Drachenlicht und Flügelschatten - Herr der Ringe 14

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2 Kapitel - 1.127 Wörter - Erstellt von: Lonukira - Aktualisiert am: 2016-08-20 - Entwickelt am: - 273 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Die Schlacht ist gewonnen. Doch die nächsten Herausforderungen lassen nicht auf sich warten. Und dann hat Elariel auch noch mit ihren Gefühlen für Merry zu kämpfen. Gefühle, die eigentlich nicht sein dürfen...

    1
    Es war der Abend nach der Schlacht. Ich setzte mich zu Thil, die tief und fest schlief und sah mir ihren Flügel an. Er war nun vollständig verheilt. Ich drückte leicht darauf und stellte zufrieden fest, dass alles in Ordnung war. Ich blieb noch eine Weile sitzen und dachte an Thorin...und an Merry. Schuldgefühl stieg in mir auf. Zum ersten Mal seit sechzig Jahren genoss ich mein Leben an der Seite eines anderen Mannes. Wie oft hatte ich geschworen, Thorin immer zu lieben, ihn nie zu vergessen? Wie oft hatte ich für ihn sterben wollen? Wie oft?
    Ich lehnte mich an Thils Bauch und versuchte zu schlafen. Doch es kamen nur noch mehr Erinnerungen. Thorin, die Gemeinschaft, der Erebor, alles, was in den letzten Jahren geschehen war. An ein unendliches Leben, das ich ohne Thorin niemals würde genießen können.
    Im Nebel der Träume erschien eine vertraute Person.
    "Thorin!"
    Er lächelte, als ich zu ihm rannte. "Liebste."
    Fest schloss er mich in seine Arme. Ich drückte ihn an mich, wollte ihn nie wieder loslassen. Ich würde niemals aufhören, ihn zu lieben, aber auch Merry war mir sehr ans Herz gewachsen. "Du kannst bei ihm sein, wenn dich das glücklich macht.", flüsterte Thorin. Ich schluckte. "Aber du kannst auch bei mir sein." "Wie?", hauchte ich. "In unseren Träumen, Elariel."
    Ich schreckte auf. Gandalf stand vor mir. "Alles in Ordnung?" "Mit Thuringwethil? Ja. Ihr Flügel ist wieder völlig verheilt."
    Seine Augen blitzten. "Das mein te ich nicht."
    Ich seufzte. Dann erzählte ich ihm alles. Gandalf nickte langsam. "Es ist eine schwierige Entscheidung, vor die du gestellt wurdest."
    Eine einzelne Träne floss über meine Wange.
    "Oh Gandalf! Es ist so schrecklich! Ich liebe Thorin so sehr, aber Merry...er ist ein wundervoller Mann!"
    "Du allein musst dich entscheiden. Nun weck deinen Drachen."
    Er machte sich auf den Weg um die anderen zu holen.

    Thuringwethil freute sich riesig, endlich wieder fliegen zu dürfen. Ich setzte mich auf ihren Rücken. Thil und ich waren schneller als die anderen, weswegen wir immer wieder hin und her flogen. Hoch hinaus, im Sturzflug dem Boden entgegen. Der Wind peitschte um uns herum. Welch schönes Gefühl, wieder zu fliegen! Vögel wichen uns in panischer Angst aus.
    Als die anderen Isengart fast erreicht hatten, flogen wir das letzte Stück voraus und landeten neben den Hobbits. Kaum, dass Thuringwethil den Boden berührt hatte, sprang ich schon von ihrem Rücken und schloss die beiden im meine Arme. Besonders Merry hätte ich am liebsten nie wieder losgelassen, doch ich tat es schließlich und begutachtete ihr Werk.
    "Wie ich sehe, habt ihr euren Sieg schon gebührend gefeiert."
    Ich ließ mich zwischen sie fallen.
    "Schon, dass ihr wieder da seid. Ich behaupte nicht, dass es langweilig war, aber ohne euch hat etwas gefehlt.", meinte ich.
    Nun kamen auch alle anderen zu Pferd an. Es galt, mit Saruman fertigzuwerden. Gandalf hoffte, wertvolle Informationen über Saurons Schlachtpläne zu erhalten.

    2
    Kaum hatten wir uns vor dem Turm aufgestellt, erschien Saruman und versuchte, Theoden auf seine Seite zu ziehen. Er scheiterte. Dann wandte er sich an Thuringwethil und mich.
    "Es ist mir eine Ehre, euch wiederzusehen, Thuringwethil und Elariel. Lange ist es her, dass ihr mich besucht habt. Wollt ihr nicht zu mir herauf kommen?"
    "Nur einmal pusten, ich würde ihn so gerne mal kurz rösten.", knurrte Thil. Ich schüttelte den Kopf, obwohl ich ihr nur zu gern freie Hand gelassen hätte. "Früher wart Ihr ein weiser Zauberer. Doch nun seid Ihr nur eine Marionette Saurons. Und Ihr wisst, was wir für Verräter übrig haben!"
    Thil ließ ein zustimmendes Fauchen ertönen. Da tauchte plötzlich Grima Schlangenzunge auf. Theoden wollte ihm seine Taten verzeihen und rief ihn nach unten, woraufhin Saruman seinen Diener beschimpfte. Schlangenzunge wurde wütend und stieß dem Zauberer ein Messer in den Rücken. Legolas erschoss Grima, während Saruman fiel und vom Wasserrad aufgespießt wurde. Er hatte es verdient, doch nun waren seine Informationen auf ewig verloren. Aus Sarumans Tasche rollte etwas Rundes und Pippin lief hin, um es aufzuheben. Gandalf nahm ihm das Ding weg, doch ich erhaschte einen kurzen Blick. Es war einer der Palantiri. Gandalf sollte ihn besser gut verbergen. Er durfte niemals in falsche Hände geraten, aber vielleicht konnte er irgendwann einmal nützlich sein. Wir machten uns auf den Rückweg nach Edoras. Den Flug genoss Thil sichtlich und wir schossen nur so über den Himmel.

    Merrys Sicht:
    Zum Glück habe ich von meinem Platz hinter Éomer auf seinem Pferd eine gute Sicht auf Elariel und Thuringwethil. Sie fliegen einen weiten Kreis und stürzen dann vom Himmel hinab. Kurz vor dem Boden zieht Thuringwethil hoch und schießt steil nach oben. Es macht schon Spaß, ihnen nur zuzusehen und ich frage mich, wie es wohl ist auf einem Drachen zu fliegen. Aber ich kann mich wohl glücklich schätzen, dir letzte Drachenelbin und ihre Drachin überhaupt zu kennen. Nicht viele können von sich behaupten, mit einem Drachen befreundet zu sein. Ich bin auch sehr froh, Elariel zu kennen. Ich mag sie sehr. Aber ich bin nur ein Hobbit und sie eine Drachenelbin. Da habe ich keine Chance. Außerdem ist da noch Thorin Eichenschild, ihre verlorene Liebe. Ich bin so in Gedanken versunken, dass ich nicht bemerke, wir Elariel Thuringwethil über unsere Köpfe lenkt und ruft: "Wir fliegen voraus nach Edoras und kündigen euch an! Éowyn wird dich sicher freuen!"
    Thil schlägt kräftig mit den Flügeln und schießt wie der Blitz Richtung Edoras.

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