Kriegswinter - Die Stürme des Krieges

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4 Kapitel - 7.723 Wörter - Erstellt von: Asyra/ Syrena - Aktualisiert am: 2016-08-29 - Entwickelt am: - 723 mal aufgerufen- Die Geschichte ist noch in Arbeit

Die Geschichte des zweiten Magischen Krieges. Wer wird leben? Wer wird sterben? Wer alles geben?

1
Prolog

Gevinion schloß die Augen. "Die Königin ist tot! Es lebe der König!" Mit gesengtem Haupt nahm er die Krone an, sprach den zeremoniellen Eid, ohne wirklich über die Worte nachzusinnen. In seinem Kopf hatte nur ein Gedanke Platz: König. Es ist soweit! . Stolz richtete er sich auf, der goldene Kopfschmuck war kalt und drückte schwer auf sein Haar. Er spürte den Blick seiner Geschwister, mied es aber, sie anzusehen. Dies war seine Stunde, heute erhob er sich über sie, über alle Anwesenden. Er war der Herrscher, gottesgleich. Jubel brandete auf, Schreie und Klatschen. Die Ritter knieten nieder, leisteten ihren Treueeid. Ein kaltes, triumphierendes Lachen entrang sich seiner Brust, doch er versteckte es unter einem schmallippigen Grinsen. Es war Zeit zu handeln...

Zur selben Zeit, an den Grenzen Camelots, erzitterten die Wachposten. Es war ihnen, als wehe ein kalter, unheilbringender Sturm über sie hinweg. Schatten verdunkelten die Wiesen, Wölfe hielten in ihrer Jagd inne, Hirschkühe drängten sich schützend an ihre Kälber, Kaninchen verharrten neben Füchsen, die Vögel verstummten in ihrem Gesang. Drückende Stille, nur vom Wispern der Bäume unterbrochen, deren Kronen sich raschelnd im wilden Reigen wiegten, breitete sich aus. So manch tapferer Mann griff sich bang an die Brust. Kühl und abweisend erschienen die einst Lichten Haine. Schwerter wurden gezogen, trotz des Mangels an einem sichtbaren Feind. Doch das scharfe Metall in der Hand zu halten versprach Trost. In Dörfern und in Höfen, im ganzen Reiche erstarrte ein jeder in seiner Arbeit. Angst ergriff Kinderherzen, doch keine Träne wurde vergossen. Das Vieh drängte sich im Stall, geweitet die Augen und Nüstern. Eine Spannung hielt sich in der Luft. Die Ruhe vor dem Sturm. Ein Donnern erschütterte das Reich, Blitze zuckten, doch kein Regentropfen fiel. Helden sackten auf die Knie, die Götter anflehend, doch keine Antwort erklang. Und dann wurde es wieder Licht. Sanft goldene Strahlen erwärmten die kalte Erde, erweckte sie zum erneuten Leben. Und nur eine Erinnerung blieb. Kaum einer gedachte mehr an Geschehenes, war es doch des Menschens Eigenschaft, Unerklärlich oder Grausames zu verdrängen. Nur wenigen kam es in den Sinn zu fragen. Doch Antwort fänden sie nur an wenigen Orten. Von wenigen Personen. Doch fiele es ihnen nie ein, dort um Rat zu bitten. Doch sie ahnten, dass Unwissenheit ihnen besser bekam.

Die Wahrheit bedeutete Last. Sie bedeutet Grauen.

Folgte man den Schatten, welche über die Wiesen glitten, so fand man nach langer Zeit die Quell. Weit entfernt, damit man es verdrängen konnte, doch nicht weit genug, um dem Vergessen anheim zu fallen. Dort, in grauen Fluten stürmischer See, dort in den Nebeln verborgen, lag die Insel der Gesegneten. Eine Stätte der Magie, weder gut noch böse, doch kalt und gerecht. Nicht liebevoll, nicht hasserfüllt. Doch gnadenlos und hart. Und neigt sich die Gesinnung, geht nur ein wenig Fehl, und Grauen, schlimmer denn alle Nachtmahre, mag daraus erstehen. Und dort, in den Ruinen der einst stolzen Stätte, erhob die Herrin ihr Antlitz zum Himmel. Ihre Haare wallten in nassen Flechten zu den mageren Hüften, umwoben das bleiche, knochengeprägte Gesicht wie Schatten der lebenden Nacht. Ihre schlanken Finger umschlossen den Kelch der Richter. Totenstarr wirkten ihre Züge, eingefallen die Wangen. Doch aus den Tiefen der Augenhöhlen leuchtete fahl eine Iris, so blau, dass es nicht natürlich war. Stürme peitschen ihr Gewand, rissen es in Fetzen. Und sie hielt dem Toben stand, rief die Gewalten zu ihren Diensten. Denn sie war die Hohepriesterin der alten Religion. Die Herrin der Magie. Mutter der fantastischen Kreaturen und Bezwingerin der natürlichen Gewalten. Und sie hatte den Weg eingeschlagen. Sie war der Rache verfallen. Die Klinge des Zeremoniendolches fuhr in ihre Haut, das Fleisch der Unsterblichen. Das Blut floss zu Boden, mischte sich in Wasser, während ihre Stimme im tosenden Winde verflog. Sie rief ihre Gemeinschaft, sie entfachte den Sturm, der den Tod in die Reiche der Menschen tragen sollte. Der Krieg hatte begonnen. Der Krieg der unsterblichen Rache. Das Verderben der Menschheit...

Kommentare Seite 1 von 1
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Alan&Co ( von: Dodo♤~♤ )
Abgeschickt vor 143 Tagen
Schreib weiter.. ^^ Muss ja nicht regelmäßig sein, sondern immer wenn du Zeit hast
Asyra, The Bloody Queen ( von: Asyra )
Abgeschickt vor 144 Tagen
Soll ich weiterschreiben oder nicht?
Lupa ( von: Lupa )
Abgeschickt vor 196 Tagen
Coole Fortsetzung! Ich finde es irgendwie nett, zu erfahren, was du/deine Figuren sich zu meinen denken
Opeila ( 154.2 )
Abgeschickt vor 202 Tagen
(Meine Charas... Schon mal im Voraus falls ich mehr erstellen... Gerne)