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Drachenlicht und Flügelschatten - Herr der Ringe 16

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2 Kapitel - 1.145 Wörter - Erstellt von: Lonukira - Aktualisiert am: 2016-09-01 - Entwickelt am: - 399 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Der Schatten des Krieges fällt über Mittelerde. Wird es den freien Völkern gelingen, sich zu verteidigen?

    1
    "Das Auge! Es ist hier!"
    Sofort sprang ich auf. Ich spürte eindeutig den Ursprung der Bedrohung und rannte hinauf in die Schlafkammer. Pippin hielt den Palantír in der Hand. Ohne nachzudenken stürzte ich mich auf ihn und warf die Kugel weit von uns. Hinter uns flog die Tür auf, Aragorn und Legolas stürmten herein. Gandalf nahm den Palantír wieder an sich. Pippin lag reglos da. Gandalf nahm seine Hand und murmelte einige Worte, woraufhin der Hobbit ruckartig die Augen aufriss und nach Luft schnappte.
    "Was hast du gesehen?"
    "Sauron und...einen brennenden Baum." "Einen Baum?" Ich sah zu Aragorn. "Das kann nur bedeuten, dass Sauron plant, Gondor zu vernichten."

    Da Theoden es ablehnte, Gondor zu helfen, ritt Gandalf mit Pippin nach Minas Tirith. Jeden Abend standen Merry und ich auf dem höchsten der Wachtürme. "Sie werden es schaffen.", wiederholte ich immer wieder. "Gandalf weiß was er tut - meistens jedenfalls." Wenn die Leuchtfeuer brannten, würde Theoden eine Entscheidung treffen müssen. Während alles wartete, flog ich oft mit Thil ein Stück gen Gondor, um Ausschau nach den Feuern zu halten. Wenn wir Sie früh genug entdeckten, könnte Rohan bereit zum Aufbruch sein, bevor das letzte Feuer Edoras erreichte.
    Einige Tage später stürmte ich schließlich in die Halle: "Die Leuchtfeuer brennen! Gondor ruft um Hilfe!" Ich sah zu Theoden. Wenn er jetzt nicht half, dann...
    "Und Rohan wird antworten!"
    Erleichtert atmete ich auf. Rasch brachen wir nach Dunharg auf.

    2
    Es waren lange nicht so viele gekommen wie erhofft. Mit einem so kleinen Heer standen unsere Chancen auf einen Sieg sehr schlecht. Am selben Abend bemerkte ich, wie Aragorn aufstand und sich davonschleichen wollte. Es blieb keine Zeit um Legolas und Gimli zu wecken, also rannte ich zu Éowyn.
    "Herrin! Aragorn will uns verlassen!" "Wohin will er denn?" "Ich weiß es nicht. Sprecht Ihr mit ihm!"
    Sofort stand Éowyn auf und begann auf Aragorn einzureden, während ich Legolas und Gimli holte. Rasch sattelten wir die Pferde. Aragorn hatte es mittlerweile geschafft, Éowyn loszuwerden, doch er stand bereits vor dem nächsten Hindernis: Ein Drache lag vor dem Eingang zum Dimholt.
    "Wenn du je vorhattest, ohne uns zu gehen, kann ich mit Freuden behaupten, dass du kläglich gescheitert bist.", sagte ich fröhlich, doch er schüttelte ernst den Kopf. "Diesen Weg muss ich allein gehen."
    Nun kam auch Legolas in das letzte Tageslicht getreten. "Langsam müsstest du doch wissen, wie stur meine Schwester ist."
    Ich grinste ihn an. "Thuringwethil bewegt sich keinen Millimeter, wenn wir nicht mitkommen. Ich fürchte, du hast keine Wahl."
    Gimli brummte zustimmend. Aragorn seufzte resigniert und Thuringwethil erhob sich.

    Nach einer Weile kamen wir zu einem Eingang mit einer düsteren Inschrift: 'Der Weg ist versperrt.'
    Arod und Brego gingen durch, als ein kalter Windstoß an uns vorbei fuhr. Unsicher blickte ich Thuringwethil an. Sie wusste sofort, was ich zu sagen vorhatte .
    "Nein, ich werde euch begleiten. Und selbst wenn ich mir die Schuppen wund schürfe, ich komme mit. Beim ersten Mal, als du mich nicht in sie Mine mitnehmen wolltest, ist Gandalf mit dem Balrog in die Tiefe gestürzt; und beim letzten Mal ist Aragorn von einer Klippe gefallen. Beide sind beinahe gestorben. Ich komme mit."
    Genau wie Aragorn vorhin hatte ich keine Wahl.
    "Aber wehe, du bleibst stecken!"
    Aragorn ging durch die Pforte und Legolas folgte ihm. Ich warf Thil einen Blick zu, dann begab ich mich ebenfalls in den Felsen. Die Drachin quetschte sich hinter mir hinein. Gimli schob sich an mir vorbei. Eigenartig grüner Nebel umhüllte uns. Der Zwerg versuchte, ihn wegzupusten, doch vergebens. Die Anwesenheit der Geister war deutlich zu spüren. Aragorn führte uns weiter, bis wir eine große Höhle erreichten, wo Thil sich aufrichtete und ihren Hals reckte. Ein Toter, dessen Kopf eine Krone schmückte, tauchte auf. Aragorn erinnerte ihn an sein Versprechen, doch er weigerte sich, uns zu unterstützen. Als Aragorn in seiner Verzweiflung nicht aufgeben wollte, begann der Totenkönig zu lachen und löste eine Lawine aus. In letzter Sekunde konnten wir uns nach draußen retten. Dort bot sich uns ein unerfreulicher Anblick: Auf dem Fluss segelten zahlreiche Schiffe der Ostlinge Richtung Minas Tirith. Aragorn fiel auf die Knie, all seine Hoffnungen für Gondors Sieg waren verloren. Thil schnaubte wütend. "Wenn die Toten sich lieber bis in alle Ewigkeiten verstecken wollen, müssen wir es a llein schaffen."
    Ich legte Aragorn eine Hand auf die Schulter. "Sie hat recht, mein Freund. Wir können es schaffen."
    Ein trauriges Lächeln zuckte über sein Gesicht. Da hörten wir hinter uns ein Geräusch. "Wir kämpfen."
    Der Anführer und seine Totenarmee!

    Zuerst hielten wir die Schiffe auf. Der Kapitän der Flotte lachte uns bloß aus.
    "Mit welcher Armee gedenkt ihr uns aufzuhalten?", meinte er spöttisch.
    "Mit dieser Armee.", antwortete Aragorn gelassen. Dann griffen die Toten die Ostlinge an. Thuringwethil kam hinter einem großen Stein hervor und stieß ein ohrenbetäubendes Brüllen aus.
    Als alle Ostlinge besiegt waren, stiegen Aragorn, Legolas und Gimli auf das erste Schiff, ich flog mit Thil über ihnen. Mit ihren Flügeln erzeugte sie einen kräftigen Wind, der die Schiffe rasch vorantrieb. In Gedanken war ich bei Merry. Eigentlich sollte er mit den Frauen und Kindern in Dunharg bleiben, doch ein Gefühl sagte mir, dass er mit den Rohirrim geritten war. An seiner Stelle hätte ich auch nicht einfach dasitzen und darauf warten können, was passieren würde. Ich hätte es nicht ertragen, in Sicherheit zu sein, während Freunde ihr Leben für Mittelerde riskierten. Ich könnte es nicht und Merry auch nicht. Wenn ihm bloß nichts passieren würde! Wenn wir ankäme, würde ich sofort nach ihm suchen.

Kommentare (16)

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Alexa2187 ( von: Alexa2187)
vor 73 Tagen
Hey! Ich hab mir gerade die ganze Geschichte durchgelesen. Also erstmal Kompliment! Ich.Liebe deine Schreibstil und auch den Inhalt der Geschichte. Ich finde außerdem auch deine Harry Potter und Star Wars Geschichten toll! Ich habe erst vor ein paar Wochen die Herr der Ringe Filme gesehen und mich sofort verliebt! Tolle Geschichte!! Würde mich über Fortsetzungen in allen dieser Kategorien!
Blutmond (64504)
vor 290 Tagen
Dieses Ende war einfach wunderschön...Ich glaube, wir beide teilen irgendwie die gleiche Leidenschaft für Mittelerde, und diese Leidenschaft kann man in jedem einzelnen Wort deiner Geschichten erahnen.
Blutmond (48511)
vor 313 Tagen
Ja, eine Fortsetzung wäre perfekt! Ich kann den letzten Teil gar nicht abwarten!
Lydia ( von: Lydia)
vor 316 Tagen
Wieder wunderschön! Ich bin schon sehr gespannt wie der (wahrscheinlich) letzte Teil zu Ende gehen wird! Ich freue mich schon so! Machst du nach der Zeit des Herr der Ringe weiter? Es wäre toll wenn die Abenteuer von Elariel und Thil weitergehen würden!
Blutmond (57673)
vor 321 Tagen
Das Kapitel war total schön! Ich hoffe, Elariel wird endlich glücklich (am besten mit Merry, ich finde ihn so süß^^). Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Lydia ( von: Lydia)
vor 394 Tagen
Sehr schöne FF. Gut strukturiert und schöner Schreibstil. Hut ab!
Lonukira (62822)
vor 443 Tagen
Vielen Dank für die lieben Kommentare! Ohne euch hätte sich meine Motivation wahrscheinlich schon verabschiedet ;)
Ich werde mich bemühen, jetzt regelmäßiger Kapitel hochzuladen.
Namarië!
Thoreta Ràva Nénluime (46848)
vor 444 Tagen
Mega coole Story. Richtig gut geschrieben und spannend! Ich mag Thuringwethil total gerne ;) Ich freue mich auf die Fortsetzung!
Blutmond (29163)
vor 444 Tagen
Ein richtig schönes Kapitel. Ich finde es toll, wie Elariel sich weiterhin für Mittelerde einsetzt, obwohl sie so viel erlitten hat. Und ich bin ein riesiger Fan von Thuringwethil ;) weiter so!
Deine Blutmond
Rey (33088)
vor 482 Tagen
Ja, bitte schreib weiter!!!!!!
Tinúviël Ithildraug (40011)
vor 484 Tagen
Weiter schreiben!!! Unbedingt! Mehr gibt es nicht zu sagen.
Namarië, meldis nîn
Seerose (67532)
vor 487 Tagen
Gute Geschichte. schreib bitte weiter
Lucy (34159)
vor 492 Tagen
Ich liebe deine FFs einfach!
Bitte BITTE schreib weiter!!!
Namarië, meldis nîn!
Tinúviël Ithildraug (40011)
vor 498 Tagen
Ah! Die ersehnte Fortsetzung! Mal wieder sehr gelungen
Namarië, meldis nîn
Nienna 23 (52076)
vor 500 Tagen
Tolle Idee bitte schreib weiter!!!!😉
.... (42480)
vor 500 Tagen
Bitte schreib weiter