World of Mystik 1

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2 Kapitel - 3.039 Wörter - Erstellt von: Torden! - Aktualisiert am: 2016-07-26 - Entwickelt am: - 513 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Europa wurde in Stücke gesprengt und Asien steht in Flammen. Nordamerika und Russland sind zu einem gigantischen Waldgebiet verschmolzen.
Mittendrin einige Jugendliche, die dem Chaos au den Grund gehen sollen.
Basierend auf Phyria's MMFF (Charaktere gesucht).

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    ((bold))Die Welle((ebold)) Der Tag an dem die Wellen kamen, begann mit dem Ausschlagen aller seismologischen Messgeräte auf ein Rekordniveau. Im ganz
    Die Welle

    Der Tag an dem die Wellen kamen, begann mit dem Ausschlagen aller seismologischen Messgeräte auf ein Rekordniveau. Im ganzen Land starrten die Vulkanbeobachter mit entsetzten Erstaunen auf ihre Computerausdrucke. Dann brach panische Hektik aus. Kollegen wurden angerufen, ob diese Werte denn auch stimmen konnten. Sie stimmten.
    Sofort wurde die Regierung und sämtliche Nachrichtensender alarmiert. Binnen einer Stunden rief man die Ost- und Südküstenstädte zur Evakuierung auf. Die Bevölkerung nahm dies gelassen hin, schließlich war man an Vulkanausbrüche gewöhnt. Nur die Anweisung, man solle so schnell wie möglich erhöhtes Gebiet im Landesinneren aufsuchen, weckte Unbehagen. Sonst kam die Gefahr aus den Bergen, nicht vom Meer.

    Von alldem bekam Hjördis nichts mit. Die Sechzehnjährige saß auf dem Dach der Schule und machte ihre Hausaufgaben. Ab und an warf sie einen besorgten Blick aufs Meer, das einige Straßen weiter gegen die Hafenmauern schlug. Das Arbeitsblatt vor ihr war bis auf die Zeichnung einer Möwe am Rand leer.
    Schon als sie am Morgen aufgewacht war, fühlte sie sich nicht gut. Ihre Beine zitterten leicht und sie war gestürzt, als sie ins Bad tappte. Ein merkwürdiges Kribbeln lag in der Luft, das ihre Nase zu verbrennen schien. Auf dem Weg zur Schule hatte sie die Vögel beobachtet, die hoch am Himmel kreisten. Die Möwen schrien an diesem Tag nicht. Auch saß nicht eine einzige auf der Kaimauer oder auf den Relings der Schiffe. Irgendetwas stimmte nicht.
    Das Heulen der Alarmsirene riss Hjördis aus ihren Gedanken und warf sie in schmerzende Abgründe. Der Ton schallte über die Stadt und den Hafen, ein stetiges Auf und Ab wie die Wellen in der Bucht.
    Sie presste sich die Hände auf die Ohren und krümmte sich zusammen. Ihr Kopf fühlte sich an, als würde er explodieren. Sie schrie auf und blieb dann wimmernd liegen.
    Die Tür zum Dach wurde aufgerissen und das nächste, was Hjördis hörte, waren Schritte, die auf sie zu geeilt kamen. Jemand schlang die Arme um sie und hielt sie fest, während sie zitternd nach Atem rang.
    „Alles ist gut, hörst du? Alles ist gut. Das ist nur die Vulkansirene, kein Grund zur Panik.“, redete die Person beruhigend auf sie ein und strich ihr durchs Haar. Jetzt endlich erkannte Hjördis auch ihren Geruch wieder.
    „Kjell, sieh in ihrer Tasche nach, ob du die Tabletten findest.“, sagte Elin. Ein Reißverschluss wurde aufgezogen und jemand wühlte in Hjördis Tasche. Ein triumphierendes Klappern verkündete das Ende der Suche. Eine dunkle Hand reichte ihr eine Wasserflasche und einige weiße Pillen. Dankbar nahm Hjördis sie entgegen und schluckte alle Pillen auf einmal hinunter. Nachdem sie einen Schluck Wasser hinterher gekippt hatte, legte sie ihren Kopf zwischen die Knie und wartete darauf, dass das Pochen aufhörte.
    Schließlich sah Hjördis in die zwei besorgten Gesichter ihrer Freunde. Elin half ihr beim Aufstehen und stützte sie, als sie taumelte. Langsam rückte die Sirene in den Hintergrund und angenehme Benommenheit machte sich breit.
    „Danke.“, seufzte Hjördis.
    „Kein Ding, aber bist du dir sicher, dass du mehr als drei Pillen von dem Zeug nehmen solltest?“, erwiderte Kjell und musterte abschätzig das Etikett der Medikamentenflasche. Hjördis nickte.
    „Wir sollten los.“, sagte Elin und drehte sich von der Dachkante weg, „Die Anderen stehen schon alle auf dem Schulhof.“
    Sie macht sich Sorgen, dachte Hjördis, und nicht nur um mich. Beim letzten Vulkanausbruch wurde das Haus von Elin's Großeltern vollständig zerstört. Das Leben auf Island war nicht immer leicht.
    Die drei Jugendlichen eilten die Treppen zur Pausenhalle hinunter. Niemand begegnete ihnen, nur ferne Schritte verkündeten die Anwesenheit der letzten Personen im Gebäude. Hjördis spürte einen leichten Schwindel. Sie hatte Kjell angelogen, was die Tabletten anging. Sie war sich nicht sicher, was die Dosis betraf. Sie hatte einfach nur gewollt, dass es aufhörte. Sie wollte nicht mehr alles in seinen klaren Einzelheiten hören.
    Kjell stieß die gläserne Eingangstür auf. Die Geräusche der anderen Schüler trafen Hjördis mit einer angenehmen Stille. Sie suchte den Hof nach ihrem Musikkurs ab. Ihr Blick fiel auf das leuchtend rotes Haar eines Klassenkameraden. Sie folgte Elin und Kjell zu der kleinen Ansammlung von Menschen. Schon von weitem vernahm man die volle Stimme Gunnars, ihres Musiklehrers. Hjördis mochte seine Stimme, denn sie war zwar laut, aber nicht unangenehm. Eher voll und tief, immer mit einem unterschwelligen Lachen.
    „Alles in Ordnung, Hjördis?“, fragte er sie.
    „Ja, es geht wieder. Der Anfang war am schlimmsten.“, sagte sie verlegen und strich sich eine Strähne aus dem Gesicht.
    „Nächste Woche machen wir wieder Theorie.“, meinte Gunnar und drehte sich wütend zu zwei kichernden Mädchen um, die die Köpfe zusammengesteckt hatten und immer wieder bedeutungsvoll zu Hjördis blickten. Er stemmte die Hände in die Hüften und baute sich zu seiner vollen Größe von 1,90m vor ihnen auf.
    „Das ist nicht lustig! Lauft ihr mal mit hypersensiblen Ohren herum. Ihr würdet bestimmt keinen Tag aushalten.“, rief der Musiklehrer aufgebracht. Die beiden Mädchen schauten beschämt zu Boden, als Gunnar sich jedoch zurückdrehte, lachten sie umso lauter. Er warf ihnen einen bösen Blick zu, doch Hjördis schritt ein: „Lassen Sie es gut sein. Die werden sich eh nie ändern.“
    Der Musiklehrer fuhr sich durchs Haar und seufzte: „Das ist kein Grund sich so zu verhalten.“
    Sie roch seinen Ärger als er wütend zu einigen anderen Lehrern stapfte. Hört auf euch Sorgen um mich zu machen, schrie alles in ihr, Ich bin nicht aus Glas. Das eben war ein einmaliger Ausfall, sonst nichts. Bitte lasst mich doch einfach in Ruhe.
    Aber sie schwieg, wie immer.
    Der Durchsagengong ertönte. Alle sahen erwartungsvoll auf die Lautsprecher, die an den Laternenmasten angebracht waren. Nach einem Hüsteln meldete sich die brüchige Stimme des Direktors: „Achtung! Eine Durchsage!“
    Neben Hjördis verdrehte Kjell die Augen.
    „Offenbar kam es in den vergangenen Stunden zu erneuten vulkanischen Aktivitäten. Wie ihr bestimmt schon mitbekommen habt, hat die Beobachtungsstation Alarm ausgelöst. Geht nach Hause und beratet euch mit euren Eltern. Der Unterricht ist für heute beendet.“
    Statt in Jubel über den gewonnenen Tag auszubrechen, sahen sich die Schüler verwirrt an. Keiner wusste so recht, was er davon halten sollte. Normalerweise wurde wenigstens der Name des Vulkans und eine Einschätzung der Gefahrenlage verkündet, aber das hier war einfach nur beunruhigend gewesen. Für Hjördis klang es, als wisse der Direktor etwas, wolle es aber nicht verraten.
    „Du kommst mit zu mir, oder?“, riss Elin sie aus den Gedanken.
    „Wenn es in Ordnung ist, komme ich später. Ich will zu Hause noch alles dicht machen und Mom anrufen.“, sagte Hjördis.
    „Versprich mir, dass du in zwei Stunden da bist. Meine Mutter tötet mich sonst. Sie hat dich viel zu gern.“, grinste ihre Freundin.
    „Versprochen. Wir sehen uns dann.“
    Lächelnd sah Hjördis Elin und Kjell hinterher, die Hand in Hand vom Schulhof schlenderten.

    Zu Hause schaltete sie das Radio an. Ein Rauschen kam aus den Boxen. Jördis drehte am Regler. Auch beim nächsten Sender: Nichts. Erst bei dem darauf hatte sie Glück. Verzehrt vernahm sie den Radiosprecher, der aufgeregt ins Mikro redete.
    „... hat eine Welle, nein einen Tsunami ausgelöst, der in wenigen Minuten auf die Südostküste treffen wird. Alle Anwohner sind dazu aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen und erhöhtes Gebiet aufzusuchen. Die Welle wird sich in küstennahem Gewässer aufbauen und voraussichtlich auf eine Höhe von bis zu 30m heranwachsen. Noch einmal: alle Anwohner werden dazu aufgerufen, ihre Häuser zu verlas...“
    Mehr bekam Hjördis nicht mehr mit. Zwei Wörter verdrängten alle anderen Gedanken. Südostküste, Tsunami. Südostküste, Tsunami.
    Arian.
    Ihr Bruder war dort. Das konnte nicht sein, das durfte nicht sein. Warum heute, warum dort?
    Es kam ihr wie ein dummer Streich Gottes vor, dass ihr Bruder ausgerechnet heute an einen Klassenausflug nach Jökulsárlón teilnahm.
    Das Telefon klingelte. Hjördis stürzte zum Hörer.
    „Arian.“, brüllte sie hinein.
    „Nein Schatz, hier ist Mom. Geht es dir gut?“, meldete sich ihre Mutter am anderen Ende.
    „Mir geht es gut. Mom, Arian ist in Jökulsárlón!“, keuchte sie atemlos.
    „Ich weiß, aber ich habe eben noch mit ihm telefoniert. Sie waren in Höfn und wollten von dort weiter hoch auf den Gletscher.“, sprach ihre Mutter beruhigend, doch Hjördis hörte ein leichtes Zittern in ihrer Stimme.
    „Hoffentlich ist das hoch genug.“, meinte sie zweifelnd.
    „Da bin ich mir sicher. Hör zu. Du packst jetzt deine Sachen zusammen und fährst so schnell wie möglich zu Elin und ihrer Familie. Sie werden wissen, was zu tun ist. Ich bleibe noch hier bei Oma und Opa, aber ich komme so schnelle ich kann. Alles klar?“
    „Ja, Mom. Geht es Oma und Opa gut?“
    „Das ist mein Mädchen. Ja, es geht ihnen gut. Oma meckert mal wieder herum, das Tsunamis ja nur zur heutigen Zeit passieren können. Mach dir keine Sorgen, damit komme ich schon klar. Ich hab dich lieb.“, ihre Mutter machte ein Kussgeräusch in den Hörer.
    „Ich hab dich auch lieb. Pass auf dich auf.“, sagte Hjördis und erwiderte die Geste. Ihre Mutter lachte noch einmal in den Hörer und legte auf.
    Nun stand Hjördis in der Küche und sah sich um. Schritt 1: Sachen zusammenpacken.
    Sie lief die Treppe hinauf in ihr Zimmer. Im Dämmerlicht suchte sie Kleidungstücke, vornehmlich Band-Shirts, zusammen und stopfte sie in ihren großen Wanderrucksack. Einige Handtücher und ihren Kulturbeutel legte sie obendrauf. Portmonee, Ohrstöpsel, Taschenmesser und Feuerzeug kamen in die kleinere Seitentasche. Bei Stromausfall und Essen aus Konservendosen waren diese Dinge immer nützlich. Gegenstände mit hohem ideellen Wert folgten. Falls das Haus wieder Erwarten nicht standhielt, falls die Welle doch bis hierherkam, würde sie wenigstens einige Erinnerungsstücke retten können.
    Schritt 2: Räume die Dinge, die nicht draußen bleiben können hinein.
    Diese Dinge hielten sich in Grenzen. Um genau zu sein waren es nur zwei Töpfe mit Geranien, die die Treppe der Eingangstür verschönerten. Schnell gab Hjördis ihnen und den anderen Pflanzen im aus noch einen Schluck Wasser. Das war zwar nicht genau das, was sich ihre Mutter unter schnell vorstellen würde, aber wer weiß, wann sie wieder ins Haus kamen.
    Schritt 3: Strom abstellen und Fenster zu
    Im Keller legte sie die Schalter im Stromkasten um. Schlagartig wurde es dunkel. Hjördis Augen gewöhnten sich schnell an die veränderten Lichtverhältnisse. Sie stürmte die Kellertreppe und ins oberste Stockwerk. Der Rollladen im Zimmer ihrer Mutter schnitt ihr in die Finger, doch sie ignorierte den Schmerz. Als sie fertig war, war es stockdunkel im Haus. Mit dem Strom war auch das Radio verstummt und zum ersten Mal seit Tagen fühlte sich Hjördis nicht durch übermäßige Sinneseindrücke überlastet.
    Sie schloss die Haustür hinter sich ab und stieg mit dem schweren Rucksack aufs Fahrrad. Die ersten paar Meter schlingerte sie noch bedenklich, doch als sie ihren Rhythmus gefunden hatte, raste sie Richtung Elin.
    Überall in der Stadt sah sie Menschen, die ihre Autos beluden und ihre Kinder hinter sich her zerrten. Alle waren auf der Flucht vor der Welle, die vielleicht gar nicht hierherkommen würde. Es war ein geordnetes Chaos, in dem jeder seinen Platz und seine Aufgabe kannte. Nur die Richtung war noch unklar. Viele befanden sich bereits auf der Ringstraße, um das sichere Hochland zu erreichen.
    Als Hjördis in die Hafenstraße abbog, schlug ihr unerträglicher Gestank entgegen. Sie musste würgen, schaffte es gerade aber noch, dass ihr Frühstück blieb, wo es hingehörte. Beim Aufsehen verschlug es ihr die Sprache. Das Wasser war war fort. Es war, als hätte man den Stöpsel aus dem Meeresboden gezogen und nur die unaussprechlichen Dinge des Hafenbeckens zurückgelassen. Die Boot lagen alles auf der Seite im Schlick, genauso wie die Bojen weiter draußen. In der Mischung aus Schlamm, Seetang und Algen zappelten einige sterbende Fische. Einkaufswagen, Angelausrüstung, Fahrräder, Regenschirme. Alles Zeugnisse einer zweiten, heimlicheren Stadt, deren Einwohner ihre ungewollten Dinge lieber im Meer versenkten, als zum Wertstoffhof zu bringen.
    Hjördis war zugleich fasziniert und entsetzt von diesem Bild. Ihr Blick glitt über das freie Gebiet hin zur Brücke. Ob man jetzt wohl dort hinlaufen konnte? Rasch schlug sie sich den Gedanken wieder aus dem Kopf. Zu gefährlich, entschied sie. Überall konnte Treibsand unter den Algen verborgen liegen.
    Ihr scharfer Blick fiel auf einen unförmigen Gegenstand weiter draußen. Er war seltsam weißlich und schwammig. Sie worum es sich dabei handelte, bevor sie es eingehender betrachtete. Der Stoff der Jacke war ausgeblichen, doch an einigen Stellen schimmerte noch das alte Rot durch den Dreck. Es handelte sich um Arnar Arnarsón, der Hafenarbeiter, der letzten Herbst betrunken aus einer Kneipe getaumelt und danach nie wieder gesehen worden war.
    Gerade als Hjördis zum Handy griff, um die Polizei zu verständigen, spürte sie das Beben. Kaum wahrnehmbar zunächst für Menschen mit normalen Sinnen, dann immer stärker, bis die Fenster der Gebäude klirrten. Die Laternen wankten wie Schiffe auf See, als sich die Welle am Horizont aufbaute.
    Das Mädchen war wie erstarrt. Es wusste, dass es sich bewegen musste, wusste, dass sie auf ihr Fahrrad steigen und strampeln musste, bis es die Spitze des Mount Everest erreicht hätte. Doch seine Beine waren wie gelähmt und sie konnte nur dabei zusehen, wie die Welle sich ihren Weg auf die Stadt zu bahnte.
    Der Schrei einer Möwe weckte Hjördis aus ihrer Trance. Sie fuhr herum und sprang auf ihr Fahrrad. Hohes Gelände, hohes Gelände...Warum habe ich die verdammten Geranien gegossen, wie blöd konnte man eigentlich sein?
    Sie raste in eine Nebenstraße ein und wurde wegen ihrem hohem Tempo fast aus der Kurve geschleudert. Über ihr kreischte die Möwe. Hjördis wünschte sich Flügel, die sie forttrugen. Zu ihrer Mutter, zu ihrem Bruder, einfach nur fort von hier.
    Das Donnern der Wassermassen wurde lauter. Mit dem ersten Krachen wusste das Mädchen, dass es das Rennen verloren hatte. Es bog in eine weitere Gasse, um ein weiteres Haus zwischen sich und das Ungetüm aus Schlamm, Schrott und Meer zu bringen.
    Vergebens.
    Ein Ausläufer des nassen Teufels riss das Fahrrad unter Hjördis weg. Sie wurde herumgeschleudert und krache hart mit dem Rucksack gegen die Hauswand. Braunes Wasser raubte ihr Sicht und Atem. Sie trat heftig mit den Beinen, um an die Oberfläche zu gelangen. Etwas schlug gegen ihren Oberschenkel und brennender Schmerz zuckte durch ihren Körper.
    Als die Welle sich zurückzog, nahm sie Hjördis mit sich. An einer ramponierten Hausecke, blieb sie schließlich wasserhustend liegen. Jeder Atemzug sandte Feuerschlangen durch ihren Brustkorb. Benommen berührte sie ihren Hinterkopf. An ihren Fingerspitzen klebte Blut. Ihr Bein fühlte sich merkwürdig taub an, doch sie wagte nicht ihren Blick zu senken.
    Hjördis Mund schmeckte nach Blut und alles fühlte sich falsch an. Die Welt drehte sich, als sie vorsichtig nach ihrem Rucksack tastete. Er war noch da. Behutsam schob sie sich an der Hauswand nach oben, immer darauf bedacht, ihr verletztes Bein nicht zu belasten. Sie stand schon fast aufrecht, als ihre Knie nachgaben und dunkle Flecken vor ihren Augen tanzten.
    Das Letzte, was sie sah, bevor die Welt in Finsternis versank, war eine Möwe, die über dem zerstörten Hafen kreiste.

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    Wie bereits erwähnt, basiert diese Geschichte zu größten Teilen auf Phyria's MMFF World of Mystik. Ursprünglich wollte sie diese Geschichte schreiben, doch sie hat sich seit letzten April nicht mehr gemeldet. Also haben wir, die Teilnehmer, beschlossen, sie selbst zu beenden. Falls sich Phyria entschließt, doch noch weiterzuschreiben, werde ich diese Story einstellen. Denn es ist immer noch ihre und dies ist nur ein Provisorium.
    Ich bin immer offen für Anregungen, konstruktive Kritik und Leute, die noch mitmachen wollen.

    Link zum Original:
    http://www.testedich.de/quiz40/quiz/1458904529/World-of-Mystik-MMFF

    PS: Vielleicht habt ihr es ja schon mitbekommen, dieses Kapitel spielt auf Island. Ich habe mir Mühe gegeben, authentische Namen zu verwenden. Leider habe ich noch nicht herausgefunden, wie man die isländischen Sonderbuchstaben tippt. Deshalb werde ich zukünftig dieses p mit dem verlängerten Rücken th und dieses gekrümmte d mit Balken als d' schreiben. Soweit ich weiß, spricht man Autoritätspersonen auf Island mit dem Vornamen an.



Kommentare Seite 1 von 1
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torden ( 17672 )
Abgeschickt vor 258 Tagen
Ich habe es dennoch geändert.
torden! ( 81341 )
Abgeschickt vor 280 Tagen
Danke für den Hinweis, ist mir gar nicht aufgefallen.
Lapis ( 74838 )
Abgeschickt vor 281 Tagen
Logisch gefällt es mir. Das einzige, was wirklich nicht so ...schön. ... ist, ist, dass sowohl Hannah als auch Lapis "Du bist wach" sagen. Das braucht ihr aber nicht ändern, ich reagiere überempfindlich auf Wiederholungen
torden ( 25791 )
Abgeschickt vor 285 Tagen
Danke Lapis, hoffentlich gefällt dir die Darstellung deines Charakters.
Lapis ( 26629 )
Abgeschickt vor 286 Tagen
Ihr schreibt mega! Die Spritze gefällt mir XD
torden ( 33521 )
Abgeschickt vor 287 Tagen
Danke Lilien und ja du hast richtig gehört. Das nächste Kapitel wurde von Hillory geschrieben und wird bald erscheinen.
Lilian ( 26174 )
Abgeschickt vor 288 Tagen
Sehr schön geschrieben, ich mag deinen Schreibstil.
Es ist immer schade, wenn jemand ein RPG oder MMFF erstellt und sich dann nicht mehr meldet.
Aber ich finde es gut, dass ihr das nicht auf euch sitzengelassen und das Schreiben selbst in die Hand genommen habt. :)
Wie ich gehört habe, ist das nächste Kapitel von jemand anderem?
LG, Lilian (oder für dich wohl eher Lici ;)