Schwarz-Weiß ~3

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1 Kapitel - 1.609 Wörter - Erstellt von: Kussmond - Aktualisiert am: 2016-08-01 - Entwickelt am: - 349 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Die letzte Nacht vor der ersten Schlacht. Anfang vom Ende?

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    Hallihallo liebe Leser/innen! Ich bedanke mich noch einmal ganz herzlich für die lieben Kommis, ihr seid spritze! Ich habe diesmal auch versucht, auf
    Hallihallo liebe Leser/innen!
    Ich bedanke mich noch einmal ganz herzlich für die lieben Kommis, ihr seid spritze! Ich habe diesmal auch versucht, auf die Bitte einzugehen und Elbereth nicht zu perfekt zu machen. Ich hoffe, es ist mir wenigstens etwas gelungen XD
    Wie immer würde ich mich über ein Feedback freuen♥
    LG
    Kussmond


    Der Tag neigte sich bereits dem Ende zu, als endlich alle Pferde versorgt, die Zelte aufgebaut und die Nachtwachen eingeteilt waren. Fast alle Krieger, egal ob Rohirrim oder Schattenkämpfer, hielten Schüsseln mit Eintopf, Pökelfleisch oder geschossenen Vögeln in den Händen.
    Nur in einem Zelt, unweit der Mitte des Lagers, wurde noch diskutiert und beratschlagt. „Bis Helms Klamm ist es noch ein guter Tagesritt. Wenn wir erst am Morgen aufbrechen, müssen wir durchreiten, um nicht zu spät zu kommen!“, brauste der weißhaarige Mann mit Zauberstab auf und durchbohrte die drei schwarzgekleideten Gestallten mit seinen Blicken. „Wir sind fast zwei Tage durchgeritten, um zu Euch zu gelangen. Gewährt unseren Kriegern und Tieren wenigstens eine Nacht Ruhe.“, bat Finorn eidringlich.
    „Einverstanden.“, lenkte Eomer hastig ein. „Aber dafür nehmt Ihr Eure Kapuzen ab! Ich will sehen, mit wem ich spreche!“, forderte der Rohirrim und blickte gemeinsam mit Gandalf ihre Gegenüber auffordernd an. Die zwei äußeren wandten den Blick zu der dritten, mittleren Person, welche starr geradeaus zu sehen schien.
    Dann, als würde sie eine lästige Fliege verscheuchen, hob sie die Hand. Dem Befehl folgend, nahmen beide Schattenkrieger ihre Kapuzen ab. Zum Vorschein kamen ein weißblonder Elb mit kantigem, emotional losem Gesicht & sturmgrauen, kalten Augen und ein dunkelhaariger Mensch Mitte 30 mit dunkelbraunen, wachsamen Augen. Aufmerksam musterten die Männer einander, bis Eomer erneut das Wort ergriff: „Was ist mit ihm?“ Er deutete auf den mittleren Schattenkrieger, dessen Umhang weiterhin sein Gesicht verbarg.
    Ohne auf Eomer zu reagieren, blieb Elbereth weiterhin bewegungslos stehen. Sie wusste, dass keiner der Rohirrim wissen durfte, dass sie eine Frau war. Angst vor der Reaktion des Soldaten hatte sie nicht, sie wusste einfach, dass diese Krieger ihre gesamte Hoffnung in ihre Krieger setzten. Nicht, weil sie besonders viele waren, sondern weil sie für ihre Kampfkünste und Kriegsplanung bekannt waren. Die Frauen kämpften, wussten hingegen nur Eingeweihte, die nichts ausplauderten und wenn doch, ihnen eh niemand glauben schenkte. Bei fast allen Völkern war es unmöglich, dass Frauen kämpften und deswegen wäre auch alle Hoffnung der Rohirrim mit einem Schlag verwelkt und Hoffnung war das Einzige, was ihnen jetzt noch helfen konnte.
    „Ihr wünschtet die Gesichter derer zu sehen, die mit Euch sprechen. Unser Herr spricht allerdings nicht mit Euch.“, erwiderte der Mensch, Finorn, gelassen. „Er befehligt Euch und dieses verdammte Heer, er muss doch etwas zu sagen haben! Wir werden morgen gemeinsam in den Krieg ziehen und…“, weiter kam der blonde Menschensohn nicht, da Tilion ihm einen seiner Dolchen an die Kehle und einen zweiter an den Unterleib presste. „Ihr solltet Eure Zunge zügeln und Euch hüten, Forderungen zu stellen, die Euch nicht zustehen.“, zischte der Elb, bevor er sich so schnell und plötzlich zurückzog wie er den überrumpelten Rohirrim angegriffen hatte.
    Elegant und ohne die Männer eines Blickes zu würdigen, stritt die verhüllte Gestallt aus dem Zelt. Für sie war das Gespräch beendet ebenso wie für ihre Begleiter, die ihr folgten. „Wir reiten los, kurz bevor die Sonne aufgeht.“, sprach Finorn noch zu dem Zauberer und Rohirrim. Dann setzte er sich seine Kapuze auf, ließ die Zeltplane zuschlagen und begab sich zur Essenausgabe, wo er wenig später auch seine Herrin mit einer Schüssel Linseneintopf traf.

    „Was hat das Gespräch mit dem Rohirrim und Mithrandir ergeben?“, erkundige sich Nimbrethil, die Anführerin der Grenzwachen im Süden und Osten, als Finorn die beiden Frauen erreicht hatte. Ohne zu Zögern packte der Wortführer beide am Arm. „Seid Ihr des Teufels! Hier haben die Wände Ohren!“, zischte der Mann aufgebracht und deutete mit einem Kopfnicken auf eine Gruppe von Rohirrim, die auffällig unauffällig versuchten, den Blicken der Schattenkrieger zu entgehen. „Mein Herr, Ihr geht besser in Euer Zelt und legt Euch zur Ruhe.“, sagte Finorn so laut, dass ihre Beobachter es hören mussten und schob Elbereth in Richtung der Zelte, bevor er sich an Nimbrethil wandte und ihr versprach, alles zu berichten.

    Leicht angesäuert stapfte die junge Valier durch das Heereslager zu ihrem Zelt. „Nana [elb. Mutter]?“, fragte eine hohe Stimme und ein schmaler Schatten richtete sich auf einem der Feldbetten auf. Erschrocken zuckte die Schwarzhaarige zusammen und stieß einen spitzen Schrei aus, woraufhin sie schnell ihre Hände auf den Mund presste, nur um sie dann wieder nach vorn zu reißen, um die Schüssel mit dem Eintopf aufzufangen.
    Wirr patschte sie in der Luft herum und versuchte die Schüssel festzuhalten, welche immer wieder ihren Händen entglitt. Kurzbevor sich das Gefäß aus ihrer Reichweite entfernte, machte die junge Frau entschlossen einen Schritt nach vorn –ohne auf den Boden zu achten. So übersah sie das Bündel, welches direkt vor ihren Füßen lag und gerade, als sie die Schüssel mit dem restlichen Eintopf aufgefangen hatte, stolperte sie über eben jenes Bündel. Während sie das Gleichgewicht verlor und nach vorn kippte, verwandelte sich ihr triumphierender Gesichtsausdruck zu einem erschrockenen, dann genervten.
    Da ein Unglück selten alleine kommt, fiel Elbereth nicht nur zu Boden, sondern der kleine Rest Linsensuppe schwappte ihr auch noch ins Gesicht.
    „Dich kann man wirklich nie alleine lassen.“, ertönte eine belustigte Stimme hinter ihr. Ein genervtes Stöhnen entfloh ihrer Kehle und frustriert ließ sie ihren Kopf in die linsensuppengetränkten Hände sicken.
    „Es tut mir leid, Nana. Ich wollte dich nicht erschrecken Wie geht es dir?“ Edhellas kniete vor der Valier und musterte sie besorgt. „Ich lebe noch.“, grummelte die Angesprochene und richtete sich schwerfällig auf. „Tja, Unkraut vergeht eben nicht.“, kommentierte Tillion, musterte seine Herrin aber dennoch besorgt. „Das kann jedem Mal passieren, bilde dir bloß nichts darauf ein! Außerdem hättest du als ergebener Diener und Kavalier…“ „Danke, aber ich kann mich auch selbst verteidigen.“, unterbrach die Sternenkönigin ihre Tochter und wand sich mit einem zuckersüßen Lächeln an Tilion: „Wenn ich Unkraut bin, soll ich dir dann sagen, was du bist?“ „Nein, nein, lieber nicht.“, winkte der Elb ab.
    „Darf ich fragen, wann du das letzte Mal geschlafen hast?“, lenkte der Leibwächter von sich ab. „Naja… das ist schon ein paar Tage her…“, antwortete Elbereth gedehnt, allerdings klang es eher so, als wäre es schon ein paar Wochen oder gar Monate her.
    „Und dann willst du morgen in die Schlacht ziehen!“, erkundigte sich Edhellas, teil erschrocken, teils entsetzt. „Ja, genau das werde ich auch tun. Hört auf, mich so anzusehen, es war wirklich wichtig und wenn es euch beruhigt, ich werde die nächsten Nächte wieder schön brav in meinem Bettchen verbringen und schlafen.“, versicherte die Tochter Manwes.
    „Worum ging es denn? Du hast uns gar nichts erzählt!“, stellte Tilion gekränkt fest. „Ihr werdet alles erfahren, wenn die Zeit dafür reif ist.“, versprach die Göttin. „Allerdings bin ich nun müde und würde mich gerne zur Ruhe legen.“, verkündete sie und gähnte. „Zu Befehl, Eure Hoheit! Ich werde mich nun entfernen und wünsche Euch eine angenehme Nachtruhe.“, redete der Leibwächter übertrieben geschwollen, was Ella zum Kichern brachte.
    Nachdem der Elb das Zelt verlassen hatte, schälte sich Elbereth mi Ellas Hilfe aus ihrem linsensuppengetränkten Umhang und legte ihre versteckten Waffen ab. Kritisch beäugte sie ihre Stolperfalle, die sich als ihr eigener Kleidersack herausstellte. Stimmt ja, den hatte sie selbst dort fallen lassen, als Finorn sie zur Besprechung mit Eomer und Mithrandir geholt hatte.
    Seufzend bückte sich die Valier, schnürte ihr Bündel auf und zog ein lupenreines, weißes Nachthemd hervor, welches sie sogleich anzog. Geschwind legte sie noch ihre schmutzigen Kleidungsstücke zusammen und ließ sich dann rücklinks auf ihr Feldbett fallen.
    „Nana?“, wisperte Ella, woraufhin ihre Ziehmutter nur ein Brummen von sich gab. „Ich habe Angst.“ „Ich auch, aber lass und jetzt schlafen.“, grummelte die Schwarzhaarige. „Kann ich bei dir schlafen?“, fragte Edhellas zaghaft. Irritiert zog die Angesprochene ihre fein geschwungenen Augenbrauen zusammen, bejahte aber.
    Normalerweise stellte ihr Adoptivkind nie solche Fragen und schlief auch schon seit einigen Jahren in ihrem eigenem Zimmer, davon zu schweigen, dass sie fast nie Albträume hatte oder zugab, Furcht zu empfinden.
    „Hannon le [elb. Danke].“, lächelte das Kind verlegen und krabbelte zu ihrer Mutter unter die Decke. „Gute Nacht.“ „Gute Nacht und mache dir nicht zu viele Gedanken.“, antwortete Elbereth und fügte in Gedanken noch „Es reicht schon, wenn ich das mache.“ hinzu. Dann löschten sie die wenigen Kerzen und schliefen erschöpft ein.



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Schwarz-Weiß ~3
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2016-07-28
402C
Herr der Ringe

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