Das Schicksal Des SichelClans

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3 Kapitel - 1.590 Wörter - Erstellt von: Donnerzahn - Aktualisiert am: 2016-08-02 - Entwickelt am: - 282 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Vor vielen, vielen Blattwechseln gab es einst einen Clan. Den SichelClan. Er lebte tief verborgen in einer ansonsten unentdeckten Höhle und jagte in dem umliegenden Wald. Doch eines Tages fanden die Zweibeiner die Höhle und machten sie zu einer Attraktion. Der Clan teilte sich und die meisten wurden Hauskätzchen, einige andere Einzelläufer, während einige wenige blieben und im Kampf um ihr Zuhause ihr Leben ließen.
Doch eine einzige dieser Kämpfer überlebte es schwer verletzt. Kurz darauf zog sie mit ihrem neuen Gefährten wunderbare Junge auf. Diese wiederum bekam auch Junge und nach einigen Generationen erblickte ER das Licht. Er, der Retter des SichelClans. Er war dafür vorherbestimmt den Clan wieder aufzubauen. Nun ist es an ihm die Mitglieder zu finden.

    1
    Die Hierarchie des ehemaligen SichelClans

    Anführer: Flammenstern- flammenfarbene Kätzin mit grünen Augen
    Zweiter Anführer: Blumenherz- schildpattfarbene Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen
    Heiler: Sonnenwolke- flammenfarbener Kater mit weißem Bauch und blinden, grünen Augen

    Krieger:
    Schwanenflug- schwarz-weißer Kater mit gelben Augen
    Himmelspelz- weiße Kätzin mit schwarzen Sprenkeln und gelben Augen; Mentorin von Flugpfote
    Flechtenschweif- in allen Farben gescheckte Kätzin mit bernsteinfarbenen Augen; Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großmutter von Jacky
    Kratzzahn- in allen Farben gescheckte Kätzin mit struppigen, kratzigen Pelz und gelben Augen; Mentorin von Sichelpfote
    Felsauge- graubrauner Kater mit gelben Augen
    Hasenhüpfer- brauner Kater mit graubraunen Flecken und gelben Augen
    Silberfell- silbern getigerte Kätzin mit blauen Augen

    Schüler:
    Flugpfote- silbern getigerter Kater
    Sichelpfote- silberne Kätzin mit schwarzen und weißen Flecken

    Königinnen:
    /

    Älteste:
    Blütenblick- hübsche, aber sehr alte schwarze Kätzin mit gelbgrünen Augen

    2
    Keuchend stolperte Flechtenschweif durch das Unterholz ihres früheren Territoriums. Nun hörte sie überall um sich herum das Schreien und Bellen der Zweibeiner und ihre lauten, brummenden und brüllenden Monster, die den gesamten Wald zerstörten.
    Trauer stieg in Flechtenschweif hoch. Sie hatte bis eben noch mit Flammenstern, Himmelspelz, Schwanenflug, Kratzzahn und den zwei Schülern Flugpfote und Sichelpfote um ihren Clan gekämpft. Doch nun hatte nur sie von diesen Katzen überlebt. Während der restliche Clan teilweise schon vor Tagen oder eben erst geflohen waren, waren nun alle anderen außer Flechtenschweif einen ehrenvollen Tod gestorben.
    Weit weg von ihrem Territorium war ein winziger Zweibeinerort. Sie rannte einfach über den Donnerweg, kletterte über einen Zaun in einen Garten und ließ sich erschöpft hinter einen Busch sinken. Ihr ganzer Körper schmerzte und der lange Riss an ihrer Flanke brannte, doch ihre Gedanken galten allein ihrem alten Clan - besonders ihrer Schwester, Kratzzahn.

    Nach einigen Stunden unruhigen Schlafs wachte Flechtenschweif auf. Doch als sie sich umblickte, war verwirrt. Sie lag nicht mehr hinter dem Busch, sondern auf einem seltsamen, äußerst weichen Nest oder Stein oder was das war. Und als ihr Blick auf ihre Flanke fiel, stellte sie fest, dass dort etwas Spinnenwebenähnliches drum herum gewickelt war.
    “Wo...“, setzte sie leise an, wurde allerdings direkt wieder unterbrochen.
    “Du bist bei mir Zuhause.“ Ein rotgoldener Kater sprang neben ihr hoch und blickte sie freundlich an. “Mein Name ist Mark und das hier ist das Nest meiner Hausleute.“
    Zweibeiner!“, spuckte die Kätzin es förmlich aus.
    “Ja“, erwiderte Mark gelassen, “Es ist hier eigentlich ganz gut. Nun ja... eigentlich bin ich fast nie hier. Meistens bin ich den ganzen Tag und manchmal auch die Nacht über weg.“
    “Und das finden die in Ordnung?“
    “Ja. Solange ich wieder komme. Sonst machen Sue sich Sorgen. Dürfte ich jetzt deinen Namen erfahren.“
    “Ähm... klar. Ich heiße Flechtenschweif.“
    “Was für ein seltsamer Name...“
    “Ich komme aus einem Clan. Das erklär ich dir vielleicht später.“
    Einverstanden nickte Mark und deutete dann zu den Zweibeinern, die gerade näher kamen.
    “Dich wollen sie hier auch aufnehmen. Wahrscheinlich bekommst du noch einen anderen Namen.“
    “Aber ich habe doch...“ Und plötzlich stoppte Flechtenschweif. Was hatte sie da überhaupt sagen wollen? Familie? Freunde? Einen Clan? Denn all das war weg. Sie hatte niemanden mehr. Und was konnte es schaden? Sie bekam Essen, falls sie mal nichts gefangen hatte und laut Mark konnten sie ja ziemlich lange wegbleiben. Vielleicht war es gar nicht so schlecht.
    Also nickte sie nur stumm und ließ sich schließlich widerwillig streicheln. Offensichtlich freute das die Zweibeinerjungen, denn sie ließen nicht mehr von ihr ab.
    Irgendwann schnurrte Mark neben ihr erfreut.
    “Siehste? Hab doch gesagt, du bekommst einen neuen Namen!“
    “Ach ja? Wie ist er denn?“
    “Fleck.“
    “Fleck...?“, murmelte Flechtenschweif und beschloss schließlich, dass es wohl ein ganz guter Name war. Schließlich hätten sie sie auch irgendwie anders kenne können. Vielleicht für Clankatzen etwas beleidigendes. So war sie einverstanden und versuchte sich an die Zweibeiner zu gewöhnen.


    Mark und Flechtenschweif - die ihren Namen unter den Katzen noch behielt, aber bei Zweibeinern Fleck hieß - wurden schon recht bald glückliche Gefährten und bekamen einen Wurf Junge, die zu ihrem Bedauern verkauft wurden.
    Irgendwann wurde einer ihrer Nachfahren geboren, der ein großes Schicksal vor sich hatte - Jacky. Er lebt als Einzelläufer und zieht immer umher. Doch das sollte sich bald ändern.

    3
    Jacky preschte den Donnerweg entlang hinter dem riesigen Monster her.
    “Stopp!“, schrie er aus voller Kehle, doch das Monster hielt nicht an und schließlich brach der Kater keuchend zusammen. Traurig sah er dem Monster hinterher, in dem sein bester Freund, Quiro, gefangen war. Im Grunde wusste er, dass er nicht mehr lebte. Er hatte den Schuss aus dem Todesstock gehört, gesehen wie Quiro zurückgeschleudert wurde und Blut aus seiner Brust lief, wie seine glasigen Augen ins Leere starrten. Doch trotzdem schmerzte es dadurch nur umso mehr.
    Langsam stolperte er weg vom Donnerweg und tappte zu einem anderen Monster. Er hatte gelernt, dass ihr Schlag oft so tief war, dass sie einfach nicht wachzukriegen waren. Also stieß er es mit einer Pfote an und als es nichts tat, sprang er hoch.
    Das ging eigentlich nur bei einer bestimmten Art von Monstern gut. Die, mit dem unnatürlich langen und flachen Rücken, der von seltsam harten abstehenden Fell oder Knochen - er war sich nicht ganz sicher, was das war - umrandet war.
    Er sah ein weiches Fell am Ende des Rückens liegen und schob sich darunter. Müde schloss er die Augen und dachte an Quiro, bis er in einen unruhigen Schlaf sank.

    Von starkem Rütteln wachte Jacky wieder auf. Verwirrt kroch er unter dem Fell hervor und sofort war sein Fell von dem schützenden Regen klatschnass. Um ihn herum war alles auf dem Monsterrücken aufgestapelt, während eben dieses Monster einen Donnerweg entlangrannte.
    Vorsichtig kletterte der Kater auf eine der “Abgrenzungen“ und blickte sich um. Weit und breit kein Zweibeinerort, dafür ein wunderschöner Wald. Der Donnerweg hier war nur ein ziemlich kleiner unebener Weg und dürfte bestimmt nicht stören. Besonders, da Jacky sowieso nie lange irgendwo blieb.
    Also wartete er noch kurz und stieß sich dann ab. Mehr oder weniger angenehm kam er auf dem Boden auf und schüttelte sich. Dann hob er den Kopf in die Luft. Es doch angenehm nach Wald und viel Beute. Er hörte in der Ferne irgendwo im Wald einen Fluss leise Rauschen und die Vögel zwitscherten fröhlich. Der Wald erstreckte sich vor seinen Augen in einem herrlichen Grün und unter seinen Pfoten kitzelte ihn das Gras.
    Fröhlich preschte er in den Wald hinein und hielt auf irgendeiner Lichtung an. Er prüfte die Luft.
    Kaninchen!, machte er den Geruch in Gedanken fest und schlich sich dann an. Es war ganz nah und er musste nur einen Satz und schon hatte er das Tier, das ihn viel zu spät bemerkt hatte.
    Zufrieden begann er an dem Kaninchen zu nagen. Für einen Moment musste er an Quiro denken, doch dann schüttelte er den Gedanken ab und fraß weiter. Er hatte schon viele verloren; seine Eltern, seine zwei Schwestern und seinen Onkel, bei dem er gelebt hatte.
    Er hatte gelernt damit umzugehen und nicht in Trauer zu versinken. Das Leben ging weiter. Natürlich durfte man Trauern, doch man durfte nicht aufhören zu leben. Dass hätten diejenigen, die man verloren hatte, nicht gewollt.

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