Meine Depressionen

star goldstar goldstar goldstar goldstar greyFemaleMale
1 Kapitel - 1.429 Wörter - Erstellt von: Lilli - Aktualisiert am: 2016-08-10 - Entwickelt am: - 377 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Dies ist eine Art Tagebuch zu meinen Depressionen und wie es dazu kam.

1
Hallo,
erstmal: Ich war nicht immer depressiv. Einige verschiedene Faktoren kamen zusammen, damit ich so wurde, wie ich jetzt bin.- Depressiv. Zum Beispiel: mein Vater liegt im Koma, meine beste Freundin im Krankenhaus, ich war dabei meine andere beste Freundin zu verlieren, ich war alleine in meiner Klasse, so viele Leute wandten sich von mir ab, die Schulnoten wurden immer schlechter und zu Hause wurde ich nur noch wie Dreck behandelt.

Früher (vor weniger als 3 Monaten) war ich ein so zufriedenes Mädchen, hatte Freunde und Freude im Leben, wie auch in der Schule. Doch dann erfuhr ich eines Morgens, dass mein Vater einen schlimmen Autounfall hatte, es ihm aber gut ginge. Meine Mutter war an diesem Morgen bei ihm im Krankenhaus. Ich wartete aufgeregt und hoffte, dass mein Vater mit einem gebrochenen Bein oder so nach hause kommt. Aber nur meine Mutter trat in den Raum und sagte mir dann, dass mein Vater im Koma liegt... Ich war schon immer ein,, Papakind'' gewesen, weshalb es mir auch schwer fiel, das auf meine Mutter zu übertragen. Das Verhältnis zwischen meinem kleinen Bruder und meiner Mutter und mir wurde immer schlechter. Das führte zu täglichen Streitigkeiten. Ich konnte mich nur noch bei meiner Freundin (nennen wir sie Johanna) verkriechen. Johannas Noten wurden immer schlechter. Sie war gefährdet, sitzen zu bleiben. Sie war eine meiner 3 besten Freunde und auch meine einzige gute Freundin in der Klasse. Die anderen waren alle bescheuert, ich vertraute ihnen nicht oder verstand mich einfach nicht mit ihnen.
Meine anderen besten Freundinnen (nennen wir sie Erika und Antonia) waren untereinander auch gut befreundet und zu dritt hatten wir immer sehr viel Spaß. Doch, fragt mich nicht wieso, irgendwann zerbrach diese Freundschaft. Antonia konnte Erika nicht mehr leiden, doch Erika kämpfte weiter für die Freundschaft. Ich konnte dann mit der zeit auch verstehen, wieso Antonia Erika nicht mehr mochte; sie wurde eine richtige schl*mp*, gab jedem Jungen ihre Nummer, ließ sich von jedem Jungen anfassen, obwohl sie in einer Beziehung war u.s.w...
So unternahm ich nur noch was mit Antonia, wir wurden mit der Zeit absolut beste Freundinnen und trennten uns von Erika. Erika leidete stark darunter; immerhin hatte sie nicht viele Freunde und wir waren so gut wie ihre einzig guten. Ich sah irgendwann ein, dass ich Mist gebaut hatte und versuchte, mich wieder mit Erika anzufreunden da sie sich geändert habe. Sie fühlte sich verraten und wollte mir nicht verzeihen, sie überlegt jetzt noch.
Antonia litt auch unter Depressionen, ihr Vater war Alkoholiker, ihr Verhältnis mit ihrer Mutter war schlecht. Sie ritzte sich. Jeder wusste das, deshalb versuchte jeder, sie davon abzubringen, außer mir. Ich ritzte mich auch, deshalb wusste ich, dass man niemanden davon abbringen kann. Die Person kann immer wieder zu neuen Mitteln greifen (Glasscherbe, Küchenmesser u.s.w...) Deswegen sollte man einfach Verständnis zeigen. Irgendwann fanden Antonia und ich ungefähr zeitgleich einen Freund, so gut befreundet wie Antonia und ich. Wir streiften nun zu 4 um die Häuser, doch irgendwann fing das Drama an. Antonias freund (nennen wir ihn Kajo) hatte viele asoziale Bekannte, unter denen war auch Abdol, der sowohl asozialste wie auch widerlichste Typ auf seiner Schule... Dieser und Antonia konnten sich nicht gut leiden. Abdol fing grundlos an, Antonia als Schl*mp* zu beleidigen und Kajo lachte daraufhin. Da Antonia generell schon von Kajo geschlagen und zum Rauchen und Trinken gezwungen wurde, machte sie Schluss. Kajo ging mit Abdol woanders hin. Antonia fing an, sich zu ritzen. Während mein Freund (nennen wir ihn Farid) versuchte, Antonia davon abzuhalten, versuchte ich ihm zu erklären, dass sie Zeit für sich braucht und so setzten wir beide uns auf eine Bank und warteten bis Antonia sich zu uns gesellte. Es tat mir im Herzen weh, die Blutspuren zu sehen, doch anscheinend brauchte sie das. Als ich Antonia wieder zum Lachen bringen konnte, tauchte Kajo auf einmal auf, auf einem Fahrrad mit Abdol auf dem Gepäckträger. Abdol stieg ab und lief in die andere Richtung. Kajo lief zu Antonia, die ihn zu ignorieren versuchte, doch er schlug sie. Ich schrie Kajo an, er solle Antonia in Ruhe lassen doch er sagte mir, ich solle das wieder in Ordnung bringen. Farid blieb im Hintergrund. Ich versuchte, dass Kajo nach Hause geht und Antonia in Ruhe lässt. Doch er hörte nicht auf ich. Um die Aufmerksamkeit von Antonia zu bekommen, ritzte sich Kajo den Arm auf, er war voller Blut. Antonia nahm sich schnell ein Stück Glas und rannte damit weg, Kajo ihr hinterher. Irgendwann kam auch ich, doch dann stand Antonia eingeknickt da und lachte seltsam bzw. es war ein verstecktes Weinen. Antonia weinte nur selten und sehr ungern, wie auch ich, wir waren beide stark. Kajo schmierte das Blut unbewusst an ihrem Pullover ab. Antonia setzte sich hin und fing stark an, zu zittern. Nun weinte sie bitterlich und wollte gar nicht mehr aufhören. Es war schrecklich, meine beste Freundin zerbrechen zu sehen. Mir stiegen Tränen in die Augen, ich wollte aber nicht weinen. Ich tat es auch nicht. Ich versuchte, Antonia zu beruhigen, aber das klappte nicht. Immer mehr Leute in unserem Alter starrten Antonia an, irgendwann rief einer den Krankenwagen. Kajo log Antonia an, niemand hätte den Krankenwagen gerufen. Sie fing an, zu schreien, wenn jemand ihr zu Hause oder den Krankenwagen erwähnte. Ich sagte Kajo dann lautstark, er solle Antonia nicht immer belügen und daraufhin fing Antonia an, Kajo zu schlagen und zu beleidigen. Dann traf der Krankenwagen ein. Jetzt fing auch ich an, zu weinen. Falls du dich jetzt fragst, warum: Versuch mal, wenn du 12 bist, deine Seelenverwandte zerbrechen zu sehen, ohne zu weinen. Antonia wurde von zwei,, Sanitätern'' in den Krankenwagen gebracht und auf eine Liege gelegt. Sie hatte all ihre Haare zerflaust und ihre Augen ganz weit aufgerissen. Sie wollten Antonia nach Hause bringen und ich sollte mit. Doch davor wurden Kajo und ich von der Polizei befragt, Name, Alter und was dort vorgefallen ist. Ich erzählte, dass Kajo sich geritzt hatte und das der Auslöser der ganzen Sache war. Der Polizist fragte, ob er die Verletzungen sehen darf. Kajo zeigte allerdings nur zwei kleine Narben, die kaum zu sehen waren. ich sagte, leise, er solle alles zeigen und nicht lügen. Der Polizist hörte das und zog den Ärmel von Kajos Pullover hoch, sah die Verletzungen und schrieb sich etwas auf. Als sie Antonia nach hause fuhren, fing sie nur noch stärker an, zu weinen und zu zittern, und so nahmen sie Antonia wieder mit und fuhren sie ins Krankenhaus. Dort redeten wir im Aufnahmeraum. Ihr wurde Blut abgenommen, sie wurde an Geräte angeschlossen. Antonia sagte, dass ein Krankenwagen nicht nötig gewesen wäre. Ich erzählte ihr alles, was sie nicht mitbekommen hatte, zwar etwas überspitzt, aber trotzdem. Antonias Mutter, ihre Schwester und ihr Onkel sind noch nachgekommen. Ihre Mutter schien sauer zu sein. Der Onkel war sehr nett, doch ihre Schwester sagte nichts. Antonia sollte für einige Tage im Krankenhaus bleiben. Ich besuchte sie in der Zwischenzeit hin und wieder.
Johanna blieb sitzen und ich war alleine in meiner Klasse... Ich schaute ständig traurig drein, sprach nie, war jederzeit kurz vorm Zusammenbrechen. Jeder fragte mich, ob alles in Ordnung wäre. Ich konnte ja nicht einfach sagen:,, Ich will sterben...'' Ich sagte nur JA und wandte mich ab. Ich verlor nicht nur den wichtigsten Menschen in meinem Leben, sondern auch eine meiner besten Freundinnen... Ich ritze mich täglich, nicht mehr nur oberflächlich... Meine Mutter weiß es nicht, niemand weiß es. Nur meine Seelenverwandte... Antonia...
Was noch dazu kommt ist, dass ich eine psychische Störung habe, bei der ich auf einmal anfange, zu zittern und zu lachen. Das habe ich seit meine Welt zusammenbricht. ich habe zuviel Blut gesehen, zu viel Shit gefressen, war viel zu oft in Krankenhäusern und habe viel zu oft die Klinge in die Hand genommen und angesetzt....

Kommentare Seite 0 von 0
Klicke hier um ein Kommentar zu schreiben - Wenn du Mitglied bei testedich bist logge dich bitte hier ein
Noch keine Kommentare.

Sie haben die Möglichkeit den Text zu gestalten.
((bold))Fett((ebold)) ((cur))Kursiv((ecur)) ((unli))Unterstrichen((eunli))
((big))groß((ebig)) ((small))klein((esmall))
((green))grün((egreen)) ((maroon))dunkelrot((emaroon)) ((olive))graugrün((eolive)) ((navy))marineblau((enavy)) ((purple))violett((epurple)) ((teal))teal((eteal)) ((gray))grau((egray)) ((red))rot((ered)) ((blue))blau((eblue)) ((fuchsia))fuchsia((efuchsia))
Bitte beachten Sie, dass Sie immer beide Codes, z.B. ((bold)) hier der Text der fett sein soll ((ebold)), gebrauchen, mit dazwischen den Text.