Mit der Kraft der Erde

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2 Kapitel - 3.775 Wörter - Erstellt von: Lucy18 - Aktualisiert am: 2016-09-08 - Entwickelt am: - 297 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Maja ist bei Bilbo aufgewachsen. Noch nie hat sie ihre wahren Eltern gesehen. Bilbo erzählte ihr, dass sie von Unbekannten bei ihm abgegeben worden sei. Zusammen mit ihrem treuen Begleiter Bjarkar und Bilbo geht sie mit den Zwergen auf eine Reise. Was sie aber noch nicht weiß ist, dass sich auf dieser Reise ihre Identität endlich preisgibt.

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    Kapitel 2 Die Begegnung

    Dieser,, Riese'' stellte sich mit dem Namen Dwalin vor. Ich schaute um die Ecke und sah einen Zwerg mit halber Glatze und Tätowierungen am ganzen Körper.,, Was will er hier? Und was hat er mit Bilbo zu tun?'', dachte ich. Dieser Dwalin brummte ihn an, schmiss Bilbo seinen Mantel in die Arme und schaute sich im Haus um. Dann sah er mich um die Ecke linsen. Ich starrte ihn mit großen Augen an.,, Verdammt!'', dachte ich. Sein Blick wurde finster.,, Ist das dein Weib?'', fragte Dwalin Bilbo. Dieser starrte ihn nur geschockt an.,, Was? Nein! Sie ist quasi meine Tochter. Ich habe sie groß gezogen.'' Wieder kam nur ein Brummen von Dwalin, ging an mir vorbei und setzte sich an den Tisch. Es klingelte schon wieder! Bilbo ging völlig verwirrt zur Tür und öffnete sie. Ich schaute währenddessen wieder um die Ecke und schaute nach wer es denn sein könnte. Diesmal ein kleinerer Zwerg mit weißem Haar und langen Bart. Balin ist sein Name und er scheint mir auch viel freundlicher zu sein als der andere, der gerade unser ganzes Abendessen aufisst. Naja, essen kann man es nicht mehr nennen, wohl eher fressen, so wie er alles verschlingt.
    Bilbo stand immer noch völlig perplex da. Ich versuchte meine Schüchternheit zu verdrängen und ging mit einem Lächeln auf diesen Balin zu. Als er in meine Richtung schaute, musste er lächeln.,, Hallo, wer seid Ihr denn? Mein Name ist Balin.'', sagte er freundlich, während er sich leicht verbeugte. Jetzt musste ich lächeln.,, Mein Name ist Maja und ich bin Bilbos Tochter.'' Balin sah erst mich an, dann Bilbo und wieder mich.,, Ist das so?'', fragte er lachend. Balin lief an uns vorbei und rannte direkt zu Dwalin. Als Balin ihn mit,, Hallo Bruder'' begrüßte, war ich verdutzt. Dass die beiden Brüder sind, hätte ich jetzt nicht gedacht.
    Bilbo wusste nicht mehr mit seinen Gedanken wohin. Als es erneut klingelte. Bilbo schickte mich zu der Türe, da er mit den beiden anderen Zwergen zu sehr beschäftigt war. Beim Öffnen der Tür standen zwei junge Zwerge vor mir. Ein blonder und ein braunhaariger Zwerg.,, Ehm-... Hallo.'', stotterte ich vor mich hin.,, Fili und Kili, zu Euren Diensten'', sagten beide Zwerge gleichzeitig und lächelten breit. Als beide an mir vorbeigingen, zwinkerte Fili mir zu. Ich schaute nur verdutzt zurück. Mir wurde das alles zu viel. Ich sagte Bilbo bescheid, dass ich zu Bjarkar gehe und mich etwas um in kümmere. Er war zwar nicht sonderlich glücklich darüber, dennoch konnte er mich verstehen. Ich wartete gar nicht lange um hier raus zu kommen und rannte schnell raus. Bjarkar erwartete mich schon freudig.,, Hej Bjarkar.. '', sagte ich zu meinem treuen Freund, tätschelte seinen Hals und schwang mich an ihm hoch. Dieser sprang mit mir über den Zaun und galoppierte in den nächstliegenden Wald. Es tat so gut den Wind in den Haaren zu spüren. Das Gefühl der Freiheit werde ich mir von niemandem nehmen lassen. Ich spürte Bjarkars Freude. Er schnaubte andauernd und rannte wie ein Verrückter. Wie sehr ich den Waldduft liebe... er ist so rein und frisch. Wir ritten zu einem kleinen Fluss mit einer gewaltigen Eiche. Ich stieg von meinem Pferd ab und legte mich ins weiche Gras. Der Fluss glitzerte im Mondschein. Bjarkar graste neben mir. Meine Augen wurden schwer. Ich schlief ein und trotz allem kamen meine Gedanken nicht zur Ruhe. Nach einiger Zeit wacht ich wieder auf. Ich machte mir immer noch Gedanken.,, Was passiert gerade? Was haben sie mit Bilbo vor? Oh nein.. warum bin ich nur weg geritten. Ich hätte bei Bilbo bleiben sollen und hätte ihn unterstützen müssen!'' Ich seufzte. Bjarkar hob vom Grasen den Kopf und schaute mich erwartungsvoll an.,, Ja, ja. Ich verstehe schon. Wir reiten ja zurück.'' Es dauerte nicht sonderlich lange bis wir wieder auf Bjarkars Weide standen. Ich gab ihm noch schnell etwas Wasser und Futter bevor ich wieder ins Haus ging. Als ich in die Tür hineinkam, sah ich viel mehr Zwerge im Haus herumrennen als vorher. Ich will nicht sagen, dass ich schockiert war, aber ich war schockiert. Kopfschüttelnd ging ich ins Esszimmer und dort saßen um die 8 Zwerge. Was wollten die alle hier? Und dann kam er. Dwalin.,, Warum bist du einfach verschwunden? Ein Weib gehört in die Küche und hat Essen zu zubereiten, wenn Gäste da sind. Da hat dein Ziehvater dich wohl nicht sonderlich gut erzogen. Da merkt man es mal wieder. Frauen sind zu nichts gut.'', beschwerte er sich und baute sich vor mir auf. Ich sah ihn zornig an.,, Wie bitte? Ich weiß nicht wo Ihr herkommt, dass die Frauen so minderwertig behandelt werden, aber dorthin könnt Ihr gerne wieder gehen! Was eher eine Frechheit ist, ist dass ihr einfach hier hin gekommen seid ohne uns zu informieren und dann auch noch unser Essen weg esst!'', brüllte ich ihn an. Dwalin packte die Wut.,, Haltet lieber Euren Mund oder Ihr erlebt etwas!'',, Ich lasse mir nicht noch meinem Mund verbieten und das noch von einem Zwerg!'', schrie ich mit all meiner Kraft. Dwalin holte gerade zum Schlag aus, als ich mein Messer zog, das ich eingepackt hatte, bevor ich zu Bjarkar gelaufen war und hielt es Dwalin an die Kehle. Dieser schaute mich mit vollem entsetzen an.,, Ich bin kein hilfloses, kleines Mädchen, das sich nicht zu wehren weiß. Pass bloß auf, mein Freund.'', knurrte ich. Alles wurde still. Die Zwerge hörten auf zu reden oder blieben stehen. Auch Bilbo starrte uns an. Auf einmal fing Dwalin an zu lachen.,, Du bist in Ordnung, Mädchen'', lachte er. Ich war etwas perplex.,, Bitte, was?'' Er reagierte nicht mehr darauf, tätschelte mir auf die Schulter und setzt sich wieder zu Thorin. Dieser grinste auch nur. Dwalin zeigte mit dem Finger auf und sagte zu Thorin,, So ein Mädchen können wir gebrauchen!''
    Thorin lächelte daraufhin nur. Ich ging ins Wohnzimmer und dort erzählte Bilbo mir, dass er mit auf ein Abenteuer soll. Er soll als Meisterdieb agieren.,, Das heißt, dass du fortgehen wirst?'' Ich sah ihn traurig an.,, Maja, mach dir keine Sorgen. Ich bin sowie so nicht dafür geeignet.'' Ich nickte und schaute auf den Boden.,, Ich setze mich mal noch etwas raus. Das war jetzt alles ein bisschen viel.'',, Ist gut, mach das.''
    Draußen hatten wir eine wunderschöne Holzbank stehen, auf die ich mich seufzend fallen lies. Kurze Zeit später hörte ich wie sich die Türe hinter mir öffnete und wieder schloss.,, Darf ich mich zu Euch setzen?'' Es war Fili, der mich anlächelte.,, Natürlich, setzt Euch.'' Ich rückte etwas auf Seite, damit er sich neben mich setzen konnte.,, Darf ich fragen wie Ihr zu Bilbo kommt? Ihr seht ja nicht sonderlich aus wie ein Hobbit.'', fragte Fili freundlich.,, Nun ja... wir beide wissen nur so viel, dass ich von Unbekannten hier hin gebracht wurde als ich gerade mal 1 Jahr alt war. Ich kenne meine Eltern nicht. Ich weiß nicht wer sie sind oder wer ich-..'' Ich stockte. Was mache ich hier? Ich möchte ihm doch nicht meine Lebensgeschichte erzählen. Fili schaute hoch zu den Sternen.,, Ich verstehe es, wenn man nicht wirklich weiß wer man ist und wo man hingehört. Ich habe meinen Vater verloren als ich ein kleines Kind war. Das hat mich aus der Bahn gebracht. Ich wusste nicht mehr wohin. Ich wusste auch nicht, ob ich noch zu jemanden gehörte, obwohl ich noch meine Mutter und meinen Bruder hatte.'',, Das tut mir sehr leid. Ich weiß auch nicht, ob meine Eltern noch leben...'' Fili nahm unerwartet meine Hand und lächelte mich an.,, Sie leben bestimmt noch.'',, Danke, Fili. Ich denke ich sollte mich jetzt besser schlafen legen.'' Als ich aufstand, ergriff er meine Hand.,, Darf ich Euch sagen, dass Ihr einfach wunderschön seid.'' Ich errötete.,, D-danke..'', stammelte ich vor mich hin. Meine Hand glitt aus seiner als ich ging.,, Was war nur los mit mir? Seit wann reagiere ich auf diese Komplimente? Ich brauche eindeutig Schlaf.'' Schnell ging ich hinein, verschwand in mein Zimmer, zog mich schnell um und legte mich in mein Bett. In dieser Nacht träumte ich von den Schicksalswebern. Wie sie es schafften über mehrere Völker Frieden zu bringen. Eine Schicksalsweberin strahlte besonders hervor. Sie erhob sich über das gesamte Schlachtfeld. Licht umschloss sie und gewaltige Wurzeln erhoben sich aus dem Boden, die die restlichen Feinde im Erdboden verschlungen. Stille.
    Meine Augen schlugen blitzschnell auf.,, War das eben eine Tür oder ein Fenster? Moment, es war ja schon morgen. Vielleicht sind die Zwerge endlich weg.'' Ich sprang aus meinem Bett auf und sah mich im Haus um.,, Bilbo?'' Keine Antwort.,, BILBO!'' Immer noch keine Antwort. Dann sah ich einen Zettel auf dem Esszimmer liegen. Ich ahnte schon das schlimmste.,, Liebe Maja, ich weiß, dass dich das jetzt wahrscheinlich etwas erschrecken wird, aber ich habe mich heute früh entschlossen dieses Abenteuer anzutreten. Wenn ich es jetzt nicht wage, dann werde ich es nie tun. Das hat mir Gandalf auch klar gemacht. Es tut mir leid, dass ich dir nicht schon vorher bescheid gegeben habe. Ich werde bald zurück sein. Mach dir keine Sorgen um mich. In Liebe Bilbo''
    ,, Wer glaubt er, wer er ist? Glaubt er im Ernst, dass ich einfach hier bleibe?'' Wütend schnappte ich mir meinen Rucksack, stopfte ein paar Klamotten und Essen hinein. Ich rannte noch einmals in mein Zimmer um mir meine braune Reithose, meine grüne Bluse und meine schwarzen Stiefel anzuziehen. Aus meinem Geheimfach nahm ich meinem Bogen und zwei Messer heraus. Bilbo wusste nicht, dass ich auf Bjarkar mit Pfeil und Bogen trainierte. Er hätte sich nur unnötig Sorgen gemacht und das wollte ich nicht.
    Jetzt brauchte ich nur noch meinen grünen Umhang und dann konnte ich auch los. Ich rannte zu Bjarkar. Neben seiner Weide stand ein kleiner Stall für ihn, wo auch seine Ausrüstung drin war. Ich holte seinen Sattel und die Trense. Zuletzt zog ich mir meinen Mantel an und schwang mich auf Bjarkar. Ich wusste ungefähr wohin sie reiten wollten, da ich gestern ein paar Informationen aufgeschnappt hatte. Also trieb ich meinen Hengst vorwärts. All zu lange dauerte es nicht, bis ich den Trupp eingeholt hatte. Bei ihnen war auch Bilbo, der mich anlächelte.,, Ich wusste, dass du kommen würdest.'', rief er mir entgegen.,, Ich lasse doch nicht zu, dass nur du deinen Spaß hast'', rief ich ihm frech zurück. Fili und Kili, die hinten ritten, freuten sich über meine Anwesenheit. Besonders Fili, er konnte seine Augen nicht von mir abwenden. Thorin war sogar relativ froh darüber, dass ich mitkam, da ich mich zu verteidigen wusste und Bilbo,, beschützen'' konnte, wenn es nötig ist. Ich blieb die Zeit über auch bei Fili und Kili, da sie mir am sympathischsten waren. Fili war auch sehr erfreut darüber. Wir unterhielten uns sehr viel über unsere Kindheit. Sie erzählten mir von ihren Kindheitsstreichen und ich ihnen wie es war als,, Riese'' unter Hobbits zu leben. Am Ende des Weges sah ich einen Wald, der immer dichter kam und wieder überkam mich dieses Gefühl...
    So begann unser Abenteuer...

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    Kapitel 3 Legenden

    Wir waren nun schon seit Stunden unterwegs. Es regnete in Strömen und meine Klamotten waren total durchnässt vom Regen. Ich wünschte, ich säße zu Hause in meinem Sessel vor dem Kamin mit einer Tasse Kamillentee und einem guten Buch. Als die Zwerge immer lauter nörgelten, wurde ich aus meinen Gedanken gerissen. Ich hoffe, dass wir bald einen Unterschlupf finden. Zwar habe ich nichts gegen den Regen, dennoch würde ich mich jetzt lieber in eine Decke einkuscheln.
    Um mir die Zeit zu vertreiben und auf andere Gedanken zu kommen, unterhielt ich mich mit Bilbo.
    ,, Wie geht es dir momentan?'', fragte ich ihn.,, Nun ja. Bis auf die Tatsache, dass ich wohl gegen Pferde allergisch und total durchnässt bin, ganz okay. Was ist mit dir?'',, Auch ganz okay...'', log ich.
    Bilbo zog eine Augenbraue hoch.,, Sag, was ist wirklich los?'',, Na gut.. Ich habe das Gefühl, dass Fili mich mag...'',, Wirklich? Wie kommst du darauf?'', fragte er mich.,, Er lächelt mich sehr oft an, zwinkert mir zu und hat mir gesagt, dass er mich wunderschön findet.'' Bilbo lachte darüber nur.,, Da scheint sich wirklich jemand in dich verguckt zu haben.'',, Wir werden hier rasten!'', kam es von Thorin. Na endlich.
    Ich stieg von Bjarkar ab und sattelte ihn ab. Aus meiner Tasche nahm ich einen Apfel und hielt ihn vor Bjarkars Maul.,, Du hast mich für heute weit genug getragen, mein Freund.'', sagte ich zu ihm und streichelte seinen Kopf. Er schnaubte nur und aß genüsslich seinen Apfel.
    Die anderen Zwerge waren mit ihren Ponys beschäftigt. Sie fütterten sie ebenfalls und legten ihre Sachen bereit zum schlafen. Es wurde auch ein Lagerfeuer gemacht, worüber ich äußerst froh war. Ich setzte mich vors Feuer, zog meinen nassen Mantel aus und kramte in meiner Tasche nach einer Decke.,, Oh nein...'', sagte ich. Fili kam zu mir.,, Was ist denn los?'',, Ich habe meine Decke vergessen..'', sagte ich enttäuscht.,, Warte, du kannst meine haben.'' Lächelnd hielt mir Fili seine Decke entgegen.,, Ehm, vielen Dank, Fili. Das ist sehr nett von dir.'' Ich errötete schon wieder.,, Verdammt! Was war nur los mit mir?'', dachte ich als ich seine Decke nahm.
    Einige Zwerge schliefen schon. Dass Bombur schlief, konnte man besonders hören, da er sehr laut schnarchte und dabei ein paar Motten immer wieder einsaugte und auspustete.
    Bilbo setzte sich neben mich und stichelte mich dazu an Balin von meinem Lieblingsbuch zu erzählen. Irgendwie war mir das unangenehm und ich schüttelte den Kopf. Balin schmunzelte darüber nur.,, Sag schon, Mädchen. Was ist dein Lieblingsbuch?'', quetschte Balin mich aus.,, Uff, na gut. Es ist,, Die Legende der Schicksalsweber''. Ich habe mich jedoch nur mit dem Typ Erde am meisten befasst. Sie fand ich am interessantesten.'',, Ahhh, ja, das Buch habe ich auch gelesen. Sehr interessant. Ich liebe diese Legende. Mein Vater erzählte mir, dass er schon mal eine Schicksalsweberin getroffen habe. Ich weiß jedoch nicht, ob das stimmt.'',, Ich wünschte, diese Legende wäre wahr. Sie sind etwas besonderes. Sie sind jemand und müssen sich keinen Kopf darum machen, dass sie keiner beachtet oder ob ihr Leben etwas besonderes ist.'', sagte ich schwärmerisch. Fili und Kili wurden hellhörig.,, Was sind das für Wesen, Balin?'', fragte Kili neugierig.
    ,, Wo soll man da anfangen... Diese Wesen können die vier Elemente beherrschen. Man nennt sie,, Schicksalsweber''. Für jedes Element gibt es ein bestimmtes äußerliches Wesen. Bei dem Element Luft haben die Schicksalsweber meist schwarze Haare, mit hellblauen Augen und sind dazu noch sehr dünn. Das äußerliche Wesen des Elements Wasser hat meist braune Haare mit dunkelblauen Augen und hat eine sehr weibliche Figur. Wesen des Element Feuers haben meist rote Haare und goldbraune Augen mit ebenfalls einer sehr weiblichen Figur... jetzt muss ich überlegen. Beim Typ Erde bin ich mir nicht mehr so sicher. Ich glaube es waren braune Haare mit braunen Augen..'', stammelte nun Balin vor sich hin.,, Nein, sie haben blonde Haare und grüne Augen. Viele von ihnen haben auch eine eher weibliche Figur. Aber das ist nicht so stark ausgeprägt wie bei den Typen Wasser und Feuer.'', plapperte ich Balin einfach rein.,, Danke, Maja. Was mir nur gerade noch einfällt ist, dass alle Wesen bei den ersten Anzeichen von ihren Kräften sich Tätowierungen am ganzen Körper zeigen, die nach dem Einsatz von ihren Kräften wieder verblassen.'' Kili und Fili waren nicht mehr die einzigen, die zuhörten. Einige andere Zwerge hatten sich dazu gesellt.
    ,, Wie wird man denn zu einem Schicksalsweber?'', fragte Fili. Ich antwortete für Balin.,, Es heißt, dass bei der Geburt einer von ihnen neben der Mutter und dem neugeborenen Kind steht und dem Kind dann seine Gabe übergibt, wenn dieser zu,, alt'' geworden ist.''
    Kili lachte.,, Tja Bruder. Für dich ist es wohl zu spät ein Schicksalsweber zu werden'' Und schubste ihn um.
    Auf einmal schreckte Bilbo hoch, da er etwas gehört hatte. Kili erklärte ihm, dass dies Orks seien, die überall in diesen Landen zu finden seien. Das beruhigte meinen Ziehvater keineswegs. Thorin empfand das gar nicht als etwas lustiges und ermahnte seine Neffen. Balin versuchte daraufhin die beiden zu trösten und erzählte ihnen von der Schlacht gegen Azog der Schänder und seine Armee. Als Balin die Geschichte von Thorin erzählte, schaute ich hinüber zu Thorin. Erinnert zu werden, dass er seinen Großvater vor Azog nicht retten konnte, setzte ihm schwer zu. Ich stand auf, stellte mich zu Thorin und legte meine Hand auf seine Schulter. Er drehte seinen Kopf zu mir und schenkte mir ein schwaches Lächeln.
    Es wurde allmählich spät und ich kuschelte mich in die Decke, die Fili mir gegeben hatte. Sie roch nach ihm. Er hatte einen angenehmen Körpergeruch. Eine Zeit lang schaute ich noch dem Feuer zu wie es tanzte und knackste. Doch lange hielt ich es nicht mehr aus. Meine Augen wurden schwer und ich schlief ein. Bilbo schlief direkt neben mir.
    Als ich am nächsten Morgen aufwachte, packten alle Zwerge schon für den weiteren Ritt, den wir vor uns hatten. Ich brummte nur. Ich wollte weiterschlafen. Dann kam aber Gandalf und rüttelte sanft meine Schulter.,, Du kannst auf deinem Pferd weiterschlafen. Bjarkar wartet schon auf dich'', lachte Gandalf. Mit zusammengekniffenen Augen stand ich auf und knüllte die Decke zusammen. Mit etwas Wasser aus meiner Flasche wusch ich mir kurz das Gesicht und ging zu Fili rüber. Dieser lachte auf.,, Was ist los?'', schaute ich ihn verblüfft an.,, Deine Haare sind total zerzaust von meiner Decke'', lachte er weiter.,, Na danke.. '', schmollte ich und meine Wangen färbten sich erneut rot.
    ,, Ich wollte dir nur dafür danken, dass ich deine Decke haben durfte.'',, Kein Problem. Ich brauchte sie ja sowieso nicht.'' Ich reichte ihm seine Decke rüber, drehte mich um und verschwand zu Bjarkar. Er tänzelte auf der Stelle, weil er schon so nervös war.,, Ist ja gut. Gleich geht es doch los, mein Großer.'' Ich sattelte ihn und zog ihm seine Trense wieder an. Danach fühlte ich nach, ob mein Mantel wieder trocken war. Er war es. Den Valar sei Dank. Ich zog ihn mir über und stieg auf Bjarkar auf.
    Nach einer halben Stunde reiten fing es an zu regnen. Das darf doch jetzt nicht euer ernst sein oder?
    Hinter mir hörte ich die Zwerge erneut nörgeln. Als Dori Gandalf fragte, ob er den Regen verschwinden lassen könne, musste ich etwas lachen.,, Ihr Zwerge glaubt auch, dass Zauberer alles können oder?'', lachte ich. Gandalf nahm mir diese Anmerkung nicht übel, da sie stimmte. Er sagte, dass man sich einen anderen Zauberer dafür suchen müsse. Mehr bekam ich nicht mehr mit. Ich wartete bis ich neben Balin ritt. Wir unterhielten uns ausgiebig über die Schicksalsweber und deren Existenz.
    Nach Stunden waren wir endlich an einem weiteren Rastplatz angekommen. Bofur und Bombur sollten sich ums Essen kümmern. Ich kümmerte mich um mein Pferd. Das Streitgespräch zwischen Thorin und Gandalf bekam ich nur halb mit. Im Grunde ging es nur darum, dass Thorin für irgendetwas zu stur war.
    Als ich Bjarkar putzte, wurde mir immer bewusster, dass sich meine Schüchternheit immer mehr legte. Es verwunderte mich. Ich wurde selten in der Gesellschaft anderer richtig warm. Bofur rief uns zum Essen. Ich schaute auf die gefüllte Schüssel und entzifferte es als irgendeine Suppe oder so etwas ähnliches. Sonderlich appetitlich sah es ja nicht aus, aber es war besser als nichts. Den ersten Löffel nahm ich zögerlich in den Mund. Meine Augen weiteten sich.,, Das schmeckt richtig gut'', sagte ich mit vollem Erstaunen.,, Na was hast du denn gedacht?'', lachte Bofur. Das Eis zerbrach immer mehr. Ich kam mit den Zwergen in viele Gespräche. Besonders mit Dwalin. Komischerweise verstanden wir uns relativ gut. Meine Schüssel wurde immer leerer, trotz allem hatte ich noch Hunger. Ich ging zu Bofur, hielt meine Schüssel vor ihn und fragte ihn mit meinem süßesten Lächeln, ob ich noch etwas haben könne. Bofur errötete. Er hatte es noch nie erlebt, dass jemand von seinem Essen einen Nachschlag haben wollte.,, Es freut mich, dass es dir schmeckt, Maja.'', grinste er und gab mir meine neu gefüllte Schüssel zurück.
    Auf einmal hatte ich ein komisches Gefühl.. irgendetwas stimmte nicht. Wo waren Bilbo, Fili und Kili.,, Dwalin, hast du Bilbo und die Jungs gesehen?'',, Bilbo sollte den beiden etwas zu Essen bringen, aber das ist jetzt auch schon etwas länger her.'',, Ich ahne nichts gutes. Lass uns bitte nachsehen!'' Die Gruppe war zwar nicht sonderlich glücklich darüber jetzt ihr Essen aufgeben zu müssen, dennoch fanden sie es genauso seltsam, dass die drei nicht zurückkamen wie ich. Alle stellten ihre Schüsseln hin, nahmen ihre Waffen und gingen Richtung Ponys. Ich tat es ihnen gleich und was ich sah, bestätigte mein ungutes Gefühl nur..

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Lucy18 ( von: Lucy18 )
Abgeschickt vor 252 Tagen
Ah vielen Dank! :)
Die nächsten Kapitel werde ich auch immer wieder mal aktualisieren :)
Lux 7321 ( von: Lux 7321 )
Abgeschickt vor 253 Tagen
Es ist eine richtig gute Idee. Biiiittteeee schreib weiter! :)