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Lara und Luna - Das Pferdeparadies

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5 Kapitel - 1.779 Wörter - Erstellt von: FunnyLeika - Aktualisiert am: 2016-07-03 - Entwickelt am: - 659 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Geschichte 1: Ein neuer Freund

Lara bekommt eine fünf in Mathe und muss zur Strafe auf einen Ponyhof - was gar nicht so schlecht ist, da sie eine Pferdenarrin ist, doch das hat sie ihren Eltern verschwiegen. Endlich bekommt Lara die Gelegenheit, reiten zu lernen, und lernt dabei auch die unscheinbare Oldenburgerstute Luna kennen:
Wird Lara es schaffen, das wilde Pferd zu zähmen?

    1
    "Lara Louisa Schmidt!"
    Lara ging nach vorne. In der Hand hielt sie ihren Glücksbringer, ein kleines Stoffpferdchen. Es würde beim Zeugnis wohl nicht viel bringen, aber sicher war sicher.
    Der Lehrer schwieg, als er ihr das Zeugnis gab, und auf dem Rückweg sah Lara sich schon die Noten an.
    Eine 5 in Mathe. Eine 4 in Griechisch. Aber eine 1 in Französisch und eine 2 in Deutsch. Damit hatte sie die Noten gut ausgeglichen. Und sie konnte es kaum glauben: Sie wurde in die neunte Klasse versetzt!
    Als sie hochsah, merkte sie, das schon alle ihr Zeugnis bekommen hatten - was gar nicht so überraschend war, da Lara eine der letzten in der Liste war. Der Lehrer hatte auch schon das Abschiedsgeschenk bekommen und starrte Lara feindselig an, wahrscheinlich weil sie nicht dabei war.
    Sie hatte nur auf ihr Zeugnis gestarrt.
    Zum Glück würden sie einen neuen Lehrer bekommen, das war klar. Und als die Klasse entlassen wurde, stürmte Lara zuerst aus der Schule - bloß weg von diesem scheußlichen Mensch!

    Auf dem Rückweg fragte sich Lara, was ihre Eltern zu ihrem Zeugnis sagen würden. Hoffentlich passierte das, was ihre Eltern schon geplant hatten: drei Wochen auf den Ponyhof Wildspiel!
    Ihre Eltern wussten nämlich nicht, das Lara heimlich Pferde liebte. Und vor allem freute sie sich auf das Pferd, über das es Zeitungsberichte gab:
    "Unscheinbares Jährlingspferd auf Ponyhof Wildspiel gewinnt Freispringenturnier auf L-Höhe" oder "Jährlingspferd Luna vom Ponyhof Wildspiel springt über 2-Meter-Zaun und macht Straßen unsicher"
    Das war Luna. Aber diese Berichte waren alt. Jährlingspferd heißt ein Jahr alt, und das war vor zwei Jahren. Das heißt, Luna ist jetzt drei. Und vielleicht war sie sogar schon eingeritten!
    Lara freute sich gerade und wollte laut jubeln, als sie an einem Zeitungsstang vorbeifuhr. Denn dort war die erste Überschrift die es zu lesen gab: "Früher ein Weltwunder, heute ein Bösewicht - Dreijährige Luna beißt Pflegerin in Arm und bricht Hofbesitzer Bein"
    Lara war geschockt. Das konnte doch nicht wahr sein! Aufgeregt las sie weiter:
    "Junge Pflegerin und Hofbesitzer des Pony- und Zuchthofes Wildspiel wollten mit Ausbildung des früheren Wunderjährlings Luna beginnen, die höher gesprungen war als so manches Springpferd. Der Oldenburger, der scheinbar ganz unten in der Rangliste war und nun eineinhalb Jahre durchgängig aber mit Pflege und Zuneigung und einiger Boden- und Longenarbeit auf der Weide stand, hat seinen Charakter aber wohl um 180° gewendet - sie beißt der Pflegerin in den Arm bis es blutet und rennt den Hofbesitzer um, wobei sie ihm ein Bein bricht. Beide Personen im Krankenhaus, das Pferd wurde zur Sicherheit in eine Box mit hohen Wänden und dichten Gitterstäben gestellt - Sicherheit geht vor!"
    Lara konnte nicht glauben was sie da gelesen hatte. Sie schüttelte sich, um einen klaren Kopf zu bekommen. Dann sah sie auf die Uhr und erschrak: Sie hatte 20 Minuten verschwendet, jetzt würde sie doppelten Ärger von ihren Eltern bekommen! Und jetzt, nachdem sie diesen Artikel gelesen hatte, freute sie sich auch gar nicht mehr so sehr, zum Ponyhof Wildspiel und zu Luna zu kommen...

    2
    Laras Vater rastete aus. "Lara! Du packst jetzt deinen Koffer, du gehst zu diesem Ponyhof! Eine fünf in Mathe, zwanzig Minuten zu spät und dann willst du mir auch noch erzählen, du hast dich mit Zeitungsberichten über Pferde beschäftigt?"
    Lara antwortete nicht, sondern verzog sich schnell in ihr Zimmer. Sie tat traurig, aber in dem Zimmer verdrehte sie nur die Augen und holte ihren Glücksbringer, das kleine Pferd, aus der Jackentasche.
    Das kam auf jeden Fall mit.
    Schnell packte sie ihren Koffer, was gar nicht mal so schwer war:
    Die Reithosen, die sie sich in den letzten Monaten heimlich von ihrem Taschengeld bestellt hatte, kamen auf jeden Fall mit, einen Reithelm könnte sie dort ausleihen und dann noch ein paar T-Shirts und kurze Hosen, und ein Langarmpulli könnte auch nicht schaden.
    Sofort schmiss sie alles in den Koffer, rieb sich die Augen um auszusehen als hätte sie geweint und zog den großen Koffer hinter sich her ins Auto.
    Seit Lara allein mit ihrem Vater lebte, hatte sie eine Methode herausgefunden, traurig zu tun und schaffte es auch jedes Mal ihn damit zu überzeugen.
    Die Fahrt zu dem Ponyhof verlief schweigend, am Ende sagte ihr Vater nur ein grobes "Tschüß" und fuhr wieder.
    Lara blinzelte zwei Mal und die geschauspielerten Tränen verschwanden aus ihrem Gesicht. Sie hatte den Zeitungsbericht vergessen und sah den Hof bewundernd an.
    Alles war so groß! Es gab drei riesige Stallgebäude, an jedem hing ein Schild: das kleinere war für tragende Stuten oder welche, die schon Fohlen hatten, also der Fohlenstall.
    der etwas größere war scheinbar für die Schulpferde die in Boxenhaltung lebten und nicht für Ferienkinder, sondern ausschließlich für den Einzelunterricht geeignet waren, da sie aggressiv zu anderen Pferden war.
    Und der größte, da wusste Lara nicht was das war, denn davor hing ein Schild: "Betreten für Außenstehende aus hygienischen Gründen verboten!" Aber Lara konnte es sich denken, da sie ja auch schon ein bisschen über Pferde wusste. Das war der Stall für die "ach so hochwichtigen Turnierpferde", die nicht auf die Weide durften und kaum jemand zu ihnen durfte, weil sie ja krank werden könnten und sich verletzen könnten.
    Doch da kam Lara auf eine Idee. Sie hatte gehört, das es in so einem Stall auch Isoliesboxen gab, komplett dunkel, damit sie Pferde sich "beruhigen". Und das brauchte Luna gerade.
    Lara fiel der Zeitungsartikel ein. Dann stellte sie ihr Gepäck ab, klopfte die Schuhe ab und ging vorsichtig und leise in den Turnierstall.

    3
    Lara schlich die blitzblank geputzte Stallgasse entlang. Hin und wieder sah sie in die Boxen: Sägespäne war auf dem Boden verteilt, bestimmt wurden die Boxen dreimal am Tag ausgemistet, so sauber war es.
    Die Gitterstäbe waren eng beieinander, noch nicht mal Laras Hand passte da durch, wenn sie eine Faust machte.
    Die Pferde bekamen täglich Kraftfutter, nach den zwei Trögen zu urteilen, denn in dem einen waren Heureste und in dem anderen Kraftfutterreste.
    Plötzlich hörte Lara Schritte und eine tiefe Stimme: "Wer ist hier?"
    Lara erstarrte. Die Schritte näherten sich. Schnell rannte sie die Stallgasse entlang, öffnete irgendeine Tür der vier Isolierboxen und versteckte sich.
    Da hörte sie ein Hufescharren hinter sich, schreckte zurück und bemerkte durch Zufall einen kleinen Lichtschalter neben der Boxentür.
    Lara fand sich Auge in Auge mit Luna wieder, sie kannte sie von dem Bild das beim letzten Artikel dabei war.
    Luna stupste das Mädchen an und Lara wollte schreien, doch dann merkte sie, dass sie keinen Grund dazu hatte. Das braune Oldenburgerpferd mir der breiten Blesse und den grauschwarzen Beinen mir weißen "Socken" sah sie aus freundlichen Augen an.
    Es wollte spielen.
    Doch Lara konnte das angeblich böse Pferd nicht einfach aus der Box lassen, dafür würde sie riesen Ärger bekommen.
    Während Luna sich enttäuscht abwandte und die Reste vom Heu aus dem Trog fischte, sah Lara sich die Box genauer an. Diese Box hatte einen Steinboden, es gab hier scheinbar kein Kraftfutter da es nur nach Heu roch - und das einzige was es gab, war ein kleines Stück voll Stroh, damit das Pferd schlafen konnte.
    Überall in der Box lagen Pferdeäpfel, wahrscheinlich wurde so eine Box seltener ausgemistet, nach dem Motto: "Wenn das Pferd sich dumm anstellt, ist es auch selbst schuld, wenn es im eigenen Mist steht" oder so.
    Das konnte Lara überhaupt nicht nachvollziehen.
    Schließlich traute Lara sich, die unscheinbare Stute zu streicheln, die immer noch versuchte, das Heu aus dem Trog zu holen.
    Luna zuckte zusammen, sie wurde wahrscheinlich lange nicht mehr von Menschen gestreichelt, allgemein nicht berührt - jedenfalls nicht mit freundlichen Absichten.
    Aber beide wussten, dass sie keine Angst vor dem anderen haben mussten; sie hatten sich das erste Mal gesehen und es gab etwas zwischen ihnen wie ein unsichtbares Band. Was das genau war, wusste keiner von beiden genau.
    Plötzlich verspürte Lara starke Müdigkeit und legte sich auf das Strohbett in der Ecke. Luna hörte auf zu fressen und stellte sich neben Lara, sie schloss die Augen aber hatte die Ohren gespitzt, um auf jede Gefahr vorbereitet zu sein - auch wenn nicht sie bedroht wurde, sondern Lara.

    4
    So, ich hoffe euch hat es gefallen! Ich schreibe in meiner Freizeit auch gerne lange Bücher, aber das ist meine erste Geschichte, bei der ich versuche jedes Kapitel möglichst kurz zu fassen und trotzdem spannend zu schreiben. Bei Verbesserungsvorschlägen schreibt es doch bitte in die Kommentare!

    5
    Schreibt doch mal in die Comments, ob ihr wollt das ich das so weiterschreibe wie es jetzt auch ist, wie gesagt, das ist das erste Mal, und jetzt eine Aufforderung an euch:
    Da ich mir noch nicht richtig Kopf darum gemacht habe wie es weitergehen soll, schreibt mir eure Idee doch auch mal, aber am besten über E-Mail, damit es für die anderen eine Überraschung bleibt ;)
    Bis zum nächsten Mal


    Liebe Grüße, FunnyLeika

Kommentare (4)

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JoyEggli ( von: JoyEggli)
vor 313 Tagen
Das ist einfach nur genauso wie bei
Ostwind 1. Alles genau so. 😳
*Helene* (98692)
vor 482 Tagen
Bitte schreib weiter sonst halte ich es nicht mehr aus!Schreib weiter die Geschichte Super!
Blaustern (43708)
vor 491 Tagen
WEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIITER!°!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!*-*
*Helene* (23936)
vor 491 Tagen
Die Geschichte ist Super!Schreib AUF JEDENFALL SO WEITER!!!!!!!