Narutos Welt mal anders: Die Legende des Thronräubers (Teil 14) Der unsichtbare Schmied

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12 Kapitel - 27.122 Wörter - Erstellt von: C - Aktualisiert am: 2016-08-18 - Entwickelt am: - 343 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Wir kommen zum nächsten Teil unseres Abenteuers.

Was bisher geschah: Pain griff Konohagakure an und legte das Dorf in Schutt und Asche. Erst im letzten Moment tauchte Naruto auf und besiegte Pain. Im Gegenzug dafür, dass Naruto Pains Traum übernahm, belebte Pain alle von ihn getöteten Konoha-Nins wieder zum Leben.
Konan griff den Kaiserpalast an, um Sokuron Efuan zu töten. Nach einem langen Kampf jedoch wurde Konan von Sokuron getötet.

Nun bauen die Konoha-Nins das Dorf wieder auf. Dafür bekommen sie Hilfe von Sokuron und den Kaiserlichen. Gleichzeitig führt Sokuron Verhandlungen mit Amegakure und anderen Kleinstaaten über ein neues Bündnis mit dem Großkaiserreich.
Doch Anila Nedyra, die neue Anführerin von Amegakure, findet eine schreckliche Wahrheit heraus. Die Verhandlungen drohen zu scheitern.

1
Der große Krater

Pains Angriff hatte einen gewaltigen Schaden angerichtet. Zwar wurden alle Konoha-Nins, die von ihm getötet wurden, wiederbelebt, doch das Dorf war nichts weiter ein gewaltiger Krater und der Hokage Tsunade befand sich im Koma. Niemand wusste, wann die junge Herrscherin wieder erwachen würde.
Um seinen Freunden beizustehen, war Sokuron, Sia, Sinea und Ira mit einer Truppe von Kaiserlichen gekommen. Sorine und die Silberröcke, die sich vom Kampf gegen Pain erholten, packten auch mit an, um das Dorf wieder aufzubauen. Langsam, aber sicher nahm Konohagakure wieder Formen an. In dem riesigen Loch entstanden ganze Häuserblocks wie aus dem Nichts erschaffen dank der fleißigen Arbeit ihrer Bewohner und deren Verbündeten. Allerdings ging Sokuron den Konoha-Nins allmählich auf die Nerven mit seinen grandiosen Vorschlägen für neue Häuser.
Langsam ging die Sonne unter und tauchte die Welt in einem blutigen roten Hauch.
„Puh, das ist wirklich anstrengend“, meinte Tenten und legte den Hammer weg. „Den ganzen Tag Bretter schleppen und Sachen zusammenbauen macht einen echt fertig.“
„Ja, wen sagst du das?“, schmollte Ino neben ihr. „ Bis das Dorf komplett fertig ist, wird es eine Weile dauern.“
Auch die anderen jungen Kunoichis ließen müde ihre Schulter hängen.
„Hey, Mädels, ich habe die Idee. Lasst uns heute Abend einen Mädels-Abend machen“, schlug Tenten vor. „Wir haben schon so lange nichts mehr zusammen gemacht. Ständig waren wir auf Missionen oder haben gearbeitet. Wir sollten uns mal entspannen.“
„Hey, das klingt toll“, meinte Choji.
„Nein, keine Jungs. Nur wir Mädels machen was zusammen. Sorry, Choji.“
Der leicht korpulente Ninja verzog das Gesicht wie ein beleidigtes Eichhörnchen, das man gerade mit einer umherfliegenden Nuss veräppelt hatte. Neben ihm tauchten auch Lee, Neji und Shikamaru auf.
„Na schön, dann machen wir eben einen Jungs-Abend. Warum sollen sich nur die Mädels amüsieren, hm?“
„Ja, großartige Idee!“, rief Lee aufgeregt und hob seinen Daumen.

In einem Restaurant haben sich die jungen Helden gemütlich gemacht, um ihre jeweilige Runde zu feiern. In der einen Sitznische saßen Sakura, Ino, Tenten, Hinata, Sia, Sinea, Ira und Sorine, während in der Nische direkt daneben sich Choji, Lee, Kiba, Shino, Shikamaru, Neji und Sokuron eine eigene Runde bildeten.
„Mensch, das war auch mal nötig“, stöhnte Ino schwerfällig. „Endlich sind wir mal unter uns, nicht wahr? Einfach mal einen schönen Abend genießen, auch wenn ich nicht weiß, was genau der Anlass ist.“
„Anlass? Wozu brauchen wir das? Komm, wir haben in letzter Zeit so hart gearbeitet“, erwiderte Tenten. „Und auch davor waren wir ständig auf Missionen oder sowas. Wann hatten wir mal das letzte Mal sowas wie einen Mädelsabend?“
„Keine Ahnung“, räumte Sakura ein. „Ich glaube, noch nie, oder?“
„Nun, dann wird es höchste Zeit. Wir sollten die Gelegenheit mal nutzen, unsere Freundinnen aus dem Norden besser kennenzulernen, oder?“ Ino schielte dabei rüber zu Sia, Ira, Sinea und Sorine, die die andere Seite des Tisches beherrschte. Ira hingegen hatte ihren Arm um ihre geliebte Sinea gelegt, als wollte sie damit demonstrieren, wem Sinea gehörte. Sorine hingegen hatte ihre silberne Rüstung einen schwarzen Kimono getauscht. In so einem entspannten Abend sollte man nicht unbedingt schwer gepanzert herumlaufen. Sia jedoch bevorzugte es, ihren Harnisch zu behalten. Sie hatte zwar ihre Kapuze zurückgeschlagen, aber die Maske lag immer noch über ihre Nase.
„Ich meine, wir kennen uns zwar schon lange, aber ich denke nicht, dass wir schon mal sowas zusammen gemacht haben.“
„Nein, wohl kaum“, erwiderte Sorine müde. „Wir Nordlinge hatten ständig zu tun. Ihr wisst schon, Kriege führe, Leute umbringen und der übliche Alltag. Und auch heute gibt es genug zu tun.“
„Naja, aber es ist ja nicht so, als würden wir nie eine Feier veranstalten, oder?“, warf Sia ein. „Ich meine, was war denn mit der Siegesfeier?“
„Ach, du meinst die Feier, wo du, Sinea und Sokuron so dämlich getanzt habt?“ Sorine kicherte wie ein kleines Mädchen. „Ihr saht so albern aus. Am besten fand ich noch, als ihr danach so Fratzen gezogen habt.“
„Ach?“, spielte Sia die Beleidigte. „Als ob du besser tanzen könntest.“
„Ich kann auch nicht tanzen. Ich bin wie eine besoffene Ente mit zwei linken Füßen, das kannst du mir glauben.“
„Das würde ich nur zu gerne sehen“, lachte Sia.
„Und was war mit unseren Hochzeiten? Da haben wir auch mächtig gefeiert“, warf Ira aufgeregt ein. „Obwohl unsere Jungesellinnen-Party immer noch am besten war, besonders als unsere geliebte Sia einen geilen Strip für uns beiden hingelegt hat.“ Sinea stieß ihren Ellenbogen in Ira und stierte sie warnend an. „Was? Äh… oh.“
Sia lief blutrot an und starrte Ira wütend an.
„Ja, stimmt, sollte ja unter uns bleiben. Sorry.“ Ira wandte sich an die verwunderten Konoha-Mädels zu. „Wisst ihr, dafür, dass Sia für uns gestrippt hat, sind ich und Sinea nackt durchs Schloss gerannt und sind Sokuron um den Hals gesprungen. Das war so eine Abmachung zwischen uns drei.“
„Alter, halt endlich die Fresse“, zischte Sia mit geballter Faust und pulsierender Ader auf der Stirn, „sonst stopfe dir gleich einen Schaschlik ins Maul und drehe dir den Hals um!“
„Jetzt regt dich wieder ab.“ Ira wandte sich wieder den Mädels zu. „Aber dafür hättet ihr mal Sokurons Gesicht sehen müssen. Etwa so.“ Ira imitierte Sokurons Ausdruck, indem sie die Augenbrauen hochzog und so tat, als wüsste sie nicht, was sie sagen sollte. „Das war so lustig.“
„Ist ja auch kein Wunder, oder?“, meinte Sia. „Ich meine, ihr beiden sieht nun mal scharf aus. Ich denke, jeder Junge würde geil werden, wenn er euch beiden nackt sieht.“
„Oh, danke“, erwiderten Sinea und Ira gleichzeitig und grinsten breit. „Das hören wir gerne.“
„Ihr seid auch so Spinner“, lachte Sorine. „Am besten fand ich, als Sinea Ira auf der Schulter hievte, ihr auf den Po geklatscht und davongetragen hat wie so eine Piratin.“
„Ja, das war gut.“
Die nördlichen Mädels lachten auf, als sie in der Erinnerung schwelgten. Sie brauchten einen Moment, um sich wieder zu beruhigen.
„Mann, manchmal kommt es mir so vor, als wäre das schon zwanzig Jahre her“, fügte Sia hinzu. „Dabei ist keiner von uns zwanzig Jahre alt.“
„In der Tat.“
„Also, kennt ihr euch schon länger?“, fragte Ino und schaute dabei rüber zu Sorine. „Verzeihung, wenn ich frage, aber woher kennt ihr euch eigentlich? Ich meine, wir kennen Sokuron, Sia, Sinea und Ira von früher. Wir haben gemeinsam an den Chunin-Auswahlprüfung teilgenommen und sie lebten auch eine Weile hier in Konoha, doch dich…“
„Ja, ich verstehe schon“, unterbrach Sorine ruhig und genehmigte sich vom Tischgrill ein Stück Rind. „Ihr habt mich nicht so auf dem Schirm, weil ich nicht so oft hier war. Das macht nichts, wenn du fragst.“ Sorine aß noch ein Stück Rind. „Um deine Frage zu beantworten, ich habe Sokuron während der Rebellion kennengelernt. Damit meine ich seine erste Rebellion gegen die Kagen vor zwei drei Jahren. Sokuron und Jurak sind damals zu mir gekommen, um die Silberröcke dazu zu bringen, sich den Rebellen anzuschließen bzw. den Ossa-Nins in den Rücken zu fallen.“
„Wer ist Jurak?“
„Jurak war ein hochrangiger Jonin aus Ossagakure. Nach dem Umsturz wurde er zum Vize-Ossakage. Doch seit dem tragischen Tod der vorherigen Ossakage ist er nun Ossakage. Naja, ist eine lange Geschichte. Aber seitdem sind Sokuron und ich befreundet.“
„Du warst also nie bei der Chunin-Auswahlprüfung?“, hakte Tenten nach. „Ich kann mich nicht erinnern, dich da gesehen zu haben.“
„Nein, ich bin auch ein Silberrock“, betonte Sorine. „Wir nehmen nicht an der Chunin-Auswahlprüfung teil, weil wir unsere eigenen Prüfungen haben und wir nicht als Shinobis angesehen werden.“
„Was seid ihr dann?“
„Wir sind Ritter, gepanzerte Soldaten, die über die Fähigkeiten von Shinobis verfügen, aber im eigentlichen Sinn keine sind.“
„Silberröcke werden oft als Albträume von Ninjas bezeichnet“, erklärte Sia wie eine Geschichtsprofessorin. „Denn Silberröcke sind immun gegen Gen-Jutsus.“
Die Konoha-Kunoichis rissen überrascht die Augen auf.
„Sie sind was?“
„Immun“, erwiderte Sorine an Sias Stelle. „Wir Silberröcke sind nicht unsterblich, versteht das nicht falsch. Man kann uns auf dieselbe Weise töten wie alle anderen Menschen auch, man kann uns nur nicht mit Gen-Jutsus beeinflussen, egal wie stark es ist. Das gilt auch für Kekkei Genkais wie das Sharingan beispielsweise.“ Sorine zeigte auf ihr Schurugan, das wie dämonische Augen in schwarzen Flammen aufglühte. „Es war ein Silberrock namens Suran, der damals alle Acht Suragans erschaffen hat. Dazu zählt auch mein Schurugan und Sokurons Surigan. Deshalb sind die Träger eines Suragans genauso immun gegen Gen-Jutsus wie ein Silberrock. Also nur dann, wenn sie es aktivieren, natürlich.“
„Und welche Rolle spielst du genau? Ich habe dich öfter an Sokurons Seite gesehen.“
„Ich bin die Anführerin des Ersten Regimentes der Silberröcke und gehöre gleichzeitig auch zu der Kaiserlichen Leibgarde. Also zu meinen Aufgaben gehört es auch, Sokuron zu beschützen, so wie unsere Sinea hier.“
„Oh, ich verstehe“, meinte Ino. „Hat Sokuron immer noch so viele Feinde? Ich meine, ich weiß, dass er sie vorher hat, aber…“
„Weil er der Großkaiser ist, hat sich das vielleicht etwas gelegt, meinst du?“, unterbrach Sorine ruhig. „Nein, ganz und gar nicht. Ich würde sagen, dass sich die Zahl seiner Feinde seit seiner Thronbesteigung verdreifacht hat. Wisst ihr, Sokuron war schon vorher überall bekannt und genoss einen üblen Ruf. Für viele Leute war er ein blutrünstiger Mörder. Und heute? Heute ist er ein blutrünstiger Mörder mit kaiserliche Macht. Das macht vielen Menschen sehr viel Angst. Das Ironische daran ist, dass er der beste Herrscher ist, dem ich jemals gedient habe, doch trotzdem wird er von vielen Leuten immer noch misstraut, ja sogar gehasst.“
„Aber warum eigentlich?“
„Das ist kompliziert“, wandte Ira ein. „Aber vor allem, weil Sokuron viele Neuerungen einbringt, mit denen vor allem die Traditionalisten und Hardliner nicht klarkommen. Unter anderem sowas wie die Rede-, Religions- und Pressefreiheit, Verbot gegen Sklaverei, Einrichtung eines Parlaments, das vom Volk gewählt wird und einiges mehr. Er ist ein Mutant, sagen einige.“ Die Mädchen aus dem Norden lachten auf. „Würde mich nicht wundern“, meinte Sorine. „Sokuron hat schon viele Spitznamen, nicht wahr? Wie viele sind das überhaupt? Ich habe aufgehört zu zählen.“
„Nun, einmal ist er der Weiße Drache“, zählte Sia auf, „weil er der Jinchuuriki des Weißen Drachen ist und früher der beste Profikiller von Asugakure war. Und dann wäre noch der Schlächter von Etagakure. Ein Name, auf dem er überhaupt nicht stolz ist. Ich denke, ich muss das nicht näher erläutern, oder? Jeder kennt die Geschichte.“
„Vor allem wird Sokuron doch als der Kagenmörder bezeichnet“, wandte Sinea ein. „Eigentlich wirklich gemein, wenn man darüber nachdenkt. Es war schließlich Sokuron, der die Rebellion angezettelt hat und somit den Endlosen Krieg und die Tyrannei der korrupten Kagen beendet hat. Dieser Name klingt eher so, als hätte er die Asukage hinterhältig im Schlaf ermordet.“
„Vergiss nicht, dass er auch als der Irre Ninja bekannt ist“, zählte Sorine ebenfalls auf. „Wobei ich mir sicher bin, dass Akatsuki oder Orochimaru diesen Namen verbreitet haben.“
„Ja, warum wird er so genannt?“, wollte Ino wissen. „Ich meine, dass Sokuron eine an der Klatsche hat, wusste ich schon vorher, aber er hat nie auf mich den Eindruck gemacht, dass er verrückt sei.“
„Du hast ihn auch nicht erlebt, als er die Asukage mit samt den Weißen Berg in die Luft gejagt hat“, fügte Sia hinzu. „Er hat dabei gelacht wie ein Irrer, weil er da seine ganze Wut und Frust, die er über die Jahre angestaut hatte, rausgelassen hat. Deshalb halten viele Menschen ihn für einen Wahnsinnigen. Was für eine Ironie.“
„Ja, das stimmt“, pflichtete Ira bei. „Und heute wird er als der Thronräuber bezeichnet.“
„Wieso eigentlich?“, fragte Hinata. „War das nicht so, dass er vom Volk gewählt wurde?“
„Ja, aber viele Leute sehen das anders, besonders die Traditionalisten. Sie sind der Meinung, dass unsere Rebellion gegen Nurina nichts weiter war als ein Staatsstreich, ein Putsch, um selbst den Thron zu erlangen. Sie glauben, Sokuron hätte die Wahl manipuliert oder sonst was gemacht, nur weil er der erste Kaiser ist, der kein Sukina ist.“
„Wolltest du keine Kaiserin sein?“
„Nein, wollte ich nicht“, stellte Ira klar. „Ich mag einiges sein, aber sicherlich keine Anführerin, geschweige denn eine Herrscherin über ein Reich. Nein, Sokuron kann das viel besser als ich. Und ehrlich gesagt…“ Ira schielte zu Sinea rüber und zog sie näher zu sich heran. „… da ich nicht regieren muss, habe ich viel mehr Zeit für mein Traummädchen.“
Ira gab Sinea einen sanften Kuss auf die Wange.
„Komm, hör auf“, erwiderte Sinea verlegen. „Sonst werde ich noch rot.“
„Oh, zu spät. Du wirst schon rot.“
Ira packte Sinea am Kragen und küsste sie erneut.
Sia räusperte sich.
„Hey, ihr Turteltauben, ihr wisst schon, dass wir auch noch da sind, oder?“
Ihre Lippen lösten sich voneinander.
„Ist ja gut, du Spielverderberin.“ Ira rückte näher, um Sinea noch was ins Ohr zu flüstern. „Wir verschieben das auf später.“
Danach kicherte das junge Paar wie kleine Mädchen, die einem Erwachsenen einen Streich gespielt haben.
„Aber lasst uns nicht ständig über Politik reden.“
„Ja, stimmt genau“, stimmte Ino zu und schaute dabei Sia neugierig an. „Mich würde mehr interessieren, wie Sokuron so ist.“
„Ähm, wie meinst du das jetzt?“
„Ach komm schon.“ Ino schaute verschwörerisch. „Du und Sokuron seid doch zusammen, ja ihr seid sogar verheiratet. Wie ist Sokuron so, wenn ihr alleine seid? Wie habt ihr euch kennengelernt? Wie seid ihr zusammengekommen? Das habt ihr ja nie wirklich erzählt.“
„Nicht?“, erwiderte Sia verwundert. „Ich dachte, das wäre allgemein bekannt.“
„Aber wir wollen nicht die Kurzfassung hören. Komm schon, erzähl!“
„Äh, nein?“
„Menno. Warum nicht?“
„Äh, weil es euch nichts angeht?“
Ino plusterte die Backen auf wie ein kleines verärgertes Kind, das hofft, ihre Mutter mit dieser Aktion überreden zu können. „Boah, du bist gemein.“
„Tss, ich denke, Ira hat für heute genug Peinlichkeiten über mich erzählt.“
Ira kicherte und flüsterte Sinea etwas ins Ohr, während Sorine neben ihnen mit den Augen rollte.

„Und dich nehme ich, und dich, und dich“, zählte Choji auf, als er gierige die gebratenen Rindstückchen von der Grillplatte fischte.
„Mann, Choji, wirst du es nicht allmählich leid, dir alles in den Wams zu stopfen?“, maulte Kiba. „Wenn du so weitermachst, rollst du nur noch, statt deine Beine zu benutzen.“
„Was denn?“, erwiderte der Breite mit vollen Mund. „Das ist doch ein Jungs-Abend, oder nicht? Wir sollten mal so richtig reinhauen. Wer weiß, wann wir das nächste Mal sowas bekommen?“
„Komm, stell du dich mal nicht so an. Du tust ja gerade so, als würden wir im Schützengraben so einen zusammengerührten Brei essen.“
„Hey, was heißt hier stell dich nicht so an?“
„Dass du eindeutig zu viel frisst, Junge!“
„Hey, ich fresse dich gleich!“
„Das will ich sehen!“
„Leute, könnt ihr euch draußen prügeln, hm?“, funkte Sokuron ruhig dazwischen. „Falls nicht, wird es mir ein Vergnügen sein, euch durch das Fenster zu werfen. Glaub mir, lasst euch von meinen grauen Haaren nicht täuschen.“ Sokuron deutete auf seine grauen Haare, die an einige Stellen schon weiß wurden. „Ein alter Sack bin ich nicht.“
„Nein, aber vielleicht hat dich der Thron weich gemacht“, scherzte Kiba. „Man weiß ja nie.“
„Oh, das wage ich zu bezweifeln, Freundchen.“ Sokuron grinste und nahm sich einen Schluck aus dem Becher. „Wenn man ein solches Leben wie ich geführt hat, sitzt man danach nicht herum und wird fett. Oder zumindest hoffe ich das.“
„Aber man bekommt doch bestimmt die besten Speisen, nicht wahr?“, schwärmte Choji wieder. „Ich meine, wie ist das Leben so als Großkaiser.“
„Ja, das wollte ich auch schon immer mal wissen“, wandte Kiba ein. „Wie ist es, der Boss zu sein?“
Sokuron seufzte wie ein alter Mann, der den ganzen Tag gearbeitet hatte.
„Auf der einen Seite lebt man in einem riesigen Schloss und hat alle Annehmlichkeiten“, fing Sokuron müde an, „doch auf der anderen Seite ist es auch sehr ermüdend. Jeder will was von einem und jede Entscheidung, die man trifft, hat Auswirkungen auf Tausende oder Millionen von Menschen.“ Sokuron stellte den Becher weg. „Versteht mich nicht falsch. Es ist eine schöne Sache, die Macht zu besitzen, etwas zu bewirken, etwas zu ändern, aber es ist sehr anstrengend. Manchmal beneide ich Tsunade.“
„Wieso?“
„Weil sie nur über ein Dorf regiert, wenn man mir diesen Ausdruck verzeiht. Ich hingegen regiere über drei Königreiche, ein Dutzend Fürstenstaaten und mindestens dreimal so viele Stadtstaaten und Ninja-Dörfer, die alle ihren Kopf durchsetzen wollen. Ich komme mir oft vor wie der Vater einer gewaltigen Patchwork-Familie, in der die Staaten wie Kleinkinder herumschreien, weil sie keine Schokolade von mir bekommen. Einer der Gründe, warum ich froh bin, bei den Debatten im Kaiserlichen Parlament nicht immer dabei sein zu müssen. Da ist es echt nicht leicht, da etwas durchsetzen zu wollen, weil jeder mindestens drei Meinungen hat.“
„Aber trotzdem hast du so einiges geschafft, wie man so hört. Die Abschaffung der Sklaverei, Einrichtung der Verfassung oder die gleichgeschlechtliche Ehe.“
„Oh, hör bloß auf. Das waren alles ziemliche Mammutaufgaben“, stöhnte Sokuron schwerfällig, als wäre er gerade von einem Berg heruntergestiegen. „Ich wusste schon immer, dass Homosexualität auch heute nicht überall gern gesehen wird, aber dass es so viele Homophoben gibt, hätte ich mir auch nicht vorstellen können.“
„Aber wenn das alles so schrecklich ist, warum hast du dann überhaupt ein Parlament eingerichtet?“, meinte Shino tonlos. „Wäre es nicht besser, wenn…“
„Ja, sicherlich wäre vieles einfacher, wenn ich wirklich der komplette, absolute Alleinherrscher wäre, das stimmt“, unterbrach Sokuron. „Aber das wollte ich nicht. Ich wollte, dass sich die Bürger und die Staaten sich beteiligen, gemeinsam regieren und angehört werden. Jeder soll eine Stimme haben und nicht der kaiserlichen Krone hilflos ausgeliefert sein. Und so heftig die Debatte auch sein mag, sie haben bis jetzt verhindert, dass weitere Kriege ausbrechen. Zumindest bis jetzt.“
„Also kannst du nicht alles alleine bestimmen, oder?“
„Sagen wir so: Es gibt eine Gewaltenteilung. Es gibt Aufgaben, die darf nur das Parlament machen, und andere Sachen darf nur der Großkaiser machen, also meine Wenigkeit. Zum Beispiel habe ich die alleinige Befehlsgewalt der kaiserlichen Armee und das Parlament darf sich nicht einmischen. Dafür kann ich nicht ohne weiteres neue Gesetze verabschieden ohne eine Mehrheitsentscheidung. Aber ich will euch nicht mit Details langweilen. Und darüber sprechen will ich auch nicht. Ich muss noch früh genug zurück und mich mit dem Parlament herumschlagen.“
„Du meinst wegen dem bevorstehenden Kooperationsvertrag mit Amegakure bzw. dem Reich des Regens, nicht wahr?“, wandte Neji ein. „Ich kann mir denken, dass es auf viel Widerspruch stößt. Ich selber verstehe das auch noch nicht ganz.“
„Nun, es geht nicht um den Vertrag an sich“, erklärte Sokuron ruhig. „Und es geht nicht nur um Amegakure, sondern um sämtliche Kleinstaaten. Nein, es geht darum, Gelder und Hilfsmittel für die besagten Staaten zu bekommen. Und das geht nur mit der Bewilligung des Parlaments. Die Hardliner und Traditionalisten verstehen nicht, warum ich nicht einfach in Amegakure einmarschiere. Sie sagen, der Angriff auf Konoha und auf meine Wenigkeit sei ein kriegerischer Akt, der gesühnt werden muss. Auf dem ersten Blick mag das zwar stimmen, doch es war Akatsuki, die uns angegriffen haben, nicht Amegakure. Dass Amegakure von Akatsuki beherrscht wurde, ist kein Geheimnis, trotzdem haben sich ihre Truppen nicht an den Angriff beteiligt, das sollte man nicht vergessen. Und ich gehe noch weiter: Ich sage, es ist nicht Amegakure, die wir bekämpfen müssen, sondern Akatsuki, die im besagten Dorf leben. Ein Angriff auf Amegakure würde nichts bringen und wir würden nur die anderen Staaten gegen uns aufbringen. Eine Supermacht zertrampelt ein Mini-Land, ihr wisst schon.“
„Und du glaubst, mit einem Kooperationsvertrag geht das besser?“
„Amegakure ist ein armes Dorf in einem aus Stein übersätes Land, wo es ständig regnet. Verdammt, in Sunagakure ist mehr los und die sind in einer Wüste. Weiterhin hatte Amegakure ständig Pech, wenn die Großmächte Kriege geführt haben. Da waren sie immer der Spielball. Und das schürt Angst und Hass, der immer wieder zu Kriegen führen kann. Doch durch unsere Unterstützung wären sie in der Lage, ihr Land aufzubauen, es zu verbessern.“
„Und ihr hättet einen dankbaren Verbündeten“, schlussfolgerte Shino. „Hm, äußerst clever.“
„Ganz genau.“
„Aber sicherlich bekommt Amegakure die Hilfe nur, wenn sie sich von Akatsuki trennen, nicht wahr?“
„Natürlich“, betonte Sokuron. „Das ist die wichtigste Bedingung in dem Vertrag. Amegakure muss Akatsuki ächten und sich bei der Jagd auf sie beteiligen. Da gibt es keine Diskussionen mit mir.“
„Ich denke, du wirst das schon hinbiegen“, mampfte Choji. „Aber lass uns nicht ständig von Politik reden, wie du schon sagst.“ Der leicht korpulente Ninja stopfte sich drei weitere Fleischstückchen rein wie auf einer Grillparty. „Mich würde auch eher interessieren, wie du mit all den Mädels klar kommst.“
„Hä, was meinst du?“, erwiderte Sokuron verwirrt.
„Naja, das ist doch auffällig. Du bist ständig von Mädchen umgeben, oder nicht? Sia, Sinea, Ira, Sorine und so weiter. Ich glaube, ich habe dich noch nie mit einem Jungen gesehen. Ich meine, versteh mich nicht falsch, aber wir beiden haben Ino an der Backe.“ Choji deutete auf sich und Shikamaru. „Und Mensch, die kann ganz schön stressig sein. Ich will mir nicht vorstellen, wie nervig das mit so vielen Mädels sein muss.“
„Ähm, vielleicht, weil es mir nichts ausmacht?“, erwiderte Sokuron irritiert und rieb sich am Hinterkopf. „Ich habe da nie einen Unterschied zwischen Jungs oder Mädchen gemacht. Und davon abgesehen, sind nicht alle Mädchen so zickig oder nervig. Oder vielleicht habe ich einfach das Glück, dass die Mädels, die ich kenne, nicht so… ähm, weibisch sind wie viele andere. Zumindest trifft das vor allem auf Sia, Sinea, Ira und Sorine zu. Die haben nun wirklich nichts mit den Weibern zu tun, die ständig über Schuhe labern oder so einen Scheiß. Aber gut, was weiß ich denn schon? Möglicherweise müsste ich mal eine Zeit lang mit Ino verbringen, um zu verstehen, was ihr meint.“
„Oh, bloß nicht.“

„Und ihr beiden seid wirklich verheiratet?“, hakte Ino verwundert nach. „Ich meine, wir haben davon gehört, aber trotzdem…“
Sinea und Ira hielten beide ihren Ehering Ino unter die Nase.
„Ja, wir sind verheiratet“, betonte Ira. „Wir waren das erste lesbische Ehepaar im Tal der Mondberge, das getraut wurde. Als Sokuron es echt geschafft hat, das Gesetz durchzuboxen, bin ich gleich losgerannt und habe die Ringe geholt. Und gleich danach, am Hochzeitstag von Sokuron und Sia, habe ich Sinea den Antrag gemacht. Und als Sinea angenommen hat, war das der glücklichste Moment meines Lebens.“ Ira hielt Sineas Hand fest und schaute sie mit glitzernden Augen an. „Ich liebe sie so sehr, dass ich ein Leben ohne sie mir nicht mehr vorstellen kann.“
„Oh Mann“, erwiderte Sinea verlegen und legte ihre Hand aufs Gesicht. „Du legst es echt darauf an, dass ich rot werde, oder?“
„Ich kann nichts dafür, dass du so verdammt geil aussiehst.“ Ira küsste Sinea auf die Wange. „Davon abgesehen, bist du total süß, wenn du rot wirst.“
„Na warte, das zahle ich dir später heim.“
„Das will ich sehen“, kicherte Ira und wandte sich danach wieder Ino zu. „Und dafür werde ich Sokuron immer dankbar sein. Ich weiß, es gibt viele schlimme Geschichten über ihn und in der Vergangenheit hat er viele schlimme Dinge getan. Auch heute hat er so seine finsteren Momente, wenn man so will, aber Sokuron ist der beste Freund, den man haben kann. Er ist immer für uns da und macht alles, um uns zu beschützen. Er setzt sich für seine Freunde ein, vergisst das nicht. Und dafür liebe ich ihn wie einen Bruder, den ich nie hatte.“
„Und werdet ihr beiden…?“
„Immer noch blöd angeschaut, wenn wir uns in der Öffentlichkeit küssen?“, beendete Ira den vorhersehbaren Satz. „Ja, es gibt immer noch so viele Idioten, die uns anglotzen, als wären wir total ekelhaft. Einige zeige mit dem Finger auf uns, andere beschimpfen uns, aber das ist uns egal. Wir lieben uns und keiner kann uns das wegnehmen, egal wie sehr die Arschlöcher herumheulen.“
Doch plötzlich seufzte Ira tief, als wäre ihr etwas Trauriges eingefallen.
„Ich wünschte nur,… naja, ich weiß auch nicht… Ich hätte gerne meine Familie dabei gehabt.“
„Tut uns echt leid, was passiert ist“, beteuerte Sakura. „Dass mit deinem Vater und deinen Schwestern.“
„Danke, aber ich glaube, bei der Hochzeit hätte es Chaos gegeben, befürchte ich. Bitte, versteht mich nicht falsch, ich liebe meinen Vater. Er war nicht nur ein guter Kaiser, ein guter Mensch, sondern ein liebevoller Vater. Nachdem unsere Mutter kurz nach meiner Geburt gestorben war, hat er uns alle drei alleine großgezogen.“ Wieder seufzte Ira. „Doch auch er war nicht fehlerfrei. Mein Vater hatte eine ziemliche Abneigung gegenüber Homosexuelle, egal ob schwul oder lesbisch. Das grenzte schon an Homophobie. Ich glaube, hätte er von meiner lesbischen Neigung gewusst, naja…“
„Deshalb haben ich und Sulina es damals geheim gehalten“, erzählte Sinea weiter. „Also, das war einer der Gründe. Zu seiner homosexuellen Neigung zu stehen, ist nie leicht, auch heutzutage nicht. Ich kann verstehen, warum das viele für sich behalten. So erging es mir viele Jahre auch.“
„Und Nurina hatte diese Homophobie von unseren Vater geerbt, befürchte ich. Wirklich schade.“
„Ich glaube, das haben wir alle gemeinsam“, fügte Sia hinzu, bevor sie die Konoha-Mädels anschaute. „Wisst ihr eigentlich, wie sehr Sokuron und wir euch beneiden?“
„Wirklich?“
„Ja, ihr lebt hier in einem friedlichen Dorf. Ihr habt Freunde und Familien, die euch lieben. Was hätten wir früher alles getan, um sowas zu bekommen?“
„Ich verstehe. Das war sicherlich nicht leicht.“
„Wohl wahr. Sokuron hat seine leiblichen Eltern nie kennengelernt und musste in einer herzlosen Adoptivfamilie aufwachsen“, zählte Sia auf. „Ich war die jüngste von sieben Töchtern. Meine Mutter starb bei meiner Geburt und dafür wurde ich sowohl von meinem Vater wie auch von meinen Schwestern gehasst. Sie machten mich dafür verantwortlich. Vielleicht einer der Gründe, warum meine Schwester versucht haben, mich umzubringen.“
„Sie… haben es versucht?“
„Ich habe sie alle getötet, als sie mich nach einer Mission angegriffen haben. Und als dann Sokuron bei der Rebellion meinen Vater umbrachte, war der Kreis damit endgültig geschlossen. Tja, und heute? Heute schlafe ich mit dem Jungen, der mein Vater gekillt hat.“ Sia lächelte schadenfreudig wie eine Dämonin. „Ich wette, mein Vater dreht sich im Grab herum, dieser Arsch. Ich hoffe, der schmort in der Hölle, der Saftsack.“
Die Mädels sagten dazu nichts, weil sie nicht wussten, wie sie darauf reagieren sollten. Offensichtlich empfand Sia für ihre einstigen Blutsverwandten nichts weiter als Verachtung. Bei der Vergangenheit war das nun wirklich nichts Verwunderliches.
„Vielleicht ist es wirklich besser, dass ich nicht weiß, wer mein Vater ist“, meinte Sinea und legte versöhnlich ihre Hand auf Sias Schulter.
„Das weiß du nicht?“
„Nein, ich habe keinen blassen Schimmer“, erwiderte Sinea ruhig, als wäre es nichts Besonderes. „Meine Mutter war die Stadtherrin von Sonok und hatte ein aufregendes Liebesleben, um das mal höflich auszudrücken. Sie ist mit jedem Typen in die Kiste gesprungen, so heißt es. Würde mich nicht wundern, wenn einer dieser Typen mein Erzeuger ist. Aber das ist mir auch egal. Selbst wenn ich nach ihm suchen wollte, hätte ich keine Ahnung, wo ich suchen sollte. Meine Mutter ist tot und Sonok ist niedergebrannt worden.“
„Und du bist nicht neugierig?“
„Nein, wozu denn? Um ehrlich zu sein, will ich mich nicht mit der Vergangenheit befassen.“ Sinea schaute wieder Ira an und lächelte. „Ich schaue nach vorne, in die Zukunft. Und was ich da sehe, will ich viel mehr als meine Abstammung zu kennen.“
Sinea küsste Ira.
„Okay, versteht mich nicht falsch, aber könnt ihr damit aufhören?“, wandte Ino ein. „Wir verstehen, ihr seid unsterblich verliebt ineinander…“
„Ach, das findest du schlimm?“, unterbrach Ira belustigt. „Das ist noch harmlos hier. Wir unternehmen viel zusammen.“
„Etwa auch…?“
„Äh, ja? Wir schlafen auch miteinander, bei jeder Gelegenheit. Wisst ihr, besonders gerne versenke ich meinen Kopf zwischen Sineas Beinen und…“
„Okay, zu viel Information“, unterbrach Ino abwehrend. „Ich glaube, das brauchen wir nicht zu wissen, oder?“
Sia, Sinea und Ira lachten herzhaft.
„Ich brauche was zu essen“, lallte es plötzlich in der Eingangshalle. Diese kantige, doch zugleich süßliche Stimme kam den Mädels mehr als bekannt vor, vor allem die ihrer Begleiterin.
„Komm schon, Tsunade, du hast genug…“
„Ich sage, wann ich genug habe!“, stierte Tsunade Shizune an. „Und jetzt brauche ich was zu essen… und mehr zu trinken…“
Mit roten Wangen, verträumten Augen und eher verwirrten Eindruck kam die Hokage um die Ecke und schaute in die Sitznische der Mädels. Die Fahne hätte man selbst hoch oben in den Nordischen Bergen des Großkaiserreichs riechen können, dachte sich Sia und wedelt mit der Hand vor die Nase.
„Hey, … Mädels… was macht ihr denn hier?“, hickste Tsunade weiter.
„Ähm, wir machen heute mal ein Mädelsabend“, erklärte Tenten unbeholfen. „Ich meine, wir brauchen auch einfach mal eine Abwechslung.“
„Oh, ich verstehe.“ Tsunade kicherte. „Ihr redet hier über Jungs und so, nicht wahr?“
„Naja, eigentlich sprachen wir zuerst über uns, unsere traurige Familiengeschichte“, zählte Sia grinsend auf. „Und gerade eben wollte Ira uns erzählen, wie sie bei Sinea… Aua.“ Sinea schlug Sia auf dem Oberarm, doch das brachte Sia nur zum Lachen. „Was denn?“
„Das muss du doch nicht jeden erzählen, oder?“, zischte Sinea zwischen zusammengepressten Zähnen. „Du blöde Pute.“
„Hey, sagt das doch nicht mir, sondern Ira. Sie plaudert doch ständig alles aus.“
Ira pfiff vor sich hin und tat so unschuldig. Sinea hingegen fuhr mit der Hand über das Gesicht.
„Mensch, wenn ich euch nicht so lieben würde, würde euch den Arsch versohlen.“
„Oh, eine Runde Mitleid.“
Sia und Ira nahmen Sinea in die Arme, knuddelten sie wie ein Plüschtier und imitierten mitleidiges Heulen.
„Jaja, ihr könnt mich auch mal“, lachte Sinea. „Lasst mich los, sonst ersticke ich noch.“
„Genau, Sia, lass sie los“, kicherte Ira verführerisch. „Sie gehört mir. Finger weg, sonst haue ich dich.“
„Ach, das will ich sehen“, scherzte Sia zurück.
„Kannst du haben.“
„Okay, ich sehe schon!“, funkte die Betrunkene dazwischen und pflanzte sich einfach neben Sia hin. „Ihr habt hier einen Haufen Spaß.“
„Was machst du da?“, warf Shizune ein. „Komm schon, wir haben noch zu tun.“
„Jaja“, lallte Tsunade. „Das muss warten. Kommt, Mädels, lass uns feiern…“
„Du bist doch kein Mädchen…“
„Was soll das denn heißen? Ich bin immer noch eine Frau, du Dumpfbacke“, schoss Tsunade zurück. „Und jetzt lass mich in Ruhe… Die Arbeit muss mal warten…“

„Hört sich an, als wäre bei den Mädels echt was los“, merkte Choji an, als von der Nachbarnische das Tsunade Stimme lallte.
„Also, ich beneide sie nicht“, erwiderte Shikamaru. „Wenn Tsunade so drauf ist, ist sie echt ätzend.“
„Wohl wahr…“
„Hey, Jungs“, unterbrach Sia plötzlich. Sia kam in die Nische und setzte sich neben Sokuron. „Kann ich bei euch Jungs bleiben? Da drüben wird es echt nervig.“
„Echt, so schlimm?“, erwiderte Sokuron amüsiert. „Labern die schon über Schuhe, oder was?“
„Nee, zum Glück nicht.“ Sia ließ ihre Schulter hängen. „Aber ich glaube, ich bin wohl nicht genug Mädchen, um da mitreden zu können. Zumindest glaube ich das.“
„Naja, du bist auch eine Kriegerin.“
„Genau. Was interessieren mich Schuhe oder Kleider, hm? Ich fand schon immer eher Schwerter oder Feuer faszinierend. Ich habe lieber trainiert oder meine Klingen geschärft, als darüber nachzudenken, welcher Junge auf mich steht.“
„Oh, glaub mir, es gibt sehr viele Jungs, die dich geil finden“, erwiderte Sokuron scherzhaft und schaute seine Geliebte anzüglich an. „Ich bin schließlich einer von denen.“
„Oh, wirklich?“, erwiderte Sia verführerisch. „Schön, das zu hören, aber zwischen denen und dir gibt es einen gewaltigen Unterschied.“
„Du meinst mein blendendes Aussehen?“
„Ja, das auch, aber auch was anders. Du bist der einzige Junge, der mir an die Wäsche und diese unanständigen Dinge mit mir tun darf, du Lustmolch.“ Sia zog ihre Maske runter und küsste Sokuron. Sein Herz raste vor Freude, als er Sias süßliche Lippen schmeckten konnte. Seine Liebe für Sia konnte er niemals in Worte fassen.
„Also, was ist?“, flüsterte Sia. „Wenn ich weiter Tsunades lallende Sprüche hören muss, werden Köpfe rollen.“
„Okay, überredet.“
Sia stibitze sich ein Fleischstück von Sokurons Teller und verschlang es.
„Also, Jungs, was geht ab?“
„Und was ist mit den anderen?“, hakte Sokuron nach. „Wollen die uns vielleicht auch Gesellschaft leisten.“
„Äh, ich denke nicht. Sorine ist schon vorhin rausgegangen. Wer weiß, was sie so treibt.“ Sia rollte mit den Augen. „Und du kennst ja Ira und Sinea. Die haben sich gerade dermaßen gegenseitig angebaggert. Die sind auch vorhin verschwunden. Würde mich nicht wundern, wenn die beiden gerade irgendwo rummachen.“
„Ah, ich verstehe.“ Sokuron schaute zu den Jungs rüber. „Seht ihr, Jungs? Man muss die doch einfach lieb haben, oder? Meine liebreizende Frau ist nun wirklich keine von diesen Zicken.“
„Liebreizend? Seit wann bin ich denn liebreizend?“
„Stimmt, du hast eher eine… äh bombenartige Art der Liebe.“
„Jaja, du mich auch.“
„Liebend gerne.“ Sokuron schielte dabei auf Sias Allerwertesten. „Später jedenfalls.“
„Ja, du hast recht“, stimmte Kiba plötzlich zu. „Sia ist wirklich nicht so nervig wie viele andere Mädchen.“
„Danke sehr. Das heißt dann wohl, dass ich hierbleiben darf, oder?“
„Solange du nicht anfängst, über Schuhe zu labern oder über jeden Scheiß zu meckern.“
„Oh Mann, das wird mir echt schwerfallen“, spielte Sia die Beleidigte und legte wehleidig ihre Hand auf die Brust wie ein Dichter auf der Bühne, der gerade ein kitschiges Stück von einem Typen aufsagte, der keine Ahnung wie lange tot war. „Aber ich denke, ich bekomme das hin.“
Sokuron lachte herzhaft über Sias grottenschlechte Schauspielkünste. Und er war nicht der einzige.
„Okay, dann habe wir kein Problem“, lachte Lee. „Du bist schwer in Ordnung.“
„Sage ich doch, oder?“ Sokuron legte seine Hand um Sias Nacken. „Man kann sie einfach nur lieben.“

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