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Annenmenel – Herr der Ringe (Die Gefährten)

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2 Kapitel - 8.553 Wörter - Erstellt von: Lydia - Aktualisiert am: 2016-08-20 - Entwickelt am: - 1.017 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit - 2 Personen gefällt es

Ihre Geschichte geht nun im Herr der Ringe weiter! Was auf dem Rat, auf dem Caradhras und in Moria geschieht, findet ihr hier heraus…

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    ((bold))1.Kapitel((ebold)) Ich war mal wieder mit Legolas unterwegs. Wir streiften oft durch Mittelerde. Es war schön, doch die Orks vermehrten sich
    1.Kapitel
    Ich war mal wieder mit Legolas unterwegs. Wir streiften oft durch Mittelerde. Es war schön, doch die Orks vermehrten sich unverkennbar. Ich spürte es. Außerdem spürte ich das Sauron erwacht war. Eines Tages erhielten wir Nachricht von Herr Elrond. Er bat uns so schnell wie möglich zu ihm nach Bruchtal zu kommen. Der eine Ring war gefunden worden! Es kamen noch Vertreter anderer Völker um über das Schicksal Mittelerdes zu entscheiden. Also machten wir uns auf den Weg. Ich schickte Haldir noch eine Nachricht durch einen kleinen Vogel. Ich sagte ihm dass wir uns nun wohl längere Zeit nicht sehen würden, da ich auf eine wichtige Mission gehe. In seiner Antwort sagte er das, dass zwar Schade wäre, er aber auch sehr viel mit dem Schutz Lothlóriens zu tun hätte. So hatte ich wenigstens kein schlechtes Gewissen. Wir waren schnell in Bruchtal, auch wenn wir ein paar Zusammentreffen mit Orks hatten. Aber da wir ja fliegen konnten (Legolas mit seinem Amulett und ich mit meiner Kraft) waren wir ziemlich schnell in Bruchtal. Als wir ankamen, kam Elrond auf uns zu. „Mae govannen!“, sagte er zu uns. „Mae govannen, Elrond!“, sagten wir. „Hattet ihr eine angenehme Reise?“, fragte er uns. „Ja, sie wurde nur unterbrochen von 33 Orks, 19 Wargen und einem Troll!“, antwortete ich. Elrond lächelte und sagte: „Frech wie eh und je!“ Ich grinste. „Kommt! Ich zeige euch eure Zimmer!“, sagte Elrond. Er führte uns hinein und zeigte uns unsere Zimmer. Meins war in einem kleinen Türmchen und Legolas‘ im zweiten Stock. Von meinem Zimmer aus hatte man eine wundervolle Aussicht auf Bruchtal. Ohne zu zögern, kletterte ich auf den Fenstersims und ließ mich fallen. Im letzten Moment breitete ich meine Flügel aus und schwang mich in die Lüfte. Ich hörte einen Pfiff und sah auf. Ich landete vor einem Mann. „Ein gewagtes Manöver! Ich dachte zuerst ihr würdet euch umbringen!“ Ich lächelte und sagte: „Ich bin inzwischen sehr geübt in solchen Manövern und sie sind manchmal ganz nützlich.“ „Darf ich Fragen wie ihr heißt?“, fragte er mich. „Mein Name ist Annenmenel und ich bin Prinzessin des Grünwaldes.“, antwortete ich. Er deutete mit einem Kopfnicken eine Verbeugung an und sagte: „Angenehm! Ich bin Boromir, Sohn des Truchsesses von Gondor.“ Ich deutete ebenfalls eine Verbeugung an. „Was führt euch hier her, Boromir von Gondor?“, fragte ich ihn. „Ich wurde von Elrond zu einem Rat herbeigerufen.“, antwortete er. „Oh! Da haben wir wohl etwas gemeinsam.“, sagte ich lächelnd und er sah mich mit einem Blick an, der mir verriet, dass ich einen Verehrer hatte. „Dann auf Wiedersehen, Boromir von Gondor!“, sagte ich freundlich und schwang mich wieder in die Luft. Ich wollte nicht, dass er sich Hoffnungen machte, denn ich liebte Haldir über alles! Ich flog ein paar Runden über Bruchtal und sah dann etwas das mich anhalten ließ. Arwen, die Tochter Elrond, mit einem Hobbit auf einem Pferd, verfolgt von den Nazgûls. Im Sturzflug schoss ich auf die Erde und die Nazgûl wichen erschrocken aus. „Reite Arwen! Reite!“, rief ich ihr zu und sie tat wie geheißen. Erst ließ ich eine undurchdringliche Hecke wachsen die drei der Neun stoppte. Dann als die anderen zum Fluss und schließlich auch in ihn liefen, beschwor ich das Wasser. Eine riesige Welle rauschte auf die Nazgûl zu und riss sie mit sich. Die Pferde verschonte ich. Als sich das Wasser wieder legte, war Arwen schon weitergeritten und die Pferde standen nun allein da. Ich nahm sie an den Zügeln und sprach beruhigend auf sie ein. Ich horchte und hörte einen Menschen und zwei Hobbits auf mich zukommen. „Was ist geschehen?“, fragte der Mensch als er ankam. Die Hobbits sahen mich nur mit großen Augen an. Ich sah ihn misstrauisch an, erkannte ihn und sagte: „Ich habe die Nazgûls fortgespült, Aragorn. Arwen ist weitergeritten.“ Er nickte. „Wer seid ihr?“, fragte mich der eine Hobbit. „Ich bin Annenmenel, Prinzessin des Düsterwaldes. Und wer sei ihr?“, fragte ich. „Ich bin Peregrin Tuk, aber ihr könnt mich Pippin nennen!“, antwortete er. „Ich bin Meriadoc Brandybock, werde aber von allen Merry genannt!“, sagte ein weiterer Hobbit. „Ich bin Samweis Gamdschie, aber nennt mich Sam!“, sagte der dritte Hobbit. Ich nickte und sagte: „Ihr könnt mich Ann nennen!“ Die Hobbits nickten und ich sagte: „Wir kommen mit Pferden schneller nach Bruchtal. Ihr zwei setzt euch hinter Aragorn, du kommst mit mir!“ Sie nickten und Merry und Pippin setzten sich hinter Aragorn. Ich setzte Sam auf eines der Pferde und setzte mich hinter ihn. Dann nahm ich die Zügel, pfiff einmal und die Pferde ritten los. Wir waren nach fünf Minuten in Bruchtal. Ich half Sam vom Pferd und übergab die Pferde dann einem Elb der sich um sie kümmerte. Dann rannte ich so schnell ich konnte ins Haus und sah Arwen, Elrond und Gandalf bei dem einen Hobbit. „Ich kriege ihn nicht ganz geheilt!“, sagte Elrond verzweifelt. „Wer ist er?“, fragte ich. „Ein Hobbit aus dem Auenland. Er heißt Frodo Beutlin und hat den einen Ring gefunden! Und er wird wohl nicht mehr lange leben!“, sagte Gandalf verzweifelt. „Ach, geht mal beiseite!“, sagte ich energisch und sie taten wie geheißen. Ich legte die Hand auf Frodos Arm, wo ihn die Morgul-Klinge getroffen hatte. Ein Strahlen ging von mir aus und ich sog alles an dunkler Energie auf. Es war geschafft. Ich schüttelte meine Hand und die dunkle Energie kam wieder heraus. Schnell fing ich sie ein und bat Elrond um ein durchsichtiges Gefäß. Schnell holte er eins und ich machte die dunkle Energie hinein. Dann verschloss ich es. Während ich die dunkle Energie betrachtete, kaute ich auf meiner Lippe. „Ich werde es in einen Raum stellen!“, beschloss Elrond. Ich nickte und sagte: „Ich werde nachher noch ein wenig mit ihr experimentieren.“ Er nickte und dann gingen wir hinaus. Frodo würde bald erwachen. Legolas lief zu mir. „Aragorn hat mir erzählt was passiert ist. Bist du in Ordnung?“ Ich verdrehte die Augen und sagte: „Du brauchst jetzt nicht den großen Bruder spielen! Und mit mir ist alles in Ordnung! Frodo wir bald wieder auf die Beine kommen.“ Er nickte. „Komm!“, sagte ich zu ihm, „Ich muss dir was zeigen!“ Ich lief in den Raum mit der dunklen Energie. Elrond stand ebenfalls grübelnd davor. „Egal was ich tue! Sie verschwindet einfach nicht!“, sagte er wütend. „Nichts verschwindet jemals ganz aus dieser Welt! Es bleiben immer Asche, Staub oder Erde zurück!“, sagte ich zu ihm. „Was kann man dann tun?“, fragte Elrond ein wenig wütend. „Es in etwas Anderes verwandeln!“, sagte ich lächelnd. Fragend sah er mich an. Ich streckte die Hand aus und deutete auf die schwarze Energie. Sie fing an zu strahlen und statt schwarz, weiß zu werden! Völlig verblüfft starrte Elrond sie an. Schließlich wurde sie durchsichtig und ich ließ sie frei. Sie tanzte durch den Raum und kam auf mich zu. Dann schien sie in mich hinein zu schweben und ein Gefühl von Wärme und Stärke erfüllte mich. Ich war stärker geworden. „Wow!“, brachte Legolas heraus. Ich lächelte. Dann lief ich hinaus. Ich setzte mich draußen ins Gras. Es war so schön in Bruchtal! Da kam auf einmal jemand auf mich zu. Es war Boromir. Er setzte sich neben mich. Er räusperte sich und sagte: „Ich habe etwas für euch!“ Ich wandte den Kopf und er hielt mir eine rote Rose hin. „Oh! Vielen Dank!“, sagte ich überrascht. Ich nahm die Rose sah wieder hinaus in die Ferne. Von meinem Platz aus konnte ich fast bis nach Bree sehen. Ganz vorsichtig nahm Boromir meine Hand. Ich biss mir auf die Lippe. Sollte ich ihm meine Hand entziehen und ihn verletzen oder es geschehen lassen. Ich wollte ihn nicht verletzen und so ließ ich ihn. Wenn er mich küssen wollte würde ich etwas sagen. Aber er saß einfach nur da. Doch dann hob er mein Kinn an so, dass ich ihm ins Gesicht sehen musste. „Ich würde gern etwas probieren.“, sagte er. „Boromir, ich-‘‘, doch weiter kam ich nicht, denn da küsste er mich bereits. Ich riss mich los und rannte davon. Ein wenig verdattert sah er mir nach. Wahrscheinlich hatte noch keine Frau ihn abgewiesen. Ich rannte in mein Zimmer. Schnell schickte ich Legolas eine Nachricht und wenig später kam er rein. „Was ist passiert? In deiner Nachricht hieß es ich soll so schnell wie möglich kommen!“ „Dieser Boromir hat mich geküsst!“, sagte ich. „Wie?“, fragte er entgeistert. „Er ist wohl in mich verliebt, wir haben uns vorhin kennengelernt. Dann saß ich draußen im Garten und er kam. Als erstes hat er mir eine rote Rose geschenkt und dann hat er mich geküsst!“, sagte ich. „Gegen deinen Willen?“, fragte Legolas erbost. „Er sagte er wolle etwas ausprobieren und dann wollte ich etwas sagen, aber da hat er mich schon geküsst!“ „Der kann was erleben!“, sagte Legolas wütend. „Ne, ne! Lass ihn mal in Ruhe, ich krieg das schon selbst hin aber ich musste es mir jetzt einfach mal von der Seele reden!“, sagte ich und er nickte. Langsam wurde es draußen dunkel. Legolas ging in sein Zimmer und ich kleidete mich für die Nacht um. Dann legte ich mich in mein Bett und schlief ein.
    Am nächsten Morgen erwachte ich noch vor Sonnenaufgang. Ich sprang auf und lief ans Fenster. Die Vögel zwitscherten. In diesem Moment ging die Sonne auf. Ich seufzte glücklich. Schnell zog ich mich um und lief dann hinunter um zu frühstücken. Nach dem Frühstück lief ich in den Garten und sah Boromir allein im Gras sitzen. Ich setzte mich zu ihm. Er sah mich nicht an. Eine Weile saßen wir so da, dann ergriff ich das Wort: „Boromir, es tut mir leid.“ Er sah mich an. „Warum habt ihr mich abgewiesen?“, fragte er. „Weil mein Herz bereits einem anderen gehört. Hätte ich ihn nie kennen gelernt, könnte das mit uns vielleicht etwas werden.“ Boromir nickte und sagte: „Vielleicht ist es besser, wenn wir einfach ganz neu anfangen?“ Ich nickte, streckte die Hand aus und sagte: „Guten Tag! Ich bin Annenmenel, Prinzessin des Düsterwaldes und Legolas Schwester!“ Ich grinste. Er grinste zurück, schüttelte meine Hand und sagte: „Ich bin Boromir, Sohn des Truchsesses von Gondor! Es freut mich euch kennenzulernen!“ Wir sahen uns an und prusteten los! Dann ging ich wieder in mein Zimmer um mich für den Rat herzurichten. Ich zog mir ein weißes, aufwendig besticktes Kleid an das gut zu meinen hellblonden Haaren und smaragdgrünen Augen passte. Es betonte auch, dass ich Rundungen an den richtigen Stellen hatte. Es hatte auch einen kleinen Ausschnitt. Schuhe trug ich keine und meine Haare flocht ich zu einem Kranz. Den Rest ließ ich offen. So lief ich hinunter. Ich erschien als Letzte und augenblicklich wandten sich alle Köpfe zu mir. Ich war die einzige Frau. „Gut! Nun sind alle da!“, sagte Elrond. Dann wandte er sich an Frodo und sagte: „Frodo, hole den Ring heraus!“ Frodo tat wie geheißen und legte den Ring auf ein Podest. Er war mir relativ gleichgültig, doch Boromir schien nahezu von ihm besessen! Er sprach von einem Traum und das, dass ein Zeichen sein müsse und wollte den Ring gerade in die Hand nehmen- „Stopp!“, sagte ich. Boromir schreckte hoch. Ich sah den Ring an. Dann stand ich auf und beugte mein Gesicht zu ihm. „Ich fass ihn schon nicht an, keine Sorge!“, sagte ich. Dann lauschte ich. Mir klappe der Mund auf. Ich richtete mich wieder auf und sagte: „Der Ring besitzt eine ungeheure Macht! Er hat einen eigenen Willen. Er hat soeben zu mir gesagt: ‚Nimm mich mit! Bring mich zu Sauron meinem Herrn und du wirst reicher belohnt als du es dir vorstellen kannst!‘ Mit dem Ring ist nicht zu spaßen und man darf ihn niemals einsetzen, auch nicht gegen Sauron!“ „Aber das hat der Ring doch sicher in der schwarzen Sprache gesagt!“, sagte ein Zwerg den ich nicht kannte, „Woher könnt ihr sie? Seid ihr etwa eine Dienerin Saurons?“ Er hob drohend seine Axt. „Ich bin keine Dienerin von Sauron. Aber ich wurde in Gefangenschaft geboren. Orks die noch übrig waren nahmen meine Mutter gefangen als sie gerade mit mir schwanger war. Man hat sie zum Spaß gefoltert und das irgendwann auch mit mir gemacht. Ich bin mit der schwarzen Sprache aufgewachsen, aber es gibt keine Sprache die ich nicht mehr hasse!“ Dann zog ich meinen Ärmel hoch und zeigte ihnen meine Narbe. Erschrockenes Keuchen kam von allen Seiten. Dann sah ich den Zwerg neben dem der gesprochen hatte an und sagte: „Eurem Vater dürfte diese Narbe bekannt sein.“ Der nickte und sagte zu seinem Sohn: „Sie ist Annenmenel. Sie half uns damals auf unserer Reise, Gimli.“ Gimli hieß er also. Gimli, Gloins Sohn. Interessant. Da ergriff Elrond wieder das Wort und sagte: „Der Ring muss in den Flammen des Schicksalbergs vernichtet werden!“ Daraufhin fingen die Männer an sich zu streiten. Selbst Legolas war dabei. Ich verdrehte die Augen. Männer! Frodo schien irgendetwas sagen zu wollen, aber keiner hörte ihm zu. „Jetzt reißt euch doch mal zusammen und seid still!“, rief ich und alle sahen mich an. „Ihr seid vielleicht kindisch!“ Ich sah der Reihe nach jedem genau in die Augen und alle senkten beschämt die Köpfe. Dann drehte ich mich um und nickte Frodo zu. „Ich werde den Ring nach Mordor bringen.“, sagte er und fügte dann noch hinzu, „Obwohl ich den Weg nicht weiß“ „Ich werde dir helfen, diese Bürde zu tragen, Frodo Beutlin.“, sagte Gandalf, „So lange sie dir auferlegt sein mag.“ Nun sagte auch Aragorn: „Sollte ich dich durch mein Leben oder meinen Tod schützen können, werde ich es tun. Du hast mein Schwert.“ „Und du hast meinen Bogen.“, meinte Legolas, woraufhin auch Gimli hinzufügt: „Und meine Axt!“ Boromir sah sich ein wenig verwundert um, dann sagte er zu Frodo: „Du bestimmst unser aller Schicksal, kleiner Mann. Und wenn dies denn der Wille des Rates ist, so wird Gondor sich anschließen.“ Ich hätte am liebsten die Augen verdreht. Plötzlich stürmte Sam aus dem Gebüsch und sagte: „Hey, damit das klar ist, ohne mich geht Herr Frodo nirgendwo hin!“ Da lächelte Elrond und sagte: „Nein fürwahr, es ist kaum möglich euch zu trennen, selbst wenn er zu einer geheimen Beratung eingeladen ist und du nicht!“ Da stürmten noch Merry und Pippin hinter einer Säule hervor und riefen im Chor: „He! Wir kommen auch mit!“ Ich musste lächeln. Hobbits sind einfach zu lustige Geschöpfe. „Oder ihr werdet uns in einem Sack verschnürt heimschicken müssen.“, meinte Merry und Pippin fügte hinzu: „Wie dem auch sei, man braucht Leute mit Verstand für diese ... Abenteuer ... was auch immer ... Geschichte.“ „Dann wirst du gewiss nicht ausgewählt, Pip!“, sagte Merry dann an Pippin gewandt. Ich grinste und sagte: „Ich freu mich schon darauf Sauron eins auszuwischen! Ich bin dabei!“ „Zehn Gefährten. So sei es: Ihr bildet die Gemeinschaft des Ringes“, sagte Elrond. So standen wir da und Pippin sagte: „Großartig! Und wo soll's hingehen?“ Ich schlug mir mit der Hand gegen die Stirn.
    Als ich wieder auf meinem Zimmer war, packte ich die Sachen die ich brauchte in einen Rucksack. Ich brauchte nicht viel und so war mein Gepäck leicht. An Waffen hatte ich den Bogen meiner Mutter und einen Köcher mit Pfeilen die nie ausgingen. Außerdem hatte ich das Schwert meiner Mutter. Auf dem Rücken trug ich noch zwei kleinere Schwerter die ich auf meinem Rücken trug. (In der einen Szene in Edoras wo sie ihre Waffen abgeben müssen hat Legolas auf dem Rücken doch so zwei Schwerter. Genau solche hat sie auch.) Dann zauberte ich meinen Rucksack so klein das ich ihn an meinen Gürtel binden konnte. Mein Kleid tauschte ich gegen eine grüne Hose und ein braunes T-Shirt. Ich trug bequeme Stiefel mit denen man gut wandern konnte. Meine Haare flocht ich wieder zu einem Kranz und ließ den Rest offen. Ich schaute in den Spiegel. Ich war gut gerüstet und sah ziemlich eindrucksvoll aus. Ich legte die Sachen wieder ab und machte mich für die Nacht fertig. Ich packte meine Sachen meist am Abend bevor es losging um am nächsten Morgen nicht lange zu brauchen. Ich stellte mich ans Fenster. Die Sonne ging gerade unter. Ich legte mich in mein Bett und musste an Haldir denken. Ich seufzte. Da hatte ich eine Idee. Ich würde durch meine Träume mit ihm im Verbindung treten. Nicht viele Elben konnten das. So schlief ich ein.
    Ich war immer noch in Bruchtal. Es war der Pavillon im Garten, bei den Wasserfällen. Haldir stand vor mir. Er strich mir eine Haarsträhne hinters Ohr. „Es ist gut das du es beherrschst dich über deine Träume mit anderen zu treffen!“, sagte er zärtlich. „Es ist Traum und Wirklichkeit zugleich!“, flüsterte ich ihm ins Ohr. Er gab mir einen Kuss. „Es ist so schön im Bruchtal!“, sagte Haldir. „Du bist hier!“, sagte ich. „Es ist nur ein Traum!“, sagte er. „Dann ist es ein guter Traum!“, sagte ich zu ihm. Er strich mir über die Wange. „Ich nehme an du willst mir etwas erzählen“, sagte er und setzte sich. „Du kennst mich gut!“, sagte ich und setzte mich neben ihn. „Was ist geschehen?“, fragte er und nahm meine Hand. „Der eine Ring ist gefunden worden“, sagte ich, „und ich werde mit auf die Reise gehen ihn in den Flammen des Schicksalberges zu vernichten!“ Er nickte und sagte: „Gib auf dich acht und komm so schnell wie möglich zu mir zurück!“ „Das werde ich!“, flüsterte ich ihm ins Ohr, „Doch nun schlaf!“ Er legte sich auf das Sofa. Er streckte eine Hand nach mir aus und ich legte mich zu ihm. An seiner Brust schlief ich ein.
    Als ich am nächsten Morgen erwachte musste ich an mein Treffen mit Haldir denken. Es war schön gewesen. Ich sah aus dem Fenster zum Pavillon. Ich seufzte. Es war gleichzeitig ein glückliches und ein trauriges Seufzen. Ich zog mich an und lief hinunter. Ich frühstückte und lief dann hinaus. Die anderen standen schon da. Nur noch ein paar fehlten. Ich lächelte Legolas zu und ging zu ihnen. Als Elrond, Gandalf und die Hobbits kamen sprach Elrond. „Der Ringträger macht sich nun auf die Suche nach dem Schicksalsberg. Euch, die ihr mit ihm geht, wird kein Eid und keine Verpflichtung auferlegt, weiter zu gehen, als ihr wollt. Lebt wohl. Haltet fest an eurem Ziel. Möge der Segen der Elben und Menschen und aller freier Völker euch begleiten!“ „Die Gemeinschaft wartet auf den Ringträger!“, sagte Gandalf. Zögerlich ging Frodo vor. Ich lief vor Legolas und hinter Aragorn und sah wie er einen letzten Blick mit Arwen austauschte. Dann ging er weiter. Wir liefen eine ganze Weile und gegen Mittag rasteten wir. Ich setzte mich auf einen Felsen und sah zu wie Boromir Pippin den Schwertkampf beibrachte: „Zwei, eins, fünf. Gut! Sehr gut!“ „Beweg deine Füße!“, meinte Aragorn zu Pippin. Belustigt sah ich zu. „Gar nicht schlecht Pip“, sagte Merry. „Danke!“, erwiderte der. „Jetzt schneller!“, sagte Boromir. „Würde mich jemand nach meiner Meinung fragen, was natürlich keiner tut, wie ich weiß, dann würde ich vorschlagen, dass wir einen Umweg machen. Gandalf, wir könnten durch die Minen Morias gehen! Mein Vetter Balin würde uns einen königlichen Empfang bereiten!“ „Nein, Gimli, den Weg durch Moria würde ich nur einschlagen, wenn ich keine andere Wahl hätte“, sagte Gandalf bestimmt. „Ah! Au!“, rief da auf einmal Pippin. Ich wandte den Kopf. Boromir hatte ihn erwischt. „Oh! Verzeih mir!“, meinte der. „Auf ihn!“, rief Pippin und er und Merry stürzten sich auf Boromir. „Aaaaahhh!“, rief der in seiner Überraschung. „Es lebe das Auenland!“, rief Merry der Boromir mit Pippin zu Fall gebracht hatte. Ich musste lachen. „Meine Herren, das reicht jetzt!“, meinte Aragorn. Da stürzten sich die beiden auf Aragorn. Da packt Aragorn von jedem einen Arm. „Er hat meinen Arm, er hat meinen Arm!“, riefen die beiden daraufhin im Chor. „Was ist das denn?“, fragte Sam. Ich wandte den Kopf und starrte wie er auf etwas am Himmel. „Gar nichts, wohl nur ein Wolkenfetzen!“, brummte Gimli. „Der sich aber schnell bewegt!“, meinte Boromir. „Und gegen den Wind!“, sagte Aragorn noch. „Crebain aus Dunland!“, riefen Legolas und ich entsetzt. „In Deckung!“, brüllte Aragorn. Mit einer Handbewegung löschte ich das Feuer und räumte unsere Sachen auf. Da packte Legolas meinen Arm und hechtete in die Büsche. „Autsch!“, fluchte ich. „Pssst!“, machte Legolas. Als die Crebain wieder davon geflogen waren richtete ich mich auf. „Ich kann auch auf mich selbst aufpassen!“, sagte ich zu Legolas. „Jaja!“, sagte der nur. Ein Kreischen der Crebains ließ ihn zusammenzucken. Ich grinste schadenfroh. „Das sind Späher Sarumans“, sagte Gandalf mit bitterer Miene, „Sie kundschaften den Weg im Süden aus. Wir müssen über den Pass des Caradhras gehen“ Schon nach ein paar Stunden waren wir am Pass des Caradhras. Eine endlose Landschaft aus weiß! Alle anderen kämpften sich durch den Schnee während Legolas und ich locker an ihnen vorbeiliefen. Elbe sein ist manchmal eben ganz schön praktisch! Plötzlich rutschte Frodo aus und rollte den Hang hinunter. „Frodo!“, rief Aragorn. Er half dem Hobbit auf. Der tastete nach dem Ring, doch der war nicht da! Er war weiter oben liegen geblieben und lag, vor Boromir. „Ein seltsames Geschick, dass wir so viel Angst und Zweifel erdulden wegen eines so kleinen Dinges. So ein kleines Ding!“, sagte er und hob die Hand als wollte er den Ring berühren, ja an den Finger stecken doch blitzschnell streckte ich die Hand aus. Es warf Boromir nach hinten. „Fasst ihn nicht an!“, brüllte ich. Vorsichtig näherte ich mich dem Ring und lauschte.
    Legolas‘ Sicht:
    Sie näherte sich vorsichtig dem Ring. Dann beugte sie den Kopf als ob sie lausche. Im nächsten Moment griff sie sich an den Kopf und stieß einen markerschütternden Schmerzensschrei aus! Sie brach zusammen und rührte sich nicht mehr. Ich sprintete zu ihr. „Ann!“, rief ich. Ich setzte mich neben sie und hob ihren Kopf an. Auch die anderen rannten auf sie zu. „Was ist geschehen?“, riefen alle wild durcheinander. Ich schüttelte sie. Benommen machte sie die Augen auf. „Ann?“, fragte ich überglücklich und umarmte sie. „Was ist geschehen?“, fragte Gandalf, „Was hat der Ring gesagt?“ Ann holte tief Luft und sagte: „Er hat gesagt: ‚Bring mich zu ihm! Bring mich zu ihm!‘ daraufhin habe ich ihm geantwortet: ‚Niemals nehme ich dich in die Hand! Verglühen wirst du in den Flammen des Schicksalberges!‘ Und dann hat er gesagt: ‚Schmerzen sollen dich ereilen! Verräterin deines Blutes! Brennen sollen deine Knochen und dein Blut werde zu Eis!‘ Hätte ich nicht im letzten Moment einen leider ziemlich schwachen Schild zustande gebracht wäre genau das mit mir passiert!“ Entsetzt starrte ich sie an. „Aber was meinte er mit ‚Verräterin deines Blutes‘?“, fragte ich. „Ich weiß es nicht!“, sagte sie ebenso verwirrt wie ich.
    Annenmenels Sicht:
    Ich fragte mich was er wohl damit gemeint hatte? Doch nun mussten wir weiter! Frodo nahm wieder den Ring und wir machten uns auf den Weg. Wir liefen eine Weile und der Wind wurde immer stärker! Ein schrecklicher Schneesturm fegte über den Caradhras hinweg! Legolas und ich waren nun wirklich die einzigen die richtig vorankamen. Wir liefen bis zur Spitze des Zuges. Kannst du nichts dagegen machen?“, fragte mich Gandalf doch ich hob die Hand und lauschte: „„Cuiva nwalca Carnirasse! Nai yarvaxea rasselya ...“ „Es sind grausame Stimmen in der Luft!“, sagte Legolas und ich nickte. „Das ist Saruman!“, rief Gandalf. Ich hob die Hand, denn ich hatte verstanden was er sagte. Es krachte und riesige Felsbrocken stürzten auf uns herab. Ich machte eine Schutz-Barriere und die Felsbrocken trafen keinen von uns. „Er versucht den Berg zum Einsturz zu bringen! Gandalf, wir müssen umkehren!“, schrie Aragorn während der Wind um uns herumtobte. „Nein!“, brüllte Gandalf, „Losto Caradhras! Sedho, hodo, nuitho i ruith!“ Doch es half nichts. „Nai yarvaxea rasselya! Taltuva notto-carinnar!“, rief die Stimme Sarumans und ein Blitz schlug über uns in den Berg ein. Eine Unmenge Schnee fiel auf uns herab. Ich breitete meine Flügel aus und flog dem Schnee entgegen. Ich streckte die Arme aus und der Schnee stoppte. Ich nahm meine ganze Kraft zusammen und warf den Schnee in den Abgrund. „Gandalf! Ewig kann ich das nicht abwehren! Wir müssen runter vom Berg!“, brüllte ich meinen verdutzten Gefährten zu. „Aber wohin?“, fragte Legolas. „Schlagen wir uns zur Pforte von Rohan durch und dann über die Westfurt zu meiner Heimatstadt!“, meinte Boromir. „Die Pforte von Rohan führt uns zu nah an Isengart heran!“ „Überschreiten können wir den Berg niemals. Gehen wir unter ihm hindurch! Lasst uns den Weg durch die Minen von Moria gehen!“, sagte Gimli. „Lasst den Ringträger entscheiden“, meinte Gandalf, „Frodo?“ „Wir werden durch die Minen gehen“, sagte Frodo nach einer Pause. „Dann ist es beschlossen“, sagte Gandalf. Er drehte sich schon um, doch ich sagte: „Warte kurz!“ Dann streckte ich meine Hände in Richtung Saruman aus und schleuderte den Schneesturm zu ihm. Im nächsten Moment hatte ich ein Bild von Isengart vor Augen, Völlig von Schnee bedeckt während Sarumans eigener Sturm wütete. Er selbst suchte Schutz in Orthanc, dem Turm Isengarts. Bei uns hörte der Schneesturm sofort auf. Baff starrten die anderen mich an. „Los geht’s!“, sagte ich. Der Weg nach Moria war weitaus einfacher. Wir kamen zwar erst spätabends an, aber dafür würden uns prasselnde Kaminfeuer erwarten. Dachte ich jedenfalls. „Die Mauern von Moria!“, sagte Gimli, „Zwergentüren sind unsichtbar, wenn sie geschlossen sind.“ „Ja, Gimli und selbst ihre Meister können sie nicht finden, wenn ihr Geheimnis vergessen ist“, sagte Gandalf. „Das wundert mich nicht bei den Zwergen“, sagte Legolas. Ich gab ihm einen Klapps auf den Hinterkopf. Gimli brummte nur. Wir standen vor einer Wand aus Stein auf der absolut nichts zu sehen war. „Kein Mond heute“, sagte Gandalf, „Das ist wirklich Pech. Nur bei Mond- oder Sternenlicht zeigt sich die Tür.“ Aus Langeweile setzte ich mich hin und ließ kleine Tornados aus meinen Händen entstehen. Da kam mir eine Idee. „Bin gleich wieder da!“, sagte ich zu den anderen die mich verdutzt ansahen und ich flog mit meinen Flügeln hinauf in den Nachthimmel. Ich war nun auf Höhe der Wolken. Über ihnen sah ich den Mond und die Sterne. Ich konzentrierte mich und ließ einen Wind entstehen der alle Wolken davonblies. Ich flog hinunter zu den anderen und die starrten mich nur baff an. Nun war kein einziges Wölkchen mehr am Himmel zu sehen! Und da sah ich auch die Tür. Boromir pfiff anerkennend durch die Zähne. „Hier steht“, sagte Gandalf, „Die Türen von Durin, des Herrn von Moria. Sprich Freund und tritt ein“ „Und was soll das bitte bedeuten?“, fragte Merry. „Ganz einfach, wenn du ein Freund bist, sage das Losungswort und die Tür wird sich öffnen. Annon edhellen edro hiamen!“, sagte Gandalf, doch nichts geschah. Er räusperte sich verlegen. „Fennas Nogothrim lasto beth lammen“, versuchte er es erneut. „Da rührt sich überhaupt nichts“, stellte Pippin fest. Gandalf stemmte sich gegen die Tür, doch sie gab nicht nach. „Ich kannte einstmals jeden Zauberspruch in allen Sprachen der Elben, Menschen oder Orks“, sagte Gandalf. „Und was willst du nun tun?“, fragte Pippin Gandalf. „Mit deinem Kopf die Tür einschlagen, Peregrin Tuk. Wenn der sie nicht aufbringt und ich ein wenig Ruhe vor törichten Fragen habe, dann werde ich nach dem Losungswort suchen.“, sagte Gandalf wütend, „Ando eldarinwa, a lasta quettanya, fenda casarinwa!“ Während Gandalf weiter versuchte die Tür aufzubekommen, machten Aragorn und Sam das Gepäck von unserem Pony. „Die Minen sind kein Ort für ein Pony. Selbst für den tapferen Lutz nicht“, sagte Aragorn zu Sam. „Machs gut Lutz“, sagte Sam traurig zu unserem Pony. Lutz war ihm richtig ans Herz gewachsen! „Ab mit dir, geh“, sagte Aragorn zu Lutz als das Pony sich erst nicht rührte, dann aber in einem leichten Trab davon schritt. Gandalf versuchte sich immer noch an der Tür. „Mach dir keine Sorgen, Sam, er kennt den Weg nach Hause“, tröstete Aragorn Sam. Währenddessen schmiss Merry ein paar Steine ins Wasser. Doch bevor er wieder einen hineinwerfen konnte, hielt Aragorn seinen Arm fest. „Schrecke das Wasser nicht auf!“, sagte er zu ihm. „Nein, es ist sinnlos. Ich weiß es nicht, nein. Nein, es hat keinen Zweck.“, sagte Gandalf mit einer Mischung aus Wut und Verzweiflung. „Es ist ein Rätsel! Sprich Freund und tritt ein! Wie heißt das elbische Wort für Freund?“, fragte Frodo plötzlich. „Mellon!“, sagte Gandalf. Es knackte und knarzte und dann öffnete sich die Tür. Ich pfiff anerkennend durch die Zähne. So gingen wir in die Mine. „Und nun, Elbenherr, werdet Ihr die berühmte Gastfreundschaft der Zwerge kennenlernen!“, sagte Gimli zu Legolas, „Prasselnde Kaminfeuer, Malzbier, gut abgehangenes Fleisch!“ Vorsichtig machte Gandalf ein wenig Licht. „Denn dies, mein Freund, ist die Heimstätte meines Vetters Balin und sie nennen es eine Mine, eine Miiine!“, erzählte Gimli weiter. „Das ist keine Mine, das ist ein Grab!“, sagte Boromir. „Nein, nein! Neeeiiin!“, schrie Gimli. Tote Zwerge soweit das Auge reichte. Der Verwesungsgestank brannte in meiner Nase. Überall warne nur noch Skelette. Die Knochen waren mit Spinnweben überzogen und fingen bereits an zu faulen. Legolas zog einen Pfeil aus einer Leiche. „Orks!“, rief er. Wir spannten unsere Bögen und die anderen zogen ihre Schwerter. „Wir sollten zur Pforte von Rohan. Wir hätten niemals herkommen dürfen!“, sagte Boromir, „Los, verschwinden wir, raus hier!“ Sekunden später ertönte ein Schrei hinter uns. Ich wirbelte herum und sah einen riesigen Fangarm, der anfing Frodo ins Wasser zu ziehen. Bevor jedoch einer von uns etwas tun konnte, war der Arm verschwunden. Im nächsten Moment schossen jedoch mindestens ein duzend Arme aus dem Wasser und schnappten nach Frodo. „Aragorn!“, rief einer der Hobbits verzweifelt. Legolas schoss Pfeile auf den Riesenkraken und Boromir und Aragorn hackten wie wild auf das Ungeheuer ein. Aber Moment! Das war doch- „Ilavel!“, rief ich überrascht und alle erstarrten. Ilavel ließ Frodo fallen und starrte mich an. Ich stürmte auf sie zu und umarmte sie. „Was machst du denn für Sachen!“, fragte ich sie, „Das sind meine Freunde!“ Beschämt senkte sie den Kopf. „Von nun an frisst du nur noch Orks, ja!“, sagte ich und hob drohend den Zeigefinger. „Tschuldigung! Ich wusste ja nicht das du es bist!“, sagte sie beschämt auf Unterwassersprache. Sie konnte zwar nicht die gängige Sprache von Mittelerde, dafür aber die Unterwassersprache die ich auch verstand. „Du kennst dieses Monster?“, fragte mich Boromir fassungslos. „Monster!“, fragte ich aufgebracht. „Das ist meine beste Freundin Ilavel die von Sauron verwandelt wurde! Also benimm dich! Sie ist um einiges stärker als du!“ Immer noch baff starrten mich die anderen. „Moment! Moment! Meinst du die Ilavel die spurlos aus dem Düsterwald verschwand und niemand mehr sah?“, fragte Legolas erstaunt. Ich nickte und sagte: „Sauron hat sie gefangen genommen und verwandelt. Sie versteht unsere Sprache zwar aber kann sie nicht mehr sprechen.“ Die anderen nickten überrascht. „Aber jetzt ist die Frage: Moria oder Rohan?“, sagte ich. Die anderen schienen zu überlegen als ein kleines Vögelchen auf mich zukam. Es setzte sich auf meine Schulter. „Ich hab den neusten Stand aus Rohan!“, zwitscherte es mir ins Ohr. Es war eine Freundin von mir und gleichzeitig eine meiner Späher. „Das trifft sich gut! Wir wissen nämlich nicht ob wir jetzt nach Moria oder nach Rohan sollen!“, sagte ich. „Von Moria weiß ich nichts aber in Rohan wimmelt es nur so von Orks! Wie es um Moria steht weiß ich nicht!“, sagte die Kleine kopfschüttelnd. „Trotzdem Danke! Dann noch einen guten Flug!“, sagte ich zu ihr und sie flog wieder davon. Die anderen hatten das Gespräch mitbekommen. Sie sahen sich an und sagten: „Moria!“ Ich nickte und wir liefen los. Ich verabschiedete mich von Ilavel und ging mit. Als wir drinnen waren sagte Gandalf: „Wir nehmen es jetzt mit langen Dunkelheit Morias auf. Seid wachsam, es gibt in den Tiefen der Welt noch ältere und gemeinere Geschöpfe als Orks. Still jetzt. Bis zur andere Seite ist es ein Fußmarsch von vier Tagen. Lasst uns hoffen, dass unsere Gegenwart unbemerkt bleibt.“, sagte Gandalf und wir liefen los. Nachdem wir eine Weile gelaufen waren fing Gandalf wieder an zu sprechen: „Der Reichtum Morias beruhte nicht auf Gold oder Edelsteinen, sondern auf Mithril“ Neben uns war ein Abgrund in dem Mithril wohl abgebaut wurde. „Bilbo hatte einen Harnisch aus Mithrilringen, die Thorin ihm geschenkt hatte“, sagte Gandalf. „Ah, ein königliches Geschenk“, sagte Gimli darauf bedächtig. „Oh ja! Ich habe es ihm niemals gesagt, aber er war mehr wert als das ganze Auenland!“, sagte Gandalf. Ich nickte anerkennend mit dem Kopf. Das ganze Auenland. Wow! Wir liefen noch eine Weile und kamen an eine Abzweigung. „An diese Stelle kann ich mich nicht erinnern“, sagte Gandalf. „Haben wir uns verlaufen?“, fragte Pippin ängstlich. „Nein“, sagte Merry. Wir setzten uns und Gandalf und Frodo unterhielten sich. Ich sah ein wenig umher. Da entdeckte ich Gollum in den Tiefen unter uns. Ich seufzte. Hatte der Ring wirklich so eine große Anziehungskraft auf ihn? Scheinbar ja! „Ah, das ist der Weg!“, rief Gandalf. „Gandalf erinnert sich!“, sagte Merry freudig. „Das nicht, aber die Luft ist hier nicht ganz so unangenehm. Und im Zweifelsfalle, Meriadoc, sollte man immer seiner Nase folgen. Lasst mich ein wenig mehr Licht riskieren. Ooh!“, sagte Gandalf und wir staunten nicht schlecht. „Seht, dies ist das große Reich und die Stadt Zwergenbinge!“, sagte Gandalf feierlich. „Ein wahrer Augenöffner, gar keine Frage!“, sagte auch Sam. Riesige Säulen in einer riesigen Halle reihten sich aneinander. Die Pracht dieser Halle war unverkennbar! Da führte rechts eine Tür in einen anderen Raum. „Ohh!“, rief Gimli und stürmte in den Raum. „Gimli!“, rief Gandalf. Wir hasteten dem Zwerg hinterher. Der Raum war groß und er schien prächtig, wären da nicht die Leichen gewesen die überall auf dem Boden lagen. Und mitten im Raum stand ein Grab. „Nein, neihein, nein!“, rief Gimli verzweifelt, kniete vor dem Grab nieder und weinte. „Hier ruht Balin, Fundins Sohn, Herr von Moria. Er ist also tot.“, sagte Gandalf, „Ich hatte es gefürchtet.“ Da nahm Gandalf ein Buch hoch und schlug es auf. „Wir dürfen hier nicht verweilen, wir müssen weiter!“, sagte Legolas drängend. „Sie haben die Brücke und die zweite Halle genommen.“, las Gandalf aus dem Buch vor, „Wir haben das Tor versperrt, können es aber nicht lange halten. Die Erde bebt. Trommeln, Trommeln in der Tiefe. Wir können nicht hinaus. Ein Schatten bewegt sich in der Dunkelheit. Wir können nicht hinaus. Sie kommen“ Ich schlug mir die Hand vor den Mund. Mir taten die ganzen Zwerge so leid! Sie hatten weder Nahrung gehabt um einer Belagerung standzuhalten, noch hatten sie Hilfe holen können. Was solche Sachen anging waren Minen wirklich keine guten Orte, sofern man keine Geheimgänge hatte. In diesem Moment krachte es fürchterlich und ich wirbelte herum. Pippin hatte einen Pfeil an einem Skelett angefasst. Zu allem Übel stürzte zuerst der Kopf, dann der Körper in den Brunnenschacht. Kette und Eimer zog es direkt mit sich. Es krachte fürchterlich! „Närrischer Tuk!“, rief Gandalf wütend, „Wirf dich nächstes Mal selbst hinein, dann sind wir dich und deine Dummheit los!“ Pippin schluckte. Und dann hörte ich es. Das stetige Trommeln der Orks. „Orks!“, rief Legolas eigentlich überflüssigerweise. Boromir rannte zur Tür und sah hinaus. Haarscharf verfehlten ihn zwei Pfeile am Kopf und blieben in der Tür stecken. „Bleibt zurück, dicht hinter Gandalf!“, rief Aragorn den Hobbits zu. „Sie haben einen Höhlentroll!“, meinte Boromir. „Ja!“, sagte ich und die anderen sahen mich völlig verdattert an. „Endlich mal ne Herausforderung!“, meinte ich während die anderen die Tür versperrten. „Wuah! Sollen sie kommen! Es gibt immer noch einen Zwerg in Moria, der noch nicht zu Staub zerfallen ist!“, rief Gimli angriffslustig. Ich holte meinen Bogen heraus und legte einen Pfeil auf die Sehne. Als die Tür langsam kaputt ging bekam der erste Orks meinen Pfeil zu spüren. Auch Legolas und Aragorn schossen. Als die Orks in den Raum stürmten, zog ich mein Schwert und haute dem ersten den Kopf ab. Da tauchte der Höhlentroll auf. Ich machte einen Sprung auf ihn zu. Das Vieh brüllte, weil es mich nicht erwischte, ich war zu flink. Doch dann wurde ich leider von ihm getrennt und musste gegen ein paar Orks kämpfen. Plötzlich packte mich einer von hinten an den Haaren. Ich schrie auf. Ich schnitt ihm den Kopf ab. Alles, aber nicht meine Haare! Doch plötzlich zischten die Orks einander zu: „Das ist sie! Das ist sie!“ Ich brachte sie einfach um, aber da schnappten sie nach mir. Einer kam sogar mit einem Seil! Was zum Henker war hier los? Da kamen plötzlich alle Orks auf mich zu! Der Rest kämpfte nur noch so halb gegen die anderen. Sie schlossen einen Kreis um mich und langsam wurde es eng. „Ann!“, schrie Legolas verzweifelt, weil er nicht zu mir durchkam. Da wurde es mir zu bunt. „Duckt euch!“, schrie ich meinen Gefährten zu die taten wie geheißen und ich schickte den Orks eine Feuerwelle die ihre Köpfe verbrannte. Die Leichen kippten einfach um. „Klasse!“, sagte Legolas, „Aber warum sind die alle auf dich los?“ „Ich weiß es nicht!“, sagte ich. Den Troll hatte ich mit der Feuerwelle ebenfalls getötet. Da hörten wir weitere Orks kommen! „Zur Brücke von Kazad-Dûm!“, rief Gandalf und rannte los. Wir folgten ihm alle so schnell wir konnten. Wie rannten in eine riesige Halle, als Orks von allen Seiten auf uns zukamen! Selbst von der Decke kamen welche auf uns zu. Doch da ertönte ein Brüllen vom einen Ende der Halle und die Orks ergriffen die Flucht. „Was ist das für eine neue Teufelei?“, fraget Boromir. „Ein Balrog. Ein Dämon aus der alten Welt. Ein Feind, gegen den ihr nichts ausrichten könnt. Lauft! Schnell!“, schrie Gandalf und erneut rannten wir los. Nein, nein, nein! Das durfte doch wohl nicht wahr sein! Ein Balrog! Wir rannten zur Brücke von Kazad-Dûm. „Oh!“, rief Boromir als er fasst in einen Abgrund stürzte. Aragorn packte ihn an seiner Jacke und verhinderte den Sturz. Ich streckte die Hand aus und eine Brücke aus Stein schien über den Abgrund zu wachsen. Ich rannte als Erste rüber. Die anderen folgten mir. Der Balrog kam immer näher. „Über die Brücke, flieht!“, rief Gandalf und wir rannten los. Wir waren auf der anderen Seite, doch Gandalf stand noch mitten auf der Brücke. „Du kannst nicht vorbei!“, schrie Gandalf dem Balrog entgegen. „Gandalf!“, rief Frodo angsterfüllt. „Ich bin ein Diener des geheimen Feuers, Gebieter über die Flamme von Arnor! Das dunkle Feuer wird dir nichts nützen! Flamme von Udûn!“, rief Gandalf wieder. Ich breitete meine Flügel aus und flog zu Gandalf auf die Brücke. „Verschwinde Gandalf!“, rief ich. Er machte den Mund auf um etwas zu sagen, doch ich schrie: „Verschwinde!“ Er rannte davon und ich flog ein Stück in die Luft. Im Flug verwandelte ich mich in einen Balrog. Die anderen starrten mich so entsetzt an das es fast zum Lachen war. Ich kämpfte gegen den Balrog und er brüllte auf. Ich ging ihm an die Gurgel und er kratzte und biss. Wir rangelten und stürzten in die Schlucht. Im Fallen verwandelte ich mich wieder in eine Elbe mit Adlerflügeln. So stand ich wieder auf der Brücke. Gandalf rannte auf mich zu. Da peitschte der Balrog nach mir- „Vorsicht!“, rief Gandalf, stieß mich beiseite und fiel in den Abgrund. „Gandalf!“, schrie ich erschrocken und wollte ihm nach, doch in diesem Moment peitschte der Balrog noch einmal nach mir und ich fiel fast in den Abgrund. „ANN!“, brüllten die Gefährten. Ich hing noch mit einer Hand an der Brücke. Der Balrog zog mich hinunter. Da griff auf einmal Legolas nach meiner Hand. Boromir stand neben ihm und zusammen zogen sie mich hoch. Ich wollte Gandalf nachfliegen, doch Boromir hielt mich fest. Ich versuchte ihn wegzuschieben, doch er hielt mich eisern fest. Ich brüllte ihn an, doch er sagte nur es wäre zu spät. So zerrte er mich hinaus. Draußen stieß ich einen Schrei aus der die Bäume verbog und Wirbelstürme verursachte. Die Erde bebte davon. Ich breitete meine Flügel aus, flog in die Luft und stieß noch einen Schrei aus. Blitze zuckten über den Himmel als ich meine Wut am Himmel ausließ. Als ich wieder hinunterflog, landete ich so hart das die Erde bebte. Die anderen starrten mich völlig verwundert an. „Wir müssen weiter!“, sagte ich schroff und keiner wagte es mir zu wiedersprechen. Wir kamen nach Lórien und ich musste daran denken das ich ja gleich Haldir traf! Das brachte mich wieder auf einen glücklicheren Stand. Wir liefen eine Weile und Gimli fing an sich mit den Hobbits zu unterhalten. „Bleibt in der Nähe, junge Hobbits! Man sagt, dass eine große Zauberin in diesen Wäldern lebt. Eine Elbenhexe von entsetzlicher Macht. Alle, die sie erblicken, erliegen ihrem Zauberbann und werden nie wiedergesehen! Immerhin ist hier ein Zwerg, und den kann sie nicht so leicht umgarnen. Ich habe die Augen eines Habichts und die Ohren eines Fuchses! Ooh!“, sagte Gimli und hatte plötzlich einen Pfeil vor der Nase. „Der Zwerg atmet so laut, wir hätten ihn im Dunkeln erschießen können!“, sagte Haldir. Gimli knurrte. „Mae govannen, Legolas Thranduilion“, sagte er zu Legolas. (Übersetzung: Willkommen, Legolas, Thranduils Sohn.) „Govannas vîn gwennen le, Haldir o Lórien.“, antwortete Legolas förmlich. (Übersetzung: Unsere Gemeinschaft ist dir verpflichtet, Haldir von Lórien.) „A Aragorn in Dúnedain istannen le ammen.“, wandte sich Haldir an Aragorn. (Übersetzung: Und Aragorn von den Dúnedain, du bist uns bekannt.) „Haldir“, sagte Aragorn mit einem Nicken. „Annenmenel“, sagte er zu mir und lächelte. Ich lächelte zurück. Wir wussten wir durften uns nicht in aller Öffentlichkeit küssen. „Das ist zu viel gelobten Höflichkeit der Elben. Sprich Worte, die wir alle verstehen!“, meinte Gimli angesäuert. „Wir haben nichts mehr mit Zwergen zu tun, seit der Zeit der Finsternis“, meinte Haldir. „Weißt du, was dieser Zwerg darauf entgegnet? Ishkhaqwi ai durugnul!“, sagte Gimli jetzt ziemlich wütend. „Gimli!“, sagte ich erbost. „Kommt!“, sagte Haldir, „Die Herrin des Waldes erwartet euch!“ Wir gingen ihm nach. „Ihr werdet mir nun folgen. Caras Galadhon! Das Herz des Elbentums auf Erden. Das Reich des Herren Celeborn und von Galadriel, der Herrin des Lichts.“, sagte Haldir. Galadriel und Celeborn schritten gemeinsam die Treppe hinunter. ‚Edel wie immer!‘ dachte ich grinsend. „Der Feind weiß, dass ihr hier eingetroffen seid. Eure Hoffnung unerkannt zu bleiben, sie ist nun zunichte. Hier sind neun, doch zehn sind von Bruchtal aus aufgebrochen.“, sagte Celeborn, „Sagt mir, wo ist Gandalf, denn es verlangt mich sehr mit ihm zu sprechen. Ich kann ihn aus weiter Ferne nicht sehen.“ „Gandalf der Graue hat die Grenzen dieses Landes nicht überschritten“, sagte Galadriel, „Er ist in den Schatten gestürzt.“ „Er wurde zugleich von Schatten und Flamme genommen. Ein Balrog von Morgoth. Denn unnötigerweise gingen wir in die Tiefen von Moria“, sagte Legolas. „Unnötig war keine von Gandalfs Taten im Leben. Wir durchschauen seine genauen Absichten noch nicht“, sagte Galadriel. „Lasst die große Leere von Kazad-Dûm nicht in dein Herz, Gimli, Gloins Sohn.“, sagte sie zu Gimli, „Denn die Welt ist gefahrvoller als vormals. Und in allen Landen ist Liebe nun verwoben mit Trauer“ Dann sah sie Boromir an doch der wich ihrem Blick aus. „Ihr habt eine lange Reise hinter euch und solltet euch ausruhen“, sagte Galadriel. Dann ging sie. „Ihr kommt mit mir!“, sagte Haldir. Er brachte uns an einen Ort an dem wir uns ausruhen konnten. Ich lehnte mich an einen Baum. „Psst!“, machte es hinter mir, „Ich bin’s!“ es war Haldir. Ich sah mich kurz um und ging dann mit ihm weg, ohne, dass es jemand bemerkte. Wir kletterten auf einen der Bäume und setzten uns auf einen großen Ast. So saßen wir da und irgendwann schlief ich an seine Brust gelehnt ein.
    Als ich am nächsten Morgen erwachte, gab ich Haldir noch einen Kuss und verabschiedete mich von ihm. Dann schlich ich mich zu den anderen und tat so als hätte ich bei ihnen geschlafen. Ich wollte nicht, dass sie von Haldir und mir wussten. Als alle wach waren, machten wir uns reisefertig. Zum Schluss wurden wir von Galadriel und Celeborn verabschiedet. „Niemals zuvor haben wir Fremde in die Gewänder unseres eigenen Volkes gekleidet. Diese Mäntel vermögen es, euch dem Blick unfreundlicher Augen zu entziehen.“, sagte Celeborn als er uns die Mäntel überreichte. „Mit jeder Meile, die ihr weiter nach Süden geht, nimmt die Gefahr zu.“, erzählte Celeborn, „Mordororks halten das Ostufer des Anduin besetzt. Und am Westufer seid ihr ebenfalls nicht sicher. An der Grenze sind seltsame Geschöpfe gesichtet worden. Sie tragen das Zeichen der weißen Hand. Es ist ungewöhnlich, dass sich Orks am hellichten Tage fortbewegen, doch diese haben es getan. Le aphadar aen. Auf dem Fluss könnt ihr den Feind überholen, so seid ihr vor ihm an den Wasserfällen des Rauros.“ „Mein Geschenk an dich, Legolas ist ein Bogen der Galadrim. Er ist denen unserer Verwandten aus den Wäldern würdig.“, sagte Galadriel und überreichte Legolas einen neuen Bogen. „Dies sind Dolche der Noldor. Sie sind bereits in Schlachten getragen worden. Hab keine Angst, junger Peregrin Tuk, du wirst deinen Mut finden.“, sagte sie. Dann kam sie zu Sam und sagte: „Und für dich, Samweis Gamdschie: Elbenseil aus Hithlain.“ „Ich danke Euch, Herrin. Ihr habt nicht zufällig noch so einen Dolch?“, fragte er, wohl enttäuscht keinen Dolch zu kriegen. Galadriel lachte nur und wandte sich an mich. „Ich habe etwas für dich, dass dir immer die Liebe der Menschen die dir nahestehen zeigen soll. Dieser Ring soll dir immer den Weg weisen. Schon bald wirst du an eine Kreuzung kommen. Den Weg, den du wählst, wird das Schicksal Mittelerdes entscheiden. Cil noen a tîr! Nun liegt alles in deiner Hand!“ (Übersetzung: Wähle weise und richtig!) Ich nickte. Ich wusste, schon bald würde ich ihre Worte verstehen. Ich lief zu den Booten, als sie sich an Gimli und danach an Aragorn wandte. Legolas und Gimli stiegen zu mir ins Boot. Als ich den Kopf wandte, sah ich Galadriel mit erhobener Hand am Flussufer stehen. Langsam fuhren die Boote fort von Lothlórien. Es war weder ein fröhlicher, noch ein trauriger Abschied. Ich ließ meinen Blick schweifen. Haldir stand auch am Ufer. Ich sah ihn an und veersuchte mit meinen Augen zu sagen: ‚Ich komme wieder!‘ Er schien zu verstehen und nickte. Dann wandte er sich ab und auch ich wandte mich den Gefahren zu, die vor mir lagen. Während ich noch in Gedanken war, begann Gimli zu sprechen: „Ich habe mir bei diesem Abschied die schlimmste Wunde zugezogen. Ich habe zum letzten Mal gesehen, was am schönsten ist. Von nun an nenne ich nichts schön, es sei denn ihr Geschenk an mich.“ „Und was hat sie dir geschenkt?“, fragte Legolas neugierig. „Ich bat sie um eine einzige Strähne ihres goldenen Haares. Sie gab mir drei.“ Ein Lächeln huschte über mein Gesicht. Nach einiger Zeit kamen wir an die Argonath. Aragorns Vorfahren strahlten Erhabenheit und Weisheit aus. Als wir ans Ufer gingen, fingen wieder ein paar an zu streiten. Ich hörte nicht hin. Mir war dieses Gestreite zu blöd. Irgendwann merkten wir, dass Frodo und Boromir fehlten! Ich lief in den Wald um sie zu suchen. Plötzlich hörte ich Stimmen, doch im nächsten Moment erstarrte ich. Ich konnte mich nicht mehr rühren! Was war bloß los? „Wenn..., wenn du mir den Ring nur leihen würdest ...“ Das war Boromir! Schritte! „Warum weichst du zurück? Ich bin kein Dieb!“ „Du bist nicht du selbst!“ Das war Frodo! „Was glaubst du, was für Aussichten du hast? Sie werden dich finden, sie nehmen den Ring an sich und vor dem Ende noch wirst du um den Tod betteln! Du verfluchter Narr! Du hast ihn nur durch einen unglücklichen Zufall erhalten! Er hätte mir gehören können, er sollte mir gehören! Gib ihn mir!“ „Nein!“ „Gib mir den Ring!“ Dann schien Frodo den Ring aufzuziehen. Ich hätte am liebsten geschrien! Der Ring folterte mich und ich konnte mich nicht rühren! Wie in Trance sah ich Orks auf mich zu rennen, doch ich konnte mich nicht wehren. Langsam sank ich und ich hieß die Dunkelheit willkommen. Sie nahm mir den Schmerz. Das letzte was ich sah, war ein großer Uruk-Hai, der mich packte.

    2
    2. Kapitel
    Hallöchen!
    Wieder ein Teil von Annenmenel! Zu eurer Info: sie ist nicht tot. Wär ja blöd! Ich schau mal wann ich den nächsten Teil rausbringe, aber eins kann ich verraten: Es bleib spannend!:-) Bis dahin immer schön weiterlesen!:-)

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1471693053
Annenmenel – Herr der Ringe (Die Gefährten)
Annenmenel – Herr der Ringe (Die Gefährten)
Ihre Geschichte geht nun im Herr der Ringe weiter! Was auf dem Rat, auf dem Caradhras und in Moria geschieht, findet ihr hier heraus…
http://www.testedich.de/quiz43/quiz/1471693053/Annenmenel-Herr-der-Ringe-Die-Gefaehrten
http://www.testedich.de/quiz43/picture/pic_1471693053_1.jpg
2016-08-20
402C
Herr der Ringe

Kommentare (4)

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Imagine Dragon (59694)
vor 25 Tagen
Bitte schreibe weiter, denn ich habe selten etwas so schönes gelese wie das. Ich möchte keine schlaflosen Nächte haben, wo ich nicht weiß wie die Geschichte ausgeht. BITTE !!! Ich liebe solche Geschichten. Bitte
In Grüßen,
Imagine Dragon ;)
flammara (36206)
vor 69 Tagen
Ich sehe du hast diese Geschichte vor fast einem Jahr geschrieben. weißt du ich finde es doof das manche einfach aufhören Geschichten zu schreiben, nur weil sie wenige Kommis bekommen. die Geschichte ist der Hammer. Es würde mich riesig freuen wenn du sie fertig schreibst. aber wenn du das hier noch liest habe ich eine Bitte. Gib nicht auf und schreibe weitere viele schöne Storys. aber schreib die hier fertig. BÜDDE BÜDDE BÜDDE.
:-) ;-)
Mandy (02231)
vor 235 Tagen
Wow!!! Einfach unbeschreiblich gut!!
Ich wünschte die echte Geschichte wäre so
ausgegangen, mir ist das Ende viel zu schrecklich 😭!
Ausserdem hat es mich schon immer interessiert
was die Elben in der Zeit machen, während
die Zwerge ihr Abenteuer erleben!
Echt jetzt, das sollte verfilmt werden!!!
LG Mandy
Yuko (90353)
vor 425 Tagen
Weiter schreiben, weiter schreiben👍👍👍👍👍