Wild Cats - Coming Darkness

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10 Kapitel - 4.578 Wörter - Erstellt von: Donnerzahn - Aktualisiert am: 2016-08-08 - Entwickelt am: - 433 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Fischsprung ist eine ganz normale Kriegerin des StachelClans, einem Clan, der in einer Oase mitten in der Wüste lebt. Sie fressen ungiftige Schlangen, Echsen, die wenigen Mäuse und was sie sonst noch essbares finden. Doch es gibt auch Feinde. Unter anderem Füchse und Wölfe, die in der Wüste leben.
Doch trotz allem geht es dem Clan gut. Doch eines Tages ereilt ihn ein grausames Schicksal und auf einmal ist Fischsprung ganz alleine...

    1
    Die Hierarchie

    Anführer: Hummelstern - gold-schwarz getigerter Kater mit grünen Augen
    Zweiter Anführer: Honigpelz - honigfarbene Kätzin mit weißer Schnauze und braunen Augen
    Heiler: Kastanienblatt - braun getigerte Kätzin mit weißen Pfoten und bernsteinfarbenen Augen; Mentorin von Felsenpfote

    Krieger:
    Lilienblüte - weiße Kätzin mit roten Flecken und grünen Augen
    Fleckenkralle - weiß-rot gefleckter Kater mit braunen Tupfen an den Beinen und gelben Augen
    Frostwind - weiße Kätzin mit hellgrauen Tigerungen und dunkelblauen Augen; Mentorin von Federpfote
    Windhauch - grauer Tigerkater mit weißem Bauch und weißen Pfoten, blaue Augen
    Haselherz - hellbraune Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen; Mentorin von Baumpfote
    Adlerschwinge - brauner Kater mit weißen, schwarzen, grauen und roten Flecken und grünen Augen
    Grauwind - grauer Tigerkater mit silbernen Sprenkeln und gelben Augen; Mentor von Teichpfote
    Blütenherz - schildpattfarbene Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen
    Samtsturm - schildpattfarbener Kater mit braunen Augen
    Sandfeder - sandfarbene Kätzin mit schwarzen und dunkelbraunen Sprenkeln und bernsteinfarbenen Augen
    Wüstenherz - braun getigerter Kater mit schwarzen Pfoten und Tupfen, weißem Bauch und bernsteinfarbenen Augen
    Leopardensprung - dunkelbraun-sandfarbene Kätzin mit schwarzem Leopardenmuster, braune Augen
    Fischsprung - ziemlich kleine schwarze Kätzin mit großen gelben Augen

    Schüler:
    Felsenpfote - großer, graubrauner Kater mit schwarzen Pfoten und gelben Augen (Heilerschüler)
    Baumpfote - graubraune Kätzin mit schwarzen Tupfen und hellgrauen Pfoten, braune Augen
    Federpfote - silbergraue Kätzin mit weißen Flecken und blauen Augen
    Teichpfote - dunkelgraue Kätzin mit silbernen Tigerungen und weißen Pfoten, blaue Augen

    Königinnen:
    Fichtenpelz - braune Kätzin mit schwarzen Tigerungen, grüne Augen; Mutter von Finken-, Sturm- und Amseljunges
    Funkenherz - hellgelbe Kätzin mit goldgelben Augen; erwartet Junge von Windhauch

    Älteste:
    Wiesenkralle - alte, dunkelgraue Kätzin mit trüben, gelben Augen

    Junge:
    Finkenjunges- brauner Kater mit schwarzen Tigerungen und weißen Pfoten, grüne Augen
    Sturmjunges - dunkelgrau-braune Tigerkätzin mit schwarzen Flecken und gelben Augen
    Amseljunges - roter Tigerkater mit dunkelgrauen Tigerungen und schwarzen Flecken, gelbe Augen

    2
    Damit ihr noch besser über Fischsprung bescheid wisst; hier ihr Steckbrief: Name: Fischsprung Alter: 22 Monde Aussehen: sehr kleine schwarze Kätzin
    Damit ihr noch besser über Fischsprung bescheid wisst; hier ihr Steckbrief:

    Name: Fischsprung
    Alter: 22 Monde
    Aussehen: sehr kleine schwarze Kätzin mit gelben Augen
    Charakter: freundlich, humorvoll, schüchtern, hilfsbereit, liebevoll, aber streng (zu Jungen oder Schülern)
    Stärken: sprinten, Ausdauer, hören
    Schwächen: riechen, klettern, kämpfen
    Familie:
    Eltern: Grauwind (V) & Blütenherz (M)
    Geschwister: Felsenpfote (kl. Br.) & Baumpfote (kl. Schw.)
    Gefährte: sie ist schon länger in Wüstenherz verliebt
    Junge: hätte sie gerne mal

    3
    Fischsprung lief zusammen mit der restlichen Patrouille die Grenzen ab, sie bildete die Nachhut, während Grauwind, ihr Vater, die Patrouille führte.
    Als sie auf einmal in einen Dorn trat, entfuhr ihr ein Zischen und sie blieb stehen. Wüstenherz, der vor ihr lief, blieb ebenfalls stehen und legte den Kopf schief.
    “Alles okay, Fischsprung?“
    “Ja, alles bestens“, erwiderte die Kätzin sofort. Sie war in Wüstenherz verliebt und immer froh, wenn er ihr Aufmerksamkeit schenkte. Doch für ihn waren sie nur Freunde - kein Wunder, wenn Fischsprung es sich nie traute ihm ihre Gefühle zu gestehen.
    “Sicher?“ Sein Blick flog zu ihrer Pfote, die sie gekrümmt hielt, damit sich der Dorn nicht noch weiter in ihren Ballen bohrte.
    “Es ist nur ein Dorn...“ Sie hob die Pfote und zeigte es ihm.
    “Wenn es nur das ist“, meinte Wüstenherz, beugte sich vor und packte den Dorn mit den Zähnen. Dann zog er ihn mit einem Ruck raus, weshalb Fischsprung kurz zusammenzuckte, ihn dann aber dankbar anblickte.
    “Vielen Dank, Wüstenherz.“
    “Kein Problem“, entgegnete er, “ Aber wir sollten uns jetzt beeilen, die anderen einzuholen. Die sind schon hinter der nächsten Düne.“ Der Kater deutete in die Richtung und nach Fischsprung's Nicken rannten die beiden nebeneinander in die Richtung.
    Als in Fischsprung's Ohr jedoch das schwache Scharren in Sand und das leise Jaulen und Bellen eines verzweifelten Fuchses drang, blieb sie abrupt stehen.
    Wüstenherz schien das nicht zu bemerken, denn er rannte einfach weiter. Fischsprung wollte schon wieder losrennen, als wieder ein leises Jaulen in ihr Ohr drang. Kurz sah sie zu Wüstenherz, der hinter der Düne verschwand, dann preschte sie Richtung Jaulen. Schon bald sah sie einen Fuchs, der unablässig Sand wegschaufelte, welcher allerdings immer wieder zurückfiel.
    Vorsichtig und kampfbereit ging sie auf ihn zu, doch als der Fuchs sie bemerkte, blickte er sie nur kurz mit verzweifelten Augen an, bevor erneut zu graben begann.
    Und dieser Anblick - ein Fuchs, der offensichtlich um alles in der Welt an etwas unter dem Sand kommen wollte, es aber einfach nicht alleine schaffte - brachte die Kätzin dazu, ihn genauer zu betrachten.
    Es war ein weiblicher Fuchs, der einen schwachen Milchgeruch verströmte.
    Welpen!, schoss es ihr durch den Kopf, Ihre Welpen wurden verschüttet!
    Ohne weiter darüber nachzudenken, begann nun auch Fischsprung zu graben und hörte auch nicht auf, als ein kleines rotes Fellbüschel aus dem Sand ragte. So schnell es ging, scharrten die zwei gemeinsam den restlichen Sand weg und jeder zog jeweils einen der zwei Welpen raus.
    Keuchend legte die Kätzin es vor dem Fuchs ab und blickte ihn an dann an.
    Das rotbraune Tier musterte sie prüfend, dann neigte es leicht den Kopf und putzte schnell die beiden Kleinen, die schwach die Augen geöffnet hatten und leise fiepten.
    Kurz beobachtete Fischsprung die drei noch, bevor sie sich umdrehte und nach der restlichen Patrouille suchte. Sie beschloss erstmal keinen Bericht über die Füchse zu erstatten, sonst würde die Mutter ihre Welpen vielleicht doch noch verlieren. Und schließlich hatten sie niemanden angegriffen, also gab es doch keinen Grund, es zu melden, oder?

    4
    Am nächsten Tag ging Fischsprung die Sache noch einmal alleine überprüfen und stellte erleichtert fest, dass die Füchse wohl das Territorium verlassen hatten.
    Wie beschloss noch ein wenig zu jagen und kam schließlich mit einer Maus und zwei Echsen zurück. Zufrieden ließ sie ihren Fang auf den Frischbeutehaufen fallen. Sie blickte sich um.
    Kaum jemand war im Lager, doch wer es war, schien betrübt und verzweifelt.
    “Es ist schrecklich“, hörte sie Adlerschwinge sagen und kurz darauf erwiderte seine Gefährtin Fichtenpelz: “Ja. Was sollen wir nur tun? Was passiert mit unseren Jungen?“
    “Ich weiß es nicht, Fichtenpelz...“
    Die beiden sahen zu ihren drei Jungen, die fröhlich miteinander spielten und im Sand herumkugelten.
    Schnell lief Fischsprung zu ihrer Mutter, Blütenherz.
    “Blütenherz? Was ist hier los?“
    Statt ihr eine Antwort zu geben, bedeutete sie ihrer Tochter, ihr zu folgen und führte zum Wasserloch der Oase, die hinter ihrem Lager lag. Und dort angekommen, schnappte Fischsprung entsetzt nach Luft.
    Alles Wasser war aus der Oase gewichen und es war nur ein trockenes staubiges Loch umringt von vertrockneten Palmen dageblieben.
    “Das... das kann doch nicht sein! Ich weiß, das Wasser war in letzter Zeit etwas knapp, aber dass es komplett weg ist?“
    “Die Hitze hat es verdunsten lassen. Es ist weg, meine Tochter.“
    “Und wovon wollen wir leben? Hier in der Nähe gibt es sonst kein Wasser! Wir werden verdursten!“
    “Deswegen berät Hummelstern sich auch gerade mit einigen Kriegern, während andere nach mehr Wasser suchen.
    “Und wenn sie nichts finden?“, fragte Fischsprung mit leiser Stimme. Ihre Mutter bedachte sie mit einem undefinierbaren Blick, in dem aber eindeutig Trauer und Verzweiflung lag.
    “Das wird Hummelstern dann entscheiden, Kleine.“
    Mit einem schwachen Nicken Fischsprung's tappten die zwei wieder ins Lager.

    Bei Sonnenuntergang berief Hummelstern schließlich eine Versammlung ein.
    “Ihr alle habt sicher mitbekommen, dass wir kein Trinkwasser mehr haben“, setzte Hummelstern an, “Die Patrouille hat leider auch kein Wasser in der Umgebung gefunden, also haben einige der älteren Krieger und ich und zusammengesetzt und sind zu einer Entscheidung gelangt. Wir werden gehen.“
    “Gehen?“, rief Funkenherz rein, die Junge von ihrem Gefährten erwartete, “Was meinst du mit 'gehen'?“
    “Wir werden unser Territorium verlassen müssen“, erklärte Hummelstern schweren Herzens und sah sie alle mit betrübten Blick an. “Und wir werden morgen früh aufbrechen. Esst heute noch etwas und dann geht am Besten direkt schlafen. Es wird ein langer Tag morgen.“
    Und damit beendete Hummelstern die Versammlung und schlüpfte augenblicklich in seinen Bau.
    Das Territorium verlassen?, dachte Fischsprung entsetzt. Wo sollten sie denn dann leben? Traurig schüttelte sie den Kopf, fraß eine Schlange zusammen mit ihrer Freundin Haselherz und legte sich dann schlafen. Was sollte aus dem Clan werden?

    5
    Ziemlich müde und hungrig tappte Fischsprung irgendwo am Ende der Katzen, während sie durch die schier endlose Wüste einen Weg zu Wasser suchten. Ihr Territorium hatten sie schon lange hinter sich gelassen.
    Nun war es Sonnenhoch und die Sonne schien noch heißer als sonst zu seine. Doch Hummelstern lief immer weiter, ohne auch nur ein Anzeichen von Erschöpfung, während sein Clan hechelte und sich kaum noch auf den Pfoten halten konnte.
    Honigpelz, der es wie allen anderen erging, schloss zu ihm auf und schien auf ihn einzureden, denn er schüttelte immer wieder den Kopf und erwiderte etwas. Schließlich fuhr er sie ziemlich laut an.
    “Nein! Honigpelz, geh zum Ende des Clans und gucke, dass dort alles gut ist!“
    Mit angelegten Ohren und eingezogenem Kopf ließ sie Zweite Anführerin zurückfallen und blieb ganz am Ende neben Fischsprung stehen. Schweigend liefen die zwei Kätzinnen nebeneinander her, bis Fischsprung das Schweigen brach.
    “Hast du ihn nach einer Pause gefragt?“
    Langsam nickte je Honigfarbene und sah sie an.
    “Er ist so stur. Er ist so sehr darauf versessen endlich Wasser zu finden, dass er nicht bemerkt, dass der Clan nicht mitkommt. Er führt uns alle noch in den Tod.“
    Verwirrt schüttelte Fischsprung den Kopf.
    “Aber als Anführer sollte er doch das Beste für seinen Clan machen und auch erkennen können, dass es das hier definitiv nicht ist!“
    “Schon aber... ehrlich gesagt Frage ich mich, wie er diesen Weg selbst schafft. Er ist... Er ist nicht mehr der jüngste und sein Urteilsvermögen ist nicht mehr dasselbe, wie früher. Er war immer ein weiser, mutiger Anführer. Weißt du, er war schon Anführer, als ich noch ein Junges war...“
    “Das ist lange...“, murmelte die schwarze Kätzin, als auf einmal ein Schrei ertönte.
    Sofort rannten die zwei vor und standen nun vor Funkenherz. Kastanienblatt und Felsenpfote standen vor ihr und beruhigten sie.
    Sie bekommt ihre Jungen!, dachte Fischsprung entsetzt.
    Die Geburt zog sich in die Länge, doch schließlich lag ein kleines Junge an dem Bauch der Königin. Doch anstatt sich darum zu kümmern, krümmte sie sich und schrie verzweifelt. Der Auslöser dafür war das andere kleine leblose Fellbündel, das von Kastanienblatt weggetragen wurde.
    “Nein!“, schluchzte sie, doch ihr Gefährte, Windhauch, war sofort bei ihr und beruhigte sie. Mit Erfolg. Sie entschieden sich für einen Namen für den kleinen Kater, der sich mit seinem grauem Tigerfell an sie kuschelte; Hauchjunges, nach seinem Vater benannt.

    6
    Die Katzen suchten sich nun endlich einen Platz zur Pause und fanden schließlich eine relativ große Höhle unter einem Felsen, die gerade so für alle Katzen reichte.
    Müde ließ sich Fischsprung sinken und legte den Kopf auf die Pfoten. Mit geschlossenen Augen dachte sie über den Clan nach. Plötzlich legte sich jemand neben sie und als sie die Augen wieder öffnete, erkannte sie Wüstenherz.
    “Hey“, murmelte sie und er erwiderte ihre halbherzige Begrüßung.
    “Das hier ist so chaotisch... ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie das funktionieren soll...“, meinte Wüstenherz schließlich und sah Fischsprung tief in die Augen.
    “Ja...“, seufzte sie irgendwann, “ Vermutlich hast du recht... aber ich will... ich kann den Clan nicht aufgeben!“
    Ein leises Schnurren kam von Wüstenherz.
    “Ja und das ist wirklich toll. Deshalb mag ich dich. Weil du immer so zuversichtlich bist und nie aufgibst.“
    Das Herz der jungen Kriegerin tat einen Sprung.
    Er... Er mag mich!, schoss es ihr durch den Kopf, doch sie versuchte ruhig zu bleiben und flüsterte nur ein “Danke“.
    Während sieden Kopf wieder auf ihre Pfoten sinken ließ, spürte sie weiterhin Wüstenherz' warmen Blick auf sich und sofort fühlte sie sich wohler. Er lag dicht bei ihr und sie konnte sein Fell an ihrem spüren. Und langsam wurde sie müde und ihre Augen fielen ihr zu. Schließlich schlief sie dann ein.

    Fischsprung wachte auf, als Wüstenherz sie sanft in die Seite stieß.
    “Was...?“ Verschlafen hob sie den Kopf. Der braun getigerte Kater deutete vor die Höhle. Dort war fast der ganze Clan versammelt.
    Sofort war Fischsprung auf den Beinen. “Was ist denn da los?“
    “Sie streiten darüber, ob wir sofort weitersollen oder vorher noch jagen sollen.“
    Mit einem Knurren gab der Magen der Kätzin die Antwort, wie sie darüber dachte. Kurz blickte Wüstenherz sie belustigt an, doch dann wurde er wieder ernst. Die Beiden gingen zu den Anderen und hörten aufmerksam zu.
    “Wir verlieren nur unnötig Zeit, wenn wir nicht weitergehen!“, fauchte Hummelstern.
    “Toll! Die Zeit nützt uns auch nichts, wenn alle Katzen zusammenbrechen!“, entgegnete Honigpelz gereizt.
    Kurz zuckte Fischsprung zusammen. Sie hatte ihre Freundin noch nie so sprechen gehört, erst recht nicht mit dem Anführer.
    Schnell drängte sie sich zwischen den Katzen hindurch zu ihr und legte ihr beruhigten Schweif um die Schultern. Dankbar blickte die Zweite Anführerin sie an, dann wandte sie sich, nun deutlich ruhiger, wieder an Hummelstern.
    “Ich sage dir jetzt mal was. Ich respektiere dich, aber ich werde dir nicht weiter folgen, wenn du jetzt losgehst. Werder Meinung ist, er müsse nichts essen, kann gerne mit. Wer nicht, bleibt und geht nach einer Jagd und Essen mit mir weiter.“
    Der Anführer funkelte sie kurz an, dann gab er ein Zeichen zum Aufbruch und stolzierte davon. Ihm folgenreich einige.
    Kastanienblatt, Lilienblüte, Frostwind, Samtsturm, Haselherz, Sandfeder und Blütenherz. Als sie das sah, stockte Fischsprung. Ihre Mutter ging mit? Und da! Da ging ja auch Grauwind. Kurz blickten ihre Eltern etwas traurig zu Fischsprung, Felsenpfote und Baumpfote, die sich mittlerweile zu ihrer großen Schwester gestellt hatten, dann liefen sie weiter hinter Hummelstern her.
    Honigpelz schnappte etwas betrübt mit dem Schweif.
    “Dann gehen wir jagen. Funkenherz und Fichtenpelz bleiben mit ihren Jungen hier. Ebenso Windhauch und Leopardensprung. Der Rest teilt sich in kleine Gruppen und geht jagen. Felsenpfote, du schließt dich einer Gruppe an und guckst ob du vielleicht ein paar Kräuter findest.“
    Honigpelz lief mit Adlerschwinge und Fleckenkralle los. Sie nahmen noch Federpfote und Baumpfote mit.
    Wüstenherz ging sofort zu Fischsprung und berührte sie leicht mit der Schnauze am Ohr.
    “Lass uns jagen gehen.“
    Sie nickte und sah zu ihrem kleinen Bruder.
    “Willst du mit uns mit?“ Sofort nickte er. Teichpfote kam auch noch dazu, dann ging die kleine Gruppe los.

    7
    Gruppe A

    Anführer: Hummelstern
    Heiler: Kastanienblatt

    Krieger:
    Lilienblüte
    Frostwind
    Haselherz
    Blütenherz
    Samtsturm
    Grauwind
    Sandfeder



    Gruppe B

    Anführer: Honigstern)
    Zweiter Anführer: Adlerschwinge
    Heiler: Felsenwüste

    Krieger:
    Fleckenkralle
    Windhauch
    Wüstenherz
    Leopardensprung
    Fischsprung
    Baumschweif


    Schüler:
    Federpfote
    Teichpfote


    Königinnen:
    Funkenherz
    Fichtenpelz


    Älteste:
    Wiesenkralle

    Junge
    Amseljunges
    Finkenjunges
    Sturmjunges
    Hauchjunges

    8
    Ungefähr um Sonnenhoch trafen sie sich alle wieder. Fischsprung, Wüstenherz und Teichpfote hatten leider nur alle zusammen eine abgemagerte Maus und eine winzige Echse gefangen. Währenddessen hatte Felsenpfote halbvertrocknete Kräuter gesammelt, die nicht wirklich so aussahen, als würden sie noch bei irgendetwas helfen.
    Auch bei den anderen war die Beute eher schlecht ausgefallen. Also teilten Wüstenherz und Fischsprung sich die Maus und die Schüler aßen alle zusammen eine Schlange, die eigentlich nur für höchstens zwei gereicht hätte. Honigpelz aß am wenigsten. Sie nahm einen Bissen von der kleinen Echse und überließ den Rest Fleckenkralle. Windhauch, Leopardensprung und Adlerschwinge aßen zusammen eineinhalb, im Verhältnis zum Rest, relativ große Echsen. Die zweite Hälfte der größeren bekamen die Jungen von Fichtenpelz, während die zwei Königinnen und die älteste Wiesenkralle eine Maus und eine Schlange bekamen. Außerdem brachte Felsenpfote Funkenherz etwas halbvertrockneten Boretsch. Der regt wohl den Milchfluss an.
    Schließlich gab Honigpelz bekannt, dass sie weiterziehen würden.
    “Warte mal“, hielt Wiesenkralle sie jedoch auf und dehnte kurz ihre Beine. “Ich finde, da du ja nun wohl unsere Anführerin bist, solltest du auch den richtigen Namen annehmen.“
    “Meinst du?“ Unsicher sah sie die weise Älteste an. “Aber was ist mit dem SternenClan.“
    “Der wird schon einverstanden sein. Unsere Ahnen wären mäusehirnig wenn nicht.“
    Dankend nickte Honigpelz und Wiesenkralle begann zu reden.
    “Honigpelz. Obwohl Hummelstern dein Mentor war und du immer zu ihm aufgeblickt hast, hast du dich getraut ihm zu widersprechen. Zum Wohl des Clans. Und dafür sind wir dir alle dankbar. Nun ist Hummelstern nicht mehr da und jemand muss seinen Platz einnehmen. Honigpelz, von nun an sollst du Honigstern heißen! Führe diesen Clan gut!“
    “Honigstern! Honigstern!“ Alle Katzen riefen laut ihren neuen Namen.
    “Dann - als neue Anführerin des Clans - möchte ich gerne eine Ernennung machen. Oder besser gesagt zwei.“
    Die Katzen sahen unter sich hin und Herz, während Honigstern auf den Felsen sprang, unter dem sie geschlafen hatten.
    “Baumpfote, Felsenpfote. Bitte kommt weiter vor.“ Überrascht traten Fischsprung's Geschwister vor. “Baumpfote, ich denke, du bist bereit, Kriegerin zu werden. Also, versprichst du das Gesetz der Krieger zu achten und deinen Clan zu schützen, selbst wenn es dein Leben kostet?“
    “Ich verspreche es“, sagte Baumpfote aufgeregt.
    “Dann gebe ich dir mit der Kraft des SternenClans deinen Kriegernamen! Baumpfote, von nun an sollst du Baumschweif heißen! Wir ehren deine Loyalität und deine Geschicklichkeit!
    Und nun du, Felsenpfote. Wir haben leider keinen vollwertigen Heiler mehr. Aber ich bin mir sicher, dass du dazu bereit bist. Kastanienblatt hat dir mit Sicherheit viel beigebracht. Also. Felsenpfote, versprichst du das Gesetz der Heiler zu achten und allen Katzen zu helfen, selbst wenn sie nicht zum Clan gehören?“
    “Ich verspreche es.“
    “Dann werde ich dir nun deinen Namen geben. Felsenpfote, von nun an sollst du Felsenwüste heißen! In Erinnerung an unsere alte Heimat. Nun denn, wir ehren deine Klugheit und deine Hilfsbereitschaft!“
    “Baumschweif! Felsenwüste! Baumschweif! Felsenwüste!“
    Die Beiden sahen stolz zu den restlichen Clan und als Honigstern ihnen mit einer Schwanzgeste das Zeichen gab zu gehen, trabten sie zu ihrer Schwester. Schnurrend begrüßte diese sie.
    “Herzlichen Glückwunsch, ihr zwei! Ich bin stolz auf euch!“
    “Danke!“, hauchte Baumschweif und Felsenwüste fügte hinzu: “Wenn nur Mama und Papa da wären...“
    Tröstend leckte Fischsprung ihnen über den Kopf. “Sie kennen Hummelstern schon sehr lange und respektieren ihn sehr. Deshalb sind sie mit ihm mitgegangen. Sie sind gute Freunde. Aber ich bin mir sicher, könnten sie euch jetzt sehen, wären sie sehr stolz auf euch und wären liebend gerne bei euch.“
    Dankbar sahen die beiden sie an, als Honigstern erneut die Stimme erhob.
    “Nun. Ich brauche auch einen Zweiten Anführer. Ich habe den ganzen Tag darüber nachgedacht, auch während der Jagd. Und jetzt habe ich mich entschieden.“
    Fischsprung bemerkte die Unsicherheit der noch sehr jungen Anführerin.
    “Adlerschwinge, ich möchte, dass du diesen Posten bekommst. Du bist mutig, klug und warst dem Clan immer treu. Ich bin mir sicher, du wirst das gut machen.“
    Äußerst überrascht trat der Kater vor. “Vielen Dank. Ich werde mein Bestes geben.“
    Gute Wahl, dachte Fischsprung zufrieden.
    “Adlerschwinge! Adlerschwinge!“

    9
    Es war bereits ein Tag vergangen, als die Katzen zu einem Wald kamen. Erfreut sahen sie sich und rannten voller Durst los. Schnell erreichten sie einen kleinen Bach. Jeder begann zu trinken, ebenso Fischsprung.
    Als der Durst aller gestillt war, erhob Honigstern das Wort.
    “Endlich haben wir eine Wasserquelle gefunden! Wir werden jetzt einen Platz zum Schlafen suchen und morgen früh folgen wir dem Bach flussaufwärts. Vielleicht finden wir ja eine neue Wüste, an dem der Bach vorbeiführt!“
    Einige Katzen gaben fröhlich ihre Zustimmung, doch Fischsprung gefiel dies nicht ganz.
    “Honigstern“, begann sie zögerlich und trat ein Stück weiter nach vorne, “Entschuldige, aber ich frage mich, wieso wir noch weiterziehen. Wir haben doch jetzt einen wunderschönen Ort gefunden, an dem es offensichtlich reichlich Wasser und Beute gibt. Wieso bleiben wir nicht hier?“
    “Weil wir hier nicht jagen können, Fischsprung. Wir leben in der Wüste und jagen auch dort. Wald sind wir nicht gewohnt. Hier ist nicht unsere Heimat und wird es auch nicht sein.“
    “Mag ja sein, dass wir Wald nicht gewohnt sind, aber wir können lernen hier zu jagen. Natürlich wird das dauern. Aber es ist allemal besser als ewig weiterzuziehen und am Ende wahrscheinlich doch nichts zu finden. Ich dachte, du wolltest es vermeiden, die Katzen unnötig zu überanstrengen.“
    “Ja, wollte ich. Aber es ist nicht unnötig“, erklärte sie mit scharfer Stimme, “Ich will den Katzen die Heimat geben, die sie verdient haben. Eine Wüste. Mit der Beute, die sie kennen. Und keine Waldvögel oder sonstige Wildtiere.“
    “Aber wenn wir doch keine Wüste mehr...“
    “Stopp!“, wurde sie jedoch direkt wieder von einer recht wütenden Honigstern gebremst. “Kein Wort mehr! Entweder du folgst uns oder du bleibst hier! Verstanden?“
    Stumm blickte Fischsprung sie an.
    “Los, StachelClan. Wir suchen einen Schlafplatz.“
    Alle Katzen folgten Honigstern, nur Fischsprung stand noch auf der Lichtung, Wüstenherz direkt neben ihr. Er legte ihr die Schnauze auf den Kopf.
    “Willst du hier bleiben? Im Wald“, fragte leise und unsicher nickte sie.
    “Aber was bringt das ohne Clan?“
    “Das ist ganz egal“, erwiderte der Kater sofort, “Wir brauchen keinen Clan. Wir kommen schon so zurecht.“
    “Bist du dir sicher?“ Fischsprung hob den Blick und sah ihn zweifelnd an.
    “Ganz sicher.“ Sanft blickte er sie an und schmiegte sich an sie. “Wir sollten aber schlafen gehen.“
    Nickend stimmte sie zu und die beiden suchten sich einen kleinen Bau. Schnell fanden sie ihn und dicht an Wüstenherz geschmiegt sank sie in einen leichten Schlaf.

    10
    “Hey!“
    Fischsprung wachte von einem schmerzhaften Tritt in den Bauch auf. Sie riss den Kopf hoch und auch Wüstenherz hob den Kopf. Vor ihnen stand ein sandfarbener Kater mit blitzenden bernsteinfarbenen Augen.
    “Wer seid ihr? Und was machen ihr hier?“ Feindselig sah er sie an.
    “Ich bin Wüstenherz und das ist meine Gefährtin, Fischsprung.“
    Das Herz der Kätzin tat einen riesigen Sprung, als er das sagte.
    Ich bin seine Gefährtin? Sie tat sich äußerst schwer ein Schnurren zu unterdrücken.
    “Aha. Das sind seltsame Namen. Trotzdem habt ihr meine zweite Frage nicht beantwortet.“ Aus zusammengekniffenen Augen musterte der Fremde die Beiden.
    “Das sagen wir dir nur, wenn du uns auch deinen Namen verrätst“, meinte Fischsprung und setzte sich auf.“
    Seufzend schüttelte der Kater den Kopf. “Nun gut. Mein Name ist Vogel. Ich wohne hier in diesem Wald. Also?“
    “Wir sind hier mit unserem Clan - eine Katzengruppe - vorbeigekommen. Aber während unsere Anführerin unbedingt weiter wollte, hielten wir es für besser hier zu bleiben. Wo es Essen und Wasser gibt. Weißt du, unser altes Territorium mussten wir verlassen, weil die einzige Wasserquelle ausgetrocknet ist.“
    Nachdenklich nickte Vogel. “Na ja... Ich denke, ihr könnt eine Weile bleiben. Und im übrigen weiß ich, was ein Clan ist. Meine Großeltern stammten aus einem.“
    “Wirklich?“ Begeistert sah Fischsprung Vogel an, welcher nickte.
    “Ja. Sie hießen Dornenschweif und Rosenblatt.“
    “Sollen wir jagen gehen?“, fragte Wüstenherz und nickend gab Fischsprung ihre Zustimmung. Also machten sie sich auf die Jagd.

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1469546263
Wild Cats - Coming Darkness
Wild Cats - Coming Darkness
Fischsprung ist eine ganz normale Kriegerin des StachelClans, einem Clan, der in einer Oase mitten in der Wüste lebt. Sie fressen ungiftige Schlangen, Echsen, die wenigen Mäuse und was sie sonst noch essbares finden. Doch es gibt auch Feinde. Unter and...
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2016-07-26
406A
Warrior Cats

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Donnerzahn ( 25222 )
Abgeschickt vor 237 Tagen
Danke Rotpelz! :D ich schreibe jetzt gleich weiter ;)
Rotpelz ( 06055 )
Abgeschickt vor 238 Tagen
Echt cool bisher!! Bitte schreib weiter!!!