Silberpfeil 5

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3 Kapitel - 675 Wörter - Erstellt von: Lilian - Aktualisiert am: 2016-08-05 - Entwickelt am: - 248 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Es haben mich ein paar Leute gebeten, dass ich weiterschreibe, also kommt hier Teil 5.

    1
    Unsicher wandte ich mich Apollo zu. Sein Lächeln wirkte verspielt und unbeschwert, aber in seinem Blick lag noch etwas Anderes. Da waren dieselben Zweifel, dieselbe Unsicherheit, die ich immer verspürt hatte, als ich noch keine Jägerin gewesen war.
    Ich stellte mir vor, dass ich vielleicht so wie er geworden wäre, wenn meine Mutter sich richtig um mich gekümmert hätte. Sorglos, kindisch, selbstverliebt.
    Wie hatte er meine Mutter lieben können? Meine Mutter, die unglücklich, depressiv und labil war.
    Apollo schien meine Gedanken zu erraten. „Deine Mutter war eine einzigartige Frau. Sie war nicht immer so wie heute. Sie war … glücklich, sie war schön, sie schien zu … strahlen. Und ihre Musik ...“ Er sah jetzt leicht verträumt aus.
    „Warum hast du sie dann verlassen?“ Ich spürte einen Klumpen Wut in meinem Bauch. Wut auf ihn, auf meine Mutter, auf die verlogene Liebe. Ich hatte diesen Ballen Wut immer unterdrückt, aber nun schien er zu explodieren. „Sie ist nie über dich hinweggekommen. Sie hat immer gesagt, du würdest zu ihr zurückkehren. Du hast ihr ganzes Leben zerstört und meins gleich mit.“
    Ich ballte die Fäuste. Ich wollte weglaufen, ich wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben. Ich war Jägerin geworden, um ein neues Leben anzufangen. Warum musste er sich jetzt dort einmischen?

    2
    Apollos Lächeln war verschwunden, er sah furchtbar unglücklich aus. „Sarah, es tut mir leid. Es ist das Schicksal der Götter, sich nicht in das Leben ihrer Kinder einzumischen. Ich habe dich immer beobachtet, weißt du? Ich habe über dich gewacht, als du weggelaufen bist. Ich … ich war stolz auf deine Entschlossenheit, auf deinen Mut.“ Er lächelte vorsichtig. „Vielleicht habe ich dich deshalb auch anerkannt. Hermes ist ein feiner Kerl, aber du sollst wissen, dass ich es bin, der über dich wacht.“
    „Ich will aber nicht, dass du über mich wachst. Ich bin Jägerin, Artemis ist meine Mutter. Ich werde nicht denselben Weg gehen wie deine anderen Kinder. Also halte dich bitte aus meinem Leben raus.“
    Ich hatte beabsichtigt, ihn wütend zu machen, aber der Sonnengott schmunzelte nur.
    „Ich bin froh, dass du Jägerin bist. Artemis kümmert sich gut um euch.“ Er grinste. „Erzähl ihr bloß nicht, dass ich das gesagt habe.“
    „Alles klar. Kann ich jetzt gehen?“
    Ich konnte seinen Gesichtsausdruck nicht deuten. War das Sorge? Kummer? Nervosität?
    „Warte, Sarah. Ich … ich wollte dir sagen, dass du mir wirklich wichtig bist. Und du wirst deine Bestimmung finden. Es wird nicht leicht für dich werden und das tut mir leid. Aber du hast Stärken in dir, die du noch gar nicht kennst. Du wirst deinen Weg gehen, wie auch immer er aussehen mag.“

    3
    Dass Apollo auch solche Dinge sagen konnte, hätte ich nicht erwartet.
    Ich wollte jetzt gehen und Zeit für mich finden, aber eine Sache musste ich noch wissen.
    „Meine Mutter“, schnitt ich noch einmal das heikle Thema an. „Wie geht es ihr?“
    Apollos Augen wurden traurig. „Sie lebt nicht mehr. Dein Verlust … das hat sie nicht ausgehalten. Sie hat sich mit Medikamenten das Leben genommen.“
    Ich spürte ein Stechen in der Brust. Auch wenn sie mir nie eine gute Mutter gewesen war, hatte ich sie trotzdem geliebt. Ich fühlte mich schuldig, weil ich sie im Stich gelassen hatte. Ich hatte eine neue Familie gefunden und meiner Mutter mit meinem Verschwinden den letzten Halt genommen.

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