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Fluch oder Segen? Teil 5

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2 Kapitel - 4.289 Wörter - Erstellt von: Lily Geen - Aktualisiert am: 2016-08-16 - Entwickelt am: - 3.731 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Lily hat sich entschieden und ist glücklich. Doch merkwürdige Dinge passieren...

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    So, nun nach langer Zeit, fast schon eine kleine Ewigkeit, ein neuer Teil. Tut mir leid, dass ich so lange keinen weiteren Teil hochgeladen habe, aber
    So, nun nach langer Zeit, fast schon eine kleine Ewigkeit, ein neuer Teil. Tut mir leid, dass ich so lange keinen weiteren Teil hochgeladen habe, aber ich hatte einfach keine Idee. Danke an alle, die so fleißig Kommentare geschrieben haben und ich hoffe, ihr bleibt mir treu.



    Kapitel 8
    Wir hatten jetzt bei Lockhart Unterricht. Milli und ich waren gespannt, wie der Unterricht werden würde. „Hoffentlich ist sein Unterricht besser als er ist. Wenn der nur die ganze Zeit von sich redet, dann gehe ich raus!“ ließ ich Milli wissen. Sie nickte. Wir setzten uns nach ganz hinten. Als alle einen Platz gefunden hatten, griff Lockhart nach einem Exemplar von Neville. „Trips mit Trollen“ hieß es. Er hielt es hoch, um sein eigenes zwinkerndes Bild auf der Titelseite zu zeigen. „Ich“ sagte er, deutete darauf und zwinkerte ebenfalls. „Gilderoy Lockhart, Orden der Merlin dritter Klasse, Ehrenmitglied der Liga zur Verteidigung gegen die dunklen Kräfte und fünfmaliger Gewinner des Charmantesten-Lächeln-Preis der Hexenwoche-aber das ist nicht der Rede wert. Die Todesfee von Bandon bin ich schließlich nicht losgeworden, indem ich sie angelächelt habe!“ Er hielt inne, um uns Gelegenheit zum Lachen zu lassen. Ein paar lächelten matt. Ich stupste Milli an und verdrehte die Augen. Sie lächelte und nickte mir zu. Sie dachte das gleiche wie ich. „Wie ich sehe“ fuhr er fort „habt ihr alle die komplette Ausgabe meiner Werke erworben- gut so. Ich dachte, wir könnten heute mit einem kleinen Quiz beginnen. Was ganz Leichtes, keiner Sorge- wollte nur sehen, wie gründlich ihr sie gelesen habt, wie viel ihr behalten habt.“ Nicht sein ernst, oder? Ich lese doch nicht freiwillig so welche Bücher! Doch als ich die Fragen sah, war ich vollkommen entsetzt. Alles waren Fragen über ihn! „Ihr habt dreißig Minuten- los geht’s!“ Na toll! Frage 1: Was ist Gilderoy Lockharts Lieblingsfarbe? „Ist egal.“ Schrieb ich. Frage 2: Wie lautet sein geheimer Wunsch? „Sterben“ das glaubte ich nicht, aber hoffte es. Ich konnte ihn nicht leiden. Hoffentlich ist er nächstes Schuljahr nicht mehr hier! Es kamen nur noch Fragen wie: Was ist ihrer Meinung nach Gilderoy Lockharts größte Leistung bisher? Oder Wann hat Gilderoy Lockhart Geburtstag und was wäre das ideale Geschenk für ihn? Davon gab es 54 Stück! Ich schrieb nur Müll dahinter und schaute auf Millis Blatt. Auch sie schrieb nichts Gescheites. Ich musste lächeln. Endlich konnten wir abgeben. „Tjaja. Kaum einer von euch weiß noch“ oder hat nie gewusst, fügte ich in Gedanken hinzu, „dass meine Lieblingsfarbe Lila ist.“ Ist der schwul? Lila ist hässlich! „Das schreibe ich in „Ein Jahr bei einem Yeti“ und ein paar von euch müssen „Wanderung mit Werwölfen“ sorgfältiger lesen. Dort mache ich in Kapitel zwölf deutlich, dass mein ideales Geburtstagsgeschenk die Harmonie zwischen allen magischen und nicht magischen Menschen wäre. Auch wenn ich zu einer großen Flasche Ogdens Old Firewhisky nicht nein sagen würde!“ “ „Hast du die alle gelesen, Lil?“ flüsterte Draco mir zu, als er sich umdrehte. „Ne! So ein Mist les ich ganz bestimmt nicht, auch nicht, wenn es die einzigen Bücher auf der Welt währen!“ erwiderte ich leise. „Doch Miss Granger kennt meinen geheimen Wunsch, die Welt von allem Bösen zu befreien und meine eigene Serie von Haarpflegeprodukten zu vermarkten. Gutes Mädchen! Tatsächlich, die volle Punktzahl! Wo ist miss Hermine Granger?“ Sie hob zitternd die Hand und bekam zehn Punkte. Endlich machten wir etwas Vernünftiges: Er nahm einen Käfig, der mit einem Tuch zu gedeckt war hoch und stellte ihn auf das Pult. Wir sollten ruhig bleiben, denn uns könnte nichts passieren, solange er bei uns wär. „Und Schweine können fliegen!“ raunte Milli mir zu. Dann zog er das Tuch vom Käfig. „Ja, frisch gefangene Wichtel aus Cornwall.“ Finnigan musste lachen. „Nun, sie sind nicht… sie sind nicht sehr… gefährlich, oder?“ fragte er lachend. „Da wär ich mir nicht so sicher!“ erwiderte Lockhart. „Teuflisch trickreiche kleiner Biester können das sein!“ Sie waren leuchtend blau und etwa zwanzig Zentimeter groß, mit spitzen Gesichtern und so schrillen Stimmen, dass man meinen könnte, einen Haufen streitender Wellensittiche vor sich zu haben. Außerdem sind sie ziemlich hässlich, wie ich finde. Lockhart öffnete den Käfig, denn wir sollten praktische Erfahrung machen. Ja, klar! Als ein Zauber von ihm nicht wirkte und die hässlichen Viecher ihm den Zauberstarb weggenommen hatten, verschwand er durch die Tür und ließ uns allein zurück. Dank Granger schafften wir es, die Wichtel in ihren Käfig zu sperren.
    „Hey Lil, kommst du mit an den See?“ fragte mich Milli auf dem Rückweg. „Nein. Ich hab keine Lust. Außerdem muss ich noch Hausaufgaben machen.“ „Wenn du meinst, bis dann!“ rief sie mir zu und rannte in Richtung See.
    Seufzend setzte ich mich auf mein Bett und dachte über die letzte Nacht nach. Ich mochte Harry, ja. Aber liebte ich ihn? Bestände überhaupt eine Möglichkeit für uns? Wir könnten nur im Verborgenen zusammen sein und es nicht unseren Freunden erzählen. Außerdem waren wir doch erst zwölf! Würden wir es aushalten, jeden Tag verstecken zu spielen? Stöhnend ließ ich mich nach hinten fallen und schloss die Augen. „Verstand aus, Herz an.“ sagte ich mir. Mein Herz sagte „Ja“ und mein Verstand, der sich wieder zu schaltete „Nein“. Mist! Wieso musste alles so verdammt kompliziert sein? Meine Gedanken wurden von etwas unterbrochen. Mein Buch war heruntergefallen und an dessen Stelle saß eine Ratte. „Krätze? Bist du das“ fragte ich. „Was machst du denn hier? Bist du wieder abgehauen?“ Er haut gerne ab. Das wusste ich noch von früher. Kurzer Hand beschloss ich, ihn zurück zu bringen. Dort würde nicht viel los sein. Also nahm ich die Ratte und suchte den Gemeinschaftsraum der Gryffindors. „Eine Slytherin? Was willst du denn hier?“ kreischte die fette Dame. „Ja, ich bin eine Slytherin, ja und? Ich möchte nur eine Ratte abgeben, die abgehauen ist.“ „Passwort?“ „Woher soll ich das denn wissen? Können sie eigentlich denken?“ „Unfreundliches Kind! Ohne Passwort, kein Zutritt!“ Ich seufzte und setzte mich vor das Portrait. „Willst du da etwa sitzen bleiben?“ Ich hörte empören in ihrer Stimme. „Natürlich. Bis jemand kommt, der hier durch muss. Der Person werde ich die Ratte geben und wieder verschwinden, noch Fragen?“ Konnte sie mich nicht einfach in Ruhe lassen?
    Plötzlich hörte ich Schritte von denen ich aufschreckte. War ich etwa eingeschlafen? Stimmen kamen immer näher. „Und morgen gehen wir zu Hagrid!“ „Aber nur wenn wir mit Fang spielen.“ „Klar! Ahh!“ ein Mädchen kreischte als sie mich sah. „Ja, ich bin eine Slytherin! Was dagegen? Ich wollte euch nicht nerven oder so.“ „Nein. Nur mich nervt dieses blöde Kind!“ mischte sich die fette Dame mit ein. „Können sie nicht einmal die Klappe halten?“ schrie ich sie an. „So, ich wollte nur diese Ratte abgeben, die sich in mein Schlafzimmer verirrt hat. Passt besser auf die auf!“ Ich drückte Krätze einem Mädchen in den Arm und verschwand.
    Ich ging die Stufen zum Eulenturm hinauf, denn ich hatte einen Endschluss gefasst: Ich wollte es mit Harry versuchen. Vielleicht würde ich mir sonst immer Vorwürfe machen, dass wir es wenigstens nicht versucht hätten. Wenn es jetzt doch nicht klappen würde, wüssten wir es wenigstens.
    Hey Harry,
    ich habe eine Endscheidung getroffen und würde sie dir gerne persönlich sagen. Erwarte dich heute um 23 Uhr auf dem Astronomieturm.
    L.
    Den Brief faltete ich zusammen und gab ihn der erst besten Eule. Zufrieden ging ich hinunter, ging zurück in mein Zimmer und laß mein Buch weiter. Plötzlich schreckte ich hoch und schaute auf die Uhr. 23 Uhr. Mist! Schnell legte ich das Buch auf meinen Nachttisch und rannte hoch auf den Astronomietum. Dort saß schon Harry und schaute in Richtung See. „Da bist du ja. Ich dachte schon, du würdest gar nicht mehr kommen.“ Sagte er zu mir und drehte sich um. „Tut mir leid. Ich war so in mein Buch vertieft, dass ich die Zeit vergessen habe.“ „Schon okay. Du hast geschrieben, dass du dich entschieden hättest?“ Ich nickte. „Ja. Ich finde wir können es versuchen. Es wird schwierig werden, aber ich denke, dass wir es schaffen können.“ Er nahm mein Gesicht in seine Hände und küsste mich. „Danke.“ Wir grinsten uns an und schauten auf den See hinaus. „Es ist schon spät. Ich glaube, wir sollten zurück in unseren Schlafsaal.“ Sagte er zu mir. „Du hast Recht. Morgen Abend, gleiche Zeit?“ Er nickte. Zum Abschied küssten wir uns und jeder ging in eine andere Richtung.
    Plötzlich schreckte ich hoch. Ich wollte heute unbedingt Draco beim Spielen zuschauen. Ich zog mir Jogging-Sachen an und ging auf das Spielfeld. Dort sah ich Marcus, unseren Quidditchkapitän, und Wood, den Kapitän der Gryffindors, stehen. Hinter ihnen die jeweilige Mannschaft. „Ich hab’s gebucht!“ schrie Wood gerade, als ich ankam. „Aah“ sagte Marcus“ Ich habe hier allerdings eine von Professor Snape persönlich unterzeichnete Erklärung: Ich, Professor S. Snape, erteile dem Slytherin-Team die Erlaubnis, am heutigen Tage auf dem Quidditch-Feld zu trainieren aufgrund der Notwendigkeit, ihren neuen Sucher auszubilden.“ „Ihr habt einen neuen Sucher? Wen?“ fragte Wood verwirrt. „Ich!“ sagte Draco und trat hervor. Marcus und Wood stritten sich immer noch, als Granger und Ron kamen. „Was ist los?“ fragte er Harry. „warum spielt ihr nicht? Und was macht eigentlich der hier?“ Das letzte galt Draco. „Ich bin er neue Sucher der Slytherins, Weasley. Wir sind gerade dabei, die Besen zu bewundern, die mein Vater unserer Mannschaft geschenkt hat. Aber vielleicht schaffen es die Gryffindors ja, ein wenig Gold aufzutreiben und sich ebenfalls neue Besen zuzulegen. Ihr könntet eure Sauberwischs Fünf verscheuern, vielleicht hat ein Museum Interesse dran.“ Die anderen Slytherins lachten. „Zumindest musste sich keiner von den Gryffindors in das Team einkaufen“ erwiderte Granger. „Die sind nämlich nur wegen ihres Könnens reingekommen“ Dracos Gesicht begann zu flackern. „Keiner hat dich nach deiner Meinung gefragt, du dreckiges kleines Schlammblut!“ schrie er sie an. Mit einem Hechtsprung stellte sich Marcus vor Draco, damit Fred und George sich nicht auf ihn werfen konnten und Alicia Spinnet schrie: „Wie kannst du es wagen!“ Ron zog seinen Zauberstarb aus seinem Umhang und rief: „Dafür wirst du bezahlen Malfoy!“ Ein grüner Strahl schoss aus dem falschen Ende, direkt in seinen Magen und schleuderte ihn in hohem Bogen rücklings ins Gras. Granger rannte zu ihm und mit Harry zog sie ihn hoch und zu Hagrids Hütte. Die Slytherins trainierten und ich schaute zu. Sie spielten fair! Warum konnten sie es beim Training, aber nicht beim Spiel?
    Am Nachmittag, als ich auf meinem Bett saß, bekam ich eine Eule.
    Hey Lil,
    aus unserem Treffen heute wird nichts. McGonagall hat Ron und mir eine Strafaufgabe verpasst. Ron muss alle Pokale putzen-ohne Zauberei und ich muss Lockhart helfen die Fanpost zu beantworten. Das kann Jahre dauern. Tut mir leid,
    H.
    Na Halleluja! Harry tat mir Leid. Fanpost beantworten und dann noch bei Lockhart! „Hey Milli“ „Ja“ „hast du Lust Zauberschach zu spielen?“ „Klar!“ Wir spielten drei Stunden Schach und nur weil wir noch etwas zu Essen haben wollten, hörten wir auf. „Sag mal, kennst du „Mühle“? Das Spiel ist erst letzte Woche neu raus gekommen.“ Fragte Milli mich. „Klar! Soll ich es dir beibringen?“ „Auf jeden Fall!“ Wir aßen schnell unsere Teller leer und gingen dann in unseren Gemeinschaftsraum. Milli verstand das Spiel schnell und war ein echtes Naturtalent.

    2
    Kapitel 9
    Es war mittlerweile Oktober und etwas wurde kühler. Mit Harry traf ich mich jeden Abend um 23 Uhr, es sei denn, er musste Nachsitzen. Er erzählte mir, dass er Stimmen hörte, die niemand sonst hören konnte. Das fand ich sehr beunruhigen. Aber als er von dem Umschlag sprach, den Filch auf seinem Tisch liegen hatte. Er besuchte einen Zauberkurs. Ich musste so lachen, dass ich fast von der Mauer gefallen wäre.
    Ich lief gerade mit Draco und den Affen durch die Gänge, als Draco plötzlich stehen blieb. Dort standen Harry und seine beiden Freunde, dann sah ich an die Wand und laß: „DIE KAMMER DES SCHRECKENS WURDE GEÖFFNET: FEINDE DES ERBEN, NEHMT EUCH IN ACHT.“ Harry schaute mich an und schüttelte leicht den Kopf, sodass es niemand außer mir mitbekam. Ich verstand: Er war es nicht. Es wurde immer voller im Korridor und das Gekicher und der Lärm erstarben. Alle starrten abwechselnd zu Mrs Norris, die Katze von Filch, und zu Harry. „Feinde des Erben, nehmt euch in Acht! Ihr seid die Nächsten, Schlammblüter!“ unterbrach Draco die Stille. „Was geht hier vor? Was ist los?“ Unser geliebter Hausmeister kam angelaufen. „Meine Katze! Meine Katze! Was ist mit Mrs Norris passiert?“ jammerte er. Draco stöhnte. Das Gejammer war schrecklich! Es ist doch nur eine Katze, die keinen leiden kann, mit Ausnahme von Filch. „Du! Du!“ schrie er Harry an. „Du hast meine Katze ermordet! Du hast sie getötet! Ich bring dich um! Ich-“ „Argus!“ schrie Professor Dumbledore, der den Schauplatz mit den anderen Lehrern betrat. Er nahm Filch, Harry, Hermine und Ron mit in Lockharts Büro. Wir anderen wurden von unseren Vertrauensschülern in den Gemeinschaftsraum gebracht.
    Am nächsten Abend erzählte Harry mir besorgt von Hermine. Sie würde seit dem Vorfall mit Mrs Norris nur dann das Lesen unterbrechen, wenn sie zum Unterricht müssen, sie etwas essen oder schlafen müsste. „Es nimmt sie sehr mit. Versucht doch, sie um Hilfe in allen Fächern zu bitten. So werdet du und Ron besser und Hermine wird abgelegt. Aber pass auf, dass Ron sich nicht verplappert!“ „Und du meinst, das funktioniert?“ „Ich glaube schon. Natürlich kann ich für nichts garantieren.“ „Danke!“ „Kein Problem. Aber lass uns mal über die Stimmen nachdenken, die du immer hörst. Hast du eine Ahnung, was das sein kann?“ Er schüttelte den Kopf. „Okay, dann werde ich mal die Bibliothek durchsuchen. Warte, frag doch mal Hermine! Vielleicht hat sie eine Ahnung.“
    Am nächsten Tag hatten wir Geschichte der Zauberei bei Binns. Alle Slytherins schliefen fast ein. Wir schauten erst wieder auf, als er, auf Hermines bitten, anfing von der Kammer des Schreckens zu erzählen. „Sie alle wissen natürlich, dass Hogwarts vor über tausend Jahren gegründet wurde-das genaue Datum ist nicht bekannt-und war von den vier größten Hexen und Zauberern des damaligen Zeitalters. Die vier Häuser der Schule sind nach ihnen benannt: Godric Gryffindor, Helga Hufflepuff, Rowena Ravenclaw und Salazar Slytherin. Sie haben dieses Schloss gemeinsam erbaut, fern von neugierigen Muggelaugen, denn es war ein Zeitalter, als das einfache Volk die Zauberei fürchtete und Hexen und Zauberer unter grausamer Verfolgung zu leiden hatten.“ Er hielt inne, schaute sich mit trüben Augen im Raum um und fuhr dann fort. Ich hörte neugierig zu. „Ein paar Jahre lang arbeiteten die Zauberer einträchtig zusammen. Sie suchten sich junge Leute, denen sie magische Kräfte ansahen, und brachten sie auf das Schloss, um sie auszubilden. Doch dann kam es zum Streit. Zwischen Slytherin und den anderen tat sich eine wachsende Kluft auf. Slytherin wollte die Schüler, die in Hogwarts aufgenommen wurden, strenger auslesen. Er glaubte, das Studium der Zauberei müsse den durch und durch magische Familien vorbehalten sein. Schüler mit Muggel Eltern wollte er nicht aufnehmen, denn sie seien nicht vertrauenswürdig. Nach einiger Zeit kam e darüber zu einem heftigen Streit zwischen Slytherin und Gryffindor, und Slytherin verließ die Schule.“ Wieder machte Professor Binns eine Pause, schürzte die Lippen und sah dabei aus wie eine schrumpelige alte Schildkröte. „Zuverlässige historische Quellen sagen uns jedenfalls so viel. Doch diese klaren Tatsachen werden überwuchert durch die phantasiereiche Legende von der Kammer des Schreckens Dieser zufolge at Slytherin eine Geheimkammer in das Schloss eingebaut, von der die anderen gründer nichts wussten. Und die Legende sagt weiter, dass Slytherin diese Kammer versiegelt hat, sodass keiner sie öffnen kann, bis sein eigener wahrer Erbe zur Schule kommt. Der Erbe allein soll in der Lage sein, die Kammer des Schreckens zu entsiegeln, den Schrecken im Innern zu entfesseln und mit seiner Hilfe die Schule von all jenen zu säubern, die es nicht wert seien, Zauberei zu studieren.“ Ein Schweigen trat ein, als er zu Ende erzählt hatte, doch es war nicht das übliche, schläfrige Schweigen, das Binns‘ Unterricht erfüllte. Die Stimmung war unangenehm gespannt, denn wir alle sahen ihn an und warteten auf mehr. Binns sah ein wenig ungehalten aus. „Die ganze Geschichte ist natürlich blühender Unsinn! Natürlich haben die gelehrtesten Hexen und Zauberer die Schule nach einer solchen Kammer durchsucht, viele Male. Es gibt sie nicht. Eine Mär, die dazu taugt, den Leichtgläubigen Furcht einzujagen.“ Hermines Hand war schon wieder oben. „Sir- was genau meinen sie mit dem Schrecken in der Kammer?“ „Das soll eine Art Monster sein, das nur der Erbe von Slytherin im Griff hat.“ Wir tauschten beunruhigte Blicke aus. „Ich versichere ihnen, dieser Wesen existiert nicht. Es gibt weder eine Kammer noch ein Monster!“ beteuerte er. „Aber Sir“ Finnigan. „wenn die Kammer nur von Slytherins wahrem Erben geöffnet werden kann, dann kann sie ja kein anderer finden, nicht wahr?“ „Unsinn. Wenn eine lange Reihe von Schulleitern und Schulleiterinnen in Hogwarts das Ding nicht gefunden hat-“ „Aber Professor“ piepste Parvati Patil „man braucht wahrscheinlich schwarze Magie, um sie zu öffnen-“ „Wenn ein Zauberer keine schwarze Magie gebraucht, heißt das noch lange nicht, dass er sie nicht auch beherrscht.“ Antwortete Professor Binns barsch. „Ich wiederhole, wenn Leute wie Dumbledore-“ „Aber vielleicht muss man mit Slytherin verwandt sein, also konnte Dumbledore nicht-“ begann Dean Thomas, doch Binns hatte genug. „Das reicht jetzt!“ schrie er. „Es ist ein Mythos! Die Kammer existiert nicht! Es gibt nicht den Zipfel eines Beweises, dass Slytherin auch nur einen geheimen Besenschrank gebaut hat! Ich bereue es, ihnen eine so hanebüchene Legende erzählt zu haben! Wir werden jetzt, wenn sie erlauben, zur Geschichte zurückkehren, zu den harten, glaubhaften und nachprüfbaren Tatsachen.“ Und sofort waren wir wieder in unserem wachschlaf gesunken. Zum Glück war die Stunde kurze Zeit später um.
    Am Abend traf ich mich wieder mit Harry, nachdem ich ihn den restlichen Tag nur zum Mittagessen gesehen hatte. Er erzählte, dass Ron Angst vor den Spinnen gehabt hätte, die nach draußen gekrabbelt sind. Danach seien sie zu Myrte gegangen. „Und dann kam Percy rein. „Ron! Das ist ein Mädchenklo! Was habt ihr-“ ahmte Harry Percys Stimme nach. „Ron hat ihm erklärt, dass wir Spuren suchen. Er schwoll auf eine Weise an, die mich stark an Mrs Weasley erinnerte. „Verschwindet- auf- der –Stelle!“ hat er gesagt.“ Mir kamen schon die Tränen vor Lachen. Ich konnte mir bildlich Percy im Mädchenklo vor Harry, Ron und Hermine stehen sehen, mit einem hoch roten Kopf. „Aber dann hat er uns auch noch fünf Punkte abgezogen, weil Ron ihm gesagt hat, er mache sich doch nur Sorgen, dass er ihm die Chance vermassle, Schulsprecher zu werden!“ „Die Punkte bekommt ihr doch bestimmt am Ende des Schuljahres gutgeschrieben. „Auf dem letzten Platz ist Gryffindor mit so und so viel Punkten. Auf den dritten Platz hat es Hufflepuff mit so und so vielen Punkten geschafft. Gut gemacht. Auf dem zweiten Platz ist Ravenclaw mit so und so viel Punkten. Eine gute Leistung. Und unsere Sieger mit so und so vielen Punkten ist Slytherin! Herzlichen Glückwunsch. Aber es gibt noch extra Punkte zu verteilen. Für Hermine Granger, dank ihres fabelhaften Verstandes, Ron Weasley, weil er sich den Spinnen gestellt hat und schließlich noch Harry Potter, für die Rettung der Zauberer Welt! Wenn ich richtig gerechnet habe, landen Gryffindor mit so und so vielen Punkten, noch vor Slytherin, auf Platz eins!“ amte ich Professor Dumbledores Stimme nach. Wir lachten wieder. „Übrigens glaubt Ron, dein Bruder ist der Erbe Slytherins.“ „Draco?“ fragte ich erstaunt. „Der weiß doch noch überhaupt nicht, wie man eine Schleife bindet und außerdem sind wir noch nicht einmal mit Slytherin verwandt. Kannst Hermine ja mal unauffällig überzeugen, unsere Familie nachzuschlagen. Dort wird sie nur finden, dass wir eine sehr alte Zaubererfamilie sind, Wert auf unser Blut legen und alle in Slytherin waren außer ein paar Aufnahmen. Vielleicht verwirft Ron dann ja seine Vermutung.“ „Ja. Hermine will jetzt aber einen Zaubertrank brauen. Vielschlaftrank, oder so, hat sie ihn genannt.“ „Vielsafttrank!“ „Ja, genau! Wir sollen Malfoy unauffällig Fragen stellen.“ „Okay, hat sie schon angefangen ihn zu brauen?“ Er schüttelte den Kopf. „Okay, dann haben wir noch einen Monat Zeit. Du musst mir auf jeden Fall schreiben, wenn du weißt, wann ihr zu uns kommt und in wen ihr euch verwandelt habt. Ich komme dann rein zufällig vorbei und möchte in den Gemeinschaftsraum zu meinem Bruder. Ihr folgt mir und könnt ganz unauffällig mit ihm reden. Einzige Voraussetzung: Die Personen, in die ihr euch verwandelt, müssen viel Kontakt zu meinem Bruder haben. Wen hätten wir denn da? Blaise, die beiden Affen und ich. Ich denke, Hermine wird zu dem selben Schluss kommen.“ „Aber wenn Hermine sich in dich verwandelt-“ „Das glaube ich nicht“ viel ich ihm ins Wort. „Sie weiß, dass mich Draco sehr gut kennt und wenn ich nicht ich bin wird er misstrauisch. Also wird sie jemanden anderes wählen. Naja, egal.“ „Und wen wird sie für uns wählen?“ „Die Affen. Die hängen immer zusammen ab. Von daher bleiben die nur für euch.“ „Oh nein! Warum gerade die?“ „Weil die dumm sind. Da fällt es nicht auf, wenn sie eine Frage zwei- oder dreimal fragen. Dir traue ich es zu, dass du keine Frage zweimal stellst, aber bei Ron bin ich mir nicht so sicher…“ „Du hast Recht. Was ich dich aber noch Fragen wollte: Woher kennst du dich mit den Tränken so gut aus?“ Ich musste grinsen. „Snape hat bei uns mal Bücher untergebracht. Eins konnte er nicht finden- „Höchst potente Zaubertränke“. Er hat es sich dann neu gekauft und ich habe es zirka ein Jahr später gefunden und ein wenig auswendiggelernt. Nein! Ich mutiere nicht zu einer Hermine!“ fügte ich zu, als ich seinen fragenden Blick sah. „Ich interessiere mich nur für Tränke. Außerdem hatte ich vor der Schule sehr viel Zeit zum Lesen.“
    Heute war das erste Spiel der Saison: Gryffindor gegen Slytherin. Wir saßen schon alle auf der Tribüne. Die Affen, Blaise, Milli und ich saßen nebeneinander, weil Draco heute das erste mal spielen würde. Die Kapitäne gaben sich die Hand, bestiegen die Besen und Pfiff! Alle vierzehn Spieler stiegen hoch in den Himmel. Harry flog höher als alle anderen. Doch plötzlich kam ein Klatscher auf ihn zugeflogen. Ich hielt die Luft an. Harry konnte gerade noch ausweichen. Erleichtert atmete ich aus. „Der Klatscher hätte Potter ruhig erwischen können. Dann wäre der wenigstens weg!“ „Angst?“ fragte ich Blaise grinsend. „Quatsch! Ich meinte nur, dass es das dann etwas abkürzen können.“ Ich schmunzelte. Dann wurde es kurios: Es schien, als würde der Klatscher ihn verfolgen und es begann zu regnen. Es stand zwar sechzig zu null für uns, doch ich machte mir Sorgen um Harry. Madam Hooch pfiff eine Auszeit. Doch sie dauerte nur fünf Minuten. Dann pfiff Madam Hooch wieder. Der Klatscher verfolgte ihn wieder. Er musste ihnen mit einer Art Tanz ausweichen. Wo blieben denn Fred und George? Dann passierte das unvermeidbare: Harry wurde getroffen! Zum Glück nur am Arm, doch ich konnte nicht ausschließen, dass er nicht gebrochen war. Draco war dicht bei ihm und hatte wahrscheinlich das Gefühl, Harry wollte ihm etwas antun. Deshalb raste er weg. Doch Harry dachte gar nicht daran, ihm zu folgen, sondern streckte seinen Arm aus und griff den goldenen Schnatz. Doch er hing nur noch mit einem Bein am Besen, als er wieder von dem Klatscher getroffen wurde und stürzte. Die Gryffindors rannten runter von der Tribüne und zu Harry. Die Slytherins gingen traurig in Richtung Schloss. „Lil?“ „Mhm?“ „Kommst du?“ fragte Milli. „Gleich. Geht schon mal vor, okay?“ Sie zuckte mit den Schultern. „Wenn du meinst.“ Lockhart beugte sich über Harry. Der wollte ihn doch nicht wirklich heilen, oder? Der konnte doch gar nichts, außer fast alle täuschen! Dann sah ich, wie Harry, Ron und Hermine auch in Richtung Schloss gingen. Harrys Arm hing seltsam herab. Das gesamte Gryffindor-Team folgte ihnen mit ein bisschen Abstand. Ich nahm mir vor, ihn heute Abend oder heute Nacht besuchen zu gehen.

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1471295442
Fluch oder Segen? Teil 5
Fluch oder Segen? Teil 5
Lily hat sich entschieden und ist glücklich. Doch merkwürdige Dinge passieren...
http://www.testedich.de/quiz43/quiz/1471295442/Fluch-oder-Segen-Teil-5
http://www.testedich.de/quiz43/picture/pic_1471295442_1.jpg
2016-08-15
402D
Harry Potter

Kommentare (77)

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Jadeschweif (93095)
vor 55 Tagen
Ich stimme lea zu, es ist bestimmt schon 2 Jahre das Teil 9 rauskam, schreib doch bitte weiter 😉
Lea (42229)
vor 199 Tagen
Du äh Lily Geen. Es ist jetzt schon ziemlich lange her das der letzte Teil kam. Kommt da noch was oder muss ich die Hoffnung aufgeben. Du Schreibst soooo gut Geschichten warum lässt du uns so lange warten?
Sophie Malfoy (02362)
vor 300 Tagen
Die Geschichte ist bis jetzt ganz gut und ich würde mich auch freuen wenn du weiter schreibst aber BITTE TRENNE LILY UND DIESEN ABSCHAUM VON POTTER!!!! Ich kann ihn überhaupt nicht leiden und ich habe Angst vor dem Moment, wo Draco das herausfindet! Bitte nehme diesen rat Ernst (Ich weiß trotzdem dass ich nicht viel EInfluss auf deine FF hab)
Lily 102 ( von: Lily 102)
vor 308 Tagen
@Lily Geen du solltest mal darüber nach denken ein eigenes Buch zu schreiben du hast sehr viel Fantasie. Und feine Geschichte ist mega gut geworden
Lea (32370)
vor 309 Tagen
Bitte bitte schreib schnell weiter! Das ist die erste Geschichte überhaupt die ich richtig spannend finde! Gekaufte mit eingeschlossen! ALSO! SCHREIB! WEITER! UNBEDINGT!!!!!
Jean (41573)
vor 316 Tagen
Das ist meine absolute Liebling-FF!
Bitte schreib bald weiter!
Alexi Mafloy ( von: Alexi Mafloy)
vor 324 Tagen
@Lili Geen Bitte schreib weiter! Ich hatte eigentlich nach Teil 5 oder 7 die Hoffnung aufgegeben, doch dann, kam ich an den 9. Teil vorbei. Also bitte schreib für einen großen Fan weiter.

LG @Alexi Malfoy
Tanja (64387)
vor 327 Tagen
@Ninini auch ja der erste teil der war so gut. Alle andern sie auch so extrem toll. Großen Respekt
Luilu ( von: Luilu)
vor 329 Tagen
Also erstmal, tolle Geschichte, gut geschrieben, großes Lob. Aber ich wäre nicht ich wenn ich keinen Kritikpunkt hätte: das mit Lily und Harry, weiß Harry das sie in Wahrheit eine Weasley ist? Ich finde die Idee das sie zusammen kommen sollen cool, aber ist Zwölf nicht ein bisschen früh? Und dann noch dieses:"Wollen wir zusammen sein?" Naja aber das ist halt nur ein Kritikpunkt, die Fanfiktion ist mega gut.

(Ich bin erst bei Teil vier, also sry falls ich was falsches gesagt habe)
Alexi Mafloy ( von: Alexi Mafloy)
vor 335 Tagen
TOLLE GESCHICHTE! 😊😄😁❗ FREUE MICH AUF DEN NÄCHSTEN TEIL

LG @Alexi Malfoy
ninini (46045)
vor 342 Tagen
Darf ich mich kurz vorstellen? Ich bin Lily Weasley, die Cousine von Ron Weasley, den ihr alle kennen müsstet. 16 Jahre jung, genau wie Ron, und habe ebenfalls rote Haare und blaue Augen. Von außen also eine typische Weasley. Doch innen bin ich ganz anders. Um das alles zu verstehen, müsst ihr alles von Anfang an verstehen. Meine Geschichte beginnt in meinem achten Lebensjahr. 
Lily Geen ( von: Lily Gee)
vor 348 Tagen
@Huliaashalu: toll, wirklich. Mal schauen, ob ich das irgendwie einbauen kann. Wahrscheinlich noch nicht in ihrem dritten Jahr. Wahrscheinlich aber in ihrem fünften Jahr.
Vielen dank an alle Kommentare. Solltet ihr Wünsche haben die den nächsten Teil betreffen, schreibt mir am besten eine E-Mail. Hier schaue ich nicht so oft nach. Vielen Dank für euer Verständnis.
LG Lily Geen
Tina waschy (04785)
vor 350 Tagen
Tolle Geschichte. Die Idee find ich auch voll gut. Hoffe du
Schreibst bald weiter.
💖
Juliaashalu (07507)
vor 351 Tagen
@lily Geen wie findest du die Idee
Juliaashalu (07507)
vor 351 Tagen
Voll gut ich freue mich schon auf den nächsten Teil ich habe da einen habe ein Vorschlag für die kommenden Taille vieleicht wird Lily zu einer Ehe gezwungen und sie möchte das natürlich nicht aber die Malfoys werden Dan Einsichtig weil Lily ihnen ins Gesicht schreit das sie nicht deren Tochter ist und so
Neele-Louisa (16633)
vor 360 Tagen
Ich hab jetzt auch den 8.gelesen,voll cool!!!
Lily 102 ( von: Lily 102)
vor 361 Tagen
Mega cooler Teil freu mich schon auf denn nächsten @Lily Geen
Neele-Louisa (92142)
vor 363 Tagen
Richtig coole Story,ich hab schon alle Teile gelesen und freu mich schon voll auf den 8.!!!!😸Du schreibst echt gut und es ist eine unterhaltsame Geschichte...🐾
Lily 102 ( von: Lily 102)
vor 366 Tagen
Cool. Danke @Lily Geen das du mir geantwortet hast.😊
Lily Geen ( von: Lily Geen)
vor 366 Tagen
@Lily 102: der nächste Teil heißt: Lily Weasley-Fluch oder Segen? Teil 8
Teil acht habe ich gestern hochgeladen. Also müsste er in den kommenden Tagen zu lesen sein.