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Hate Bad

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5 Kapitel - 2.139 Wörter - Erstellt von: TheBeast - Aktualisiert am: 2016-12-13 - Entwickelt am: - 315 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Das Mädchen gehört zu den 'Bösen' unter den Magiern. Sie verdient ihr Geld damit, Informationen zu überbringen, nämlich der dunklen Gilde 'Dark Shadow'. Ihre Eltern sind tot, ihre Haustiere erkrankt und ihre Schwester wird vermisst, weshalb sie auf sich allein gestellt ist. Sie lebt von dem Verdienst ihres kleinen Jobs. Und damit auch von der Gilde. Doch plötzlich begegnet sie auf ihrem Job einer schicksalhaften Begegnung, das ihr Leben auf den Kopf stellte...

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    "Mach schon, kleine Göre." Pete gab mir einen Stoß. Ich rutschte auf dem frisch gewischtem Boden aus und fiel hin. Lautes Gelächter war zu hören. "Und diese tollpatschige Göre soll Informationen über Gilden sammeln?" "Ich bin... sehr flink..." krächzte ich. Das Gelächter verstärkte sich allmählich. "Der war gut! Hast du das gehört Joka?“ Ich bin die absolute Null. “Nun gut, Kleine." Unterbrach Master Joka das laute Gebrüll. "Heute ist eine besondere Gilde dran." Ich hoffte, die Gilde sei nicht all zu schlimm. „Fairy Tail!“ rief Joka voller Freude. „Fa…Fair…“ „Ja genau. Die stärkste Gilde ganz Fiore. Fairy Tail…“ „Fairy…Tail…?“ „Du wirst mir Informationen über die Gilde bringen. Tu, was du tun musst. So können wir wieder einen tollen Plan schmieden, der Fairy Tail zum Abgrund zwingt!“ Joka grinste breit. Wieso… Wieso gerade Fairy Tail? Es ist meine Lieblingsgilde! Ich liebe diese Gilde! Es wird immer davon berichtet, wie stark und tapfer sie sind. Wie hilfsbereit und vertraut sie miteinander umgehen. Das ist Fairy Tail. Ich liebe Fairy Tail. Wenn ich doch genug Geld hätte, würde ich…“Hörst du mir überhaupt zu!“ raunte Joka. Er gab mir einen starken Tritt. Ich schrie auf. „Hör mir gefälligst zu, wenn ich mit dir rede, kleine Göre!“ Ich schwieg. „Ich möchte diesmal besonders viele Informationen haben. Doch vergiss nicht…“ Er sah mir tief in die Augen, bevor er weiter sprach. „Fairy Tail ist eine gute Gilde. Und wir sind böse. Egal, wie sehr du die Gilde magst. Sie ist immer noch unser Feind. Sie haben schlimmes getan, und dafür sollen sie büßen!“ Böses? Sind wir hier nicht die bösen? „Was haben sie den so getan?“ “ Ich glaube nicht, dass du das wissen willst.““Doch! bitte sag es mir, Master!“ “Sie haben deine Familie getötet und ausgelöscht.“ Was! Das war… Schlichtwegs unmöglich! Das würde Fairy Tail niemals tun! Aber… “Stimmt das?“ fragte ich. Meine Hände ballten sich zu Fäusten. Wütend wischte ich mir eine Träne weg. „ Sie haben deine Eltern getötet. Sie haben deine Familie ausgelöscht. Ist das nicht traurig? Willst du dich nicht rächen? Einen Plan schmieden, um sie sie auszulöschen?“ Ich schwieg. Wie konnten sie das mir antun? „Du naive, kleine Göre glaubst dennoch, die Gilde sei etwas besonderes. Sie sei gut. Sie wolle für jeden Menschen nur das Beste. Hier hast du die echte Wahrheit. Fairy Tail ist Schmutz. Und den Schmutz wollen wir wegkehren. Damit unsere Welt glücklicher ist.“ Wieder schwieg ich. Meine Eltern… Es war alles Fairy Tail? „Bist du bereit, kleine? Dich zu rächen, für das, was sie getan haben?“ Ich musste es tun. Zum Wohle meiner Familie. Ich nickte entschlossen. Der Hass quoll nur so aus mir hinaus.

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    Ich schlich durch die dunklen Gassen. Eine völlig neue Seite von mir hatte Kontrolle über mich. Ich zog die dunkle Kapuze weiter über meinen Kopf. Wut. Hass. Angst. Sehnsucht. Negative Gefühle schwirrten durch meinen Kopf. Rote Strähnen fielen mir ins Gesicht. Jede kleinste Bewegung würde mich verraten. Ich ließ meine Strähnen dort, wo sie waren. Auf einmal hörte ich eine bekannte Stimme. Für einige Sekunden verschwanden all diese blöden Gefühle. Ich lauschte. „Was für eine Drecksumgebung.“ Motzte jemand. „So dunkel. Und düster.“ „Aye!“ Schritte näherten sich in der Gasse. So ist unsere Stadt nun mal. Es gab keine andere passendere Bezeichnung dafür, als dunkel. „Guckt mal! Da hinten wird es heller! Bestimmt gibt es dort was zu Essen.“ „Natsu! Denk doch nicht immer ans Essen!“ Natsu? War das nicht einer von Fairy Tail? Ich notierte mir den Namen und fing an, Notizen zu machen. „Aber ich habe Hunger.“ „Da hinten ist jemand. Wir können ihn ja fragen.“ Oh nein. Ich spürte, wie sie gezielt auf mich zugingen. Was sollte ich machen? Magie anwenden? Mein Puls ging hoch bis auf 180. Ich drehte mich um. Drei Mädchen. Zwei Jungen. Zwei fliegende Katzen. Ganz klar. Fairy Tails stärkstes Team. Panik kroch mir bis zum Hals. Sie kamen immer näher. Obwohl ich diese Gilde nicht kannte, und nie gekannt hatte, liebte und hasste ich sie zugleich. Ich beschloss, zu rennen. Durch die Gassen. Mal links, mal rechts. Mal gerade aus, ein paar Kurven. Ich gefühlte zehn Stunden, als ich nach hinten sah, hatte ich sie immer noch nicht abgehängt. „Wer bist du! Halt doch an!“ Es war eine warme Stimme. Sie gab mir Geborgenheit. Sie kam mir bekannt vor. Ich rannte weiter. Für Magie hatte ich keine Kraft mehr, als ich plötzlich Wärme spürte. Dann ging alles viel zu schnell. Ich stolperte und landete auf jemanden. Es hatte einen schnellen Herzschlag. Wärme ging von dem Kopf aus. Es war brennend heiß. Ich verwendete Magie und verfloss mit den Schatten. Ich schaute nicht zurück sondern lief einfach in Richtung Dark Shadow Gilde. Natsu? Wer war alles noch dabei? Auf einmal war ich verwirrt. Was sollte ich tun? Was hatten diese Magier in so einer verlassenen und verfluchten Stadt zu suchen?

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    „Natsu?“ Ich nickte und überreichte Joka den Zettel. „Was ist das bitte für eine Schrift!“ Er warf mir den Zettel ins Gesicht. „Ließ vor, Drecksscarlet.“ Kurz lachten alle auf. Solche Blödmänner. „Natsu scheint gerne Essen zu mögen. Ein Magier wird hungrig, wenn er sich oft bewegt und Magie anwendet. Natsu ist also aktiv. Verwendet oft Magie. Er hatte noch andere Verbündete. Sie waren insgesamt zwei Jungen und drei Mädchen. Ich schätze es war das stärkste Team von Fairy Tail. Blöd ist, dass wir so weit weg von Fairy Tail sind. Dann würden wir die Gerüchte-“ Joka packte mich am Kragen und schüttelte mich, so heftig es ging.„ Du zweifelst an unserer Lage! Nimm das zurück, dumme Göre!“ Er nahm mir den Zettel aus der Hand. „Was steht da noch!“ Er schaute mich grimmig an. „Eine Stimme kam mir bekannt vor…“ Er zog eine Grimasse. „Nicht das schon wieder. Wenn du so weiter machst, kannst du wieder putzen gehen.“ Ich senkte meinen Blick. Keine Gefühle zeigen. Keine Gefühle. „Sonst nichts.“ Er gab mir den Zettel und ließ mich gehen.
    Ich konnte nicht schlafen. Es war eine grausame Nacht. Sonst war der Holzboden recht bequem, doch heute war es anders. Hatte jemand den Boden schon gewischt? Wer war dieser Natsu? Wer war diese bekannte Stimme? Wieso war sie so bekannt? Wer war noch alles da? Ich stand auf und zog mir meinen Umhang über. Ich brauchte Antworten. Ich hielt es nicht mehr aus. „Wo gehst du hin?“ Hörte ich plötzlich jemanden. Joka. „Ich brauche Informationen. Mehr Informationen. Damit… Ich sie töten kann.“ Das mit der bekannten Stimme wollte ich nicht sagen. Keine Gefühle. Ein bisschen übertreiben. Aber keine Gefühle. „Sicher? Nicht das du abhauen willst?“ „Ich bin hierher gebunden. Du würdest mich mit deiner Alptraum-Magie prägen und zerstören. Ich kenne dich.“ Dann sagte er nichts mehr. Schritte entfernten sich. Ich ging hinaus.

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    Es war dunkel. Dunkel war gut. So hatte meine Magie doppelte Wirkung. Ich konnte mich praktisch unsichtbar machen. Ich spürte die Präsenz der Magier noch. Sie schlichen hier herum. Diese Mörder. Sie sollen sich von meiner Stadt fernhalten. Oder sie bekommen es mit Dark Shadow zutun. Meiner Familie. „Es ist so spät nachts. Ich bin müde. Ich habe Hunger.“ Motzte jemand. Die Stimme gehörte definitiv Natsu. Er war schon wieder hungrig? „Klappe. Ich suche jemanden. Ein… Gefühl.“ Gefühl? Spürte die Person es auch? „Ich glaube… Da hinten!“ Die Schritte wurden immer schneller. Und lauter. Aber sie konnten mich nicht sehen. Ich war hier unsichtbar. Ich verschmolz mit der Dunkelheit. „Hier ist niemand. Lass uns verschwinden.“ Mist. Ich konnte in dieser Dunkelheit nichts erkennen. Nur Umrisse. Langes Haar. Funkelnde Augen. Schöne Figur. Rüstung. Mehr nicht. „Ich spüre es aber. Genau hier.“ Natsu schüttelte den Kopf. Trug er einen Schal, oder was flog da die ganze Zeit zur Seite? Ich ging einen Schritt zur Seite. Diese Nähe war doch ein wenig unheimlich. Es war ein Mädchen. Eine erwachsene Frau. War es… „Jetzt ist es wieder ein bisschen weg.“ Sie ging wieder ein Schritt auf mich zu. „Hallo!“ schrie sie plötzlich so laut, dass meine Ohren hinterher schmerzten. „Da ist jemand. Ich spüre es!“ „Wieso sollte ich noch einmal mitkommen? Außerdem ist Happy nicht da!“ Wütend verschränkte Natsu die Arme. „Stell dich nicht so an, Natsu. Ich brauche immer Unterstützung.“ Ihre Augen blickten direkt in meine. Dunkel. War es ein braun oder schwarz? Ihre Gesichtszüge waren klar. Sie war verwirrt. „Hier. Ist. Jemand.“ Ich musste mir unbedingt Notizen machen, wenn ich zurück gehe. Ich musterte Natsu. Auch er hatte dunkle Augen. Schmale, müde Augen. Seine Haare lagen wirr auf seinem Kopf. Das Fairy Tail Zeichen klar und sichtbar auf seiner muskulösen Schulter. Ich wurde rot. Warum? Ich sah zu dem Mädchen. Sie griff neben meine Hand. „Hier ist jemand, Ich weiß es einfach.“ „Du siehst doch-“ „Die Person vorher hatte sich auch einfach in Luft aufgelöst! Es muss hier sein, Natsu! Ich war mir noch nie so sicher.“

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    Sie suchten weiter. Ich musste hier weg. Doch ich konnte nicht. Das Gefühl, was von der Person ausging, würde sie nach Dark Shadow locken, dann würde die Gilde dicht machen und ich automatisch kein Zuhause mehr haben. Zu hohes Risiko. Wenn ich einen Gegenstand hier lasse, bleibt der Geruch doch hier. Oder? Aber was sollte ich denn ausziehen? Ich hatte Shirt, Hose und Umhang an. Mein letztes Haarband ist noch Zuhause. Und wenn ich ein paar Haare rausreiße? Das ist zu laut. Und der Schmerz zu unerträglich. Und ein kleines reicht wahrscheinlich nicht. Ich saß hier fest. „Ich muss die anderen holen. Bleib du hier.“ Sagte das Mädchen. Aufdringlich und böse. „Warum?“ „Wir müssen alles noch einmal absuchen. Außerdem kannst du es auch spüren.“ „Warum jetzt?" Stell dich nicht so an.“ Und somit rannte sie weg. Ihre Schritte, ihre schweren, wütenden Schritte entfernten sich. Natsu und ich waren allein. Es jagte mir einen Schauer über den Rücken, wenn ich es so betrachtete. Ich ging ein paar Schritte zurück. Plötzlich sah mich Natsu an. Hatte ich ein Geräusch gemacht? Scheiße. Er blickte in meine Richtung. Er rannte zu mir. Gegen mich, besser gesagt. Ich fiel um und er landete auf mir. „Wer bist du?“ fauchte er, seine Hand krallte sich meine Haare. Ich schrie auf. Musste der gleich so zupacken? Er lockerte seinen Griff, dann strich er über mein Haar und ließ es los. „Sag doch was, oder bist du ein Monster!“ Natürlich, du Depp. Seine Hand fing Feuer. Ein Feuermagier? Vielleicht ein Dragon Slayer? Oh Gott. In was für eine Scheiße habe ich mich überhaupt hineingeritten? Er hielt es gegen mein Gesicht, ich spürte Hitze. Ich stieß ihn weg, wenn auch ein paar Meter zu weit, und hielt meine Hände schützend vor meinem Gesicht. Wenn ich bloß zwei Schwerter hätte. Dann würde ich ihn platt machen. Nein. Stopp. Das war hier nicht die Aufgabe. „Ganz schön stark.“ Hustete er. Ich wollte ihn nicht wehtun. Ich wollte einfach nur weg. Ich lief. Doch er war schneller. Er griff meine Hand und zog mich zu Boden. Meine Stirn knallte gegen den Boden. Das tat weh. Meine Hände presste er gegen meine Rücken. Ich hielt dagegen.

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