Traum von Mittelerde - Hobbit Teil 1 - Kapitel 17

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1 Kapitel - 1.137 Wörter - Erstellt von: Lossiel Niquesse - Aktualisiert am: 2016-09-08 - Entwickelt am: - 243 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

ENDLICH geht es weiter mit Lossiels Geschichte! Ich hoffe, dass fast ein ganzes Jahr Pause mir gutgetan hat-_- Danke an alle, die so lange geblieben sind! Ich liebe euch wirklich.
Und jetzt schauen wir mal, wie Lossiel sich in fremden Sprachen schlägt^^

1
Khuzdul

Als ich aufwache, schaukelt es. Mühsam öffne ich die Augen und hebe den Kopf von – Kílis Bogengurt. Verdammt.
Zähneknirschend richte ich mich auf und reibe mir das Jochbein. Ich sitze hinter Kíli auf seinem Pony. Es ist noch früh am Morgen und zwischen den Stämmen der Bäume hängt leichter Nebel. Ich fröstele und drücke mich unwillkürlich wieder an Kílis Rücken. Der schaut grinsend über die Schulter. „Na, mein Fräulein, hattet ihr einen erholsamen Schlaf?“
„Nein!“, knurre ich zurück. „Dein bescheuerter Bogengurt macht einen erholsamen Schlaf unmöglich!“
Der Zwerg lacht. Ich fange ebenfalls an zu lachen, genau wie Fíli, der an unserer rechten Seite reitet.
Der Tag verläuft genau wie die vorherigen, wir lachen, quatschen und machen uns übereinander lustig.

Als wir am Abend auf einer steinumkränzten Erdkuhle anhalten, warte ich brav, bis Kíli abgestiegen ist und mich herunterhebt. Auch, als er mich zu Bofur trägt, der gerade ein Feuer entfacht, sage ich nichts. Als Kíli mich mit belustigtem Unterton danach fragt, entgegne ich: „Es bringt eh nichts, oder?“ Der junge Zwerg lächelt. „Nein, durchaus nicht.“
Ich lege mich zurück und starre in den dunkler werdenden Himmel. Meine Gedanken wandern davon, fangen an zu kreisen, und ich bin kurz vor dem Einschlafen, als mich jemand an der Schulter rüttelt.
Erschrocken setze ich mich auf. Es ist Balin. Ich gähne und schüttele einmal den Kopf, dann schaue ich ihn müde an. „Was ist denn?“
Balin lächelt mich freundlich an. „Lossiel, mir ist ein Einfall gekommen. Ich habe darüber bereits mit Thorin geredet und er ist... nun ja... er billigt es.“
„Aber es gefällt ihm trotzdem nicht“, interpretiere ich das „nun ja“ in seinem Satz.
Balin seufzt. „Ja, so ist es.“
Etwas interessierter setze ich mich auf. „Was ist das denn für ein Einfall?“
„Nun...“ Balin zögert leicht. „Ich denke, man könnte dir Khuzdul beibringen oder es zumindest versuchen. Diese Sprache ist sehr schwer zu lernen und -“ „Aber natürlich!“, unterbreche ich ihn begeistert. „Ich liebe Sprachen! Ist diese wirklich so schwer? Habt ihr fiese Grammatik? Habt ihr -“ „Ruhig, ruhig!“, fällt Balin mir ins Wort. „Ja, die Grammatik ist schwer, aber sie ist zu schaffen. Außerdem dachte ich sowieso erst an ein paar Redewendungen, die wir hier häufig benutzen. Dann könntest du das allergröbste verstehen, und der Rest -“ „geht mich nichts an, schon verstanden“ führe ich seinen Satz zu ende. „Genau!“ Balin lacht. „Und, wie ist es? Hast du Lust?“
Nun vollends wach, setze ich mich aufrecht. „Also Vokabeln lernen. Das ist einfach.“
„In gewissem Sinne.“ Balin reicht mir ein Blatt Pergament, das schon bessere Tage gesehen hat. Ich entziffere die engstehenden Buchstaben. Die Sätze sind kurz und die Wörter haben einen kantigen Klang. „Ich schaue zu Balin auf. „Gibt es irgendwelche Regeln zur Aussprache?“ Dieser schüttelt den Kopf. „Es gibt welche, aber die erkläre ich dir später, hierfür spielen sie keine Rolle.“ Ich nicke und wende mich wieder dem Pergament zu. Auswendig lernen. Eines der wenigen Dinge, die ich in der Schule gut konnte. Der Rest war eher... weniger gut. Mathe zum Beispiel. Oder Physik. Oder Interpretieren. Wie ich das hasse. Auch sonst war ich eher mittelmäßig bis schlecht in der Schule – ich habe einfach immer zu viel geträumt. Auswendiglernen ist einfach. Ich beuge mich über das Blatt, und als Balin mich ungefähr eine Stunde später fragt, wie ich vorankomme, kann ich ihm den größten Teil der Sätze aufsagen.
Darunter:
Mir geht es gut - Gamut ai-menu
Mir geht es nicht gut - Rasup ogamut men
Ich entschuldige mich - Men gajamu
Ich nehme deine Entschuldigung an - Men kemgu gajum menu

Sehr gerne mag ich Sätze wie:
Deine Weisheit ist so uralt wie der Stein - Gazardul menu ked gamelu pethem
Du schmiedest mit den Ahnen - Menu ziramu gamildul
Du bist größer als Worte beschreiben - Menu sigim bundul

Und natürlich:
Ich liebe dich - Men lananubukhs menu
Du bist alles - Menu tessu

Am allerbesten finde ich aber die Sätze:
Du bedeutest mir mehr als mein Bart - Ekespu menu men o targu men
Ich begehre dich mehr als eine unerschöpfliche Mithrilader - Men eleneku menu o bepap opetu ezirak

Ich fange unterdrückt an zu lachen. Balin schaut überrascht auf. „Was ist denn los?“ doch ich winke ab und beiße mir auf die Lippen, denn ich weiß nicht, wie die Zwerge es finden würden, dass ich über den Satz: „Du bedeutest mir mehr als mein Bart“ lachen muss.
Als ich mich ein wenig beruhigt habe, gehe ich zum Essen. Als ich mich neben Kíli setze, lässt er sofort seine (ohnehin schon fast leere) Schüssel sinken.
„Und? Bist du jetzt Khuzdul-Meisterin?“ Er grinst amüsiert. Hoheitsvoll widme ich mich meiner eignen Schüssel. „Natürlich.“, entgegne ich, ohne ihn eines Blickes zu würdigen. „Aber ich unterhalte mich nur mit qualifizierten Personen. Also versuch nicht, mir eins auszuwischen.“
Kíli legt sich dramatisch die Hand aufs Herz. „Ihr habt ein Herz, so eisig wie eure Augen, Mylady. Ich wage trotzdem zu sagen: Men gajamu?“
Mich kriegst du nicht, Junge.
„Men kemgu gajum menu.“ erwidere ich, immer noch ohne vom Essen aufzublicken und Kíli wendet sich mit einem noch breiteren Grinsen wieder dem Rest in seiner eigenen Schüssel zu. Nach dem Essen fragt Balin mich noch einmal ab, dann strecke ich mich (IMMER NOCH im Nachthemd!) auf dem Gras aus. Kíli legt sich ungefähr einen Meter von mir entfernt hin und lächelt mir zu. Ich lächle zurück, dann kuschele ich mich in meine Decke und falle in tiefen Schlaf.

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