Silberpfeil 4

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5 Kapitel - 823 Wörter - Erstellt von: Lilian - Aktualisiert am: 2016-08-02 - Entwickelt am: - 280 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Das ist also Kapitel 4.
Wenn ihr wollt, dass ich weiterschreibe, dann schreibt das bitte in die Kommentare. Ich denke, inzwischen habt ihr einen Eindruck von meinem Schreibstil bekommen.

    1
    Die Luft neben mir schimmerte. Ich rechnete mit dem Schlimmsten, aber es war Artemis, die plötzlich einfach so auftauchte. Sie hatte die Arme verschränkt und sah ziemlich wütend aus.
    "Herrin", sagte Thalia überrascht. "Ist die Versammlung schon vorbei?"
    "Zeus musste sie vorzeitig beenden, ehe sich Ares und Hephaistos gegenseitig in den Tartarus befördert hätten", meinte Artemis düster. "Meine Familie ist einfach nur furchtbar streitsüchtig und inkompetent." Sie stieß die Luft aus. "Aber deshalb bin ich nicht hier. Erst müssen wir noch ... ein paar Dinge klären ..." Sie sah mich stirnrunzelnd an, als ob ich etwas überaus Unhöfliches getan hätte. "... wo wir einmal beim Thema 'Familie' sind."

    2
    Wir schlugen unser Lager wieder am Waldrand in der Nähe eines Feldes auf. Am Horizont erkannte ich eine kleine Stadt.
    Die anderen sahen mich immer wieder seltsam an und ich fühlte mich nicht wohl in meiner Haut. Die Sache war die: Normalerweise wäre es kein Problem gewesen, das Apollo mich anerkannt hatte, aber wer sich den Jägerinnen anschließt, der wird eigentlich nicht mehr anerkannt. Es spielt keine Rolle mehr, wer unsere Eltern sind.
    Es gab bei uns noch eine andere Tochter des Apollo, Mallory Thompson, meine neue Halbschwester. Ich kannte sie nicht besonders gut, sie hielt sich meistens im Hintergrund und trat eher zurückhaltend auf. Sie war mir nur einmal aufgefallen, als sie eine verletzte Jägerin bloß mit ihrem Gesang geheilt hatte.
    Als wir unsere Zelte aufbauten, lächelte Mallory mir einmal kurz schüchtern zu, dann sah sie wieder weg.

    3
    Ich wollte gerade in mein Zelt kriechen, als mir jemand von hinten auf die Schulter tippte. Als ich mich umsah, stand Thalia hinter mir.
    "Artemis möchte dich sprechen", sagte sie und nickte mir aufmunternd zu.
    Wir sprachen nicht viel miteinander, aber ich hatte das Gefühl, dass sie mich gut verstand. Thalia war mit zehn von Zuhause weggelaufen und hatte genau wie ich anfangs allein auf der Straße überleben müssen.
    Ich nickte ebenfalls und stand auf.

    4
    Artemis stand am Rand unseres Lagers. Ich hörte sie schon von weitem, sie schien sich mit jemandem zu streiten.
    Als ich näher kam, sah ich vor ihr eine verschwommene Erscheinung, wie eine Fata Morgana. Ich hatte so etwas noch nicht oft gesehen, erkannte aber sofort, um was es sich handelte. Eine Iris-Nachricht.
    Artemis sah jetzt nicht mehr aus wie ein zwölfjähriges Mädchen, sondern wie eine junge Frau.
    Sie wirkte ziemlich genervt, aber als sie mich erblickte, wurde ihre Miene weicher.
    "Komm her, Sarah."
    Zögernd trat ich näher.
    Vor ihr im Nebel stand ein vielleicht zwanzigjähriger Typ mit sandfarbenen Haaren, perfekten weißen Zähnen und einem unbeschwerten Lächeln.
    Er grinste, als er mich sah.
    "Hallo, Sarah. Schön, dich auch mal zu sehen." Er richtete seinen Blick auf etwas hinter mir. "Hi, Mallory."
    Ich hatte meine Schwester gar nicht bemerkt, aber Mallory war ja schon immer unscheinbar gewesen.
    Ihre weißblonden Haare trug sie offen, sie fielen ihr in leichten Wellen über die Schultern.
    "Hallo, Vater", sagte sie leise. Sie nickte mir kurz zu und huschte dann davon.

    5
    Apollo wandte sich wieder seiner Zwillingsschwester zu.
    "Es freut mich ja wirklich, dass du dich auch mal meldest, Schwesterherz. Kommt ja selten genug vor."
    "Apollo", mahnte Artemis, "ich habe dir schon tausende Male gesagt, meine Jägerinnen werden nicht anerkannt. Kümmere dich um die Sonne und deinen Kram und misch dich nicht in meine Angelegenheiten ein."
    Apollo winkte ab. "Ja ja, hatte ich vergessen. Aber erzähl doch mal, wie geht es dir? Was macht die Jagd? Hast du neulich diese Talkshow auf Hephaistos-TV gesehen? Also, ich muss ja sagen, diese Sache mit Ares, wirklich unfassbar ..."
    Artemis schnaubte genervt.
    "Ich glaube, es ist besser, du unterhältst dich allein mit deinem Vater", sagte sie zu mir.
    Dann verschwand sie in Richtung der Zelte und murmelte etwas über einen riesigen feurigen Gasball.

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