Drachenlicht und Flügelschatten - Herr der Ringe 12

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
2 Kapitel - 894 Wörter - Erstellt von: Lonukira - Aktualisiert am: 2016-08-13 - Entwickelt am: - 243 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Die Reise nach Helms Klamm steht unter keinem guten Stern....

    1
    Wir waren auf dem Weg nach Helms Klamm. Thuringwethil trug Lebensmittel auf ihrem Rücken, außerdem ein paar kleine Kinder, die sich freudestrahlend an sie klammerten. Legolas neben mir sah belustigt zu ihnen.
    "Ich wusste nicht, dass Thuringwethil das erlaubt."
    Ich grinste. "Ich auch nicht. Aber Kinder sind immer anders. Sie betrachten die Welt mit ganz anderen Augen als wir." Nach einer Weile schickte ich die Kinder jedoch zu ihren Müttern. Als Gimli plötzlich vom Rücken seines Pferdes fiel, biss ich mir auf die Lippe, um nicht schallend aufzulachen. Auch Legolas konnte ein Grinsen nur mit Mühe unterdrücken. Schließlich legte der Zug eine Pause ein. Eowyn verteilte Eintopf, doch er schien nicht besonders gut zu sein, denn die meisten Männer schütteten ihn nach den ersten Löffeln ins Gras. Als sie auf mich zusteuert, wandte ich mich schnell zu Thil und begutachtete ihren Flügel. Die Haut war schon beinahe verheilt. Während ich mich um die Wunde kümmerte, trat Eowyn unbemerkt zu mir.
    "Woher stammt diese Verwundung?" Ich schreckte auf und drehte mich zu ihr um. "Ein Pfeil hat sie getroffen. Nicht sehr gefährlich, aber so schmerzhaft, dass sie nicht fliehen kann. Zumindest vorübergehend." "Das tut mir leid. Kann ich irgendwie helfen?" "Ich fürchte es gibt nichts, was Ihr tun könnt, trotzdem Vielen Dank."
    Ich überprüfte noch die Sattelgurte, dann setzte sich der Tross wieder in Bewegung. Unterwegs wurde Thuringwethil plötzlich unruhig. "Irgendetwas stimmt nicht.", meinte sie besorgt. Ich erstarrte. "Meinst du es sind Orks in der Nähe?"
    Ich zögerte kurz. "Thil, wenn wir angegriffen werden, dann geh mit den Frauen und Kindern nach Helms Klamm."
    Augenblicklich versteifte sie sich. "Ein Drache, der vor dem Kampf davonläuft?" "Thuringwethil, bitte! Du bist noch verwundet und Orks greifen den gefährlichsten Gegner immer zuerst an. Du kannst nicht fliegen und-" "Späher!", ertönte da Legolas' Stimme und Theoden rief seine Krieger zusammen. "Bitte Thil! Mir zuliebe!" "Nun gut. Aber wehe dir, wenn du auch nur einen Kratzer bekommst. Dann weiche ich nie wieder von deiner Seite!"
    Ich strich ihr über die Brust, dann eilte sie mit Frauen und Kindern Richtung Klamm. Ich schwang mich auf das nächstbeste Pferd und ritt den Wargen entgegen. Einen Nach dem anderen erledigten wir Krieger, bis kaum mehr welche übrig waren. Nach dem Gedeckt fand ich Legolas und Gimli, von Aragorn jedoch fehlte jede Spur. Wir suchten ihn, fanden ihn aber weder lebend, noch tot. Legolas entdeckte einen sterbenden Ork, der behauptete, Aragorn sei die Klippe hinuntergestürzt. "Lügner!" Ich sah Legolas seine Zerrissenheit an. Ich lief zur Klippe und sah hinab. Nichts. Aber warum sollte der Ork lügen? Nein! Nicht Aragorn, er durfte nicht tot sein! Hatte dieser Fluch denn nie ein Ende? Schwerfällig hievte ich mich auf ein Pferd und ritt den anderen hinterher.

    2
    Helms Klamm. Eine beeindruckende Festung, für die ich in diesem Moment aber keine Augen hatte. Ich wollte nur zu Thil und mich trösten lassen. Als wir durch das Tor ritten, wartete sie bereits auf mich. Bei meinem Anblick verfinsterte sich ihre Miene.
    "Was ist passiert, Elariel?"
    "Aragorn...er ist von der Klippe gestürzt." "Nein!" "Doch."
    Tränen traten mir in die Augen und sie brachte uns an einen Ort, an dem wir allein waren. Als sich mein Pulsschlag einigermaßen beruhigt hatte, sprachen wir über die nahe Zukunft. "Saruman wird ganz sicher angreifen. Nur wird Theoden mit dem Rücken zur Wand stehen." "Meinst du, bis dahin kann ich wieder fliegen?" "Es kommt darauf an, wann Saruman angreift. In den nächsten Tagen nicht, aber bald." "Hoffentlich lässt er sich Zeit." "Du kannst von der Mauer aus Feuer speien, das wird auch helfen." "Ja, du hast Recht, aber...Moment, ist das ein Reiter? Er kommt mir bekannt vor. Ist das nicht Aragorn?"
    Bei ihren Worten sprang ich abrupt auf und rannte die Treppe hinunter. Thil folgte mir etwas langsamer, denn die Festung War nicht für Drachen gemacht. Unten entdeckte ich Aragorn und Legolas.
    "Du kommst spät. Und du siehst furchtbar aus.", meinte mein Bruder gerade. "Aragorn!", schrie ich und blieb atemlos stehen. "Mach das nie wieder!"
    "Auf keinen Fall. Ich kann gut darauf verzichten, erneut von einer Klippe zu stürzen." "Hoffentlich.", knurrte Thil, die es endlich die Treppe hinunter geschafft hatte. "Wenn doch, dann kannst du was erleben!"

Kommentare Seite 0 von 0
Klicke hier um ein Kommentar zu schreiben - Wenn du Mitglied bei testedich bist logge dich bitte hier ein
Noch keine Kommentare.

Sie haben die Möglichkeit den Text zu gestalten.
((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.