Creepypasta - Du verstehst nicht!

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1 Kapitel - 2.231 Wörter - Erstellt von: Lady_Siren - Aktualisiert am: 2016-08-08 - Entwickelt am: - 440 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Dieses Mal erhaltet ihr Einblicke in das Treiben des Virgin Collectors Loki.
Was treibt er des Nachts in seinem Versteck? Welche Gedanken spuken in seinem Kopf?

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    In einem düsteren Raum, ohne Fenster, lediglich erhellt durch schwachen Kerzenschein. Es war kaum Einrichtung vorhanden. Lediglich ein hölzerner Tisch sowie Stuhl standen inmitten des Raums. Und auf diesem Stuhl saß eine junge Frau. Feine, doch feste Seile fesselten sie an dieses Möbelstück und ihr Körper war leicht nach vorne gebeugt.
    Noch war sie noch nicht bei Bewusstsein, aber so langsam öffnete sie ihre Augen.
    Benommen sah sie sich um, begriff dass sie nicht mehr in ihrem Zimmer war und schrak augenblicklich hoch. Sie versuchte in ihrer Panik an den Fesseln zu zerren, doch waren die Knoten zu fest.
    Als sie bemerkte, dass es keinen Nutzen hatte, liefen Tränen ihre Wangen herab.
    Und genau in diesem Moment öffnete sich eine Tür.
    Ein junger Mann mit Haar, welches glänzt wie schwarze Seide, und eleganter Kleidung stand im Türrahmen. In den Händen ein Tablett mit medizinischen Instrumenten, die Unheil versprachen.
    „Endlich bist du erwacht. Ich dachte schon, ich hätte es mit der Dosis übertrieben. Du musst nämlich wissen, dass ich auf dem Gebiet der Medizin noch wenig Erfahrung habe.“
    Da starrte die junge Frau ihn entgeistert an. Er hatte sie also entführt und begrüßte sie auch noch, als wäre es das Normalste auf der Welt.
    Dennoch stimmte etwas nicht mit seinem Aussehen. Sein Auge... Das andere war nicht zu sehen. Er verbarg es hinter ein paar Strähnen.
    Bei genauerer Betrachtung erkannte die junge Frau, dass die Pupille eine längliche Form hatte. Wie die einer Schlange.
    „Oh. Dir ist der kleine Schönheitsfehler meines Auges aufgefallen. Dieser entstand durch einen kleinen Unfall mit Hitze und einer Kontaktlinse sowie dem Treiben von wahnsinnigen Weibern “, sprach er nonchalant.
    In diesem Moment zerrte sie noch einmal an ihren Fesseln. So einfach würde sie es diesem Verrückten nicht machen.
    Als hätte er alle Zeit der Welt schritt er zu ihr, stellte das Tablett ab und griff nach einer Spritze. Gefüllt mit einer klaren Flüssigkeit.
    Er inspizierte kurz sein Instrument, drückte eventuell vorhandene Luft heraus und rammte plötzlich die Spritze in ihren Oberschenkel.
    Sofort wurde der Körper der jungen Frau schlaff und ihre Hände fühlten sich taub an. Jedoch blieb sie bei vollem Bewusstsein.
    „Verzeih mir, aber ich kann nicht riskieren, dass du deine zarte Haut durch Scheuern ruinierst. Außerdem vereinfacht mir die Betäubung später deine Behandlung.“
    Behandlung? Was hatte dieser Wahnsinnige vor?
    „Ich sehe deine Verwunderung. Aber sei unbesorgt.“
    Er legte die Spritze beiseite und ging wieder nach draußen. Kurz darauf kam er zurück. Mit einem Rollstuhl.
    „Ich glaube, ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Mein Name ist Loki Tsuyosa und ja, ich bin Halbjapaner. Also wundere dich nicht wegen dem Nachnamen.“
    Als ob sie sich darüber wundern würde.
    „Und dein Name ist Melody. Dein Name hat einen so schönen Klang. Einfach perfekt für eine so reine Maid wie dich.“
    Seine Kehle verließ ein charmantes Lachen, jedoch ließ er Melody einen kalten Schauer über den Rücken laufen.
    Woher kannte er ihren Namen?
    „So. Und nun zeige ich dir dein neues Heim. Weit weg vom Schmutz dieser Gesellschaft.“
    Ihr war, als hätte er kurz die Fassung verloren, aber sie hätte sich auch irren können.
    Qualvoll langsam löste er die Fesseln und streichelte jedes Mal die gereizte Haut.
    Wie jede seiner Berührungen sie anwiderte.
    Als auch die letzte Fessel entfernt wurde, hob dieser Loki sie mühelos hoch und setzte sie in den Rollstuhl.
    Welches Unheil Melody erwarten würde?
    Loki schob sie in einen ebenfalls spärlich beleuchteten Gang. Auch hier gab es nur Kerzen.
    Aber Fenster waren vorhanden und so konnte Melody aus dem Augenwinkel erkennen, dass es noch Nacht war. Zwar kündigte sich der Morgen an, jedoch sah sie nur grobe Umrisse von Bäumen.
    „Lass mich dir erklären, wo wir uns genau befinden. Schließlich wirst du von nun an hier leben.
    Dies ist ein altes Anwesen am Waldrand, welches seit Jahren verlassen ist. Deswegen haben wir hier keinen Strom. Aber wir haben die Möglichkeit heißes Wasser zu erzeugen. Es ist nur... umständlicher.“
    Warum erzählte er ihr das alles? Für Small Talk fehlte ihr derzeit jegliche Kontrolle über ihre Motorik. Und beruhigen tat sie es auch nicht.
    „Da wären wir, werte Melody.“
    Sie standen vor einer großen Holztür.
    Melody erwartete das Schlimmste. Wahrscheinlich lag hinter dieser Tür eine Art Folterkammer oder noch schlimmer... Seine Gemächer.
    Mit einem Knarzen, das nur alte Türen von sich geben, öffnete Loki sie. Der Raum war keineswegs beleuchtet.
    Er wirkte so, als wollten die Schatten Melody in ihre Tiefen zerren und nie mehr loslassen.
    „Ich konnte ein paar Räume auf Vordermann bringen, aber hier und da sind noch einige Kleinigkeiten zu erledigen.“
    Er sprach, als wäre es vollkommen in Ordnung, eine betäubte Frau in ein dunkles Zimmer zu bringen.
    Aber seine Ruhe verängstigte Melody mehr als das, was noch vor ihr liegen würde.
    Loki nahm eine Kerze aus dem Gang und betrat den düsteren Raum. Drinnen entzündete er weitere Kerzen.
    Plötzlich wurde Melody eiskalt.
    Der Raum entpuppte sich nicht als Folterkammer oder Schlafzimmer, sondern als ein Zimmer mit großen, gläsernen Vitrinen.
    Eigentlich sind Vitrinen gar nicht so unheimlich, jedoch ihr Inhalt ließ Melody pure Angst verspüren.
    In ihnen waren junge Frauen. Im schlafenden Zustand erstarrt. Wahrscheinlich wurden sie in irgendeine Masse eingelegt.
    Unbekümmert schob dieser Wahnsinnige Melody ins Zimmer und redete weiter:
    „Wenn ich dir deine Mitbewohnerinnen vorstellen darf. Sie sind wie du Jungfrauen, die ich vor diesem Elend befreit habe, was du unter der Bezeichnung “Gesellschaft“ kennst.“
    Melody hörte eine Veränderung in seiner Stimme. War es vielleicht Zorn?
    Aber sie bemerkte auch, wie sich ihre Lippen bewegten. Anscheinend ließ die Betäubung nach. Noch waren ihre Gliedmaßen schwer wie Blei, aber ihre Gesichtsmuskulatur erwachte langsam.
    Behutsam stellte er sie inmitten des Raums ab.
    Danach trat er vor das großes Gemälde einer wunderschönen jungen Frau.
    Da begann Melody zu stammeln: „W-Wer...?“
    Unbeeindruckt wand sich Loki vom Bild ab und betrachtete kurz Melody. Seine relativ charmante Art wich einer plötzlichen Kälte.
    „Wer die junge Frau auf dem Gemälde ist?“
    Wieder drehte er sich zum Bild.
    „Nur das mit Abstand schönste und reinste Wesen, das mir je begegnet ist. Meine liebliche _____.“
    Er seufzte schwer.
    „Sie war die erste holde Maid, die ich hierher gebracht habe. Wir waren damals auf einer Kostümparty und...“
    Plötzlich wurde Loki still und sein gesamter Körper begann zu beben.
    „Ein paar widerwärtige Weiber haben es gewagt, meiner _____ zu drohen. Ich versuchte, sie zu beschützen, und dafür haben sie mir das angetan!“
    Er drehte sich zu Melody. Doch nun sah sie auch das Auge, das er hinter seinen Haarsträhnen verbarg.
    Es war grausamst entstellt.
    Die Lider waren halb geschlossen, dennoch sah man den Augapfel, der eine verformte und faltige Iris aufwies. Die Lider waren auch etwas beschädigt. Leichte Narben und Verformungen der Haut waren bis zur Augenbraue zu erkennen.
    Melody wollte aufschreien, aber etwas schnürte ihr die Kehle zu.
    Loki erkannte ihr Entsetzen und strich sich die Haare wieder über sein beschädigtes Auge.
    „Damals hatte ich mir geschworen, dass Jungfrauen gerettet werden und der... Abschaum, der sich den Männern um den Hals wirft, auf ewig beseitigt wird.
    Und angefangen hat es mit diesem wundervollen Geschöpf und dem Tod seiner Feinde.“
    Einigermaßen gefasst ließ Melody ihren Blick über die Vitrinen schweifen, fand diese _____ aber nicht.
    „Sie befindet sich nicht in diesen Räumen, falls du sie suchst.“
    Melody sah ihn verdutzt an.
    „Damals beging ich einen großen törichten Fehler.
    Ich habe die pure Reinheit meiner liebsten _____ mit unserem ersten Kuss beschmutzt!“
    Loki schien zu verzweifeln. Frustriert hämmerte er gegen die Wand neben dem Gemälde.
    „Ich Narr habe sie beschmutzt! Beschmutzt! Und das nur aus egoistischer Liebe!“
    „Aber...“, brachte Melody hervor. „D-Du hast... es aus Liebe... getan.“
    Immer mehr begann das Gefühl in ihr Gesicht zurückzukehren.
    Loki stoppte kurz. Seine geballte Faust verharrte in der Luft.
    „Aber zu welchem Preis?“
    Langsam nahm er Haltung an.
    „Begreifst du es nicht?“
    Blitzschnell drehte sich Loki zu ihr und starrte sie mit rasender Wut an.
    „Ich habe ihre absolute Reinheit befleckt! Ihren ersten Kuss dreist geraubt! Das kann ich unmöglich ungeschehen machen! Es ist unverzeihlich! Ein Verbrechen an ihrer absoluten Perfektion...“
    Nach und nach sackte er in sich zusammen. Als hätte er Schmerzen hielt er sich krampfhaft den Kopf.
    „Wie konnte ich ihr das nur antun...?“
    Verwundert musterte Melody dieses Häufchen Elend vor sich. Sie empfand keinerlei Mitleid für ihn. Warum auch?
    Trotzdem wollte sie in Erfahrung bringen, was mit _____ danach geschehen ist.
    „Aber... Was hat sie überhaupt dazu gesagt?“
    Melodys Kopf nickte zur Seite. Die Betäubung ließ wohl doch nicht so schnell nach wie gehofft.
    „Was ist mit ihr? Wo ist sie?“, brachte sie mühsam hervor.
    Auf diese Frage hin wechselte sich Lokis Stimmung. Sein Körper war still, seine Hände ließen von seinem Kopf ab und seine Stimme hatte wieder einen fröhlichen Tonfall mit dem üblichen unheilvollen Charme.
    „Ach, lass uns nicht unnötig über die Vergangenheit reden.“
    Er richtete sich seine Seidenkrawatte als wäre vorhin nichts geschehen.
    „Verzeih mir, ich war ein unfreundlicher Gastgeber. Anstatt dass ich meine volle Aufmerksamkeit dir schenke, schwelge ich in der Vergangenheit.
    Aber nun können wir uns deiner Behandlung widmen. Damit deine vollkommene Reinheit auf ewig bewahrt bleibt.“
    Melody sah das irre Grinsen sowie den Ausdruck des Wahnsinns in seinem Auge.
    Auch wenn die Betäubung noch anhielt, Melody versuchte verzweifelt ihre Gliedmaßen in Bewegung zu setzen. Weg von diesem Monster. Weg von diesem Anwesen. In den düsteren Wald.
    Egal was sie dort auch erwarten könnte, alles war besser als die Gesellschaft dieses Monsters.
    Seine Schritte hallten bedrohlich durch den Raum und kalter Schweiß bildete sich auf Melodys Haut.
    Loki nahm eine Spritze von einem kleinen Tisch.
    „Ich hoffe doch sehr, dass dir die Glasvitrine zusagt.“
    Er deutete auf den gläsernen Sarg.
    „Aber genug der Konversationen.“
    Die Spritze glänzte im Schein der Kerzen, während Loki ihr immer näher kam. Mit charmantem Lächeln.
    „Ich wünsche dir die allerschönsten Träume, werte Melody.“
    Dann spürte sie einen leichten Druck an ihrem Hals. Danach umgab sie für immer Dunkelheit.

    Während die letzten Sonnenstrahlen über die Baumkronen schienen, wusch sich Loki in aller Seelenruhe seine Hände von der heutigen Arbeit.
    Es benötigte immer einen großen Aufwand, um die Jungfrauen zu konservieren.
    Wobei das Finden einer reinen Seele auch seine Schwierigkeiten aufwies.
    Mehr zu sich selbst begann Loki zu flüstern:
    „Wenn ich doch nur mehr von ihnen vor diesem Unrat retten könnte...“
    Aber er konnte nachts zu Neumond nur in ein Haus eindringen. Mehr wäre einfach zu riskant.
    „Wenigstens kann ich in diesen Nächten eine von diesen schändlichen Frauen beseitigen.“
    Mit sauberen Händen und frischer Kleidung eilte er in ein anderes Zimmer.
    Hier bestand die Einrichtung aus einem großen, edlen Bett, ein paar Schränken aus dunklem Holz und zwei gemütlichen Sesseln.
    Zwar blätterte die Tapete von den Wänden, trotzdem war zu erkennen, dass der Eigentümer alles liebevoll pflegte.
    Im Sessel saß eine junge Frau. Wie auch Loki trug sie feine Gewänder und war ein äußerst schöner Anblick für jeden Betrachter. Jedoch wirkte ihr Blick abwesend und kalt.
    „Entschuldige, dass du so lange warten musstest, meine süße _____. Aber jetzt kann ich mich voll und ganz um dich kümmern.“
    Loki gab ihr einen zarten Kuss auf die Lippen.
    Auch wenn er ihre pure Reinheit beschmutzt hatte, konnte er vielleicht mit seiner Liebe eine neue geben. Und sie würde nur ihnen beiden gehören.

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Lady_Siren ( 60.17 )
Abgeschickt vor 165 Tagen
@Rari
Dankeschön :3
Die Spritzen nimmt Loki eigentlich nur, weil die am wenigsten Sauerei machen. Und unser Loki kann es gar nicht leiden, wenn seine schicken Westen Blutspritzer abbekommen.
Rari ( 9.202 )
Abgeschickt vor 165 Tagen
Diese CP ist wirklich gut gelungen! Und vor allem war's nicht langweilig. Man erwartet, wenn man „Virgin Collector“ liest, ja etwas eher... Erotisches, oder sowas in der Drehe. Uii. Frauenentjungferer, total creepy. Deswegen finde ich es auch super, dass es nicht in diese Richtung geht! ^^ Das ist erfrischend. Und Spritzen gehen sowieso immer.
Nix auszuetzen, allet astrein.

LG (・v・)ノ