstest doch so viel Zeit mit Sandsturm verbringen", Belustigung lag in der Stimme des älteren Katers, "woher.."
    "Man muss schon ein Fuchs sein um das nicht zu bemerken".

    Kapitel 21

    Rußpfotes Augen blickten in das gleißende Licht des Mondes, ihre Gedanken rasten, ließ den letzten Mond an sich vorbei huschen, das viele Training hatte sie gestärkt. Ein Schweifschnippen verriet das ihre Zeit gekommen war, Pfotenschritte schienen den Boden zum Beben zu bringen als bleiche Sternenlicht auf die Katzen des Donnerclans fielen. Das graue Fell huschte hinter ihnen her, den Blick stets den Katzen unter ihnen gewidmet, leises Getuschel empfing sie. Elegant landete ihre Anführerin auf dem Sprechstein. "Die Versammlung ist eröffnet", hallte der Ruf des Windclananführers über die Katzen Versammlung, sofort verstummte das Getuschel, die neugierigen Blicke ruhten auf ihm als er einen weiteren Schritt nach vorne machte, "dem Windclan geht es gut, die Kaninchen rennen wie selten über unser Territorium", mit einer nickenden Geste zu dem hellbraun gestreiften Kater neben ihm trat er zurück, "den anderen Clans, oder zumindest dem Windclan scheint es gut zu gehen", flüsterte eine leise Stimme in Rußpfotes Ohr, "ja", wisperte die junge Kätzin zurück. Abgelenkt von dem kleinen Schüler wandte sich die graue Katze zu dem Kater an seiner Seite, "glaubst du das Blaustern von...ihm..erzählt?"
    "Keine Ahnung...was glaubst du?"
    "Ich hab auch kein.."
    "Psch", gereizt zischte Sandsturm zu den beiden, flüsternden Katzen, "hört doch einfach hin". Erst jetzt bemerkte die rauchgraue Kätzin das blau schimmernde Fell ihrer Anführerin die nahe am Rande des Felsens stand, "auch dem Donnerclan geht es gut. Wie viele von euch wissen hatte vor einigen Monden die junge Schülerin Rußpfote einen Unfall, es schien als könne sie nie wieder ihr Bein benutzen doch vor wenigen Sonnenaufgängen hat sie ihr Training wieder aufgenommen..", Jubelrufe erklangen von vielen Seiten, stolz hob die erwähnte Katze ihren Kopf, ihre Augen leuchteten, "doch auch", setzte die Anführerin an als die Rufe langsam verstummten, "haben Streuner unser Lager überfallen, die Wunden sind mittlerweile verheilt doch tragischer Weise starb eine unserer tapfersten Katzen, Frostfell". Stille breitete sich unter den Katzen aus, viele geschockt von der Todesnachricht, Trauer schien die Luft zu erschweren wie Regen am Morgen. "Auch hat der Donnerclan drei neue Schüler, Regenpfote, Ampferpfote und Schlammpfote", leises Gemurmel breitete sich aus, die Jubelrufe verstummten schnell, Trauer verhinderte Freude, Schock verhinderte Stolz. "Schlammpfote hat den Weg eines Heilers aufgenommen.", leicht stupste die blauäugige Kätzin neben sich an als dieser seine Ohren trauernd über die wenige Freude der anderen anlegte, "mach dir nichts draus, zeig ihnen doch was für eine Großartige Katze du bist, da müssen sie jubeln, oder?"
    "Hast sicher Recht, Rußpfote..."

    Kapitel 22

    Leises Pfotengetappel erweckte die junge Schülerin aus ihrem Schlaf, "müsst ihr so laut sein..?", müde hob sie ihren Kopf, blinzelte, bis die wage Gestalt hinaus Schritt, ~hat er mich nicht gehört?~, ein blaugrau Kopf hob sich. Sofort war schreckte die graue Kätzchen auf, starrte den Kater an dessen belustigten Augen auf ihren gesträubten Fell ruhten, "erschreckt?"
    "Nein.."
    "Rußpfote dein Fell sieht aus wie Gelbzahns wenn sie sich wieder über Jungen beschwert!"
    "Ich dachte immer ich sei noch Jung und keine alte, meckernde Katze die Kräuter im Wald sucht..", murmelte die Kätzin, auch in ihre Augen lag Belustigung, "also Alt nicht aber ob immer soo stark. "
    "Ich kann dir gerne zeigen wie stark ich bin!"
    "Zeig es mir doch, so geschickt wie du bei der Jagd bist triffst du mich auf keine Mäuselänge!", schnell war die Kätzin nach vorne geschnellt, ihre Pfoten trafen sein Ohr, auch seine Schulter blieb nicht verschont. "Aah!", gespielt tot ließ dieser sich auf den Boden aus Moos und Farn fallen, streckte seine Pfoten von sich, "ich wurde getroffen!". Belustigtes Schnurren drang aus Rußpfotes Kehle, "und du bist beim Ausweichen so langsam wie eine Schnecke!", beide brachen in schallendes Gelächter aus, bis ein feuerroter Kopf im grünen Laub der Blätter erschienen, "ihr zwei Kämpfer solltet euch beeilen, das einzige was euch beiden fehlt ist Katzen mit denen ihr jetzt jagen geht"
    "Ja, Feuerherz".

    Kapitel 23

    "Mit wem gehen wir noch auf Patrouille?", neugierig funkelten die Augen des Katers, "mit Ampferpfote, mir und Langschweif".
    Die Ohren aufgestellt, den Mund leicht geöffnet schlich die rauchgraue Kätzchen voran, versuchte Beute zu erhaschen, "wollen wir zu zweit Jagen?", überrascht drehte sie sich um, schildplatt Fell schlich um ein Farbgestrüpp, "gerne, aber..wie?"
    "Hast du das noch nicht gemacht?"
    "Ich glaube nicht.."
    "Ich kann es dir zeigen, wenn du willst", einladend zuckte die jüngere mit dem Schweif, blickte sie an, "wie geht es denn?", fragte sie, verlegen setzte sie sich, lauschte aufmerksam den Anweisungen ihrer Freundin, "so schwer ist es eigentlich nicht, einer stellt sich dort hin wo das Beutetier hin rennt und der andere schreckt es auf". Leicht nickend sah sie sich um, ihre Geruchsnerven meldeten Kaninchen, "riechst du das Kaninchen?", leise schlich Ampferpfote sich an, bedeutete Rußpfote auf die andere Seite zu schleichen. Ein knacken durchbrach die Stille, laute, trommelnde Pfotenschritte näherten sich der Kätzin, schnell hieb sie auf das braune Fellknäul ein, geschockt fiel dieses zu Boden, mit einem schnellen Biss beendete sie das Leben der Beute, "Und?"
    "Wir haben es".

    Rotes Licht brach durch das Unterholz als die Jagdpatrouillie langsam in Richtung Lager lief, "was habt ihr erwischt?", Neugierde schwang in der Stimme Regenpfotes mit als er die beiden Schülerinnen forschend ansah, "ein Kaninchen und einen Vogel, du?"
    "Zwei Mäuse"
    "Der Clan wird heute nicht hungrig schlafen müssen", anerkennend betrachtete Langschweif die drei Katzen. Über ihnen verstummte langsam das Vogelgezwitscher, müde ließen sich die Katzen im Lager fallen.

    Kapitel 24

    Die ersten Sonnenstrahlen schienen auf die Lichtung, ein Ruf hallte über die Lagerlichtung, "alle Katzen die Jagen können sollen sich hier unter dem Hochfelsen versammeln!", verschlafene Katzen streckten ihre Köpfe aus den grünen Bauen, fröhliches Maunzen hallte von der Kinderstube, "Mama, dürfen wir raus?"
    "Ja, bitte Mama!"
    "Rauchjunges und Aschejunges wie oft muss ich euch erklären das ihr noch nicht zu Versammlungen dürft?"
    "Bis wir es dürfen", zwei kleine Katzenköpfe lugten kurz aus dem Bau. Schon bald drängten sich die Clankatzen um den Versammlungsfelsen, "wir haben uns heute hier versammelt um einen Schüler bei den Kriegern willkommen zu heißen, Farnpfote, trete vor!". Bitterkeit Vertrieb die Müdigkeit, ~ich wusste das ich hinter her hänge..wir wollten doch zusammen Krieger werden..~ Trauer überwog die Freude, trotz des Anlasses schien die Welt stehen zu bleiben, ~Feuerherz ist weg..Farnpfote wird nun auch kaum Zeit mehr haben..Frostfell ist Tod..~, "bald werden wir drei da vorne stehen", flüsterte Regenpfote und stieß die in Gedanken verlorenen Rußpfote in die Seite, "zusammen". Aufgemuntert von den Worten ihres Freundes drang schnurren aus der Kehle der rauchgrauen Kätzin, die Aufmerksamkeit wieder der Versammlung schenkend bekam sie die letzten Worte der Anführerin mit, "..und deine Treue schätzen und heißen dich als vollwertigen Krieger im Donnerclan willkommen", lautes Jubeln erklang im Clan, auch Rußpfote erhob die Stimme zu ihren Kriegerahnen, verkündete ihnen stolz den neuen Namen ihres Bruders, "Farnpelz! Farnpelz!".

    Kapitel 25

    Verschlafen öffnete die junge Kätzin ihre Augen, Licht schimmerte durch den Eingang, ihr Blick glitt über die schlafenden Katzen hinaus zu dem goldenen Kater. Leise setzte sie sich auf, rasch glitt ihre Zunge durch den zerzausten Pelz der wie Schatten im fallen Licht wirkte. Entschlossen erhob sie sich, schritt hoch erhobenen Hauptes dem untergehenden Mond entgegen. Schon bald tauchte sich die Lichtung in rotes Licht, die Sonne flimmerte am Horizont, das dunkle Fell von Dunkelschweif erschien am Frischbeutehaufen, kurz darauf verschwand ein grauer Pelz im Dornrngestrüpp des Einganges. "Rußpfote, Training", rief eine alt bekannte Stimme der Schülerin zu, diese erwartete alt bekanntes Kribbeln, Freude den Kater zu sehen, doch alles schien verloren, in ihrem Kopf wirbelten Fragen umher, Verwirrung überflutete sie, ~ich liebe ihn doch!.~ Ihr Blick hing in seinen grünen Augen, Freude strahlte ihr sanft entgegen, ihre Probleme jedoch blieben in ihr, sie schienen nicht zu verschwinden wie zuvor stets, "wir gehen jagen"
    "Kann ich dann vielleicht mit?", erfragte ein müder Kater dessen Bernsteinaugen trotz dessen Freude ausstrahlten, "du solltest doch lieber schlafen, Farnpelz".

    Der Wind zerzauste das graue Fell, Blutgeruch schien wie eine Wolke zu ihr zu fliegen, "Feuerherz! Blut!"
    "Wo?"
    "Flussclangrenze, glaube ich"
    "Graustreif, oh nein..", hauchte der Krieger, wie ein Feuer das durch den Wald tobte raste er los, Panik schien ihn zu beflügeln, trug ihn immer schneller zu der wässrigen Grenze, dicht gefolgt von seiner jungen Schülerin. An den wärmenden Steinen angekommen überflutete Angstgeruch und Blut Rußpfotes Sinne, Schmerzensschreie durchdrangen die Luft, schon bevor die Kätzin bemerkte was los war rannte ihr Mentor an ihr vorbei in Lager Richtung. "Keine Angst Silberfluss, alles wird gut, unsere Jungen werden wunderschön so wie du..", leise flüsterte der Krieger zu einer zusammengesackten Kätzin, versuchte sie zu beruhigen, "aber Graustreif..", unterbrochen von einer weiteren Schmerzwelle jaulte die silberne Fremde auf, ihre Stimme brach, sie gebar Junge.

    Kapitel 26

    Die Zeit schien hinweg zu schleichen, die Geräusche verstummt, selbst das Rauschen des Flusses hatte einen dumpfen Ton, ein ~Flussclankätzin? Graust? Was haben sie..~, noch bevor die junge Schülerin ihren Gedanken vollenden konnte durchbrach die Stille Pfotengetrammpel, "Graustreif! Schlammpfote er ist hier um dir, Silberfluss zu helfen!", keuchend kamen die Kater auf die von Steinen umringte Lichtung, "..aber ich kenne mich damit doch nicht aus...", ein Hauch Verzweiflung lag in dem Murmeln des braunen Katers, Unsicherheit schimmerte in seinen Augen. Leise fielen die grünen Blätter aus seinem Mund, landeten vor der schreienden, silbernen Kätzin, "iss das, es gibt dir Kraft", kraftlos kam sie der bitte nach, eine weitere Welle Schmerz glitt durch ihren Körper, ein Schrei durchdrang die Stille, Angst und Sorge ließen jedes Haar sich aufstellen, Vögel schienen vor dem Schicksal der jungen Familie zu fliehen, stumm beobachtete die graue Kätzin das Treiben, "was ist hier los?", knurrend tauchte ein Breitschuldriger Kater zwischen den Felsen auf, Wut überschattete sein Gesicht. "Was denkst du? Eine Geburt", gereizt vor Panik um seine sterbende Geliebte fauchte er die Worte.

    Die Sonne verschwand am Horizont, die ersten Ahnen besiedelten den dunkler werdenden Himmel, die Köpfe gesenkt betrat die Patrouille das Lager, leises Getuschel ging durch das Lager, "Graustreif hat eine Gefährtin im Flussclan""
    "Hatte"
    "Er soll Junge mit ihr haben"
    "Feuerherz wusste es, angeblich". Zwei Gestalten zwängten sich durch die Katzen, "Schlammpfote, was ist passiert?", fragte der graue Kater, "geht es dir gut?", forschte die schildplatt Kätzin nach. "Ich..ich habe sie verloren..ich..ich konnte sie nicht retten..sie..sie sind Tod...", hauchte der angehende Heiler, seine vor schreckt geweiteten Augen hafteten an seinen von Blut verklebten Pfoten, "es tut mir so leid Graustreif..". Mitleid durchströmte Rußpfote, ihr Blick ruhte auf dem grauen Kater, ~er hat alles verloren..der Sternenclan hat ihm alles genommen..selbst seine unschuldigen Jungen..~, "es ist nicht deine Schuld, Schlammpfote, du hättest ihnen nicht helfen können..", seine Stimme brach, seine Augen waren dem Himmel gewidmet, "lebt wohl..ich werde euch immer Lieben..", hauchte er den Sternen zu.

    Kapitel 27

    "Rußpfote, wach auf, heute ist doch unsere Kriegerprüfung!", aufgeregt drang die Stimme ihres Freundes durch ihre finstere Traumwelt, langsam verblasste der finstere Wald um sie herum, Sonnenstrahlen erwärmten ihren Pelz, "beeil dich, die warten schon, los!". Langsam schlug die graue Kätzin ihre Augen, "wieso muss sie so früh sein?", belustigtes Schnurren erfüllte den Raum, "weil sie dann kleine Rußpfoten aus den Träumen holen können?"
    "Du bist gemein"
    "Und du faul"
    "Und du dumm"
    "Fellball"
    "Mäusehirn"
    "Jetzt steh schon auf", schnell stand die Kätzin auf den Pfoten, stolzierte an ihrem Freund vorbei, "schnell genug?"
    "Naja reicht sicher, gerade so". Belustigt schnurrend schlüpfte sie aus dem Bau, die vernarbten Stellen ihres Beines schienen rosa im Sonnenlicht, Erinnerungen stiegen in ihr auf. ~Ich habe geschworen ich werde Kriegerin und heute ist es so weit, ich zeige was ich kann und sie müssen mich ernennen!~, entschlossener den je tappte sie weiter zu den schon wartenden Mentoren, den Blick grüner Augen auf sich spürend, dicht neben ihr ein weiterer, dunkler grauer Pelz, "wie das wohl abläuf?", fragte die schildplattfarbende Kätzin, die dazu gestoßen war, leise, "erfahren wir gleich". "Ihr werdet Jagen.", begann der rote Kater, "wir werden euch beobachten und über euer können urteilen. Ihr werdet uns nicht bemerken aber wir werden da sein.".

    Langsamkeit neigte sich der Tag dem Ende, die Sonne verschwand hinter dem Wald, streckte ihre letzten, warmen Sonnenstrahlen auf den Wald, auf das Lager. Pelze sammelten sich um den grauen Stein, ein blau-grauer schritt auf ihn, eine klare Stimme erhob sich, schon bald verstummten die restlichen Rufe, "Rußpfote, Ampferpfote, Regenpfote, tretet vor!", Aufregung glomm in den Augen der drei Schüler als sie vortraten, "Feuerherz, bist du davon überzeugt, dass deine Schülerin dazu bereit ist eine Kriegerin zu werden?", der Kater bedachte die Schülerin mit einem Blick, " Ja, sie ist bereit, sie hat nicht aufgegeben."
    "Langschweif, bist auch du davon überzeugt, dass deine Schüler dazu bereit ist Kriegerin zu werden?"
    "Ja, auch Regenpfote ist dazu bereit."
    "Sandsturm, bist du der Überzeugung das Ampferpfote bereit ist ihren Kriegernamen zu erhalten?"
    "Ja", sprach die sandfarbene Kätzin sanft, "sie ist bereit.", kurz musterte die Anführerin die Schüler bevor sie weiter sprach, " Ich, Blaustern, Anführerin des Donnerclans rufe meine Kriegerahnen an und bitte sie, auf diese Schüler herabzublicken. Sie haben hart trainiert, um euren edlen Gesetzen gehorchen zu können, und ich empfehle sie euch nun als Krieger. Regenpfote, Ampferpfote, Rußpfote, versprecht ihr, das Gesetz der Krieger einzuhalten und den Clan zu beschützen und zu verteidigen, selbst wenn es eure Leben kostet?", ein kurzen Blick tauschend antworteten die drei Schüler wie im Chor, "ja, wir schwören es"
    "Dann gebe ich euch, mit der Kraft des SternenClans, eure Kriegernamen.
    Regenpfote, von diesem Augenblick an wirst du Regenpelz heißen. Der SternenClan ehrt deinen Mut und deine Leidenschaft zum Clan und wir heißen dich als vollwertigen Krieger im Donnerclan willkommen. Ampferpfote, von diesem Augenblick an wirst du Ampferschweif heißen. Der SternenClan ehrt deine Treue zum Clan und deine Klugheit und wir heißen dich als vollwertige Kriegerin im Donnerclan willkommen. Rußpfote, von diesem Augenblick an wirst du Rußpelz heißen. Der SternenClan ehrt deine Entschlossenheit im Kampf gegen deine Verletzung und deine Treue zum Clan und wir heißen dich als vollwertig Kriegerin im Donnerclan willkommen.", laut bejubelte der Clan die neuen Krieger, rief ihre Namen dem erscheinenden Sternenclan zu, Freude durchströmte Rußpelz, stolz erhob sie den Kopf, reckte ihn in die Nacht, ~Mama, schau nur, ich habe es geschafft.~

    Kapitel 28

    Sich dem Schlaf hingebend versank die grauer Kätzin im schwarz, stille empfing sie.

    "Rußpelz", ein Kribbeln durchfuhr die Kriegerin, "hm?"
    "Kommst du mit Jagen?"
    "Wann?"
    "Wie wäre es mit gestern?", Belustigung lag in der Stimme. "Haha sehr witzig", murrte die Kriegerin die sich langsam aus dem Nest erhob, "war das Ironie Rußpelz? "
    "Neiin das war natürlich ernst gemeint", zusammen verließen die Katzen den Bau, "wir gehen jagen", rief der Kater einem breitschultrigem zu, "immerhin macht ihr euch nützlich", brummte dieser als Antwort. Schnell verschwanden die beiden Krieger im hellen Wald, "wer zuerst bei den Sonnenfelsen ist?"
    "Natürlich ich!"
    "Natürlich nicht", grinste die Kätzin, schnell flogen ihre Pfoten über den Waldboden, dicht hinter ihr kam Pfitengetrappel immer näher, "und..in diesem Tempo..willst du gewinnen..?", keuchte der Kater der nun an der grauen Kätzin vorbei zog und mit einem Sprung auf den warmen Steinen landete, kurz darauf landete auch seine Begleiterin neben ihn, "ich glaube wir haben jede Beute vertrieben von hier bis zum Baumgeviert", grinste er sie an, "du meinst wohl DU hast jede Beute von hier bis zum Baumgeviert vertrieben, so laut wie du getrampelt hast"
    "Das sagt die dicke Kätzin die man auf drei Fuchslängen hört"
    "Sprichst du von dir in der dritten Person?", belustigt schnurrend ließen sich die Katzen nebeneinander nieder, "aber..nun mal was ernstes..", sprach der Kater nach wenigen Herzschlägen, sein Blick hing im Himmel, beschämend schien er zu zögern, "ja?". Die blauen Blicke trafen sich, "ja, Regenpelz?"
    "Rußpelz..als ich Schüler wurde hast du so..so geguckt..immer sauer..um ehrlich zu sein dachte ich am Anfang es liege an mir..aber eigentlich bist du.."
    "Was ist Regenpelz?", unterbrach sie ihn, ihre Ohren schienen vor Verlegenheit zu glühen, ihr Herz raste, tausend Ameisen schienen in ihrem Fell zu Leben, "ich mag dich...also..sehr..also ich meine..du..ich..ähm..", stotterte er, "du Fellball"
    "Ähm..was..?"
    "Du solltest doch wissen das ich dich auch sehr mag", schnurrte sie, "ach Rußpelz..", murmelte er, wollte weiter sprechen doch wurde von der grauen Kätzin unterbrochen, dicht kuschelte sie sich an ihn, blickte den Krieger an ihrer Seite an, "bist eine tolle Kriegerin? Ich weiß..aber um ehrlich zu sein..", ihre Stimme glich einer Brise, einem Hauch des Windes doch ihre Bedeutung war mehr, "..ist es bei mir eher liebe..", überrascht starrte sie ihr Begleiter an, Herzschlag um Herzschlag verflog ehe er seine Stimme wieder fand, "ich liebe dich auch..", schnurrte er, dicht an einander gekuschelt beobachtete die beiden den Fluss der ihre Worte auf ewig in sich trug.

    Kapitel 29

    Noch lange lagen die beiden grauen Katzen eng aneinander gekuschelt auf den warmen Felsen, "wir sollten jagen, Rußpelz"
    "Wenn wir Beute finden die nicht vor uns geflohen ist"
    "Du meinst wohl vor dir", ohne weiter auf den neckenden Unterton einzugehen erhob sich die graue Kätzin widerstrebend, zu gerne würde sie weiter neben ihrem liebsten liegen und dem rauschen des Flusses lauschen, "jetzt komm schon oder hast du verlernt zu laufen?", schon bald liefen sie neben einander durch das dichte Unterholz.

    Langsam verschwand die Sonne im Meer aus Wolken als ein Schrei die Stille des Waldes durchbrach, "Donnerclan, wir werden Angegriffen!", vom Ruf des feuerroten Katers aufgeschreckt ließ die graue Kätzin von dem kleinen Beutetier ab, ihre Aufmerksamkeit zum nahe liegenden Lager wendent. Mit fliegenden Pfoten näherte sie sich dem Lager. Wildes Kampfgeschrei schlug ihr entgegen als sie die ersten Katzen aus dem Lager fliehen sah. Entschlossenheit entflammte in ihren Gliedern, mit nur wenigen Sprüngen hatte sie den Eingang erreicht, erhaschte einen Blick in das Innere. Verzweifelt versuchten die wenigen Donnerclankatzen ihr Lager zu beschützen, wehrten sich mit allem was sie hatten. Verzweiflung Vertrieb das neu gewonnene Gefühl von Mut aus ihrem Körper als ihre empfindlichen Ohren wildes Pfotengetrammpel von hinten vernahmen, ~Verstärkung! Eine Patrouille! Dem Sternenclan sei Danke!~, schoss es der jungen Kriegerin durch den Kopf bevor sie sich, gestärkt von dem Gefühl der Unterstützung in ihrem Nacken, in die nie zu enden wollenden Pelze der Fremden warf.

    Schon bald hatte sie ihr erstes Opfer, eine rote Kätzin, zwischen den Pfoten. Schnell hatte sie jener den Rücken zerkratzt und sie an dem Blutbefleckten Boden fest gehalten. Leise wimmernd floh die Streunerin, hatte sich mit einem gezielten Schlag aus dem Griff der überlegenen, grauen Katze befreit. Kurz folgte jene Kätzin der verjagten Katze bevor sie ihren blauen Blick den Geschehnissen in ihrer Nähe widmete, immer mehr der fremden Katzen folgten der roten hinaus. Als die letzte die Flucht dem Kampf vor zog erblickte Rußpelz den feuerroten Kater der ihr einst das Gefühl der Liebe und des Schmerzes zeigte, dicht neben ihm Tigerkralle dessen bernsteinfarbene Augen hasserfüllt auf der vergangenen Liebe lagen. Ein lauter Ruf übertönte die Gespräche und Fragen die im verletzten Clan laut geworden waren, "Donnerclan, versammelt euch!", krächzte die Stimme Blausterns. Nach wenigen Herzschlägen saß der Clan unter ihr, ihre Blicke auf den zweiten Anführer gerichtet der nur kalt und hasserfüllt die Blicke erwiderte, "Tigerkralle, du hast deinen Clan verraten, Feuerherz, berichte dem Clan was du weißt..alles", sprach die einst unerschütterliche Anführerin. Der genannte Kater trat vor, begann die vielen Verbrechen des braun getigerten aufzuzählen, den kühlen, grünen Blick stets auf den Beschuldigten ruhend. Geschockt lauschten die Clankatzen den Erzählungen des Kriegers, einige schüttelten ungläubig die Köpfe, wollten nicht verstehen dass ein Verräter unter ihren Reihen war, das sie dieser Katze blind vertrauten. Die Zeit schien still zu stehen als Blaustern das Urteil verkündete, "Tigerkralle, du wirst wegen Hochverrats verbannt, jede Katze die dich nach Sonnenaufgang auf unserem Territorium sieht ist dazu verpflichtet dich zu verjagen, ab jetzt bist du keine Donnerclankatzen mehr.".

    Kapitel 30

    Langsam erhob sich die gleißende Sonne über das Lager, eine graue Königin in ihren hellen Strahlen, "komisch..", murmelte sie, fuhr sich mit der Zunge über den geschwollenen Bauch, "was ist komisch?", fragte eine ihr zu bekannte Stimme, "das Tigerkralle so ruhig in den letzten Monden war..er hätte doch wenigstens noch einmal versuchen müssen uns anzugreifen..so leicht gibt er doch nicht auf", ihr blauer Blick ruhte nun auf ihrem Gefährten der sich neben sie setzte, "ist doch gut so, vielleicht hat er doch aufgegeben und unsere Jungen leben in einer friedlichen Zeit"
    "Hoffen wir es..", murmelte sie, richtete ihre Aufmerksamkeit hoch hinauf zu dem wolkenlosen blau, "hoffen wir es.."

    "Donnerclan, versammelt euch", rief die Stimme der ehemals edlen Anführerin, ihr ruheloser Blick huschte über die Katzen unter ihr die sich in der Mittagssonne versammelten, "wir haben uns heute hier versammelt um den Schüler einer treuen und edlen Katze zu ernennen, Wolkenpfote, trete vor", der weiße Kater tat wie ihm befohlen, aufgeregt schlängelte er sich durch die Katzenmenge, blieb vor der Anführerin stehen, "Wolkenpfote, versprichst du das Gesetz der Krieger zu Ehren und den Clan zu beschützen, selbst wenn es dein Leben kostet?"
    "Ja, ich verspreche es"
    "Dann wirst du ab heute Wolkenschweif heißen, der Clan ehrt deinen Mut und deine Treue und wir heißen dich im Clan als vollwertigen Krieger willkommen", zögerliche Jubelrufe erhoben sich, Verwirrung lag in den Stimmen, Verwunderung in den Gesichtern, die einst hochangesehene Anführerin ließ ihren misstrauischen Blick über die Katzen ihres Clans schweifen, missbilligend zogen sich die verbliebenen Schüler in ihren Bau als ein Schrei das Gemurmel des Clans durchdrang, "Gelbzahn! Schlammpelz! Schnell, Rußpelz..", Regenpelz rannte aus der Kinderstube, seine Stimme vor Freude und Besorgnis, schon waren die zwei Heilerkatzen an ihm vorbei in den Bau geschlüpft, dicht hinter ihnen der graue Kater.
    Eine weitere Welle Schmerz erfüllte Rußpelz, einen Schrei versucht zu unterdrücken blickte sie zu dem Eingang, kurz darauf erblickte sie die Bernsteinaugen ihrer Retterin, die zerkratzte Schnauze voller Kräuter. Die alte Kätzin ließ sich neben ihr fallen, versuchte ihr zu erklären was sie tun musste, Schmerz pochte in ihren Ohren, wie im Rausch spürte sie eine Pfote auf ihrem Bauch als ein nasses Bündel den Weg in diese Welt fand. Eine weitere Welle durchfloss sie, ihre Sicht verschwamm, kaum spürte sie wie zwei weitere Jungen sich an ihren Bauch drängelten, "Rußpelz..?"
    "Ja..?
    "Wie wollen wir sie nennen?"
    "Wenn..?"
    "Die Jungen", schmunzelte ihr Gefährte, ließ sie neben ihr nieder. Erst jetzt bemerkte sie die drei kleinen Fellbälle die sich dicht an ihn kuschelte, "sie sind wunderschön, oder?", fragte der Kater neben ihr, "stimmt..", murmelte sie, eine weiße Kätzin bahnte sich den Weg zwischen ihren Brüdern hindurch, "vielleicht..Schneejunges?", fragte sie, ihr Blick starr auf das weiße Fell geheftet, ~Sie sieht aus wie Mutter..~ "ja, Schneejunges ist ein guter Name", schnurrte ihr Gefährte, "und für ihn Gewitterjunges?", fragte er, stupste den hellgrauen Kater an der darauf ein beleidigendes Maunzen Ausstoß, "und..Bärenjunges?", der braune Junge hob den Kopf, sein dichtes Fell lag wirr an seinem Körper, "er sieht wirklich aus wie ein Bär in Katzenform", schmunzelte der Kater als ein goldener Kopf sich in den Bau streckte, "die Jungen sind da?"
    "Ja, Farnpelz", langsam hob sie ihren grauen Schweif, ließ den Blick auf die Jungen an ihrer Seite frei, "wie geht es ihnen?", drang die Stimme Ampferschweifs in den Bau, "ja, sie sind so weit gesund", sprach Schlammpelz, die Kinderstube schien überfüllt zu sein, "das sind Schneejunges, Bärenjunges und Gewitterjunges", stellte die neue Mutter ihre Jungen vor bevor sie in einen tiefen Schlaf abdriftete.

    Kapitel 31

    Ein Schrei durchdrang die Stille der Nacht, verzweifeltes Maunzen erklang als die Jungen von eben jenem aus dem Schlaf gerissen wurden, "Feuer! Das Lager brennt! Bringt die Königinnen, Junge und Älteste sofort raus!", jaulte der vor wenigen Sonnenaufgängen ernannte zweite Anführer Feuerherz. Das ruhige Lager war binnen weniger Sekunden erwacht, aus allen Ecken strömten Katzen weg von den entbrannten Sträuchern, drängten sich aus dem Ausgang der hinaus in die vorläufige Sicherheit des Waldes führte. Eine graue Königin hob voller Angst um ihre Jungen das hellgraue auf, versucht die verbliebenen zwei vor sich her zu schieben, "ich nehme Gewitterjunges", erklang die Stimme ihres Gefährten neben ihr bevor er das braune Junge zu seinen Pfoten hoch hob. "Ich trage Schneejunges", verkündete Flickenpelz als er das weiße Junge erblickte das inmitten von Rußflocken verzweifelt am Boden hockte. Vorsichtig schlängelten sie sich den Weg heraus aus den Flammen in die frische Luft. Weiter dem Fluss aus Katzenleiben folgend verloren sie den schwarz-weißen Ältesten. Kurze Zeit später erreichten sie die Sonnenfelse, nur kurze Zeit gewährten diese ihnen Sicherheit, "wo ist Flickenpelz? Schneejunges?", fragte Rußpelz in den Clan, Besorgnis umklammerte ihr Herz, Angst durchströmte ihren Körper, "Flickenpelz ist im Lager eingesperrt..Schneejunges ist noch bei ihm", sprach ihr ehemaliger Mentor langsam, Mitleid schimmerte in seinen grünen Augen, "Nein..", hauchte die junge Mutter. Ihren Schweif fest um ihre verbliebenen Kinder geschlungen blickte sie zu den mordlüsternen Flammen, "ich..ich hole sie"
    "Rußpelz..ihr geht es sicher gut..wir sollten uns um Bärenjunges und Gewitterjunges kümmern", ihr Gefährte dicht neben sich erhob sie sich, ihr verzweifeltes Maunzen hallte durch den knisternden, verlassenen Wald, "Nein..Nein! Wir müssen sie holen..sie..sie braucht uns doch! Wir hätten sie nicht alleine lassen sollen.."
    "Mama..wo ist Schneejunges?", erklang ein leises Maunzen zu ihren Pfoten, "Bärenjunges sie ist doch bei Flickenpelz", antwortete der Kater neben seinem Bruder. "Genau.."
    "Die Flammen kommen näher..wir müssen über den Fluss", sprach der feuerrote Kater, "ja..ihr geht es sicher gut..bei Flickenpelz", flüsterte sie, nahm erneut den grauen Kater auf, überquerte den Fluss, das kalte Wasser umfloss sie, schien das im Lager verbliebene Junge mit sich zu reißen, Bärenjunges und Gewitterjunges bekommst du nicht.. ihre Augen erhoben sich zum Himmel kümmern dich gut um sie Mutter...
    Ihre Augen hafteten am Anblick des verbrannten Körpers, "Schneejunges..", flüsterte sie, langsam versenkte sie ihre Schnauze im verkohlten Fell ihrer einzigen Tochter, "kümmre dich gut um sie..Mutter..", ein sanfter Wind umspielte sie, schien versuchen sie zu trösten. Ihr Blick erhob sich zum Himmel, ihr Herz ummantelt von Trauer, "..ihr passt auf sie auf..", ihre Stimmen den Sternen gewidmet schloss sie die Augen.

    Kapitel 32

    Müde öffnete die junge Mutter ihre Augen, die ersten Sonnenstrahlen schienen ihr durch die verkohlten Äste, kitzelten an ihren Augenlidern, verleitete sie dazu eben jene zu öffnen. "Mama", quickte ihr sogleich die Stimme ihres hellgrauen Sohnes entgegen, "wo ist Schneejunges?"
    "Sie..sie ist bei meiner Mutter"
    "Können wir zu ihr?", drang nun das Maunzen des anderen Jungen durch die Kinderstube, "Nein, ihr beide werdet sie erst sehr spät treffen, bis dahin sind Regenpelz und ich bei euch"
    "Versprochen?", wie aus einem Mund gesprochen stellten die Brüder ihre Frage. "Ich verspreche es", der junge Vater rannte in den Bau, "Rußpelz!", kurz vor dem Nest hielt er an, zog die Aufmerksamkeit des Baues auf sich, "den beiden geht es gut..", erleichtert blickte er herab auf die zwei. "Wieso sollte es ihnen nicht gut gehen?"
    "Es war Hundegeruch an der Grenze zum Flussclan"
    "Ist das nicht öfter so?"
    "Ja aber es waren auch Anzeichen da das sie gejagt haben", langsam dämmerte der Königin weshalb ihr Gefährte in Sorgen hinein gestürzt kam, auch in ihr breitete sich das Gefühl aus das dem Clan schwere Zeiten drohten. "Papa, spielst du mit uns?"
    "Wenn ihr mich im Kampf besi..", weiter kam der Vater nicht, schon lag er unter zwei Jungen am Boden, verspielt biss der braune Kater in das Ohr, "ich, Gewitterstern, erkläre dich für besiegt", verkündete er, stemmte seine Pfoten entschlossen auf die Flanke des grauen Katers unter ihm, streckte seinen Kopf in die Luft, "du meinst wohl Bärenstern!", entfuhr es ihr, schon bald lagen die beiden Jungen am gepolsterten Boden, kämpften und versuchten die Überhand zu gewinnen. "Sie sind aufgeweckt", murmelte Regenpelz, "sie erinnern mich an einen gewissen Kater"
    "Ich weiß nicht von wem du sprichst, Rußpelz"
    "Ich auch nicht, irgendwie habe ich es ganz vergessen"
    "Mama du wirst alt, vielleicht liegt es daran", verkündete Bärenjunges, wandte seine Aufmerksamkeit seinen Eltern zu, ein breites Grinsen auf den Lippen, "willst du etwa sagen das ich alt bin"
    "Wenn du so etwas vergisst..", steuerte nun Gewitterjunges seine Meinung dazu, "Schneejunges würde uns sicher zustimmen"
    "Genau!". Trauer breitete sich unter ihr aus, das bekannte Gefühl umschloss ihr Herz, ihr Blick auf die verbliebenen Jungen gerichtet, "vielleicht..", murmelte sie, schüttelte die finsteren Gedanken ab, ~ihr geht es mit Sicherheit gut..~Mutter passt auf sie auf~ versuchte sie sich zu beruhigen, konzentrierte sich auf die nun entstandene Diskussion zwischen ihrer Familie, bemerkte den belustigen Blick Goldblütes.

    Kapitel 33

    "Gewitterjunges, Bärenjunges ihr dürft nicht in den Anführerbau", rief die graue Kätzin, versuchte ihre Jungen von dem Bau fern zu halten, "sie sind wirklich stürmische Junge", erklang die Stimme ihres Bruders hinter ihr, ein Nicken ihrerseits bestätigte ihn, "sie sind wirklich aufgeweckt.."
    "Mutter wäre stolz auf dich"
    "...sie..auf dich sicher auch, Bruder, ist eigentlich etwas zwischen dir und Ampferschweif passiert?", verlegen zuckte der goldene Kater mit den Schnurrhaaren, "vielleicht..".
    Die Sonne brannte hell vom Himmel, fröhliche Stimmen durchdrangen die Luft, der junge, weiße Kater lief schnellen Schrittes auf die graue Kätzin zu, "Rußpelz! Hast du Maispfote oder Wieselpfote gesehen?"
    "Nein, tut mir leid, heute habe ich sie noch nicht gesehen..wieso suchst du nach ihnen? Vielleicht sind die beiden nur Jagen?"
    "Rauchpfote hat erzählt dass sie die Hunde jagen wollen um Krieger zu werden.."
    "Krieger?", unterbrach der schrille Ruf Bärenjunges die Unterhaltung, seine Bernsteinaugen vor Begeisterung leuchtend, "das geht so leicht? Wo sind die Hunde?"
    "du gehst nicht zu den Hunden, das ist gefährlich", bestimmte seine Mutter, zog den braunen Kater näher an sich, leckte Ohm über den Kopf, "nun..ich frage einmal Feuerherz..wir sollten sie suchen gehen..", murmelte der weiße Kater leise.
    Der blaue Horizont färbte sich rot, erstreckte seine Strahlen weiter über das Lager, Angstgeruch erfüllte die Abendluft, trauernde Rufe erklangen mit den Kriegerahnen, den weißen Punkten am Himmel. "Wieselpfote..", jammerte Goldblüte, ihre Schnauze in dem zerfetzten Fell des gefleckten Katers. "Wie geht es Maispfote?", erklangen fragende Stimmen, Besorgnis hielt das Lager fest im Griff, hatte auch die Kinderstube in seinen kalten Klauen, beunruhigte sowohl Mütter als auch Junge, "...Mami..geht Maispfote zu Schneejunges und deiner Mami..?", fragte der hellgraue Kater an der Seite seiner Mutter, den braunen Kater neben sich versucht nicht zu wecken, "...vielleicht", sagte sie langsam, ließ ihren Blick über die anwesenden Katzen gleiten, "ich hoffe sie bleibt noch etwas..", mit diesen Worten fiel auch die blauäugige in einen tiefen, traumlosen Schlaf.

    Kapitel 34

    Die hellen Strahlen erstreckten sich über das Lager, ein Jaulen durchdrang den Morgen, "Buntgesicht!", hallte der Schrei Wolkenschweifs durch das Lager, seine blauen Augen starr auf den toten Körper gerichtet. Katzen versammelten sich auf der Lichtung, geschockte Blicke hingen an der Leiche, "was..ist passiert?", wildes Gemurmel übertönte die Frage des roten Katers, Angstgeruch überschwemmte das Lager, Besorgnis ummantelte das Herz der jungen Mutter als ein grauer Kater in das Lager gestürzt kam, "Kaninchen..!", rief er außer Atem aus, "Kaninchenspur..sie führt bis hier hin..sie kommen..die Hunde", Graustreifs Bernsteinaugen weiteten sich als er die angesehene Kriegerin tot am Boden entdeckte, "das muss..ein Plan sein..die Hundemeute zu unserem Lager zu locken", murmelte der zweite Anführer, schnell hatte er den Weg in die Mitte des Lagers gefunden, erhob seinen Kopf, "wir müssen die Hundemeute verjagen..", sprach er entschlossen. Rußpelz zog ihre Jungen näher an sich, leises prostest Maunzen erklang in ihren Ohren. Sie konzentrierte sich auf ihre Jungen, blendete den Clan aus.

    "Rußpelz!", erklang die Stimme ihres Gefährten neben ihr, sein durchdringender, blauer Blick bohrte sich in sie, "wir gehen zu den Sonnenfelsen", setzte er seinen Satz leiser fort, sanft Mut legte sich in seine Augen. Langsam lief sie neben ihm her, ihr Blick stets auf ihre Jungen gerichtet, "Mama! Mama!", rief Gewitterjunges, seine gelben Augen auf seine Mutter gerichtet, "wohin gehen wir? Verlassen wir das Lager? Wieso?", Fragen sprudelten aus seinem Maul, der grüne Blick seines Bruders bohrte sich in ihn, "Gewitterjunges..hast du Feuerherz gar nicht zugehört?"
    "Nicht so wirklich.."
    "Du solltest dem zweiten Anführer zuhören! Er hat erklärt das sie die Hunde verjagen wollen und der Clan sich so lange bei den Sonnenfelsen verstecken soll", erläuterte der braune Kater die Lage, sein ruhiger Blick auf den hellgrauen Kater neben sich gerichtet, "ist das..nicht..gefährlich..?", vor Angst zitterte die Stimme des hellgrauen Jungen, "das wird schon", versuchte die graue Kätzin ihre Jungen zu beruhigen. Die Sonne verschwand hinter dem Horizont, dicht saßen die Katzen des Donnerclans beieinander, schenkten sich Trost wegen der verlorenen Freundin, versuchten sich zu beruhigen.
    "Donnerclan, versammelt euch!", hallte Feuerherz ruf über das Lager, langsam versammelte sich der Clan, die trauernden Blicke fest auf dem Leichnam der Anführerin gerichtet, "Blausterns Tod ist ein großer Verlust für unseren Clan, doch..", Rußpelz Augen weiteten sich bei den Worten des Katers den sie einst liebte.

    Kapitel 35

    "...Blaustern hatte heimliche Junge im Flussclan, auch einen geheimen Gefährten. Sie gab ihre Junge ab um zweite Anführerin zu werden..", Protest erhob sich unter den Clankatzen, unbeirrt setzte er seine Rede fort, die grünen Augen fest auf die Katzenmenge vor sich gerichtet, "sie starb einen ehrenvollen Tod und wir sollten sie als unsere mutige Anführerin in Erinnerung behalten"
    "Pah!", blaffte eine empörte Stimme laut aus dem Clan, die Blicke zu sich ziehend erhob sich Dunkelstreif, Wut und Verachtung zeichneten sein Gesicht, "mutig? Ehrenvoll? Sie hat vor Monden den Clan verraten, zuerst eine Verräterin als Anführerin, die wahnsinnig wurde und Tigerstern zum zweiten Anführer ernannte, und jetzt ein Hauskätzchen? Was folgt als nächstes? Ein Ältester?", geschockt erstarrte die Masse an Katzen bis ein sandfarbener Pelz sich löste, entschlossen blickte die Kriegerin den düsteren Kater an, "du warst einer seiner Gefolgsleute, Dunkelstreif, außerdem hat Feuerherz mehr als nur ein Mal sein Können unter Beweis gestellt und Blaustern hatte mehr Mut und Ehre in ihrem Schweif als du in deinem gesamten Körper!"
    "Beruhigt euch, beide, Streit ist das letzte was wir nun gebrauchen können", unterbrach Weißsturm den Tumult, seine Bernsteinaugen auf den zukünftigen Anführer gerichtet, "Feuerherz, du solltest bald mit Schlampelz los ziehen". Hunderte Gedanken schossen Rußpelz durch den Kopf, Verwirrung breitete sich in ihr aus, Blaustern..eine Verräterin?, die Worte des getigerten Katers fanden schnell zurück in ihr Gedächtnis, ~meinte er vielleicht Blaustern...? Nein, das kann nicht sein..oder..teilt er Blausterns Schicksal?~, "Mama", der braune Kater rüttelte vorsichtig an ihr, "was hat das alles zu bedeuten? Ist Blaustern böse?", der Clan verstummte, die aufgerissenen Augen auf das unwissende Junge gerichtet, "Nein, Bärenjunges, aber nicht jeder tut immer das was richtig ist oder hält sich an alles..manchmal muss man verzeihen können"
    "Aber wieso haben wir dann Tigerstern nicht verziehen?", mischte sich nun Gewitterjunges ein, empörte Ausrufe folgten sogleich, "er hat zu viel schlechtes getan..". "Ruhe!", hallte die Stimme des feuerroten Katers über den Clan, "ich werde bald aufbrechen aber zuvor..", sein Blick haftete an dem dunklen Kater der ihn erneut unterbrach, "..verlasse ich den Clan! Ich bin lieber Streuner als mich von..so jemandem anführen zu lassen!", ohne auf die Katzen zu achten erhob er sich, stolzierte durch seine ehemaligen Clan Gefährten, verschwand im Eingang des Lagers. Ohne ein weiteres Wort sprang Feuerherz von dem Versammlungsfelsen, trottete zu dem Heilerbau. "Kannst du es fassen?"
    "Glaubst du er geht zu Tigerstern?
    "Ich wusste schon immer dass er ein Verräter war!"
    "Er kann das alles Tigerstern erzählen..das..das ist nicht gut", laut brach der Clan in Getuschel aus, immer noch geschockt blickte die graue Königin auf den Eingang dessen Blätter sanft im Wind wiegten, das..übt nicht gut.., besorgt blickte sie auf ihre Jungen, schob sie näher an sich.

    Sonnenaufgänge verstrichen, die Besorgnis versickerte im Vergessen, belustigt schaute die junge Mutter ihren Kindern bei ihrem Spielen zu, die Sonne war schon lange hinter dem Horizont verschwunden, der Mond hatte ihren Platz eingenommen, die scheinenden Kriegerahnen strahlten vom Himmel herab als die Ruhe von lautem Pfotengetrampel durchbrochen wurde, Katzen strömten in das Lager. "Donnerclan, versammelt euch!", hallte der Ruf des neuen Anführers über die Lichtung, bald war der Clan versammelt, die unruhigen Blicke auf ihn gerichtet, "wir haben schlechte Neuigkeiten", verkündete er, jeder Muskeln in seinem schlanken Körper schien angespannt, "der Schattenclan und der Flussclan haben sich zusammen geschlossen und wollen unsere Clan übernehmen und Hauskätzchen haben sich ihnen angeschlossen", belustigt erhob sich eine Stimme, durchschnitt die angespannte Luft, "Hauskätzchen?", fragte der junge Schüler, das braun getigerte Fell spannte sich über seinen Körper als er sich langsam aufrichtete, "mit denen werden wir sicher fertig!". Zustimmende Rufe hallten durch die nächtliche Stille, "Tigerstern", übertönte das Maunzen Feuersterns den Tumult, "wurde von ihrem Anführer ermordet", schockiert sträubte Rußpelz ihr Fell, die blauen, verständnislosen Augen an dem Anführer haftend, "die Hauskätzchen scheinen stark zu sein..", fuhr er fort, "er sagte das wenn wir uns unterwerfen wir überleben. Wir sollen ihm unsere Antwort in drei Sonnenaufgängen sagen, lehnen wir ab bedeutet das Krieg".

    Kapitel 36

    ~Wir werden trainieren müssen, wenn wir wirklich kämpfen müssen wir vorbereitet sein. Jeder der kämpfen kann, ob Schüler, Krieger oder Königin wird trainieren. Älteste und Junge müssen vorbereitet sein, falls wir verlieren müssen sie fliehen können, im Notfall kämpfen"~

    Die Worte ihres Anführers hallten in ihrem Kopf wieder, Unglauben breitete sich in der Königin aus, kurz stoppte sie, betrachtete ihren gestreiften Trainingspartner. Das silberne Fell war verklebt vom schlammigen Boden, ein Schmunzeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus, das braune, zerzauste Fell erinnerte sie an den Pelz ihres Jungen. Schnell nutzte Langschweif seine Chance, hatte die Mutter zum Stürzen gebracht, drückte ihr seine Zähne gegen die Kehle, "du bist unachtsam", murmelte er, sein warmer Atem auf dem Pelz der grauen Kätzin. Flink befreite sie sich, drückte ihren Gegner zu Boden, "machen wir eine Pause?"
    "Wenn du das willst, aber geh runter von mir".
    Stumm saß sie dort, beobachtete die zwei kleinen Kater, "ihr müsst zuerst die Grundstellung kennen lernen..", sprach Sandsturm, zeigte ruhig die Kampfstellungen, "die beiden machen sich gut", erklang eine ruhige Stimme hinter ihr, das feuerrote Fell Feuersterns schien die Kälte zu vertreiben, er ließ sich neben ihr nieder. Erneut umfasste der alte Schmerz ihr Herz, "..ja", murmelte sie, ihren Blick erneut dem Training gewidmet, "Mama!", rief der hellgraue Kater aus, rannte auf die Gerufene zu, stoppte vor ihr, "Mama", seine hoffnungsvollen Augen blickten sie an, "du gehst noch nicht zu Oma, oder? Sandsturm sagte das es sein kann das du stirbst..dann gehst du zu Oma, oder?"
    "Ich gehe noch nicht zu Oma und ja..wenn man stirbt kommt man in den Sternenclan, zu Oma und Schneejunges", ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus, "dann spielen wir wenn du wieder da bist? Spielen wir dann mit Papa und dir? Und Bärenjunges?"
    "Natürlich spielen sie mit uns!", rief sein Bruder, stürzte sich schon bald auf den jungen Kater, "sie bringt uns sicher viel bei und Brombeerpfote zeigt uns wieder das Jagen!", Belustigung legte sich auf das Gemüt Rußpelz, die Gedanken an den näher kommenden Kampf waren verblasst.

    Kapitel 37

    Die ersten Sonnenstrahlen erstreckten sich über die Clans, versuchte die kalte Luft zu erwärmen, "bald ist es so weit..", hauchte der graue Kater vor Rußpelz, schien von Angst erfasst zu sein, "..ja", antwortete sie, drehte sich ein letztes Mal zu ihren Jungen um, "wir werden jetzt gehen..", sprach sie sanft, leckte den beiden über die Köpfe, "passt auf euch auf, ja?"
    "Machen wir Mama", der braune Kater sah sie mutig an, "wir können jetzt kämpfen, komm gesund zurück mit Papa, versprochen?"
    "Versprochen", Rau erklang das Maunzen des Vaters neben ihr, ~wir können es euch nicht versprechen..~, sprach ihre innere Stimme, sagte das, was sie sich nicht traute zu sprechen, ~wir können euch nicht versprechen zurück zu kehren..oder gar ohne Verletzungen..passt auf euch auf...~

    Laut knurrend sprang die schwarze Kätzin auf Rußpelz, ihre Krallen bohrten sich tief in ihre Flanke, Schmerz durchströmte ihren Körper, benebelte ihre Sinne, laut jault sie auf, Kampfgeräusche verschluckten ihre Hilferufe. Schnell befreite sie sich aus dem Griff, ihre Krallen glitten über das Gesicht der Feindin, entrüstet rief jene auf, schon bald lag sie am Boden, Blut strömte aus ihren Wunden, verklebte das zerzauste Fell. Die graue Kätzin erhob ihre Pranke, bereit den letzten Schlag zu verrichten als ein weißer Pelz ihre Aufmerksamkeit auf dich zog.
    Weißsturm versuchte kläglich gegen einen schwarz-weißen Kater zu bestehen, die gelblichen Krallen dicht an seiner Kehle, ein Grinsen zierte sein Gesicht, "Nein!", schrie die graue Königin, ließ von ihrer Gegnerin ab, stürzte sich auf den breitschultrigen Fremden, spürte schon bald scharfe Zähne im Genick, erblickte den grauen Pelz ihres geliebten Gefährten in der Masse der Katzen, seine blauen Augen vor Schreck aufgerissen. Ihr Blick glitt zum dunkler werdenden Himmel, das Gefühl der Angst verwehte, machte Reue Platz, ~es tut mir leid...~, ihre Gedanken hafteten an ihren Jungen, ~ich werde mein Versprechen nicht einhalten könne..~, Schmerz unterbrach ihre Gedanken, ein Knacken erfüllte die Luft, kurz schien die Schlacht verstummt bevor die Sicht der jungen Mutter verschwamm.

    Epilog

    Geschockt hingen seine Augen am erschlaffenden Körper seiner Geliebten, Unglauben blockierte jeden seiner Gedanken, verdrängte die Realität. Langsam kam er vor ihr zum stoppen, seine Umgebung vergessend hob er sie hoch, krallte sich an dem letzten Hauch Hoffnung der in seinem Herzen erblühte, "keine Sorge..", seine Stimme bebte vor Angst, Verzweiflung hatte seinen Verstand benebelt, "..ich..ich bring dich zu Schlammpelz..halt noch..halt noch etwas durch..", sein Blick glitt hilfesuchend über die Lichtung, fliehende Katzen strömten an ihn vorbei, ~sie kann nicht Tod sein..sie darf nicht Tod sein..~, geschickt wandte er sich durch die Massen der fremden Katzen, sein Blick starr auf den braunen Pelz seines Bruders geheftet, "Schlammpelz!", schrie er, "komm schnell..Rußpelz!".

    Stumm stützte seine verstorbene Gefährtin, seine blauen, trüben Augen dem Boden gewidmet, "..Regenpelz..", flüsterte der goldene Kater neben ihm, "deine Jungen..eure Jungen..werden dich jetzt brauchen..", versuchte er ihn zu ermutigen, leicht nickte dieser, "ich weiß..", murmelte er, seine Stimme rau vor Einsamkeit. Zögerlich trat er in das Lager ein, erblickte die hoffnungsvollen Augen seiner Jungen, ließ seinen Kopf leicht hängen, schüttelte jenen leicht. Sofort schienen sie zu verstehen, stürzten auf ihren Vater zu. Vorsichtig ließ Regenpelz die Kätzin auf den kalten Boden gleiten, "Nein!", rief Bärenjunges, vergrub seine Schnauze in das Fell der Toten, "sie kann nicht Tod sein..sie..sie hat es uns doch versprochen..", murmelte er, Stille hatte den Clan eingenommen, ließen ihre Blicke an dem Leichnam haften, "Sie hat es uns versprochen!", schrie Gewitterjunges, seinen verzweifelten Blick auf dem stummen, grauen Kater gewidmet, "ich weiß..", hauchte dieser, Trauer umfasste sein Herz, unterdrückte die Freude, den Stolz und die Hoffnung, verdunkelten die noch vor kurzem scheinende Zukunft. Sanft spürte er den zerzausten Fell seines Lichtes, tat es als Einbildung ab als eine leise Stimme sein Ohr erreichte, ""ich hin immer hier..nahe bei euch", flüsterte die Stimme Rußpelz, sein Kopf raste nach oben, geschockt hatten sich seine Augen geweitet, flogen über den trauernden Clan als sein blauer Blick an einem grauen Pelz hängen blieben, die Kätzin blickte ihm entgegen, legte ihren Schweif sanft um die zwei Jungen.
    "Ich bin immer bei euch..wenn ihr mich braucht bin ich da..", ein trauriges Lächeln legte sich auf ihr Gesicht, "Pass gut auf sie auf, Regenpelz, ich liebe dich..", langsam verblasste die Kätzin, ließ ein Loch tief in dem Herz des Katers zurück. Zitternd lief er auf seine Kinder zu, senkte langsam seinen Kopf herab, leckte beiden tröstend über dem Kopf, "sie hält ihr Versprechen..sie ist immer bei euch..", sprach er, durchbrach die erdrückende Stille, deutete mit der Nase auf die Herzen der Kater, "tief in euren Herzen..".

    Nachwort

    Guten Tag, eigentlich gehört diese Geschichte meiner Freundin Schneelicht die es bei Wattpad veröffentlicht hatte. Bitte schaut dort vorbei, danke.
    Hier noch die Erklärung wenn Tigerstern mit "den drei" meinte, nähere Erläuterung warum bei Wattpad:
    Vor Goldblüte und Sasha hatte Tigerkralle eine heimliche Gefährtin im Flussclan. Zusammen haben sie zwei Junge bekommen, die in einer der schlimmsten Blattleeren Schüler wurden. Der Flussclan wollte sich, als Beutequrlle da der Fluss fast komplett eingefroren war, die Sonnenfelsen zurück erobern. In dem Kampf kam eins der Jungen um und seine Gefährtin wurde schwer verletzt. Das zweite Junge brach im Wasser ein und ist unter dem Eis gelandet und dort ertrunken. Seine Gefährtin starb an ihren entzündeten Wunden. Tigerkralle machte den Sternenclan und den Donnerclan verantwortlich, in jeder Halbclankatze sah er seine verstorbenen Jungen und hielt den Schmerz nicht aus weshalb er sie aus dem Weg räumen wollte. Die Clans wollte er unter allen Umständen vereinen um so etwas zu verhindern und an dem Andenken seiner Gefährtin.

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Schneelicht ( 32497 )
Abgeschickt vor 193 Tagen
@Wolkenfrost oh noch so ein keiner 0w0 und danke sehr, ich freu mich immer wenn ich so etwas lese:)
ich sehe schon den nächsten keiner kommen...der Name scheint beliebt gewesen zu sein
Wolkenfrost ( von: Wolkenfrost )
Abgeschickt vor 195 Tagen
Ich hab mir die geschichte auch durchgelesen.
Ich find sie wirklich gut :-).
Schneelicht ( 32497 )
Abgeschickt vor 196 Tagen
@Aschenpelz du bist keiner? Nett dich kennen zu lernen ^^ und danke ^^'
Aschenpelz ( 79034 )
Abgeschickt vor 196 Tagen
Ich hab mich durchgeschlagen! Süsse Story👏
Schneelicht ( 32497 )
Abgeschickt vor 197 Tagen
Und ich hatte ihr noch gesagt das sich da keiner durchschlägt..schrecklich wenn Leute einfach nicht zuhören wollen