Annenmenel – Der Hobbit

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2 Kapitel - 9.143 Wörter - Erstellt von: Lydia - Aktualisiert am: 2016-08-16 - Entwickelt am: - 452 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Eine FF über Legolas Schwester und Thranduils Tochter. Ihre Abenteuer vor und im Hobbit werden hier beschrieben. Ihr Name ist Annenmenel, was übersetzt ‚Geschenk des Himmels‘ heißt. Wo sie geboren wurde und wer ihre große Liebe ist, werdet ihr hier herausfinden…

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    ((bold))1.Kapitel((ebold)) Es war ein stürmischer Tag. König Thranduil saß mit seinem 1.500-jährigen Sohn in der Halle. Das prasseln des Kaminfeue
    1.Kapitel
    Es war ein stürmischer Tag. König Thranduil saß mit seinem 1.500-jährigen Sohn in der Halle. Das prasseln des Kaminfeuers war das einzige Geräusch, abgesehen von dem gelegentlichen umblättern der Bücher in die die beiden vertieft waren. Mit einem Mal schwang die Tür auf und eine pitschnasse Gestalt trat herein. Thranduil sprang auf. „Wer seid ihr und was wollt ihr hier?“, rief er. „Die Höflichkeit in deinen Hallen scheint nachgelassen zu haben, Ada!“, rief eine Stimme. Eine Elbe, vielleicht 1.000 Jahre alt, stand vor ihm. Erschrocken sog Thranduil Luft ein. Sie sah aus wie- „Ja, ich sehe aus wie Nana!“, sprach sie weiter. „Wer bist du?“, fragte Thranduil mit zitternder Stimme. „Mein Name ist Annenmenel. Ich bin 1.000 Jahre alt und deine Tochter.“, antwortete sie. „Ich habe keine Tochter!“, rief Thranduil. Er war dermaßen erschrocken das er keinen vernünftigen Gedanken fassen konnte. „Du glaubtest Nana sei gestorben, das stimmt auch! Allerdings ist es erst 500 Jahre her.“ „Du lügst!“, schrieb Thranduil verzweifelt. Die junge Elbe schüttelte sich das Wasser aus den Haaren und seufzte. „Warum können wir das alles nicht in Ruhe besprechen?“, fragte sie leise. Thranduil nickte steif und setzte sich. Annenmenel setzte sich ihm gegenüber. Legolas starrte sie verwundert und ungläubig an. „Hallo Legolas!“, sagte sie mit schwacher Stimme. Dann holte sie tief Luft und begann zu erzählen. „Nana war schwanger als sie verschwand. Alle dachten sie sei tot. Doch sie wurde von Anhängern Saurons gefangen genommen und gefoltert. Zum Spaß. In dieser Zeit bekam sie mich. Ich lebte 50 Jahre bis sie anfingen auch mich zum Vergnügen zu foltern. Nana starb als ich 500 Jahre alt war. Doch in der Gefangenschaft erzählte sie mit ständig von euch. Sie beschrieb mir den Weg hierher. Vor einem halben Jahr habe ich es geschafft zu fliehen. Ich bin den Weg von Mordor bis hierhergekommen. Und da bin ich also.“, schloss sie mit einem seufzen. Thranduil war vollkommen versteinert. Seine geliebte Frau hatte noch gelebt! Doch er war zu blöd gewesen sie zu suchen! Dafür hasste er sich! Eine Träne lief die Wange seiner Tochter hinunter. Er nahm sie in den Arm und sie weinte sich an seiner Schulter aus. Er strich ihr übers Haar. Sie sah genauso aus wie seine geliebte Frau. Legolas sah betrübt zu Boden. „Komm mit!“, sagte der Elbenkönig sanft. Annenmenel hob den Kopf. „Ich bringe dich in dein Zimmer.“ Seine Tochter stand auf und folgte ihm. Legolas lief ihnen ebenfalls hinterher. Thranduil brachte Annenmenel in das alte Zimmer ihrer Mutter. Es war nach all den Jahren immer noch gepflegt und frisches Bettzeug war auch da. Verwundert sah sie sich im Zimmer um. „Ich habe das Zimmer deiner Mutter immer gepflegt.“, erklärte Thranduil seiner Tochter. „Dann war es für mich als würde sie jeden Moment herauskommen und mich anlächeln“ Annenmenel lächelte schwach. „Ruh dich aus!“ Sie nickte. Dann umarmte sie noch Legolas. Als sich die Tür hinter den beiden schloss setzte sie sich aufs Bett. Ein Seufzer entfuhr ihr. Sie würde sich immer an die Schreie ihrer Mutter erinnern kurz bevor sie starb. ‚Bitte! Ich flehe euch an!‘ Ihre Schreie waren bis zu Annenmenels Verließ gedrungen. Geschrien hatte sie. Und geweint. Annenmenel sah aus dem Fenster. Der Regen hatte aufgehört. Zu dem großen Zimmer gehörte auch ein Balkon. Schnell öffnete sie die Tür und schlüpfte hinaus. Die Luft war frisch und jung nach dem Regen. Der Mond schimmerte durch die Wolken die eine kleine Lücke für ihn freigemacht hatten. Da hörte sie plötzlich ein Geräusch. Jemand schien an der Palastwand entlang zu klettern! Annenmenel spannte ihren Bogen den sie hatte bei ihrer Flucht klauen können. Er hatte ihrer Mutter gehört. Die Orks hatten Ihnen einer Kammer aufbewahrt, zwischen anderem Zeugs das sie ihren Gefangenen abgenommen hatten. Annenmenel war im Kämpfen unglaublich geschickt. Sie zielte und- „Legolas!“ „Psssst!“, hörte sie die Stimme ihres Bruders. Verblüfft ließ sie den Bogen sinken. Geschickt kletterte er zu ihr auf den Balkon. „Was gibt’s?“, fragte sie ihren Bruder. „Ich wollte mehr über Nana erfahren!“, meinte er. Sie lächelte. „Komm Rein! Ich kann heute Nacht sowieso nicht schlafen!“ Zusammen setzten sie sich hin und Annenmenel fing an zu erzählen. Sie erzählte das Ihre Mutter trotz der Gefangenschaft immer eine fröhliche Elbe gewesen war. Sie hatte Annenmenel abends in den Schlaf gesungen und ihr Geschichten erzählt. Irgendwann schliefen Annenmenel und Legolas ein. Seite an Seite, als wären sie schon immer füreinander dagewesen.
    Annenmenels Sicht:
    „Da steckt ihr ja!“ Mit diesen Worten wurde ich am nächsten Morgen geweckt. Ada stand in der Tür. Neben mir saß Legolas. Wir mussten wohl gestern Abend eingeschlafen sein. Ein wenig müde stand ich auf und reckte mich. „Na? Gut geschlafen?“, fragte mich Ada. Ich nickte. „Eine Dienerin kommt gleich!“, sagte er zu mir. Ich nickte. Dann lächelte Legolas mir zu und ging hinaus. Bald darauf kam eine Elbe herein. Sie neigte höflich das Haupt. Sie hatte (was für Elben eher ungewöhnlich war) braune Augen und braunes Haar, mit einem Stich ins orange. „Mein Name ist Tauriel, eure Hoheit!“, stellte sie sich vor. Ich nickte ihr ebenfalls zu. Meine Mutter hatte mir in der Gefangenschaft beigebracht wie man sich bei Hofe benimmt. Das war nun relativ nützlich. Doch ein wenig störte es mich. „Du brauchst ich so förmlich zu sein! Ich bin Annenmenel aber nenn mich bitte Ann. Außerdem wäre es schön, wenn du mich duzen würdest! Meine Mutter hat mir die ganzen Etikette zwar beigebracht aber mögen tu ich sie trotzdem nicht!“ Sie grinste und nickte. Wir waren auf der Stelle Freundinnen. Wir verstanden uns super. Sie erzählte mir auch, dass, sie eigentlich viel lieber kämpfen würde als nur Dienerin zu sein und ich versprach Ada von ihr zu erzählen. Dann machten wir einen Spaziergang im Garten. Es war wirklich schön im Grünwald! (Jetzt ist es ja noch der Grünwald. Der Düsterwald wird er ja erst später, glaube ich jedenfalls.) Da sirrte ein Pfeil an meinem rechten Ohr vorbei. Ich sah in die Richtung aus der er gekommen war und erblickte Legolas der mir zu grinste. Ich schüttelte den Kopf und holte blitzschnell meinen Bogen hervor. Der Pfeil zerriss Legolas‘ Jacke und sie fiel zu Boden. Nun stand er nur noch im T-Shirt da und Tauriel und ich kugelten uns vor Lachen. Legolas kam auf uns zu. „Wie hast du das gemacht?“, fragte er mich völlig verblüfft. „Was? Deine Jacke zerstören? Einfach Zielen und Schießen!“, sagte ich grinsend. „Nein! Wie hast du den Bogen so schnell hervorgeholt?“, fragte er mich. Nun sah mich auch Tauriel fragend an. Ich zuckte mit den Schultern. „Einfach so halt!“, sagte ich. Mir war das bis jetzt gar nicht wirklich aufgefallen. Wenn ich ihn brauchte war er in meiner er Hand. Ebenso wie mein Schwert. Das hatte auch einst meiner Mutter gehört. Die beiden sahen mich mit offenen Mündern an. „Was ist denn?“, fragte ich sie leicht verwirrt. „Du kannst deine Sachen einfach so hervorzaubern?“, fragte mich Tauriel verblüfft. Ich nickte. Das war für mich ganz normal! „Ja könnt ihr das denn nicht?“, fragte ich die beiden irritiert. Sie schüttelten die Köpfe. „Was kannst du sonst noch?“, fragte mich Tauriel neugierig. „Ähm, also da wäre eben das Dinge hervorzaubern, ziemlich hohe und weite Sprünge machen, mich in Tiere oder andere Lebewesen verwandeln…“ „WAS?“, riefen die beiden. „Du kannst dich in Tiere verwandeln?“, fragte mich Legolas ungläubig. „Eigentlich in jedes Geschöpf das ich kenne oder mir ausgedacht habe.“, sagte ich nüchtern. Die beiden starrten mich immer noch total verdattert an. „Ja, könnt ihr das denn nicht?“, fragte ich unsicher. Die beiden schüttelten die Köpfe. „Zeig mal!“, sagte Legolas neugierig. Ich überlegte kurz und dann ließ ich mir riesige Flügel, wie die eines Adlers wachsen. Immer noch mit offenen Mündern starrten mich die beiden an. Dann schwang ich mich in die Lüfte. Ich drehte ein paar Runden und landete dann wieder vor ihnen. Die beiden waren dermaßen baff das ich lachen musste. Ihre Gesichter sahen einfach zu komisch aus! Die beiden sahen sich an und fingen auch an zu lachen! Als wir uns wieder beruhigt hatten meinte Legolas: „Du scheinst irgendeine außergewöhnliche Gabe zu haben!“ Ich nickte. „Ich habe mal gelesen, das so was manchmal vorkommt, also das es Elben gibt die außergewöhnliche Kräfte haben!“, sagte Tauriel. „Kannst du sonst noch was?“, fragte Legolas neugierig. „Ich kann noch die Elemente beeinflussen.“, sagte ich. Tauriel nickte anerkennend mit dem Kopf und Legolas pfiff durch die Zähne. Ich lächelte. Dann machten wir noch ein kleines Kampftraining. Ich glaube, Legolas war von Tauriel sehr angetan. So verging die Zeit. Ich wurde mit der Zeit eine richtige Prinzessin. So ging es etwa 400 Jahre. (Verzeiht mir, dass, ich einen so großen Zeitsprung mache.) Viel Erzählenswertes gibt es nicht. Doch an diesem Abend, als ich etwa 1.400 Jahre alt war, empfingen wir hohen Besuch. Galadriel und Celeborn kamen mit einem Geleit aus Hofleuten. Ich zog mir mein bestes Kleid an. Ich stand mit Legolas und Ada bereit. Allerdings war mir in der Zwischenzeit aufgefallen, dass Ada sich immer mehr hinter einer Maske aus Gleichgültigkeit versteckte und Legolas fing an es ihm nachzutun. Ich fand das nicht besonders gut, sagte aber nichts. Vielleicht würde es ja bald vorrübergehen. Als Galadriel und Celeborn uns entgegenkamen, verschlug es mir die Sprache. Ich hatte meine Mächte ausgefeilt und konnte in der Zwischenzeit auch ein hohes Konzentrat an Macht und Magie spüren. Aber das was von den beiden ausging, haute mich fast um. Galadriel sah mich an und ich sah zurück. Ich hielt ihrem Blick stand. ‚Du hast eine hohe Macht und ich muss dringend mit dir reden, Annenmenel!‘, hörte ich sie in meinem Kopf. Kaum merklich nickte ich. Dann begrüßte mein Vater die beiden. Das Festmahl das daraufhin aufgetragen wurde, war wirklich sehr prächtig! Allerdings war ich noch nie eine besonders gute Esserin und aß nicht besonders viel. Ich merkte außerdem das Galadriel mich viel beobachtete. Nach dem Essen wurde geschwatzt und geredet. Leise schlich ich mich hinaus. Ich stellte mich in den Garten und sah den Mond an. Ich hörte ganz leise Schritte hinter mir. „Du hast eine mächtige Gabe“, hörte ich Galadriel sagen, „Und du musst sie weise einsetzen!“ „Aber wie tue ich das?“, fragte ich sie, „Mein Vater versteckt sich hinter einer Maske aus Gleichgültigkeit und Legolas macht ihn nach! Was soll ich bloß tun?“ „Wenn die Zeit gekommen ist, wirst du es wissen.“ Eine Träne rollte meine Wange hinab. „Ich werde immer für dich da sein!“, sagte Galadriel. Ich drehte mich um und sah sie an. Dann umarmte ich sie. Sie war einfach ein wenig wie Nana. Sie schien erst ein wenig überrascht, umarmte mich dann aber auch. Sie war ein wenig wie eine Mutter. Sie spendete mir Trost und ich konnte ihr alles erzählen. Seitdem nannte ich sie auch oft Nana. Sie war ein edles und mächtiges Geschöpf, aber sie war auch nur eine Elbe. Es war schön zu wissen das all diese mächtigen Leute auch ein Herz hatten. Und ich schien zu ihnen zu gehören. Dann ließ mich Galadriel allein, da es seltsam wäre, wenn sie nicht bald bei den anderen auftauchte. So lief ich ein wenig durch den Garten, bis mir jemand entgegenkam. Es war ein Elb. Voreinander blieben wir stehen. „Einen guten Abend. Mein Name ist Haldir, darf ich fragen wer ihr seid?“, fragte er mich. „Ich bin…“, doch dann stockte ich. Er hatte mich nicht erkannt. Es wäre schön mal jemanden ohne die Etikette kennen zu lernen. Also sagte ich: „Ich bin Luna.“ (Diesen Namen nehme ich aus meiner Lieblingsgeschichte ‚Das Schicksal der weißen Retterin‘. Star of Earendil, ich bin ein riesen Fan von dir! Schaut doch mal bei ihrer Geschichte vorbei! Es lohnt sich wirklich!) Haldir nickte mir freundlich zu. Er schien nett. „Wollen wir zusammen ein Stück gehen?“, fragte er mich und ich nickte. Wir unterhielten uns ein wenig. Er erzählte das er der Anführer der Wachen von Lórien war. Ich flunkerte schnell ich wäre eine Dienerin aus dem Palast. Er war wirklich sehr nett und ich vergaß die Zeit. So merkte ich auf einmal wie der Himmel sich im Osten langsam anfing heller zu werden. Ich hatte mich die ganze Nacht mit Haldir unterhalten und fand ihn sehr nett. Vielleicht sogar ein wenig mehr wie das. Doch langsam merkte ich das ich nun lieber wieder hinein sollte, es würde einen riesen Aufruhr geben, wenn man mich nicht in meinem Bett vorfände. Auch Haldir schien hinein zu müssen. „Wollen wir uns morgen Abend wieder hier treffen?“, fragte er mich und ich stimmte dem zu. Schnell lief ich hinein. Haldir würde noch einige Tage mit den anderen aus Lórien bleiben. Ich achtete darauf das er im hellen mein Gesicht nicht richtig sah, ich wollte nicht das er erfuhr das ich die Prinzessin war. Leise lief ich zu meinem Zimmer. „Erwischt!“ Ich zuckte zusammen. Tauriel saß in meinem Zimmer. Ich atmete auf. Schnell schloss ich die Tür. „Was machst du denn hier?“, fragte ich sie und setzte mich. „Ich wollte Fragen wie dein Date gelaufen ist“, sagte sie grinsend. „Ich hatte kein Date! Er weiß ja nicht mal das ich die Prinzessin bin!“, antwortete ich. „Jetzt gib schon zu das du ihn magst!“, sagte sie immer noch grinsend. „Ja ich mag ihn. Zufrieden?“, fragte ich. Sie nickte. „Wehe, wenn du ihm erzählst, dass ich die Prinzessin bin!“, sagte ich zu ihr. „Mach ich nicht! Aber jetzt erzähl mal! Wer ist er denn?“, fragte sie mich. „Woher weißt du eigentlich dass ich mit ihm draußen war?“, fragte ich sie spitz. Sie macht eine ausladende Geste zu meinem Balkon. Ich stöhnte auf. „Und?“, fragte sie mich aufgeregt. „Er heißt Haldir, kommt aus Lórien und befehligt die Wachen.“, sagte ich. „Nicht schlecht!“, meinte sie. Ich verdrehte die Augen. „Gehst du jetzt bitte? Ich hätte nämlich gerne noch ein paar Stunden Schlaf!“, sagte ich zu ihr und sie nickte immer noch grinsend. Als sich die Tür hinter ihr geschlossen hatte legte ich mich auf mein Bett. An schlafen war allerdings überhaupt nicht zu denken! Viel zu sehr musste ich an Haldir denken. Er sah ja schon gut aus. Und er war nett. Und mein Vater würde einen Kontakt zu ihm niemals zulassen. Ich seufzte. Warum war er nur so bescheuert geworden? Ich würde meine Freundschaft mit Haldir geheim halten müssen. Ich freute mich schon darauf ihn morgen Abend wiederzusehen. So schlief ich dann doch ein. Am nächsten Morgen wachte ich auf. Ich war noch ein wenig müde, machte mich aber fertig wieder die Prinzessin zu sein. Ich zog mir eines meiner schönsten Kleider an und lief hinunter. Ich frühstückte und achtete sorgsam darauf nicht zu Haldir zu gucken. Er saß natürlich auch an der langen Tafel. Danach stand ich auf und ging mit Tauriel hinaus. Sie war inzwischen Anführerin der Palast- und Grenzwachen. Wir machten einen Rundgang ob auch alles in Ordnung war und gingen dann im Garten des Schlosses spazieren. Auf einmal hörte ich eine vertraute Stimme und zog Tauriel mit mir in die Büsche. „Und wer war diese Elbe mit der du gestern unterwegs warst?“, fragte der eine. „Sie heißt Luna und war ziemlich nett.“, antwortete Haldir achselzuckend. „Ziemlich nett, soso…“, sagte der andere grinsend. „Zwischen uns läuft nichts, falls du das meinst!“, sagte Haldir. „Jaja…“, sagte der andere und Haldir verdrehte die Augen. Dann waren die beiden weg. „Da hast du dir aber einen Hübschen geangelt!“, meinte Tauriel grinsend. Ich verdrehte die Augen. „Können Elben und Elbinnen nicht einfach nur befreundet sein?“, fragte ich sie. „Schon, aber das mit euch ist was Anderes! Ich meine, schau Legolas und mich an!“, sagte sie. „Der ist schon seit einer Ewigkeit in dich verknallt!“, sagte ich zu ihr und sie wurde feuerrot. „Selbst wenn, ich liebe ihn nicht!“, sagte sie. Ich grinste nur. Der Tag ging viel zu langsam vorbei, doch als es dämmerte, zog ich mich um und lief hinaus in den Garten. Ich hatte mir ein eher schlichtes Kleid angezogen. Haldir war schon da. Ich nickte ihm zu. Zusammen liefen wir ein Stück, bis wir uns auf eine Bank setzten, außer Sichtweite des Schlosses. Es war schön einfach nur so dazusitzen und sich mit ihm zu unterhalten. Ich mochte ihn wirklich sehr. Langsam bekam ich ein Kribbeln in meinem Bauch, wenn ich ihn ansah. Mein Herz schlug schneller. Hatte ich mich allen Ernstes in ich verliebt? Wir unterhielten uns und lachten und lachten. Als es dämmerte schlichen wir uns wieder hinein. Der schönste Moment an diesem Abend war aber als er mich auf die Wange küsste. Dann ging er. Auch ich lief in mein Zimmer. Dort warf ich mich auf mein Bett und war so glücklich wie lange nicht mehr. Ich hatte mich wieder für den nächsten Abend mit ihm verabredet. Der nächste Abend konnte gar nicht schnell genug kommen! Der nächste Tag verging wie im Schneckentempo. Als ich endlich hinaus in die kühle Nachtluft trat war er schon da. Er nahm meine Hand und wir liefen wieder außer Sichtweite des Palastes. Da standen wir. Er strich mir eine Haarsträhne hinters Ohr. „Ich würde dir gern etwas sagen, aber ich traue mich nicht. Darum zeige ich es dir.“, sagte er zu mir und küsste. In mir explodierte ein Feuerwerk. Ich schlang die Arme um seinen Hals und erwiderte den Kuss. Es war so schön- „Annenmenel!“ Ich schreckte hoch und drehte mich um. Mein Vater stand zornentbrannt vor mir. „Werft diesen Taugenichts in den Kerker!“, zischte er den Wachen hinter ihm zu. Sie packten Haldir und zerrten ihn mit sich. Er starrte mich vollkommen baff an. „Nein!“, schrie ich und wollte hinterher, doch mein Vater hielt mich fest. „Lasst ihn los!“, schrie ich. Ich versuchte mich loszureißen, doch mein Vater hielt mich im eisernen Griff fest. Tränen rannen mein Gesicht hinab. Mein Vater zerrte mich in den Thronsaal. „Was hast du dir dabei gedacht?“, rief er. „Ich liebe ihn!“, schrie ich zurück. „Und ich werde dafür sorgen dass du ihn nie wieder zu Gesicht bekommst!“, rief mein Vater. Da verlor ich die Beherrschung und meine riesigen Flügel erschienen. Ich flog hinauf in die Luft über den Palast und beballerte ihn mit Feuerbällen. Mein Vater stand zu Tode erschrocken da. Ich zerstörte den Boden des Thronsaals unter dem das Verließ lag. Die Wachen hatten Haldir soeben in eine Zelle gesperrt. Ich zerstörte die Tür und Haldir kam heraus. „Warum hast du mir nicht gesagt…“, fing er an, doch ich unterbrach ihn. „Für Erklärungen ist später Zeit! Schon mal geflogen?“ Er schüttelte den Kopf. Ich nahm seine Hand und flog mit ihm hinauf in den Himmel. Ich hörte wie er erschrocken Luft holte. Ich flog bis nach Lórien. Dort landete ich. Ich keuchte ein wenig. So schnell war ich noch nie geflogen! „Warum hast du mir nicht gesagt dass du die Prinzessin bist?“, fragte er mich. „Weil ich einfach mal normal behandelt werden wollte! Ich wollte nicht das du ‚Eure Hoheit‘ oder so sagst!“, sagte ich zu ihm und er nickte. „Das mit meinem Vater tut mir unendlich leid!“, sagte ich zu ihm. „Du kannst nichts dafür! Und das du die Prinzessin bist ist mir egal!“, sagte er zu mir. Dann küsste er mich. „Werden wir uns jemals wiedersehen?“, fragte er traurig. „Ich komme dich so oft es geht besuchen, aber in den Grünwald solltest du nicht mehr!“, sagte ich zu ihm. Dann gab ich ihm einen Abschiedskuss und flog wieder davon. Am Palast angekommen reparierte ich den Thronsaal. An meinem Vater lief ich einfach vorbei. In meinem Zimmer warf ich mich aufs Bett und weinte mir die Seele aus dem Leibe. Am nächsten Tag blieb ich in meinem Zimmer. Tauriel und Legolas klopften beide mehrmals an meine Tür, doch ich rührte mich nicht. Von den Gästen hatte niemand so wirklich etwas mitbekommen. Meine Magie war nahezu lautlos. Aber Galadriel hatte es natürlich mitbekommen. Sie kam über meinen Balkon und tröstete mich. Zum Abschied kam ich aus meinem Zimmer, doch es dauerte ein ganzes Jahr bis ich wieder mit meinem Vater sprach. Allerdings versteckte er sich nun noch mehr hinter der Maske aus Gleichgültigkeit. So ging es etwa 10 Jahre. Die Orks wurden stärker. Der Grünwald war zum Düsterwald geworden, was mich traurig machte. Das beängstigende aber, Riesenspinnen lebten nun im Wald und kamen dem Palast gefährlich nah! Mit Legolas und Tauriel wehrte ich sie immer wieder ab. Dann an diesem Verhängnisvollen Tag, kämpften wir wieder gegen die Spinnen als wir bei ihnen 13 Zwerge fanden. Wir retteten sie. Dann erkannte ich den einen. Ich hatte viel von ihm gehört. Thorin Eichenschild stand vor mir. Legolas sprang nicht gerade freundlich mit ihnen um. „Jetzt reiß dich mal zusammen!“, herrschte ich ihn an. „Ich habe nichts gegen Zwerge und wir wissen beide wer der Stärkere von uns beiden ist!“ Er murrte ein bisschen, war dann aber freundlicher zu den Zwergen. Die starrten mich ziemlich verdattert an. „Warum sollte eine Düsterwaldelbe freundlich zu uns sein?“, fragte Eichenschild misstrauisch. „Weil sie weder Lust auf Krieg noch auf Streitereien hat und dem eigenen Vater manchmal am liebsten den Kopf abreißen würde!“, sagte ich wütend. „Und wer ist euer Vater?“, fragte mich Eichenschild. „Thranduil!“, sagte ich. „Über eine Tochter des Verräters ist mir nichts bekannt!“, sagte Eichenschild. „Da ich erst als ich 1.000 war hierherkam. Ich bin in Gefangenschaft geboren worden. Anhänger Saurons haben meine Mutter gefangen genommen und zum Spaß gefoltert. Das haben sie auch mit mir gemacht!“, sagte ich und schob meinen Ärmel hoch. Eine Narbe war dort zu sehen. Einige Zwerge keuchten erschrocken auf. Auch Eichenschild wirkte ein wenig betroffen. Daraufhin schwiegen alle. Als wir im Palast waren sprach mein Vater mit Eichenschild. Ich war nicht dabei, doch als ich hörte dass die Zwerge im Kerker waren, kochte ich vor Wut. Doch es freute mich, dass Tauriel sich in den Neffen Eichenschilds verliebt zu haben schien. Ich schlich mich hinunter in den Kerker, die Türen waren aber schon offen. Schnell lief ich dorthin wo die Fässer aus der Seestadt ankamen und zurückgeschickt wurden. Ich hatte eine Ahnung was sie vorhatten. Und tatsächlich. Die Wachen schliefen und die Zwerge und ein Hobbit waren dort. Als sie mich sahen starrten sie mich erschrocken an. „Schnell!“, zischte ich. Dann wandte ich mich an den Hobbit und sagte: „Sie sollen in die Fässer, stimmt´s?“ Er nickte. Ich half ihm die Zwerge hinein zu stopfen. „Wartet!“, sagte da Eichenschild. „Warum helft ihr uns?“ „Weil ich die Feindschaft unter den Völkern Mittelerdes satthabe! Die Orks sind unser aller Feind und wir müssen Seite an Seite gegen sie kämpfen!“, sagte ich und Eichenschild nickte und sagte: „Ihr sollt auf ewig eine Freundin unseres Volkes sein!“ Dann kletterte auch er in ein Fass. Dann steckte ich noch den Hobbit in eins und betätigte den Hebel. Die Fässer rutschten hinunter in den Fluss. Schnell lief ich hinaus. Die Fässer kamen gut durch, doch dann sah ich es. Orks. Orks auf unserem Land. Tauriel, Legolas und einige Wachen kämpften bereits gegen sie. Ich stürzte mich ebenfalls ins Gefecht. Die Orks schienen es auf die Zwerge abgesehen zu haben. „Wie konnten die Zwerge entkommen?“, rief mein Bruder. „Ich hab sie befreit!“, rief ich zurück. „WAS!“, schrie er. „Man Legolas! Jetzt mach doch mal die Augen auf! Ada ist im Unrecht! Die Zwerge sind nicht unsere Feinde! Die Orks sind es und nun werden sie stärker! Und was macht er? NICHTS!“, schrie ich zurück und tötete einen Haufen Orks. Die Zwerge waren am Tor angekommen, doch es war zu. Kili kletterte aus seinem Fass und öffnete es, doch da traf ihn ein Pfeil am Knie und blieb darin stecken. Er schrie auf. Tauriel tötete den Ork der das getan hatte. Kili kletterte wieder in das Fass. Einige Orks verfolgten die Zwerge als sie weiterschwammen, doch all diese bekamen es mit meinem Bogen zu tun. Als die Zwerge fort waren klatschte ich mich grinsend mit Tauriel und Legolas ab. „Und Bruderherz?“, sagte ich zu ihm, „Wieder zur Vernunft gekommen?“ Er nickte. Dann liefen wir wieder in den Palast.
    „Wie konnten sie entkommen?“, fragte Ada wütend. „Ich hab sie freigelassen“, sagte ich ganz gelassen. „WAS?“, schrie er. „Jetzt mach doch mal die Augen auf!“, rief ich, „Die Zwerge sind nicht unsere Feinde, die Orks sind es! Sie werden stärker, ich spüre es! Wir müssen etwas dagegen unternehmen!“ „Verstärkt die Wachen an den Grenzen und schließt die Tore! Niemand darf das Reich mehr betreten!“, sagte Thranduil kalt. „Das kann jetzt nicht dein Ernst sein?“, schrie ich ihn an, doch er überging mich. „Glaubst du etwa Nana hätte das gewollt?“, schrie ich. „Wir wissen nicht was sie gewollt hätte!“, sagte er barsch. „Dann hast du sie nie geliebt!“, schrie ich zurück. Thranduils Wutschrei hallte durch den ganzen Palast als sein Dolch durch die Luft sirrte. Hätte ich nicht so gute Reflexe, hätte der Dolch mein Herz durchbohrt. Ich zog blitzschnell mein Schwert und der Dolch landete klirrend auf dem Boden. Erschrocken starrte er auf den Dolch der ein paar Meter vor mir lag. Mit kalter Wut in der Stimme sagte ich: „Scheinbar habe ich keinen Vater mehr!“ Dann drehte ich mich um und rauschte auf den Ausgang zu. Doch dann hielt ich inne, riss mir die Krone vom Kopf, die ich oft trug da sie gut aussah und nicht störte, und schmiss sie Thranduil vor die Füße. Dann lief ich hinaus.
    Thranduils Sicht:
    Oh mein Gott! Was hatte ich getan! Ich hatte einen Dolch auf meine eigene Tochter geworfen! Die Maske aus Gleichgültigkeit die ich immer getragen hatte, schien klappernd zu Boden zu fallen. Legolas und Tauriel bedachten mich beide mit hasserfüllten Blicken und gingen dann ebenfalls hinaus. Ich sank zusammen. Ich hatte alles verloren, doch ich war selbst schuld! Doch ich würde ihrem Wunsch nachkommen! Die Orks würden die Düsterwaldelben kennenlernen!
    Annenmenels Sicht:
    Ich war so unendlich wütend auf ihn. Tauriel und Legolas kamen mir mit ihren Waffen hinterher. „Und wo geht´s jetzt hin?“, fragte Tauriel ein wenig außer Atem, da ich so schnell lief. „Die Zwerge finden! Der Pfeil der Kili traf ist verflucht!“, sagte ich. Erschrocken sah sie mich an. „Verflucht?“, sagte sie entsetzt. „Wir können ihn retten, aber dazu müssen wir in die Seestadt! Dort werden sie sein!“ Tauriel nickte und legte einen Zahn zu. Dann seufzte ich und sagte: „Wir sind, wenn wir laufen ein wenig langsam. Darum werde ich euch Flügel zaubern, aber ihr müsst schnell lernen, kapiert?“ Die beiden nickten unsicher und ich streckte den Arm aus. Denn beiden wuchsen riesige Flügel. Ich schwang mich mit meinen in die Lüfte und sie folgten mir. „Gar nicht so schwer!“, sagte Tauriel neben mir, doch hin und wieder strauchelte sie. Legolas hatte da mehr Schwierigkeiten. Immer wieder flog er hinauf und sackte dann wieder ein paar Meter in die Tiefe. Ich schnappte mir seine Hand und es ging besser. Als es dunkel wurde rasteten wir im Wald. Als wir auf dem Boden ankamen, kippten die beiden einfach um. Ihre Flügel verschwanden. Völlig k.o. lagen sie auf dem Waldboden. Ich kicherte und streckte die Hand aus. Ein prasselndes Feuer erschien. Dann schoss ich zwei Kaninchen und ließ zwei Büsche mit Früchten wachsen. Wir aßen und es schmeckte wirklich gut! Ich hätte es fast als Ferien betrachtet. Einfach mal raus aus dem Palast und in die Wildnis. Wir legten uns schlafen. Eine Wache brauchten wir nicht, wenn Feinde kämen würden uns die Tiere wecken, ich war bei ihnen allseits bekannt.
    Am nächsten Morgen stand ich früh auf und machte ein kleines Frühstück. Ich brutzelte ein paar Vogeleier auf einem Stein. Als die beiden anderen erwachten war das kleine Frühstück fertig. Wir frühstückten und machten uns dann wieder auf den Weg. Mit dem fliegen klappte es vor allem bei Legolas nun besser. Die beiden fanden das fliegen inzwischen so schön, dass ich ihnen zwei Amulette schenkte mit denen sie jederzeit ihre Flügel hervorholen konnten. Wir kamen mit der Abenddämmerung in Esgaroth an. Und dann sah ich etwas Entsetzliches! „Orks!“, zischte ich. Wir landeten und fingen sofort an zu kämpfen. Tauriel und ich retteten ein paar Kinder aus dem Haus von Bard. Ich hatte vom Erben des Fürsten von Dal schon gehört. Tauriel rettete Kili im letzten Moment das Leben. Legolas und ich vertrieben die Orks. Was mich allerdings ziemlich nervös machte war, Bolg war der Sohn von Azog dem Schänder. Scheinbar lebte er noch und sann auf Rache gegen Thorin. Legolas, Tauriel und ich blieben die Nacht bei Bard. Doch dann geschah etwas Schreckliches! Smaug kam. Bard beschoss ihn mit Pfeilen, doch das würde nicht viel nützen. Ich rannte auf den Marktplatz und holte tief Luft. Dann verwandelte ich mich in ein Wesen in das ich mich noch nie verwandelt hatte. Als riesiger Drache flog ich in die Luft. Ich hörte die Schreie der Leute. „Noch ein Drache!“ „Das ist das Ende!“ „Wir werden alle sterben!“ Doch als ich Smaug angriff verstummten die Schreie. Totenstille senkte sich über die Stadt. Alle sahen dem Zweikampf zu. „Smaug! Jetzt hör doch endlich auf!“, brüllte ich ihn an. „Ich will den Schatz!“, brüllte er zurück. Der Kampf war hart. Ich wurde ziemlich verletzt und dann sah ich Bard mit einem schwarzen Pfeil. Ich sah ihn an und er verstand. Ich flog gegen Smaug und brach mir dabei einen Haufen Knochen. Doch ich hatte den Drachen in die richtige Position gebracht. Bard schoss. Smaug fiel. Überglücklich ihn besiegt zu haben landete ich. Die Menschen strömten auf Bard und mich zu. Doch dann flammte der Schmerz in mir auf. Ich schrie. Ich verwandelte mich zurück in eine Elbe, aber der Schmerz war unerträglich. Das jubelnde Volk verstummte. Legolas und Tauriel rannten auf mich zu. Als Legolas meine Hand nahm schrie ich erneut auf. „Sch Ann! Es wird alles gut! Sch!“, sagte er und Tränen rannen sein Gesicht hinab. Auch Bard und die Zwerge rannten auf mich zu. „Schnell! Ihr könnt sie in mein Haus bringen!“, rief Bard. Als Legolas mich hoch hob schrie ich auf und alles wurde schwarz.
    Legolas‘ Sicht:
    Als ich sie hoch nahm schrie sie auf und verstummte im nächsten Moment. Ihr Körper erschlaffte und sie rührte sich nicht mehr. Dann ging alles ganz schnell. „Kommt!“, schrie Bard und wir rannten los. Doch da rief Tauriel: „Wir müssen sie aus der Stadt rausbringen! Schnell! In eins der Boote!“ Wir taten wie geheißen. Die ganze Stadt half uns sie so schnell wie möglich über den See zu bringen. Dort legten wir sie in eins der Zelte die einige aufgebaut hatten. Wir mussten vor allem die Stellen an denen sie blutete verbinden. Als wir fertig waren und sie so gut es ging zusammengeflickt hatten machten wir uns alle auf den Weg nach Dal. Die Zwerge indes fuhren schon zum Erebor. Bard und ich trugen sie auf einer Bahre. Da kam Tauriel zu mir und sagte: „Du hast doch auch schon was über den Mondtrank gehört“ „Natürlich!“, sagte ich. Von diesem Trank wussten alle! „Nun ja!“, druckste Tauriel herum, „Ich weiß wie er geht“ Ich starrte sie an. „Was?“ „Galadriel hat es mir erklärt! Als sie da war, vor zehn Jahren. Sie meinte, ich müsse es vielleicht wissen! Sie muss gewusst haben das, dass passiert! Soll- soll ich ihn mischen und ihr geben?“ Ich nickte. „Gut! Ich muss schnell die Kräuter dafür suchen!“ Sie rannte los um die Kräuter zu suchen. Ich schüttelte den Kopf. Hier kamen wirklich unglaubliche Dinge ans Licht. Dieser Trank war so kompliziert das nur eine Handvoll Leute ihn mischen konnten. Außerdem konnte er nur bei Vollmond gebraut werden, was dem Trank seinen Namen gab. Hoffentlich half er!
    Tauriels Sicht:
    Ich hatte nun fast alle Kräuter beisammen! Ich betete dass ich ihn richtig hinbekam. Wenn nicht konnte es in einer Katastrophe enden! Da war es ja! Ich hatte das letzte Kraut das ich brauchte gefunden. Mit meinen Flügeln flog ich zurück zu den anderen. Ich hatte ja solches Glück! Heute war Vollmond! Als ich bei den anderen landete fing ich an den Trank zu brauen. Dann stellte ich ihn als es dunkel wurde hinaus. Hoffentlich hatte es geklappt! Der Trank fing an zu schimmern und zu leuchten! Es war gelungen. Ich füllte etwas davon in eine Schale und den Rest machte ich in ein Fläschchen. Man konnte ja nie wissen. Als ich ihr den Trank gab, wurden ihre Wunden ein wenig besser. Dieser Trank würde die Heilung zwar nicht auf der Stelle beenden, aber sie müsste in ein oder zwei Tagen wieder in Form sein. Allerdings war sie immer noch nicht bei Bewusstsein. Doch ich wusste, dass es gelungen war und so legte ich mich zufrieden schlafen. Am nächsten Morgen wurde ich von einem Horn geweckt. Sofort saß ich kerzengerade im Bett. Im nächsten Moment stürmte ich hinaus. Thranduil war gekommen. Er hatte Nahrung und ein Heer mitgebracht. Legolas trat gerade neben mir aus dem Zelt. Thranduil eilte auf uns zu. „Legolas! Es tut mir so leid! Es tut mir so leid!“, rief der Elbenkönig als er uns entgegenkam. „Ist schon gut Ada!“, sagte Legolas und umarmte seinen Vater. „Tauriel, auch bei dir muss ich mich entschuldigen!“, sagte er zu mir und ich musste an das Gespräch über Legolas und mich denken. Ich nickte nur. „Wo ist Annenmenel?“, fragte da Thranduil. Ich biss mir auf die Lippe. Das würde jetzt ein kleiner Schock für ihn werden. Ich öffnete das Zelt und Thranduil trat ein. Seine Augen weiteten sich als er sie sah. „Ist sie- ist sie…“, stammelte er. „Nein, Tauriel konnte den Mondtrank brauen. Sie wird spätestens morgen wieder auf die Beine kommen.“, sagte Legolas und Thranduil atmete auf. Dann sah er mich an und sagte: „Ich danke dir!“ „Sie ist meine beste Freundin. Also nichts zu danken!“, sagte ich wahrheitsgemäß. Er nickte. „Ich muss mich jetzt noch um ein paar Dinge kümmern!“, sagte Thranduil und ging. In dem Moment als auch ich mit Legolas hinausgehen wollte, regte sie sich. Ich wirbelte herum und war sofort bei ihr. Sie griff sich an den Kopf. „Au!“, sagte sie. Legolas und ich sahen uns an und mussten lachen. „Wie geht´s dir?“, fragte er sie. „Also besser ging´s mir schon mal, aber ich will mich nicht beklagen! Ich meine, ich lebe!“, sagte sie und breitete die Arme zu einer großen Geste aus. Da fingen wir alle drei an zu lachen. „Im Übrigen, Ada ist da!“, sagte Legolas. Sie runzelte die Stirn. „Es tut ihm leid und er hat sich bei uns entschuldigt! Ich muss sagen, ich habe ich nahezu fast nicht wiedererkannt! Er hat sich echt geändert!“, sagte ich zu ihr und sie nickte.
    Annenmenels Sicht:
    Ich würde ihm verzeihen. Denn trotz allem hatte ich ihn lieb! Ich spürte wie der Schmerz verschwand. Ich schien endgültig geheilt. Dann stand ich auf. Die anderen schienen zu denken gleich fall ich wieder hin, doch ich lief sicher durch das Zelt. „Der Trank scheint wirklich gut zu sein!“, sagte Legolas beeindruckt. „Also ich bin froh! Und vielen, vielen Dank das du ihn mir gebraut hast!“, bedankte ich mich bei Tauriel. Sie winkte ab. Ich grinste. „Kommt! Wir sollten auch mal rausgehen!“, meinte da Legolas und wir liefen ihm hinterher nach draußen. Als ich hinaustrat, fingen die Menschen an zu applaudieren. Ich wurde rot. Tauriel und Legolas grinsten mich an. Da kam Bard auf mich zu. „Geht es euch wieder gut?“, fragte er mich. „Mit mir ist alles wieder in Ordnung. Aber sagt, wie geht es euch?“, fragte ich. „Ich habe nur ein paar Kratzer abbekommen. Meine Kinder sind alle in Ordnung!“, sagte er glücklich. Ich nickte. Dann wandte ich mich ab und ging zum Zelt meines Vaters. Leise trat ich ein. Er sprach gerade mit Gandalf. Ich räusperte mich und er drehte sich um. Mit verschränkten Armen stand ich da. Unsicher machte er einen Schritt auf mich zu, doch da eilte ich durch das Zelt und umarmte ihn. „Lass uns die ganze Sache einfach vergessen!“, murmelte ich. Er nickte und lächelte. Dann wandte er sich wieder Gandalf zu. In dem Moment kam auch Bard ins Zelt. Er nickte mir zu und sagte dann: „Thorin Eichenschild baut einen riesigen Wall aus Steinen am Eingang des Erebor auf! Ich wollte ihn um ein wenig Geld für unser Volk bitten!“ Ada machte den Mund auf, doch ich sagte: „Ich bezweifle das er etwas rausrücken wir! Ich spüre es. Er hat die Drachenkrankheit und ich weiß nicht ob ich etwas dagegen tun kann!“ „Ich hielt ihn eigentlich für einen vernünftigen Zwerg, aber ich glaube du hast Recht Annenmenel!“, sagte Gandalf traurig. „Man könnte ja wenigstens versuchen mit ihm zu sprechen!“, meinte Bard. „Wie ihr wollt, aber ich komme mit! Wer weiß, vielleicht hört er auf mich. Er hat immerhin gesagt ich wäre für immer eine Freundin seines Volkes!“, meinte ich. „Wann hat er denn das gesagt?“, fragte mich Ada. „Als ich ihm und seinen Leuten geholfen hab aus unserem Verließ zu entkommen!“, sagte ich grinsend. Bard sah mich fragend an, doch ich winkte ab. „Nun gut, wir sollten uns auf den Weg zu ihm machen!“, meinte Bard und ich nickte. Zusammen liefen wir aus dem Zelt. Ich pfiff und ein wunderschönes Pferd kam heran! Es war Schattenfell und wir beide waren gute Freunde. (Ich mach’s jetzt einfach so das Schattenfell ein unsterbliches Pferd ist) Bard sah ihn bewundernd an. Er stieg auf sein Pferd und wir ritten los. „Ach äh übrigens. Wenn ich anfange Eichenschild anzuschreien, erschreck dich nicht! Ich kann ziemlich laut sein!“, sagte ich noch zu Bard und er nickte verwundert. Als wir am Erebor ankamen sah Thorin auf uns herab. „Was wollt ihr hier und wer seid ihr?“, rief Thorin. „Erkennt ihr mich nicht? Ich bin es! Annenmenel! Ihr habt mir auf ewig die Freundschaft eures Volkes geschworen!“, rief ich zurück. „Ihr seid mir willkommen! Doch wer ist der andere?“, fragte Thorin. „Ich bin Bard! Ich half euch in die Seestadt zu kommen!“, rief der zurück. „Auch ihr seid willkommen, solang ihr keine bösen Absichten habt! Sagt, was wollt ihr hier?“, fragte Thorin. „Wir bitten um ein wenig Geld für die Menschen der Seestadt! Sie haben alles verloren und nicht zu vergessen, ihr wart es die den Drachen nach Esgaroth schicktet!“, rief Bard. „Keine einzige Münze werdet ihr bekommen!“, schrie Thorin außer sich vor Zorn, „Diebe! Ihr wollt uns berauben! Sollen die Menschen der Seestadt doch sehen wie sie überleben!“ Da fing ich an zu schreien: „Thorin Eichenschild! Die Menschen der Seestadt waren immer freundlich zu euch! Sie gaben euch Boote und Verpflegung und das ist der Dank? Ihr habt ihnen nur Unglück und Leid gebracht! Jetzt reißt euch mal zusammen!“ „Ich lasse mir gar nichts von einer einfachen Elbe sagen!“, schrie er und ich verlor mal wieder die Beherrschung. Meine Wut schien sich wie eine Welle an Energie auszubreiten. Ich flog in die Lüfte und sah nun auf Eichenschild herab den die Energiewelle zu Boden gehauen hatte. „Thorin Eichenschild! Zwerge sind so oft blind für die Dinge die nicht funkeln und glitzern, aber das ihr so dumm seid hätte ich nicht gedacht! Ihr seid nicht besser als Thor euer Großvater und dem hatte der Arkenjuwel ja nun wirklich alles ausgetrieben! Seht ihr nicht wie die Menschen der Seestadt leiden! Aber nun gut! Wenn ihr offenen Krieg wollt, dann könnt ihr ihn haben!“ Ich landete wieder und setzte mich auf Schattenfell. Bard starrte mich mit offenem Mund an. „Kommt!“, zischte ich immer noch wütend. Leider hatte ich nicht damit gerechnet dass die Drachenkrankheit bei Thorin wirklich fast alles Gute ausgetrieben hatte. Im nächsten Moment durchbohrte ein Pfeil meinen Brustkorb. Ich schnappte nach Luft. Ich wandte den Kopf und sah Eichenschild mit einem goldenen Bogen in der Hand. Die anderen Zwerge starrten ihn entsetzt an. Alles fing an sich zu drehen und ich spürte wie ich sank.
    Bards Sicht:
    Sie sackte auf ihrem Pferd zusammen. Ich verlor keine Sekunde, schnappte mir die Zügel von Schattenfell und galoppierte los. Die anderen eilten mir schon entgegen. Thranduil nahm sie hoch und trug sie in eines der Zelte. Legolas und Tauriel folgten ihm auf den Fuß. Ich lief ihnen nach. Als ich zu ihnen ins Zelt kam, gab Tauriel ihr gerade einen Trank. Es musste etwas vom Mondtrank sein.
    Annenmenels Sicht:
    Alles war weiß. Und da war ein junger Mann. Also den Tod hatte ich mir anders vorgestellt. Er lächelte freundlich. Wirklich, den Tod hatte ich mir ganz anders vorgestellt. Ich nahm die Hand die er mir reichte. Ich folgte ihm ein Stück als es anfing zu Winden. Erst war es eine leichte Brise, dann wurde es stärker. Es kam aus der entgegengesetzten Richtung in die ich lief. Der Tod sah mich an und nickte. Inzwischen schien es ein Orkan zu sein. Er ließ meine Hand los und der Wind fegte mich davon. Ein riesiges schwarzes Loch (nicht eins aus dem Weltall) wurde immer größer. Ich raste direkt darauf zu. Dann umfing mich Dunkelheit.
    Legolas‘ Sicht:
    „Ist sie… ist sie…“, stotterte ich entsetzt. „Jetzt können wir nur noch beten!“, sagte Tauriel. Ich nickte. Ada ging mittlerweile aus dem Zelt. Er stellte die Soldaten auf. Das war seine Art sich abzulenken. Ich ging mit Tauriel ebenfalls nach draußen. Allerdings sah ich nur zu und stellte mich nicht zu meinem Volk in die Reihen. Doch anstatt anzugreifen, belagerten die Elben den Erebor nur. Scheinbar hatte Ada wieder Herz genug sie nicht einfach abzuschlachten. Er wollte nur dass sie wenn sie nichts mehr zu essen hatte herauskämen und sich ergaben. Dafür bewunderte ich ihn. Ich legte mich in meinem Zelt auf mein Bett und ließ alles Revue passieren was in letzter Zeit geschehen war. Ich seufzte. Doch schon bald schlief ich ein.
    Als ich erwachte war es tiefe Nacht. Ich lief ins Zelt meines Vaters und sah etwas das mich sehr überraschte. Einen Hobbit! Er war gekommen um uns den Arkenstein zu geben damit Thórin endlich aufgab. Der Arkenstein strahlte voller Pracht und mir blieb die Luft weg. Im hintersten Winkel meines Herzens regte sich die Gier, doch ich verbannte sie sofort wieder aus meinem Herzen. Ich ging wieder hinaus und beruhigte mich. Alles würde gut werden! Am nächsten Tag redeten mein Vater, Gandalf und Bard noch einmal mit Thórin. Der wollte den armen Hobbit den Wall hinunterwerfen! Doch zum Glück geschah das nicht. Alles schien sich gerade wieder einzurenken, als ein Heer Zwerge ankam. Es waren Verwandte von Thórin die er um Hilfe gebeten hatte. Als gerade Elben und Zwerge gegeneinander kämpfen wollten, stürmte meine Schwester auf das Feld. Tauriel rannte so schnell sie konnte hinterher. „Stopp!“, kreischte sie. Verwundert sahen alle sie an. „Orks! Ein Heer von Orks marschiert gleich hier an!“, schrie sie. Was? „Und wo sollen die sein?“, fragte der Anführer der Zwerge. „Sie kommen durch Tunnel! Azog der Schänder ist ihr Anführer! Wenn wir uns jetzt nicht zusammentun wird Mittelerde untergehen!“ In dem Moment krachte es und aus dem Hügel kamen riesige Würmer hervor. Hinter ihnen stürmten die Orks heran. Mit einem Wutschrei stürzte Annenmenel ihnen entgegen. Da schienen Zwerge und Elben aus ihrer Starre zu erwachen und stürmten ebenfalls auf die Orks zu. Auch die Menschen der Seestadt kämpften nun. Es waren unglaublich viele Orks!
    Annenmenels Sicht:
    Im Handumdrehen hatte ich zwanzig Orks getötet. Die Schlacht war voll entbrannt! Endlich kämpften Elben und Zwerge Seite an Seite. Hin und wieder rettete ich einen Elb oder einen Zwerg. Mein Vater kämpfte ebenfalls und lustigerweise Seite an Seite mit Dain! Immer wieder retteten sie sich gegenseitig. Aber dann musste ich mich wieder konzentrieren. Und irgendwann kam endlich Thórin. Die Zwerge stürmten hinaus. Endlich! Doch dann sah ich Azog. Er stand auf dem Rabenberg und kämpfte nicht mal! Thórin ritt ihm entgegen und ich wusste das, dass seinen Tod bedeuten würde. Ich breitete meine Flügel aus und flog zu ihnen auf den Wagen. Erschrocken sahen sie mich an. „Ich kann euch wahrscheinlich nicht aufhalten zu Azog zu gehen, aber was ich tun kann, ist euch nicht allein gehen zu lassen!“, sagte ich zu ihm. Er schien den Mund aufmachen zu wollen um sich zu entschuldigen doch ich sagte: „Was geschehen ist, ist geschehen! Ich bin geheilt ebenso wie ihr!“ Er nickte und da waren wir schon. Mit einem Salto sprang ich vom Wagen. „Wo ist er?“, fragte Thórin, denn Azog war nirgends zu sehen. „Filli! Killi! Ihr kundschaftet den Rabenberg aus!“, zischte Thórin den beiden zu. „Und wenn es eine Falle ist?“, fragte ich Thórin. „Sie dürfen sich eben nicht sehen lassen!“, sagte Thórin und schon waren die beiden weg. Ich seufzte. Da hatte ich eine Idee. Per Gedankentelepartie, bat ich Tauriel und Legolas so schnell wie möglich herzukommen. Keine Minute später waren die beiden da. „Was ist?“, fragte Legolas. „Filli und Killi (“ als ich ‚Killi‘ sagte sah ich Tauriel an“) kundschaften den Rabenberg aus und ich hab da ein ganz mieses Gefühl!“ (Für alle Star Wars Fans ein kleiner Gag:-)) Im nächsten Moment kam Azog mit Filli hervor. Mir stockte der Atem. Tauriel schlug sich die Hand vor den Mund. „Erst er, Eichenschild! Dann der Bruder und zuletzt du!“, sagte Azog. „Flieht!“, keuchte Filli und Azog hob sein Schwert. „Nein!“, sagte ich laut! Azog grinste nur, holte aus und-„Aaaaahhhhh!“ Ich hatte einen gewaltigen Sprung gemacht und Azog beiseite gestoßen. Die Klinge bohrte sich in meinen linken Arm. Ich stieß einen Schrei aus, biss aber die Zähne zusammen. Ich packte Filli und machte einen Sprung zurück. Azog stieß einen Wutschrei aus. Er packte einen Bogen und schoss einen Pfeil auf mich ab. Ich streckte die Hand aus und kurz vor ihr verwandelte sich der Pfeil in Asche. Verblüfft starrte Azog mich an. Dann grinste er und sagte etwas zu seinen Orks. Da gingen zwei. Azog grinste immer noch böse und hielt sein Schwert so, dass ich unmöglich einen Sprung auf ihn zu machen konnte. Da tauchten die beiden wieder auf und hatten Killi bei sich. Ich hörte wie Tauriel hinter mir entsetzt keuchte. Azog schnappte ihn sich und hielt sein Schwert ganz eng an Killis Hals. So konnte ich ihn unmöglich da rausholen! „Wie heißt du Elbenweib?“, fragte mich Azog. „Annenmenel!“, sagte ich schroff. „Du bist wirklich ein Geschenk des Himmels!“, grinste er. Misstrauisch sah ich ihn an. „Wenn du nicht zu uns kommst, sterben alle drei!“, sagte er boshaft. Im ersten Moment war ich in einer Schreckstarre. Nie in meinem Leben hatte ich mit so was gerechnet! Ich sah meine Freunde an, dann Azog und Killi. „Tu’s nicht!“, keuchte Killi der langsam keine Luft mehr bekam. Azog presste die Klinge enger an Killis Hals- „Warte!“, sagte ich, „Ich komme!“ Azog ließ Killi fallen. „Leg deine Waffen nieder!“, sagte er grinsend. Dann sagte er etwas zu seinen Kumpanen und wieder verschwanden zwei von ihnen kurz. Als sie zurückkamen hatten sie ein Seil in Händen und ich spürte die schwarze Macht von ihm ausgehen. Ich sah noch mal zu meinen Freunden die mich entsetzt anstarrten, dann legte ich meine Waffen auf den Boden. Als ich einen Schritt auf Azog zu machte stieß er Killi unsanft in meine Richtung. Er sah mich halb wütend, halb entsetzt an. Als ich bei Azog war, packten mich seine Kumpanen und fesselten mich. Ich schrie auf. Das Seil schien zu glühen! Ich konnte es nicht vernichten. Azog schlug mir ins Gesicht. Es haute mich auf den Boden. Ich schlitterte ein paar Meter weiter und stieß mit dem Kopf gegen eine Eiswand. Ich schrie erneut auf . Blut strömte über mein Gesicht. Auch meine Freunde schrien entsetzt. Schwarze Punkte tanzten vor meinen Augen, doch ich zwang mich jetzt nicht mein Bewusstsein zu verlieren. Da hörte ich Galadriel in meinem Kopf: ‚Annenmenel! Du darfst jetzt nicht aufgeben! Du bist mächtig genug ganz Mittelerde zu vernichten oder zu retten! Denk an die Menschen die du liebst, die dich lieben!‘ Ich dachte an Legolas und Tauriel und Ada. Ich dachte an Nana die nun nicht mehr da war. Und dann dachte ich an Haldir. Ich sah sein Gesicht vor mir und wie er mir Mut machte. Ich kämpfte mich trotz der Fesseln auf die Beine. Ich sah Azog an und sprengte das Seil. In mir war eine große Macht gewachsen als ich am Boden lag und schon beinahe alle Hoffnung aufgegeben hatte. Azog starrte mich erschrocken an. Auch meine Freunde sahen mich mit großen Augen an. Ich sah völlig anders aus. (Als Galadriel ihre Macht einsetzte sah sie ja so furchterregend aus und ungefähr so sah Annenmenel gerade auch aus. Schön aber schrecklich.) Ich zog mein Schwert und ging auf Azog los. Der konnte gerade noch parieren. Meine Freunde schienen nun neuen Mut zu schöpfen und sie griffen die Orks um Azog an. Azog schien in diesem Moment richtig Angst vor mir zu haben. Ich schlug auf ihn ein. Doch dann stürmte Thórin auf den bleichen Ork zu und ich ließ ihn vorbei. Die beiden duellierten sich und Thórin stach sein Schwert in die Brust von Azog. Doch da hob Azog zwei Dolche, rammte den einen Thórin in die Brust und schleuderte den zweiten auf mich. Ich reagierte nicht schnell genug und der Dolch bohrte sich in meine Herz. Ich schnappte nach Luft. In dem Moment sprintete Tauriel auf mich zu und gab mir ein wenig Mondtrank. Dann rannte sie zu Thórin, stieß Azog einfach um und gab auch ihm noch etwas Mondtrank. Trotz allem spürte ich wie ich sank. Doch ich zwang mich dazubleiben. Und die Wunde verheilte. Auch Thórin wandte sich zu mir um und ein Lächeln erschien auf seinen Lippen. In dem Moment kamen auch die Adler und die Schlacht war gewonnen. Ich atmete auf. Wir hatten es geschafft. Legolas und die anderen stürmten auf uns zu. Keiner von ihnen schien verletzt! Ich war so glücklich wie lange nicht mehr. Ich umarmte meinen Bruder und Tränen rannen mein Gesicht hinab. Er lächelte. Dann kam Thórin auf uns zu und sagte: „Wir sind euch auf ewig zu Dank verpflichtet! Ich werde ein Bündnis mit König Thranduil schließen das den Streit der Elben und Zwerge begräbt!“ Ich nickte und sagte: „Das ist eine weise und gute Entscheidung! Von nun an sollen Zwerge und Elben Freunde sein! Der erste Schritt wäre glaube ich eine Heirat eines eurer Verwandten mit einer Elbe. Und ich weiß auch schon wer!“ Ich grinste Killi und Tauriel an und wie auf Kommando küssten die beiden sich. Ich lächelte. Elben und Zwerge würden bald unzertrennliche Freunde sein!
    Einen Monat später fand die Hochzeit von Tauriel und Killi statt. Sie wurde im Erebor abgehalten und im (nun wieder) Grünwald gefeiert. Thórin wurde König unter dem Berg. Die Stadt Dal wurde wieder aufgebaut und Bard wurde Fürst. Es bestand seit dem Tage eine gute Freundschaft zwischen Elben, Zwergen und Menschen. Tauriel und Killi ließen sich in einem schönen Haus Zwischen dem Grünwald und Dal nieder. Legolas verkraftete den Liebeskummer wirklich gut und war schon bald über Tauriel hinweg. Legolas und ich waren unzertrennlich. Haldir und ich blieben ein Liebespaar, aber heiraten wollten wir noch nicht. Wir sahen uns zwar nur einmal in der Woche da ich in meinem Reich viele Pflichten hatte, doch unsere Liebe zerbrach nie. Ich reiste viel mit Legolas durch Mittelerde und so gingen meine Abenteuer irgendwann auch weiter. Aber das ist eine andere Geschichte die ich euch später erzähle.
    ENDE

    2
    Hallöchen!
    Ich hoffe euch hat diese FF gefallen. Ich werde ihre Erlebnisse im Herr der Ringe natürlich auch noch schreiben. Gebt mir doch ein wenig Rückmeldung in den Kommentaren! Bis dann immer schön weiterlesen!:-)
    LG Lydia

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1471294056
Annenmenel – Der Hobbit
Annenmenel – Der Hobbit
Eine FF über Legolas Schwester und Thranduils Tochter. Ihre Abenteuer vor und im Hobbit werden hier beschrieben. Ihr Name ist Annenmenel, was übersetzt ‚Geschenk des Himmels‘ heißt. Wo sie geboren wurde und wer ihre große Liebe ist, werdet ihr hi...
http://www.testedich.de/quiz43/quiz/1471294056/Annenmenel-Der-Hobbit
http://www.testedich.de/quiz43/picture/pic_1471294056_1.jpg
2016-08-15
402C
Herr der Ringe

Kommentare Seite 1 von 1
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Lydia ( von: Lydia )
Abgeschickt vor 157 Tagen
Das ist Geschmackssache! Ich habe ern viel Magie! :-) Habe im Übrigen gerade den nächsten Teil hochgeladen!
Maeril ( von: Maeril )
Abgeschickt vor 158 Tagen
alles in allem finde ich die Geschichte gut, aber ist das nicht ein bisschen viel Magie ??
LG
Maeril
Lonukira ( 27.23 )
Abgeschickt vor 160 Tagen
Eine Geschichte, die mal etwas anders ist. Gefällt mir. Das von allen Jedi geliebte Zitat war echt genial. Ich hab mich geschüttelt vor Lachen^^