Lily Allenson - Untrennbar (Kapitel 18)

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1 Kapitel - 1.437 Wörter - Erstellt von: Adhara - Aktualisiert am: 2016-07-22 - Entwickelt am: - 413 mal aufgerufen- Die Geschichte ist fertiggestellt

Weiter geht es mit Hermes.

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    Am liebsten wäre ich nach Texas gelaufen. Wenn ich Probleme hatte, wenn mich etwas belastete, wenn mich etwas innerlich zerriss; dann lief ich bis ic
    Am liebsten wäre ich nach Texas gelaufen. Wenn ich Probleme hatte, wenn mich etwas belastete, wenn mich etwas innerlich zerriss; dann lief ich bis ich nicht mehr konnte.
    Bis ich das Problem lösen konnte oder meine Füße zu sehr schmerzten. Aber ich konnte nicht laufen. Dieser Luxus war mir nicht gestattet, denn ich konnte nicht mehr auf meine Götterkräfte zugreifen. Es würde viel zu lange dauern, bis ich die Strecke zurückgelegt hätte. Ich stand zwar nicht unter Zeitdruck, aber eine wochenlange Wanderung konnte ich mir dennoch nicht leisten. Also nutzte Hades wiedermal seine Schattenreise-Fähigkeiten und schickte mich mithilfe seines Raben in die Wüste.
    »Jemand braucht deine Hilfe. « war sein einziger Hinweis gewesen und ich musste ehrlich sagen, dass ich das für etwas unpräzise hielt. Als ich dann auch noch mitten im Nirgendwo rauskam, hatte ich das Gefühl, als wollte mir mein Onkel einen Streich spielen.
    Wenigstens darf ich jetzt laufen…, dachte ich. Eigentlich hätte mich der Gedanke aufmuntern sollen.
    Jetzt heul hier nicht so rum!, würde Lily jetzt wahrscheinlich zu mir sagen. Wir wissen doch beide, dass du so etwas nicht nötig hast.
    Ich lächelte, während ich an die kleine Gestalt mit hochgezogenen Augenbrauen dachte. Und irgendwie wurde mein Schritt etwas leichter.
    Nach einer Weile erreichte ich endlich etwas, was wie ein Gebäude aussah. Genauer gesagt eine Farm. Doch so seltsam war diese Farm gar nicht. Viel seltsamer waren all die Tiere, die um die Farm herum grasten. Da waren kirschrote Kühe und eines der Pferde sah tatsächlich so aus, als ob es gerade einen Knochen ausgerülpst hätte.
    Als ich näher kam und die Pferde die Zähne fletschten, war ich mir sogar komplett sicher, denn die Tiere hatten nicht die abgestumpften Zähne eines harmlosen Pflanzenfressers. Nein, sie hatten spitze Reißzähne. Perfekt dazu geeignet, anderen Lebewesen das Fleisch von den Knochen zu ziehen.
    Zu meiner eigenen Sicherheit trat ich ein paar Schritte zurück.
    »Äh Boss, was sind denn das für Viecher? «, wisperte George mir ins Ohr.
    Plötzlich wurde das Gewieher in der Weide um ein Vielfaches lauter. Als ich zur Herde blickte, fiel mir auf, dass eine riesige Panik bei den Pferden ausgebrochen war. Sie stürmten alle soweit wie möglich von mir weg.
    Bei einigen Pferden konnte man in den Augen nur noch das Weiße sehen, da sich ihre Iriden soweite nach hinten drehten. Warum in aller Welt fürchteten sich die Pferde vor mir? Nicht vor mir, wurde mir klar.
    »Sie haben Angst vor euch. « stellte ich verwirrt fest. »Die fleischfressenden Pferde haben tatsächlich Angst vor euch! «
    »Und ich dachte immer, es wäre nur ein Märchen, dass Pferde sich vor Schlangen fürchten.« Wenn Schlangen Muskeln in ihren Gesichtern hätten, würde Martha jetzt sicher die Stirn runzeln.
    »Ha!« rief George jetzt. Er schlängelte sich meinen Hals hinauf, bis er sich schließlich auf meinem Kopf positionierte. Dort stellte sich bedrohlich auf.
    »Ja! Weicht nur zurück, ihr niederen Wesen! Erzittert vor meiner Macht! Kniet nieder, vor dem allmächtigen George! «
    »George! «, zischte Martha. »Bei allen Göttern! Wirst du wohl die Klappe halten! «
    »Hey!«, hörte ich plötzlich Gebrüll. Es schien von der Farm zu kommen. Ich drehte mich herum. George thronte noch immer auf meinem Kopf, wie eine riesige Schlangenkrone. Ich sah einen muskulösen, bärtigen Kerl auf uns zu rennen. Er sah ziemlich wütend aus und schwang eine riesige Keule.
    »Hey, hey, hey!« Sein langer Bart schwankte, als er sich uns näherte. »Ihr verschreckt die Pferde, zum Hades! «
    »Ich habe es dir doch gesagt. «, Martha seufzte resigniert. »Jetzt hast du unseren Arbeitgeber verärgert. «
    »Tue mir einen Gefallen und verschwinde von da oben.«, sagte ich zu George trocken. »Nicht das dieser Typ versehentlich mir eine reinsemmelt, obwohl er dich zurechtweisen wollte. «
    »Aber du wirst doch auf mich aufpassen, oder Boss? Dass er mich nicht zurechtweisen will und so was? « George sah mir von oben bittend in die Augen.
    »Wow, ich wusste gar nicht, dass Schlangen auch den Hundeblick können. « Ich lächelte amüsiert. »Jetzt komm schon runter, George. «, versuchte ich ihn zu beruhigen. »Ich werde versuchen mit Grantelbart zu verhandeln. «
    »Vielen Dank! « Schneller als ich es ihm zugetraut hätte, schlängelte sich an mir herab und verschwand in meinem Shirt. Leute, die nicht so viel mit diesen beiden Schlagen zu tun hatten wie ich, würden sich wahrscheinlich vor Lachen kringeln, weil es immer ziemlich kitzelte, wenn die Schlangen an einen herabglitten. Ich dagegen spürte nur noch kühles Schaudern.
    »Guten Tag auch! «, sagte ich mit meinen strahlendsten Lächeln zu Grantelbart, als er mir schließlich gegenüberstand.
    Ich streckte ihm meine Hand entgegen und er haute mir keine drüber. Das verbuchte ich schon mal als Punkt. Stattdessen schüttelte er etwas verwirrt meine Hand. »Wir sind ihre angeforderte Hilfe! «
    »Sind sie einer dieser Zeugen Jehovas? «, fragte der Riese misstrauisch.
    Mein Lächeln schmolz dahin. Mit einem künstlichen Lächeln kam man bei diesen Typen anscheinend nicht weiter.
    »Hades hat mich hierher geschickt. Er war der Meinung, jemand braucht meine Hilfe. «, sagte ich einfach nur ernst.
    »Achso, na wenn das so ist: Ja, ich bräuchte ihre Hilfe. « Er räusperte sich. »Ich dachte nur gerade, sie wären aus einer Psychiatrie entlaufen. Erst diese Schlangenkrone und dann das verstörende Lächeln. Naja, egal was ich eigentlich sagen will: Mein Hund ist mir entlaufen und ich bräuchte jemanden, der ihn für mich wiederfindet. «
    »Ihr Hund ist entlaufen? « Ich sah ihn verwundert an.
    »Ja und ich kann im Moment nicht von der Farm weg. Ich bin im Moment der Einzige der auf die Tiere aufpassen kann. «
    »Wartet mal, ihr Name ist Eurytion, nicht wahr? «
    Natürlich hatten sich die Gerüchte um den Riesen Eurytion auf dem Olymp herumgesprochen. So etwas machte immer schnell die Runde. Er war viele Jahrtausende der unsterbliche Diener von Geryon. Doch vor einem Jahr tötete Lilys Bruder Percy den Farmer. Dabei wurde auch aufgedeckt, dass Geryon die Tiere jahrelang schlecht behandelt hatte und sie bei der erstbesten Gelegenheit an den Feind verscherbelte. Dieses ganze Vorgehen war lange Zeit vor den Göttern geheim gehalten. Erst nach Geryons Tod kam die Wahrheit ans Licht. Ich erinnerte mich noch genau, dass Apollo außer sich vor Wut gewesen war, weil seine Rinder so verdreckt waren.
    Apollo war auch einer jener Götter, die ich etwas mehr mochte. Er war anders als der Rest. Er war ein Außenseiter wie ich, und die anderen hielten ihn wohl für dumm und naiv. Aber ich wusste es besser. Er war ein Optimist, dass stimmte, er wollte immer das Beste in den anderen sehen.
    Er war der netteste Gott da oben. Er war das, was meinem besten Freund am nähesten kommt. Und ich hatte mich nicht einmal von ihm verabschieden können, als ich zum Hades aufbrach.
    Nun ja, zurück zum Thema. Jedenfalls wurde Eurytion nach dem Tod seines Herren zum Gebieter über die Farm ernannt. Er musste nun die Tiere versorgen und man sagte sich, dass er die Tiere wirklich aufrichtig mochte, denn er kümmerte sich rührend um die Rinder, Pferde und anderen absonderlichen Wesen die auf der Farm hausten.
    »Ja, mein Name ist Eurytion. Und sie sind…? «
    »Mein Name ist Mr Allenson. «, belog ich ihn. »Und ich werde mich um ihren Hund kümmern. Hat er ein bestimmtes Merkmal, woran ich ihn vielleicht erkennen kann? Eine weiße Pfote, ein bestimmtes Abzeichen, einen buschigen Schwanz - «
    »Er hat zwei Köpfe. «, unterbrach Eurytion mich trocken. »Ich bin sicher daran erkannt man ihn ganz gut. « Ich fragte mich, wie der Kerl es schaffte das zu sagen, ohne zu lachen. »Sein Name ist Orthos. «

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1468872315
Lily Allenson - Untrennbar (Kapitel 18)
Lily Allenson - Untrennbar (Kapitel 18)
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2016-07-18
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